Springe zu den Kommentaren

Eine Reise durch die Zeitalter Ea's (Teil 6)

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
10 Kapitel - 3.513 Wörter - Erstellt von: Melauriel - Aktualisiert am: 2016-02-21 - Entwickelt am: - 722 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Begleitet die Dame Lotessë durch die Geschichte ihres Lebens und ihre Abenteuer in Aman und Mittelerde. Was ist ihr Schicksal und wird es sich erfüllen? Erwachen!

    1
    Die Gefährten:

    Mehrere Tage waren nun seit der Krönung Aragorns vergangen, die Gefährten weilten in Minas Tirith, sie alle warteten auf den Tag an dem Arwen in die Stadt kommen würde um den König von Gondor zu ehelichen.
    In der Stadt, wo der vergangene Krieg noch lange erkennbar sein würde, trotz der rasch voranschreitenden Bauarbeiten, herrschte ein buntes Kommen und Gehen und es waren frohe Zeiten angebrochen.
    Nur Legolas verharrte in Trauer, für ihn waren diese Tage dunkler denn je.

    2
    Der Elbenprinz saß an dem Brunnen, an welchem er nach der Schlacht um Minas Tirith mit Lotesse gesessen hatte. Jeden Abend kam er dorthin, um die Nacht dort zu verbringen und die Sterne zu betrachten, in ihrem Licht war ihm als wäre seine Geliebte ihm wieder nah.
    Er musterte ihren Ring, den er stets an einer Kette um den Hals zu tragen pflegte, er war ihr Abschied an ihn gewesen, ihr Ring und ein letztes "Ich liebe Dich" überbracht von Eomer dem König von Rohan.
    Der Elb bereute es, dass er den Menschensohn so hart angegangen war, als er ihm den Ring und die Botschaft entrichtet hatte. Eomer war an seine Ehre gebunden gewesen, und Legolas wusste auch, dass er Lotesse niemals hätte aufhalten können. Es war ihr Schicksal gewesen sich Sauron zu stellen, so jedenfalls hatte Gandalf versucht ihn zu trösten.
    Und auch wenn die Trauer in ihm unendlich zu sein schien, so war er doch froh zu wissen, dass auch sie ihn geliebt hatte. Er erinnerte sich an die wenigen glücklichen Augenblicke die sie gehabt hatten, und doch, war jede einzelne von diesen Erinnerungen wertvoller, als jeder andere Schatz für Legolas. Sein Herz würde für immer ihr gehören.
    Es dämmerte schon als sich der Elb erhob und an die Spitze des Felsplateaus ging, noch immer weilten seine Gedanken bei Lotesse. Und es war als würde der Abgrund nach ihm rufen, als er dort Gedankenverloren stand und in das weite Land blickte. Und den Elbenprinzen überkam der Wunsch dem Ruf nachzugeben. Sich einfach fallen zu lassen und seinem Leid zu entfliehen. Nichts mehr spüren zu müssen.

