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Das Leuchten der Sterne - Sinta's Leben in "Der Hobbit"

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2 Kapitel - 2.477 Wörter - Erstellt von: Thoreta - Aktualisiert am: 2016-02-05 - Entwickelt am: - 777 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Sinta hat ihr Gedächtnis verloren. Die junge Elbe weiß nichts mehr über ihr altes Leben, ihre Familie, ihre Vergangenheit. Wie durch Schicksal kommt sie eines Nachts ins Auenland und trifft dort auf Gandalf, Thorin und die Gemeinschaft der Zwerge und gerät in ein Abenteuer, das sie für immer verändern wird.

    1
    -Eine sternenklare Nacht-


    Der Wind wehte mir die Kapuze vom Kopf und fuhr mir durch die langen, dunkelbraunen, welligen Haare. Die Nacht war kühl, jedoch war der Himmel klar und die Sterne erleuchteten meinen Weg.
    Der Pfad den ich folgte führte mich durch eine Landschaft voller runder und, zugegeben ziemlich kleiner Türen und blumigen Gärten davor. Die Türen zu den Höhlen waren jede in einer anderen Farbe angestrichen, und der Weg führte leicht bergauf. Hobbingen.
    Warum genau mich meine Füße genau hier hin getragen hatten, könnte ich nicht sagen. Vielleicht war es Schicksal, vielleicht aber auch Zufall. Auf jeden Fall erleichterte es meine Suche nicht gerade.
    Meine Suche ... Meine Suche nach was eigentlich? Ich konnte es nicht genau sagen. Nach etwas aus der Vergangenheit, nach etwas, das mir etwas über mich verriet.
    Vor einem Jahr hatte man mich am Waldrand von Lothlorien gefunden, verwirrt, und ohne jegliche Erinnerung an nichts. Mein Name, meine Familie, mein zu Hause, meine Vergangenheit, ja sogar die Sprache der Elben, die Sprache meiner eigenen Rasse war mir entfallen. Ich wusste nichts mehr. Ein Glück, das die Herrin Galadriel mir gegenüber sehr hilfsbereit war. Sie hatte alles in ihrer Macht stehende Versucht, mir zu helfen. Doch nichts hatte mir auch nur ansatzweise weitergeholfen. Also war ich weiter gezogen, mit neuer Ausrüstung und neuem Namen. Sinta... Verblasst. Ja, es war wohl der passendste Name den sie mir hätte geben können.
    Doch das alles lag nun schon ein Jahr zurück. Ein Jahr, kaum mehr als ein Atemzug im Leben einer Elbe, und doch erschien mir dieses Jahr unfassbar lang. Ich war umhergereist, ziellos, heimatlos, und hatte nach einem Anhaltspunkt zu meinem früheren Leben gesucht. Irgendwo in Mittelerde müsste doch jemand leben, der mich kannte, irgendwo musste ich doch hergekommen sein!
    Und nun hatte es mich hier ins Auenland verschlagen. Ich zog mir die Kapuze des dunkelblauen Umhangs wieder über den Kopf und schaute mich um. Nein, ich war mir ziemlich sicher, das nichts an diesem Ort etwas mit meiner Vergangenheit zu tun gehabt hatte.
    Ich wandte mich schon zum gehen, vielleicht schaffte ich es heute Nacht ja bis Bree, und vielleicht würde mir der Wirt des Gasthauses ja noch eine einzige Nacht gönnen... Doch plötzlich zog etwas meinen Blick an. Ein helles, blaues und zartes Leuchten an der Grünen Tür ganz oben auf dem Hügel. Ein Zeichen. Ich machte auf dem Absatz kehrt und ging eilig auf besagte Tür zu. Eindeutig, in das grün lackierte Holz hatte jemand ein leuchtendes Zeichen eingeritzt. Und nicht nur das, aus dem inneren des Hauses hörte man laute Rufe und wilde Gesänge. Die Stimmung schien ganz gut zu sein. Ich betrachtete noch einmal das Zeichen, und zuckte dann mit den Schultern. Es schienen bereits viele Leute anwesend zu sein, eine mehr würde dann ja nicht stören. Außerdem musste ich so vielleicht doch nicht bis nach Bree laufen. Also klopfte ich guten Gewissens an die Tür.
