Heimatlos *Kapitel 24*

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1 Kapitel - 2.187 Wörter - Erstellt von: AliceChantal - Aktualisiert am: 2016-02-16 - Entwickelt am: - 742 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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    Kapitel 24 "Ihr habt eine lange Reise hinter Euch, König Elessar!" Der ganze Raum war mit Licht erfüllt. In der Mitte stand ein riesiger T
    Kapitel 24
    "Ihr habt eine lange Reise hinter Euch, König Elessar!" Der ganze Raum war mit Licht erfüllt. In der Mitte stand ein riesiger Thron auf dem ein Elb saß und hochnäsig auf uns hinab sah. Ich bin mir sicher das ist Thranduil. Ich konnte immer noch nichts sagen, denn der Anblick verschlug mir die Sprache. Es war wunderschön. So edel und natürlich.. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass ich wirklich in diesem Raum stehe. Ich hatte das Gefühl zu träumen. Überall fielen Lichtstrahlen in den Raum und sorgten für diesen traumhaften Schein. "Au!" kam es etwas lauter als gewollt aus meinem Mund, nachdem Merry mir mit voller Kraft auf den Fuß getreten war. Wahrscheinlich war ich etwas zu lange von dem Anblick begeistert. Ich sah Merry mit einem Blick an, der töten könnte. "Minea…" sprach mich Gandalf leise an. Ich hob den Blick und wurde sofort rot. Jeder hatte seinen Blick auf mich geheftet, auch König Thranduil… Soviel zu ´einen guten Eindruck hinterlassen´. "Du bist also Mineâ… Ich habe schon von dir gehört…" kam es eiskalt von dem Elbenkönig, was mir einen Schauer über den Rücken laufen ließ. Ich schluckte. Ob ich das wieder gut machen kann? Ich ging ein paar Schritte auf den Elbenkönig zu und verbeugte mich vor ihm. "Ja. Mein Name ist Mineâ und es ist mir eine große Ehre euch kennen zu lernen, König Thranduil." Ich stellte mich wieder hin und sah dem König sicher in die Augen. `Mehr als hassen, kann er mich nicht!´ dachte ich und stellte mich noch etwas gerader und selbstsicherer vor den König. Seine kalten, blauen Augen glitten abschätzig über meinen Körper, bei meinen Füßen anfangend. Ich wurde innerlich etwas nervös, als seine Augen bei meinen ankamen und ich seine Abneigung mir gegenüber in ihnen schimmern sah. Damit ist mir klar, dass ich offiziell einen schlechten ersten Eindruck bei dem Elbenkönig hinterlassen habe…
    Da mir jetzt bewusst war, dass er mich nicht leiden kann entspannte ich etwas. Schlimmer kann es jetzt eh nicht werden… Der König blickte immer noch mit seinen kalten Augen in meine und ich sah herausfordernd und selbstbewusst zurück. Nach etlichen Minuten, die mir wie Stunden vorkamen, entschloss ich mich diesen Anstarrwettbewerb zu beenden, immerhin sind wir nicht umsonst hier. Ohne meinen Blick zu ändern oder von dem König zu lösen verbeugte ich mich schweigend. Ich drehte mich einfach um und stellte mich zurück neben Merry. Der König wirkte kurz etwas überrascht, fing sich aber gleich wieder und wendete sich so kalt wie vorher Aragorn zu. "Das war´s mit dem guten Eindruck" flüsterte mir Pip zu, worauf er nur einen strengen Blick von mir erntete.
