Über alle Grenzen hinweg (Eine Eyeless Jack Lovestory) Kapitel 5

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1 Kapitel - 1.437 Wörter - Erstellt von: Muse of Moonlight - Aktualisiert am: 2016-02-09 - Entwickelt am: - 581 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Ablenkung. Oder etwa nicht? Das ist genau das Richtige. Wäre da nicht diese unendliche Verwirrung

(Wie ihr vielleicht bereits bemerkt habt, arbeite ich möglichst wenig mit Namen. Einfach damit es für jeden Leser/ jede Leserin individueller ist. Aber es wurde einfach zu nervig und vom Stil her unerträglich, immer nur mit "er" und "sie" zu arbeiten. Deshalb bin ich jetzt deine beste Freundin, und dein Klassenkamerad der voll auf dich steht heißt Luke)

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    KAPITEL 5

    Mit einem gewaltigen Seufzer schmiss ich meinen Mantel einfach in die Ecke als ich wieder Zuhause war. Der Stoff raschelte als er auf den Boden traf und ein lauter „Rums“ war zu hören als meine Stiefel folgten. Mit schlurfenden Schritten quälte ich mich in die Küche, griff nach der Kuchenplatte mit dem restlichen Käsekuchen, ging dann in das Schlafzimmer meiner Eltern und ließ meinen Körper an der Wand herunter rutschen. Mein eigenes Zimmer sowie Wohnzimmer hielten einfach zu viele schmerzhafte „Erinnerungen“. Tränen begannen meine Wangen herunter zu laufen und immer wieder vergrub ich meine Gabel im Kuchen und schob sie in meinen Mund, bis die Kuchenplatte leer und meine Tränenreserven aufgebraucht waren. Nachlässig schob ich die Glasplatte einfach von mir weg und ließ meinen Oberkörper zur Seite rutschen. Wie ein Häuflein Elend lag ich bestimmt 2 Stunden da, bevor ich nur schwach ein Klopfen an der Tür hörte. Hoffnungsvoll sprang ich auf und rannte zur Tür, doch als ich den Besucher erkannte, fiel meine Laune in die Tiefen der Hölle. „Da ist ja meine allerbeste Freundin!“ schrie Muse und fiel mir um den Hals. „Was machst du denn hier?“ fragte ich und versuchte meine Stimme nicht ganz so deprimiert klingen zu lassen. „Du hast dich die ganze Zeit nicht gemeldet, also dachte ich, dass ich dich mal besuchen komme. Und jetzt wo ich da bin, können wir in die Stadt gehen.“ grinste sie und griff dann nach meiner Hand. „Büüüüüüüüüütte?“ fragte Muse und sah mich aus großen Augen an. „Na schön.“ seufzte ich und zog widerwillig wieder Mantel und Stiefel an. Ihr Blick folgte mir als ich die Sachen vom Boden aufhob und sie zog eine Augenbraue hoch, doch zum Glück blieb sie still. „Was willst du eigentlich machen?“ fragte ich sie als ich den Hausschlüssel in meine Tasche steckte und die Tür hinter uns schloss. „In der Stadt ist grad ein Zirkus und ich da meine Tante mir zwei geschenkt hat...“ meinte sie und stieß mir ihren Ellebogen sanft in die Seite. „Das klingt doch gut.“ lachte Muse und legte einen Arm um meine Schulter. „Ja... schon.“ murmelte ich und steckte meine Hände in meine Manteltaschen. „Hey, was ist denn los? Du bist richtig depressiv. Nicht dass du auch den Herbst-Blues bekommst.“ meinte sie und verzog ihre Lippen zu einem Schmollmund. „Ich hab keinen Herbst-Blues.“ lächelte ich, stieß im nächsten Moment aber einen Seufzer aus. „Es ist ein Kerl, nicht wahr?“ fragte Muse wissend und begann mit ihren Augenbrauen zu wackeln. So sehr ich konnte, versuchte ich nicht zu lachen, doch nach 3 Minuten ununterbrochen Wackeln, konnte ich einfach nicht mehr. Eine Weile war nur unser Lachen zu hören, bevor ich mich wieder einbekam und ein leises „Ja“ antwortete. „Wer ist denn der glückliche Dumme?“ „Glückliche Dumme?“ hakte ich nach und sah, wie sie lächelte. „Ja. Der Glückliche der deine Liebe abgekriegt hat, aber gleichzeitig der Dumme der dir Kummer macht.“ erklärte Muse und drückte mich näher zu sich. „Sein Name ist Jack.“ flüsterte ich, als ob er uns jetzt hören könnte. „Naja dann... Jack ist schon ein ziemlich glücklicher Dummer.“ grinste sie und zog mich weiter, weiter zum Zirkus.

