Über alle Grenzen hinweg (Eine Eyeless Jack Lovestory) Kapitel 4

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1 Kapitel - 2.000 Wörter - Erstellt von: Muse of Moonlight - Aktualisiert am: 2016-01-27 - Entwickelt am: - 625 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Ein Fehler. Ein einziger verdammter Fehler. Ein Fehler der alles zerstört. Ein Fehler der so große Schmerzen mit sich bringt. Und so viel Torheit...

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    KAPITEL 4

    „Du bist also doch eingeschlafen. Ich lasse dich ruhen. Du hast es verdient. Die ganzen Sorgen die du dir gemacht hast. Fast schon niedlich. Du bist so menschlich... Naja... schlaf gut.“ Die Stimme drang nur schwach an mein Ohr, doch ich erkannte sie sofort. „Jack.“ stöhnte ich verschlafen und öffnete mühsam meine Augen. Meine Sicht war noch verschwommen, doch ich konnte ihn trotzdem vor mir sehen. „Entschuldige. Ich wollte dich nicht wecken.“ meinte er und trat näher. „Wie spät ist es?“ fragte ich und streckte mich. „2:46 Uhr. Ich hab deinen Schlafrhythmus wahrscheinlich ziemlich zerstört.“ lachte er und setzte sich auf die Sofakante, direkt neben mich. „Vielleicht.“ gähnte ich und schnupperte dann verwirrt. „Ich hab mir ein Stück genommen. Es entspricht nicht meiner eigentlichen Nahrung, aber das ist echt gut.“ sagte er und deutete auf den Teller den er in der Hand hielt. „Danke. Ich hab ihn selbstgemacht.“ murmelte ich. „Ich weiß. Ich hab dich beobachtet.“ Ich spürte wie mir das Blut in die Wangen lief und mein Herz begann schneller zu schlagen, doch gleichzeitig verfluchte ich mich dafür, dass ich nicht wie jeder normale Mensch auch Angst bekam. „Wie lange... geht das jetzt schon genau? Ich meine dass du mich beobachtest.“ stotterte ich als ich die Frage stellte die mir auf der Zunge brannte. „Ein bisschen mehr als eine Woche. Ich war dabei bei euch einzusteigen und hab gesehen, dass bei dir noch Licht brannte. Da bin ich neugierig geworden und hab dich gesehen. Du lagst da, Kopfhörer in den Ohren, die Finger ins Bettlaken gekrallt, mit Tränen deine Wangen hinunter laufend. Du sahst so menschlich aus. Zerbrochen und traurig. Es hat... irgendetwas in mir geweckt. Deshalb bin ich immer wieder gekommen. Und jetzt bin ich hier.“ Jack setzte sich gemütlicher hin und rutschte dadurch näher. Etwas nervös richtete ich mich nun auf und ließ meine Beine über die Sofakante hängen. „Geht es dir gut? Du wirkst furchtbar aufgeregt, dein Herz schlägt zu schnell und du bist knallrot.“ fragte er neugierig und brachte sein Gesicht näher an meins. „Alles gut.“ Jack zog sich schlagartig zurück, fast als hätte er sich verbrannt und rutschte auf dem Sofa nach hinten, sodass seine Seite die Rückenlehne berührte. Er legte einen Arm hoch und ließ seinen Kopf auf ihm ruhen, den Blick unnachlässig auf mich gerichtet. „Du vertraust mir immer noch nicht, oder? Du hast immer noch Angst. Deshalb bist du so.