    "NEIN! ES IST NIEMAND ZU HAUSE! NIEMAND!", tönte eine Stimme von innen.
    Das höre ich. Dachte ich und musste schmunzeln.
    Ich hörte wie jemand den Riegel der Tür löste. Ein Herzschlag später schwang die Tür auf, und vor mir stand ein Hobbit. Ich musste Lächeln. Ich wusste das ich klein für eine Elbe war, aber das war nichts im Vergleich zu einem Hobbit. Er war nur Halb so groß wie ein normaler Mensch, und die großen Füße ließen das ganze irgendwie ein wenig komisch aussehen. Der Hobbit stemmte die Hände in die Hüften und schaute mich verwundert an. "Guten Abend.", sagte er leicht verdattert. "Gleichfalls. Mein Name ist Sinta." Der Hobbit nickte. "Bilbo Beutlin"
    "Ich bin auf der Durchreise und wollte eigentlich nur um ein Zimmer für die Nacht bitten. Nur diese eine Nacht, mehr nicht. Ich habe auch vor, morgen früh wieder zu gehen." Er schien ein wenig verwirrt. "Ihr gehört nicht zu den Zwergen?", hakte er nach. "Zwerge? Nein, nein, von Zwergen weiß ich nichts." Lachte ich, und er trat langsam bei Seite und machte mir Platz. "Nun denn, kommt herein. Schlimmer kann es ja sowieso nicht mehr werden." Den letzten Satz sagte er mehr zu siech selbst. Ich trat ein. Die Decke war sehr niedrig, aber all zu stark bücken musste ich mich nun auch wieder nicht. Als ich den Stapel mit Waffen im Eingangsbereich sah, seufzte ich und löste meinen Degen vom Gürtel. Er war meine einzige Waffe, aber dafür mein ganzer Stolz. In dem einen Jahr das ich von meinem Leben kannte hatte es noch niemand geschafft, mich beim Fechten zu besiegen. Vorsichtig lehnte ich die Schwertscheide an die Wand. Den ganzen Waffen nach zu urteilen müssten mindestens zehn Zwerge anwesend sein, wahrscheinlich ein paar mehr. Gebückt folgte ich Bilbo ins Esszimmer.
    An einem Tisch saßen zwölf Zwerge und aßen. Aber sie aßen nicht nur, nein sie unterhielten sich lautstark und amüsierten sich offensichtlich prächtig. Der Hobbit schien ein wenig überrumpelt von dem bunten Treiben, aber wenn ich ehrlich war, gefiel es mir eigentlich ganz gut. Ein blonder Zwerg schob mich von hinten zur Seite, in seinen Händen mindestens fünf randvolle Bierkrüge. Er blieb stehen, und schaute mich einen Moment verwirrt an. Ich starrte zurück. Diese Augen "Mensch Fili, was hast du da aufegabelt!", die Bemerkung kam von einem dunkelhaarigen Zwerg mit einer Mütze auf dem Kopf. Blitzschnell hatte ich mich wieder gefangen. Ich straffte den Rücken und wollte mich gerade hinstellen, doch ich knallte mit dem Kopf kräftig gegen die Decke. Das Krachen war so laut, das alle Zwerge still wurden und mich anstarrten. Ich wurde rot und rieb mir den Hinterkopf. "Hat Gandalf etwas von Elben gesagt?", fragte ein Zwerg, irgendeiner. Niemand antwortete ihm. Verlegen deutete ich auf den Blondem Zwerg mit dem Bier, Fili. "Wollt ihr ihm denn nicht etwas abnehmen?"
    "Ach. Das schafft der auch allein!", rief einer der Zwerge. Die anderen lachten laut über seine Bemerkung, und die Gespräche gingen wieder los. Ich lehnte mich mit dem Rücken an die Wand. "Wollt ihr auch ein Bier?", Fili hielt mir einen Bierkrug hin. "Ja, warum nicht." Ich nahm den Krug entgegen und nippte daran. Ich nickte dem Zwerg zum Dank lächelnd zum, und er wandte sich ab und stieg auf den mit Essen vollgestellten Tisch, um zurück an seinen Platz zu kommen und den anderen Zwergen das Bier zu bringen.

