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Sasuke Uchiha und Desert Wolf - Part 1

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3 Kapitel - 17.627 Wörter - Erstellt von: Hino Kuraiko - Aktualisiert am: 2016-02-09 - Entwickelt am: - 792 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Jeder kennt Sasuke Uchiha. Jeder weiß, dass er sich für wenig außerhalb seiner Ziele interessiert. Umso wahrscheinlicher ist es deshalb, dass er nur dann ein Mädchen in sein Leben lassen wird, wenn ihre Existenz sich mit seinen Plänen überschneidet.
Desert Wolf ist dieses Mädchen, und als Wüstenwolf ist sie es gewohnt in den Seelen der Menschen eine weitgehende, tödliche Leere zu hinterlassen. Sie ist die Jägerin der Träume und ungeahnt in etwas noch Bedeutenderes verstrickt, als den bloßen Launen eines gutaussehenden Uchihas…

Diese Geschichte knüpft direkt an das Ende von Naruto Shippuuden und die Ereignisse des Krieges an. Sasuke hat Knohagakure für seine Reise verlassen und in die Welt kehrt langsam Normalität ein.

Die Idee und der Text stammt teils von mir, teils von Ryioko Kaiba. Es ist ein Nebenprojekt, in dem wir einige unserer Gedanken zum Schreiben und auch zur Entwicklung von Charakteren erproben.
Gleichzeitig - zumeist eigentlich hauptsächlich - arbeiten wir an unserer Testreihe "Die Legende von Team 3".

Über Kommentare würden wir uns irrsinnig freuen, und wenn jemand Lust hat, mehr über unseren Schreib-Alltag oder anderen Kram zu erfahren, der könnte auf unserer FB-Seite vorbei schaun: https://www.facebook.com/Team3dA/? fref=nf

Alle Rechte und Credits gehen natürlich an die Macher von Naruto und auch den Künstler sämtlicher verwendeter Bilder