“ murmelte er, doch es klang nicht höhnisch, wie ich es erwartet hatte, sondern enttäuscht. „Ich... vertraue dir. Ich hab keine Angst mehr.“ meinte ich entschlossen und gab meine aufmerksame Haltung auf. Mein Körper sackte in sich zusammen und ich positionierte ihn wie seinen, ihm direkt gegenüber. „Du hast keine Angst vor mir? Hast du schon vergessen wer ich bin und was ich esse?“ lachte er. „Du bist ein Dämon und isst die Nieren von Menschen. Na und?“ versuchte ich das Zittern meines Körpers zu überspielen. „Wenn du wirklich keine Angst hast, dann...“ Jack sprach nicht weiter, stattdessen rutschte er langsam immer näher, bis sich unsere Körper fast berührten. Er brachte sein Gesicht immer näher an meines, mein Atem wurde immer schneller, bis ich schon fast keuchte. Dann rutschte sein Kopf ruckartig nach unten und ein stechender Schmerz machte sich bei meinem Schlüsselbein breit. „Autsch!“ stieß ich aus, verstummte jedoch als ich merkte wie etwas meine Brust herunter lief. „Du... hast mich gebissen!“ rief ich und presste meine rechte Hand auf die Wunde. Sein Gesicht tauchte wieder vor meinem auf, seine Lippen nun blutverschmiert. „Siehst du nun wozu ich fähig bin? Du SOLLTEST Angst haben.“ knurrte er. Seine Haltung erinnerte mich wieder an gestern Nacht, als er wie ein Raubtier vor mir herumgelungert hatte. Doch das war mir egal. „Ich habe keine Angst. Es tat nur weh.“ meinte ich bestimmt und schaute so hochnäsig wie ich konnte. „Du bist genauso dumm wie alle anderen Menschen auch.“ seufzte er, doch seine Lippen waren zu einem Lächeln verzogen. „Ich könnte höchstens naiv sein, aber ich vertraue dir einfach nur. So siehts aus.“ Ich begann zu lächeln, doch dann fiel mein Blick wieder auf seinen Mund. Wie hypnotisiert starrte ich auf seine Lippen, die sich immer weiter zu einem breiten Grinsen verzogen. Er brachte sein Gesicht näher und für einen kurzen Moment dachte ich, nein HOFFTE ich, dass er mich küssen würde, doch Zentimeter von meinen eigenen Lippen entfernt, stoppte er. „Ich zeige dir einen Teil meines Gesichts... Ich vertraue dir auch.“ flüsterte er und ich konnte den metallischen Geruch meines eigenen Blutes riechen. „Du solltest jetzt schlafen.“ seufzte er und setzte sich wieder aufrecht hin. „Ich möchte aber nicht.“ schmollte ich gespielt und verschränkte meine Arme. Jack seufzte wieder, dann schlang er einen Arm um meine Taille und zog mich zu sich. Mein Kopf ruhte auf seinem Schoß und ich wettete, dass mein Gesicht wie eine Erdbeere oder Tomate aussah. „Ich möchte echt nicht.“ warf ich ein und versuchte mich wieder aufzurichten, doch er drückte mich sanft wieder zurück. „Mach die Augen zu und schlaf. Oder vertraust du mir doch nicht genug?“ grinste er und beugte sich zu mir herunter. „Du bist doof.“ murmelte ich, schloss aber trotzdem meine Augen. Jack strich beruhigend über mein Haar und es dauerte nicht lange bis ich, wenn auch widerwillig, einschlief.

