The Present Perfect

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2 Kapitel - 3.217 Wörter - Erstellt von: Lanea - Aktualisiert am: 2016-02-24 - Entwickelt am: - 361 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Durch ein Unfall ist die 14 Jährige Lanea Querschnittsgelähmt. Für sie bricht eine Welt zusammen. Sie muss von nun an im Rollstuhl sitzen und kann fast nichts mehr alleine machen. Lanea bleibt nichts anderes übrig, als ihr neues Leben anzunehmen. Doch hat ihre beste Freundin eine Gehirnverletzung erlitten und muss nun im Krankenhaus leben. Lanea gewöhnt sich langsam an ihre neue Situation hat aber weiterhin grosse Probleme, denn sie muss auch noch in eine neue Schule.

    1
    Die Charakter:

    Lanea
    16, hellbraune, hüftlange locken, grün-graue Augen, stupsnase

    Arina
    17, sehr kurzes, dunkelbraunes Haar, braune Augen, sehr mager

    Milo
    18, dunkelbraune, fast schwarze Haare, grün-braune Augen, gross, muskulös

    Sabrina
    10, rötliche locken, sommersprossen, grüne Augen, stupsnase

    Sandra
    49, blonde, schulterlange Haare, blaue Augen, ein paar Falten,

    Karina
    17, blonde, glatte Haare, eisblaue Augen, makellose Haut, schlank

    Summer
    17, blonde locken, graue, mit viel Schminke betonte Augen, sehr dünn, war mal Magersüchtig

    Olivia
    16, naturrote locken, braune Augen, hat eigentlich Sommersprossen aber überschminkt sie immer, bräuchte eine Brille, hat Linsen drin

    Livia(Liv)
    16, braune, leicht gelockte Haare, dunkelbraune Augen, feine Nase, volle Lippen, zierlich

    Alina
    17, rot gefärbte Haare (Naturharfarbe hellbraun), grüne Augen, grosse schwarze Brille

    Miranda
    16, lange, schwarze Haare, dunkle Augen, klein, etwas fester

    James
    18, Gross, trainiert, sixpack, blonde Haare, warme grüne Augen

    Marc
    17, gross, mittelbraune Haare, braune Augen

    Jake
    16, schwarze, etwas längere verwuschelte Haare, hellbraune Augen, durchdringender Blick, Emo

    Julius (JC)
    17, bräunliches Haar, hohe Wangenknochen, etwas abstehende Ohren, schlaksig

    Michael(Mike)
    18, ziemlich gross, leicht gewelltes braunes Haar, grünliche Augen, Skateboard Campion

    Luke
    17, kurze, dunkle, Haare, graubraune Augen, Brille, etwas mollig

    2
    Ein neuer Anfang

    „Lanea! Komm jetzt endlich aus deinem Zimmer! Wir müssen los!“ Ich seufzte genervt. „Ich komm nicht mit!“ Jetzt hörte ich Schritte. Meine Mutter klopfe an meine Tür. „Lanea, komm sofort raus.“ Ich klappte meinen Laptop zu und legte meine Hände an die Räder meines Rollstuhls und entfernte mich von meinem Tisch. Seit zwei Jahren war ich von der Hüft abwärts gelähmt. Langsam fuhr ich zur Tür und lehnte mich nach vorne um die Tür aufzuschließen. Ich durfte lange zuhause bleiben, da ich ein Trauma hatte und musste zu einer Psychologin. Jetzt war ich wieder soweit in Ordnung, dass ich wieder in die Schule durfte. Meine Mutter öffnete die Tür und mustere mich, wie ich in meinen Jeans im Rollstuhl saß. Ich hasste es, wenn sie so zu mir herabschaute. „Du hast dich noch gar nicht fertig gemacht.“ Stellte sie fest. „Ich weiß.“ Antwortete ich mürrisch. Meine Mutter schüttelte den Kopf. „Geh ins Badezimmer und mach dich fertig.“ Ich schaute sie kalt an und fuhr an ihr vorbei ins Bad.

