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Schlamm&Rein 2

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30 Kapitel - 18.032 Wörter - Erstellt von: IsaSparkle - Aktualisiert am: 2016-02-27 - Entwickelt am: - 4.210 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Wer den ersten Teil noch nicht kennt, bitte den zuerst lesen.
Und ich wollte noch anmerken, dass ich keine Ahnung habe, warum oben bei dem Titel immer steht dass es hier nur 1 Kapitel gibt.

    1
    Gedankenverloren starrer ich den Schrumpfkopf vor mir an, und denke an mein vergangenes Schuljahr zurück. Oder besser gesagt, an die Zeit nachdem ich erfahren hatte, dass Lord Voldemort zur Hälfte mein Großonkel oder so was in der Art ist. Dieses Wissen hatte mich im letzten Jahr dann regelrecht abstürzen lassen, ich hatte mich so sehr zurückgezogen, dass die Einzigen, die weiter etwas mit mir zu tun haben wollen Miley, Milli und Linda sind. Ich habe ihnen erzählt, dass meine Muggelmutter entführt worden sei-was im Grunde ja auch stimmt. Natürlich hätte ich zurückgekonnt, in das Haus, in dem ich aufgewachsen bin, aber das hätte ich nicht ausgehalten. Als dann alle mit dem Hogwartsexpress nach Hause gefahren sind, bin ich in Hogsmeade zurückgeblieben, und stehe jetzt hier. Der Einzige, der mich hier duldet, und das ganze sieht so aus, dass ich für ihn die weniger wichtigen Kunden betreue, aufpasse, dass nichts gestohlen wird, wofür ich den Sommer über hier bleiben kann. Burgin ist kein angenehmer Geselle, aber wenigstens hat man seine Ruhe, wenn man bei Burgin&Burkes in der Nocturngasse arbeitet. Glücklicherweise neigt sich der Sommer dem Ende zu. Ich höre die Tür zum Laden aufgehen. „Kann ich ihnen behilflich-“ setze ich an, und schaue von meinem Schrumpfkopf hoch. Sprachlos beobachte ich, wie Draco Malfoy den Ladenbetritt, und sich gründlich umsieht. Er streicht mit der Hand über eine Schlangenskulptur. Plötzlich schießt ein allzu vertrauter silberner Knauf auf seine Finger zu. „Nichts anfassen, Draco!“ Tja, ein Malfoy kommt selten allein. „Entschuldige, Vater“ murmelt Draco, und sieht sich weiter um. Lucius Malfoy kommt jetzt auf mich zu, und mustert mich skeptisch. „Hol mir Burgin!“ befiehlt er. „Was? Äh, ja sicher, sofort..“ stammle ich, und verschwinde im hinteren Teil des Ladens. „Mr Burgin?“ sage ich leise. „Malfoy Alarm.“ „Was will er?“ Ich zucke mit den Schultern, als sich Burgin an mir vorbei schiebt, und folge ihm nach vorne. „Woher soll ich sowas wissen?“ „Ah, Mr Malfoy, wie schön sie zu sehen, welch eine Ehre..“ schleimt Burgin. „Layla, kümmre dich doch bitte um die Gifte, sie stehen neben dem Schrank dort hinten.“ wendet er sich noch kurz an mich. „Klar“ erwidere ich. Beim Klang meiner Stimme hebt Draco den Kopf, und ein höchst belustigter Ausdruck breitet sich darauf aus. Mit rotem Gesicht starre ich zu Boden, und gehe schnell zu dem Giftschrank, doch Malfoy Junior folgt mir. „Was hast du denn hier zu suchen?“ höhnt er. „Kein zu Hause?“ „Das geht dich gar nichts an, Draco!“ knurre ich, und beginne damit, die Gifte in ein Regal zu sortieren. „Bist ja sehr gesprächig heute!“ grinst Draco. „Moment mal“ sagt er gedehnt. „Du arbeitest doch nicht etwa hier? Seit wann stellt Burgin denn minderjährige Schlammblüter ein?“ „Geht dich immer noch nichts an!“ Ich drehe ihm den Rücken zu, und höre, wie er sich weiter umsieht. „Stell das lieber wieder hin“ warne ich, als er ein kleines Fläschchen mit seltenem Gift in die Hand nimmt. „Wieso denn?“ „Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!“ grinse ich, und deute auf das kleine Schildchen auf dem kleinen Behälter:
    Behälter nicht ohne Schutzhandschuhe berühren, Glas sichert das Gift nicht ab!
    Rasch stellt Draco die Flasche wieder hin, und flucht laut, als er seine Hat an den Fingern sieht, wo sich grün-braune Blasen gebildet haben. „Draco? Was gibt es?“ „Oh oh, da hat der kleine Draco aber ein Problem!“ spotte ich, als Malfoy Senior näher kommt. „Was habe ich gesagt, Draco?“ „Nichts anfassen“ murmelt Draco. „Machen sie sich keine Sorgen, Mr Malfoy, wir haben Gegengift im Hinterzimmer!“ lächle ich. „Du bist doch das Mädchen aus Flourish&Blotts?“ „Ja, Mr Malfoy, und zufällig arbeite ich hier. Draco, soll ich deine Hand jetzt entgiften, oder willst du noch warten, bis das Zeug dir am ganzen Körper wächst?“

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    Schimpfend folgt mir Draco ins Hinterzimmer. „Sowas gehört verboten!“ beschwert er sich. „Du vergisst“ antworte ich ruhig, „das dies hier ein schwarz-magischer Laden ist. Außerdem stand die Warnung drauf.“ Aus einer kleinen Schublade krame ich eine Salbe hervor, und nehme behutsam Dracos Hand. „Bah, sieht das ekelig aus!“ grinse ich. „Das weiß ich, also mach es endlich weg! Außerdem möchte ich es weitgehend verhindern, dass ein Schlammblut mich berührt!“ Ich seufze. „Du hast dich wirklich nicht verändert. Und vielleicht solltest du etwas freundlicher sein, schließlich zwingt mich niemand, dich zu entgiften! Ich kanns auch einfach so lassen, wenn du drauf bestehst...“ Es ist einfach, ihn ruhig zu stellen, denke ich amüsiert. „Hör auf, so zu grinsen!“ „Halt endlich still, und sei zur Abwechslung auch mal still!“ Vorsichtig verteile ich ein bisschen Salbe auf der vergifteten Haut. „In etwa einer halben Stunde ist es weg.“ informiere ich ihn. „Eine halbe Stunde? Soll ich etwa so durch die Winkelgasse laufen?“ „Du kannst auch hier warten.“ „Dafür müsste ich meinen Vater fragen.“ „Und?“ Er zögert. „ich glaube sowieso nicht, dass er es erlaubt-“ „Ich frag ihn!“ beschließe ich, und verlasse das Hinterzimmer. „Mr Malfoy?“ Malfoy und Burgin sehen auf. „Layla, wir sich geschäftlich beschäftigt!“ erinnert mich Burgin. „Ich bin gleich wieder weg, keine Angst, ich habe nichts gehört. Ich wollte nur fragen, ob Draco eventuell noch eine Weile hier bleiben könnte, da es noch etwas dauern wird, bis die Wirkung des Giftes verschwindet, und es ihm unangenehm wäre, mit dieser verunstalteten Haut sich draußen sehen zu lassen.“ Ich wähle meine Worte mit Bedacht, immerhin spreche ich hier mit einem ausgewachsenen Malfoy. „Durchaus Burgin, habe ich noch einiges an Geschäftlichem zu erledigen. Es wäre überaus praktisch, wenn Draco den gesamten Nachmittag hier verbringen könnte“ antwortet Malfoy. „Natürlich, natürlich!“ nickt Burgin. „Was für eine Ehre..Layla, am besten, ihr beiden bleibt noch im Hinterzimmer, solange Mr Malfoy hier ist.“ Ich nicke, und begebe mich wieder zu Draco.
    „Von wegen, er erlaubt es nicht. Dein Vater war glaub ich froh, dich nicht mit rumschleppen zu müssen. Du bleibst jetzt den ganzen Nachmittag hier!“ Ich lächle, als ich Dracos gequälten Gesichtsausdruck bemerke. „Komm schon, so schlimm ist es hier nicht, Burgin hat zwar keine einzige gute Eigenschaft, aber es hat trotzdem was positives, hier zu wohnen!“ Draco hebt die Brauen. „Du..wohnst hier?“ Ups, verplappert. „Ich kann diesen Sommer nicht nach Hause. Burgin war der Einzige, der mich behalten hat, ich arbeite für ihn, dafür kann ich den Sommer über hier wohnen.“ Er nickt. „und warum bist du dann nicht zu Linda oder Miley oder so gegangen? Die hätten dich bestimmt freudig aufgenommen.“ Ich seufze genervt. „Weil sie vermutlich genau so viele Fragen stellen würden wie du!“ „Und wenn ich keine Fragen stellen würde?“ Verwirrt runzele ich die Stirn. „Worauf willst du hinaus?“ Da hat Draco schon wieder diesen unverschämte Grinsen. „Würdest du dann zu mir kommen?“ Der Junge hat diese verdammte Gabe, die Stimmungen seines Gesprächspartners wechseln zu lassen wie die Farben von Ampeln. Vorhin war ich belustigt, danach genervt, aber jetzt bin ich nur noch wütend. „Für dich ist das vielleicht alles sehr amüsant, aber für mich ist das kein Spielchen!“ Er zuckt nur gelassen mit den Schultern. „Das war ernst gemeint. Vater sucht sowieso für die restlichen 2 Wochen einen Betreuer für mich. Guck nicht so! Was kann ich dafür, dass er mich behandelt wie ein Kleinkind.“ „A-Aber“ stammle ich, „Ich bin ein Schlammblut, und außerdem nicht älter als du!“ „Das Alter ist meinem Vater egal, solange ich irgendwie beschäftigt bin, und ihn nicht bei seiner Arbeit störe. Das it dem Schlammblut ist schon ein größeres Problem, aber da du in Slytherin bist, dürfte das schon gehen.“ Ich zögere. In wenig verlockend klingt das schon, andererseits, das Spielzeug für den kleinen Draco zu sein, und dann noch seinen Vater ertragen… „Wir bezahlen auch..“ lockt Draco, doch ich winke ab. „Warum bist du eigentlich so scharf darauf, dass ich bei dir wohne?“ hake ich nach. Draco ist keinesfalls verlegen oder etwas der Art, ganz im Gegenteil. „Daheim ist es schrecklich langweilig, da fände ich sogar die Ablenkung durch ein Schlammblut passend.“ „Von mir aus.. das wäre für mich immerhin mal eine neue Erfahrung. Jetzt müssen wir nur noch deinen Vater-“ Die Tür öffnet sich. „Draco?“ Wenn man vom Teufel spricht… „Ich gehe jetzt.“ „Noch eine Minute, Vater.“
    Mr Malfoy ist zwar nicht übermäßig begeistert, als sein Sohn ihm die Aktion erklärt, willigt aber ein.
    „Womit hast du eigentlich deine ganzen Schulsachen gekauft? Ich meine, du wirst ja wohl kaum als Muggel schon Zauberergeld gehabt haben.“ Irritiert schaue ich aus meinem Buch Magische Tierwesen und wo sie zu finden sind auf, und brauche 2 Sekunden, um wieder in der realen Welt zu landen. „Was? Ach so, Dumbledore hat mir Geld geliehen.“ „Und was machst du, wenn du neue Sachen benötigst?“ Was soll die Fragerei? „Darüber denke ich nach, wenn es so weit ist“ antworte ich kurz angebunden. „Weißt du Draco, nicht jeder ist so reich wie du!“ Er nickt schweigend. „Weiß ich wohl. Wenn du willst“ er zögert einen Moment, „Wenn du willst können wir neue Sachen kaufen. Also, jetzt, meine ich.“ Überrascht starre ich ihn an. „Warum plötzlich so nett und freundlich?“ „Darf ich das nicht?“ „Äh-doch. Ich traue dir nur nicht so wirklich. Außerdem, wie gesagt, habe ich kein Zauberergeld.“ Draco klopft auf seine Umhängetasche. „Aber ich. Und warum ich dich nicht so behandle, wie es sich für ein Schlammblut gehört, vielleicht weil du so, so..ähm, keine Ahnung warum.“ „Meine Mutter würde jetzt vermutlich sagen, dass die Chemie stimmt“ sage ich plötzlich. „Chemie? Was ist das?“ Über Dracos Unwissenheit muss ich lächeln. „Chemie ist sowas wie Zaubertränke für Muggel. Und wenn man sagt, Die Chemie stimmt' dann meint man, dass man sich einfach so gut versteht. Wenn die Chemie nicht stimmt, ist es so, als würde man 2 Zutaten in einen Kessel werfen, die, wenn sie sich berühren, explodieren. Und wenn die Chemie stimmt, dann explodiert nichts, sondern es gibt einen guten Trank ab.“ Draco nickt. „Also, sollen wir jetzt neue Umhänge kaufen? Meine sind auch zu klein. Aber wir müssen aufpassen, dass wir nicht meinem Vater begegnen.“

    3
    „Haarscharf erkannt. Guten Tag!“ Draco neben mir muss sich ein Lachen verkneifen. „Vielen Dank, Miss Layla“ antwortet McGonnagall etwas verspätet. „Professor Snape“ meldet sich jetzt auch Draco zu Wort. „Ich habe gute Neuigkeiten. Mein Vater spendet unserer Quidditchmannschaft diese Jahr die neuen Besen, Nimbus 2001!“ „Angeber“ flüstere ich. „Wer's kann“ gibt Draco zurück. „Wir sehen uns alle ja in der Schule.“ verabschieden wir uns, und verlassen das Geschäft. „Komm“ meint Draco, „so langsam wird mein Vater auch bald wieder bei Burgin&Burkes auftauchen. „Wie kommen wir eigentlich gleich zu dir nach Hause?“ erkundige ich mich, und Draco erzählt mir vom Seit-an-Seit-Apparieren. „Klingt ja sehr gemütlich, dieses Apparieren.“ „Man gewöhnt sich daran.“
    Kaum dass wir zwei Minuten wieder im Laden sind, schlägt die Tür auf, und Lucius Malfoy schreitet herein. „Danke, Burgin. Den Rest bringe ich dann im weiteren Verlauf der Woche. Draco, bist du bereit?“ Draco räuspert sich. „Du hast Layla vergessen!“ „Ah, richtig. Nun, da du keine Malfoy bist, können wir nicht direkt auf mein Grund und Boden apparieren. Die Schutzzauber würden dich nicht durchlassen.“ Der blonde Mann streckt seinen Arm aus. Draco und ich ergreifen ihn, und im nächsten Moment sind wir in einer drückenden, erstickenden Enge, als würde man durch einen Gummischlauch gedrückt. Wenige Sekunden später kann ich wieder atmen, und schlage hart auf dem Boden auf. „Willkommen in Malfoy Manor!“ grinst Draco. Ich richte meinen Blick auf das Haus, obwohl, ein Haus ist es nicht. Malfoy Manor ist ein riesiges Gebäude mit Erkern und Türmen. „Bei Snapes Nase, wie viele Leute wohnen da!“ rutscht es mir heraus, was mir amüsierte Blicke der beiden Malfoys neben mir einbring. „Drei. Beziehungsweise, jetzt sind es vier. Und die Hauselfen, aber ich glaube nicht, dass die zählen.“ informiert Draco mich. Einige Minuten später öffnet Malfoy Senior die gewaltigen Tore des Schlosses, und wir gehen in die gewaltige Eingangshalle. Die Decke ist unglaublich hoch, und überall sind Säulen und Treppen, verziert mit gemeißelten Schlangen. Das Syltherinemblem schmückt in Form von Teppichen die Wände und Boden. Draco führt mich einige Treppen hoch, durch Korridore und Türen, bis wir in einem Gang stehen bleiben. Er deutet auf eine Tür. „Dein Zimmer. Meins ist direkt nebenan. „Wenn irgendwas ist, kannst du kommen, aber ich muss noch die Hausaufgaben machen, die wir vor den Ferien bekommen haben.“ Und damit verschwindet er. Etwas nervös öffne ich die Tür zu, meinem' Zimmer, und bin im ersten Moment ziemlich sprachlos. Der Raum ist etwa so groß wie das Wohnzimmer bei mir zu Hause, neben einem riesigen Fenster steht ein großes, dunkle gehaltenes Himmelbett. In einer Ecke ist ein stark verzierter Schreibtisch, ebenfalls aus dunklem Holz. Die Wände sind aus einem Smaragdgrün, dass mir die Augen tränen. Sogar der Boden ist extrem gestaltet, auf den Marmorplatten ringeln sich etliche Mosaik-Schlangen. „Wow“ sage ich, leicht überwältigt. Ich mache ein paar zaghafte Schritte ins Zimmer hinein, als es plötzlich einen lauten Knall gibt, und ich mache einen Satz zur Seite, ein Koffer fällt vor mir wortwörtlich vom Himmel. Misstrauisch nähere ich mich ihm, man kann ja nie wissen. Vorsichtig öffne ich ihn, doch es ist nichts Gefährliches drin, bloß meine eigenen Schulsachen und sowieso wichtige Sachen von mir. Ach ja, Malfoy hatte ja verlauten lassen, dass er meine Sachen, schicken' lassen würde. Ich krame meine Hausaufgaben heraus, die ich schon Anfang Sommer gemacht habe, heraus, und trete wieder raus auf den Korridor. Ich überlege ob ich klopfen sollte, und beschließe auch, es zu tun. Schließlich kenne ich Draco nicht so wirklich. Aus dem Raum sind kurz einige hastige Schritte zu hören, bevor ein gedämpftes „Herein“ ertönt. Als ich eintrete, erweckt Draco den starken Eindruck, als sei er vor ein paar Sekunden von einem schwarzen Ledersessel schnell zum Schreibtisch gegangen. „Ach du bist's“ empfängt er mich. „Was gibt’s?“ Sein Zimmer ist dem meinem nicht unähnlich, aber wohl noch etwas protziger. „Machen die Hausaufgaben Spaß?“ „Nicht wirklich, wieso?“ Ich halte den Stoß Pergamentbögen in meiner Hand hoch. „Sind das die Hausaufgaben? Kann ich abschreiben?“ Ich muss lächeln. „Ja, sind es, und ja, kannst du. Aber nur unter einer Bedingung!“ Draco zieht für einen winzigen Moment die Augenbrauen hoch. „Die wäre?“ „Bei der nächsten Gelegenheit bringst du mir Quidditch bei.“ Er zuckt mit den Schultern. „Warum nicht? Kein Problem.“ Ich nicke, und lege ihm meine Hausaufgaben hin. „Am besten formulierst du das alles ein bisschen um.“ Draco runzelt die Stirn. „Für wie blöd hältst du mich eigentlich?“ „Ehrlich gesagt, für ziemlich blöd“ erwidere ich nur, und schaue mich weiter um. Der ganze Raum ist unnatürlich ordentlich, und hat seltsam wenig Individualität. Ich muss an mein eigenes Zimmer denken, dass so chaotisch ist, Überall sind Bilder und Poster von dem was ich gut finde. Dracos Zimmer dagegen sieht aus, als wäre es unbewohnt. Plötzlich fliegt etwas auf mich zu, was ich automatisch auffange. „Kannst du schon einmal lesen“ weist Draco mich an, ohne sich umzudrehen. Das Buch heißt Quidditch im Wandel der Zeiten. Ich lasse mich in den schwarzen Sessel fallen, und fange an zu lesen.

