Der Spiegel zu meiner Seele (Teil 21)

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4 Kapitel - 3.578 Wörter - Erstellt von: Yamiyo - Aktualisiert am: 2016-02-15 - Entwickelt am: - 733 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Yuris und Kyokos Weg trennt sich nun. Doch wie soll es jetzt weitergehen?

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*aus Kyokos Sicht* Jetzt war es also soweit–Yuris Mission begann. Und unsere Wege würden sich trennen. Zwar hatte ich ihm gesagt, ich wolle ihn die
*aus Kyokos Sicht*
Jetzt war es also soweit–Yuris Mission begann. Und unsere Wege würden sich trennen. Zwar hatte ich ihm gesagt, ich wolle ihn diesen Tag begleiten, um besser ihn verstehen zu können, aber verraten wollte ich meine Freunde trotzdem nicht. „Okay, dann los!" Ich würde Yuri noch zum Stadion begleiten, dort aber würde ich von ihm Abschied nehmen–es blieb mir keine Wahl. In meinem Gespräch mit ihm beim Essen war mir klar geworden, dass es unmöglich war, ihn auf meine Seite zu ziehen, zu sehr liebte er Academia. Und auch wenn ich nicht verstehen konnte, wie er sich so widerstandslos dieser offensichtlichen Diktatur dort unterwarf, so respektierte ich seine Einstellung, wusste ich doch genau, wie wichtig für einen Menschen ein Zuhause und ein Lebensinhalt waren. Bei mir war es doch ähnlich: Yugo, Rin, Ruri, Yuto und Shun bedeuteten mir alles und ich würde ohne zu zögern mein Leben dafür geben, wenn ich sie dadurch in Sicherheit wusste. Und Yuri gab eben alles für Academia auf. Eigentlich... Eigentlich waren wir gar nicht so verschieden– außer, dass Yuri im Gegensatz zu mir immer treu die Befehle befolgte und nicht so einen schwachen Charakter hatte wie ich, die ernsthaft daran gedacht hatte, ihre Freunde zu verraten. Oder hatte ich das sogar schon, indem ich Spiegeltorhüterin versucht hatte zu zerreißen? Ein Kloß bildete sich in meinem Hals, den ich versuchte zu ignorieren. Schnellen Schritts folgte ich Yuri durch die Straßen, wobei ich ihn ein paar Mal korrigieren musste, weil wir sonst wer-weiß-wo gelandet wären. Auf dem Weg zum Stadion sprachen wir kaum und die bedrückte Stimmung schwebte über uns wie ein Henkersbeil. Schließlich liefen wir über den Burgersteig der hell beleuchteten Straße, die die Einzige war, die zum Stadion hinführte. Dabei sausten neben uns auf dem Teer Autos und D-Wheels vorbei. Auf eines der letzteren Exemplare deutete Yuri nach einer Weile interessiert und fragte in meine Richtung: „Hast du auch so ein Ding? Ich habe ja schon viele in deiner Dimension mit diesen Dingern rumrollen sehen–dein Freund besitzt doch auch eines, oder?" „Nein, ein D-Wheel ist mir viel zu unpraktisch–es ist so groß. Ich bevorzuge meine Inliner, aber du hast Recht–Yugo besitzt ein D-Wheel und es ist sein ganzer Stolz." Ich lächelte schwach. „Weil Rin, ich und er es selbst gebaut haben. Es ist das Symbol unserer Freundschaft." „Freundschaft..." Nachdenklich schloss Yuri die Augen, bevor er ernst meinte: „Das muss ein schönes Gefühl sein, oder?" Überrascht runzelte ich die Stirn und hakte verwirrt nach: „Hast du denn keine Freunde?" „Nein. Nur Diener. Aber niemand, der auf meiner Ebene ist." „Was ist mit Dennis?" Entrüstet sah mich der Pinkhaarige an, als hätte ich ihn beleidigt, bevor er entgegnete: „Der ist doch nicht auf einer Ebene mit mir! Er war bloß mein Partner bei ein paar Missionen –mehr nicht!" Weiter liefen wir, wobei ich schmunzeln musste. Wenn man Yuri so ansah, wie er da schmollte und sich in seinem Stolz gekränkt fühlte, erinnerte er mich sehr an Yugo. Wären die beiden nicht auf vollkommen unterschiedlichen Seiten–vielleicht hätte sie sich richtig gut verstanden.
„Und du? Hast du Freunde?" fragte da Yuri plötzlich, woraufhin ich wie selbstverständlich nickte und stolz aufzählte: „Ja, einige. Yugo und Rin natürlich, genau wie Yuto, Ruri und Shun." „Shun? Etwa dieser Kurosaki Shun, wegen dem Sora und Dennis mir die Ohren stundenlang vollgeheult haben? „Ja ... Ja, das ist mein Freund." Ich lächelte schwach, doch Bitterkeit schwang in meiner Stimme mit. Durfte ich mich überhaupt noch Shuns Freundin nennen? Nach alldem, was ich getan hatte? „Allerdings befürchte ich, dass er ebenso wenig wie mein Bruder nach dieser Aktion noch etwas mit mir zu tun haben wollen. Ich bin jetzt schon zweimal in Academia gewesen und habe noch nicht einmal versucht, Ruri oder Rin zu suchen, geschweige denn zu befreien. Und das, obwohl sie meine Freunde sind... Ich bin wirklich–" „Vernünftig. Hättest du das nämlich, egal ob beim ersten oder beim zweiten Mal versucht, wärst du sicherlich geschnappt worden und nicht einmal ich hätte dir dann noch helfen können. Und wenn das deine Xyz-Freunde nicht einsehen wollen, dann haben sie dich nicht verdient!" unterbrach mich da Yuri harsch und grinste leicht, was mich ziemlich überraschte. „Hey, das... War ja richtig nett!" Für einen Moment entdeckte ich einen kleinen Rotschimmer auf Yuris Wangen, der jedoch gleich wieder verflog. Auffällig schnell wandte er sein Gesicht von mir ab und meinte nüchtern: „Bild dir ja nichts drauf ein! Ich hasse es nur, dich in Selbstmitleid zerfließen zu sehen; das hat mich schon bei meiner Schwester regelmäßig auf die Palme getrieben! Also hör jetzt gut zu: Klar, du hättest meine Karten nie benutzen dürfen, wäre es nach der Regel gegangen, aber du hast es nun mal und so haben wir uns viel früher ausgesprochen. Stell dir vor, dieses Gespräch hätte erst viel später stattgefunden, dann, wenn ich dich versiegeln hätte müssen! Nein, so ist es gut und wer etwas anderes behauptet, hat Unrecht! Versprich mir, dass du dir das in dein Köpfchen einbrennst, klar?" Er schaute mich nun wieder direkt an und ich war für einen Moment überwältigt von der stechenden Intensität seiner pinken Iriden. Hastig nickte ich, noch etwas eingeschüchtert von seiner Rede und murmelte kleinlaut: „J...Ja, verstanden..." Da grinste Yuri und ging mit einem „Schön!" leise pfeifend weiter.
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Der Spiegel zu meiner Seele (Teil 21)
Der Spiegel zu meiner Seele (Teil 21)
Yuris und Kyokos Weg trennt sich nun. Doch wie soll es jetzt weitergehen?
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2016-02-13
407E
Yu-Gi-Oh!

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