Der zweite Sohn *Kapitel 10*

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1 Kapitel - 1.368 Wörter - Erstellt von: AliceChantal - Aktualisiert am: 2016-01-27 - Entwickelt am: - 245 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt


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Kapitel 10 "Auf nach Helms Klamm!" schrie der König über sein Volk hinweg, als ich gerade bei Edoras ankam. Es war früh am Morgen, denn i
Kapitel 10
"Auf nach Helms Klamm!" schrie der König über sein Volk hinweg, als ich gerade bei Edoras ankam. Es war früh am Morgen, denn ich war letztendlich doch weiter entfernt gewesen, als ich dachte. Ich nickte Theoden und Aragorn, die ganz vorne vorm Zug ritten zu und suchte dann nach meinem Bruder, dem ich Gesellschaft leisten wollte. "Nun gibt es kein Zurück…" Ich nickte zur Bestätigung und schwieg. Ich hatte keinen Grund etwas dazu zu sagen, denn meine Worte wären nicht gerade nett gewesen… Wie kann der König nur solch eine unüberlegte Entscheidung treffen? "Bruder? Was ist? Du siehst aus als würdest du dich um etwas sorgen…" Ich schaute meinem Bruder in die Augen und er tat es mir gleich mit einem forschenden Blick. Sollte ich ihm meine Bedenken erzählen? "Ich habe einfach ein schlechtes Gefühl… Alles in mir schreit, dass wir in unser verderben reiten, aber ich kann den König noch weniger von seinem Plan abbringen, als es Aragorn konnte… Ich befürchte wir werden kämpfen müssen…Nein! Ich weiß das wir kämpfen müssen und wir in eine Falle reiten. Mein Bruder nickte zustimmend. "Ich weiß was du meinst… dieses Gefühl habe ich auch… Ich hoffe nur wir haben nicht recht!" "Ja… hoffentlich" sagte ich leise und ließ mich dann an das Ende des Zuges fallen, wo Hama seine Position hatte. Wir ritten schweigend hinter allen her, bis in den Abend hinein und der König endlich das Zeichen zum halten gab und wir ein Lager aufschlugen. Ich sattelte Palouse ab und bewegte mich auf meine Kameraden zu. Als alle Aufgaben erledigt waren, setzten wir uns auf Baumstämme, welche um ein Lagerfeuer verteilt sind. Eowyn lieft mit einem Kessel voller Eintopf durch das rastende Volk. Als sie bei uns hielt, gab sie Gimli die erste Schale "Äh, nein, das..." doch sie achtete gar nicht auf Gimlis Worte sonder ging, ohne die Schüssel die er ihr zurück geben wollte, zu Aragorn und mir. "Ich habe einen Eintopf gemacht. Es ist nicht viel, aber es ist heiß." sagte sie eher zu Aragorn als zu uns Anderen. "Danke." Aragorn nahm die Schüssel lächelnd an und probieret einen Löffel.
Man konnte in seinem Gesicht, welches er verzog, sehen dass es ihm nicht schmeckte und trotzdem antwortete er ihr höflich "Es schmeckt…gut." Das Lächeln konnte nicht gespielter sein. Sie bot, nachdem sie ihren Blick von Aragorn wenden konnte, meinem Bruder und mir auch eine Schüssel an, doch wir verneinten dankend. Ich hatte nach diesem Anblick sowieso keinen Hunger mehr. Sie drehte sich von uns weg und wollte weiter laufen, drehte sich dann letztendlich doch noch einmal zu uns, gerade als Aragorn den Rest des Eintopfes wegschütten wollte und kam noch einmal zurück. "Mein Onkel hat mir etwas seltsames erzählt. Er sagte, Ihr seid in den Krieg gezogen, mit Thengel, meinem Großvater. Aber er muss sich irren, denke ich." Ich musste mich sehr zusammen reißen um nicht genervt aufzustöhnen. "Des Königs Gedächtnis ist gut. Er war noch ein kleines Kind damals und doch erinnert er sich an Aragorn." Antwortete ich, etwas genervter als gewollt, bevor es Aragorn konnte. Eowyn sah mich überrascht an und drehte sich dann Aragorn zu. "Dann müsst Ihr ja mindestens 60 sein." Aragorn schüttelte seinen Kopf. "70? Ihr könnt keine 80 sein!" sagte sie ungläubig. Mein Bruder musste sich das Grinsen verkneifen, während ich nur genervt meine Augen verdrehte. "87." war das einzige, was Aragorn antwortete. "Ihr seid einer der Dunedain! Ein Nachkomme der Númenorer, die mit langem Leben gesegnet sind. Es heißt, Euer Geschlecht sei in das Reich der Legende eingegangen." Das verschwand auf Legolas seinem Gesicht und sein Gesicht wurde mitleidig, so wie meiner, denn wir wussten, dass es Aragorn schmerzt darüber zu reden. "Wenige von uns sind übrig. Das Nördliche Königreich wurde zerstört." Eowyn war kurz sprachlos und ich blickte stur zu Boden. "Tut mir Leid. Bitte, esst!" kam es von ihr mit einem entschuldigenden Lächeln, bevor sie ging.
Aragorn versank sofort in Erinnerungen. Ich legte ihm meine Hand kurz auf die Schulter, wodurch ich ihn aus seinen Gedanken aufschrecken ließ, nahm ihm die Schüssel mit dem Eintopf ähnlichem etwas aus der Hand und sah ihm aufmunternd in die Augen. "Nun ist es an Euch das Geschlecht der Dunedain neu aufleben zu lassen!" Er nickte und sah mich mit dankbaren Augen lächelnd an. Mein Bruder übernahm meinen Platz an Aragorns Seite und fing an sich mit ihm zu unterhalten während ich diesen Eintopf wegschüttete. Ich begab mich danach zu meinem Lager und legte mich schlafen.