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    „Wie bitte?“ Etwas außer Atem laufe ich Draco nach, über eine Wiese. „Hier gibt es- ich meine..Ihr habt ein eigenes Quidditchfeld!“ „Und eigene Quidditchbälle. Wo soll ich denn sonst üben? Außerdem ist es nur ein kleines ohne Tribünen.“ Er führt mich zu einem Besenschuppen, wo diverse schwarze Besen stehen. „Die gehen nach den Sommerferien an Slytherins Quidditchmannschaft.“ „Ich weiß.“ Draco wirft mir einen der Nimbus 2001 zu. „Probier mal, den Quaffel aufzuhalten, wenn ich ihn durch einen der Ringe werfen will.“ sagt er indem er auf einem der Besen nach oben saust. „Gerne doch“ murmele ich, „Aber nicht so wie du denkst!“ Ich habe eine ziemlich genaue Vorstellung davon, welche Position ich in einem Quidditchteam haben will, also schnappe ich mir einen Schläger, und lasse einen der Klatscher frei. In dem Moment, als Draco den Quaffel werfen will, schlage ich, so fest ich kann, den Klatscher in die Luft. Er trifft sein Ziel, und fegt Draco den Quaffel glatt aus der Hand.

    Erschöpft lande ich. Wir haben den ganzen Rest des Nachmittags und Abends trainiert, bis es dunkel geworden ist. Draco landet neben mir. „Gut gespielt. Vielleicht kommst du ja auch ins Team!“ Wir bringen die Besen und die Bälle zurück in den Schuppen. „Willst du denn in die Mannschaft?“ frage ich ihn. „Klar! Und ich will es nicht nur, sondern ich werde auch in der Mannschaft sein. Als Sucher.“ „Wie kannst du dir da so sicher sein?“ Er scheint ja ziemlich von sich überzeugt zu sein. „Also erstens bin ich auf dem Besen groß geworden. Zweitens kann ich gut Quidditch spielen. Und drittens sind da immer noch die Besen, die ich dem Team schenke.“ erwidert Draco gelassen. „Das heißt, wenn du kein Talent hättest, würdest du dich da reinkaufen?“ frage ich ungläubig. „Tatsache ist aber, dass ich Talent habe.“ grinst er. Ich schüttle den Kopf.„Du bist unmöglich!“ Er zuckt mit den Schultern. „Hast du auch nur den Hauch einer Ahnung davon, wie egal mir das ist?“ Misstrauisch beobachte ich ihn. „Mal ehrlich, warum bist du plötzlich so..normal zu mir?“ hake ich nach. „Weil du vermutlich die Einzige außer meiner Mutter bist, die mich wirklich mag.“ Wow, so ehrlich. „Ich mag dich nicht! Außerdem, was ist zum Beispiel mit Pansy?“ rechtfertige ich mich. „Pansy!“ schnaubt er. „Du hattest recht, damals, die sind alle nur kleine Schoßhündchen, die mich anbeten und mir nachlaufen!“ „So viel Bescheidenheit...“ grinse ich. „Wer's kann..“ erwidert er gelassen. „Gefällt dir eigentlich dein Zimmer? Oder ist es zu prachtvoll für deine schlammigen Augen?“ giftet Draco. „Du veränderst dich nie wirklich, oder?“ Er schüttelt den Kopf. „Wahrscheinlich nicht.“ „Was deine Frage betrifft, der Raum ist schon ziemlich protzig, aber schön. Wo genau habt ihr eigentlich dieses ganze Geld her?“ „Naja, mein Vater hat eben eine gut bezahlte, hohe Stelle im Ministerium“ erklärt Draco. Er erzählt mir auf dem Weg zu unseren Zimmern mehr von der Zaubererwelt, über das Ministerium, internationale Schulen und -natürlich- Quidditch. Oben angekommen meint er kurz angebunden „Schlaf gut“ und geht. Todmüde betrete ich mein Zimmer, wo mir auffällt, dass irgendwer meine ganzen Sachen ordentlich in den Schrank geräumt hat. Vermutlich diese Hauselfen.

    Als ich die Augen öffne, würde ich am liebsten direkt wieder in der wohltuenden Schwärze des normalen Schlafs versinken. Ich bin wieder auf diesem verfluchten Grundstück, wo meine Vorfahren gelebt haben. „Was willst du?“ knurre ich den schwarzen Lord an, dessen Geist mit Sicherheit hier irgendwo herumschwebt. „Ich will, dass du etwas für mich heraus findest! Als ich noch an der Macht war, war Lucius Malfoy einer meiner Todesser. Da du gerade so wunderbar bei den Malfoys wohnst, finde heraus, ob er mir immer noch treu untergeben sein wird, wenn ich wieder einen eigenen Körper habe!“ Meine Gedanken fangen an zu rasen. „Wie soll ich das machen?“ Die kalte Stimme lacht freudlos. „Das ist deine Sache. Wenn du schon dabei bist, erkundige dich mal, wieder junge Malfoy zu mir steht. Wenn die Zeit reif ist, brauche ich so viele Todesser wie möglich.“ Erst verstehe ich den Sinn der Worte nicht ganz, bis es mir wie Schuppen von den Augen fällt: „Du willst Draco, wenn du wieder richtig lebst, zu einem Todesser machen? Nein! Vergiss es! Jeden, aber nicht ihn!“ Doch schon bin ich wieder in der echten Welt, in Malfoy Manor. Ich tappe im Mondlicht zum Fenster und starre ich diese bodenlose Schwärze. Was soll ich jetzt machen? Woher soll ich die Antworten bekommen? Wie soll ich sie finden? Wie kann ich Draco schützen? Wann wird der dunkle Lord sich wieder erheben? Welche Rolle werde ich dann haben, wenn es soweit ist? Werde ich sein Spion sein sollen, oder sein Auftragsmörder? So viele Fragen. Verzweifelt lehne ich meine Stirn gegen das kühle Kristallglas, als sich plötzlich eine kalte, raue Hand auf meinen Mund legt.

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    „Keine Angst“ raunt die höhnische Stimme von Lucius Malfoy in mein Ohr, „Ich werde dich nicht umbringen, oder etwas derartiges.“ Entschlossen schüttle ich ihn ab. „Was soll das?“ beschwere ich mich. „Für gewöhnlich schicke ich die Hauselfen nachts durch die Räume, damit sie kontrollieren, ob alles seine Ordnung hat. Doch heute wurde ich geweckt, und einer der Hauselfen erzählte mir, dass du nicht in deinem Bett warst! Erklärung?“ Mir fällt nur eine logische Erklärung ein. Beziehungsweise eine unlogische. „Ich hatte einen seltsamen Traum“ beginne ich lahm, „Aber es ist schwierig zu erklären. Das sind keine gewöhnlichen Träume, sondern es ist so, also, ähm, mein Körper schläft an Ort und Stelle weiter, aber mein Geist wacht an einem anderen Ort auf. Es ist durchaus möglich, dass auch mein Körper verschwindet. Aber darüber war ich mir bis jetzt nicht so wirklich im Klaren.“
    Malfoy scheint nach zu denken. Dann dreht er sich um, und geht zur Tür. „Warten Sie! Sie müssen mir noch eine Frage beantworten! Wie stehen Sie zum dunklen Lord?“ Er bleibt wie zur Salzsäule erstarrt stehen. „Wieso stellst du diese Frage?“ „Weil es mich interessiert, aus welchem Grund sonst?“
    „Der dunkle Lord“ zischt Malfoy, „War ein mächtiger Zauberer! Aber ich zweifle, dass er noch einmal zurückkehrt.“ Und damit verschwindet er wieder auf dem Korridor.
    Der spinnt, definitiv, denke ich. Wieder im Bett versuche ich krampfhaft, wieder einzuschlafen, doch die Vorstellung, wieder beim Haus meiner Vorfahren zu landen hält mich noch lange Zeit wach.

    Irgendein unangenehmes Geräusch reißt mich aus meinem unruhigen Schlaf. Es ist ein hohes Piepsen, nein, eine piepsige Stimme. „Miss muss aufstehen! Meister hat Dobby geschickt damit er Miss
    weckt!“ Verwirrt blinzle ich in das helle Licht. Wo bin ich? Ach richtig. Malfoy Manor. Jetzt fällt mir auch das kleine runzelige Wesen auf der Bettdecke auf, welches mich mit großen, runden Augen anstarrt. „Wer..wer bist du?“ murmle ich verschlafen. „Dobby ist ein Hauself! In zwanzig Minuten gibt es für Sie und den jungen Malfoy unten in dem Speisezimmer Frühstück. Miss muss aufstehen!“ Frühstück klingt gut, junger Malfoy im Vergleich schon eher weniger, aber auch nicht schlecht. Gähnend steige ich aus dem Bett. „Ähm..“ mache ich als dieser Elf gerade gehen will. Wie hieß er noch einmal? „Dobby?“ „Ja, Miss?“ „Kannst du vielleicht vor der Tür auf mich warten? Ich kenne mich noch nicht so aus hier.“ Dobby nickt eifrig, und verschwindet nach draußen. Lächelnd blicke ich ihm einen Moment nach. Irgendwie putzig.
    Nachdem ich mich umgezogen habe, gehe ich auf den Gang zu Dobby. „Wo geht’s jetzt noch einmal hin?“ „Dobby bring Miss in das Speisezimmer von dem jungen Malfoy!“ Der Junge hat auch noch ein eigenes Speisezimmer! Hat er überhaupt irgendetwas NICHT?
    Nach fünf Minuten sind wir immer noch auf dem Weg. „Diese Haus ist eindeutig zu groß!“ schimpfe ich. „Ach, ist das so?“ Erschrocken fahre ich herum, da steht er. Draco. Ganz gelassen grinsend. „Musst du dich so anschleichen?“ fauche ich. „Muss? Ich denke nicht. Aber ich kann, und das ist das Entscheidende.“

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    Ich verdrehe die Augen. „Hahaha.“ „Übrigens, wir sind da. Durch die Tür da“ grinst Draco, geht an mir vorbei und stößt Dobby grob beiseite. „Hey!“ fauche ich ihn an, „Du hast gerade fast Dobby niedergetrampelt!“ Er wirft mir nur einen gelangweilten Blick zu, „Wir haben genug Hauselfen!“ Damit verschwindet er im Esszimmer. Ich wende mich an Dobby. „Bist du in Ordnung, Dobby?“ frage ich freundlich. „Machen Sie sich keine Sorgen, Miss“ piepst der Elf zurück. „Dobby ist es gewöhnt.“ meint er traurig, und deutet auf seine vielen Verbände, die mir erst jetzt auffallen. „Den-bring- ich-um!“ stoße ich hervor, laufe Draco nach und ziehe im Gehen meinen Zauberstab.
    (Ich weiß, ich weiß, ich weiß. Heute ist es sehr wenig, aber die Schule ist über mich hergefallen, sorry!)

    7
    „Draco!“ Der blonde Junge blickt erschrocken in mein wütendes Gesicht. „Layla? Was ist los?“ „Was los ist!“ Ich drücke ihm meine Zauberstabspitze zwischen die Augen. „Dein armer Elf! Das ist los! Ich habe gesehen, wie viele Verletzungen er hat!“ Draco entspannt sich. „Na und?“ „Hast du eigentlich mal daran gedacht, dass er auch Gefühle hat?“ „Er ist doch bloß ein Hauself. Es sind kleine, miese Kreaturen, nichts weiter.“ „Ich sehe gerade eine ganz besonders kleine, miese Kreatur! Sie steht vor mir und hat meinen Zauberstab im Gesicht, das einzig miese hier bist du!“ Eine blasse Röte kriecht in seine blassen Wangen. „Was erlaubst du dir eigentlich?“ „Jedenfalls nicht so viel wie du, du widerwärtiger Fiesling!“ Draco duckt sich unter meinem Zauberstab weg und stößt mich zurück. „Du wertloses, kleines Stück Dreck“ knurrt er. „Abby, Hermey, Wizzy!“ Mit einem lauten Knall erscheinen drei verängstigte Hauselfen. „Nehmt ihr den Zauberstab ab!“ befiehlt Draco. Die drei kleinen Gestalten wuseln auf mich so. Einer umklammert meine Beine, der zweite hält meine Arme fest und der dritte pflückt mir den Zauberstab aus der Hand. „Draco! Was soll das werden?“ schreie ich wütend. „Vorsichtsmaßnamen“ erwidert der nur. Jetzt zog er seinen eigenen Zauberstab. „Kein Schlammblut beleidigt mich ungestraft!“ „Du bist wahnsinnig!“ Er grinste gehässig. „Nein. Nur überzeugt davon, was man zutun hat, wenn man von einem dreckigen kleinen Schlammblut beleidigt wird!“ Die Hauselfen verschwinden, und ich taumle zurück. „Was ist mit dir los, Draco?“ „Mir ist langweilig!“ Das ist nicht sein Ernst! „Wie du was, kleines Schlammblut? Ich habe dich gar nicht freiwillig eingeladen! Ich musste es tun, weil mein Vater es so wollte! Er will wissen, was an die anders ist, was an dir so besonders ist, dass du als Schlammblut nach Slytherin gekommen bist!“ Geschockt und traurig starre ich ihn an. „Du lügst“ sage ich tonlos und lehne mich gegen die Wand. Draco schüttelt grinsend den Kopf und ich weiß, dass er nicht lügt. „Ich hasse dich, nach wie vor! "

