One Piece Of Us - Teil 9

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1 Kapitel - 1.838 Wörter - Erstellt von: NoStar5 - Aktualisiert am: 2016-02-24 - Entwickelt am: - 454 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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Kapitel 9 Lees Sicht Melina packte mich am Kragen, Tränen standen ihr in den Augen. „Rede nicht darüber, denke auch nicht nur für eine Sekunde da
Kapitel 9

Lees Sicht
Melina packte mich am Kragen, Tränen standen ihr in den Augen. „Rede nicht darüber, denke auch nicht nur für eine Sekunde darüber nach!“ fuhr sie mich mit gepresster Stimme an. Ich schluckte schwer und nickte dann. Warum war sie wegen dem Wort ‚Feuervogel‘ so ausgerastet? Ruckartig ließ die Schwangere mich los und vergrub ihr Gesicht in den Händen. „Warum nur, warum ausgerechnet George?“ schluchzte sie. Ich wusste, dass ich sie eigentlich hätte trösten müssen, aber das war der perfekte Moment, um etwas aus ihr herauszubekommen. „Wer ist George?“ fragte ich leise. Ich bekam nur ein knappes „Mein Mann…“ zurück. „Was ist mit ihm?“ hakte ich nach. „ER IST TOT! ES HAT IHN GETÖTET“
Wieder schluckte ich, doch der Kloss in meinem Hals war immer noch da. Wollte ich wirklich wissen, was Es war? „Was ist ‚Es‘?“ wisperte ich. Sie sah mich an. Ihre Augen waren rot und verquollen. „Ich weiß es nicht. Mein- mein Mann hat sich auf die Suche nach ihm gemacht und nach wenigen Stunden… fand man ihn im Wald, tot…“ Geschockt starrte ich Melina an, dann nickte ich. Es war eine stille Bestätigung an mich, dass ich einen endgültigen Beschluss gefasst hatte. Mein Gegenüber schien das zu merken und robbte wieder auf mich zu und hielt mich an den Schultern fest. Sie sah mir fest in die Augen und schüttelte nur leicht den Kopf. Trotzig starrte ich zurück. Ich nahm ihre Hände von mir und drehte mich um. Mit großen Schritten lief ich zur Tür und verließ das Haus, eine weinende Melina zurücklassend…