    3
    "Aragorn, du musst was tun, bitte! Bei Durin, ich schwöre der Elb ist wahnsinnig geworden. Gerade noch so konnte ich ihn davon abhalten sich in die Stadt hinab zu stürzen. Wenn ich ihn nicht von hinten gepackt hätte, dann wäre..." Gimli sprach nicht weiter, verzweifelt stand er vor Aragorn, welcher in seinem Nachtgewand an der Tür seines Gemachs stand. Legolas, den Gimli immer noch am Arm festhielt, befreite sich aus dem Griff des Zwergen und versuchte Aragorn zu überzeugen, dass ihr Freund sich getäuscht hatte und kein Anlass zu Sorge bestand.
    " Keines Wegs wollte ich mich in den Tod stürzen, mein Freund und nur weil die Zwerge nicht schwindelfrei zu sein scheinen, heißt das nicht, dass es bei uns Elben eben so ist."
    In eben diesem Moment, kam eine Wache den Gang hinauf, er verneigte sich kurz vor dem König: " Mein König verzeiht, dass ich Euch zu so früher Stunde störe. Doch wurde ein Schiff gesichtet was den Anduin aufwärts vom Meer gesegelt kommt. Ein weißes Schiff mit weißen Segeln. Wir empfanden dies als ungewöhnlich, und so sandte man mich Euch zu berichten."
    " Gut habt ihr daran getan, ich werde mich bekleiden und dann in den Thronsaal kommen, geht nun zurück auf euren Posten, Wache."
    Als die Wache außer Sicht war, wandte Aragorn sich an Legolas.
    " Von meinem Fenster kann man den Anduin weit überblicken, komm mein Freund und schau ob du sehen kannst, was für ein Schiff es ist."
    Zusammen mit Gimli betrat Legolas Aragorn sein Zimmer, er ging zu dem großen Fenster und schaute zum Fluss. In der Ferne, noch mindestens 10 Wegstunden vom Harlond entfernt, entdeckte er tatsächlich ein weißes Schiff. Doch dem Elbenprinzen schien es als würden ihm seine Augen einen Streich spielen, denn das was er sah war unmöglich, und doch schien es zu geschehen. Immer noch ungläubig drehte er sich zu seinen Freunden um, und sprach zögernd:" Es ist ein Mythos, eine alte Legende der Elben und ich kenne es nur aus den Geschichten, es ist ein Schwanenschiff der Teleri."
    Aragorn war eben so verwirrt wie Legolas, nur Gimli schien nichts von dem zu verstehen, ärgerlich wandte er sich an Aragorn:" Und was heißt das jetzt, sind diese Teleri Freund oder Feind?"
    " Das heißt mein Herr Zwerg, dass wir Kunde aus dem alten Westen erwarten. Die Teleri leben an der Küste Eldamars und seien die begabtesten der Schiffsbauer, so heißt es in den Geschichten von einst. Wir sollten unsere ehrenhafte Gäste würdig empfangen. Und Gandalf muss geweckt werden, ich bin mir sicher das ihn dieser Besuch interessiert. Wir treffen uns in einer Stunde im Thronsaal."
    Aragorn deutete ihnen sein Zimmer nun zu verlassen.

    4
    Sie waren am Harlond angelangt. Nicht nur Gandalf, auch die Halblinge, sowie einige Wachen begleiteten Aragorn, Legolas und Gimli zum Hafen. Das Schiff war schon nah und Legolas konnte nun die volle Erhabenheit des prächtigen Schiffs erkennen, und noch schöner als in den Geschichten die er kannte war das was er sah. Und Elben in schimmernden Rüstungen standen an Deck, jetzt konnte er auch das Wappen, welches aus puren Silber auf das weiße Hauptsegel gestickt zu sein schien, erkennen. Es war der Stern des Hauses Feanors, jenes Wappen das auch Maglor trug.
    Gewaltig war die Spannung die über ihnen lag, als das Schiff am Hafen anlegte. Ein Elb mit goldenem Haar verließ das Schiff als erstes, er verbeugte sich formvollendet vor Aragorn und Gandalf.
    " Aus Valinor wurden wir gesandt und so empfangt nun meinen Herren, welcher aus Mandos Hallen wiederkehrte, den Fürst der Noldor, Curufinwe ."
    Sie alle hielten den Atem an und auch Gandalf musste sich um Haltung mühen, als auf dem Steg welcher von dem Schiff herab führte, Feanor erschien, wahrhaft der Edelste unter den Eldar war er. Und viele Lieder wurden, noch lange nach den Tagen des Königs, über die zweite Ankunft Feanors in Mittelerde gesungen. Und eben so erhaben wie seine Erscheinung war auch seine Stimme.
    " Ich grüße euch, mit den Glückwünschen der Valar, über euren Sieg gegen das Dunkele, wurde ich ausgesandt. Und Euch Olorin, soll ich die Grüße Eurer Herrin überbringen, sie erwartet Eure baldige Rückkehr."
    Gandalf neigte dankbar das Haupt vor dem dunkel haarigen Elben, dieser jedoch sprach unbeirrt weiter:" Doch komme ich auch im Auftrag von Manwe selbst. Denn teuer wurde euer Sieg über Mairon erkauft. Schwer verwundet wurde die Dame Ilmare von Thorondor nach Ilmarin gebracht. Und auch wenn ihre Wunden unter den Künsten Estes schnell verheilten, erwacht sie nicht aus ihrem Schlaf, denn ihr Herz, so sagt Manwe, weilt hier in diesen Landen. Und so wurde ich ausgesandt, die Dame Ilmare zurück zu geleiten, um ihrer Seele Frieden zu schenken."
    Und auf dem Schiff erschienen vier prächtig gekleidete Elben, und auf der Bahre die sie trugen, lag in einem Bett aus den schönsten Blumen Ilmare.
    Ohne zu überlegen bewegte sich Legolas auf seine Geliebte zu, die wie tot da lag, doch Feanor versperrte ihm mit gezogenem Schwert den Weg.
    "Keinen Schritt weiter oder..." der Noldor brach mitten im Satz ab und starrte entsetzt auf den Ring der an einer Kette an Legolas seinem Hals hing, und mit noch immer drohender Stimme richtete er wieder das Wort an Legolas:" Wer seid Ihr und woher habt Ihr diesen Ring, erklärt Euch schnell!"
    "Ilmare ist meine Gemahlin und der Ring war der letzte Gruß, den ich von ihr erhielt."
    Und mit einem mal zog eine ungeahnte Milde in das Gesicht Feanors, er ließ das Schwert sinken und voller Mitleid war seine Stimme.
    "Verzeiht mein Freund, ich wusste nicht das Ihr es seid. Ich denke wir sollten in Ruhe miteinander sprechen."

