Warrior Cats- Der Fluch

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4 Kapitel - 4.219 Wörter - Erstellt von: Lil - Aktualisiert am: 2016-02-05 - Entwickelt am: - 938 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

"Wer Blut fordert muss Blut geben! Beim nächsten Vollmond wird eine neue Zeit für euch anbrechen!" Immer mehr tote NebelClankatzen werden im Wald aufgefunden! Nur wer hat sie getötet? Wie lange kann es so weiter gehen? Wird der ganze Clan zerstört werden?
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Diese Ff ist manchmal grausam, überlegt selbst ob ihr mit sowas gut klarkommt

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    Hallo erstmal! Ich weiß, dieses Vorwort nervt, trotzdem... Ich versuche es kurz zu machen: Viel Spaß mit dieser Ff! Über Kommentare freue ich mich
    Hallo erstmal!
    Ich weiß, dieses Vorwort nervt, trotzdem...
    Ich versuche es kurz zu machen: Viel Spaß mit dieser Ff!
    Über Kommentare freue ich mich immer! Gerne auch Kritik!

    Lg, eure Lil

    Ps: Das was auf den Bildern der Kapitel steht ist die Überschrift des Kapitels ;)


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    ((bold))Prolog: ((ebold)) Lautlos huschten sie durch die Dunkelheit. Oder? Nein, nicht Dunkelheit. Der Mond war voll und rund, erhellte die Nacht, sod
    Prolog:

    Lautlos huschten sie durch die Dunkelheit. Oder? Nein, nicht Dunkelheit. Der Mond war voll und rund, erhellte die Nacht, sodass man nicht von Dunkelheit sprechen konnte. Felle, hier und da fingen sich silbrige Strahlenm wenn eine von ihnen über die offene Fläche zum nächsten Gebüsch schlich. Der NebelClan, ganz eindeutig, wer sonst könnte sich wie Schatten über das Territorium des SturmClans bewegen? Ja, eindeutig wurde es, als eine Katze den Kopf hob. Die pelzigen Ohren... Gewitterstern, der listige Anführer des NebelClans, der den Kopf gegen den Mond hob. Seine Schwanzspitze zuckte leicht, die Nase sog die kühle Brise ein. Knurrend bleckte er die Zähne. Das Lager lag ihnen zu Füßen in einer dunklen Senke. Eine Katze mit schneeweißen Pelz hielt Wache, aber das gleichmäßige Schnarchen verriet, dass sie schlief. Oh ja, heute Nacht. Heute Nacht war es soweit. Ein breitschultriger Kater erschien neben ihm. Der glühende Blick war auf Gewitterstern gerichtet. Er nickte leicht. Die Gruppe teilte sich auf, rund um das friedlich schlafende Lager. Ahnungslos. Und auf törichte Art naiv, sagte sich Gewitterstern. Er hob den Kopf gen Mond. Voll strahlte er, versprach Licht wenn sie kämpfen würden.
    Er hob seine Stimme. "Angriff!". Schaurig schallte das Jaulen durch die Nacht den Sternen entgegen. Die Krieger des NebelClans stürmten vor, bereit das gutgläubig schlummernde Lager zu überrennen. Gewitterstern blieb noch etwas oben stehen. Sein Clan war mächtig. Die kräftigen Muskeln, die sich unter den dichten Pelzen bewegten, die starken Krallen und die scharfen Zähne versprachen ein Blutbad. Jetzt preschte auch er nach vorn, dass die Erde in Klumpen hinter ihm wegflog. Von weitem konnte er die Krieger sehen, die teils verwirrt, teils angriffsbereit aus ihren Bäuen drängten. Der Dornentunnel, der den Eingang bildete war niedergetrampelt, durch die Büsche, die wohl einmal der Schutzwall gewesen waren, strömten seine Krieger. Eine Katze lag bereits blutüberströmt am Boden, scheinbar die hilflose Wache. Schneefall hieß der tote Kater. Nicht allzulange hielt Gewitterstern den Blick auf den Leichnam gerichtet. Er machte einen gewaltigen Satz und sprang eine gefleckte Kätzin an, die einen Moment unaufmerksam war. Er stieß sie um, versenkte seine Zähne in ihrer Kehle, ehe sie auch nur einen Laut machen konnte. Wie aus dem Nichts hatte die Nacht sich gewandelt. Aus der vollkommen Stille waren nun quälende Angst- und Schmerzensschreie geworden, Fauchen und Knurren. Blut und Fellfetzen flogen durch die Luft. Kampflust leuchtete in den Augen der NebelClankatzen, nichts als Panik in denen ihrer Opfer. Doch Gewitterstern genoss die Schlacht. Bei jeder einzelnen Katze, die zwischen seine Krallen kam, fühlte er sich berauscht vor Freude. Jeder Tropfen Blut der seinen Pelz befleckte war ihm eine Wohltat. Er kämpfte, er kämpfte als wäre er dazu geboren worden. Gerade zerfetze er einem Schüler den Bauch, als er plötzlich von einem Gewicht beseite gerissen wurde.
