Rain in the Woods

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1 Kapitel - 1.431 Wörter - Erstellt von: Nebelwald - Aktualisiert am: 2016-02-24 - Entwickelt am: - 498 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Auf den Wunsch meiner Freunde hin, habe ich eine Creepypasta mit mehreren bekannten Figuren geschrieben. Ich denke, es sollte euch nicht schwerfallen, der Handlung zu folgen.

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    Der Regen prasselte auf die Blätter der Bäume und Nebel zog sich wie Watte durch den Wald, doch die drei hochgewachsenen Teenager folgten zielstrebi
    Der Regen prasselte auf die Blätter der Bäume und Nebel zog sich wie Watte durch den Wald, doch die drei hochgewachsenen Teenager folgten zielstrebig dem riesigen, dürren Mann, die vor ihnen herging. Ihm vertrauten sie blind, er kannte den Wald wie sonst niemand. Ab und zu drehte er sich um, um nach seinen Schützlingen zu sehen, die restliche Zeit schlenderte er unermüdlich weiter durch den dichten Wald. Plötzlich zuckte der Kopf der großen Gestalt in eine bestimmte Richtung. Kurz musterte er die drei jungen Männer, dann nickte er den beiden größeren zu. Einer von ihnen lief sofort los, der andere umarmte den dritten und huschte seinem Partner dann hinterher. Die beiden blieben allein zurück. Kurz wartete der riesige Mann, dann setzte er den Rundgang fort. Der Teenager beeilte sich, ihm zu folgen. Sein gesamter Körper zitterte vor Kälte und er war bis auf die Knochen durchnässt. Stolpernd lief er hinter der großen Gestalt her. Ein leises Knacken durchbrach das monotone Prasseln des Regens. Beide blieben stehen und lauschten. Wieder brach ein Ast unter den Schritten einer Person. Eine Weile blieb es ruhig, dann wurden Stimmen laut. Es waren Männer, vielleicht drei oder vier. Der Teenager starrte schweigend in die Richtung, aus der die Geräusche kamen und wartete auf den Befehl seines Meisters. Kaum hob der riesige Mann die Hand, stürzte er los. Im Laufen zerrte er sein Messer aus der Tasche. Die Wanderer waren viel zu überrascht, um zu realisieren, was gerade vonstattenging. Bevor einer von ihnen sich auch nur rühren konnte, hatte der Teenager zwei von ihnen mit einem Stich in den Rücken getötet. Unfähig sich zu bewegen starrten die anderen auf ihn. Unter der dünnen, schwarzen Maske fletschte der Junge die Zähne und sprang einen weiteren von ihnen an. Eine gleitende Bewegung mit dem Messer und das Blut schoss aus der Kehle des Mannes. Der andere wollte weglaufen, stolperte in seiner Hast über eine Wurzel und stürzte zu Boden. Langsam trat der Teenager auf den Mann zu und rammte ihm das Messer ins Herz. Ein letztes Gurgeln und wieder war nur das Geräusch des fallenden Regens zu hören. Hasserfüllt starrte der junge Mann auf den toten Menschen zu seinen Füßen. Dann drehte er sich um und schritt zurück zu seinem Meister. Der große, gesichtslose Mann hatte stumm zugesehen. Jetzt empfing er seinen Schützling wieder und legte ihm sanft eine Hand auf die Schulter. „Gut gemacht.