1
Prolog
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Schatten. Die Bäume rings um Konoha warfen sie über die Grenze des Dorfes wie einen düsteren Umhang, während der Wald mit flüsternden Stimmen nach einer Seele rief.
Meiner Seele.
Immer wenn ich an den Toren Konohagakures, dem Ninjadorf versteckt hinter den Blättern, Wache schob, meinte ich die Wildnis würde lockend nach mir greifen. Und zwar nicht für ein friedliches, nächtliches Beisammen sein.
Vielleicht hörte ich sie ja meines Unwohlseins gerade so deutlich zu mir hinüber hallen: Diese leisen Schritte auf Kies, unterbrochen von dem schmerzhaften Keuchen eines Wesens auf zwei Beinen.
„Wo willst du hin?“, fragte mein Partner mich, als ich mich aus der Hütte am Rand der Stadt schlich. „Nach draußen. Ich hab etwas gehört“, antwortete ich ihm und sprang auf den Tresen. Das Holz knirschte kurz unter meinen Füßen, dann konzentrierte ich mich erneut auf die Geräusche, die den Wald gerade hinter sich gelassen haben mussten.
Mein Partner schnaubte und spuckte den Zahnstocher zwischen seinen Zähnen auf den Boden. „Du bist verrückt, mein Freund! Bildest du dir immer noch ein, die Kaninchen schei* hören zu können?“
Ich achtete nicht mehr auf ihn. Auch als er mich beim Namen an seine Seite zurück rief. Ich spürte, dass da draußen etwas war. Etwas, das meine Hilfe brauchte.
Das Tor öffnete ich zunächst nur einen Spalt, kaum groß genug, um mir ein Sichtfeld dahinter zu ermöglichen, und um bei Gefahr schneller als erwartet werden mochte, wieder abriegeln zu können.
Doch das hatte ich nicht vor.
Als ich das Mädchen am Wegrand sah, über und über mit Schnittwunden bedeckt und einem Kunai, das ihr mitunter direkt aus der Brust heraus ragte, während das Stirnband Konohas aus ihre zarten Hand in den Kies fiel, lag mir nichts ferner.
„Verwundete!“, rief ich meinem Partner zu, der mittlerweile auf mich zu gerannt war und dieser verstand sofort, denn er machte hastig am Absatz kehrt, während ich einen Schattendoppelgänger erschuf. Ich durfte meinen Posten nicht verlassen, sollte es ein Hinterhalt sein und die Verletzte nicht alleine. Aber das galt nicht für meine Kopie, die das Mädchen vorsichtig auf Händen hinein trug. Mit letzter Kraft hatten sich ihre Hände in das Stirnband gekrallt und so baumelte das Emblem Konohas wenige Zentimeter über den Boden. Der rote Stoff hob sich im Mondschein grell von der Straße ab.
„Hier!“, sofort reichte man mir ein Kästchen mit den notwendigsten Versorgungsmitteln. Ich wusste, dass mein Partner die wirklichen Medic-Nins schon kontaktiert hatte, aber für den Moment musste ich tun, was ich konnte, um der Verletzten das Leben zu retten. Plötzlich konnte ich sie direkt vor mir sehen: Schlurfend durch den Wald, während sie versuchte, sich die Hände auf die zahlreichen Wunden zu pressen.
„Sie sieht nicht gut aus“, murmelte ich mit zitterndem Atem, als ich Wundauflage auf die Stelle drückte, wo eben noch das Kunai gesteckt hatte.
Das Mädchen keuchte vor Schmerz, bevor sich ihr Mund zu einem Lächeln verzog. „Eigentlich halte ich mich für ein sehr schönes Mädchen“, flüsterte sie, bevor sie mit einem Mal die Augen aufschlug. Zu vertikalen Schlitzen verengte Pupillen starrten mich aus einem bernsteinfarbenden, leuchtenden Meer entgegen. Dann hörte ihr Körper zu zittern auf.
Ich wusste, dass ich in eine Falle getreten war, noch bevor mir die Hochstaplerin einen kräftigen Stoß vor die Brust gab und mich zehn Meter durch die Luft beförderte.
Fauchend sprang sie anschließend auf die Beine und wehrte mit dem gleichen Kunai, das vorhin noch in ihrem Körper gesteckt hatte, den ersten Schlag meines Partners ab, der dann auf gleiche Weise wie ich zuvor gegen die Mauer geschlagen wurde.
Zwei andere patrouillierende Ninja schlugen Alarm. Die Heiler, die wir zuvor bestellt hatten, kamen direkt auf uns zu, was erst den Anfang des Spektakels darstellte.
Ausgehend von den Augen der Fremden, setzten sich farbige Schlieren frei. Rot, gelb und grün waren sie, als sie aufstoben und sich zischend durch die Straßen Konohas ausbreiteten und pfeilgerichtet in ein Haus nach dem anderen stießen. Gleichzeitig begannen die Hände des Mädchens zu glühen. Ich dachte, es wäre ein Ninjutsu des Feuers oder der Anfang eines Raikirs, doch tatsächlich war es ein gleißend heller Strahl, der die Nacht in ein Mosaik aus blauem und orangenem Himmel aufspaltete. Musik erklang. Ich war mir sicher, hätte ich in meinem Bett gelegen und die Augen geschlossen, die fremden Klänge, erzeugt von Instrumenten, deren Namen ich nicht kannte und mich an Gletscher und Trommeln denken ließen, gepaart mit den leise singenden Stimmen, die eine Sprache nach Konoha trugen, bei der ich mir sicher war, dass nur wenige Menschen sie bisher gehört hatten, wäre ich wohl in einen tiefen Schlaf versunken. Doch zu meinem Leidwesen stand ich wieder stramm und aufrecht da, sodass die seltsame Müdigkeit und die Schlieren in grüner und blauer Farbe mich nicht in ihrem Bann behalten konnten. Ich war ein Ninja Konohas. Ich hatte im vierten Ninjaweltkrieg gedient, eine Armee an toten Kameraden und alten Feinden zusammen mit einem Geschwader an lebenden Pflanzenleiber und wahnsinnigen Shinobi überlebt. Es war meine Pflicht diesem Dorf zu dienen und zu kämpfen, wenn ich es konnte. Und genau das würde ich tun.