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    Er steckt wenigstens den Zauberstab weg und kommt auf mich zu. Plötzlich bleibt er wie erstarrt stehen, dreht sich um und geht. Er geht einfach. Erstarrt schaue ich ihm nach. Die Tür öffnet sich wieder: Es ist Dobby! „Miss?“ piepst der Elf. „Geht es Miss gut? Kann Dobby helfen?“ „Hallo, Dobby. Kannst du mich zum Ausgang bringen?“ Dobby nickt mit flatternden Ohren. Er kommt auf mich zu, nimmt meine Hand, und im nächsten Moment sind wir vor dem Tor, welches die Grenze zum Landsitz der Malfoys markiert. „Hier muss Dobby sich von Miss verabschieden!“ Jetzt sehe ich auch meinen Koffer neben mir stehen. „Danke, Dobby. Ich kann dir nicht helfen, oder?“ Dobby schüttelt den Kopf. „Mach's gut, kleiner Elf!“ verabschiede ich mich und stoße die gewaltigen Tore auf. Einen Schritt noch, dann gibt es kein Zurück mehr. Ich winke Dobby noch einmal zu, dann gehe ich einfach drauf los.
    Ich bin noch nicht weit gekommen, als ich hinter mir ein leises Zischen vernehme. Ich habe eine gute Ahnung, was das Geräusch verursacht, trotzdem drehe ich mich nicht um, sondern gehe einfach weiter. Aus den Augenwinkeln sehe ich ihn zuerst, dann schwebt er vor mich und zwingt mich, stehen zu bleiben. Draco auf seinem Besen. „Layla!“ meint er genervt, „Beruhig dich mal!“ Ich verdrehe die Augen. „Ich mache dir keine Vorwürfe. Höchstens deinem Vater, aber was dich betrifft: Ich würde auch niemanden mögen der verw-“ erschrocken schlage ich mir die Hand vor den Mund. Kann ich nicht wenigstens einmal nachdenken, bevor ich spreche? „Verwandt? Mit wem?“ „Ich dachte, du stellst keine Fragen.“
    „Jetzt hast du es schon erwähnt! Mit welchem Slytherin bist du verwandt?“ „Vergiss es, Malfoy!“
    „Willst du wenigstens deinen Zauberstab zurück?“
    „wenn du mich danach in Ruhe lässt?“
    „Vergiss es. Bei Dumbledores verfluchtem Silberbart, jetzt komm schon zurück!“
    Überrascht starre ich ihn an. „Jetzt fängst du schon an wie ich, zu sprechen.“ Draco verzieht das Gesicht. „Komm sofort wieder mit zurück!“ Ich seufze. „Draco. Du kannst doch froh sein, wenn ich abhauen will?“ „Nein. Weil..“

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    Er zögert. Gar nicht so seine Art. „Vorhin, als ich gesagt habe, das eigentlich mein Vater das eingeleitet hat habe ich nicht gelogen. Anfangs war ich auch gar nicht einverstanden damit, aber irgendwann ist mir aufgefallen, dass du gar nicht so schlimm bist.“ Was für ein Kompliment“ schnaube ich. Draco verdreht die Augen. „Du weißt wie ich bin!“ „Hä?“ Er scheint mit sich zu ringen. „Eigentlich finde ich dich nett und..so. Kommst du jetzt mit oder nicht, du nerviges kleines Schlammblut?“ „Na, wenn du sob drauf bestehst..“ erwidere ich grinsend. Aber natürlich ist Draco nicht gerade der Gentleman von Welt, packt mich einfach am Kragen und zieht mich hinter sich auf den Besen. Er fliegt nur wenige Zentimeter über dem Boden, dafür aber umso schneller. Leicht erschrocken klammere ich mich fest an ihn. In halsbrecherischem Tempo schießen wir auf das Tor zu. Wenn Draco nicht will, dass wir gegen das massive Holz krachen, müsste er jeden Moment anhalten. Tut er aber nicht. Mit einem entsetzten Stöhnen vergrabe ich mein Gesicht in Dracos Rücken, als wir nur noch einen Meter von dem Tor entfernt sind. Weitere Sekunden vergehen, nichts geschieht. Vorsichtig schaue ich wieder nach vorn. Wir sind auf dem Landsitz, irgendwie sind wir genau durch das Tor geflogen. Kaum das der Besen anhält, kippen Draco und ich zur Seite, ich, weil ich ziemlich perplex bin und Draco hält sich stöhnend die Rippen. „Du hast einen verdammten Klammergriff!“ keucht er. „Und du kannst durch Holz fliegen!“ Er grinst. „Schutzzauber gegen dich wurden letzte Nacht beseitig.“ Erst jetzt wird mir bewusst, wie befremdlich die ganze Situation ist, weil wir ziemlich seltsam daliegen. Bessergesagt, nicht seltsam, sondern einfach so, dass es mich ziemlich nervös macht: Mein Kopf liegt auf Dracos Brust und ist seinem Gesicht zugewandt. Mit hochroten Wangen richte ich mich schnell auf, aber Draco bleibt erstaunlich ruhig. „Was ist denn?“ grinst er. „Mache ich dich nervös?“ Verlegen schaue ich auf meine Fingerspitzen. „ich weiß, ich habe dir versprochen keine Fragen zu stellen..aber warum schaust du morgens immer so unglücklich? Und abends, vor dem Schlafengehen?“ Oh nein. Er hat es gemerkt. „Ich war doch erst eine Nacht hier?“ Darco nickt nachdenklich. „Auch in Hogwarts.“ „Albträume“ murmele ich. „Da muss doch mehr dahinter stecken?“ „Du stellst offiziell keine Fragen, schon vergessen?“ Er verdreht die Augen. „Also ja.“ Ich seufze. „Draco, hör auf damit. Wenn ich aus Versehen doch etwas sage, kann es für mich sehr gefährlich werden. Und auch für dich“ füge ich hinzu. Draco schluckt. „Hört sich nicht so verlockend an.“ Er mustert mich kurz. „Hör zu“ sagt er ziemlich schnell, „Das tut mir jetzt sehr leid, weil ich ich deinen Augen ja so ein..ein.. du weißt schon bin.“ Dann schlingt er die Arme um mich, zieht mich zu ihm herunter und hält mich einfach tröstend fest.
    --Zeitsprung--
    „Vor einem habe ich Angst“ meine ich, und schaue mich auf dem Bahnhof um. „Hat es mit deinen, Albträumen' zu tun?“ raunt Draco und schiebt seinen großen Gepäckkarren geschickt um ein paar Orangenschalen herum. „Das ist harmlos dagegen“ erwidere ich düster. „Pansy. Falls sie sieht, dass wir hier zusammen kommen, bin zumindest ich schonmal tot.“ Draco lacht. „Und wie sie das sehen wird! Ich bin froh, wenn sie mir zwei Minuten mal nicht auf die Nerven fällt!“ ich schüttle den Kopf. „Nicht sehr nett.“ „Na und?“
    „Also, willst du zuerst gegen die Wand rennen?“ frage ich Draco. „Nee, eher durch!“ Ich verdrehe die Augen

    10
    „Dann eben durch.“ „Wie wär's mit zusammen?“ Ich ziehe die Brauen hoch. „Habe ich das gerade richtig gehört? Darf ich dich daran erinnern, dass du Muggelstämmige hasst? Und jetzt willst du mit einem zusammen aufkreuzen?“ Draco runzelt die Stirn. „Wie lange willst du mich damit noch nerven? Wahrscheinlich ist es jetzt zu spät. Ich werde nie Schlammblüter mögen, aber du bist...zählst nicht.“ „Ich zähle nicht? Wieso das?“ Malfoy Senior räuspert sich. Ich zucke zusammen, seit wann steht er schon hinter uns! „Also?“ drängt Draco. Ich nicke. „Also gut.“ Wir stellen uns nebeneinander, rennen gleichzeitig los und kommen auf Gleis 9¾ an. Durch die Menschen hindurch sehe ich kurz das Mopsgesicht von Pansy. „Oje“ murmle ich. Auch Draco sieht sie. Dann sieht sie Draco. Schließlich mich. Wie ein wütender Pitbull stürmt sie auf uns zu. „Draci! Wer, also was macht die denn mit dir zusammen!“ „Ich-also- Hör mal, Pansy. Du steigerst dich da in was rein, glaube ich-“ „Ich steiger mich in gar nichts rein! Was hat sie bei dir verloren!“ Grinsend entferne ich mich und beobachte das Geschehen aus der Ferne ein paar Minuten lang, bis ich irgendwann einfach in den Zug steige. Ich suche mir ein leeres Abteil und warte.
    Irgendwann stolpert Draco herein. „Das du mich da alleingelassen hast!“ Ich zucke mit den Schultern. „Du hast es verdient!“ „Sehr lustig.“ Ich lächle ihn an. „Finde ich auch!“ Wenn Blicke töten könnten… Aber Blicke töten nicht. Anders als Menschen. Plötzlich finde ich seine komischen Haare gar nicht mehr so schlimm. Und seine Augen...so..grau..starren mich irgendwie an. Was? Wieso guckt er so? „Hallo? Erde an Draco?“ „Hmm?“ Dann schreckt er auf. „Was?“ „Warum schaust du mich so an?“ „Ich? Dich? Tu ich nicht!“ Irgendwie süß..Stopp. Nein. Halt an. Plötzlich wird mir bewusst, in welche Gefahr ich ihn bringen würde, wenn ich ihn..mag. Voldemort. Abrupt stehe ich auf und renne aus dem Abteil.
    ~
    Verwirrt starre ich ihr nach. Was war das jetzt? Müde lehne ich meine Stirn gegen die Scheibe. Ich muss herausfinden, was das für Träume sind! Sie ist ein Schlammblut! ermahne ich mich. Aber das ändert nichts. Ich kann es mir nicht mal selbst gestehen! So ein Quatsch! Es ist einfach nur Unsinn! Wo ist sie eigentlich hin?

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    Ich betrachte die einzelnen Regentropfen, die jetzt an der Scheibe zerplatzen. Jetzt kocht Wut in mir hoch. Kann die sich vielleicht mal entscheiden? Entschlossen springe ich auf, schnappe meinen Koffer und trete auf den Gang. Lange dauert es nicht, bis ich auf Crabbe, Goyle und Pansy stoße. Pansy schmollt immernoch, aber alle drei himmeln mich immernoch an. „Wo warst'n du?“ grunzt Goyle. Ich zucke mit den Schultern. „Geht euch nichts an.“ Seufzend lasse ich mich neben Pansy fallen. Am liebsten würde ich mich jetzt mit Layla über Quidditch unterhalten, oder mit ihr über Hauselfen streiten.
    ~
    Langsam schlendere ich zurück zu unserem Abteil. Was soll ich Draco gleich sagen? Ich schiebe die Abteiltür auf, öffne den Mund. Niemand da. Kein Draco. Enttäuscht starre ich aus dem Fenster. Meine Schuld, alles meine Schuld. Ich stehe wieder auf und gehe wieder den Gang entlang. Durch die Schiebetüren schaue ich ich die Abteile, dann sehe ich ihn. Zusammen mit Pansy, Crabbe und Goyle. Draco starrt aus dem Fenster und ignoriert Pansy, die ihm an der Schulter klebt, gekonnt. Immerhin scheint er nicht sehr begeistert von seiner Gesellschaft.
    ~
    Genervt drehe ich den Kopf zu Pansy, um ihr Geplapper irgendwie zu stoppen. „Ja und dann, dann hab ich ihm von dir erzählt, weil- Draci? Was guckst du da denn so an?“ Immerhin hat sie aufgehört zu reden, aber das ist mir jetzt auch egal. Draußen, vor dem Abteil steht Layla, und sie sieht unendlich traurig aus. „Wartet mal kurz hier“ murmle ich, stehe auf und gehe zu Lay. Zusammen gehen wir ein paar Schritte von den drei anderen Slytherins weg, dann bricht sie das Schweigen. „Es tut mir Leid, dass mit vorhin..“ Mit gemischten Gefühlen mustere ich sie. „Erklär dich mal.“ Lay's Gesichtsausdruck verzieht sich gequält. „Ich kann nicht!“ Da drehe ich mich um, und gehe. „Warte doch Draco!“ Es ist schön, wenn sie meinen Namen ausspricht, aber ich warte nicht. Ihre Hand legt sich flehend auf meine Schulter. „Ich kann nicht! Ich darf nicht! Es wäre regelrecht lebensmüde. Bitte! Ich weiß, das ist ziemlich blöd für dich, aber es ist..gesünder wenn du es nicht weißt!“ Ich stoße Layla weg. „Hau ab, blödes Schlammblut!“ Dann gehe ich zurück zu meinen Schoßhündchen.
    ~
    Kraftlos sacke ich auf dem g
    Gang zusammen. Na toll. Ich kann nicht verhindern, dass einzelne Tränen über mein Gesicht laufen. „Hallo? Geht's dir gut?“ Irritiert schaue ich hoch. Vor mir steht ein rothaariges Mädchen, vielleicht ein Jahr jünger als ich selbst. Ich schüttle den Kopf. „Was ist los?“ Mitfühlend hockt sie sich neben mich. „Tut mir Leid“ antworte ich, „Ich kann es dir nicht erklären.“ Das Mädchen zuckt mit den Schultern. „Dann komm wenigstens zu mir und meinen Freunden ins Abteil.“ Vorsichtig lächle ich sie an. „Danke. Wie heißt du? Ich bin Layla.“ Auf dem Weg zu ihrem Abteil erzählt sie mir, dass sie Ginny heißt, dass sie heute das erste Mal nach Hogwarts geht und wie sehr sie sich freut.

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    Als ich jedoch ihre Freundin sehe, vergeht mir jedoch das Lächeln. „Granger? Bist du nicht eine Freundin von Potter!“ „Was willst du hier? Bist du nicht diese komische Slytherin? Und seit neustem Malfoys Anhängsel, wie ich gehört habe!“ das Blut schießt mir in den Kopf. Ginny starrt mich perplex an. „Du bist..'ne Slyterin? Mit Malfoy befreundet?“ „Ich bin nicht mit Draco befreundet! Aber ja, ich bin in Slytherin. Wollt ihr mich deshalb verurteilen?“ Ginny und Granger tauschen verunsicherte Blicke. Wütend drehe ich mich um, aber Ginny hält mich zurück. „Ich tu das nicht!“ meint sie. „Aber bist du wirklich nicht mit Malfoy befreundet? Ich hab euch auch gesehen, als ihr zusammen angekommen seid, da saht ihr doch ziemlich vertraut-“ „ICH BIN
    NICHT MIT DRACO BEFREUNDET!“ schreie ich zornig. Die beiden schauen mich erschrocken an. „Nicht mehr.“ Jetzt muss ich fast wieder weinen. Nein, nicht vor diesen Beiden. Ich will das nicht, kann es aber nicht verhindern. „Er hasst mich“ schluchze ich. „Liebeskummer wegen einem Malfoy…?“ wundert sich Granger. „ICH HAB KEINEN LIEBESKUMER!“ Ich lüge mich selbst an. Ich will das absolut nicht. Vielleicht will ich schon, aber wenn ich so an Voldemort denke...sollte er meine Mutter aus irgendeinem Grund als Druckmittel verlieren, würde er sich denjenigen als nächstes schnappe, der mir wirklich etwas bedeutet. Ginny und Granger mustern mich immer noch ratlos. „Wo sind, ähm, eigentlich Potty und Weaslebee?“ versuche ich vom Thema abzulenken. Jetzt sehen die beiden fast noch ratloser aus. „Keine Ahnung! Sie sind nicht auf dem Gleis aufgetaucht.“ „Aha“ murmle ich. Dann überlege ich einen Augenblick. „Moment! Was soll das heißen, sie sind nicht aufgetaucht?“ „Sie sind nicht aufgetaucht!“ Besorgt starre ich aus dem Fenster. Wenn ER etwas damit zu tun hat? Ich werde schon paranoid. Ginny kichert. „Besorgt wegen Harry und Ron? Du!“ „Ach Ginny“ seufze ich.
    Granger wirft mir einen angewiderten Blick zu. „Was!“ frage ich sie. „Naja“ meint sie etwas hochnäsig, „Wie kann man einem Malfoy nachtrauern und gleichzeitig um jemanden wie Harry und Ron besorgt werden? Die Niveauunterschiede-“ „Das ist nicht dein Ernst!“ fahre ich sie an „Du kennst ihn einfach nicht!“ Sie verdreht bloß die Augen. „Beruhige dich mal.“ Die Tür geht auf. „Hey, Schlammblut, komm mal hier raus!“ Granger und ich blicken gleichzeitig auf. Draco wirft Granger einen verächtlichen Blick zu. „Nicht du. Das Klammeräffchen.“ Schockiert und mit heißem Gesicht starre ich ihn an. „Das- du! Nenn mich nicht so!“ Er grinst. „Du hast mir die zwei mal, wo wir beide auf einem Besen waren, fast die Rippen gebrochen, also..“ Ginny straft mich mit einem entsetzten Blick. „Also, kommst du jetzt?“ Verwirrt stehe ich auf und folge ihm nach draußen auf den Gang.