“ Zum ersten Mal an diesem Tag sprach er. Der Teenager nickte knapp und wischte sein Messer am Ärmel des orange-gelben Hoodies ab. Dann steckte er es zurück in seine Tasche und wandte sich ab. Die Kälte kroch ihm in die Knochen und machte jede Bewegung so gut wie unmöglich. Zitternd rieb er sich die Arme. Plötzlich ertönte aus der Ferne ein Schuss, ein gellender Schrei folgte. Beide Gestalten rissen erschrocken die Köpfe hoch. Einen kurzen Augenblick lang glaubte der Teenager zu träumen. Aber nein, der Schrei war echt. Und er war von seinem besten Freund gekommen. Ohne nachzudenken rannte er los. Äste, unter denen er sich wegducken wollte, schlugen ihm ins Gesicht, Dornenranken, denen er ausweichen wollte, verfingen sich in seiner Kleidung, aber es war ihm egal. Nur noch eine einzige Sache zählte: Sein bester Freund. Er achtete nicht auf die wütenden Schreie und Befehle seines Meisters, alles was er wollte, war, so schnell wie möglich bei seinem Freund zu sein. Alles ausblendend stürmte er durch den Regen und den Nebel, stolperte, fiel hin, rappelte sich wieder auf und jagte weiter durch den dichten Wald. „MASKY!“, brüllte er verzweifelt. Alles drehte sich, woher waren die Schreie gekommen? Wo war sein Meister? Wo der Weg? Alles sah gleich aus! Der Nebel kroch auf ihn zu, durchnässte seine Kleidung noch mehr, nahm ihm die Sicht. „TOBY! MASKY!“ Seine Schreie wurden vom Regen übertönt. Niemand konnte ihn hören. Fluchend sah der junge Mann sich um. Wenn er einfach zurückging, würde er zwar bestraft, aber sein Meister würde den Weg wissen. Er wusste immer den Weg. Doch woher war er nur gekommen? Tränen brannten in seinen Augen. Noch nie hatte er sich so hilflos gefühlt. Wohin sollte er nur gehen? Er würde sich noch tiefer in den Wald verirren! Ein trockenes Schluchzen brach aus seiner Kehle und Tränen strömten seine Wangen hinunter. Warum hatte er nicht auf seinen Meister gehört und war geblieben? Seine zitternde Hand umklammerte den Griff des Messers fester. Sein Hoodie war längst durchnässt, er bot keinen Schutz vor dem Regen. Der junge Mann schob die Maske hoch und wischte sich die Tränen ab. Herumstehen würde ihn nicht weiterbringen. Er musste einen Weg hier raus finden. Also stapfte er in den dichten Nebel hinein. Jeder Schritt kostete ihn Überwindung. Nur langsam kam er vorwärts. Sein ganzer Körper schmerzte, der Nebel nahm ihm die Sicht. Überall Nebel. Nebel vor ihm. Nebel hinter ihm. Nebel neben ihm. Nebel in seinen Gedanken. Müde. So müde. Leg dich hin. Nein, geh weiter. Du musst weitergehen. Wenn du weitergehst, kommst du irgendwann zu Masky. Er ging weiter. Bald hatte er keine Kraft mehr, sich auf den Beinen zu halten. Von Krämpfen geschüttelt stolperte er zu einem in der Nähe stehenden Baum. Haltlos zitternd sank er zu Boden und rollte sich zusammen. Müde. So müde. Leg dich hin. Und diesmal widersprach niemand.