    Zum Glück war die Tür schon offen und ich musste sie nicht zuerst öffnen. Ich schloss die Türe hinter mir und fuhr zu dem unteren Waschbecken mit Spiegel. Meine Mutter hatte es einrichten lassen, als wir erfuhren dass ich gelähmt bin. Ich betrachtete mich im Spiegel. Ein Mädchen, 16 Jahre alt in einem schwarzen T-Shirt, mit grau-grünen traurigen Augen und hellbraunen, leicht gelockten Haaren. Das Mädchen im Spiegel erinnerte mich nicht an das, das vor zwei Jahren noch existiert hatte, glücklich und fröhlich war. Diesem Mädchen sah man die Trauer und das Leiden an. Ich begann, langsam meine Haare zu bürsten und drehte sie zu einem Dutt. Danach putze ich mir die Zähne und wusch mir kurz das Gesicht. Ich sah auf. Das Mädchen im Spiegel sah zwar gepflegt aus, aber wirkte abweisend und kalt. Ein paar Mal blinzelte ich meinem Spiegelbild zu und versuchte zu lächeln, was mir aber nicht so recht gelang.

    „Lanea? Bist du fertig?“ Mein großer Bruder öffnete die Tür und ich drehte mich zu ihm um. „Ja.“ Er lächelte. „Keine Angst, es wird schon gut gehen.“ Ich versuchte ebenfalls zu lächeln und nickte. Langsam fuhr ich an ihm vorbei und er folgte mir. Milo, so hieß er, war ziemlich groß und hatte dunkelbraune Haare und grüne Augen. Ich bewunderte ihn sehr. Er hatte einen großen Freundeskreis und war sehr beliebt. Jedoch hat er mich immer unterstütz, auch dann, als sich alle von mir abgewandt hatten.
    Wiederwillig ließ ich mich von meiner Mutter ins Auto tragen und Milo verstaute meinen Rollstuhl im Kofferraum und setzte sich neben mich. Ich versuchte mich zu beruhigen und schloss etwas die Augen. Milo nahm meine Hand und drückte mir etwas in hinein. Ich öffnete meine Augen wieder und betrachtete lächelnd den Gegenstand. Es war ein Herz, ein silbern schimmerndes Herz mit goldener Gravur. Darauf stand in Schnörkelschrift: Du schaffst das! Mein Bruder gab mir einen Kuss auf die Wange und zwinkerte mir aufmunternd zu.

    Nach einigen Fahrminuten waren wir bei der Schule meines Bruders angekommen und er stieg aus. Jetzt wurde ich nervös. Es war eine neue Schule in die sonst nur normale gehen und ich wusste nicht, wie sie auf mich reagieren.

    Ich zuckte regelrecht zusammen, als meine Mutter anhielt und den Kofferraum öffnete um meinen Rollstuhl herauszunehmen. Dann trug sie mich zum Rollstuhl und drapierte meine Beine. Ich schämte mich, dass ich so viel Hilfe benötigte und schaute mich verstohlen um. Der ganze Schulhof war leer, der Unterricht hatte bereits begonnen. Ich beobachtete meine Mutter dabei, wie sie in ihrer Handtasche herum kramte und das Auto abschloss. Dann stieß sie mich über den Pausenplatz zum Schulgebäude. Ich sah einen Sportplatz, eine große Fläche mit Bäumen und Bänken auf dem Gras, ein Betonierter Platz und die vier Schulgebäude. Mein Herz raste und ich schwitze, solche Angst hatte ich. Meine Mutter aber ging unbeirrt in das rechte Schulhaus und nahm den Schlüsseln für den Lift hervor. Der Lift war eigentlich nur für die Lehrer und nur weil ich im Rollstuhl war, hatte ich den Schlüssel für den Lift bekommen.

    Während der Lift nach oben fuhr, versuchte ich mich zu beruhigen. Als meine Mutter wieder Anstalten machte, mich zu stoßen, schob ich ihre Hand weg und fuhr selbst aus dem Lift. Sie folgte mir etwas verdutzt und klopfte an die Klassenzimmertür. Es dauerte eine scheinbare Ewigkeit, bis sich die weiße Türe öffnete und ein Mann mit kompletter Glatze und Brille und anschaute. „Hallo, sie sind sicher Miss Verhing. Und das ist Lanea?“ Er musterte mich und ich nickte etwas. „Schön, schön. Er lächelte uns herzlich an und bedeutete uns, reinzukommen. Am liebsten wäre ich jetzt einfach zurück zum Lift gerollt und wieder nach Hause gegangen, doch meine Mutter schob mich einfach hinein. Sofort wurde ich von Blicken durchlöchert und ich senkte scheu den Kopf. „Alle mal herhören!“ Rief der Lehrer. „Das ist Lanea.“ Er deutete auf mich. „Sie ist unsere neue Schülerin. Bitte seid nett zu ihr, sie gehört jetzt zu uns.“ Die anderen schauten mich weiterhin mit neugierigen Blicken an. „Wollen sie noch bleiben Miss Verhing?“ Meine Mutter lächelte mich an. „Nein ist schon gut, ich stör sonst nur mein Teenie Girl.“ Ich hörte ein paar Mädchen kichern und wurde rot. „Nun gut.“ Sagte der Lehrer. „Dann werde ich mich verabschieden von ihnen.“ Meine Mutter zwinkerte mir noch einmal zu und verschwand dann. Der Lehrer, Herr Müller, wies mir einen Platz in der vordersten Reihe an und ich fuhr verlegen dorthin. Es war noch ein Stuhl dort und ich versuchte ihn wegzuschieben, was mir aber nicht gelang. Hinter mir hörte ich Getuschel und Gekicher. Herr Müller half mir dann schließlich und ich konnte hin.