    5
    Legolas stand in seinem Zimmer, er hatte seine Sachen gepackt in einer Stunde würde er sich mit Gimli am Stall treffen. Der Elbenprinz wusste, dass wenn er sich mit dem Zwerg mitten in der Nacht, ohne ein Wort des Abschieds, davon machen würde, er Aragorn und die anderen Gefährten verärgern würde. Doch er war sich sicher, wenn er ihnen gesagt hätte das er sofort aufbrechen wollte, hätten sie ihn aufhalten wollen. Doch er hielt es keinen Augenblick länger in dieser Stadt aus, auf seine überschwängliche Freude, als er vernommen hatte, dass Lotesse noch lebte, war rasch erneute Hoffnungslosigkeit gefolgt. Feanor hatte lange mit ihm gesprochen, war doch seine Mutter Miriel einst dem gleichen Schicksal erlegen.
    Der Noldo hatte versucht ihm schonend beizubringen, dass Lotesse schwanger war. In diesem Moment war Legolas endgültig zerbrochen, er wusste, wenn sie nicht erwachen würde, würden die Kinder sterben.
    Legolas wurde schwindelig, er musste sich an einem Schrank festhalten, der Elb war nicht mehr Herr über seine Gefühle und Sinne.
    Er würde mit Gimli die Glitzernden Grotten besuchen, wie er es versprochen hatte, und versuchen alles hinter sich zu lassen, hier in Minas Tirith würde er ersticken.
    Der Elbenprinz erlangte langsam die Gewalt über sich zurück, er schaute noch einmal prüfend auf sein Gepäck, dann verließ er sein Zimmer, und machte sich auf den Weg in den Thronsaal, wo man Lotesse zur Ruhe gebettet hatte. Er wollte für immer Abschied nehmen von seiner Familie.

