Wer bist du wirklich? 7

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7 Kapitel - 2.131 Wörter - Erstellt von: Kerstingarde 1611 - Aktualisiert am: 2016-02-11 - Entwickelt am: - 745 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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    Bens Sicht:
    In der Basis angekommen, brachte ich Kyla auf die Krankenstation, wo sie untersucht wurde. Ich lief derweil unruhig vor der Tür auf und ab. Was war bloß los mit ihr? Ich hoffte sehr, dass vielleicht die Ärzte etwas herausfinden würden, doch gleichzeitig zweifelte ich auch daran. Schließlich kam einer der Droiden aus dem Raum und begann, mir zu erklären, was sie herausgefunden hatten: „Sir, nach unseren Untersuchungen konnten wir feststellen, dass sie eigentlich vollkommen gesund ist. Trotzdem scheint es, als würde sie sehr langsam sterben. Wir können nichts dagegen tun, denn wir wissen nicht, wieso sie stirbt. Ihr bleibt vielleicht noch eine Woche… wenn nicht sogar weniger…“ Ich nickte und versuchte meine Wut zu unterdrücken, als ich fragte: „Kann man zu ihr hinein?“ „Ja, Sir. Aber sie wird nicht aufwachen.“ Ich nickte als Zeichen, dass der Droide gehen konnte, und das tat er auch sofort. Ich atmete einmal tief aus und ging dann hinein. Sofort verschwanden auch die restlichen Droiden aus dem Zimmer und ließen mich alleine. Ich ging langsam an das Bett heran, auf dem Kyla lag und an ein Gerät angeschlossen war, das ihren Puls maß. Ich holte mir einen Stuhl heran und setzte mich neben sie. Sie war ganz blass geworden und als ich ihre Hand in meine nahm, fühlte ich, wie kalt sie war. Ich strich ihr eine verschwitzte Haarsträhne von ihrer Stirn hinter ein Ohr. Plötzlich hörte ich eine Stimme in meinem Kopf: „Ben…“, flüsterte sie.

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    „Kyla?“, dachte ich. Die Stimme antwortete: „Ja, Ben. Ich habe nicht viel Zeit, um dir das Ganze zu erklären, weil es sehr kraftaufwendig ist. Also hör bitte gut zu! Ich möchte dir erklären, was mit mir los ist. Erinnerst du dich noch daran, wie ich immer noch Einzelstunden bei Onkel Luke hatte? Du hast mich öfters gefragt, was ich dort machen würde, doch ich habe dir immer nur die halbe Wahrheit erzählt… Ich habe mit ihm geübt, meine Kräfte unter Kontrolle zu bekommen. Das stimmt, aber da war noch etwas anderes…“ Ihre Stimme klang beschämt, als wäre es ihr peinlich, zuzugeben, dass sie mich belogen hatte. „Luke hat mich während einer unserer Stunden gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, mich der Dunklen Seite anzuschließen. Ich habe ihm ehrlich geantwortet, dass ich mir nicht sicher sei. Dann fragte er mich, was ich darüber denken würde, wie es wäre, wenn jemand mit meinen starken Fähigkeiten auf der Dunklen Seite wäre. Ich konnte mir das überhaupt nicht vorstellen. Dadurch würden ganze Welten zerstört werden und es gäbe keine Chance mehr für das Gute. Und das sagte ich ihm auch. Daraufhin stellte Luke mir die Frage, ob ich etwas dagegen hätte, wenn wir zusammen dafür sorgen würden, dass mir so etwas nicht passieren würde. Er erklärte mir einen Plan, bei dem das Resultat war, dass ich, sobald ich der Dunklen Seite verfallen sollte, krank werden würde und somit meine Fähigkeiten für längere Zeit nicht benutzen könnte. So lange, bis sich mein Zorn halbwegs gelindert hat und ich von niemandem, der der Dunklen Seite angehört, mehr umgeben bin. Nun ja… Ich habe diesem Plan freiwillig zugestimmt und nun siehst du das Ergebnis vor dir. Es hat funktioniert. Es ist eine Art des Schutzes.“ Nun konnte ich nicht anders, als sie etwas zu fragen: „Aber warum hast du mir nie etwas davon erzählt? Dann hätte ich nicht zugelassen, dass es soweit kommt.“ Ich hörte ein Seufzen ihrerseits: „Ich habe Luke damals darum gebeten, dass er alles aus meinem Gedächtnis löscht, das mit dieser Sache zu tun hat. Ich wollte nur auf dieses Wissen zugreifen können, wenn dieser Fall tatsächlich eintreten sollte. Damit wollte ich damals sichergehen, dass niemand etwas davon erfuhr.“ Ich war verzweifelt: „Und was soll ich jetzt tun?“ „Ben, entweder musst du mich sterben lassen oder du sorgst dafür, dass ich irgendwie von diesem Schiff hinunterkomme und zu Menschen komme, die nicht böse sind. Dort werde ich dann vermutlich nach einiger Zeit aufwachen. Es liegt bei dir. Ich muss die Verbindung jetzt aber auch abbrechen. Vielleicht sehen wir uns irgendwann wieder, Ben…“ Ich hielt sie zurück: „Kyla, warte noch einen Augenblick! Ich möchte nur, dass du weißt, dass ich dich liebe und mir das alles so furchtbar Leid tut…“ Ich glaubte ein Lächeln aus ihrer Stimme herauszuhören: „Das braucht dir nicht Leid zu tun, Ben. Ich liebe dich auch! Lebe wohl…“ Damit verschwand sie aus meinem Kopf und ich war wieder allein mit meinen Gedanken, die sich in diesem Augenblick überschlugen. Also hatte ich mit meiner Vermutung doch Recht gehabt… Es hatte etwas mit der Dunkelheit in ihrer Ausstrahlung zu tun gehabt… Wie sollte ich sie nur von hier wegbekommen? Und was sollte ich dann Snoke erzählen? Ich wusste einfach nicht, was ich machen sollte. Plötzlich ging die Tür auf und Captain Phasma kam herein. „Sir, wir haben den Aufenthaltsort des Droiden gefunden.“ Ich schaute sie nicht an und erwiderte: „Macht mein Schiff startklar und sammelt ein paar Truppen zusammen. Wir werden in Kürze aufbrechen.“ „Ja, Sir.“ Damit drehte sie sich um und verließ den Raum. In meinem Kopf bildete sich ein Plan. Ja, das würde vermutlich funktionieren. Ich rief ein paar Sturmtruppler herbei, die mir halfen, Kyla auf mein Schiff zu bringen. Dann machte ich mich fertig, um diesen Droiden zu finden…