Es waren nur zehn meiner Kameraden, die von unserem Alarm erreicht wurden. Ich wusste nicht, wo unsere Verstärkung blieb, war mir aber sicher, dass es an dem Himmel und den dortig geisternden Polarlichtern liegen würde. Dennoch hatten wir keine Scheue anzugreifen. Waffen klirrten zu erst. Nu mit dem einen Kunai gelang es dem Mädchen spielerisch sich zu verteidigen. Wenn ihr eine Klinge nah genug kam, schlug sie ihre Waffe zudem an genau den richtigen Stellen ein, um die schlimmsten Nervenpunkte von uns anderen zu treffen. Irgendwann war es mir dennoch möglich, ihr das Messer aus der Hand zu schlagen, nur um gleichen Fuß plötzlich von einem viel stärken Griff, als erwartet, gepackt zu sehen und erneut über den Platz geschleudert zu werden.
Das Mädchen krachte nach einem weiteren Schlagabtausch, den ich Sternchen sehend nicht mitbekommen hatte, urplötzlich mit den Rücken voran in eine steinerne Fassade. Viele Teile von Konoha waren immer noch baufällig und wurden bearbeitet, sodass das Gebäude unter der Wucht bedrohlich erzitterte. Selbst der Schatten, den es in meine Richtung warf, wurde an den Rändern von Wellen durchzogen, wie die leicht zu erschütternde Oberfläche eines Wasserspiegels. Auch die Angreiferin betrachtete die Silhouette der drohenden Gefahr über ihr, doch mehr konzentriert, denn ängstlich. Es mochten nur zwei Sekunden gewesen: eine, in der sich drei meiner Freunde mit gezückten Waffen auf sie gestürzt hatten; und eine andere, in der die Glut in den Augen der Fremden verglühte. Dann war sie verschwunden. Das Haus stürzte endgültig in sich zusammen und begrub beinahe zwei unserer Shinobi, die gerade noch rechtzeitig zurück springen konnten. Ich hatte es als Einziger gesehen. Ich hatte gesehen wie sie verschwunden war und sah mich mit Herzklopfen nach ihr um. Ich drehte mich im Kreis, hörte auf die Stimmen der anderen, die all die Steinbrocken wegschaffen und die Leiche bergen wollten, bevor ich rief, dass es noch nicht vorbei war.
Und ich sollte recht behalten.
Plötzlich stand sie hinter mir.
Ihre Hand schoss derartig schnell an meine Kehle, dass ich überraschend in meinem Angriff inne hielt. Grobe, lange Locken schlugen vom Wind getrieben um mein Gesicht, als der Himmel sich zu bewegen begann und die Gesänge verstummten. Aus ganz Konoha stoben verschiedenste Gebilde auf. Silhouetten aller Gestalten, Klänge die von fröhlichem Lachen bis hin zu grausamen Schreien alles enthielten und ein hellgelber Nebel, der sich nur als Zusammenkunft verschiedenster Kräfte erklären lassen konnte.
Meine Verbündete erstarrten bei diesem Spektakel. Ich war der Einzige, dessen vor Schreck geweiteten Augen sich auf etwas gänzlich anderes richteten.
Ihr Haar hatte die Farbe frischer Erde. Sie duftete wie der kalte Wind in den Eiswüsten, würde er Kilometer später über die erhitzen Flächen der Sanddünen um Sunagakure streichen. Ihr Gesicht war oval und mit ebenmäßiger Haut bedeckt, die weich, aber angespannt wirkte. Sie hatte eine gerade Nase und volle Lippen sowie eine üppige Brust. Ich hatte selten ein so schönes Mädchen gesehen und ich schwor niemals einen Blick erwidert zu haben, der gleichzeitig nach Freiheit schrie und von Gefangenschaft gezeichnet gewesen war. Beinahe sofort spürte ich wie Sehnsucht in mir aufstieg. Ich sah mich laufend an den gefährlichsten Abgründen der höchsten Berge und springend auf die gezückten Dolche am Ende eines tobenden Wasserfalls zuhalten. Ich wollte die Nässe auf meiner Haut spüren und das Adrenalin auf meiner Zunge schmecken, ohne das kupferne Tuch von Tod und Blut an meinen Waffen.
Ich schenkte der Fremden ein sanftes, kraftloses Lächeln, da ich wusste, das sie es war, die mir dieses Eindrücke sandte und fragte mich, was die Tränen zu bedeuten hatte, die ihre Wangen bis zum Kinn hinab rannen.
Dann verlor mein Blick die Farben um uns herum und der Schatten der Ewigkeit hüllte mich ein, getragen auf den Schwingen des ersten Adlers, mit dem ich zu fliegen schien, als der Schmerz um meine Kehle verschwand.

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