    Die ganze Stunde über spürte ich die Blicke auf mir und meinem Rollstuhl. Herr Müller gab sich alle Mühe, mich im Unterricht mit einzubeziehen, jedoch wünschte ich mir das genaue Gegenteil. Als dann Pause war, sah ich sofort die Gruppen in meiner Klasse. Da gab es eine vierergruppe mit zwei blonden, einem braunhaarigem und einem rothaarigen Mädchen, dann gab es noch die dreiergruppe mit Jungs, ein alleinstehender Junge und ein rothaariges Mädchen das mit einem Jungen etwas besprach. Ich umklammerte meinen Anhänger und ließ den Blick durch das Schulzimmer gleiten. Es gab vier Reihen mit je sechs Plätzen. Es gab das Lehrerpult von Herr Müller und auf der rechten Seite waren große Fenster. Aus der linken Seite, bei der ich saß, waren viel Schränke und die Tür.

    In der zweiten Stunde wurde ich weiterhin angestarrt und auch hörte ich mehrmals meinen Namen aus den Gesprächen der Schüler. Als es endlich zur großen Pause klingelte, packte ich langsam meine neuen Schulbücher in meine Tasche. Ich wartete bis alle aus meiner Klasse gegangen waren, bis ich zum Lift fuhr und herunterging. Auf direktem Weg ging ich Richtung Turnhalle, was noch ziemlich schwierig war, denn es war ein Kiesweg. Schon jetzt verfluchte ich mich, das ich nicht hart geblieben war und einfach mein Zimmer weiterhin abgeschlossen hatte. Nach ein paar Minuten kam ich bei der Turnhalle an. Es war ein Großes, mit Beton gebautes und rötliches Haus. Ich rollte mich an eine Wand und überblickte den Pausenhof. Auf dem Sportplatz spielten ein paar Fußbälle und es schauten auch viele zu und riefen Tipps. Ich holte mein Pausenbrot heraus und begann zu essen.
    Nach der Pause ging ich direkt zur Turnhalle und die Lehrerin begrüßte mich freundlich. Während der Turnstunde, durfte ich die Punktzahl des Basketballspiels aufschreiben, denn ich verstand sehr viel von Basketball. Es freute mich, zusehen zu dürfen und den Schiedsrichter zu spielen.