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    Wir zerstörten diese Burg, wo vermutlich Han und seine Verbündeten waren, doch diese kamen gerade herausgelaufen. Nur dieses Mädchen fehlte, genauso wie der Droide. Ich spürte, dass sie im Wald waren. Ich landete mein Schiff, doch bevor ich die beiden suchen ging, trug ich Kyla noch aus dem Schiff und legte sie an eine Stelle etwas abseits des Kampfes. Der Widerstand würde vermutlich auch noch nach einiger Zeit hier auftauchen. Sie würden sie vermutlich finden und in der Hoffnung, irgendetwas über uns herauszufinden, mitnehmen. Dort würde sie in Ruhe aufwachen können. Es tat weh, sie so alleine dort liegen zu lassen, doch es musste sein, wenn ich nicht wollte, dass sie starb. Ich gab ihr noch einmal einen Kuss auf die kalte Stirn, bevor ich mich endgültig von ihr abwandte und dieses Mädchen in den Wald suchen ging…

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    Leias Sicht:
    Nach meinem Wiedersehen mit Han, ging ich durch die Ruinen der Burg und half den anderen dabei, nach Überlebenden zu suchen. Ich ging etwas weiter weg vom Zentrum der Zerstörung und da sah ich eine Gestalt, die ein paar Meter entfernt am Boden lag. Ich näherte mich ihr langsam und misstrauisch. Aber es war kein Sturmtruppler, sondern ein Mädchen mit langen braunen Haaren und blasser Haut. Sie kam mir irgendwie bekannt vor, doch ich wusste nicht warum. Dann schoss mir plötzlich ein Gedanke durch den Kopf. Konnte das sein? Wieso befand sie sich dann ausgerechnet hier? Konnte das Kyla sein? Sie sah dem Kind, das ich in Erinnerung hatte sehr ähnlich. Sie hatte die gleiche Haarfarbe und ihr Gesicht sah dem ihren auch sehr ähnlich. Sogar meine wenigen Machtkenntnisse ließen mich fühlen, dass dieses Mädchen meine verlorene Tochter war. Nun war ich mir sicher. Ich näherte mich ihr langsam und fühlte nach ihrem Puls. Er war zwar schwach, aber er war da. Daraufhin rief ich zwei Piloten zu mir und sie brachten sie auf ein Schiff.

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    Zurück in unserer Basis sorgte ich dafür, dass Kyla auf die Krankenstation kam. Ich musste Han davon erzählen. Als ich ihn endlich fand, hörte er mir interessiert zu und fragte mich dann: „Wo ist sie jetzt?“ Ich antwortete: „Auf der Krankenstation. Aber sie wird in nächster Zeit noch nicht aufwachen.“ Han war allerdings schon auf dem Weg und drehte sich im Gehen noch einmal um: „Das ist mir egal. Ich will sie nur sehen.“ Damit war er weg und ließ mich wieder einmal völlig sprachlos über sein Verhalten zurück.

