Der kleine Hobbit

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5 Kapitel - 9.134 Wörter - Erstellt von: Song Yong Woo - Aktualisiert am: 2016-02-01 - Entwickelt am: - 1.035 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Der ahnungslose Hobbit Bilbo Beutlin wird auf ein Abenteuer mit 13 Zwergen geschickt. Gemeinsam mit dem Zauberer Gandalf wollen sie ihre alte Heimatfestung zurückerobern, aus der sie einst der furchtbare Drache Smaug vertrieb. Doch zwischen den Zwergen und ihrem Zuhause steht ein langer Weg durch Mittelerde. Doch Bilbo geht nicht alleine auf die gefährliche Reise..

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    Kapitel o1: Der Besuch

    -Es wird ein schöner Tag sein!-
    dachte sich der, ahnungslose, kleine Hobbit Bilbo und schaute hoch in den blauen Himmel. Keine einzige Wolke war zu sehen und das fand Bilbo großartig. Lächelnd schloss er seine Augen und konnte die Wärme auf sein Gesicht spüren, die von den Sonnenstrahlen ausging. Dann öffnete er sie wieder und sah ein Vogel paar über seinen Kopf davon fliegen.
    -Auch die Tiere finden ihre Liebe. Liebe ist wirklich was ganz Schönes – aber was ganz Mächtiges.-
    Der kleine Hobbit steckte gierig seine lange Pfeife in seinem Mund, während er sein Heimatland „Auenland“ bewundert.
    Stumm schweifte sein Blick über die Landschaft und sah plötzlich einen sehr alten Mann mit einem Stab neben einer Tür stehen.
    -Gandalf, es ist immer wieder schön ihn zusehen.-

    Der Mann kam mit direkten Schritten auf ihn zu. Bilbo konnte erkennen, dass er einen spitzen blauen Hut, einem langen grauen Mantel, mit einer silbernen Schärpe trug.
    "Guten Morgen", sagte Bilbo und holte seine Pfeife aus seinem Mund.
    "Gleichfalls-“, antwortete Gandalf
    „-aber ich habe leider keine Zeit meine Zeit zu verschwenden! Ich suche jemanden für ein Abenteuer."
    "In dieser Gegend?", fragte Bilbo verwirrt und steckte seine Pfeife erneut in seinem Mund und blies einen großen Ring. Gandalf nickte lächelnd.
    "Tut mir Leid aber ich suche kein Abenteuer. Ich bin zufrieden mit meinem Leben, wie es ist!“, sagte Bilbo, stand auf und verschwand hinter der runden grünen Tür.
    Gandalf, der inzwischen vor der Tür stand, lachte lange und leise. Dabei kratze er ein sonderbares Zeichen an die Haustür und suchte danach schnell das weite.

    Am Abend, als der kleine Hobbit was zum Essen vorbereitet hatte, klingelte es an der Haustür.
    -Wer ist das? Gandalf?-
    Schnell öffnete er die runde Tür und betrachtete sein Besuch. Es war ein Zwerg mit einem schwarzen Bart, den er hinter den Goldgürtel gesteckt hatte, mit leuchtenden Augen schaut er den Hobbit an und verzog keine Miene.
    "Dwalin, zu Euren Diensten!", sagte der Zwerg und verbeugte sich langsam während er Bilbo beobachtete.
    "Bilbo Beutlin, zu Euren Diens-", antwortete der Hobbit um irgendwas zusagen. „Kennen wir uns?“
    Der Zwerg betrat die Wohnung, ohne das Bilbo etwas sagen konnte, wie 'Kommen Sie doch herein!' oder ' Willkommen!'
    „Nein! Also wo ist das Abendessen kleiner, ist es hier unten?“
    Der angesprochener schaute irritiert den Zwerg an. „Abendessen?“
    „Ja, das Abendessen. Er hat gesagt, es gibt was zum essen und zwar reichlich!“
    Bilbos Blick folgte den Zwerg, der inzwischen die Küche fand.
    -Hat wer gesagt?-

    In der Küche musste Bilbo traurig zusehen, wie der Fisch in den Mund des Zwerges verschwand.
    „Das ist wirklich sehr gut!“, lobte Dwalin, nachdem er seine Finger abgeleckt hatte. „Gibst noch mehr?“
    Schnell rannte Bilbo in die Kammerspeiße und holte noch einen frisch gebackenen Kuchen. Es war ein Apfelkuchen - Äpfel aus seinem Heimatdorf.
    Freundlich, wie Hobbits nun mal waren, holte er eine Gabel und wollte es dem Zwerg überreichen. Jedoch ignorierte Dwalin die Gabel, griff mit seiner Hand nach einen grooooßen Stuck Kuchen und stopfte es in seinem Mund. Angewidert schaute Bilbo den Zwerg an. Doch bevor er was sagen konnte, klingelte es.
    Bilbo schaute hoch.
    „Das ist wohl die Tür!“, sagte Dwalin und griff noch nach einem Stuck Kuchen.