    13
    Arrogant schaut er mich von oben herab an. „Warum bist du eigentlich so groß?“ beschwere ich mich, „Das ist ja nicht auszuhalten, wenn man mit dir redet!“ Er hebt die Brauen. „Bist du nicht..wütend?“
    „Ich? Auf dich?“
    „Ich frage dich nicht mehr aus.“
    „Danke. Ich..ich versuch mal es dir zu erklären..irgendwie… Also, Tatsache ist, mein..Vorfahr..ist..nicht so,ähm, nett? Sagen wir, dein Vater ist ein Lämmchen gegen seine Wutanfälle,“ Dracos Augenbrauen wandern noch höher, „Und..manchmal, wenn ich mich nicht nach seinen Wünschen richte, sucht er..Druckmittel, also Sachen...Leute die mir nahe- äh, die ich mag. Und..ja...ähm“ ende ich wenig elegant. „Er erpresst dich? Mit anderen Menschen!“ Ich schlucke. „So..kann man das nennen..“ „Bei Salazar Slytherin!“ stöhnt Draco und haut den Kopf gegen die Wand. „Ich will dich nicht in Gefahr bringen“ flüstere ich mit heiserer Stimme. Er murmelt leise und unverständlich vor sich hin. Mit schräggelegtem Kopf mustere ich ihn. „Du musst wem Bescheid sagen!“ „Das ist nicht so einfach...“ unterbreche ich ihn. „Wieso?“ „Er ist ein zu guter Zauberer.“ Draco runzelt die Stirn. „Na dann… Was...macht er denn so mit seinen..Druckmitteln? Und hat er schon jemanden?“ Ich schlucke. „Layla?“ „Meine..Mum“ antworte ich langsam. Draco stöhnt entsetzt. „Das glaub ich einfach nicht!“ „Könnten wir jetzt vielleicht über irgendwas anderes reden?“ Er zuckt mit den Schultern. „Komm doch mit mir zu Pansy und so.“ Ich seufze. „Wenn's nicht anders geht.“
    Im Abteil setze ich mich gleich neben das Fenster, Draco neben mir und im nächsten Moment hängt Pansy schon an seiner anderen Seite. Ich lehne die Stirn an die kühle Fensterscheibe und lasse die Gedanken kreisen.

    Genervt stehe ich auf. „Was gibt’s jetzt schon wieder?“ Langsam wird dieses Haus mir vertraut. Nach wenigen Sekunden klingt die bekannte, kalte Stimme durch meinen Kopf. „Du hast dem jungen Malfoy ja eine Menge erzählt...“ „Na und? Nicht so viel, dass er auf dich kommen würde.“ „Sag es ihm.“ Habe ich mich da gerade verhört? „Was?“ „Erzähl ihm, wer ich bin..“ „Wieso sollte ich..?“ Doch ich bin schon aufgewacht.
    ~
    Ich betrachte nachdenklich Laylas Kopf, der auf meiner Schulter liegt. Ob sie jetzt diese, Albträume' hat? Pansy neben mir starrt Pansy wütend auf Lay. „Pansy, hör auf damit.“ „Womit?“ „Layla so wütend anzustarren.“ Sie presst die Lippen zusammen. „Wieso nimmst du sie eigentlich immer in Schutz?“ schmollt sie. „Weil-“ „Wieso sollte ich?“ murmelt Layla im Schlaf ganz leise. Dann schlägt sie die Augen auf. Ihre Augen waren das erste, die mir aufgefallen sind.
    ~
    Blinzelnd gewöhne ich mich nur langsam an das helle Licht. Es ist kein schönes Erwachen, da Crabbe und Goyle vor mir sitzen und sie das erste sind, was ich sehe. Seufzend drehe ich den Kopf zur Seite. Schon besser, da ist Draco. „Offenbar eignet sich meine Schulter gut als Kopfkissen?“ grinst der. Schnell richte ich mich auf. „Wie lange habe ich geschlafen?“ „In etwa einer Stunde sind wir in Hogsmeade“ antwortet jemand vom anderen Ende des Abteils. „Linda!“ frage ich ungläubig. Meine Freundin nickt lächelnd. „Du, Layla, kann ich vielleicht kurz mit dir sprechen?“ Draco mischt sich ein: „Geheimnisse?“ „Mädchengeheimnisse“ grinst Linda. „Ich kann sehr feinfühlig sein!“ behauptet Draco. Linda verdreht die Augen, nimmt mich am Arm und zieht mich auf den Gang. „Also..was ist?“ Misstrauisch mustert sie mich. „Was man von dir so hört..“ „Was hört man denn von mir?“ Linda fährt sich durch die langen, goldbraunen Haare. „Zuerst kommst du mit den Malfoy-Männern persönlich hier auf, treibst dich im Zug zusammen mit dem herum und niemand weiß, wo ihr seid. Und vorhin, als du mit dem Kopf auf seiner Schulter geschlafen hast, erzählte dein Freund uns freudestrahlend, dass du den halben Sommer bei ihm verbracht hast! Stimmt das etwa alles!“ „Naja..“ antworte ich lahm, „Ich war nicht den halben Sommer bei ihm, es waren nur zwei Wochen..aber der Rest, ich befürchte, ja das stimmt.“ Linda schüttelt den Kopf. „Das glaub ich einfach nicht! Vor den Sommerferien wart ihr-“ „Ich weiß! Ich weiß!“ unterbreche ich sie. Linda beugt sich vor, flüstert jetzt fast. „Ist da etwas zwischen euch?“ „Nein!“ Sie grinst. „Also ja.“ Ich schweige. „Komm, dann gehen wir jetzt mal zurück, oder?“ Möglichst den neugierigen Blicken der anderen ausweichend setze ich mich an meinen alten Platz. Draco mustert mich skeptisch. Pansys böse Blicke missachtend flüstert er mir leise ins Ohr: „Was solltest du? Du hast, kurz bevor du aufgewacht bist, im Schlaf sowas gesagt wie, Wieso sollte ich?'.“ Jetzt muss ich mich entscheiden, sagen oder nicht sagen? „Das erfährst du später“ raune ich zurück, „Ich kann dir nachher sagen, wer der große Slytherin ist, von dem ich abstamme!“ Dracos Augen werden fast so groß und rund wie die von Hauselfen.

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    „Ich freu mich drauf!“ grinst er. „Freu dich nicht zu früh“ gebe ich zurück. Die restliche Fahrt vergeht wie im Flug. An Pansy, Crabbe oder Goyle liegt das sicher nicht, aber jede Zeit vergeht schnell, wenn man an Draco Malfoys Schulter gelehnt dasitzt.
    Sobald der Zug steht, strömen alle Schülerscharen Richtung Hogwarts, doch ich halte Draco zurück. „Draco, bis es die nächste Gelegenheit gibt, es dir u erzählen könnte es ziemlich lange dauern. DU musst nur versprechen, es niemandem zu erzählen. Wirklich niemandem!“ Er nickt nur. „Es ist- er ist..du-weißt-schon-wer!“ Fragend blickt er mich an. „Nein, ich weiß nicht wer?“ „So meinte ich das nicht. Alle nennen ihn so..V...Voldemort!“ Draco macht einen Satz zurück, als hätte ich ihn ins Gesicht geschlagen. Jetzt schaut er mich an, als sähe er mich zum ersten Mal. Draco macht einen weiteren Schritt zurück. „Bitte Draco..Ich kann doch nichts dafür!“ flehe ich. „Das..Das ist widerwärtig! DU bist widerlich!“ stößt er hervor, dreht sich um und rennt den anderen so schnell er kann hinterher. Ein paar Schritte taumle ich ihm hinterher, dann breche ich einfach zusammen. Das ist nicht fair! Einfach nicht fair! Jetzt hast du mich endgültig. Langsam fängt es an zu regnen, aber ich bleibe einfach liegen. Wie lange weiß ich nicht, bis eine scharfe Stimme mich aus den Gedanken reißt. „Miss (Ja jetzt nehme ich einfach mal irgendeinen Nachnamen, dummerweise ist mir erst jetzt aufgefallen, dass Layla noch keinen hat, sorry) Tale?“ Müde schaue ich hoch. „Was tun Sie da?“ „Professor McGongall?“ murmle ich, „Das verstehen Sie nicht..“ „Ich verstehe mehr, als man erwarten könnte!“ Langsam stehe ich auf und blicke in den strömenden Regen, der aus dem Himmel fällt. „Miss Tale. Mir-und nicht NUR mir- ist aufgefallen, dass Sie im letzten Teil des vergangenen Schuljahrs sehr merkwürdige Verhaltensweisen gezeigt haben. Professor Dumbledore würde gerne mit ihnen sprechen.“ Wäre jetzt eine Wand in meiner Reichweite, würde ich definitiv den Kopf dagegen schlagen. „Ich erzähle Ihnen gar nichts.“ „Sagen sie das dem Schuldirektor.“ Entschlossen schreitet sie voran und ich folge ihr zum Schloss.
    McGonagall bringt mich zu Dumbledores Büro. Offenbar ist es schon sehr spät, denn wir begegnen keiner Menschenseele. In Dumbledores seltsamen Raum mustern mich die beiden Lehrer nachdenklich. Nach etwa zwei Minuten habe i h dieses Gestarre satt. Mein komplettes Leben besteht irgendwie nur noch daraus, angestarrt zu werden. „Also! Was wollt ihr von mir?“ Dumbledore legt seine Fingerkuppen aneinander und scheint mich mit seinem Blick über die Halbmondbrille zu rönchen. „Layla, warum bist du so verschlossen, merkwürdig, geheimniskrämerisch, abweisend-“ „Ich hab's verstanden! Und nein, ich erzähle nichts!“ „Layla“ fährt der Alte fort, „Dieser Raum ist vielleicht einer der sicherste Orte. Niemand bekommt hier etwas davon mit, was gesprochen wird.“ Mit der flachen Hand schlage ich auf den Tisch. “Das hoffe ich auch! Sonst bin ich vielleicht morgen tot!“ Leicht hysterisch tigere ich hin und her.

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    Die Tür zum Büro schwingt auf. „Sie können gehen, Miss Tale.“ Wütend stürme ich aus dem Raum.
    ~
    „Was ist denn eigentlich mit dir los?“ grummelt Crabbe. „Ach, halt doch die Klappe!“ schieße ich zurück. Die alle nerven. Wo ist eigentlich Layla? Egal, denke ich, das ist mir sowas von egal wo die steckt. Hoffentlich taucht diese Missgeburt gar nicht mehr auf. Hoffnungsvoll spähe ich zur Wand, durch die man in den Gemeinschaftsraum kommt. Nichts...ist sowieso egal. Genau, ganz egal. Absolut. Was sie wohl gerade macht? Da, sie kommt mit tödlichem Gesichtsausdruck durch die Wand marschiert. „Layla! Wo warst du?“ Miley stürmt auf sie zu. „Nirgendwo!“ Perplex bleibt Miley stehen, während Layla in den Mädchenschlafsaal verschwindet. Ich springe auf und will ihr hinterer. Ach nein, sie ist ja egal. Und verwandt mit dem größten schwarzen m
    Magier...andererseits kann sie ja nichts dafür! Genau. Ich mache ein paar Schritte ihr nach. Aber sie ist egal. Ich mache einen Schritt zurück. „Draco? Alles klar? Geht's dir gut?“ Linda steht mit skeptischen hinter mir. „Was? Ja..äh ja klar.“ „Geh ihr schon nach!“ „Warum sollte ich?“ Abwesend starre ich auf die Treppe zum Mädchenschlafsaal. Miley stellt sich neben Linda. „Geh schon!“ Ich lasse mich wieder auf mein Sofa fallen. „Vergesst es!“ Oh nein, denke ich, als zusätzlich noch Milli und Erica auftauchen. Erica funkelt mich böse an. „Was habe ich jetzt schon wieder gemacht?“ knurre ich gereizt. „Ich kann Lay zwar auch nicht mehr ausstehen, seit sie so verschlossen geworden ist. Aber immerhin hat sie die Ferien bei dir verbracht. Und es ist sowas von offensichtlich, was dazwischen euch ist!“ „DA IST NICHTS!“ Zufrieden beobachte ich, wie die vier einen Satz zurück machen. Linda gibt Milli und Miley ein Zeichen und die drei packen mich am Arm und schubsen mich die Treppe runter, die sich augenblicklich zu einer Rutsche umformt. Mit dem Kopf voran krache ich gegen die Tür.
    ~

    16
    ~
    Gedankenverloren mustere ich das Bild von Ginger. Ob es ihr wirklich gut geht? Von oben dringen aufgebrachte Stimmen. Kann diese beschissene Welt nicht mal für zwei Minuten still sein! Mit einem lauten Krach! Schlägt etwas gegen die Tür, welche prompt auffliegt. Erschrocken mache ich einen Hüpfer zurück, als ein bewusstloser Draco in den Raum fliegt. Vorsichtig nähere ich mich ihm. Er liegt mit dem Gesicht zum Boden und bewegt sich nicht. Behutsam drehe ich ihn auf den Rücken. „Oh Gott!“ stoße ich hervor. An seiner Stirn läuft ein kleines Rinnsal Blut herab. Langsam hebe ich den Blick..und sehe die Delle in der Tür. „Hilfe!“ schrei ich verzweifelt nach oben Richtung Gemeinschaftsraum. In wenigen Minuten ist Snape herbeigeschafft, der Draco zum Krankenflügel schweben lässt.
    ~
    Mein armer Kopf...was ist eigentlich los? Langsam richte ich mich auf. Ich bin im Krankenflügel! Und da steht Layla, am anderen Ende und mustert mich kühl. „Was is' passiert?“ murmle ich, sie zuckt mit den Schultern. „Du bist gegen die Tür vom Mädchenschlafsaal gekracht und ohnmächtig geworden.“ Warum starrt sie mich so abweisend an. „Wieso..wieso guckst du so?“ Lay verengt die Augen. „Ach, wieder vergessen, was für eine Missgeburt ich bin? Oder wie widerwärtig?“ Jetzt fällt mir alles wieder ein. Erschrocken starre ich sie an. Layla presst die Lippen zusammen und dreht sich um. „Nein, warte!“ rutscht es mir heraus. Mit hochgezogenen Brauen schaut sie mich wieder an. „Das ist egal. Was ich gesagt habe..das..du weißt schon.. Mir egal wenn du-weißt-schon-wer dein...Vorfahr..Verwandter..was immer ist!“ Lay verdreht die Augen. „Sehr lustig“ meint sie und geht zur Tür. „Ich meine es ernst! Komm zurück kleines Schlammblut!“ Layla hält inne, und obwohl sie mit dem Rücken zu mir steht, weiß ich, dass sie gerade lächeln muss. Daher bin ich über ihre Antwort umso verwunderter. „So leid es mir tut, Draco. Aber vergiss es. Ich kann nicht..“ sagt Lay, und verschwindet. Mit offenem Mund starre ich ihr hinterher. Was glaubt die, wer sie ist! Niemand versetzt einen Malfoy ungestraft! Wütend lasse ich mich zurück in meine Kissen fallen und starre an die Decke. Die Tür geht erneut auf, im ersten Moment erwarte ich Layla, aber natürlich sind es Crabbe, Goyle und Pansy. „Geht es dir wieder gut, Dracooo?“ flötet Pansy und trappelt zu meinem Krankenlager. „Ach was, sowas ist gemeingefährlich!“ knurre ich. Die drei nicken zustimmend. Was für eine dumme Bande. Da frage ich mich, warum hauptsächlich solche Menschen mit inaktiven Gehirnzellen auf mich stehen. Irgendwie zum Verzweifeln. „Alle raus, einfach raus!“ schnauze ich die drei an. Zumindest in Gedanken. Schon fallen sie über mich her, mit Fragen darüber was genau eigentlich passiert ist und alles Mögliche, was niemanden interessiert. Doch ich kann mich nicht konzentrieren, ich muss die ganze Zeit an Lay denken.
    Da kommt Madame Pomfrey kommt angewuselt. „Gehen Sie alle mal zur Seite!“ Mit geschickten Händen untersucht Sie meinen Kopf. „Es geht Ihnen wieder gut. Sie können gehen, Malfoy!“ Abrupt richte ich mich auf, schwinge die Beine aus dem Bett und verlasse so schnell wie möglich den Krankenflügel.
    --Zeitsprung, 2 Wochen später--
    Zusammen mit Crabbe und Goyle mache ich mich auf den Weg zum schwarzen See. Wahrscheinlich der letzte, sonnige Tag hier. Die vergangenen Wochen liefen relativ gut, ich bin im Quidditschteam! Nur Layla eben auch...
    Mit meiner Rache an sie muss ich immer noch warten, es gab keine Gelegenheiten. „So dumm, dass die McGonagall uns ausgerechnet heute diesen zwei Fuß langen Aufsatz geben musste!“ meint Goyle. Ich strecke den Arm aus. „Wartet mal! Seht euch das an! Dieses kleine Streber-Schlammblut hat den Aufsatz schon!“ Layla steht direkt am Seeufer, mit dem Pergament in der Hand. „Ihr zwei bleibt hier stehen, kapiert!“ Goyle und Crabbe nicken. Leise schleiche ich mich von hinten an Lay heran, bis ich direkt hinter ihr stehe. Triumphierend grinse ich zu einer Gruppe anderer Slytherins herüber, und schubse Lay ins Wasser.
    ~
    Plötzlich ist da überall dieses eiskalte Wasser. Nicht tief, nicht hier vorne. Trotzdem liege ich flach drin. Allerdings lassen sich Klamotten, Haare und Haut trocknen, anders als Hausaufgaben…. Verzweifelt sehe ich zu, wie die Tinte vom Perganment ins Wasser fließt. Wieso bin ich überhaupt hier reingefallen? Ich drehe mich um und da steht Draco, mit Crabbe und Goyle. Wutentbrannt springe ich auf, zücke meinen Zauberstab. „Wingardium Leviosa!“ Was soll ich sagen, das ist der erste Spruch, der mir eingefallen ist...nur leider habe ich vergessen, wie man diesen bescheuerten Zauber abstellt. Also fliegt Draco unkontrolliert in die Luft. Ich muss ihn definitiv da weg holen. Also renne ich, so schnell ich kann, Richtung Quidditschfeld. Ich habe Glück! Gerade schwingen sich die Gryffindors auf die Besen. Ich stürme auf den nächsten zu. Es ist einer der Chaos-Zwillinge. Ich glaube, es ist George. Nein, Fred! Ich greife mir seinen Besen und einen Moment berühren sich unsere Hände. „Darf ich?“ grinse ich, „Ist ein Notfall!“ ich reiße ihm den Besen endgültig weg, steige auf und jage Richtung Draco. Kaum habe ich ihn eingeholt, verliert der Fluch die Wirkung und er stürzt schon nach unten, als ich ihn am Umhangärmel packe und hinter mich ziehe. „Was sollte das?“ faucht er. „Was das sollte? Du hast angefangen, als du mich in den See geschubst hast!“ Kaum das wir drei Meter über dem Boden sind, stoße ich Draco hinunter und fliege zurück zu Fred. Verlegen kratze ich mich am Kopf. „'tschuldigung!“ murmle ich, „Ich habe aus Versehen Draco Malfoy zum Fliegen gebracht..und..äh..dann nicht mehr einfach so runter bekommen...“ Fred grinst. „Dafür, dass du 'ne Slytherin bist, gefällst du mir eigentlich ganz gut!“ „Äh-danke..“ stammle ich. „Hast du vielleicht Lust, mal mit mir nach Hogsmeade zu gehen? An irgendeinem Wochenende?“ Ich lächle. Fred ist echt nett. „Gerne..Ich darf nur nicht, da ich zwei Jahre jünger bin als du, daher auch erst in der Vierten! Aber von dem, was man so von dir und deinem Bruder hört, stört dich das ja nicht, oder?“ Er schüttelt den Kopf. „Ich kenn ein paar Geheimwege!“ „Das hätte ich ja jetzt gar nicht erwartet...Was hältst du von während der Schulzeit?“ „Klingt noch besser!“ Plötzlich stöhnt er theatralisch auf und vergräbt das Gesicht in den Händen. „Oh nein! Ich verabrede mich mit einer Slytherin!“ Ich lache leise. „Ich bin eine Schlammblütige Slytherin! Hilft dir das?“ Fred nimmt die Hände vom Gesicht. „Nenn dich doch nicht Schlamm…! Aber ja, irgendwie erleichternd, das mein zwei Jahre jüngeres Date nicht komplett verkommen ist!“ Empört schnappe ich nach Luft. „Das ist kein..kein Date!“ „Ach Kleine, lüg dich doch nicht selbst an!“ meint Fred noch, dann dreht er sich um, und geht zu den anderen Spielern zurück.
    --im Gemeinschaftsraum--
    „Habe ich das gerade richtig verstanden!“ Millis Stimme wird von Wort zu Wort lauter, „Du hast ein Date mit einem Blutverräterischem Gryffindor, der zwei Jahre älter ist als du?“ Ich schrumpfe förmlich zusammen in meinem Sessel. „Naja, irgendwie schon, schätze ich..“ Draco Malfoy hebt den Kopf und wendet sich an Milli. „Was? Mit wem trifft sie sich?“ „Mit einem der Chaos-Zwillinge, glaube ich.“ „Mit Fred“ antworte ich. Draco verengt die Augen. „Wehe du triffst dich wirklich mit dem!“ Ich hebe die Brauen. „Was sollte mich hindern? Du!“