*"Tot… Verderben… Angst… Trauer… Es wird kommen und du kannst es nicht verhindern… Du kannst ihn nicht immer beschützen… Du musst nicht mehr sterben doch musst du dich entscheiden… Wen rettest du?..." Eine junge Frau mit weichen, seidigen schwarzen Haaren und so grüne Augen wie eine Katze tauchte vor mir auf. Sie lächelte mich traurig an und kam langsam auf mich zu. "Ich weiß nicht warum, aber ich sehe dich in meinen Träumen und ich fühle mich als würde ich dich schon etliche Jahre kennen… Meine Worte sind nicht festgelegt, sie können sich ändern, doch zur Zeit sieht die Zukunft so aus…" Langsam erwachte ich aus meiner Starre und sah die Frau verwundert und fragend an. "W..wer bist du? Und wen soll ich retten? Was meinst du mit deinen Worten? Zwischen wen soll ich wählen?" Sie lächelte mich nur an und sagte nichts außer: "Deine Fragen werden schnell genug eine Antwort finden, sobald wir uns treffen… Lebe wohl!" Langsam verblasste das Bild der Frau vor mir und alles verschleierte sich. "Warte! Wer bist du? Wie ist dein Name?" Doch sie war schon weg…*

Mit Schweiß auf der Stirn schreckte ich aus meinem Schlaf hoch. Alles um mich herum war in Bewegung und ich realisierte erst spät, dass ich mich zwischen dem Volk Edoras´ und meinen Kameraden befand… Diese Frau… sie war… Ich kann es nicht beschreiben. Ihre grünen Augen hatten sich tief in meinen Verstand gebohrt und ließen mich nicht wieder los. Etwas benommen stand ich auf und packte mein Lager zusammen. Meine Gedanken kreisten noch immer um meinen Traum, als mich etwas an der Schulter berührte und ich zusammen zuckte vor Schreck. Ich drehte mich um und sah in das verwunderte Gesicht Gimlis… "Was ist mit dir? Du wirkst verschreckt und geängstigt? Schlecht Geschlafen oder von deiner Alten daheim geträumt?" grinsend zog mich Gimli auf und versuchte mich aufzumuntern, als er sah, dass mir nicht zum Scherzen zumute war, hielt er jedoch in seinem Lachen inne und sah mich forschend an. "He, Jungchen, was ist los?" Ich schüttelte verneinend den Kopf. "Nichts… ich habe nur schlecht geträumt… Entschuldige mich Gimli!" Mit diesen Worten drehte ich mich um und entfernte mich von allen. Ich pfiff nach meinem Rappen und Zäumte ihn auf. Als ich das letzte Gepäckstück auf einen der Wägen verstaut hatte, rief der König schon zum Abmarsch. Ich ritt ohne ein Wort an Theoden vorbei und setzte mich mit viel Abstand vor den Zug. Ich wollte meine Ruhe und außerdem konnte ich den Kopf frei bekommen, wenn ich als Späher diene.
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1453836131
Der zweite Sohn *Kapitel 10*
Der zweite Sohn *Kapitel 10*
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2016-01-26
402C
Herr der Ringe

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