    Rindenpelz, einer der besten Kämpfer des SturmClans. An seiner Flanke fehlte Fell, aus seinen Schultern lief das Blut wie Wasser in einem Fluss. Es tränkte den Boden rot. Er bleckte vergnügt die Zähne. Rindenpelz hatte ihm wenigstens etwas Wehr entgegen zu bringen. Der feindliche Kater bäumte sich auf, blitzschnell und ließ seine Vorderpfoten mit einem mächtigen Schlag auf Gewittersterns Schultern niedergehen. Dieser sprang im letzen Moment beiseite, duckte sich und bleckte spöttisch die Zähne. Seine Augen glänzten blutrünstig. Er sprang, doch als Rindenpelz ausweichen wollte, landete er genau vor ihn, bäumte sich auf und schlug immer wieder auf das Gesicht des Katers ein. Das Blut spritze, ein Schmerzensschrei erklang aus der Kehle des anderen katers, aber Gewitterstern war nicht zu stoppen. Wie Musik klangen die Laute der Qualen in seinen Ohren, jeder neue beflügelte ihn, verlieh jedem Hieb mehr Kraft. Er balancierte auf den Hinterbeinen, drängte den SturmClankrieger immer weiter zurück ohne auch nur einen Moment seine Hiebe zu unterbrechen. Das braune Gesicht war nicht mehr zu erkennen, jeder Gesichtszug durch Spuren von Krallen zerstört. Krallen, die einem unaufhaltsamen Kater als Waffen dienten. Dann schnappte er zu, die langen scharfen Zähne des NebelClananführers packten das Genick des machtlosen Kriegers. Tief versenkte er sein Gebiss im Nacken seines Gegners, spürte die feinen Knochen zwischen seinen Kiefern. Kaltblütig ließ er sie zerknacken, genoss das unheilvolle Knirschen. Der Körper zuckte und wand sich noch einen Moment, dann lag er ganz still. Gewitterstern ließ den Leichnam fallen. Seine glühenden Augen huschten durch das Lager auf der Suche nach einem neuen Gegner. Doch jetzt war es im Lager ganz still bis auf das Keuchen der Krieger. Gewitterstern tat ein paar Schritte. Der Boden war klebrig vom Blut, dass im Mondlicht silbern schimmerte. Fellfetzen waren in der Senke versträut, ebenso wie Leichen. Überall lagen die geschundenen Körper von SturmClankatzen. Seine Krieger schauten kalt auf ihren geschlagenen Feind hernieder. Manche trugen die Spuren von Krallen, die sich mittlerweile auf die Erde gesenkt hatten und nie wieder heben würden. Nicht nur Krieger, auch Schüler, Älteste, Königinnen, Junge... Der SturmClan war tot. Da entdeckte Gewitterstern das Gesicht das er suchte. Schimmerstern, die treue Anfühererin des geschlagenen Clans. Ihr silbernes Fell hing nur noch in Fetzen an dem schlanken Leib. Noch immer strömte Blut aus ihren Wunden, die Augen waren glasig. Die Flanken flach, nein, nichts verhieß das noch etwas Leben in ihr stecken könnte. Doch das tat es. Noch nicht lange war sie als Nachfolgerin für Moorstern Oberhaupt des Clans geworden. Und tatsächlich. Ein kaum hörbares Keuchen, obwohl, eher ein zischen erklang. Ihre Kehle war aufgerissen, sodass jeder Versuch, Luft zu holen umsonst war. Gewitterstern setze sich vor sie. Und betrachtete wie die einst so stolze Kätzin vor seinen Pfoten starb. Als es vorbei war, als immer wieder der versuch zu leben gescheitert war, erhoben die NebelClankatzen ihre Gesichter zum Mond. "Wir haben gesiegt!" heulten sie es zum Himmel. Oh ja, sie hatten gesiegt, ihre Feinde dem Staub zu ihren Pfoten gemacht.