    17
    Er ballt die Hände zu Fäusten. „Absolut!“ „Ist da etwa jemand eifersüchtig?“ grinst Miley, verzieht sich aber bei Dracos Todesblick. „Wann trefft ihr euch?“ Ich runzle die Stirn. „Das werde ich dir gerade sagen!“ Er will nach seinem Zauberstab greifen, überlegt es sich aber anders, beugt sich stattdessen zu mir herunter und raunt drohend: „Du wirst da nicht hingehen! Das kann ich dir versprechen!“ bevor er sich umdreht und wieder verschwindet. „Auf was für einem Trip ist der denn?“ murmle ich vor mich hin.
    --am frühen nächsten Morgen--
    Es ist noch nicht ganz hell, gerade dämmrig. Leise stehe ich auf, schlüpfe in meinen Umhang und schleiche aus dem Schlafsaal. Noch ist im Gemeinschaftsraum niemand, also laufe ich direkt zur Wand. „Hinterrr dirr“ knarzt die Wand. „Hä?“ Doch schon im nächsten werde ich am Arm gepackt und herum gerissen. Ich stöhne genervt, denn vor mir stehen Crabbe, Goyle und..Draco. „Was wollt ihr?“ „Dich daran hindern, mit einem Weaslebee auszugehen!“ Ich verdrehe die Augen. „Wie denn? Wollt ihr mich fesseln oder irgendwo einsperren!“ Draco greift nach meinem Arm. Von ihm kann ich mich losmachen, nicht jedoch von Crabbe und Goyle. „Lasst mich los ihr Affen!“ Heftig trete ich den Beiden gegen das Schienbein. „Layla?“ klingt eine sehr gedämpfte Stimme durch die Wand. „Fred!“ „Verdammt, lass mich durch, blöde Wand!“ „Passwort!“ „Das Passwort ist-“ doch Draco hält mir den Mund zu. Ich jedoch beiße ihm einfach in die Finger. „Reinblüter!“ „Reinblüter“ kommt es von draußen, und die Wand wird widerwillig durchgehbar. Fred stürmt herein. Drei Zauber später liegen Draco, Crabbe und Goyle am anderen Ende des Gemeinschaftsraumes. Fred nimmt meine Hand und zieht mich wieder auf den Gang. „Verräter!“ schreit Draco mir noch nach, aber das ist mir egal. „Wo gehen wir hin?“ frage ich Fred atemlos. „Zu so einer Statue, wenn man dadurch geht, kommt man ich Honigtopf raus!“ „Genial! Gibt's eigentlich einen Ort, wo du richtig gerne mal hingehen würdest?“ (Halöle meine lieben Leser. Ich weiß ganz genau, dass Winkelgasss&Co was komplett anderes ist als Hogsmeade… Trotzdem würde ich das in dieser FF gerne zusammenpacken, da die Orte öfter vorkommen..solange das euch nicht 100% stört zumindest! Ich hoffe, ihr akzeptiert das:* ) „Ja schon..Ich würde zu gerne mal in die Nocturngasse, aber meine Mum“ Fred verdreht die Augen, „Erlaubt das nicht!“ Ich grinse ihm zu. „Das dürfte kein Problem werden..Ich kenne mich da aus! Ich habe den Sommer bei Burgin&Burkes verbracht! Weil meine Mutter..geschäftlich..unterwegs war..und so..“ „Wahnsinn! Ich will dahin!“ Ich nicke nur. Wir sind bei der einäugigen Hexe angekommen. Fred hilft mir in den Geheimgang und zusammen laufen wir einen engen Tunnel in den Honigtopf. Dort angekommen schleichen wir uns nach oben, und dann so schnell wie möglich nach draußen. Es wird jetzt hell und die ersten Läden öffnen, doch wir laufen direkt zur Nocturngasse. „Sollen wir dem lieben Burgin einen Besuch abstatten?“ Fred nickt, grinst und nimmt meine Hand. „Du bist unmöglich! Sogar Draco hat da mehr Manieren!“ „Malfoy?“ Ich nicke. Mit der freien Hand greift sich Fred an die Brust und stöhnt dramatisch. „Du wagst es, ich, Fred Weasley mit einem widerwärtigen kleinen Schleimsack namens Malfoy zu vergleichen!“ „Allerdings!“ erwidere ich und schlage ihm spielerisch gegen die Brust. „Hey, hier ist es!“ Ich halte an und deute auf den düsteren Laden. Burgin&Burkes. Schwungvoll stoße ich die Tür auf. „Hallo? Burgin? Ich bin's, Layla!“ Von weiterhinten kommen Schritte. „Layla?“ fragt Burgin nicht gerade freundlich, „Was willst du hier?“ „Jaja, freut mich auch, dich wiederzusehen!“ flüstere ich Fred zu. „Nichts Bestimmtes. Ich habe einen Freund mitgebracht, der sich das alles hier mal ansehen wollte!“ „Na dann guckt euch halt um, du kennst ja die Regeln!“ grummelt Burgin und verzieht sich wieder. „Ja mein Lieber, was willst du sehen? Gifte, Schrupfköpfe….Malfoys...“ „Malfoys?“ „Achtung! Malfoy im Anmarsch! Nicht Draco, sondern Lucius!“ Schnell verstecken wir uns weiter hinten im Laden und beobachten Malfoy, wie er den Laden betritt, eine Kiste in der Hand. Burgin kommt erneut an. „Mr Malfoy! Wie schön sie zusehen! Wollen sie jetzt den Rest abgeben?“ „Welchen Rest?“ flüstert Fred. Ich zucke mit den Schultern. „Schwarz-magisches Zeug eben. Er war schon während der Sommerferien hier! Du weißt ja, das Ministerium macht zurzeit Hausbesuche...Reinblütige Familien haben eben so ihre Geheimnisse...zumindest, wenn es keine Blutsverräter sind!“ grinse ich. „Werd bloß nicht frech! Meinst du, ich sollte wegen den Malfoys meinem Dad Bescheid sagen..?“

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    „Nein!“ zische ich, „Auf keinen Fall! Sonst werden Dracos Eltern noch eingesperrt oder so!“ Fred überlegt einen Moment, dann grinst er. „Schon gut. Ich sag niemandem was!“ Erleichtert lächle ich ihn an. „Danke. Willst du jetzt die Schrumpfköpfe sehen?“
    ~
    Missmutig starre ich die Rüstung vor mir. Vor etwa zwei Stunden waren die Beiden in dieser blöden Statue verschwunden. Ich beschließe, ihnen einfach zu folgen, beziehungsweise einfach in diesem Geheimgang zu warten. Filch war auch schon öfters hier. Ich tippe mit dem Zauberstab gegen den Buckel der Hexe und ahme leise Fred's Zauberspruch nach. Unbemerkt schlüpfe ich in den Geheimgang. Etwas nervös laufe ich los, eine schier unendliche Treppe mal nach oben, mal nach unten. Irgendwann halte ich an und fange an zu warten. Erschöpft lehne ich mich an die Wand, und merke gar nicht wie ich langsam wegdöse…
    „DRACO MALFOY!“ Erschrocken schlage ich die Augen auf. Verdammt! Ich bin tatsächlich eingepennt! Vor mir steht eine wutentbrannte Layla Tale, dahinter ein schadenfroh grinsender Weasley. „Spionierst du mir etwa hinterher! Hast du sie noch alle? Ich habe auch ein Leben ohne dich, schon vergessen!“ „Ich hab mir halt Sorgen gemacht..“ murmle ich, leicht verschlafen. „Du? Dir? Sorgen!“ Lays Stimme wird immer lauter. „Um MICH!“ Auf einmal beugt sie sich zu mir herunter, ganz dicht an mein Ohr und flüstert mit Schmerz in der Stimme: „Jetzt machst du dir Sorgen? So plötzlich? Wer hat mich denn stehen lassen, als ich am dringendsten jemanden brauchte, dem ich mich anvertrauen kann, hm? Das warst ja du! Wie überraschend..NICHT! Aber was du jetzt hier abziehst, das ist einfach krank, Draco!“ Schon hat sie sich wieder aufgerichtet und wendet sich zum Gehen. Nachdenklich schließe ich die Augen, als mich ihr Schlag unvorbereitet auf die Wange trifft. Im nächsten Moment sind die Beiden weg. Fluchend presse ich eine Hand auf mein Gesicht. Dieses Temperament muss sie von ihrem Großonkel haben..

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    ~
    „Genial!“ grinst Fred. „Wie du ihm einfach eine geklatscht hast!“ „Irgendwer musste es mal tun, oder?“ Fred nickt zustimmend. „Was hast du ihm eigentlich da zugeflüstert?“ „Ach...nur ein paar nette Beleidigungen!“ lüge ich entspannt. Mittlerweile sind wir beim Gryffindor-Gemeinschaftsraum angekommen. „Tja..hier trennen sich unsere Wege..“ „Vielleicht laufen wir uns ja mal über den Weg“ lächelt Fred, küsst mich auf die Wange und verschwindet im Gryffindor-Turm. Sprachlos starre ich ihm hinterher. Da hat ja Draco tatsächlich mehr Manieren. Ich drehe mich um, gehe Richtung Kerker als auf halber Strecke Draco sich mir in den Weg stellt. „Er hat dich geküsst!“ Och nee, Zickenkrieg á la Malfoy… „Du hast es gesehen?“ Draco nickt. „Pech für dich. Dein Wetteinsatz ist verspielt, kapiert!“ Er senkt den Kopf und ich gehe an ihm vorbei.

    Als ich die Augen aufschlage, stöhne ich genervt. Wann bin ich eigentlich eingeschlafen? „Auftrag Nummer eins...“ „Auftrag! Was soll das heißen?“ knurre ich die Stimme an. „Ich will, dass du die Tore zu Hogwarts beobachtest und in der Nähe bist, wenn jemand das Hogwartsgelände verlässt!“ Irritiert runzle ich die Stirn. „Damit du irgendwann eindringen kannst, oder wie?“ „Ganz richtig… Noch eine kleine Nebensache...Du darfst dich Malfoy bei allem anvertrauen!“ „Wieso?“ „Wieso nicht?“ Und dann wache ich auf.

    Ich lasse die Augen noch einen Moment geschlossen. Wann bin ich eigentlich in den Schlafsaal gegangen? Gar nicht… Jetzt weiß ich wieder wo ich bin: Im Slytherin-Gemeinschaftsraum. Auf einem der Sofas. Aber irgendetwas ist da noch, irgendetwas Vertrautes. Nein, denke ich, bitte lass es nicht das sein, was ich denke, dass es ist.. Ich schlage die Augen auf. Na toll. Das wievielte Mal ist es jetzt eigentlich, dass ich Dracos Schulter als Kopfkissen nutze! „Na, gut geschlafen?“ murmelt der schlecht gelaunt. „'tschuldigung“ sage ich, und entlaste seine Schulter. „Was deine Frage betrifft...kann ich nicht behaupten. Wie viel Uhr ist es überhaupt?“ „Drei Uhr morgens.“ Überrascht blicke ich ihn an. „Warum bist du dann hier?“ Draco zuckt mit den Schultern. „Wie man im Zug schon gesehen hat redest du ja ganz gerne. Wenn irgendjemand – warum auch immer – hier hin gekommen wäre, jemand, der nicht...eingeweiht...ist irgendwelche Sachen gehört hätte..naja also..komische Ragen, du weißt. Also bin ich hier geblieben, um dir notfalls den Mund zuzuhalten oder so..ähm.“ „Danke!“ murmle ich überrascht. Er steht auf. „Tja..also falls du irgendwen brauchst mit dem du reden willst..ich bin ja eingeweiht..“ Damit geht Draco zu den Jungenschlafsälen. „Draco, warte! Ich habe noch eine Frage!“ Er bleibt wortlos stehen. „Schnarche ich?“ Draco gibt ein rasch unterdrücktes Lachen von sich. „Nee. Aber du brabbelst Sachen von Aufträgen, mein Name kam auch irgendwo vor...“ Im nächsten Moment ist er schon verschwunden. Ich nehme an, so lautet eine Malfoyische Entschuldigung. Langsam gehe ich in meinen eigenen Schlafsaal zurück. Im Bett liege ich noch lange wach denke nach. Über graue Augen und blonde Haare, über rote Haare und blaue Augen, über Aufträge von Gut und Böse und über Entschuldigungen aller Art…
    Bei Snapes Haaren, das Leben ist kompliziert!