    „Das kann doch nicht wahr sein!“ rief ich, kaum dass ich meine Augen wieder geöffnet hatte. Schlagartig setzte ich mich auf, bereute es aber, da mir sofort schwindelig wurde. Nun etwas vorsichtiger stand ich auf und mein Blick fiel auf den Sofatisch, auf dem ein Gänseblümchen und ein kleiner Zettel lagen. Neugierig faltete ich das Stück Papier auf, doch sofort röteten sich meine Wangen als ich die Nachricht las. „Du siehst süß aus wenn du schläfst.~Jack“ Beschämt ließ ich den Zettel wieder auf den Tisch fallen und tapste nach oben ins Badezimmer . Ich hatte tiefschwarze Ringe unter den Augen und auch allgemein sah mein Gesicht fahl und eingefallen aus. Meine Haare waren strähnig und eine hässliche Kruste hatte sich auf Jacks Bisswunde gebildet. Ich sah einfach sche*ße aus. Ich stieß ein tiefes Seufzen aus, dann hopste ich in die Dusche und ließ das warme Wasser über meinen Körper prasseln. Zehn Minuten vergingen und tiefenentspannt trat ich wieder aus der Kabine heraus. Gehüllt in ein Handtuch ging ich nach oben in mein Zimmer um mir neue Kleidung zu holen, doch als ich die Tür öffnete, blieb ich wie angewurzelt stehen. „Jack!“ rief ich als ich die Gestalt auf meinem Bett sah. Sein Körper lag vollkommen entspannt barbrüstig da, das Gesicht in mein Kissen gedrückt, seine Maske und sein Hoodie nachlässig auf einen Stuhl gelegt. Er regte sich nicht, also schlich ich vorsichtig näher und betrachtete seine schlafende Gestalt. Er sah so unglaublich friedlich aus und ohne groß darüber nachzudenken, stellte ich mir vor wie es wäre neben ihm aufzuwachen. Sich an seinen Körper zu schmiegen und seinen Duft einzuatmen. Es war krank sich so etwas mit einem Dämon vorzustellen, doch meine Brust schnürte sich beinahe schmerzhaft zusammen als er sich auf den Rücken drehte und sein Gesicht und seine muskulöse Brust entblößte. Sein Aussehen erinnerte nur wenig an die Vorstellung die ich in meinem Kopf hatte, doch er war noch attraktiver als in meinen Gedanken. Mit jedem Moment der verstrich wurde ich röter und ohne nachzudenken kniete ich mich neben mein Bett und strich mit meiner flachen Hand über Brust und Bauch. Er bekam Gänsehaut, stieß ein wohliges Seufzen aus und vorsichtig kletterte ich neben ihn ins Bett. Ich kuschelte mich an ihn und betrachtete fasziniert sein schlafendes Gesicht. Wie konnte jemand der so... attraktiv und perfekt war, nur ein eiskalter, unmenschlicher Mörder sein? Seine Augenlider zuckten ein wenig und öffneten sich abrupt und sofort verkrampfte sich Jack und rutschte von mir weg. Er war aufgewacht. „Was. Zur Hölle. Tust du da?“ knurrte er und presste sich gegen die Wand. „Ich... Es... Es tut mir Leid.“ stotterte ich beschämt und stand auf. Sein Blick folgte jede meiner Bewegungen und erst jetzt bemerkte ich, was ich wirklich getan hatte. Ich hatte mich gerade, einfach mal so, halbnackt neben ihn gelegt und mit ihm gekuschelt! Was war nur falsch mit mir? „Tu... das einfach nie wieder.“ keuchte er und schüttelte kurz seinen Kopf. Er wirkte vollkommen abwesend und angestrengt, als müsste er sich zusammenreißen nicht über mich herzufallen. „Es tut mir wirklich Leid.“ meinte ich und trat einen Schritt näher, doch er bleckte nur die Zähne, sodass ich stehen blieb. „Zieh dir was an. JETZT!“ schrie er und wie von der Tarantel gestochen rannte ich zum Kleiderschrank, schnappte mir ein langärmliges Kleid, Strumpfhosen und Unterwäsche und hetzte dann zurück ins Badezimmer. Nachdem ich mich angezogen hatte, verharrte ich noch einige Minuten, bevor ich zurück in mein Zimmer ging. Jack war mit seiner Maske und seinem Hoodie verschwunden. „Ich bin so ein Idiot!“ stieß ich aus und starrte auf das nun leere Bett. Ich lernte meine Lieblings CP aka meinen „fiktiven“ Schwarm kennen und er wollte mich nicht töten, wir verstanden uns gut und etwas begann sich zu entwickeln und ich dämliche, inkompetente Kuh zerstörte es! Nie konnte ich auch nur irgendwas richtig machen! „Ich bin... so dämlich.“ schniefte ich und versuchte die aufkommenden Tränen einfach herunter zu schlucken. Ich hatte mir wahrscheinlich gerade selber das Herz gebrochen. Ich tupfte mit meinem Ärmel die einzelne Träne weg die meinem Auge bereits entkommen war und floh ins Untergeschoss. So schnell ich konnte schlüpfte ich in meine Winterstiefel und meinen dicken Mantel und wickelte mir schließlich noch einen dicken Schal um meinen Hals. Dann stapfte ich nach draußen und betrat auf einem kleinen Trampelpfad neben unserem Haus den Wald. Kaum dass die Häuser hinter mir außer Sicht waren, begann mein Körper fast automatisch sich zu entspannen. Ein paar Vögel zwitscherten ihr Lied und der Wind raschelte in den Baumkronen, deren Laub sich bereits gelb, rot und braun gefärbt hatte. Bereits gefallene Blätter knirschten unter meinen Füßen als ich immer weiter in den Wald ging und der Wind kühlte mein Gesicht. Ich legte meinen Kopf in den Nacken und starrte nach oben, das Sonnenlicht zwischen den Baumkronen hervorlugend. Es erinnerte mich an meine Kindheit, als ich noch unbeschwert durch das Laub rennen konnte, ohne mir wegen Noten oder Herzschmerz Sorgen zu machen. Und nun war alles anders. „Jetzt weiß ich was Mom damit meinte, dass „alles anders wird“.“ seufzte ich und steckte meine Hände in meine Jackentaschen. Es war verdammt schwer erwachsen zu werden. Ich lief weiter, und schon bald bemerkte ich einen Baumstumpf, der am Wegesrand stand. Meine Füße begannen zu schmerzen als ich mich auf ihn setzte, doch ich ignorierte das Brennen und Drücken. Wesentlich schlimmer war das Brennen in meinem Herzen. Ich hatte mich in ihn verliebt. 2 verdammte Nächte hatten gereicht um mich in ihn zu verlieben. Was war nur falsch mit mir?

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