    6
    Legolas betrat den Thronsaal, dort auf einem Podest, welches mit frischen Blumen geschmückt worden war, lag seine Geliebte und neben ihr wachte Feanor. Der Noldor lächelte traurig, als er Legolas sah, dann ging er dem Elbenprinzen entgegen.
    " Ich lasse euch nun alleine, doch macht Euch nicht all zu große Hoffnung, mein Freund."
    Ohne ein weiteres Wort verließ Feanor den Thronsaal und ließ Legolas allein zurück.
    Der Elb setzte sich auf den Stuhl auf dem Feanor gesessen hatte. Er betrachtete seine Geliebte, sie war so wunderschön, wie sie da lag, und Legolas sein Herz schien vor Leid zerspringen zu wollen.
    Er ergriff ihre Hand, doch ließ sie sofort wieder los, er hatte sich erschrocken, denn wieder seines Erwarten war die Hand seiner Geliebten warm. Verzweifelt begann er zu sprechen: " Du liegst da und es wirkt als würdest du nur einen kurzen Schlaf machen, doch du kehrst nicht zu mir zurück. Warum nur meine Geliebte, lässt du mich allein? Ich bitte dich Lotesse erwache."
    " Du hast nach mir gerufen, Geliebter?"
    Legolas sprang erschreckt auf, dann sah er ungläubig hinab zu Lotesse. Und als er sah, dass seine Frau die Augen geöffnet hatte und ihn anlächelte, überkam den Elben ein nie geahntes Gefühl des Glücks.
    Er zog Lotesse in seine Arme, und sie ließ es geschehen, sanft schmiegte sich Vardas Tochter an ihren Elbenprinzen. Und Legolas, der sein Glück kaum begreifen konnte, lachte, all das Leid der letzten Wochen fiel von ihm ab, und dann küsste er sie.
    Die beiden Liebenden vergaßen die Welt um sich herum, so erfüllt waren sie von dem Glück sich wieder nahe zu sein.
    Doch ihre Zweisamkeit wurde gestört, denn die Türen des Thronsaals öffneten sich.
    " Legolas, seit einer Stunde warte ich auf..." Gimli erstarrte mitten im Satz, dann lächelte er überrascht.
    "Verzeiht meine Dame Lotesse, ich hatte nicht zu hoffen gewagt, dass ihr wieder erwacht seid. Doch bin ich froh darum, denn schlecht stand es um unser Elbenprinzlein hier und große Sorge hat er mir bereitet."
    Lotesse lachte warmherzig, dann sprach sie lächelnd zu dem Zwergen:" Ich muss um Verzeihung bitten, Gimli mein Freund und gleichzeitig auch Danken, dass du dich so sehr um meinen Geliebten gesorgt hast."
    Der Zwerg verneigte sich Ehrerbietend vor ihr. Doch die Maiar hatte sich wieder Legolas zu gewandt:" Auch wenn mein Herz danach verlangt mit dir allein zu sein, mein Geliebter, so ist mir vieles, was Geschehen ist, unklar und so bitte ich dich, erzähle mir mit Gimli, wie es euch ergangen ist am Morannon, wie es um Frodo und die Anderen steht. Wie habt ihr mich gerettet? Denn das letzte was ich weiß, ist wie sich die Welt unter mir auf tat und drohte mich hinab in die Finsternis zu ziehen."
    Besorgt sah Legolas sie an: " Erinnerst du dich denn an gar nichts? Thorondor selbst wurde von Manwe geschickt um dich zu retten, und er brachte dich nach Valinor."
    "Was?", keuchte Lotesse, fassungslos starrte sie Legolas und Gimli an.
    "Aber wie bin ich wieder hier her gekommen?"
    Der Elb zögerte kurz bevor er ihr antwortete: " Dies sollte der beantworten, der dich zu mir zurück gebracht hat. Ich werde dich zu ihm bringen, wenn du es verlangst."
    Lotesse nickte, immer noch sichtlich verwirrt.
    Gemeinsam verließen die drei den Thronsaal und Legolas brachte sie zu einer Kammer, er wollte klopfen, doch Lotesse ging an ihm vorbei und öffnete die Tür, dann erstarrte sie. Sie wollte ihren Augen nicht trauen und auch der Elb welcher an einem Fenster stand, sah sie ungläubig an. Doch dann lächelte er und ging auf sie zu:" Ilmare."
    Lotesse drehte sich zu Legolas und Gimli um und mit einem Unterton in der Stimme, welcher kein Widerspruch duldete sagte sie:" Lasst uns allein!"