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    Hans Sicht:
    Ich wusste, dass Leia sich nun vermutlich schon wieder über mein Verhalten aufregte, doch das war mir egal. Schließlich hatte ich gerade die Möglichkeit, meine seit 5 Jahren für tot geglaubte Tochter wiederzusehen. Auf der Krankenstation fragte ich mich durch und fand dann auch bald das Zimmer in dem sie tatsächlich ganz ruhig auf einem Bett lag. Ich setzte mich neben ihr Bett und betrachtete sie eine Weile still. Sie sah aus, wie eine schlafende Prinzessin. Bei diesem Gedanken stiegen mir Tränen in die Augen. Früher hatte ich sie immer Prinzessin genannt. Aber als sie uns besucht hatte, als sie 5 Jahre alt war, wollte sie nicht mehr, dass ich sie so nannte. Ich wusste noch ganz genau, wie sie damals zu mir gesagt hatte: „Das ist doch ein total kindischer Spitzname!“ Für meinen Geschmack war sie schon viel zu früh vernünftig geworden. Es hatte angefangen, als Ben sich geweigert hatte, uns besuchen zu kommen. Ab diesem Moment hatte sie sich auf einmal so erwachsen benommen. Zu dieser Zeit hatte ich dieses kleine Mädchen, das immer gelacht hatte, wenn ich sie durch die Luft gewirbelt hatte, sehr vermisst. Wie sie wohl heute war? Was hatte sie alles erleben müssen, seit Ben sich der bösen Seite zugewandt hatte? Wusste sie davon? Vermutlich. Schließlich hatte ich sie nicht bei Maz gesehen, was bedeutete, dass sie bei der Ersten Ordnung gewesen sein musste. Aber wie war sie dann von dem Schiff herunter gekommen? War sie eine Gefangene gewesen oder hatte sie sich sogar der Ersten Ordnung angeschlossen? Aber letzteres konnte ich mir einfach nicht vorstellen. Sie war immer so ein nettes und freundliches Mädchen gewesen… Andererseits hätte ich mir aber auch nie vorstellen können, dass Ben sich der Dunklen Seite anschließen würde. Trotzdem! Kyla war anders! Sogar Luke hatte immer gesagt, dass sie so ein gutes und aufmerksames Mädchen wäre. Sie hätte so etwas nie getan! Plötzlich ging die Tür hinter mir auf und Leia kam herein. Ich stand auf und schloss sie einfach in die Arme. Leia klammerte sich an mir fest und schluchzte herzzerreißend. Als sie sich etwas beruhigt hatte, sagte sie: „Was muss ihr bloß alles widerfahren sein, Han?“ Ich sah sie zuversichtlich an: „Das ist doch nicht so wichtig, Leia. Das wichtigste ist doch, dass sie jetzt wieder bei uns ist.“ Leia nickte: „Denkst du… Denkst du sie hat… sie hat Ben gesehen?“ Ich antwortete ihr ehrlich: „Ich weiß es nicht, Leia. Aber falls das wirklich der Fall sein sollte, wissen wir, dass noch Gutes in ihm steckt. Er hat sie nicht getötet und ich bin mir sicher, dass wenn sie mit ihm geredet hat, er wieder etwas mehr Licht in sich hat als zuvor.“ „Du hast Recht, Han. Sie hatte schon immer diese Gabe, das Gute in anderen zu sehen… Aber wir sollten sie jetzt etwas in Ruhe lassen. Wir haben jetzt auch ein Besprechung und ich möchte, dass du dabei bist.“ Sie gab Kyla einen Kuss auf die Stirn und verschwand durch die Tür. Ich näherte mich meiner Tochter noch einmal. Dann beugte ich mich über sie, nahm sie noch einmal in den Arm und küsste sie dann auch noch einmal. Ich flüsterte ihr ins Ohr: „Ich hab dich lieb, Kyla! Bis irgendwann!“ Damit verließ auch ich den Raum und begab mich zu dieser Besprechung.

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    Hallo, Leute! ;)
    Ich möchte mich zuallererst einmal bei euch bedanken. Es ist echt klasse, wie ihr mir immer wieder in euren Kommentaren klar macht, dass ich das Richtige tue, indem ich diese Geschichte schreibe. Sogar ein einfaches: "Deine Geschichte ist toll. Mach bitte weiter!" lässt mich den Rest des Tages lächelnd durch die Gegend laufen. Vielen Dank und ich hoffe ihr macht weiter so, denn es hilft mir ungemein dabei, weiterzumachen!:)
    Ich hoffe, euch hat dieser Teil gefallen und bis zum nächsten Mal! ;)
    LG eure Kerstingarde 1611

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