    Doch dann verstummten plötzlich alle. Ein Leuchten erschien unter ihnen. Eine Katze, ja, Schimmerstern! Ihr Fell funkelte als würden Sterne es erhellen. Jede Wunde des Kampfs war verschwunden und sie saß elegant da wie sie es auch im Leben gepflegt hatte zu tun. Schockierte Stille. Ihre ungewöhnlich blauen Augen aber sahen anders aus als früher. Klüger. Dann erhob sie die Stimme. "Heute Nacht habt ihr ein furchtbares Verbrechen begangen, Krieger des NebelClans. Ihr habt gemordet, treue Krieger, hilflose Schüler, ergraute Älteste, verzweifelte Königinnen und unschuldige Jungen. Einen ganzen Clan habt ihr ausgelöscht und erfeut euch am Blut des SturmClans. Wie ein Fluch habt ihr uns vernichtet. Wie ein Fluch" Gewittersterns Kehle entfuhr ein Knurren. Sie war tot! Sollte ihre Seele gefälligst abziehen und sich verkriechen. Als Schimmerstern erneut sprach klang ihre Stimme anders. Nicht mehr nur wie ihre, sondern als würden unzählige Katzen gleichzeutig die selben Worte sagen. Gewitterstern konnte Schneefalls und Rindenpelz' Stimmen heraushören. "Wer Blut fordert muss Blut geben! SturmClanblut habt ihr vergossen, euer Blut soll uns rächen. Schicken werden wir den Teufel und er wird euch vernichten. Beim nächsten Vollmond wird eine neue Zeit für euch anbrechen. Spürt wie es ist, machtlos zu sein!"

    3
    Sie schlug die Augen auf. Kurz, ganz kurz musste sie überlegen wo sie war. Genau, im Kriegerbau! Durch die Zweige des Baus fiel bereits helles Licht,
    Sie schlug die Augen auf.
    Kurz, ganz kurz musste sie überlegen wo sie war. Genau, im Kriegerbau! Durch die Zweige des Baus fiel bereits helles Licht, bestimmt war es schon Sonnenhoch, vielleicht auch später. Sie gähnte. Ihr neues Nest war zwar warm und weich, dennoch konnte sie den würzigen Waldgeruch daran riechen. Noch zumindest, denn bald würde er sich wieder verflüchtigt haben. Sie erhob sich auf ihre Pfoten. Seltsam. Sie sahen nicht anders aus als vorher, aber sie fühlte sich anders. Als wäre sie über Nacht größer, stärker und vielleicht auch hübscher geworden. Sie bewegte sich anders, geschmeidiger als vorher, den Kopf stolz erhoben. Sie war jetzt eine Kriegerin, eine vollwertige Kriegerin des NebelClans! Keine dumme Schülerin, nein, diese Zeit war vorbei! Als sie aus dem Bau trat, schien ihr die Sonne auf das Fell. Wärmte sie und leuchtete, als wolle sie sie auch beglückwünschen. "Knospenpfo-..." Allein dieser Anfang reichte um ihr das Fell zu sträuben. Wenn auch eine junge, aber sie war eine Kriegerin! Hastig verbesserte sich die andere Katze: "Ich meine Knospenschweif! Gut geschlafen?" Das durfte doch nicht wahr sein! Die erste Katze die sie an diesem Morgen ansprach musste ausgerechnet Rauchpfote sein? Er war so klein und nervig! Zwar nur einen Mond jünger als sie, aber dennoch. Aus einem Knospenschweif nicht ergiebigem Grund hatte er sich darauf versteift sie bei jeder noch so kleinen Möglichkeit anzusprechen. Sie war bloß froh, dass sie nicht seine Mentorin war! Moment-... Erwartete er etwa, dass sie mit ihm trainierte? Sie dachte kurz darüber nach, dann bemerkte sie, dass er wohl erstmal eine Antwort erwartete. "Ja, sehr gut, der neue Bau ist viel größer und die Krieger schnarchen nicht...", sagte sie in vollem Bewusstsein, wie bissig ihr Ton war. Er leckte sich über das Brustfell. Verlegen, ganz eindeutig, denn wie oft beschwerten sich seine Baugefährten, dass er schnarche? Sehr oft.