    7
    "Bereust du deine Taten, Noldo?"
    "Nur eine, die schlimmste von Allen, dich enttäuscht zu haben Ilmare!"
    " Das hast du Feanaro, doch ich vergebe dir. Unendliches Leid hast du über diese Welt gebracht mit dem Eid den du abgelegt hast. Dennoch steht auch mir ein Teil Schuld an deinen Taten zu, ich hätte mit dir nach Formenos gehen sollen. Und so bitte ich dich, kannst auch du mir verzeihen?"
    "Nie könntest du etwas tun, was es zu verzeihen gäbe Ilmare."
    Feanor nahm ihre Hände in die seinen, lange standen sie so da und stumm schauten sie sich an. Es war Feanor der das Schweigen brach.
    "Wirst du mit mir in die Unsterblichen Lande zurück fahren?"
    "Du hast mir gefehlt Curufinwe, und ich wünsche sehr dich nach Valinor zu begleiten. Doch Legolas ist noch nicht bereit Mittelerde zu verlassen und an seiner Seite will ich verbleiben."
    Feanor lächelte traurig:" Ich wusste das du das sagen wirst, Tochter der Sterne. Und mein Herz ist mit Glück erfüllt, wenn ich weiß, dass du Zufrieden bist, dennoch schmerzt es mich, dich so schnell wieder zu verlieren."
    " Kein Abschied für lange wird es sein. Denn die Elben verlassen Mittelerde. Und mit dem letzten Schiff was die Küsten von Aman erreichen wird, werde auch ich heimkehren. Darum trauere nicht mein Freund."
    Lange redeten sie in dieser Nacht, und genossen es nach einer Ewigkeit wieder bei einander zu sein.

    8
    Lotesse ließ sich auf einer Bank nieder, sie war dem Trubel und der Heiterkeit des Wiedersehens mit den anderen Gefährten, in die Gärten der Häuser der Heilung, entflohen. Die Maiar war glüklich, und dennoch hatte sie seit ihrem erneuten erwachen viele Dinge erfahren, welche sie nachdenklich stimmten. Und dann war da Feanor, Manwe hatte ihn darum gebeten aus Mandos Hallen wieder zukehren, obgleich er selbst es gewesen war, welcher die Strafe über den Noldor gelegt hatte, die Hallen der Erwartung nicht wieder verlassen zu dürfen. Noch immer wagte sie kaum zu glauben, dass er wieder unter den Lebenden weilte. So lange hatte sie um Finwes Sohn getrauert und nie hatte sie sein Dahinscheiden verwunden. Doch all der Kummer und der Schmerz schienen von Lotesse gewichen zu sein, nie hatte sie sich so frei gefühlt.
    Sie würde nicht mit Feanor nach Valinor segeln. Sie würde hier in Mittelerde verbleiben und an Legolas seiner Seiter ihre Kinder aufziehen. Nie hatte Lotesse zu hoffen gewagt jemals Mutter zu werden, und nun würde sie wundervolle Zwillinge bekommen.
    Die dunklen Tage schienen wahrhaft vorüber.
    Legolas stand etwas abseits an einen Baum gelehnt und beobachtete Lotesse, wie sie Gedankenverloren da saß. Er wusste, sie würde ihn verlassen und mit Feanor nach Valinor zurück kehren. Mit schwerem Herzen ging er zu seiner Geliebten hinüber, er würde mit ihr reden, ihr sagen, dass er sie verstünde.
    Lotesse lächelte, als sie sich seiner gewahr wurde.
    "Mein Geliebter, verzeih mir, doch ich habe den Lärm der Hobbits nicht mehr ertragen, deswegen floh ich an diesen schönen Ort, doch setz dich zu mir."
    " Nein Lotesse ich bleibe lieber stehen, wir müssen reden!"
    Stirnrunzelnd sah Lotesse den Elben an:" Was bedrückt dich mein Prinz?"
    "Weißt du es nicht? Ich weiß du wirst mit Feanor in den Westen segeln, doch ich werde noch in Mittelerde bleiben, meine Zeit ist noch nicht gekommen um in die Unsterblichen Lande ein zukehren. Und auch wenn mein Herz schwer ist, verstehe ich es und..."
    Lotesse war aufgestanden und hatte einen Finger auf die Lippen ihres Geliebten gelegt, dann flüsterte sie:" Wie kannst du das nur denken Legolas? Ohne dich würde ich verwelken wie eine Blume ohne Licht und Wasser, selbst in den Unsterblichen Landen, Geliebeter. Ich werde hier bei dir bleiben!"
    Dann küsste sie ihn.