Deprimiert setzte ich mich an den Straßenrand. Im Moment hatte es einfach keinen Sinn, ganz alleine in den Wald zu gehen und nach diesem Ausschau zu halten, zumal ich weder eine Waffe, noch das nötige Kleingeld dazu hatte, um mir eine zu beschaffen.
Inzwischen war es schon Nachmittag geworden und Falkenauge würde mich bald aufsuchen, um mit mir nach Hause zu gehen. Moment, nach Hause? Seit wann nannte ich diese alte verlassene Burg mein zuhause? Es war doch höchstens das zuhause meines Mentors, oder?
Unweigerlich fing ich an zu lächeln. Ja, ich gestand, dass ich dieses alte Gebäude, das jeden Moment zusammenfallen konnte, mit Stolz mein zuhause bezeichnete. Trotz der leichten Paranoia hatte ich die Affen auch irgendwie ins Herz geschlossen. Eigentlich mochte ich wirklich alles an dieser einsamen, dunklen Insel. Okay, alles außer Kid, der hin und wieder mit seinem Vater vorbeikam, der nervte nur. Diese Worte würde ich niemals vor meinem Trainer zugeben, aber auch Falkenauge hatte ich irgendwie lieb gewonnen, und das zeigte ich ihm auf meine ganz eigene Art und Weise.
„Hast du gehört, angeblich sollen alle sieben Samurai hier sein!“ Ich war so in Gedanken versunken gewesen, dass ich jetzt aufschrak, als sich ein Junge vor mich gestellt, und anscheinend seine Worte an mich gerichtet hatte.
„Hä?“ erwiderte ich verdattert. Der Junge schnaubte und stemmte die Hände in die Hüften. „Du weißt schon, die Samurai der Meere, die Piraten, die von der Marine zugelassen werden!“ Ich nickte nur. „Ja die kenne ich.“ Fing ich an. „Und sie sind nicht nur ‚angeblich‘ hier, sondern wirklich, offiziell halt.“ Er hob eine Augenbraue und sah mich fragend an. Diese Mimik erinnerte mich so stark an die von Falkenauge, sodass ich einfach losprusten musste. „Woher weißt du das und warum lachst du?“ meinte er nur verdattert. „Sagen wir’s so“ begann ich. „Ich habe schon mit mehr von denen Bekanntschaft gemacht, als mir lieb ist.“
„Aha.“ War seine knappe Antwort darauf.
„Aha, was?“
„Tja, war ja klar, dass du nicht von hier kommst, dass du mich nicht einmal erkennst! Hör mir zu, ich bin Helmeppo und mein Papa ist Captain Morgan. Wenn du also weiterhin so frech mit mir redest, sag ich das meinem Papa und der lässt dich dann hinrichten!“
Verständnislos blickte ich den verzogenen Jungen mit der blonden Schmalzlocke an. „Sollte mir der Name ‚Captain Morgan‘ irgendwas sagen?“ Helmeppo schien zutiefst gekränkt. So wichtig konnte sein Vater ja nicht sein, wenn Falkenauge ihn mir nicht einmal beigebracht hatte, oder?
Nach kurzer Zeit jedoch, hatte sich der versnobte Junge wieder gefangen. „Na ja, von dem einfachen Pöbel kann man ja kaum was erwarten. Tja, mir ist langweilig. Papa ist gerade in einer Besprechung mit dem besten Schwertkämpfer der Welt, um ihm zu befehlen, mich zu trainieren.“ Meinte er hochnäsig.
„Ist mit ‚dem besten Schwertkämpfer der Welt‘ etwa Mihawk Falkenauge gemeint?“ fragte ich mit gepresster Stimme. Ich versuchte, nicht einen Lachanfall zu bekommen, denn bei der bloßen Vorstellung, dass Falkenauge sich mit DEM DA rumschlagen musste, war einfach zu komisch.
„Natürlich, wer wäre denn sonst meiner würdig?“ okay, das war eindeutig zu viel für mich. Ich prustete los. Lachend kippte ich um und klopfte mit der Faust auf den Boden, Lachtränen rannen mir übers Gesicht. Nach einer Weile beruhigte ich mich wieder und setzte mich auf. Diesmal war es an Helmeppo, mich fassungslos anzustarren. „Was ist so lustig?“ fragte er irritiert. „Ich muss dich leider enttäuschen, denn Falkenauge nimmt keine Schüler auf, außerdem befindet er sich gerade in einer Konferenz mit den anderen Samurais und den Admirälen und deren Vizen“ erwiderte ich wieder etwas ernster. „Ach ja? Wenn er mich nicht annimmt, dann ist er dumm. Viele Leute würden dafür sterben, um mich ihren Schüler nennen zu dürfen, da bin ich mir sicher.“ Er machte eine wegwerfende Handbewegung. „Aber mit den Elitekämpfern ist es doch immer gleich: ein Berg an Muskeln, ein minimal ausgeprägtes Hirn, aber ein Ego überdimensionalen Ausmaßes.“ Was das Ego anging, war ich definitiv seiner Meinung, mein Mentor hatte definitiv zu viel davon. Aber ihn als muskelbepackten Trottel hinzustellen, ging für mich zu weit. Ruhig sagte ich: „Du pauschalisierst. Falkenauge ist alles andere als dumm. Du kennst ihn nicht mal.“ Helmeppo grinste hämisch. „Ach und du schon? Ich versteh schon: Blöd gesellt sich zu blöd, was?“