    Ihre kleine Unterhaltung wurde unterbrochen als Nordfrost zu ihnen trat. "Knospenschweif?" "Ja?", antwortete diese schnell, erleichtert über die Unterbrechung. Nordfrost nannte sie wenigstens beim richtigen Namen! "Ich würde dich bitten etwas jagen zu gehen. Bring so viel wie du kannst, sei aber bei Sonnenuntergang zurück." Sie neigte respektvoll den Kopf. Nordfrost war nicht nur der zweite Anführer, auch seine ganze Erscheinung war imponierend. Breite Schultern, ungeheurer kräftige Muskeln, die unter dem Fell spielten und nicht zu vergessen, die eisblauen Augen mit denen er einen fixierte. Er nickte, dann wandte er sich ohne ein weiteres Wort ab. Enttäuschung machte sich in Knospenschweif breit. Irgendwie mochte sie ihn. Sehr sogar. Leise seufzte sie, schaute immer noch auf den grauen Rücken. Rauchpfote blickte sie fragend an. "Was guckst du denn so?", blaffte sie böse, trabte dann mit hocherhobenem Schweif zum Lagerausgang ohne auf eine Antwort zu warten. Rauchpfote störte einfach mit seiner tollpatschigen Art! Konnte er nicht einfach verstehen, dass Knospenschweif ihn nicht leiden konnte? Und sie in Ruhe lassen? Ein erschrockenes Jaulen erklang aus ihrer Kehle. Ein Brombeerdickicht, dass sie übersehen hatte. Stacheln, natürlich. Die aussahen als wollen sie ihr sämtliches Fell vom Körper reißen. Super, einfach nur toll! "Mäusedreck!", fauchte sie erbost. Es war schon fast Zeit wieder zurück ins Lager zu gehen und sie hatte noch kein einziges Beutestück und hing in einem Busch. Mühsam befreite sie sich wieder, auch wenn sie dabei mehrere Fetzen ihres hellbraunen Fells einbüßte. Ärgerlich. Ihre Clangefährten würden sich schlapp lachen. Dann musste sie wenigstens einen ordentlichen Fang mitbringen.

