Der zweite Sohn *Kapitel 12*

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1 Kapitel - 1.601 Wörter - Erstellt von: AliceChantal - Aktualisiert am: 2016-01-30 - Entwickelt am: - 324 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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Kapitel 12 "Öffnet das Tor!" schrie ich, während wir immer näher und näher kamen. Kaum war das Tor einen Spalt breit offen, schossen wir
Kapitel 12
"Öffnet das Tor!" schrie ich, während wir immer näher und näher kamen. Kaum war das Tor einen Spalt breit offen, schossen wir im Jagdgalopp durch. Die Menschen dahinter mussten regelrecht aus dem Weg springen um nicht von uns überrannt zu werden. Wir wurden vor dem Palast von Gimli in Empfang genommen, der keine zwei Sekunde, nachdem wir abgestiegen sind, auf uns zu kam. " Wo ist er? Wo ist er?" Gimli schubste jeden weg, der ihm im Weg stand. " Aus dem Weg. Den bring ich um. Du bist der schlaueste, der gerissenste, der wahrlich tollste Glückspilz, der mir je begegnet ist!" Er umarmte Aragorn stürmisch, wodurch sich ein glückliches Lächeln auf meine Lippen legte. Ich war wohl nicht der Einzige der sich sorgen gemacht hat. "Auch schön dich wieder zu sehen!" gab ich gespielt beleidigt wieder, worüber wir drei nur lachen konnten. Lange hielt die gute Laune nicht an, denn Aragorn und ich hatten beide das Ork- Heer nicht vergessen. "Gimli, wo ist der König?" fragte Aragorn etwas ernster als nötig, aber Gimli schien zu merken, dass es wirklich wichtig ist und nickte Richtung Burg.
Sofort machten wir uns auf den Weg in die Festung, aber natürlich nicht ohne vorher meinem Bruder zu begegnen. "Du siehst furchtbar aus!" war das erste das aus Legolas´ grinsenden Mund kam, nachdem er Aragorn von oben bis unten gemustert hatte. Aragorn und ich lachten nur kurz auf. Uns war beiden bewusst wie grausam Aragorn aussah, aber hey! Er ist in einen Fluss gestürzt, ohnmächtig und mit vielen Wunden an ein Ufer gespült worden und musste noch einen Tag unter Schmerzen zurück nach Helms Klamm reiten.... Ich denke da macht so ein bisschen Dreck und Blut nicht viel.
Meine Gedanken trieben mir nur ein dummes Grinsen ins Gesicht, welches zu einem weichen Lächeln wurde, als Legolas Arwens Abendstern hervor zeigte und an Aragorn übergab. Er betrachtete das Schmuckstück mit liebevollen Augen und sah dann seinen Freund mit einem dankbaren Blick an. "Hannon le! (Danke!)" Legolas lächelte nur und legte ihm freundschaftlich die Hand auf die Schulter. Ich freute mich innerlich für meinen Bruder, dass er so einen guten Freund in Aragorn gefunden hat. Aragorn ist für ihn der Bruder, der ich nie sein konnte und ich bin froh, dass er meinen Platz einnahm, auch wenn es ein wenig schmerzt.
"Aragorn… der König…" Ich wollte diesen Moment nicht zerstören, aber wir mussten nun dringend zum König und ihm Bericht erstatten. Aragorn wurde wieder Ernst und nickte kurz, bevor er sich umdrehte und los lief. "Hannon le…" hörte ich leise von meinem Bruder, als ich mich gerade umdrehte. Ich konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen und nickte zur Bestätigung, während ich mit dem Rücken zu ihm stand, bevor ich Aragorn folgte.
"Dann wollen wir mal!" sagte ich mit fester Stimme und wie auf Kommando öffneten Aragorn und ich die große Flügeltür zum Thronsaal. Der König hob sofort seinen Blick und sah uns mit Erstaunen und Überraschung in den Augen an. Naja eher sah er Aragorn so an, denn als sein Blick auf mir lag wurde er kalt und hart. Ich habe ihn wohl doch ein bisschen mehr verärgert, als ich dachte. "Wie kommt ihr…" "Mein König!" unterbrach Aragorn ihn forsch. "…Wir haben ein Problem. Herrscharen von Orks sind auf dem Weg hierher nach Helms Klamm! Wir können uns nicht verstecken! Es sind zu viele. Diese Massen können selbst die Mauern von Helms Klamm nicht aufhalten! Wir sahen sie auf unserem Weg hierher." Aragorns Stimme war fest und ließ keinen Widerspruch zu. Es gab auch keinen. Wir müssen kämpfen sonst sind wir verloren! "Herrscharen sagt Ihr?" Der König klang nachdenklich, aber nicht überrascht, was mich wunderte. "Ganz Isengart ist geräumt!" antwortete ich ihm, wofür ich nur einen kalten Blick erhielt. "Wie viele?" Er richtete sich direkt an Aragorn, welcher mich mit einem fragenden Blick durchlöcherte. " 10.000 Kopf stark… mindestens!" antwortete er dem König, nachdem ich ihm durch eine wegwerfende Handbewegung deutlich gemacht hatte, dass ich seine Fragen nachher beantworten werde. "10.000?" Nun klang der König endlich überrascht, was ich die ganze Zeit schon vermisst hatte, denn wer bekommt denn täglich gesagt, dass Heerscharen von Orks auf seiner Türschwelle stehen…