    Panisch fahre ich hoch. Draußen ist es noch düster, aber Miley und Linda zerren mich aus dem Bett. „Was los?“ Linda starrt mich entsetzt an. „Heute ist doch das Quidditchspiel gegen Gryffindor! Hast du das etwa vergessen!“ „Heilige Scheiße, ja habe ich! Wie viel Zeit habe ich noch. „Genug. Aber das du das vergessen hast..“
    Unten in der großen Halle bekomme ich kaum einen Bissen herunter. Mein erstes Quidditchspiel!
    Mit zittrigen Knien laufe ich den anderen Spielern hinterher. Kaum das wir uns umgezogen haben, müssen wir schon aufs Feld.

    Wir führen! Aber...was ist das! Draco scheint ein nettes Kaffekränzchen mit Potter zu halten, aber der scheint auf etwas ganz anderes fixiert, etwas neben Dracos Kopf. Der Schnatz! Draco sieht es nicht! Plötzlich muss ich grinsen, da mir eine gute Idee kommt.
    ~
    Ich will gerade ansetzen, etwas zu Potter zu sagen, als etwas von links auf mich zugezischt kommt. Ich drehe den Kopf. Vor meinem Gesicht schwebt der Schnatz! Instinktiv greife ich danach und habe ihn zwischen den Fingern. Wir haben gewonnen! Aber jetzt sehe ich auch, was das Zischen verursacht..Im nächsten Moment fegt der Klatscher mich auch schon vom Besen.

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    ~
    Ja ich gebe zu, ich habe nicht bedacht dass auch Draco nicht perfekt ausweichen kann. Aber wir haben gewonnen! Mit gefährlichem Tempo fliege ich zu dem am Boden liegenden Draco. Irgendetwas mit seinem Kiefer ist komisch… ein paar Meter weiter gibt es einen dumpfen Schlag. Der Klatscher hat offenbar auch Potter erwischt. Er sitzt am Boden und hält sich den Arm. Das glaube ich einfach nicht! Die halbe Welt stürmt zu ihm hin, kein Mensch schert sich um Draco. „Ham wi gewonn?“ nuschelt Draco fast unverständlich. „Ja!“ Ich streiche ihm ein paar einzelne Strähnen aus der Stirn. „Ja, wir haben gewonnen!“ Dann wird er ohnmächtig. „Hallo?“ rufe ich zu den Professoren hinüber. „Draco hat sich den Kiefer gebrochen!“ Keiner reagiert. Plötzlich höre ich Schritte hinter mir. Ich wirble herum, da kommt Lucius Malfoy auf mich zugeeilt. „Du!“ Er deutet mit dem Zauberstab auf mich. „Was hast du angerichtet!“ Schnell drehe ich mich um, fliehe vom Quidditchfeld.
    ~
    Der hässliche Schmerz in meinem Kiefer ist weg, zurückgeblieben ist bloß ein dumpfes Ziepen. Schonwieder bin ich im Krankenflügel. „Was ist passiert? Das Quidditchspiel! Wir haben gewonnen, oder? Wo ist Layla?“ Bevor ich irgendetwas begreife, höre ich ein Schluchzen und fliehende Schritte. „Was war das?“ „Pansy“ antwortet die düstere Stimme von Erica. „Und ja, wir haben gewonnen..Was Lay betrifft..“ Sie verstummt. In dem Moment, als alles still ist klingen von draußen Stimmen. „Lass mich durch!“ „Komm meinem Sohn nicht noch einmal zu nahe!“ Ich stöhne auf. Natürlich, mein Vater! Der wollte sich ja unsere Mannschaft auf den neuen Nimbus2001 ansehen. Trotz meines brummenden Schädels richte ich mich langsam auf, schlurfe zur Tür, zu den lauten, wütenden Stimmen. Kaum öffne ich die Tür, krache ich fast mit meinem Vater zusammen. Layla schiebt sich an ihm vorbei und fällt mir um den Hals. „Um Himmels Willen, Draco! Es tut mir so schrecklich Leid! Ich-“ „Vergiss es! Macht mir nichts aus, wirklich“ lüge ich, der Schmerz in meinem Kiefer macht mir durchaus etwas aus. „Hauptsache, ich lebe. Hauptsache zwei, wir haben gewonnen!“ „Hauptsache“ schaltet sich mein Vater ein, „Dieses Mädchen hier wird der Schule verwiesen!“ Entsetzt starre ich ihn an. „Was? Wieso das? Das ist nun mal so im Quidditch! Du bist im Unrecht!“ Mir fällt gerade auf, dass dies irgendwie das erste Mal ist, dass ich ihm widerspreche. Ich schiebe Layla zur Seite, und blicke meinem Vater direkt in die Augen. Nach ein paar Sekunden dreht er sich um und geht davon. „Danke“ murmelt Layla. Ich grinse ihr zu. „Kein Problem..Was sollte ich denn ohne dich machen?“ „Übrigens“ murmelt sie sehr, sehr leise, „Ich bin nicht mit Fred zusammen..oder so. Da ist nichts, wir mögen uns, ja, aber mehr..nein.“
    ~
    Er sieht so hübsch aus, wie er jetzt da liegt, schlafend, so entspannt..
    Trotz Madame Pomfrey Protesten bin ich bei ihm geblieben. Kurz schaue ich in sein Gesicht, um zu sehen, ob er wirklich schläft, dann nehme ich vorsichtig seine Hand. Genau in dem Moment schlägt er die Augen auf. Das Blut schießt mir in den Kopf, schnell will ich meine Hand zurückziehen, doch er hält sie fest. „Du bist schon komisch..“ murmelt er. „Ich kann mich halt zusammenreißen.“ Draco hebt die Brauen. „Und deshalb hast du meine Hand genommen, als du dachtest, ich schlafe?“ ich seufze. „Das ist es ja… Ich dachte, du schläfst. Bekommst nichts mit.“ „Und wieso kannst du es nicht..in echt?“ Ich senke den Kopf. „Das weißt du ganz genau.“ „Können wir das nicht mal vergessen?“ Verzweifelt starre ich die Decke an. „Wie soll das gehen?“ „Keine Ahnung.“ „Das ist der beste Plan, den ich je gehört habe..“ „Dann erzähl mir wenigstens von diesem Auftrag!“ Ich seufze. „Wenn's sein muss… Ich soll die Tor vom Schloss beobachten, wenn irgendjemand Hogwarts verlässt.“

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    „Und was habe ich damit zu tun? Warum hast du im Schlaf Malfoy gesagt?“ Gerade bei dieser Frage hat ich gehofft, dass er sie nicht stellt. „Er meinte, ich darf dich in alles einweihen.“ Bitte, bitte, bitte frag nicht… „Wieso?“ „Oh Draco..“ Meine Stimme versagt. Mit einem Räuspern starte ich einen zweiten Versuch. „Damit ich dich..vorbereiten kann. Wenn er wieder einen eigenen Körper hat, will er. Braucht er so viele Anhänger, beziehungsweise Gefolgschaft wie es geht. Er..Also er hat mir auch erzählt, dass dein Vater einmal...einer seiner Todesser war. Stimmt das, Draco?“ Einen Augenblick ist es still. „Kann schon sein“ murmelt Draco leise. Noch leiser fügt er hinzu: „Ich will kein Todesser werden!“ „Ich weiß. Ich lasse es sowieso erst dann zu wenn...wenn mir der Gedanke, dass er mein Vorfahr ist, gefällt. Du weißt ganz genau, wie wenig das passieren wird.“ Draco nickt nur.
    --Zeitsprung--
    Gemütlich schwatzend schlendern Linda, Milli, Miley und ich gemeinsam mit den anderen Slytherins nach unten. Plötzlich bleiben alle stehen. „Was ist da los?“ Mit Draco zusammen kämpfe ich mich nach vorne. Da stehen Weaslebee, Potter und Stranger… „Ist das nicht Mrs.Norris?“ Die arme Katze hängt an der Wand..daneben eine Botschaft an die Wand gepinselt, mit roter Farbe. Oder Blut?
    Die Kammer des Schreckens ist wieder geöffnet
    Feinde des Erben, nehmt euch in Acht
    Draco scheint mehr zu verstehen als ich. „Feinde des Erben, nehmt euch in acht!“ höhnt er. „Ihr seid die Nächsten, Schlammblüter!“ „Äh, Draco?“ Ich räuspere mich. „Ich bin auch muggelstämmig.“ Er lacht nur. „Du zählst nicht. Glaubst du etwa, ich habe keine Vermutung, wer der, Erbe' ist?“ grinst Draco und wirft mir einen verschwörerischen Blick zu. „Glaubst du etwa ich-“ „Was geht hier vor? Was ist los?“ Offenbar angelockt von Dracos lauter Stimme nähert sich jetzt Filch. Beim Anblick seiner Katze vergräbt er das Gesicht in den Händen und jammert: „Meine Katze! Meine Katze! Was ist geschehen?“ Dann nimmt auch er Potter wahr, der direkt unter Mrs.Norris steht. „Du!“ kreischt Filch, „Du hast meine Katze ermordet! Jetzt werde ich dich töten!“ Mit hysterisch kieksender Stimme kreischt er herum. „Argus, was ist los?“ Jetzt taucht Dumbledore auf. „Er! Eeeerrr!“ schreit Filch und deutet anklagend auf Potter, dann auf seine Katze. Einen Moment ist es still. „Alle Schüler, in die Betten!“ befiehlt Dumbledore. „Bis auf euch drei“ und deutet auf Potter, Weaslybee und Stranger. „War ja klar“ brummt Draco,

    22
    „Der edle Potter benötigt mal wieder eine extra Behandlung!“ „Reg dich ab Draco! Lass uns zurückgehen!“ meint Pansy und hakt sich bei meinem Draco ein. Bei Draco, meine ich.
    ~
    Schon hat Pansy sich bei mir festgeankert und führt mich ab. Wann Layla das gemacht hat? Ich war doch eigentlich die ganze Zeit mit ihr zusammen..? Ich muss sie nachher unbedingt fragen. „Draco? Hörst du eigentlich zu?“ „Was? Ja, ja klar! Bin komplett deiner Meinung, Pansy, du hast recht!“ lüge ich schnell. Wird schon passen. Pansy kreischt auf, schluchzt, dreht sich um und rennt schon wieder weg. „Oh um Himmels Willen, Draco! Wie taktlos kann man sein!“ Hinter mir steht Layla. „Ich hab ihr nicht zugehört, okay!“ blaffe ich sie an. „Dann hättest du das sagen müssen! Soll ich für dich widerholen, was Pansy gesagt hat?“ Ich nicke. „Ich zitiere: Dracii“ Layla verstellt die Stimme, „Ich habe irgendwie den Eindruck, dass du auf dieses Schlammblut Layla stehst! Stimmt das, Draciii?“ Jetzt spricht sie normal weiter. „Und dann deine Antwort..echt Mal! Du hast echt ein gutes Talent, es dir mit manchen Leuten zu vermiesen!“ „Tja, wenigstens bringe ich meine Freunde nicht in Gefahr, anders als ein ganz bestimmtes, hässliches Schlammblut vor meiner Nase!“ Ihr zuvor gerötetes Gesicht wird mit einem Schlag leichenblass. Sofort tut es mir leid, aber mein Stolz ist größer. „Du musst dich mal entscheiden“ sagt Lay tonlos. „Bist du auf meiner Seite, oder nicht?“ „Wenn ich auf deiner Seite wäre, würde ich das ja wohl zeigen! An dir übe ich halt bloß gutes Lügen und Schauspielerei“ lüge ich. Sie macht einen Schritt zurück, schweigt. Sososo, die abartige Schlangentochter ist sprachlos. Mal was ganz neues! Verachtend blicke ich sie an, wieso weiß ich selbst nicht. „Hast du etwa geglaubt, ich würde dich wirklich mögen?“ Ich lache. „Wer, der weiß, dass du-weißt-schon-wer dein Opi ist-“
    ~
    „Zur Hälfte Großonkel. Nicht Opi“ korrigiere ich monoton. „Aha, hat das kleine Drecksmädchen hat die Sprache wiedergefunden? Bist du jetzt traurig? Wie schaadeee“ grinst Draco, „Rennst du jetzt zu Mami und Papi? Ach, geht ja gar nicht! Deine Mum ist ja entführt worden! Und dein Vater wurde ja leiiderr ermordet!“ „Was?“ Ermordet? Wie bitte? „Was meinst du?“ Draco lacht. „Hat dein toller Onkel dir das nie erzählt? Als du den Namen deines Vaters gesagt hattest, ich wusste es gleich. Lukas Riddle… ER hat veranlasst, ihn zu töten! Vater war dabei...“ Ich mache noch einen Schritt zurück. Das kann ich nicht glauben, das kann nicht sein! Unmöglich! „Was ist dein Problem?“ rutscht es mir heraus. „Mit mir? Warum kannst du mich nicht einfach in Ruhe lassen? Wenn du mich schon nicht ausstehen kannst!“ „Mal überlegen...Weil ich es lustig finde jemanden wie dich zu nerven?“ Ich hole tief Luft. Vor mir tun sich jetzt zwei Möglichkeiten auf:
    Einmal könnte ich Draco jetzt einfach stehen lassen, oder ihn verhexen.. „Mach schon“ flüstern drei Stimmen hinter mir. Ich brauche mich nicht umzudrehen, um zu wissen, dass es Miley, Linda und Milli sind. Ich räuspere mich. „Ach, Draco, hast du mal bedacht, dass ich im Zaubern viel besser bin, als du?“ „Soll das eine Drohung sein?“ knurrt er. „Vielleicht..“ Draco zieht seinen Zauberstab aus der Tasche und schleudert einen kleinen Fluch auf mich. In letzter Sekunde ducke ich mich, zücke meinen eigenen Zauberstab. „Flipendo!“ Der Zauber trifft meinen besten Feind mitten auf der Brust und er fliegt drei Meter zurück. „Stupor!“ Draco bleibt liegen. Zufrieden wende ich mich an meine Freundinnen. „Was soll ich jetzt mit ihm machen, hm? Vielleicht irgendwo einschließen?“ Linda schüttelt den Kopf. „Ich hab eine bessere Idee!“
    ~
    Jetzt tuscheln die auch noch darüber, was sie mit mir machen sollen! Die sollen nur warten, bis mein Vater das hört! Diese Ziege Linda setzt mir einen Schwebezauber an den Hals, dann verbinden sie meine Augen. Was soll das werden? Jedenfalls schweben sie mich irgendwo hin. Nach ein paar Minuten werde ich auf etwas hartem abgelegt, vermutlich einem Pult. Eine der vier nimmt mir die Augenbinde ab, aber ich kann bloß an die Decke eines Klassenzimmers starren.
    Ich überlege, was ich jetzt für ein Fach hätte. Ach richtig. Dieser Lockhart will ja einen Duellierclub eröffnen. Schließlich ertönt die Schulklingel und nach ein paar weiteren Minuten höre ich, wie sich irgendwo eine Tür öffnet. „Malfoy? Was um Himmelswillen tun sie hier?“ McGonnagall! Unterdrücktes Kichern kriege ich auch zu hören. Das muss die Siebte Klasse sein.. „Finite!“ Endlich kann ich mich wieder bewegen. Ich springe auf. „Wo ist diese verfluchte Layla!“ knurre ich. „Ich nehme an, mit den anderen Zweitklässlern beim Duellierclub, aber ich hoffe doch, Sie haben nicht wieder vor, Miss Tale in den schwarzen See zu befördern?“ Wortlos stürme ich an ihr und den anderen Schülern vorbei.
    Als ich in die große Halle komme, sind gerade Snape und Lockhart auf einer kleinen Bühne. Lockhart fliegt mir regelrecht entgegen, offenbar hat Sape ihn soeben entwaffnet.