    9
    Endlich war der Tag gekommen, an dem Arwen Undomiel in die Stadt kam, und mit ihr kam ein Gefolge der Edlen Mittelerdes. Und neben Elrond und Galadriel, waren da auch Thranduil und Maglor. Groß war die Freude des Wiedersehens zwischen Maglor und seinem Vater.
    Und der Tag an dem Aragorn Arwen ehelichte, und jene Tage die folgten, waren von überwältigender Freude und Schönheit. Und sie läuteten eine Zeit des Glanz für die Stadt Mina Tirith und ganz Gondor ein.
    Doch nachdem die Feierlichkeiten geendet hatten, machten sich viele in der Stadt zum Aufbruch bereit, so auch Feanor und sein Gefolge, die es nach Valinor zurück rief, nun wo ihre Aufgabe erfüllt war. Mit ihm gingen Maglor und einige andere Elben.
    Und auch die anderen Gefährten würden Gondor bald verlassen.

    10
    "Es scheint mir noch immer wie ein Traum, dich wieder in meinen Armen halten zu können, meine Schöne."
    Legolas streichelte sanft über das Haar seiner Geliebten, welche mit ihrem Kopf an seiner Brust ruhte.
    Lotesse befreit sich zärtlich aus seiner Umarmung und schaute ihren Prinzen ernst an.
    "Auch mir war die Zeit bitter als ich dich verlassen musste, Geliebter."
    "Und morgen wirst du mich schon wieder verlassen Lotesse, und auch wenn ich deine Entscheidung verstehen kann, so wünschte ich doch, du würdest mich und Gimli begleiten, und nicht mit meinem Vater nach Eryn Galen zurück kehren."
    Lotesse musste lachen.
    "Legolas, ich glaube nicht, dass es für dich eine schöne Reise werden würde, mit einem Zwergen und einer schwangeren Frau!
    Und so genieße nun deine Tage mit deinem Freund, bevor du zu mir in den Düsterwald heimkehren wirst und ich und unsere Kinder deinen Dienst fordern werden."
    Nun lachte auch Legolas, und die letzten gemeinsamen Stunden verbrachten sie voller Harmonie und Träumerei an ihre kleine Familie.

Kommentare (22)

autorenew

Tinúviël Ithildraug (40011)
vor 620 Tagen
Das ist anmaßend. Ich denke deine Art zu schreiben geht ganz gut in die Richtung Tolkien's. Es ist eh fast unmöglich so zu schreiben wo er, schließlich hat Tolkien viele Sprachen studiert oder zumindest sich mit ihnen ausführlich beschäftigt. Außerdem war es eine andere Zeit. Aber ss hängt auch davon ab, wer gerade spricht. Ein Zwerg würde sich viel direkter ausdrücken als ein Hobbit. Ein Elb viel wortreicher als ein Rohirrim.
Natürlich sind deine Kapitel wieder sehr schön. Es sieht so aus als würde sich ein großes Unheil anbahnen...
Namarië, meldis nîn
Melauriel (98387)
vor 620 Tagen
Freut mich das zu hören. Ich hoffe ich kann euch auch weiterhin begeistern.
Lonukira (74527)
vor 620 Tagen
Schon wieder ein so schönes Kapitel. Es ist einfach so unglaublich, wie du den Leser voll und ganz in Mittelerde eintauchen lassen kannst. Und auch deine Charaktere sind so glaubwürdig, so lebendig....einfach unbeschreiblich.
Melauriel (11049)
vor 632 Tagen
Tolkien und seine Werke begleiten mich, meiner Mutter sei dank, seit meiner frühen Kindheit, so zu sagen meine erste große Liebe. Ich war auch von Beginn an darauf bedacht so zu schreiben, wie ich denke, dass Tolkien es am ehesten ausgedrückt hätte (ich finde mich grade furchtbar anmaßend). Eher eine ergänzende Geschichte, als eine Neue.
Und ich freu mich jedes mal wie ein kleines Kind über deine Komentare. :D
Ein kleiner geheim Tip, jetzt wo meine eigentliche Geschichte erst richtig beginnt, ist es klug den Frieden zu genießen, aber die Taschentücher nicht, all zu weit weg, zu stellen. ;)
Bis Bald
Tinúviël Ithildraug (59556)
vor 633 Tagen
Du scheinst es dir als Ziel gesetzt zu haben mich zum Weinen zu bringen. Schon wieder so schöne Kapitel. Es ist schön auch mal ein bisschen was über den Frieden in dieser Welt zu lesen, ohne dass die Geschichte einfach nur kitschig wird. Ganz im Gegenteil, sie wirkt auf mich sehr realistisch. Die Beziehung zwischen Lotesse und Thranduil, aber auch im allgemeinen zu allen Person z.B. Maglor oder Feanor, ist total schön gestaltet. Ich liebe deine Geschichte, deine Charaktere und deinen Schreibstil. Ach, eigentlich alles!
Namarië, meldis nîn
Melauriel (12090)
vor 640 Tagen
@ Tinuviel
Es freut mich total das zu hören. Ich war mir selbst so unsicher, und hab alles irgendwie hundertmal umgeschrieben, es hat mich fast wahnsinnig gemacht. Umso aufbauender sind deine Worte für mich, hab dank. :)
Tinúviël Ithildraug (59556)
vor 641 Tagen
Der Teil ist so wunderschön. Ich könnte weinen so schön *schnief*.
Namarië, meldis nîn
Melauriel (12090)
vor 643 Tagen
@ Nandomiel
Danke, es freut mich wenn es dir gefällt. :D