    2
    Die Reise der Zwerge


    Eine Weile lang ging es noch so weiter. Doch irgendwann verließ ich unbemerkt das Esszimmer, was nicht schwer war, da eh niemand auf mich achtete. Ich wollte mich gerade in ein anderes Zimmer begeben, als jemand seine Hand auf meine Schulter legte. Ich war so in Gedanken Versunken, das ich unwillkürlich zusammenzuckte. "Immer mit der Ruhe, ich bin es nur." Ich drehte mich um. Dort stand der alte Mann mit dem Spitzhut und dem langen grauen Bart, der sich eben eher im Hintergrund gehalten hatte.
    "Äh ... Kennen wir uns?"
    Er lachte, "Ihr mögt mich nicht kennen, jedoch kenne ich euch. Ihr seid Sinta, das Mädchen dessen Vergangenheit im Nebel liegt. Eure Geschichte hat sich herumgesprochen." Ich lächelte ihn an. "Es freut mich das ihr mich kennt. Aber wer seid ihr denn jetzt?"
    "Ich bin Gandalf, Gandalf der Graue." Er hatte wohl erwartet, das ich nickte oder irgendetwas sagte, das ich von ihm gehört hätte oder so, aber ich brauchte etwas Zeit um mich an die Geschichten über die Zauberer zu erinnern. "Ah! Gandalf der Zauberer! Verzeiht, aber alle erwarten immer das man sie kennt, ich bin manchmal etwas träge das Wissen und die Geschichten und die dazugehörige Person zu identifizieren, wenn sie direkt vor einem steht. " Er lächelte und winkte ab. "Was treibt euch hier her nach Beutelsend?" Ich zuckte mit den Schultern. "Ich weiß nicht, mein Gefühl hat mich hier her geschickt, aber ich habe mich wohl getäuscht. Hier werde ich nichts finden." Gandalf betrachtete mich nachdenklich. "Oh ich glaube das habt ihr doch. Denn ich plane ein Abenteuer mit den Zwergen. Und eine Person mehr würde uns bestimmt nicht schaden." Ich schüttelte energisch dem Kopf, doch wenn ich ehrlich war, reizte mich der Gedanke schon. "Ich kann doch nicht einfach Hals über Kopf in ein Abenteuer ziehen, nur weil ich zufällig am selben Ort zur selben Zeit bin."
    "Wenn ich ehrlich bin, glaube ich das es kein Zufall war. Wartet was unser Anführer sagt, und hört euch unser Vorhaben genau an.", meinte Gandalf. Er schien noch etwas sagen zu wollen, doch da klopfte es an der Tür. Alles wurde still. Auch die Zwerge im Esszimmer. "Er ist da", sagte Gandalf und wandte sich zur Tür.
    Ich folgte ihm und sah das Bilbo einem dunkelhaarigen Zwerg die Tür geöffnet hatte. Ein gewisser Stolz lag in seinen Augen, eine selbstsichere und führende Art von Stolz. Er schaute mich grimmig an. "Von einer Elbe war nicht die Rede, Gandalf."
    "Macht euch keine Sorgen Thorin, ich habe ein gutes Gefühl und noch ist nichts entschieden, erst einmal soll sie sich unseren Plan anhören." Thorins Blick ruhte noch einen Moment auf mir. Das war er also, der König unter dem Berge. Oder so ähnlich. Die Geschichte von Smaug und dem Erebor hatte ich in Osgiliath in einem Gasthais gehört. Und wenigstens auf Die Tatsache, zu wissen wer der Anführer dieser Unternehmung war erfüllte mich mit gerade zu kindischem Stolz.
    Thorin wandte sich ab und schaute zu Bilbo. "Schwert oder Axt, welche Waffe ist die eure?" Bilbo schien gar nichts mit Waffen am Hut zu haben, so machte es auf mich den Eindruck. "Ich werfe eine ganz elegante Rosskastanie.", antwortete Bilbo etwas eingeschüchtert wie ich fand. "Mehr ein Krämer als ein Meisterdieb.", Thorin wandte sich ab und ging zu den anderen ins Esszimmer. Er breitete eine Karte auf dem Tisch aus. Ich beugte mich neugierig über die Zwerge die sich um den Tisch versammelten. Jetzt wurde es interessant.
    Ich hörte den Erzählungen genau zu, und Begriff schnell was sie vorhatten. Diese Zwerge wollten den Erebor zurück erobern und Smaug vertreiben. Doch was Bilbo damit zu tun hatte, verstand ich nicht ganz.
    "Was hat Meister Beutlin damit zu tun?", fragte ich.
    "Genau.", sagte Bilbo schnell. "Hobbits sind sehr leichtfüßig und können wenn sie wollen an fast jedem unbemerkt vorbei kommen. Bilbo wird den Arkenstein für uns stehlen.", erklärte Gandalf.
    "Achso.", nickte ich, doch begriffen hatte ich das noch nicht. Arkenstein? Was zur Hölle war ein Arkenstein? Und warum mussten sie ihn unbedingt bekommen?
    Doch ich kam nicht dazu, nachzufragen, denn Thorin nickte dem Zwerg mit dem langen weißen Bart zu. "Balin, gib ihn den Vertrag." Balin packte einen, holla, sehr langen Vertrag aus und reichte ihn Bilbo. Der vertiefte sich ins Lesen und die Blicke wandten sich mir zu. Eine Weile blieb ich schweigend stehen, doch alle schauten mich erwartungsvoll an. "Was denn?", fragte ich. "Werdet ihr uns begleiten?", es war Fili, der das fragte. Ich dachte kurz nach und wollte gerade etwas sagen, als Thorin mir zuvor kam. "Wir haben gar keinen Vertrag den sie unterschreiben könnte!"
    Ich winkte ab. "Oh, das macht nichts, ich kann sowieso nicht schreiben! Dafür habe ich letztes Jahr noch keine Zeit gefunden."
    Die Zwerge schauten mich irritiert an, und ich hätte mir am liebsten selbst eine gescheuert. Sie wussten doch gar nichts von mir! Jetzt dachten sie bestimmt ich sei vollkommen verrückt. Zum Glück meldete Gandalf sich zu Wort. "Sinta hat einiges hinter sich. Vor einem Jahr wurde sie am Rande der Wälder Lothloriens gefunden, verletzt, ohne hab und gut. Irgendetwas muss ihr ihr gesamtes Gedächtnis geraubt haben. Sie erinnert sich an nichts mehr aus ihrem frühen Leben, und hat im letzten Jahr alles neu erlernt, was sie zum überleben braucht. Schreiben war offenbar nicht dabei." Ich nickte. Die meisten Zwerge nickten verständnisvoll, doch Thorin schnaubte. "Eine Elbe über die wir nichts wissen können wir auf unserer Reise nicht gebrauchen! Wer weiß, vielleicht täuscht sie den Gedächtnisverlust nur vor!" Ich zuckte leicht zurück, erschrocken von der Ablehnung in den Augen des Zwerges. "Thorin!", rief Gandalf erboßt. "Die Herrin des Lichts selbst könnte ihrem Gedächtnis nichts über ihr vorheriges Leben entnehmen!" Thorin schien immer noch nicht ganz überzeugt, schwieg aber, wofür ich sehr dankbar war. Gandalfs Blick ruhte auf mir. "Ich glaube, das sie auf unserer Reise eine wichtige Rolle spielen könnte.", er sagte es mehr zu sich selbst, dann fragte er: "Also, werdet ihr uns begleiten?"
    Ich dachte nach. Was hätte ich schon zu verlieren? Nichts. Alles was ich besaß hatte ich bei mir, Familie hatte ich keine. Oder zumindest kannte ich sie nicht. Und vielleicht hätte Gandalf ja recht, vielleicht war ich hilfreich. Also nickte ich entschlossen. "Ja, ich werde euch begleiten."