Jetzt reichte es endgültig! Niemand (außer mir) beleidigte Falkenauge! Mit geballten Fäusten stand ich auf und schritt auf den Jungen vor mir zu. „Jetzt hör mir mal gut zu, Blondie: Niemand, und ich sage NIEMAND beleidigt Falkenauge in meiner Gegenwart und kommt ungeschoren damit davon! Klar soweit?“ Ich packte ihn am Kragen, obwohl ich etwas kleiner war als er, und zog ihn zu mir herunter. Der Blonde nickte heftig, oder versuchte es zumindest, da ich ihn fest im Griff hatte. Ich ließ ihn los und drehte ihm den Rücken zu, um zu gehen, als ich einen heftigen Schmerz am Kopf spürte. Hinter mir hörte ich etwas auf den Boden fallen, es klang nach einem Stein.
Blitzschnell drehte ich mich um, ich merkte schon, wie sich meine Haare mit Blut vollsogen, und sah dem grinsenden Helmeppo noch einmal ins Gesicht. Er bückte sich und hob einen weiteren Stein auf. Mit voller Wucht warf er ihn auf mich. Unbeeindruckt fing ich den Stein wenige Zentimeter vor meinem Gesicht mit der Hand ab. „Großer Fehler, Junge.“ Sagte ich trocken und schlug ihm ins Gesicht. Ein lautes Knacken war zu hören, was mich insgeheim freute, da sich anscheinend mein Selbsttraining ausgezahlt hatte. Mein Gegner, wenn man ihn überhaupt so nennen konnte, hielt sich seine blutende Nase und schrie nach seinem auch so geliebten Vater.
Wieder drehte ich mich um, damit ich Helmeppo nicht mehr ertragen musste, und wieder wurde ich aufgehalten, doch dieses Mal war es kein Stein. Nein, es waren zwei Marinesoldaten, und beide, beide sahen so aus, als würden sie mich am liebsten erdrosseln.
Der eine lief zu dem verletzten Jungen, nahm ihn hoch, auf seine Arme und die Memme fing doch tatsächlich an zu heulen, und sagte, dass ich ihn einfach so, ohne Grund angegriffen hätte! Und die GLAUBTEN ihm das noch!
„Dafür wirst du bezahlen!“ meinte der Junge weinerlich.
„Ich habe kein Geld dabei.“
„Dann zahlst du halt mit Arbeit.“ Der zweite Soldat mischte sich jetzt ein. Als ich ihn ansah, erblickte ich ein mir bekanntes Gesicht. Es war Smoker. „Hey, du!“ Er packte einen der Schaulustigen, die sich mittlerweile in einem Halbkreis um uns gestellt hatten. Smoker hätte sich keinen besseren aussuchen können. Nicht! Abgesehen von dem ungepflegtem Äußeren und dem leichten Schielblick, bohrte der Mann in der Nase und untersuchte den dort gefundenen Popel aufs Genauste, bis er ihn sich dann genüsslich in den Mund steckte. Ekelhaft!
„Wie ist dein Name?“ donnerte der Marinesoldat. Der Mann nahm seinen Finger aus dem Mund und sagte etwas, doch außer ein Grunzen, verstand ich überhaupt nichts.
„Und welchen Beruf übst du aus?“ wieder ein Grunzen als Antwort.
„Holzfäller also? Das trifft sich doch gut! Dieses Mädchen wird dich in den Wald begleiten und dir zur Hand gehen, das ist ein Befehl!“ Der Angesprochene sah mich zweifelnd an. In diesem Moment dachten wir beide, dass Smoker jetzt völlig den Verstand verloren hatte.
„Sag mal, Smoker“ fing ich an. „du schickst also ein sechs Jahre altes Mädchen mit einem fremden Typen ganz alleine in den Wald, damit es mit einer schweren Axt Holz hackt?“ Mein Gegenüber sah mich jetzt mit unsicherem Blick an, doch trotzdem nickte er. Was für ein Vollidiot!
„Weißt du, du solltest wirklich besser aufhören zu rauchen, und dir stattdessen mal gesunden Menschenverstand zulegen!“ Mit diesen Worten packte ich den Holzfäller am Handgelenk und zog ihn Richtung Wald. Ich hatte mich entschieden, doch mit ihm mitzugehen, was sollte denn schon passieren. Der alte Mann sah nicht gerade so aus, als wäre er noch sehr gut in Form, und solange er nicht schneller war, als die Affen, würde er mir keine Probleme bereiten.
Ich verschränkte die Arme hinterm Kopf und fing an zu pfeifen. Der Nasenbohrer neben mir, schliff zwei Äxte (fragt mich nicht, woher er die so schnell her hatte) hinter sich her. Lange Zeit war es still, und ich dachte schon, der Tag würde –abgesehen von der Arbeit- ganz entspannt enden, bis ich Es sah.
„Ach du heilige…“

Danke fürs Lesen!
Wie immer würde ich mich sehr über einen Kommentar freuen!
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One Piece Of Us - Teil 9
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2016-02-20
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One Piece

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