    Als sie ins Lager zurückkehrte war Knospenschweif doch ganz zufrieden mit sich. Sie war zwar zu spät, der Vollmond hing bereits groß und rund am Himmel, aber hatte ein Kaninchen aufgestöbert, einen Finken und zwei Mäuse gefangen. Vielleicht konnte sie ja Nordfrost fragen, ob er sich etwas mit ihr teilen wollte... Ja, genau das würde sie machen. Tagträume. Sie musste sich zwingen, nicht darin zu versinken. Sie warf die Mäuse und das Kaninchen auf den Frischbeutehaufen, nur den Finken behielt sie und trottete damit zum Kreis der älteren Krieger. Zwischen Eichenfall und Wurzelfang saß Nordfrost. "...wo er ist, er sollte eigentlich schon längst wieder zurück sein!" Windherz' Stimme klang besorgt. Wen sie wohl meinte? "Normalerweise ist er immer pünktlich!" Wurzelfang nickte zustimmend. Windherz wollte fortfahren, aber sie beließ es bei einem Luft holen, weil die gewaltige Gestalt von Gewitterstern sich zu ihnen gesellte. Er war noch breitschultriger und größer als Nordfrost, allerdings hatte er eine ganz andere Ausstrahlung als dieser. Nordfrosts Größe ließ ihn erscheinen, als könne er gut auf den Clan aufpassen. Gewitterstern hingegen wirkte einfach nur bedrohlich. Dieser Eindruck wurde nur verstärkt durch den hungrigen Blick in seinen Augen. "Von wem sprecht ihr?" Seine Stimme war kalt. "Von Rauchpfote", beantwortete Eichenfall die Frage, "Er war jagen, aber er ist noch nicht zurückgekehrt. Wir machen uns Sorgen!" An der Mine des Anführers änderte sich nichts. Ausdruckslos. Knospenschweif dachte, dass er abschätzen würde, ob es sich lohnen würde, jemanden nach dem kleinen Kater suchen zu lassen. Zumal heute Vollmond war und Schimmerstern ihnen eine böse Prophezeiung gegeben hatte. Schweigen. Da hatte sie eine Idee. "Ich gehe ihn suchen!" Ganz kurz, dass sie fast schon meinte es sich nur eingebildet zu haben, blitzte ein Gefühl in den sonst so leeren, bernsteinfarbenen Augen auf. Dann nickte der riesige Kater mit dem breiten Kopf. "Geh." Nordfrost schaute etwas unwohl aus als Gewitterstern zustimmte, fast schon könnte man sagen, er schien besorgt. Das gefiel Knospenschweif. Er sollte ihren Mut bewundern! Und das würde er, wenn sie zurückkam! Sie drehte sich um und preschte los, direkt in den Wald.
    Schatten und Licht, alles verschwamm, flog an ihr vorbei, wie im Traum. Ihre Pfoten berührten nur gerade eben den Boden, mehr als würde sie fliegen. Sie roch ihn, sie spürte wo Rauchpfote war. Dann ertönte ein Schrei. Unglaublich hoch, klar und einfach nur markerschütternd. Mitten im Lauf sträubte sich Knospenschweif das Fell. Jedes einzelne ihrer Haare stellte sich auf. Was auch immer da draußen war, es hatte den Schüler erwischt. Angst kroch in ihr hoch. Machte sie wachsam und ließ sie bei jedem Geräusch zusammenzucken. Sie schlich vorwärts und bald schon umwehte Blutgeruch ihre Nase, zusammen mit dem von heller Panik.
    Als sie auf eine Lichtung trat sah sie ihn. Der Körper war entstellt, zerfetzt von furchtbaren Krallen. Sie hätte ihn nicht erkannt, wüsste sie nicht dass es Rauchpfote war. Wie in Trance ging sie auf ihn zu. Bis ein leises Platschen durch die Stille hallte. Das Mondlicht färbte das Blut silbern, versteckte es vor ihren Augen. Sie war in eine Blutlache getreten, sogar noch warm. Doch Rauchpfote war tot. Was wenn das etwas das ihn gerötet hatte noch in der Nähe war? Sie konnte nichts hören, die Stille war vollkommen. Der Geruch von Blut, Angst, zu dem sich jetzt auch der des Todes gesellte überlagerte jeden anderen Duft. Sie untersuchte die Wunden. Und holte entsetzt Luft als sie es erkannte. Das alles hatte eine Katze angerichtet! Und in genau dem Moment, wo sie das dachte, wurde die Stille unheimlich. Weder der Wind noch sonst irgendetwas regte sich noch. Ein kalter Schauer überfuhr sie. Aus den Augenwinkel meinte sie einen Schatten zu sehen und fuhr herum, aber da war nichts. Dann erstarrten sämtliche Muskeln in ihr, versagten ihren Dienst, als sie etwas hinter sich spürte. Eisige Kälte und zugleich glühende Hitze gingen von ihm aus. Sie wusste, das war ihr Ende. Der Teufel wie die Prophezeiung es sagte war hier und wollte Rache. Sie würde nicht ins Lager zurückkehren. Sie würde eins der ersten Opfer sein. Das Letzte was sie spürte, waren Zähne, die ihre Kehle umschlossen, wie Schmerz sie durchfuhr, dann wurde alles schwarz. So schwarz.