    Am Mittag, fuhr ich zum Parkplatz, wo mich meine Mutter abholen wollte. Sofort sah ich den schwarzen Mercedes sofort. Meine Mutter kam strahlend auf mich zu und ich schaute verlegen weg. „Lanea! Wie war es?“ Ich schaute mich kurz um. Die Mädchengruppe meiner Klasse, schaute zu mir und ich wurde leicht rot. „Mama, können wir das zuhause besprechen?“ Sie nickte und hob mich aus dem Rollstuhl. Ich sie wortlos machen. Nachdem sie meinen Rollstuhl zusammengeklappt und versorgt hatte, startete sie den Motor und fuhr los zu der Schule meines Bruders. Ich lehnte meinen Kopf zurück und versuchte mich zu entspannen. Der Morgen war die reinste Folter gewesen, noch nie hatte ich so viele Blicke auf einem in meinem Rücken gespürt.
    Als mein Bruder neben mir im Auto saß, fragte er mich nicht wie es mir in der Schule ergangen war. Mein Blick sagte alles und er verstand, dass es nicht sonderlich gut gelaufen war. Zuhause, hob er mich in den Rollstuhl und meine Mutter ging das Auto in der Garage parkieren. Ich beobachtete ihn, wie er fröhlicher als sonst, mich zur Haustür fuhr und öffnete. Was hatte er erfahren? Ich würde es bald wissen, denn normalerweise besprachen wir solche Sachen immer am Esstisch. Meine Schwester Sabrina, wartete schon ungeduldig am Küchentisch und Milo und ich gingen schnell zu unseren Plätzen. Milo wartete nicht lange und platze mit der Neuigkeit heraus: „Ich werde nach Amerika gehen.“ Ich schaute ihn ungläubig an, aber meine Mutter lächelte nur. „Wann denn?“ „Diesen Sonntag.“ Sagte er stolz. Ich wurde traurig. Tausende Fragen schossen mir durch den Kopf. Warum jetzt? Warum nicht erst in einem halben Jahr? „Lanea?“ „Ja?“ Ich merkte, dass ich ihn die ganze Zeit angestarrt hatte. „Freut mich für dich.“ Antwortete ich möglichst fröhlich. Er nickte bloß und musterte mich durchdringend. Ich schaute schnell auf mein Essen und zwang mich, ein paar Bissen herunterzubringen. Der Appetit war mir jedoch vergangen. Sabrina, die die ganze Zeit nichts gesagt hatte, begann plötzlich, ganz munter von ihrer Schule zu erzählen, was mir die Gelegenheit verschaffte, vom Tisch zu gehen ohne das meine Mutter mich über den heutigen Tag ausfragte. Langsam rollte ich in mein Zimmer, kramte den Zimmerschlüssel aus meiner Schublade und schloss die Tür ab. Dann startete ich meinen Laptop und nahm ein paar Notizen hervor, auf denen lauter Codes und Tastenkombinationen aufgezeichnet waren. Diese hatte mir Milo ein paar Monate nach dem Unfall gegeben, als ich meine ersten Hackversuche startete. Ich durfte damals nur liegen und konnte kaum etwas anderes machen als auf dem Laptop etwas zu machen. Ich beschloss, weiter an meinem Plan zu arbeiten, an die Sicherheitspläne der Bank zu gelangen. Etwas damit anzufangen, kam nicht in Frage. Damit wollte ich mich bloß weiterentwickeln, denn mein Ziel war es, in alle möglichen geheimen Daten zu kommen, ohne Spuren zu hinterlassen. Gerade war ich in den großen Computer der Bank gelangt und schaute mir die verschieden Sachen an, welche mich zu den Plänen führen konnten, als es an meiner Tür klopfte. Ich antwortete nichts, sondern suchte weiter. „Lanea? Hast du Arina nicht versprochen heute zu ihr zu kommen?“ Ich erinnerte mich. Arina war und ist meine beste Freundin, die aber nach dem Unfall eine Gehirnverletzung gehabt hatte und nun im Spital leben muss. „Ja, ich kann dort auch alleine hin.“ Rief ich zur Tür. Ich hörte, dass meine Mutter kurz verharrte um zu warten, ob ich nicht doch rauskäme, doch dann entfernte sie sich von meiner Tür. Mit einem leisen Seufzer zog ich mich aus dem Zentralrechner zurück, klappte den Laptop zu und verstaute ihn in meiner Rollstuhltasche. Die Notizen verbarg ich wieder in einem Geheimfach und schloss dann meine Zimmertüre wieder auf. Nach einem kurzen Blick in den Spiegel und dem lösen von meinem Dutt, ging ich aus dem Haus.

    Die weißen Wände des Krankenzimmers im Spital mochte ich nicht. Sie erinnerten mich immer an die schrecklichen Monate, die ich hier verbringen musste. Meine Freundin, die aufrecht im Bett saß, hatte mal lange lockige Haare, jetzt war von ihrem Haar nur kurz Stoppeln übrig, die in alle Richtungen Abstanden. Ich war nur etwas zu spät angekommen und sie hatte es gar nicht gemerkt. „Wollen wir los?“ Fragte ich sie und sie nickten lächelnd. Sie hatte die Fähigkeit zu sprechen, verloren aber zuhören und schreiben konnte sie noch. Sie stand etwas wacklig auf und stütze sich an meinem Rollstuhl ab. Langsam fuhr ich den Gemeinschaftsraum, zu einem freien Tisch und die Aufsicht half Arina sich hinzusetzen und schob den Stuhl für mich zur Seite. Ich schaute sie dankbar an sie brachte uns etwas Wasser. Arina sah mich fragend an und ich begann, ihr von meinem Tag zu erzählen.