    "Nun… König Elessar, was beschafft mir die Ehre Eures Besuchs?" Thranduil ging während des Sprechens, zurück auf seinen Thron. Wie unhöflich ist der bitte? Langsam nervte mich seine kalte, arrogante Art. Nicht weil er mir gegenüber so abschätzig und kalt war, sondern wegen seinem Verhalten Aragorn gegenüber. Er spricht hier mit einem König, nicht mit irgendeiner Göre. Ich würde diesem Elbenkönig nur zu gerne meine Meinung sagen, weil, wie schon erwähnt, kann sein Eindruck von mir wohl nicht schlechter werden. "Lass es lieber." hörte ich Gandalf ruhig hinter mir flüstern, aber irritierender Weise schwang etwas Belustigung in seiner Stimme mit. Ich entspannte meine Muskeln, die ich unmerklich angespannt hatte. "Wir suchen Euren Sohn. Es ist wichtig." In Aragorns Stimme schwang kein bisschen Wut mit, was ich nicht verstand, denn Thranduils Benehmen war mehr als unhöflich. "Er ist nicht hier." "Das ist uns auch schon aufgefallen…" murmelte ich vor mich her, aber anscheinend hatte jeder mich gehört, denn Thranduil warf mir einen strengen Blick zu, genau wie Aragorn und Gandalf. Ich zuckte nur mit der Schulter und sah auf meine Schuhe, die plötzlich so interessant waren. "Wir hatten gehofft, Ihr würdet wissen, wo er sich befindet. Das letzte was ich weiß ist, dass er mit dem Zwerg Gimli unterwegs war." Der Blick des Königs verfinsterte sich bei Gimlis Namen. "Ja.. ist er. Aber er sollte eigentlich hier sein, bei seinem Volk und seinen Pflichten nachkommen, anstatt mit einem Zwerg durch die Welt zu ziehen." Oh Oh… der König schien langsam sauer zu werden… Alle schwiegen. Auch Aragorn sagte dazu nichts, denn wir alle wissen, dass Legolas alles andere will, als seinen `Pflichten` nach zu kommen. "Er ist in Richtung Seestadt gegangen. Mehr weiß ich auch nicht." Sofort wurde ich hellhörig. "Woher wisst Ihr das? Und wann ist er los?" Der König sah mich mal wieder abschätzig an und wendete seinen Blick auf Aragorn. Ignoriert er mich? "Vor zwei Wochen war er hier." gab er arrogant, aber auch ein wenig… wütend… von sich. Anscheinend scheint es ihn wirklich zu stören. "Ich danke Euch, König Thranduil." Aragorn neigte leicht sein Haupt zum Dank und Thranduil nickte ihm zu. "Ihr seid diese Nacht meine Gäste. Lillien!" schrie er und sofort kam eine junge, hübsche Elbin angelaufen. Sie verbeugte sich tief vor dem König. "Ja, mein König?" "Führe unsere Gäste in ihre Gemächer und sorge dafür, dass es ihnen an nichts fehlt. " Sie verbeugte sich noch einmals und wendete sich dann an uns. "Folgt mir bitte." Es wollten ihre gerade alle folgen, als Thranduil noch einmals seine Stimme erhob. "Lady Mineâ!" Das ´Lady` sagte er so angewidert, dass ich am liebsten gar nicht erst reagiert hätte. "König Thranduil?" gab ich etwas zickiger als gewollt zurück. "Ihr bleibt noch. Ich will Euch etwas fragen!" Diese Befehle gehen mir auf die Nerven, aber ich bin hier in seinem Reich und da gehört es sich nicht, den König eine reinzuhauen. Also erinnerte ich mich zurück an meine Erziehung und nickte kurz mit einem falschem Lächeln. Die Anderen sahen mich noch einmal entweder besorgt, mitleidig oder warnend an und gingen dann auch.
    Nachdem sich die Tür mit einem lauten, dumpfen Knall geschlossen hatte, drehte ich mich zu dem Elbenkönig. "Was wünscht ihr von mir zu wissen, König Thranduil?" gab ich zuckersüß von mir. "Lasst Euer falsche Höflichkeit und verkauft mich nicht für dumm." Ich hatte mich Wut oder Empörung gerechnet, aber nicht mit Belustigung. "Ihr seid gewiss so temperamentvoll wie Eure Mutter." Er kennt meine Mutter? Anscheinend konnte man mich gerade Lesen wie in einem Buch, den keine Sekunde später beantwortete der König meine nicht gestellte Frage. "Ja, wir waren Freunde und kämpften in einigen Schlachten Seite an Seite." Er…. lächelte? Jetzt verstand ich die Welt wirklich nicht mehr. "Ich wollte mit Euch etwas anderes besprechen." Ich blinzelte kurz um meine Verwunderung abzuschütteln und wendete meinen Blick zum König. "Und was?" Ich könnte mich für den kleinlauten, sanften Ton, der meine Lippen bei dieser Frage verließ selber schlagen. Vor nicht mal zwei Minuten wollte ich diesem Typen noch meine Meinung geigen.