    4
    Die Sterne verblassten langsam. Das Blau, dass wie ihm schien, nie dunkler gewesen war wurde heller, milchig gelbe, blass orange und zartrosa Streifen
    Die Sterne verblassten langsam.
    Das Blau, dass wie ihm schien, nie dunkler gewesen war wurde heller, milchig gelbe, blass orange und zartrosa Streifen erschienen am Horizont. Er hob den Kopf zum Himmel, der jetzt nicht mehr düster, sondern tröstlich wirkte. Auf jede noch so finstere Nacht folgte doch immer auch ein schöner Morgen. Und dieser war so schön wie kein anderer. Ein leises Rascheln kündigte die Ältesten an, als sie auch schon aus dem Bau traten. Narbenpelz, Rosenstein und Graubart schritten einher, direkt zu den Leichnamen, die blank geputzt auf der Lichtung des NebelClans lagen. Die Nacht, die ganze Nacht hatte der ganze Clan Totenwache für Rauchpfote und Knospenschweif gehalten. Vielleicht auch, weil vermutlich eh keine einzige Katze hätte schlafen können. Wie auch? Am Morgen des gestrigen Tages wurden die Leichname auf einer Lichtung gefunden, vollkommen zerstört und blutleer. Kurz dachte er an die Worte von Nordfrost. So jung, hatte er gesagt. Ein Schüler, der kurz vor seiner Ernennung stand und eine Kriegerin, die so unerfahren sie war, so viel Mut bewiesen hatte. Der Clan sollte sie in Erinnerung behalten. Und zwar als Helden! Als Helden.... Er schüttelte den Kopf. Was würde es schon bringen, dem zweiten Anführer die Worte im Mund rum zu drehen? Zumal die Katzen schon verängstigt waren. Der erste Vollmond nach der großen Schlacht, seit der bösen Prophezeiung und schon waren zwei von ihnen getötet worden. So schnell. Der Teufel war angekommen, so viel stand fest. Heute Nacht hatte niemand ein Auge zu getan, alle hatte die furchtbare Angst wach gehalten, dass das etwas heute Nacht in das Lager eindringen würde. Ob der FeuerClan auch heimgesucht wurde? Ein Seufzen entfuhr ihm. Sofort schauten ein paar seiner Clangefährten auf, in ihren Augen stand Panik. Die sonst so furchtlosen Krieger erbebten vor dem Unbekannten. Seine Pfoten wendeten an Ort und Stelle und auch wenn er es sich nicht eingestehen wollte, er war froh den Blicken zu entgehen. Sehr froh. Als Heiler wurde von ihm erwartet, dass er alle beruhigte, ihnen Mut zusprach und sich ihnen stark präsentierte. Aber das konnte er einfach nicht. Zumal er einfach unglaublich müde war. Er huschte in seinen Bau, ließ sich in das Nest sinken ohne sich wie sonst noch einmal zu putzen. Den Kopf auf den Pfoten schlief er ein. Doch so sehr er sich auch tiefen Schlaf wünschte, erholsam und traumlos, als er die Augen öffnete war er in einem Wald den er nie zuvor gesehen hatte. Dunkel war es dort, nur Fichten wuchsen um ihn herum und Nebel hüllte ihn ein. Stille, einfach nichts war zu hören. Er prüfte die Luft, doch er konnte keinen Geruch wahrnehmen. Weder den einer Katze, noch den des Waldes. Ein Pfeifen erklang. Das erste Geräusch. Er hob den Kopf. Kein Himmel war zu sehen. Nicht mal die Baumwipfel konnte er erahnen. Hatte er es sich eingebildet? Ja. Er war allein. Mit der Stille.
