It's Halloween

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3 Kapitel - 2.699 Wörter - Erstellt von: Wraith the Saint - Aktualisiert am: 2016-07-14 - Entwickelt am: - 771 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

All right, ich weiß, es ist kein Halloween, ist auch ein wenig früh dafür, aber ich wollte einfach mal wieder eine CreepyPasta mit meinem OC ins Rennen schicken.

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Pfeifend schlenderte ich durch die verlassenen Straßen der Stadt, In-Ear Kopfhörer im Ohr. Die wundervollen Klänge AC/DCs Rock or Bust konnte jeder hören, der sich mir mehr als auf zwei Meter näherte.
Es war Halloween, der einzige Tag des Jahres, an dem ich durch die Gegend laufen konnte, ohne wirklich angestarrt zu werden. Mit dem Handrücken wischte ich mir etwas Blut von der Wange und lächelte glücklich.
Jetzt war meine Welt perfekt. Rockmusik, Morde, Herzen und die Nacht, dass war alles, was ich brauchte um zu leben.
Ich hatte die Augen halb geschlossen, als ich sie plötzlich sah: auf dem Spielplatz, ein kleines Mädchen an der Hand. Wahrscheinlich ihre kleinere Schwester, denn für ein Kind war sie eindeutig zu jung, aber beide sahen sich ähnlich.
Grinsend schlüpfte ich durch das schmiedeeiserne Tor und ging zielsicher auf sie zu. Sie trug ein knielanges, blaues Kleid, wie in dem Film zu Alice im Wunderland. Das Buch mochte ich lieber.
Ihre Schwester war als Fee verkleidet, mit großen, durchsichtigen Flügeln auf dem Rücken.
Natürlich hörte sie mich kommen. Nicht meine Schritte, sondern die Musik. Überrascht sah sie mich aus ihren wundervollen, blauen Augen an. Das Blau eines wolkenlosen Sommerhimmels.
Meine Nackenhaare stellten sich auf und ich lächelte. Sie war mein nächstes Opfer.
"Hey!", begrüßte sie mich mit einem freundlichen Lächeln auf den rosigen Lippen. Ich konnte ihr Stimme nicht hören, las das Wort aber von ihren Lippen ab. Es fiel mir nicht schwer, ihr Lächeln zu erwidern.
"AC/DC?", fragte sie und deutete auf meine Kopfhörer. Ich nickte und erwiderte:"Ja. Rock or Bust!"
Zwar hörte ich meine eigene Stimme nicht, aber ich merkte daran, dass meine Kehle sich zusammenzog, dass ich eindeutig zu laut gesprochen hatte.
Entschuldigend zuckte ich mir den Schultern.
"Hab ich leider noch nicht gehört." Ihr Blick glitt wieder zu ihrer Schwester, die mich ängstlich anstarrte.
Kinder durchschauten mich schneller als Jugendliche und Erwachsene. Ich nickte der Kleinen zu und sah, wie sie sich an den Arm ihrer Schwester krallte.
"Ist der Song gut?", fragte diese neugierig und starrte auf meine Kopfhörer, als wollte sie sie mir aus den Ohren reißen und selbst die Musik hören.
Heftig nickte ich und grinste. Dann sang ich laut genug vor mich hin, dass sie mich hören konnte:"Playin' nice and loud
Rock you to your knees gonna make your destiny. In rock we trust. It's rock or bust"
Kopfschüttelnd zog ich mir die Stöpsel aus den Ohren und steckte sie in die Tasche. Ihr Lachen war wundervoll, hell und klingend wie Glocken.
"Gut singen kannst du schon mal", kicherte sie und zog ihre Schwester beruhigend an sich. Lachend verbeugte ich mich und schielte zu ihr hinauf. Beinahe hätte ich mir die Lippen geleckt.
Ihr Gesicht war mit Glitzerpulver bedeckt und ließ ihre Haut funkeln.
"Der Mann ist böse!", rief die Kleine plötzlich und deutete mit ihrem Zeigefinger auf mich.Wütend funkelte ich sie durch meine Haare hindurch an und bleckte die Zähne.
Ich würde mir von keinem kleinen Kind in die Parade fahren lassen.
"Lilly! Entschuldige, sie hat eine lebhafte Fantasie und dein Make-Up..."
"Schon gut. Das bin ich gewöhnt. Ich wollte mich halt einfach verkleiden." Die halbe Lüge ging mir glatt über die Lippen.
Sie lächelte noch einmal und mir fielen die Grübchen in ihren Wangen auf.
"Ich geh besser. Hab noch was zu tun. Und die Kleine muss bestimmt ins Bett", lachte ich und deutete mit der Hand auf den finsteren Himmel.
Das Mädchen warf einen Blick nach oben und das kaffebraune Haar glitt über ihre Schultern zurück. Neugierig musterte ich ihren schlanken Hals. Ich könnte sie hier und jetzt töten, aber das wäre zu auffällig.
Stattdessen trat ich einen Schritt zurück und zog die Kopfhörer wieder aus meiner Hosentasche.
"Ja, du hast Recht. Vielleicht sieht man sich mal wieder!"
Sie winkte mir zaghaft zu, bevor sie ihre Schwester an die Hand nahm und sie leise schimpfend über den Spielplatz zog. Grinsend steckte ich mir die Stöpsel in die Ohren und huschte in den Schatten.
"Bestimmt sehen wir uns wieder!", flüsterte ich leise und lief mit großen Schritten die Straße hinab, die ich eben noch hochgelaufen war.

Kommentare Seite 1 von 1
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Kaja ( 8.199 )
Abgeschickt vor 156 Tagen
Krass,aber richtig geil geschrieben , super cool
Werwolf 03 ( 33.43 )
Abgeschickt vor 329 Tagen
Schön, das du so viele Geschichten zu deinem OC schreibst, ich wette, der könnte bei einem OC Casting gut abräumen, aber
Wieso läuft ihm Blut aus den Augen? Früher oder später würde er verbluten, selbst wenn es eine Erklärung dafür gäbe.
Falls es eine gibt dann hab ich sie noch nicht mitbekommen
frohes schreiben
Join the Darkness, if you read this ( 6.153 )
Abgeschickt vor 330 Tagen
Omg, zu gruselig für mich...