    „Wir sehen uns spätestens wieder in der Schule.“ grinste Muse und umarmte mich zum Abschied. „Jep.“ antwortete ich und schloss die Haustür. Wieder sank ich an der Tür nach unten und vergrub mein Gesicht in meinen Armen. Sie hatte mich mit dem Zirkus eine kurze Weile ablenken können, aber nun wo ich wieder allein im Haus war, kamen alle Gedanken zurück. Warum konnte ich mich nicht wie jedes andere normale Mädchen auch in einen Menschen verlieben? Mit dem ich dann ausgehen konnte und vielleicht später eine Familie haben konnte. Warum musste ich mich in einen verdammten Dämon verlieben? Warum existierte er überhaupt? Ich stieß einen verzweifelten Schrei aus und zwang mich, aufzustehen. Es würde nichts bringen weiter zu trauern und zu verzweifeln. Ich musste Jack einfach vergessen und ersetzen und zwar so schnell wie möglich. Ich stapfte nach oben in mein Zimmer, kramte die Telefonliste meiner Klasse hervor und wählte die Nummer einer ganz bestimmten Person. „Hallo?“ ertönte es am anderen Ende. „Hi, ich bin's. Du weißt schon. Ich wollte fragen ob du heute Abend zu mir kommen willst um einen Film zu schauen oder so.“ murmelte ich in den Hörer und hielt gespannt den Atem an. Es wurde ruhig am anderen Ende der Leitung, dann hörte ich ein überraschend lautes „JA!“. „Super. Sei einfach so um 6 Uhr bei mir. Dann können wir noch Pizza bestellen.“ meinte ich lächelnd und legte auf. Ich starrte noch eine Weile auf mein Handy, überlegte ob dies wirklich die richtige Möglichkeit wäre, doch am Ende schüttelte ich nur meinen Kopf und legte es vorsichtig auf meinen Schreibtisch. Es war vielleicht nicht der richtige Weg, aber es war der einzige für mich. Es würde keine Zukunft für Jack und mich geben, selbst wenn er meine Gefühle teilen würde. Ich lächelte traurig, begann aber dennoch den Filmabend vorzubereiten.

    „Ich frag mich immer noch...“ fing Luke an und spielte nervös an seinen Fingernägeln. „Was denn?“ fragte ich und stopfte mir eine handvoll Popcorn in den Mund. „Warum hast du mich eingeladen? Ich meine du hast erst nein gesagt als ich dich gefragt hatte.“ murmelte er verlegen und starrte auf den Fernseher. „Ich weiß nicht... Ich dachte ich könnte dir doch eine Chance geben.“ lächelte ich und boxte ihm spielerisch gegen den Arm. Er nickte leicht und wandte sich wieder dem Fernseher zu. Eine Weile herrschte, abgesehen von den Geräuschen des Films, Stille, bis seine Stimme wieder ertönte. „Willst du wirklich was von mir?“ fragte er leise und überrascht sah ich wieder zu ihm. „Was meinst du?“ erwiderte ich erstaunt. „Als ich hier her kam, hat mich so ein komischer Typ angesprochen. Er war riesig und hatte die Kapuze seines Hoodies tief ins Gesicht gezogen. Hat gemeint ich sollte besser die Finger von dir lassen, sonst würde etwas passieren.“ Geschockt riss ich meine Augen auf und ich merkte wie mein Herz schneller schlug. Jack. Es konnte nur Jack sein. Aber was wollte er damit bezwecken? „Ich denke du solltest besser gehen.“ flüsterte ich, immer noch in Gedanken. „Ich bring dich noch zur Tür.“ meinte ich und stand auf. Die Stille schien unerträglich, doch erst als wir an der Haustür ankamen, durchbrach er sie. „Ich hab dich wirklich gern.“ flüsterte Luke leise und sah mit roten Wangen zur Seite. Er schien nachzudenken, gab sich dann aber doch einen Ruck und drückte, als er die Haustür geöffnet hatte, seine Lippen auf meine Wange. „Ich hoffe dass aus uns was wird.“ meinte er lächelnd und ging auf dem Fußweg fort, der Weg nur dürftig von den Straßenlaternen beleuchtet. Wie erstarrt stand ich da, doch als ich aus meiner Trance erwachte, donnerte ich die Tür ins Schloss. „Jack war hier. Er hat ihm gedroht. Warum sollte er sowas tun? Seine Reaktionen passen nicht zueinander.“ murmelte ich als ich mit schweren Schritten in mein Zimmer ging. Es machte einfach alles keinen Sinn. Ich ließ mich rücklings auf mein Bett fallen und starrte mit immer schwerer werdenden Augenlidern zur Decke. Irgendwann schlossen sich meine Augen und Schwärze umfing meine Gedanken, bevor mein Gehirn endlich zum Träumen überging.

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