    Der Regen hörte nicht auf. Immer weiter prasselte er auf den moosigen Boden und die dunkelgrünen Blätter der Bäume und Pflanzen. In weiter Ferne schallten verzweifelte Rufe durch den Wald. Rufe nach der Gestalt, die schlotternd am Fuß eines riesigen Baumes lag und fast ohnmächtig war. Doch sie hörte nichts mehr. Nur das scharfe Trommeln des Regens auf die Blätter des Baumes über ihm. Ein sanftes Lächeln überzog ihr Gesicht unter der schwarzen Maske mit dem aufgestickten, traurigen Gesicht. Ihr war nicht mehr kalt. Warme Dunkelheit umfing ihre Gedanken, drohte, sie ins Nichts zu reißen. Doch noch kämpfte ein Teil des Bewusstseins des Teenagers dagegen an. Immer weiter vertrieb der Gedanke an seine beiden Freunde die Finsternis. Immer heller wurde es, immer schärfer das Bild vor seinen Augen. Und plötzlich fuhr ein Ruck durch den schmalen Körper der Gestalt. Langsam stand sie auf und betrachtete das Messer in ihrer Hand.

    (Flashback)

    Blut. Blut überall. Sein Blut. Der Teenager lag keuchend auf dem Boden. Plötzlich riss jemand die Tür auf und stürzte auf ihn zu. Sein bester Freund. „BRIAN!“ Er riss sich das Shirt vom Körper und verband damit die blutende Schusswunde in der Brust seines Freundes. Matt lächelnd setzte der Junge sich auf. „Bin ich froh, dich zu sehen. Sanft umarmte der größere Teenager seinen besten Freund. „Ich auch.“ Gemeinsam verließen sie die Hütte. Als sie tief genug im Wald waren, erhob der junge Mann wieder die Stimme. „Versprichst du mir, dass du mich nie wieder allein lässt, Masky?“ Der Andere schlang einen Arm um die Hüfte seines Freundes und zog ihn an sich. „Versprochen Hoodie. Auch wenn es so scheint, als wäre ich weg, ich bin immer bei dir. Du brauchst dir um nichts Sorgen zu machen.“

    (Flashback Ende)

    Lügner. Kleiner, verabscheuungswürdiger Lügner. Er hatte ihn allein gelassen. Er war nicht gekommen. Er würde ihn töten! Er würde sie alle töten! Bei dem Gedanken an das verzweifelte Flehen um Gnade breitete sich ein seltsames, angenehmes Gefühl in seiner Brust aus. Er begann zu lachen. Blanker Wahnsinn hatte seinen Verstand ergriffen. Immer lauter lachend begann der junge Mann, den Wald auf der Suche nach seinem Freund zu durchkämmen.

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1456056396
Rain in the Woods
Rain in the Woods
Auf den Wunsch meiner Freunde hin, habe ich eine Creepypasta mit mehreren bekannten Figuren geschrieben. Ich denke, es sollte euch nicht schwerfallen, der Handlung zu folgen.
http://www.testedich.de/quiz39/quiz/1456056396/Rain-in-the-Woods
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2016-02-21
40D0
Creepypasta

Kommentare Seite 1 von 1
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Nebelwald ( 30727 )
Abgeschickt vor 372 Tagen
Wow! Meine Geschichte wird von den Profis gelesen! ^^ Echt, ich freue mich sehr, dass sie euch gefallen hat. Ich weiß nicht, ob ich einen zweiten Teil schreiben sollte... Aber wenn die Leser ihn gern möchten, kriegen sie ihn natürlich!
Werwolf 03 ( 86824 )
Abgeschickt vor 395 Tagen
Ja gut, ich muss schon zugeben, dass es wirklich sehr toll geschrieben ist :)
Lady_Siren ( 89044 )
Abgeschickt vor 397 Tagen
Auch ein großes Lob von mir.
Das war großartig und ohne nervtötenden OC.

Nur leider [BEEP] mich das mit dem Flashback übelst an... Warum muss man das immer angeben? Wenn man es richtig gut macht, muss man das nicht hinschreiben. Hier ist es mega überflüssig.

Trotzdem... es ist wunderbar geschrieben ;P
Werwolf 03 ( 01793 )
Abgeschickt vor 397 Tagen
Allerdings ist dein Schreibstil ganz gut und angenehm zu lesen, ist ein Pluspunkt...
Werwolf 03 ( 01793 )
Abgeschickt vor 397 Tagen
Wieso wollen Hoodie und Maske sich plötzlich töten. Das ist einfach...
wie soll ich sagen, naja, unpassend vielleicht? Soweit ich weiß, sind die beiden doch dickste Freunde!?
Join the Darkness, if you read this ( 75167 )
Abgeschickt vor 398 Tagen
Voll cool! Hab zwar an ein paar Stellen kurz den Überblick verloren, aber spätestens zwei Sätze weiter war ich wieder voll dabei. Großes Lob und...

...Join the Darkness! :3