    23
    Scheinbar muss ich mit meiner Rache wieder mal warten.
    ~
    Draco und Potter werden dazu aufgefordert, sich zu duellieren. Ich achte nicht weiter darauf, sondern blicke mich in der Halle um. „Weg von ihm!“ Was war das? Ich schaue hoch. Es klang wie eine andere Sprache aber ich habe es ganz genau verstanden! Auf der kleinen Bühne steht Potter, und vor ihm eine schwarze Schlange. Alle starren Potter komisch an. Was ist eigentlich los? Dann bringen seine Freunde ihn aus der Halle und auch alle anderen Schüler verteilen sich.
    Wieder im Gemeinschaftsraum suche ich unter den vielen SlytherinsLinda heraus. Ihr vertraue ich am meisten. Als ich Linda entdecke, steht sie zum Glück gerade alleine. „Linda?“ Sie lächelt. „Hey, Lay!“ „Sag mal, warum waren vorhin alle so aufgescheucht?“ Das Lächeln verschwindet. „Potter hat Parsel gesprochen! Hast du doch gehört?“ Mit schiefgelegtem Kopf mustere ich sie. „Potter hat was gesprochen? Er war vielleicht etwas heiser, aber er hat doch ganz normal, Weg von ihm' oder so gesagt?“ Langsam schüttlet Linda den Kopf. „Potter hat Parsel gesprochen, Schlangensprache! Wir anderen haben kein Wort verstanden, nur so Zischen! Und du hast Potter verstanden?“ Ich nicke stumm. Linda schaut mich bewundernd an. „Du kannst Parsel..das ist echt selten!“ Von wem ich das wohl habe… „Toll“ antworte ich nur und gehe in meinen Schlafsaal. Nachdenklich setze ich mich ans Fenster und starre in den mittlerweile dunklen Himmel. Am liebsten wäre ich jemand ganz anderes…
    Plötzlich legt sich eine Hand auf meine Schulter. Instinktiv greife ich nach meinem Zauberstab, aber es ist bloß Miley, die mich mit ihren großen, dunklen Augen nachdenklich mustert. „Ihr habt euch wieder gestritten, oder? Du und Draco?“ Wortlos schüttle ich den Kopf. „Ach komm. Was ist passiert?“ Ich seufze. „Draco kann sich nicht entscheiden.“ „Ob er dich mag oder nicht.“ Jetzt nicke ich. „Der kriegt sich schon wieder ein. Hör auf, so zweifelnd die Decke anzustarren! Erstens kann die nichts dafür, zweitens vergiss den Zweifel!“

    24
    „Wenn du meinst… Draco hat ebenso seine Komplexe.“ „Na, dann passt ihr ja perfekt zusammen!“ Pansy kommt soeben mit gerötetem Gesicht hereingetrampelt. „Was ist denn mit der los?“ flüstert Miley mir verwundert zu. Leise berichte ich ihr von dem nicht-zuhör-Missverständnis. „Das war kurz bevor du, Linda und Milli aufgetaucht seid.“ Miley nickt verständnisvoll. „Kommst du noch mit mir mit in die Eulerei? Meine Mutter hat morgen Geburtstag, ich muss ihr noch ein Geschenk schicken.“ „Klar komme ich mit! Ich habe eh nichts anderes vor.“
    Oben in der Eulerei bekommen wir beide gerade noch mit, wie Draco seine große Adlereule in den Himmel schickt. Als er sich an mir vorbei schiebt wirft er mir einen eisigen Blick zu. Trotzdem lassen wir nicht die Augen voneinander, bis Draco außer Sichtweite ist. „Ihr habt euch ja gegenseitig ziemlich die Köpfe verdreht. Wortwörtlich!“ kommentiert Miley diese befangenen Blicke. „Kann schon sein“ weiche ich aus. Sie hat ja keine Ahnung…
    --Zeitsprung--
    ~
    Da sind sie ja endlich! Wo haben die sich denn nur schon wieder die ganze Zeit herumgetrieben? „Da seid ihr ja“ begrüße ich Crabbe und Goyle unfreundlich. „Habt ihr beiden die ganze Zeit in der großen Halle rumgefuttert?“ Wieso frage ich überhaupt? Da fällt mir dieser Weasley auf. „Und was macht es du eigentlich hier unten, Weasley?“ Der schnappt nach Luft. „Etwas mehr Respekt vor einem Vertrauensschüler, bitte! Deine Haltung gefällt mir nicht!“ Ich grinse nur, und bedeute Crabbe und Goyle mir zu folgen. „Dieser Peter Weasley-“ „Percy“ grunzt Crabbe. „Wie auch immer“ fahre ich fort, „Ich seh ihn in letzter Zeit viel herumschleichen. Und ich wette, ich weiß was er vorhat. Er will den Erben von Slytherin ganz alleine fangen!“ Aber ich weiß es besser.. Ich stoppe vor der Wand zum Gemeinschaftsraum. „Wie war noch mal das neue Passwort? Ach ja, Reinblüter!“
    Im Gemeinschaftsraum zeige ich den Beiden den Artikel über die Weasleys im Tagespropheten. „Ist doch lustig, oder? Der hängt so sehr an den Muggeln, der sollte selbst einer werden!“ Crabbe verzieht das Gesicht zu einer Grimasse. „Was ist los mit dir?“ „Magenschmerzen“ grunzt er. Irgendwie sind die zwei komische heute. „Dann geh doch in den Krankenflügel! Irgendwie wundert es mich, dass der Tagesprophet noch nichts über die Angriffe gebracht hat… Ich vermute, Dumbledore will einfach alles vertuschen! Er wird entlassen, wenn das so weiter geht. Wisst ihr, mein Vater hat schon immer gesagt, dass Dumbledore das Schlimmste ist, was Hogwarts je passiert ist. ER mag Schlammblüter. Vernünftige Menschen würden nie solchen Schleim wie Creevy auf die Schule lassen.“ Mit einer imaginären Kamera in der Hand ahme ich dieses erbärmliche Geschöpf namens Creevy nach. „Potter, kann ich ein Bild von dir? Kann ich ein Autogramm haben? Kann ich dir die Schuhe lecken, bitte, Potter?“ Crabbe und Goyle grunzten, oder nein, ist es ein Lachen? Gott, sind die zwei heute blöd! „Der heilige Potter“ fahre ich fort, „Freund der Schlammblüter-“ „Ja, ja Draco, wir alle wissen genauestens, was du von Potter und“ Layla betont das nächste Wort, „Schlammblütern hältst. Wie oft willst du uns diesen Vortrag noch halten? Kannst du auch mal was anderes abspielen? Zum Beispiel etwas über dich selbst.“ „Tja Layla“ gebe ich zurück, ohne eine Miene zu verziehen, „Ihr alle wisst doch auch, wie toll ich bin, nicht wahr?
    Wichtigeres Thema. Erbe von Slytherin. Ich wüsste zu gerne, wer es ist.“ „Irgendeine Ahnung musst du doch haben!“ Genervt wende ich mich wieder an meine laufenden Kartoffelklöße. „Ich habe euch doch schon tausendmal gesagt ich weiß es nicht! Vater sagt, ich soll mich zurückhalten und den Erben machen lassen, ich soll mich nicht einmischen. Natürlich hat er im Augenblick viel um die Ohren. Wisst ihr, dass das Ministerium unseren Landsitz durchsucht hat?“ Tja..glücklicherweise haben sie nicht viel gefunden. Vater hat ein paar wirklich sehr wertvolle Sachen für schwarze Magie, die er zum Glück in der Geheimkammer unter dem Fußboden des Salons-“ „Ho!“ macht Crabbe. Plötzlich springen Crabbe und Goyle auf und rennen aus dem Gemeinschaftsraum. Vermutlich haben die schon wieder Hunger…
    Aber warum jetzt auch Layla nach draußen rennt, ist mir schleierhaft.

    25
    ~
    Hastig eile ich den beiden verräterischen Jungs nach. Haben Potter und Weasy wirklich gedacht, niemand merkt, wenn sie sich verwandeln? Ganz deutlich habe ich „Crabbes“ rote Haare, und „Goyles“ Narbe gesehen. Potter und Weasy verstecken sich seltsamerweise in einer Mädchentoilette. Obwohl, so seltsam ist es nicht, es ist das Klo der maulenden Myrthe, da geht ja eigentlich niemand rein. Nach ein paar Sekunden gehe auch ich in den Toilettenraum. Tatsächlich, da stehen Potter und Weasley vor einer der Kabinen. „Hermine, komm raus, wir haben dir eine Menge zu erzählen!“ „Soso, Granger ist also auch eingeweiht.“ stelle ich fest. Die beiden Jungen fahren herum. „Du!“ Weasley, wie immer blitzschnell von Begriff. „Tja, anders als ihr zwei trinke ich keinen Vielsafttrank um mich irgendwo einzuschleichen!“ „Woher..woher weißt du das mit dem Vielsafttrank!“ „War nur 'ne Vermutung, Potter, danke für die Bestätigung! Aber wenn ich wollt, bleibt das unter uns..“ Potter und Weasley starren mich ungläubig an. Ich fahre fort. „Unter zwei Bedingungen. Erstens,“ ich starre Weasy an, „Das mit der Geheimkammer im Salon behaltet ihr für euch. Zweitens, ihr erklärt mir, was das alles sollte.“ Ich blicke von einem zum anderen. Ergeben nicken sie. „Wer ist da?“ Ach ja..Granger… „Jetzt bin ich eine gute Freundin, nicht wahr Potter? Eine, bei der man Versprechen hält.“ beschwöre ich die beiden erneut. Wieder nicken. „Hermine, was ist denn jetzt los?“ fragt Ron. „Ooooooooh, wartet bis ihr es seht!“ Die maulende Myrthe taucht auf. So gut gelaunt habe ich sie noch nie gesehen. „Es ist ganz schrecklich!“ Mit einem kleinen Klicken wird
    der Riegel zurückgeschoben. Granger, mit dem Umhang über ihrem Kopf, tritt aus der Kabine. „Du, Granger, den Umhang zieht man aber anders an.“ „Was ist los“ fragt Weasy wieder, „Hast du etwa immer noch Millicents Nase?“ Habe ich mich gerade verhört? „Millicents Nase?“ „Der Vielsafttrank“ erinnert Potter mich. Ach, richtig. Granger entblößt ihr Gesicht und obwohl ich weiß, dass das nicht sehr nett ist, breche ich in lautes Gelächter aus. „Du müsstest dich sehen!“ pruste ich, „Dein Gesicht!“ „Es war ein K-Katzehaar! Millicent Bullstrode muss eine Katze haben!“ „Seltene Rassekatze, durchaus!“ bemerke ich nebenbei. „Dabei darf man den Trank nicht für Verwandlungen in Tiere verwenden!“ Potter und das Wiesel geleiten Granger in den Krankenflügel und ich komme mit. Aber nur, damit sie mir auf dem Weg erklären, was Sinn und Zweck der ganzen Geschichte war.

    26
    ~
    --kleiner Zeitsprung--
    Lustlos kritzle ich irgendwelche Sätze auf mein Pergament. Wozu braucht man Geschichte der Zauberei überhaupt? Und dann diese ganzen Hausaufgaben, ist ja nicht zum Aushalten! Ob ich von irgendwem abschreiben kann? Suchend schaue ich mich in dem gedämpften, grünlich schimmernden Licht im Gemeinschaftsraum um. Gerade sind natürlich meine drei treusten Anhänger in meiner Nähe, aber die sind alle so verblödet, da lohnt es sich nicht. Da ist noch Linda, aber sie ist zu gut mit Lay befreundet. Der Rest schläft schon. Ich weiß nicht, wie lange ich einfach nur auf das Pergament vor mir starre, als ich wieder aufblicke sind zumindest schon alle verschwunden. Ob ich eingeschlafen bin? Egal… Gedankenverloren und übermüdet starre ich in die grünen Flammen.
    Ein plötzlicher leiser Aufschrei reißt mich aus meiner Starre. „Bei Hagrids Schwabbelbauch, musst du mich so erschrecken? Ich dachte im ersten Moment, du wärst tot!“ Layla presst sich die Hand aufs Herz. „So erstarrt wie du da rumhingst – Oh Gott!“ „Layla? Wo warst du eigentlich?“ Plötzlich ist sie wieder weg, die Wut zwischen uns. Einfach so. Geht offenbar gar nicht anders. Sie zuckt mit den Schultern. „Zuerst habe ich herausgefunden, wieso Crabbe und Goyle heute Mittag so komisch waren, danach einfach bisschen nachgedacht und so. Was tust du eigentlich noch hier?“ weicht sie aus. „Hausaufgaben.“ Layla setzt sich zu mir und seufzt. „Lass mich raten. Du willst abschreiben.“ „Lass mich raten“ antworte ich, „Du hattest schon wieder einen Traum oder? Wenn du so guckst..“ Rasch entzieht sich Layla meinem Blick. Also ja.

    27
    „Worum ging's?“ Schweigen.
    ~
    Woher weiß Draco das jetzt wieder? Aber Recht hat er. Wie so oft. Tatsächlich bin ich am See eingeschlafen. Fordernd blickt Draco mich an. Das alte Vertrauen ist mit einem Schlag wiederhergestellt. Aber ob ich ihm das sagen soll..? Draco klopft einladend auf den Platz neben ihm. Zögernd setze ich mich. „Komm schon!“ „Das willst du nicht hören...“ Draco seufzt. „Würde ich sonst fragen?“ „Also gut. Wenn ich nicht bald etwas darüber herausfinde, wie man von Hogwarts rein und wieder raus kommt… Will er meine Mutter wecken, er hat sie ja in einen Zauberschlaf versetzt.“ Draco schweigt. Was soll er auch groß dazu sagen? „Ich habe eine Idee. Aber ich weiß nicht ob sie so gut ist, ich bin ziemlich müde...“ Ungeduldig blicke ich ihn an. „Sag schon!“ „Also..ab der dritten Klasse darf man ja nach Hogsmeade gehen. An einem Wochenende wenn wieder Hogsmeade-Termin ist, beobachten wir die älteren Schüler beim Verlassen des Geländes.“ Wir. Er hat, wir' gesagt. Ich nicke. „Gute Idee.“ „Ich habe noch eine bessere Idee“ gähnt Draco, „Schlafen gehen.“ Unwillkürlich muss ich lächeln. „Du kannst noch nicht schlafen gehen“ zertrümmere ich seine Hoffnungen, „Du musst noch die Hausaufgaben abschreiben!“ Draco stöhnt und vergräbt sein Gesicht in den Händen. Ich verdrehe die Augen. „Schon gut, ich mach das für dich.“ Mit einem leise gemurmelten Zauber kopiere ich meine Zaubereigeschichts-Hausaufgaben auf Dracos Pergament. „Hat Flitwick nicht gesagt, man darf diesen Zauber nicht für Hausaufgaben nutzen?“ Ich zucke mit den Schultern. „Seit wann kümmert es dich oder mich, was die Lehrer sagen?“ Er grinst. „Du hast mal wieder Recht. Ach ja, was war denn jetzt mit Crabbe und Goyle?“ „Das waren nicht Crabbe und Goyle, sondern Wiesel und Potty, aber das erkläre ich dir morgen.“ Mit diesen Worten lasse ich Draco im Gemeinschaftsraum zurück und verschwinde im Mädchenschlafsaal.
    Ich kuschle mich gerade unter meine flauschige Decke, als ich plötzlich Mileys Stimme höre. „Ihr habt euch wieder vertragen, richtig?“ „Wie kommst'n darauf?“ murmle ich schläfrig. „Merkt man halt.“ Tolle Auskunft…
    Mit dem Gedanken an ein ganz bestimmtes Gesicht schlafe ich schließlich ein.
    --Zeitsprung--
    ~
    Verflucht, wie ich dieses Gestrüpp hasse! Zusammen mit Layla beobachte ich aus einem Busch heraus die Schülergruppe die sich vor den Toren sammelt. Filch kontrolliert jeden und alles und McGonnagall steht dabei. „Also“ fasst Layla noch einmal zusammen, „Bevor die Schüler das Tor erreichen, flüstert die McGonnagall irgendwelche Fluchaufhebe..dings. Dann können sie raus. Ist doch schon mal ne Bestätigung für Zauberbanne. Aber vermutlich kann er sich das auch denken. Aber mir scheint, er will mich nur prüfen. Egal...“ Er. Er ist für uns die Abkürzung für Voldemort geworden. Zusammen beobachten wir die Schülerscharen beim Verlassen des Geländes.