    Nein, nein, doch nicht! Da, noch einmal! Ein leises Pfeifen! Dann entdeckte er den Vogel. Nie hatte er einen solchen gesehen. Er war klein, sehr klein und schmächtig, für einen Krieger seines Clans höchstens ein Bissen. Die Federn aber waren weiß, strahlend weiß. Jedoch brannte es in seinen Augen als er ihn ansah. Die Kälte schien nur so um ihn zu wabern, um das Federkleid des Vogels, ebenso um den kleinen, goldenen Schnabel. Er hatte keine Augen. Ohne die perfekte Ruhe zu brechen, erhob er sich in die Lüfte, segelte auf einem nicht vorhandenem Wind und landete lautlos vor ihm. Der Heiler war wie erstarrt. Wieder ertönte ein Geräusch. Ohne Zweifel! Aus der Kehle des Vogels. Aber jetzt war es ein geisterhaftes Keuchen, ein Fauchen ohne Worte. Er zitterte. Dieses Wesen war nicht nur ein normaler Vogel, oh nein. Es war die Grausamkeit. Sie hatte diesen Körper erfüllt und strahlte aus ihm heraus. Dann wirbelte der Nebel auf. Er fing an sich aus der Starre zu lösen, als wäre er ein eigenständiges Wesen, bewegte er sich, drehte in Spiralen nach oben. Er war dunkler als vorher, wie eine Gewitterwolke, die jeden Moment anfängt Blitze zu spucken.
    "Schattenfluch!"
    Das Wort hallte über die Lichtung, Echos antworteten unzählig.
    "Sch-sch-schattenfluch!" "Schattenfluch!"
    Hier und da blitze aus dem Nebel ein Stückchen Fell, schwarz, so schwarz.
    "Schattenfluch!"
    Der Teufel. Wer sonst könnte das sein? Doch offenbar war er ein Fluch, der Schattenfluch. Er empfand angesichts dieser Tatsache nichts. Natürlich war es nur ein Traum, aber normalerweise spürte er. Hier war das einzige was er fühlte der Boden unter seinen Pfoten. Weder riechen konnte er, noch konnte er etwas fühlen. Als wäre er innen hohl. Er hörte nur die Echos und sah den Vogel, den Wald, den Nebel und hier und da das Fell des Schattenfluchs. Erneut keuchte der Vogel und es tat ihm fast weh es zu hören.
    "Schattenfluch!"
    Ruckartig fuhr er hoch. Er war im Heilerbau, in seinem Nest! Der Schattenfluch war nur in seinem Traum dagewesen! Wenn er ihn im Traum getötet hätte, wäre er dann nie wieder aufgewacht? Wäre er dann wirklich gestorben? Der Gedanke jagte dem Kater einen eisigen Schauer über den Rücken. Die Echos hallten noch in seinen Ohren und erinnerten ihn jä, dass ein Teil des Traums Wirklichkeit war. Oh ja, bittere Realität. Er erhob sich, verließ eilig den Bau um seinem Anführer Bericht zu erstatten. Er fühlte sich, als würde er den sicheren Schutz verlassen, obwohl ja auch sein Nest ihn nicht beschützen konnte. Niemand konnte den Clan beschützen. Er warf einen Blick auf seine Clangefährten. Die Ältesten waren bereits zurückgekehrt und ließen sich die milden Sonnenstrahlen des Blattfalls auf den Pelz scheinen. Wurzelfang spielte mit seinen Jungen. Fuchsjunges und Glanzjunges waren schon sehr kräftig. Noch nicht alt genug um Schüler zu werden, aber die Blattleere würden sie sicher überstehen. Ihre Mutter Farbensturm saß vor der Kinderstube und betrachtete das Spiel. Eine Schar Schüler trainierte ihre Kampftechniken vor dem Bau, während Tüpfelkralle sich über den Lärm beschwerte. Eigentlich war alles so friedlich wie sonst. Fast könnte man vergessen, dass gestern zwei NebelClankatzen getötet worden waren. Fast.