Und ich kann jetzt auch mit einer Woche Verspätung mitteilen, dass Teil 6 fertig ist! Tut mir leid, aber irgendwie hatte ich eine kleine Denkblockade.
Nandomiel (07327)
vor 650 Tagen
Dein Schreibstil und deine Ideen sind einfach der Wahnsinn! Mir kommt es fast so vor als hätte die Geschichte Tolkien höchstpersönlich geschrieben! Mach weiter so. Ich freue mich schon sehr auf die nächsten Teile. ;)
Melauriel (12090)
vor 652 Tagen
Es tut mir leid,ich musste leider sehr viel arbeiten, jetzt hab ich aber frei und mach mich an Teil 6. Ich denke nach dem Wochenende gehts weiter.
Tinúviël Ithildraug (59556)
vor 655 Tagen
Und ich bereue meine Antwort. Ich möchte unbedingt wissen wie es weitergeht. Ich bitte dich: Beeile dich mit dem nächsten Teil
Namarië
Tinúviël Ithildraug (59556)
vor 656 Tagen
Aiya!
Ich hätte lieber einen kürzeren 5. Teil und einen langen 6.Teil.
Wie immer wunderschöne Kapitel.
Namarië
Melauriel (12090)
vor 656 Tagen
@Lonukira

so liebe Kommentare, darfst du von mir aus immer wieder schreiben.
Lieben Dank ich freu mich
Lonukira (38587)
vor 659 Tagen
Ich weiß, ich habe es schon gesagt, aber deine Geschichte ist einfach der Wahnsinn! Sagenhaft!
Melauriel (12090)
vor 661 Tagen
Hallo ihr Lieben, hab grade Teil 4 abgeschickt. Ich finde es schön das euch der bisherige Verlauf der Geschichte so gefällt.
Hättet ihr lieber einen etwas kürzeren 5. und einen langen 6. Teil, oder einen sehr langen 5. Teil?
Lucy (17772)
vor 661 Tagen
Das ist echt cool!
Du musst unbedingt weiter schreiben!
Morgoth25 (27398)
vor 667 Tagen
Wahnsinn. Ich kann nicht mehr dazu sagen, denn auch den 2 Teil finde ich sagenhaft :D
Lonukira (18583)
vor 668 Tagen
Ich kann mich Tinúviël und Morgoth nur anschließen. Dein Schreibstil passt einfach nach Mittelerde! Weiter so!
Tinúviël Ithildraug (59556)
vor 670 Tagen
Bei Iluvatar! Was für eine atemberaubende Geschichte. Keine Worte könnten besser passen als deine. Von der Geschichtsidee ganz zu schweigen. Ein reiner Genuss!
Namarië, meldis nîn
Melauriel (68775)
vor 672 Tagen
Habt Dank ihr beiden. Ich kann gar nicht sagen wie sehr ich mich über eure Kommentare freue. Die Fortsetzung ist schon in Arbeit. Ich hoffe ich kann euch weiter begeistern. :