Wer bist du wirklich? 6

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4 Kapitel - 1.602 Wörter - Erstellt von: Kerstingarde 1611 - Aktualisiert am: 2016-02-09 - Entwickelt am: - 713 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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    Ich versuchte, mich so zu verhalten, als hätte ich wirklich gar keine Lust darauf, dass Snoke hierherkam. Das fiel mir allerdings auch nicht schwer, weil ich das wirklich nicht wollte. Es war schwieriger, so zu tun, als würde ich es nicht einmal aushalten, neben Ben zu stehen. Während ich nun meine Gedanken verschloss, kam Snoke immer näher. Schließlich kam er vor uns zum Stehen. Ben kniete vor ihm nieder und zog mich am Arm mit hinunter. Ich entriss ihm meinen Arm, aber verharrte in der Position auf dem Boden. „Erhebe dich, mein Schüler.“ Ben stand auf, doch ich blieb, wo ich war. „Wie ich sehe, scheint deine Schwester nicht gerade sehr begeistert von dir zu sein… Vielleicht ist sie ja etwas gesprächiger mit mir. Prosocha… Wie geht es dir?“ Ich starrte weiter auf den „sehr interessanten“ Boden und antwortete sarkastisch: „So gut wie es jemandem gehen kann, der gegen seinen Willen auf einem Planeten mit seinem verhassten Bruder eingesperrt ist und von eben jenem auch noch in einer Sache unterrichtet werden soll, die man ganz und gar nicht erlernen möchte!“ Snoke lachte auf und erwiderte dann: „Du willst mir doch nicht wirklich weiß machen, dass du deinen Bruder hasst und wirklich gar nicht an der Dunklen Seite interessiert bist, oder?“ Ich blickte trotzig zu ihm auf und widersprach: „Oh doch!“ Seine Stimme klang schneidend, als er mir befahl: „Steh auf!“ Ich tat wie mir geheißen, doch ich ließ meinen Kopf gesenkt. „Sieh mich an!“ Ich hob den Kopf und mir fiel auf, dass Snoke gerade seine Kapuze weggeschoben hatte. Er sah genauso aus, wie in dem Hologramm. Nur kleiner. Trotzdem überragte er mich bei weitem. Er war sogar größer als Ben und das wollte schon etwas heißen! „Nun sag mir noch einmal ins Gesicht, dass du deinen Bruder hasst!“ Ich versuchte, so gut ich konnte, Wut auszustrahlen: „Ich hasse meinen Bruder, Kylo Ren!“ Snoke schwieg einen Moment und betrachtete mich nachdenklich. Dann sagte er mit einem Lächeln auf den Lippen: „Dann wird es dir bestimmt nichts ausmachen, ihn zu töten…

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    Ich musste mich zusammenreißen, um ihn nicht fassungslos anzusehen. Ich schüttelte den Kopf und sagte, so ruhig ich konnte: „Das werde ich nicht tun. Egal, wie viel Hass ich ihm gegenüber empfinde, so werde ich ihn nicht töten, denn das würde nur zeigen, dass ich nicht besser als er oder du bin.“ Snoke grinste immer noch: „Nun, Prosocha, ich lasse dir die Wahl. Entweder du bringst deinen Bruder um oder ich tue es…“ Ich versuchte ruhig zu bleiben, aber meine Stimme zitterte etwas, während ich sagte: „Wie gesagt: Er bedeutet mir nichts. Also kannst du ihn ruhig umbringen.“ Snoke zog ein Lichtschwert aus seinem Umhang und aktivierte es. Bens Gesicht blieb während des ganzen Gespräches ausdruckslos und starr. Ganz plötzlich stürzte sich Snoke auf Ben. Ich handelte im Bruchteil einer Sekunde. Ich zog mit der Macht Bens Lichtschwert zu mir und aktivierte es, während ich zwischen Snoke und Ben sprang. Ich wehrte den Schlag Snokes geschickt ab. Er hörte sofort auf mit Kämpfen und meinte: „Du solltest besser Lügen lernen. Deine Gedanken sind zwar verschlossen, doch deine Stimme verrät dich. Ich sage dir nun zum letzten Mal: Komm auf unsere Seite und kämpfe mit und nicht gegen uns! Du denkst vielleicht, du tust das Richtige, aber würdest du es immer noch für das Richtige halten, wenn ich dir nun klar mache, dass du deinen Bruder verrätst!“ Ich schüttelte vehement den Kopf: „Ich verrate ihn nicht! Dieses Monster da ist nicht mein Bruder! Mein Bruder steckt noch immer in ihm drin, aber er würde mich unterstützen und mein Verhalten niemals als Verrat empfinden! Der einzige Grund, warum ich ihn verteidigt habe, liegt darin, dass Ben noch irgendwo in ihm drin steckt!“ „Dann lässt du mir keine andere Wahl… Lerne die Macht der Dunklen Seite kennen!“ Plötzlich sank Ben hinter mir zu Boden und fing an zu zittern und zu schreien. Ich kniete mich zu ihm hinab und versuchte vergeblich, ihn zu beruhigen. Dieser Anblick trieb mir die Tränen in die Augen und ich wandte mich flehend an Snoke: „Bitte hör auf damit! Bitte!“ Aber Snoke lachte nur und sagte entspannt: „Ich höre erst auf, wenn du schwörst, dich ab sofort nur noch der Dunklen Seite zuzuwenden. Du wirst dich mir vollkommen unterwerfen und niemals auch nur wieder einen Gedanken an die Helle Seite verschwenden.“ „Das kann ich nicht.“ „Dann befürchte ich, wird dein Bruder dafür leiden müssen…“ ich sah wieder zu Ben, der sich vor Schmerzen hin und her wälzte. Plötzlich war es, als hätte jemand einen Schalter bei mir umgelegt und ich verspürte riesengroßen Hass auf Snoke. Ich hatte meinen Körper nicht mehr unter Kontrolle. Ich brachte unter zusammengepressten Zähnen hervor: „Lass ihn in Frieden!“ Snoke lachte mich nur aus: „Das glaubst du doch nicht wirklich, oder?“ Das brachte das Fass zum Überlaufen und ich verlor gänzlich die Kontrolle.

