Wer bist du wirklich? 5

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7 Kapitel - 1.705 Wörter - Erstellt von: Kerstingarde 1611 - Aktualisiert am: 2016-02-03 - Entwickelt am: - 810 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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    Bens Sicht:
    Es tat weh, ihr so ins Gesicht zu lügen, doch es musste sein. Leider hatte es aber auch nicht die Wirkung gehabt, die ich mir erhofft hatte. Kyla war nun einmal leider unberechenbar, wenn es um ihre Reaktion ging… Ich ließ sie einfach laufen. Sie brauchte jetzt etwas Zeit für sich, um über meine Worte nachzudenken. Ich würde sie in ein paar Minuten suchen gehen, wenn sie sich beruhigt hatte. Auf dem Weg zurück in die Hütte gingen mir allerdings nicht ihre Augen aus dem Kopf, die mich so verletzt angesehen hatten…

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    Kylas Sicht:
    Ich lief einfach immer geradeaus. Meine Tränen verschleierten mir die Sicht und ich konnte meine Umgebung nur erahnen. Doch es war mir egal. In diesem Moment war mir alles egal... Das einzige, worauf ich mich konzentrieren konnte, waren die Worte meines Bruders in meinem Kopf… Ich lief, soweit ich konnte. Plötzlich verfing ich mich mit meinem Fuß in irgendetwas, weshalb ich der Länge nach auf den unebenen Boden fiel. Ein stechender Schmerz fuhr durch meinen linken Arm, der beim Aufprall zwischen dem Boden und meinem Körper eingeklemmt gewesen war. Es tat schrecklich weh und ich konnte ihn nicht bewegen, ohne vor Schmerz scharf die Luft einzuziehen. Mühsam setzte ich mich auf und hielt den Arm fest. Zum ersten Mal sah ich, wo ich mich befand. Anscheinend war ich mitten in einem Wald gelandet. Ich lehnte mich mit dem Rücken an den nächstbesten Baum und schloss die Augen. Mein Arm pochte vor Schmerz und ich versuchte es zu ignorieren, aber so ganz wollte das nicht funktionieren. Plötzlich spürte ich eine Anwesenheit und ich wusste genau wer es war… Aber ich wollte ihn noch nicht sehen. Erstrecht nicht, wenn ich verletzt war. Dann hörte ich das Laub nur wenige Meter von mir entfernt rascheln, doch ich ließ die Augen geschlossen und versuchte, mir meine Schmerzen nicht anmerken zu lassen. „Kyla?“ Ich antwortete ihm nicht. Dann setzte er sich neben mich und schwieg mit mir. Nach einiger Zeit sprach er dann aber doch: „Ich denke, wir sollten zurückgehen, bevor es dunkel wird…“ Endlich öffnete ich meine Augen und funkelte ihn an: „Und warum sollte es dich interessieren, wenn mir irgendetwas passieren sollte, während ich alleine in diesem Wald bin?“ Ben stöhnte auf: „Vielleicht weil ich dein Lehrer bin und dich ausbilden soll! Da wäre es eventuell von Vorteil, wenn du am Leben bist…“ Er stand auf und reichte mir seine Hand, die ich allerdings nicht annahm. Ungeduldig packte er mich an meinem linken Arm und ich schrie vor Schmerz auf. Sofort ließ er mich los, sodass ich wieder auf den Boden krachte. Zum ersten Mal fiel ihm auf, dass mein Arm in einem seltsamen Winkel abstand und er hockte sich zu mir herunter. Er wollte wieder nach meinem Arm greifen, doch ich drehte mich von ihm weg. „Kyla… Ich möchte mir deinen Arm doch nur einmal ansehen. Ich verspreche dir, dass ich versuchen werde, dir nicht noch einmal wehzutun.“ Ich sah ihn skeptisch an, aber wendete mich ihm schließlich wieder zu. Er besah sich meinen Arm für mehrere stille Sekunden und meinte dann: „Es sieht so aus, als wäre er gebrochen… Wenn wir zurück in der Hütte sind, werde ich ihn dir verbinden.“ Er wollte mir aufhelfen, doch ich rappelte mich von alleine auf und ignorierte seinen ausgestreckten Arm. „Und du gehst einfach davon aus, dass ich mit dir komme…“ Er lächelte mich an: „Du kannst natürlich auch alleine mit einem gebrochenem Arm nachts in dem Wald hier bleiben, aber ich glaube, das wäre dir nicht so lieb.“ Ich schaute ihn immer noch sauer an: „Glaub nicht, dass das etwas ändert!“ Schließlich folgte ich ihm dann noch still wieder zurück zur Hütte. Mir war gar nicht bewusst gewesen, wie weit ich tatsächlich gelaufen war, bis wir nach einer Stunde noch immer nicht da waren. In der Hütte verband Ben mir dann meinen Arm und ich legte mich sofort danach ins Bett, um jedem weiteren Gespräch zu entgehen.