"Es ist eine Armee, gezüchtet für einen einzigen Zweck: Die Welt der Menschen zu vernichten. Bei Einbruch der Nacht sind sie hier." erklärte Aragorn es dem König genauer, um ihm noch einmals die Dringlichkeit dieser Angelegenheit aufzuzeigen. Das Gesicht des Königs veränderte sich und bekam einen herausfordernden, kampfeslustigen Blick, auf den ich gewartet hatte. "Lasst sie kommen." befahl er während wir uns nach draußen begaben. "Es sei jedermann und jeder kräftige Knabe, der waffenfähig ist, bis Einbruch der Nacht kampfbereit!" sagte er mit kräftiger Stimme, wodurch sofort ein reges Treiben auf der gesamten Festung herrschte. Wir begaben uns alle, auch Gimli und Legolas auf den Wall, wodurch wir einen guten Überblick über alles hatten. "Ihr könnt den Dammweg und das Tor von oberhalb sichern. Keine Armee hat je den Klammwall durchbrochen, oder einen Fuß gesetzt in die Hornburg." riet uns der König, was bei mir nur ein verächtliches Schnauben auslöste, dass der König zu meinem Glück nicht hörte. Wie kann er glauben, dass diese Schlacht wird wie jede davor? "Dies ist keine Bande hirnloser Orks! Das sind Uruk-hai! Ihre Rüstungen sind dick und ihre Schilde breit." sprach Gimli meinen Gedanken, wie so oft zur Zeit, aus. "Ich habe viele Kriege gefochten, Herr Zwerg. Ich weiß meine eigene Festung durchaus zu verteidigen." antwortete der König kalt, wofür ich ihm am liebsten hier und jetzt mein Schwert durch die Brust gerammt hätte. Warum bringt mich dieser König nur so auf die Palme? "Sie werden gegen diese Festung branden wie Wasser auf Fels. Sarumans Horden werden plündern und brandschatzen, aber das haben wir zuvor erlebt. Feldfrüchte können neu gesät, Häuser neu gebaut werden. Innerhalb dieser Mauern werden wir sie überleben." sprach Theoden während des Laufens einfach weiter, ohne auch nur darauf zu achten, ob wir ihm folgten oder nicht.
Ich verstehe nicht wie er so siegessicher sein kann… "Sie wollen nicht Rohans Felder oder Dörfer zerstören. Sie wollen Rohans Volk vernichten! Bis auf das letzte Kind." versuchte Aragorn dem König Vernunft einzureden. Was Theoden anscheinend nur wütend machte, denn er packte Aragorn grob beim Kragen und zischte ihm ins Gesicht: "Sagt mir, was ich tun soll. Ihr seht meine Männer! Ihr Kampfgeist ist beinahe erloschen. Wenn dies unser Ende ist, dann will ich sie ein Ende vollbringen lassen, an das sich jeder erinnern wird!" Mein Bruder hielt mich durch einen Blick davon ab dem König zu zeigen mit wem er eigentlich sprach. Aber ich muss zugeben, dass seine Gedanken ehrenhaft sind. "Schickt Reiter aus, Herr. Ihr müsst um Beistand ersuchen!" versuchte es Aragorn erneut. Der König ließ von ihm ab und sah ihn mit einem abschätzigen Blick an.
"Und wer wird kommen? Elben? Zwerge? Wir sind glückloser mit unseren Freunden als Ihr. Unsere alten Bündnisse sind Geschichte." Zum Ende hin wurde des Königs Gesicht eher traurig, wodurch mich ein Gefühl von Mitleid durchzuckte. "Gondor wird helfen." versuchte auch ich den König auf den richtigen Weg zu führen und ihm zu zeigen, dass wir nicht allein gegen diese Ungeheuer stehen. Er sah mich zwar nicht mehr kalt an, aber dafür wütend, was mir noch weniger gefiel… "Gondor! Wo war Gondor, als die Westfront fiel? Wo war Gondor, als unsere Feinde den Kreis um uns schlossen? Wo war Gon..." er unterbrach sich selbst und man sah nun nur noch einen gebrochenen, alten Mann vor uns stehen. Nichts von dem edlen, starken König war in diesem Moment zu sehen, wodurch sich mein Mitgefühl nur noch mehr stärkte. Wenn er doch nur endlich den richtigen Weg sehen und gehen würde, wenn er von seiner Sturheit ablassen könnte! "Nein, meine Herren. Wir sind allein." sagte er mit monotoner Stimme und ging. "Wie kann er…" "Kyo, genug! Er handelt nach dem was er für richtig hält. Wir können nun nichts mehr tun." unterbrach mich Aragorn und ging kopfschüttelnd und mit einem niedergeschlagenen Blick an mir vorbei in die Festung. Mein Blick wanderte automatisch zum Himmel. "Hoffentlich überleben wir diesen Wahnsinn und diese Sturheit…" sagte ich leise zu mir, bevor auch ich den Anderen in die Festung folgte.
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1454104125
Der zweite Sohn *Kapitel 12*
Der zweite Sohn *Kapitel 12*
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2016-01-29
402C
Herr der Ringe

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