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    Plötzlich flog Snoke hundert Meter durch die Luft und fiel dort zu Boden. Währenddessen herrschte ein schrecklicher Wind, der sämtliche Grashalme durch die Luft fliegen ließ und die anderen verwelkten. Es kamen Äste vom weit entfernten Wald angeflogen und wirbelten durch die Luft. Es war, als würden mehrere Tornados über den Planeten fegen und die gesamte Natur zerstören. Das ganze glich schon einer Apokalypse. Ich bekam davon allerdings gar nichts mit. Ich war gefangen in meinen Gefühlen: Der Verzweiflung, der Wut und dem Hass. Dem Hass auf Snoke. Plötzlich spürte ich eine Hand, die sich krampfhaft an meiner Schulter festhielt und nun hörte ich auch Bens Stimme, die gegen den gewaltigen Wind schrie: „Kyla! Kyla, du musst aufhören!“ Da sah ich erst, was um mich herum geschah und sofort hörte alles auf. Ich sank auf die Knie und bekam wieder Panik. Das konnte nicht ich gewesen sein! Zu so etwas war ich doch gar nicht im Stande! Oder doch? Ich hatte Angst. Angst vor mir selbst. Ich kauerte mich zu einer Kugel zusammen und fing an, zu schluchzen. Doch das machte das Ganze nicht besser. Nun fing die Erde an, zu beben und es taten sich Risse in der Erde auf. Ben beugte sich besorgt zu mir hinunter und nahm mich wieder wie vor ein paar Tagen auf dem Schiff in die Arme. Er sprach in mein Ohr: „Kyla, du musst dich beruhigen. Die Angst macht es nur noch schlimmer. Du musst dich unter Kontrolle bekommen. Bitte, Kyla. Er strich mir über das Haar und langsam beruhigte sich mein Atem und das Chaos hörte auf. Die Erde kam zur Ruhe und es herrschte gespenstische Stille. Ich merkte allerdings, wie ich immer schwächer wurde. Verdammt! Das durfte doch nicht wahr sein! Kurz bevor ich das Bewusstsein verlor, flüsterte ich noch: „Es tut mir Leid!“ Dann wurde alles schwarz…

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    Bens Sicht:
    Kyla wurde ohnmächtig. Ich hörte noch, wie sie flüsterte: „Es tut mir Leid!“ Dann schlossen sich ihre Augen und sie erschlaffte in meinen Armen. Ich legte meine Hand auf ihre Stirn. Sie war glühend heiß. Was war nur mit ihr passiert? Sie konnte sich nicht überanstrengt haben. Dafür war sie zu stark. Ich konnte sogar jetzt noch ihre ganze Energie in ihr spüren. Da fiel mir etwas auf… Ich blickte sie durch die Macht an und sah, dass sich in Kylas helle Macht-Ausstrahlung ein dunkler Fleck eingenistet hatte. In mir stieg eine Vermutung auf… Aber wie sollte so etwas möglich sein? Ich hatte noch nie von so einer heftigen Reaktion gehört. Was sollte ich nun tun? Würde Kyla wieder aufwachen? Oder was sollte ich tun, falls sie nicht mehr aufwachte? Ich musste unbedingt wieder zurück zur Basis mit ihr. Plötzlich spürte ich eine Präsenz vor mir und dort stand Snoke. Er hatte wieder seine Kapuze bis ins Gesicht gezogen und fing an, zu sprechen: „Sie ist stark. Und nun haben wir die Dunkle Seite in erweckt. Sie hat den Hass in sich hineingelassen. Ab sofort wird es ein Leichtes für dich sein, sie auszubilden. Kehre mit ihr zur Basis zurück und setze dort ihre Ausbildung fort, sobald sie wieder aufwacht. Wenn ich neue Anweisungen für dich habe, werde ich mich melden. Solange verlasse ich mich darauf, dass du dich nicht von irgendwelchen persönlichen Gefühlen leiten lässt. Verstanden?“ Bei den Worten „persönlichen Gefühlen“ sah er auf mich hinunter, wie ich Kyla immer noch in meinen Armen hielt. Ich nickte: „Ich habe verstanden, Meister.“ Damit drehte Snoke sich um und ging zu seinem Schiff zurück, dann startete er sein Schiff und flog davon. Ich stand mit Kyla in den Armen auf und brachte sie ins Schiff, wo ich sie auf einer Liege festband. Ich holte alles, was noch von uns in der Hütte war, und startete dann das Schiff und setzte Kurs auf die Basis.

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