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    Am nächsten Morgen weckte mich Ben, doch ich wollte einfach nicht aufstehen. Schließlich drohte er mir damit, an meinem verletzten Arm zu ziehen und ich stand widerwillig auf. Ich machte mich fertig zum Üben und ging dann hinaus zu Ben. „Da dein Arm ja verletzt ist, werden wir an deinen Macht-Fähigkeiten arbeiten. Doch diesmal sollst du das nicht so tun, wie Skywalker es uns beigebracht hat. Du sollst deine Wut benutzen, um die Gegenstände zu bewegen.“ Ich hatte aber gar keine Lust, meine Wut zu benutzen: „Und wenn ich keine Lust habe, mich auf meine Wut zu konzentrieren?“ Ben stöhnte genervt auf: „ Wir können natürlich gerne einen Lichtschwertkampf darüber entscheiden lassen, ob du Lust dazu hast, aber ich glaube, dann wirst du nicht nur einen Arm weh haben.“ Ich seufzte und machte einfach all das, was er mir sagte. Trotzdem war Ben anscheinend nicht zufrieden. Oft bekam ich Kommentare zu hören wie: „Ist das alles, was du drauf hast? Du bist solch eine Enttäuschung!“ Oder auch: „Das hast du ja sogar mit vier Jahren bei Skywalker besser hinbekommen!“ Irgendwann hielt ich das Ganze nicht mehr aus… Ich ließ alles um mich herum fallen und rannte zurück in die Hütte, wo ich mich auf mein Bett warf. Ich vergrub meinen Kopf im Kissen und weinte.

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    Bens Sicht:
    Zuerst hatte es doch sogar geklappt! Warum dann jetzt schon wieder nicht! Wieso wurde sie immer, dann, wenn ich wollte, dass sie wütend auf mich wurde, traurig! Aber wenn ich es nicht schaffte, dass sie wütend wurde, bevor Snoke hierherkam, dann würde er ihr wehtun. Es musste doch einen Weg geben… Ich dachte nach, aber kam zu keiner ordentlichen Lösung. Ich beschloss, dass das alles keinen Sinn hatte und ich mit Kyla sprechen musste. Also ging ich ihr hinterher.

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    Kylas Sicht:
    Nach mehreren Minuten ging die Tür auf und schloss sich wieder. Ich wollte aber nicht, dass er zu mir kam! Doch wünschen half nichts… Oder doch? Plötzlich hörte ich ihn mit schwacher Stimme sagen: „Kyla…“ Ich drehte mich um und sah, wie er gegen die Wand gepresst wurde. Als ich sah, was ich mit der Macht tat, hörte ich sofort auf. Ben fiel zu Boden und rappelte sich auf: „War das echt nötig? Du hast mir fast meine Wirbelsäule zertrümmert…“ Aber während er diese Worte sprach, grinste er mich an und kam auf mich zu. Er setzte sich neben mich auf das Bett und fing sofort mit ernster Miene an, zu reden: „Kyla, es tut mir Leid. Das eben… Das war nicht wirklich ich. Es war nur… Ich habe versucht, dafür zu sorgen, dass du sauer auf mich wirst, damit du wirklich diese Wut hast, um die Macht zu beeinflussen… Ich will das Ganze auch nicht, aber… Aber wenn Snoke, wenn er hierherkommt, herausfindet, dass du nicht einmal irgendeine Wut in dir hast, dann wird er dir wehtun und das möchte ich nicht…“ Ich sah ihm in die Augen. Er schien nicht zu lügen. Eine Weile dachte ich über die Bedeutung seiner Worte nach und nickte dann: „Aber warum hast du dich dann jetzt bei mir entschuldigt?“ Ben schaute verlegen zu Boden: „Nun ja… Da meine Versuche bis jetzt ohne Erfolg geblieben sind, dachte ich…“ Ich sah ihn fragend an: „Ja?“ „Ich dachte, du wüsstest vielleicht, was wir machen könnten, um dafür zu sorgen, dass Snoke dir nichts tut…“ Ich dachte nach. Es musste irgendeinen Weg geben… „Und wenn du so tust, als wäre es einfach unmöglich, mich wütend zu machen?“ „Er wird merken, dass ich lüge.“ Und wieder dachten wir beide angestrengt nach. „Was wäre, wenn ich so tue, als wäre ich tatsächlich wütend auf dich?“ Ben dachte nach. „Dazu müsstest du deinen Geist besser verschließen können. Du hast ja gesehen, wie einfach er deine Gedanken schon durch ein Hologramm hindurch lesen konnte…“ Ich dachte wieder nach und sagte dann: „Aber du könntest mich das doch lehren, oder? Wir haben doch noch etwas Zeit, bis er kommt…“ Ben dachte nach und nickte dann: „Wir dürfen aber keine Zeit verlieren! Und vielleicht sollten wir schauen, ob wir noch irgendetwas finden, das deinem Arm hilft, schneller wieder zu heilen. Es wäre besser, wenn er nichts davon erfährt…“ Somit begann eine anstrengende Woche für mich. Nach ein paar Tagen war mein Arm Dank einer Salbe, die Ben noch auf dem Schiff gefunden hatte, wieder verheilt und ich durfte jeden Tag vom frühen Morgen bis in den späten Abend üben, meine Gedanken zu verschließen. Ende der Woche und genau einen Tag, bevor Snoke kam, beherrschte ich es perfekt. Für Ben gab es kein einziges Durchdringen mehr und um ehrlich zu sein, war ich schon ein wenig stolz auf mich.

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    Dann kam der Tag… Ich bereitete mich am Morgen gut vor und wartete mit Ben zusammen draußen, bis schließlich ein Schiff landete und eine vermummte Gestalt aus dem Schiff trat. Dies war also Snoke…

    7
    Ich hoffe, auch dieser Teil hat euch gefallen. Es tut mir Leid, dass es kürzer war als sonst, aber ich hatte nicht sehr viel Zeit zum Schreiben. Ich hoffe ihr alle versteht das und ich wünsche euch noch viel Spaß mit den nächsten teilen! ;)
    Kommentare sind natürlich wie immer erwünscht ;D
    Eure Kerstingarde 1611

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