    Nachdem ich geendet hatte, nahm sie ihren kleinen Schreibblock und schrieb etwas drauf. Es wird besser, glaub mir. Ich schaute sie zweifelnd an. „Ich denke eher nicht. Ich bin im Rollstuhl, die halten mich doch alle für Geisteskrank oder so.“ Sind wir das nicht alle? Ich musste lächeln. „Da hast du Recht.“ Sie brachte auch ein kleines Lächeln über ihre Lippen und trank etwas Wasser. Immer wenn ich sie sah, wunderte ich mich, warum sie mich nicht hasste, mich verabscheute, sondern immer noch mit mir befreundet war. Schließlich war es meine Schuld, dass es ihr so ging. Es ist nicht deine Schuld, das weißt du. Ich schaute ihr in die Augen. Sie schien immer zu wissen, über was ich gerade nachdachte. Ich beobachtete sie dabei, wie sie einen neuen Satz schrieb. Du kannst die Vergangenheit nicht ändern, außerdem bin ich auch mitschuldig. Wir müssen es einfach akzeptieren. Ich kam nicht dazu, etwas zu antworten, denn auf einmal verdrehten sich ihre Augen und sie begann zu zucken. Ich reagierte schnell, sofort rief ich die Aufsicht, diese kam schnell mit noch zwei anderen Krankenschwestern zu uns und legten Arina auf den Boden, ihr ganzer Körper wurde von dem zucken durchgeschüttelt. Ich wendete den Blick von meiner Freundin ab und eine der Schwestern kam zu mir und redete beruhigend auf mich ein, während sie Arina fortbrachten. Ich kannte das, schon oft hatte ich das miterlebt, trotzdem war es jedes Mal wieder ein Schock.
    Es kam mir wie eine halbe Ewigkeit vor, als ein Arzt aus Arinas Zimmer kam und mir kurz zunickte. Ein Blick auf die Uhr genügte, um mir zu sagen dass es nur zwanzig Minuten gedauert hatte. Langsam rollte ich in Arinas Zimmer und zu ihrem Bett. Sie war blass und war mit Schläuchen an einen Apparat gebunden. Ich ertrug ihren Anblick kaum, aber trotzdem legte ich meine Hand auf ihre. „Es wird alles gut.“ Flüsterte ich, aber sie blieb regungslos. Ich beschloss zu gehen, da mir Tränen in die Augen schossen. Schnell und mit gesenktem Blick verließ ich das Spital. Immer wieder blinzelte ich, doch meine Sicht war verschwommen, durch die vielen Tränen. Ich fuhr weiter. Wieso ist das alles bloß passiert? Ich würde alles dafür tun, es wieder rückgängig zu machen. Ich musste anhalten, meine Augen brannten und ich wischte mir die Tränen aus dem Gesicht. Ich wusste, dass ich ziemlich verheult aussah, aber es war mir egal. Alles war mir egal. Ich fuhr ein Umweg nach Hause und hoffte, dass meine Mutter nicht auf mich warten würde, sie sah immer sofort, wenn ich geweint hatte.

    Zum Glück war meine Mutter gerade draußen und redete mit dem Nachbarn, so dass ich ungesehen ins Haus gelangen konnte. Ich nahm mir ein Jogurt und eine Flasche Wasser und verschwand in meinem Zimmer. Dort blieb ich den ganzen restlichen Tag, starrte aus dem Fenster und beobachtete die kleinen Kinder, welche immer auf der Straße spielten und umherrannten. Irgendwann klopfte meine Mutter an und später auch noch Milo, aber ich blieb still und öffnete niemandem die Tür. Als die Sonne langsam unterging, aß ich mein Jogurt und stellte die Musik im Zimmer laut. Mit großer Mühe und etwas fünf Minuten Zeit, schaffte ich es auch selbständig ins Bett und nach weiteren fünf Minuten hatte ich mich umgezogen. Lange blieb ich an diesem Abend noch wach.


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Ginafrancesca ( 76343 )
Abgeschickt vor 460 Tagen
Hey, das ist echt gut! Ich finde es schön, wie du das beschreibsz, Laneas Gefühle und so. Du hast einen klaren, verständlichen Schreibstil, und auch die Idee gefällt mir.Weiter so 😊