    28
    „Ich werde es ihm ausrichten. Gehen wir zurück ins Schloss?“ Ich nicke.
    Wieder im Gemeinschaftsraum angekommen unterhalten wir uns über die anstehenden Winterferien. „Diese Ferien bleibe ich ausnahmsweise in Hogwarts. Vater schreibt, ich soll beobachten, wie die Sache mit dem Erben von Slytherin verläuft.“ „Und in den Sommerferien?“ hakt Layla nach, „Auch wenn's bis dahin noch ewig ist, schreibst du mir? Ich schätze mal, ich bleibe bei Burgin.“ ich zucke mit den Schultern. „Willst du nicht wieder zu uns?“ „Naja. Ich glaube, ich vertage mich zu gut mit euren Hauselfen. Außerdem braucht Burgin bestimmt Hilfe, aber wir können uns ja per Flonetz besuchen. Schikst du eine Eule, wenn dein Vater das erlaubt hat?“ Ich grinse Lay an. „Das sind noch Monate, fast ein halbes Jahr! Beruhige dich. Aber ja, ich schicke dir mindestens drei Eulen am Tag.“
    ~
    „Da bin ich ja erleichtert“ lächle ich. „Und wenn es etwas seltsam klingt, über die letzten Sommerferien ist Burgin&Burkes ein kleines Zuhause geworden.“ Draco grinst. „Klingt tatsächlich seltsam! Verflucht! Hast du mal auf eine Uhr geschaut? Wir haben in zwei Minuten Quidditch-Training! Komm!“ Tatsächlich habe ich das vollkommen vergessen.
    Aber das wir etwas zu spät beim Feld ankommen, macht überhaupt nichts: Es ist nämlich gerade von den Hufflepuff-Spielern besetzt. „Und jetzt?“ fragt Draco Adrian Pucy und Marcus Flint, die sich gerade beraten. „Sollen wir sie einfach wegscheuchen? So gutmütig wie die sind wird das ein Kinderspiel.“ Marcus spannt den mächtigen Kiefer an. „Geht nicht. Da vorne steht Sprout und guckt zu. Die lässt uns nie und nimmer aufs Feld wenn gerade die Hufflepuffs trainieren.“ Nachdenklich lasse ich meinen Blick über die in Gelb gekleideten Leute in der Luft gleiten. „Ich glaube“ sage ich langsam, „Ich habe eine Idee. Unser nächstes Spiel ist doch auch gegen die Hufflepuffs, oder? Wieso fragen wir die nicht, ob wir jetzt in einem Freundschaftsspiel gegeneinander spielen wolle, so kann man besser üben. Aber wir ändern unsere Taktiken, so dass sie denken, wir würden auf andere Art und Weise spielen, als wir es sonst tun. Und dann im, richtigen' Spiel...“ „...Hauen wir sie einfach weg“ vollendet Draco meinen Satz. „Ihr Zweitklässler seid gar nicht mal so doof wie ihr ausseht“ sagt Adrian und Draco und ich tauschen leicht genervte Blicke. Auch Marcus nickt, leicht beeindruckt. „Du könntest glatt mit Salazar Slytherin höchstpersönlich verwandt sein, Kleine.“ Kleine! „Wenn er wüsste“ grinst Draco. „Komm, Draco, wir beide fragen jetzt mal die Sprout.“ Zusammen klettern wir auf die Zuschauertribüne und laufen über die Bänke zu Professor Sprout, welche uns ziemlich misstrauisch mustert. Möglichst höflich erkläre ich ihr meine Idee – natürlich ohne das mit den vertauschten Taktiken zu erwähnen. Nach einigem Überlegen stimmt sie zu und während wir Slytherins uns umziehen, ruft Sprout die Hufflepuffs zusammen.
    „Ich will ein faires Spiel, von ALLEN!“ Himmel, diesen Satz kriegen wir Slytherins echt immer zu hören! Warum nur… Fast senkrecht schieße ich in die Höhe, der Wind peitscht mir um die Ohren und mit zusammengekniffenen Augen suche ich die Klatscher. Da! Eine Hand um den Besen, die andere um den Schläger steuere ich auf den nächsten noch unkontrolliert umherfliegenden Klatscher zu.
    ~
    Bei diesem Sturm ist es schlicht unmöglich, den Schnatz zu sichten. Ich sehe hauptsächlich Layla, die immer wieder Diggory angreift. „Draco Malfoy!“ donnert hinter mir eine wütende Stimme und ich wirble in der Luft herum. Vor mir schwebt ein zorniger Marcus Flint. „Würdest du dich vielleicht mal auf das Spiel konzentrieren, anstatt immer nur Tale anzustarren! Danke!“ blafft er und fliegt wieder davon. Verflucht, er hat recht. Ich ziehe meinen Nimbus 2001 weiter in die Höhe und kreise wie ein Adler über dem Spielfeld. Wo bleibt dieser blöde Schnatz? Plötzlich fliegt Lay neben mir. „Draco, du musst was tun! Die Hufflepuffs führen! Kannst du sie nicht irgendwie ablenken, so tun als würdest du den Schnatz sehen oder so? Währenddessen könnten wir dann ein paar Tore schießen!“ Zum Zeichen des Verständnisses nicke ich ihr zu. Lay jagt wieder den Klatschern nach und ich schaue mich um. Ablenken… Als hätte ich den Schnatz entdeckt schieße ich steil nach unten auf die Torstangen der Hufflepuffs zu. Ich kann förmlich spüren, wie sich etliche Blicke auf mich richten. Ein Blick nach hinten zeigt mir, dass Diggory mir folgt. Einer nach oben, auch Hufflepuffs Hüter ist abgelenkt.
    ~
    Tiefe Wolken ziehen auf und es beginnt nach allen Regeln der Kunst zu regnen. Immerhin haben wir Hufflepuff jetzt überholt. Von einer heftigen Sturmböe ergriffen werde ich nach rechts geschleudert, krache mit irgendwem zusammen. Ich muss mih merh auf meinen Besen konzentrieren! Plötzlich trifft mich ein Klatscher im Rücken und im nächsten Moment hänge ich kopfüber vom Besen. Das erinnert mich ironischerweise daran, dass ich in der Grundschule mal beim Turnunterricht von einem reck auf eine weiche Matte gefallen und eingeschlafen bin. Schon verliere ich den Halt und stürze unkontrolliert nach unten. Wie viele Meter es wohl sind?
    ~
    Von meiner Position – jetzt wieder ganz oben – muss ich mitansehen, wie Layla abstürzt, von einem Klatscher getroffen. Einfach so. In dem Moment, als Lay auf dem schlammigen Boden abstürzt, schlägt irgendwo ganz in der Nähe ein Blitz ein. Ein Gewitter. Sofort steuern alle den Boden an, aber ich bin am schnellsten unten und sofort bei Layla. Sie sieht ziemlich ohnmächtig aus. Obwohl ich weiß, dass sowas bei Quiddizch oft passiert, rasen meine Gedanken. Wenn sie tot ist? Ist sie aber nicht. Kaum dass ich neben ihr im Schlamm knie, blinzelt sie leicht. „Ham wir gewonn'?“ „Was? Ja, ja wir haben viel mehr Punkte!“ „Dann ist' ja gut..“ murmelt sie. „Mein Rücken...tut weh.“ Wie bitte? Das war's? Ihr Rücken tut weh Mehr nicht? Und wegen sowas habe ich fast einen Herzstillstand bekommen? „Musst du mich so erschrecken?“ fahre ich Lay an, „Ich hab fast vor Angst umgekommen!“ „Dann ist ja alles gut..wenn es nur fast war..“

    29
    --am Tag danach--
    „Reg dich ab! Du hast dir auch mal den Kiefer gebrochen, da habe ich dir nicht noch 24 Stunden später Vorwürfe gemacht, dass du mich erschreckt hast! Also beruhige dich; Tief einatmen, Draco!“ Wir sind in der großen Halle beim Mittagessen. Der Schreck, den Lays tot aussehender Körper verursacht hat, steckt mir immernoch in den Knochen. Aber recht hat sie. Mal wieder. „Ist ja gut“ knurre ich.
    Nach dem Essen schlendern wir durch die Gänge, ohne bestimmtes Ziel. Plötzlich ertönt McGonnagalls Stimme, stark verstärkt: „Die Schüler kehren sofort in ihre Schlafsäle. Die Lehrer versammeln sich im Lehrerzimmer. Unverzüglich, bitte.“
    Entsetzt blickt Layla mich an. „Noch ein Angriff! Wie viele gab es bis jetzt? Spontan fallen mir da nur Mrs.Norris, Creevy und Granger ein. Und wer jetzt?“ Ich zucke mit den Schultern. „Ist doch egal. Komm, wir gehen zum Gemeinschaftsraum.“
    ~
    „Wir sehen uns dann da wieder“ weiche ich aus. Es wird wieder schrecklich voll sein. Draco blickt mich einen Moment irritiert an, dann geht eine Lampe in seinem Kopf an. „Komm, wir gehen außen rum.“ Wir gehen durch ein paar Korridore, als Draco mich plötzlich am Arm festhält. „Sieh dir das an“ flüstert er. Dann sehe auch ich die zweite Botschaft des Erben von Slytherin:
    Ihr Skelett wird für immer in der Kammer liegen

    30
    „Wer das wohl ist?“ frage ich mich. „Ist doch egal“ widerholt Draco, „Komm. Wir müssen in den Gemeinschaftsraum!“
    Dort angekommen wird schon heftig diskutiert was passiert ist, dass wir uns verstecken sollen. „Ihr Skelett wird für immer in der Kammer liegen“ widerhole ich den Schriftzug von der Wand.
    „Was wird jetzt geschehen? Schließen sie die Schule?“ fragt Linda niemand bestimmten. „Vermutlich“ seufze ich und denke dabei daran, wo ich weitermachen soll, wenn Hogwarts am Ende ist. Bei Burgin&Burkes? Ab und zu die Malfoys besuchen, vielleicht – nur vielleicht – Ginny treffen… Draco wirft mir einen prüfenden Blick zu. Vermutlich ahnt er, was in mir vorgeht. „Ach, die kriegen sich schon wieder ein. Wenn nicht gehen wir halt auf eine andere Schule. Aber bis es soweit ist bleibt uns nur zu warten.“
    Die Zeit kriecht nur so dahin, gerade als wollte sie uns absichtlich auf die Folter spannen.
    --etliche Stunden ( Die Stunden in der Potty mit Tom Riddle sein Kaffeekränzchen hält) später--
    Plötzlich schreitet Snape in den Gemeinschaftsraum, alle Blicke richten sich auf ihn. Mein Herz rast; Sagt er uns jetzt, dass wir unsere Koffer packen sollen? „Macht euch keine Sorgen“ sagt Snape, „Die Schule ist heldenhaft gerettet worden.“ Jedes seiner Worte trieft nur so vor Hohn. „Von Harry Potter. Wie hätte es auch anders kommen können. Das Schuljahr wird ganz normal fortgesetzt, abgesehen davon, dass es keine Verteidigung gegen die dunklen Künste mehr geben wird, da Professor Lockhart bedauernswerter Weise verhindert ist. Schönen Tag noch!“ Damit rauscht er wieder davon. „Was war das denn!“ Draco neben mir starrt mit höchst empörten Gesicht die Wand an, wo vor wenigen Augenblicken noch Snape gestanden hat. Ich zucke mit den Schultern. „Ist doch egal. Hauptsache, wir bleiben hier. Und dass Potter sich einmischt, war ja wohl zu erwarten! Aber ich wette, er hat gar nicht mal so viel getan. Egal! Komm, ich glaube, in der großen Halle gibt es jetzt erstmal ein Fest!“

    Der Rest des Halbjahres verlief – glaubt oder glaubt es nicht – ereignislos ab. Dieses Jahr hat dann Rawenclaw den Hauspokal gewonnen (Sorry, aber ich find es etwas dumm, dass in den Büchern immer nur die, Wichtigen' gewinnen:) ) und wir, die Slytherins, den Quidditchpokal. Was sonst?
    Während alle Schüler gut gelaunt in den Hogwarts-Express steigen, stehe ich am Bahnsteig und verabschiede mich von Draco und meinen Freundinnen. „Ihr schreibt mir, alle, ja?“ Einheitliches Nicken. „Machts gut!“ „Wir sehen uns!“ „Bis nach den Ferien!“
    Dem abfahrenden Zug winke ich noch eine lange Zeit hinterher, dann mache ich mich auf nach Hogsmeade und dann durch die Winkelgasse in die Nocturngasse, zu Burgin&Burkes.
    Bis nach den Ferien, denke ich bei mir, als ich die Tür aufstoße.

    (Das ist das Ende des zweiten Teils...Und der Anfang des Dritten! Natürlich dauert es wieder ein paar Tage, bis die FF dann erstmal wieder aufgenommen wir, aber vielleicht schaut ihr ja solange mal bei meiner anderen Geschichte vorbei ;)
    Ich jedenfalls freue mich schon total darauf, den dritten Teil zu schreiben, hier schon mal ein kleiner Einblick, was euch so erwartet:
    Burgin hat ein Herz, Snape kann lächeln, ein paar mehr oder weniger große Liebesdramen Missverständnisse, komischer Unterricht, peinliche Irrwichte und vieles mehr kommen auf euch zu: D Bis dann!)

Kommentare (95)

autorenew

Sophie Malfoy (74952)
vor 304 Tagen
@harry@2 Erst wenn das 4.Schuljahr vorbei ist
harry@2 (91286)
vor 305 Tagen
Wann kommt denn jetzt der Teil Fünf ???
Celia (08542)
vor 342 Tagen
Also, eigentlich bin ich bisher nie ein Fan von fanfiction gewesen, aber ich musste meine Meinung mehr als reviedieren. Die Geschichte ist wirklich toll, und du schreibst unglaublich gut! Ich hab den ersten Teil gestern gefunden, und dann gleich alle gelesen. Wann geht es weiter? Ich bin so gespannt!!

Ach ja, eine Sache noch: Draco vor Blaise, is doch wohl klar, die Frage stellt sich doch gar nicht?! Komplizierte Mädchen brauchen komplizierte Kerle^^ Außerdem....naja, ich bin einfach pro Draco ;)
Anni Malfoy (28949)
vor 364 Tagen
Ich liiiiiieeeeebeeeee diese FF! Bitte schreib weiter
Ich kann gar nicht erwarten das du
weiterschreibst!😃
Christopher Merlin ( von: Der Seher)
vor 378 Tagen
http://www.testedich.de/quiz43/quiz/1472400381/Hogwarts-wahre-Helden
IsaSparkle ( von: IsaSparkle)
vor 422 Tagen
@Malfoyhead
Hab nix gegen :p
Malfoyhead ( von: Malfoyhead)
vor 422 Tagen
Hi @IsaSparkle
Also den Traum mit den meeren deute ich so (soweit ich treume deuten kann xD) : das braune meer soll Blaise sein und das graue Draco... und da sie ja irgendwie in beide verschossen ist stellt ihr Unterbewusstsein die wahl. PS. I Love Your FF!!! Absolut die besste die ich je gelesen habe!!!
PPS. Macht es dir was aus wenn ich einpaar Ideen bei dir klaue?
LG Malfoyhead
IsaSparkle (08749)
vor 422 Tagen
Hey :)
mich würde es mal interessieren, wie ihr euch Layla vom Aussehen her vorstellt :D Oder Isa bei meiner andern FF!
Sophie Malfoy (42733)
vor 423 Tagen
Haha Keine Ahnung XD
IsaSparkle (06493)
vor 424 Tagen
@Sophie Malfoy
Wie kommste denn jetzt da drauf XD
Ich würde das auch machen wie du ^^
Sophie Malfoy (42733)
vor 424 Tagen
Als kleines Beispiel: Ich würde ihn küssen und ihn so lange umarmen, bis wir verbrennen
Sophie Malfoy (42733)
vor 424 Tagen
Stellt euch vor ihr würdet mit Tom Felton in einem Kreis stehen und von Feuer umzingelt werden und ihr wisst, dass ihr gleich sterben werdet. Was würdet ihr tun?
Sophie Malfoy (42733)
vor 438 Tagen
@IsaSparkle Ne is nich schlimm runterscrollen schadet ja nich:)
IsaSparkle ( von: IsaSparkle)
vor 441 Tagen
@Sophie Malfoy
Ist es denn sehr nötig? Weil ich trau mir glatt zu, dass ich Dödel irgendwann vergesse dass ich da 'nen zweiten Teil gemacht habe und fange wieder bei 4.1 an zu aktualisieren :D
Sophie Malfoy (42733)
vor 441 Tagen
Achso! So machst du das aber ja der Teil ist sehr lang
IsaSparkle ( von: IsaSparkle)
vor 444 Tagen
@Spohie Malfoy Naja, ein Jahr ein Teil.
Ist es, weil das so lange dauert runter zu scrollen?
Sophie Malfoy (42733)
vor 444 Tagen
Könntest du einen 5. Teil machen weil der Teil ist schon ganz schön lang!?
IsaSparkle ( von: IsaSparkle)
vor 449 Tagen
@Ginny Potter Ganz ruhig. Was den Ball betrifft (scheint euch ja zu interessieren) sitzt bereits 'n fester Plan da, der alles nett gesagt nicht gerade besser macht, was bis dahin schon alles passiert ...
Ginny Potter (05879)
vor 449 Tagen
Hi Isasparkle, ich liebe deine FF (deine anderen sind auch super!!!)
Bitte so schnell wie möglich weiterschreiben!!!) du könntest dich ja ans Buch halten und schreiben das Draco mit Pansy zum Ball geht und Lay mit Blaise um sich gegenseitig eifersüchtig zu machen????????

Alles liebe und und hoffnungen auf baldiges weiterschreiben...!!!
Sophie Malfoy (56584)
vor 458 Tagen
Das ist schön :D freu mich schon!!!