    "Geistertanz!" Beim Klang seines Namens drehte er abermals den Kopf. Leopardenherz, eine hübsch getupfte Kätzin sah ihn freundlich an, eine Maus baumelte aus ihrem Maul. "Ja? Was gibt's?" "If wollfte diö eichenflich nur waf fu effen brinken", nuschelte sie. Geistertanz unterdrückte den Reflex ihr eine Ohrfeige zu verpassen und zu fauchen. Er war ein Heiler! Das hieß nicht, dass er hilflos war und alt war er auch nicht! Aber dann ließ er seine gespannten Muskeln wieder erschlaffen. Es könnte das letzte Mal sein, dass jemand aus seinem Clan oder speziell Leopardenherz ihn sowas fragte. Er könnte das nächste Opfer sein. Oder sie. Vielleicht würden sie auch nächstes Mal gleich alle sterben. Und diese Erkenntnis allein brachte ihn dazu, sofort zu Gewitterstern zu gehen, zu ignorieren, dass er die Kätzin einfach stehen ließ. Das war jetzt einfach wichtiger. Viel wichtiger um genau zu sein. Gewitterstern unterhielt sich gerade mit Nordfrost. Sie saßen zusammen mit Windherz und Pumanase vor dem Bau des Anführers.
    Ein kalter Wind fuhr über den Rücken des Heiler. Geistertanz zitterte als er durch sein Fell bis auf die Haut drang. Wie ein böses Omen, eine Erinnerung an Schimmersterns Prophezeiung. Seine Worte würden den ganzen Clan in helle Panik versetzen. Vielleicht sollten es vorläufig nur Gewitterstern und vielleicht auch Nordfrost wissen, aber keine Katze mehr. Sein Ohr zuckte und es war schmerzhaft zu hören was wieder erklang. "Schattenfluch!" Er wusste, seine Ankündigung würde die Ängste aller nur bestätigen, nichts würde sich dadurch ändern. Obwohl, doch. Jetzt wussten sie, dass sie dem Untergang geweiht waren. Und dass sie an ihrem Schicksal nichts mehr ändern konnten.
    "Sch-sch-schattenfluch!"

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1453734135
Warrior Cats- Der Fluch
Warrior Cats- Der Fluch
"Wer Blut fordert muss Blut geben! Beim nächsten Vollmond wird eine neue Zeit für euch anbrechen!" Immer mehr tote NebelClankatzen werden im Wald aufgefunden! Nur wer hat sie getötet? Wie lange kann es so weiter gehen? Wird der ganze Clan ze...
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2016-01-25
406A
Warrior Cats

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Silberblatt ( 13308 )
Abgeschickt vor 254 Tagen
OMG
Du bist super
Das war der erste Text bei dem ich beim lesen Gänsehaut bekommen habe
Ineriä ( 34001 )
Abgeschickt vor 414 Tagen
Hoffentlich schreibst du bald weiter :)
(Kannst du mir mal bei den "Auftragstitelbildern" antworten? Ich finde nirgendwo eine Antwort auf meine Frage ...)
Lil ( 97401 )
Abgeschickt vor 418 Tagen
@Frostflügel vielen dank! Ich freue mich immer wenn ich so begeisterte Kommentare lese, vielen Danke :)
Frostflügel ( 50558 )
Abgeschickt vor 418 Tagen
Wow! Das neue Kapitel ist wirklich unglaublich spannend!
Frostflügel ( 22951 )
Abgeschickt vor 421 Tagen
Ein neues Kapi!!!^^
Wahnsinn! Das ist so spannend!!!! Dein Schreibstil ist so unglaublich!!!
Lil ( 97401 )
Abgeschickt vor 422 Tagen
Danke für die netten Worte :) Ich versuche möglichst schnell weiter zu schreiben..
Nachtglanz ( 02812 )
Abgeschickt vor 423 Tagen
Schreib bitte weiter:D
Ineriä ( 23402 )
Abgeschickt vor 425 Tagen
Nicht schlecht! Freue mich auf eine Fortsetzung!
Frostflügel ( 22951 )
Abgeschickt vor 427 Tagen
WOW!!!! Mir fehlen die worte! *hüpft vor Aufregung auf und ab*
Das..... das ist einfach der Wahnsinn! Du hast so viel talent!
Ich bin neidisch :D
mir jagt es immer noch einen Schauer über den Rücken!!**!! Das ist soooooo spannend!
BITTE BITTE BITTE BITTE schreib weiter!!!!! Ich flehe dich an!
Seeli ( 05850 )
Abgeschickt vor 428 Tagen
SUPER TOLL GESCHRIEBEN!!!! xD Ich liebe es!!