    "Ihr kennt meinen Sohn und Ihr seid ihm zugetan, habe ich recht?" Diese Frage warf mich nun komplett aus der Bahn. "W.. Wir waren Gefährten und haben eine lange, schwierige Reise zusammen bestritten, sodass wir Freunde wurden, natürlich bin ich ihm zugetan." Ich weiß wirklich nicht worauf er hinaus will. Dieses Gespräch ist mir wirklich unangenehm, wodurch ich meinen Blick wieder auf meine ach-so-interessanten Schuhe richtete. "Ich rede nicht davon, dass Ihr ihm freundschaftlich zugetan seid. Ich habe seinen Blick gesehen, als er von Euch sprach und ich kannte diesen Blick zu gut. Er ist Euch eindeutig zugetan und auch Euer Blick, den ich in Euren Augen sehe, sagt mir das selbe. " Ich löste meinen Blick von meinen Schuhen und sah dem König selbstbewusst in die Augen. "Ja! Ich bin Eurem Sohn zugetan und es interessiert mich nicht, ob Ihr davon begeistert seid oder nicht. Ich liebe Euren Sohn und werde damit auch nicht aufhören, nur weil Ihr mich nicht leiden könnt!" Dem König sein Gesichtsausdruck änderte sich während meiner kleinen Rede und er… grinste? Ok… träume ich? "Ich hatte keineswegs vor Euch zu verbieten meinen Sohn zu lieben, geschweige denn habe ich gesagt, dass ich Euch nicht leiden kann. Ihr seid genauso eigenwillig wie Legolas. Ich liebe meinen Sohn, auch wenn ich es ihm nicht zeigen kann, Und deswegen würde ich Euch niemals den Umgang mit ihm verbieten, dafür liebt er Euch zu sehr." Stille. Ich war viel zu schockiert als das ich irgendetwas sagen könnte. Langsam realisierte ich, was Thranduil gerade gesagt hatte und aus dem schockierten Blick wurde ein Lächeln. "Danke, mein König." ich war wirklich erleichtert und glücklich. Vielleicht ist sein Eindruck von mir doch nicht ganz so schlecht. "Aber eine Frage habe ich noch…" Der König sah mich neugierig an. Er schien wirklich interessiert an der Frage. "Was hat Legolas über mich gesagt?" Mein Lächeln war von meinen Lippen verschwunden und es war nur noch ein trauriger, gequälter Blick geblieben, auch der König wirkte nun ernst. "Ihr zweifelt an seinen Gefühlen?" Er stellte mir nicht wirklich eine Frage. Es klang eher nach einem Fakt. Ich nickte zustimmend. Wer würde das nicht? Ich habe ihn drei Jahre nicht gesehen, warum sollte er immer noch Gefühle für mich hegen. Er weiß ja nicht einmal ob ich noch lebe. Ich merkte gar nicht, dass der König direkt vor mich getreten war, denn mein Blick hatte sich wieder auf den Boden gerichtet und ich kämpfte mit den Tränen. Ich werde sicher nicht vor dem Elbenkönig weinen, dazu bin ich zu stolz! Eine Hand auf meiner Schulter ließ mich erschrocken zusammenfahren und meinen Blick blitzschnell nach oben schießen. Der König hatte mir seine Hand auf die Schulter gelegt und sah mir ernst in die Augen. "Es gibt nichts zu zweifeln und wenn Ihr auf Euer Herz hören würdet, würdet Ihr das auch wissen." Nach diesem Worten drehte sich der König um und rief wieder nach der jungen Elbin, welche sofort in den Thronsaal kam. "Bring Lady Mineâ in Ihr Gemach und kümmer dich um sie, solange sie hier ist." Der König hatte immer noch seinen Rücken zu mir gedreht und würdigte mich keines Blickes. Es störte mich nicht, denn so wie ich ihn einschätze, würde er sich seinen Untertanen gegenüber nie so zeigen wie mir vor kurzem. Lillien verbeugte sich kurz und bedeutete mir dann ihr zu folgen.
    Sie brachte mich in ein hübsches, kleines Gemach. Ich bedankte mich und bedeutete ihr mich allein zu lassen. Ich musste erstmal das Gespräch verdauen. Ich sah mich in dem kleinen Zimmer um und fühlte mich sofort wohl. Es war klein, aber nicht beengend. Auf der rechten Seite stand ein großes Himmelbett, in welches wunderschöne Muster hinein geschnitzt wurden. Daneben war noch eine Tür, die wahrscheinlich in ein Bad führt. Links stand ein kleiner Tisch mit einem Spiegel und ein ebenfalls wundervoll verzierter Schrank. Gegenüber von der Zimmertür führte eine Glastür auf einen kleinen Balkon, welcher einen Blick auf den Düsterwald zuließ. Sofort begab ich mich auf diesen und war verzaubert von den vielen Bäumen und den wundervollen Farben die sich mir Boten. Ich fühlte mich wirklich wohl hier, wenn nur er auch hier wäre…
    Ich spürte wie mich meine Kraft verließ, die ich vor drei Tagen schon nicht mehr hatte. Ich hatte mich schon angefangen zu wundern, wann ich endlich müde werde. Ich ging zurück in mein Zimmer und öffnete den Schrank. Vielleicht habe ich ja Glück und finde ein Nachtgewand… Und tatsächlich finde ich eins. Ich zog mich um und legte mich gleich ins Bett. Ich war viel zu müde um noch einmal ins Bad zu gehen. Es dauerte keine Minute und ich war eingeschlafen.

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Heimatlos *Kapitel 24*
Heimatlos *Kapitel 24*
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2016-02-14
402C
Herr der Ringe

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