Kommentare (15)

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Sailormoon489 (25255)
vor 496 Tagen
Hey thoreta Wann schreibst du mir zurück bitte
Thoreta (19023)
vor 496 Tagen
Vielen Dank. ^^
Pollypauline03 (89803)
vor 496 Tagen
Echt gut geworden!❤️
Thoreta (19023)
vor 498 Tagen
Jetzt sind auch schon 5 und 6 da....
Thoreta (71582)
vor 518 Tagen
#4 ist da! Ich hoffe er gefällt euch!
Thoreta (71582)
vor 520 Tagen
#4 ist in Arbeit, ich geb mir Mühe ;)
.... (57317)
vor 520 Tagen
Bitte schreibe weiter
Ineriä (26818)
vor 521 Tagen
(Thoreta bist du nicht Cassedy in meiner Ff? Könntest du dich dann mal da melden? ^^ Übrigens eine sehr schöne Geschichte, obwohl ich diese Hobbitsachen nie gelesen habe.)
Thoreta (71582)
vor 522 Tagen
Ich bin eilig am tippen und hoffe das Teil 3 bald rauskommt. Vielen Dank für eure lieben Kommentare!
Ihr wisst gar nicht wie viel Spaß es macht zu schreiben, wenn man so viel Feetback bekommt!
Pollypauline (61748)
vor 522 Tagen
Super Geschichte ! Schreib bitte weiter !
Schnappschuss (58812)
vor 522 Tagen
Also das ist wirklich gut!
Schon die eigentliche Geschichte des Hobbits ist Hammer, aber ich finde eh, die brauchen mal nen bisschen Frauenverständnis bei der Reise!
Danke für die schöne Geschichte!
Thoreta (71582)
vor 524 Tagen
Der nächste Teil wird in den nächsten Tagen erscheinen, ich hoffe er ist gut geworden!
... (13203)
vor 526 Tagen
Ja bittttteeee schreib weiter
Thoreta (68775)
vor 502 Tagen
Ich weiß es noch nicht, über die Liebe bin ich mir noch nicht ganz im Klaren. Auf jeden Fall trifft sie im Düsterwald endlich auf jemanden, der ihr in ihrer Vergangenheit einmal geholfen hat
Nienna (04485)
vor 502 Tagen
Willst du dann das sich Sinta in Legolas verliebt?