    An der Tür stand ein sehr ehrwürdig aussehender Zwerg auf der Schwelle mit einem weißen Bart. Der Zwerg lächelte und breitete seine Arme aus als wollte er den armen verwirrten Bilbo umarmen.
    "Balin, zu Euren Diensten!" Auch dieser Zwerg verbeugte sich vor ihm.
    „Guten Abend!“, konnte nur Bilbo sagen, ohne dabei eine Miene zu verziehen. Balin schaute hoch in den Himmel und sagte: „Ja er ist gut, nur ich befürchte, dass es nachher regnen wird!“ Dann betrat er auch die Wohnung und sah Bilbo in die Augen.
    „Komme ich zu spät?“
    „Zu spät ... wofür?“
    Dann sah der Zwerg Dwalin und lachte laut auf.
    „Na Dwalin, mein Bruder?“
    Dwalin legte Bilbos Bilder hin, als er Balin sah und grinste breit. „Mein meinem Bart, du scheinst kürzer und breiter zu sein als das letzte Mal!“ Dann verschwanden die Zwerge in der Küche.
    Biblo versuchte verzweifelt die Zwerge loszuwerden, als es plötzlich wieder klingelte.
    Er ging an die Tür und öffnete sie. Als er weitere zwei Zwerge sah, stöhnte er leicht auf.
    „Fili!“, sagte ein Zwerg mit blonden Haaren. „Und Kili, zu Euren Diensten!“, fügte der andere, mit schwarzen Haaren, hinzu und verbeugten sich ebenfalls.
    Kili ergriff zuerst das Wort „Sie müssen der Herr Beutlin sein?“
    „Nein das bin ich nicht, ihr seid hier falsch!“. Schnell gingen sie hinein, bevor Bilbo die Tür zuschließen konnte und unterhielten sie sich genüsslich mit den anderen Zwergen.
    Nach einigen Minuten schellte die Glocke erneut, und Bilbo musste zur Tür rennen. Genervt ries er die Tür auf und sah fünf verschiedene Zwerge und einer nach dem anderen verbeugte sich. Dori, Nori, Ori, Oin und Gloin waren Ihre Namen. Auch die verschwanden schnell in die Küche, bevor Bilbo was sagen konnte. Kaum schloss Bilbo die Tür, hörte er ein Klopfen.
    Mit einem Ruck riss er die Tür auf - da fielen sie, die Zwerge, alle herein, einer auf den anderen.
    -Noch mehr Zwerge?-

    Und da stand auch Gandalf hinter ihnen.
    "Lasst mich vorstellen: Bifur, Bofur und Bombur!"
    "Zu Euren Diensten", sagten Bifur, Bofur und Bombur, die sich in einer Reihe aufgestellt hatten.
    „Unser Anführer muss auch bald kommen!“, sagte Gandalf lächelnd.
    „Wie noch mehr?“, das war zu viel für den armen, kleinen Hobbit.
    „Nein nur unser Anführer!“, sagte Kili und kam auf Bilbo zu. „Thorin Eichenschild!“

    In diesem Moment klopfte es erneut an der Tür und Bilbo ries sie auf.
    „Thorin!“, kam es von Gandalf nickend.
    "Gandalf, sagtest du nicht, dieser Ort sei leicht zu finden? Ich habe mich verirrt, zweimal. Ohne das Zeichen an der Tür hätte ich es überhaupt nicht gefunden."
    "Jetzt sind wir alle hier", sagte Gandalf, schaute die Reihe der dreizehn Kapuzen entlang - die besten Gesellschaftskapuzen übrigens, die zur Verfügung standen - und hängte seinen eigenen Hut an den Haken. "Eine wirklich lustige Versammlung. Ich hoffe, es ist noch etwas zu essen und zu trinken übrig für die Zuspätkommer. Ein bisschen Rotwein, das wäre das Richt-", sprach Gandalf mit einer ruhige Stimme, als Bilbo wieder einen Klopfe hörte.
    Kili schaute hoch.
    „Fehlt noch jemand?“
    Fili, sein Brüder, schüttelte nur mit seinem Kopf.
    „Es sind doch alle da?“
    Bilbo rannte zum x-mal an die Tür und öffnete sie. Schnell ließ er den Besucher rein und schloss die Tür.

    „Nessa? Was machst du hier?“, fragte Bilbo verwirrt ein Mädchen mit langen rosane Haare und leuchtende grünen Augen.
    „Bilbo ich wohne hier! Die Frage stellst du mir wirklich jedes Mal“
    -Ich muss ins Bett!-
    Dachte sich Bilbo und folgte ihr in die Küche. Dort blieb sie an der Tür stehen und schaute die Zwerge an.
    „Bilbo warum sind hier Zwergen und ein Zauberer in unserer Wohnung?“
    „Ich kann es dir leider nicht beantworten, Nessa. Ich weiß es nicht was sie hier zu suchen haben!“
    „Das würde mich auch sehr interessieren!“ gab das Mädchen mit ernster Miene.
    „Sie müssen also die berühmte Nessa Beutlin sein, von den die Rede ist, oder?“, lächelte Gandalf.

    "Berühmt?“.
    Nessa zog eine Augenbrauen hoch. „Ich bin doch nicht berühmt!“, fügte sie hinzu und holte sich ein Glas Wasser. Dann setzte sie sich neben Kili und trang ein Schluck.
    „Im Seestand kennt Euch jedes Kind!“, gab der Zauberer lachend. Sie jedoch zuckt uninteressant mit den Schultern. Gandalf nickte leicht enttäuschend.

    "Hört jetzt Thorins Rede!", sprach Gandalf "Gandalf, Zwerge, Mister Beutlin und Nessa! Wir haben uns im Hause unseres Freundes und Mitverschwörers zusammengefunden, dieses ausgezeichneten und wagemutigen Hobbit. Alles Lob seinem Wein und seinem Bier. Wir sind zusammengekommen, um unsere Pläne, unsere Wege, unsere Mittel, unsere Politik und unsere Listen zu besprechen. Wir wollen bald, noch ehe der Tag anbricht, unsere lange Reise beginnen, eine Reise, von der einige von uns oder vielleicht sogar alle nie mehr zurückkehren werden. Es ist ein feierlicher Augenblick. Unsere Absicht, das darf ich annehmen, ist allen wohlbekannt. Für den hochehrenwerten Mister Beutlin, aber auch für den einen oder anderen von den jüngeren Zwergen erfordert unsere augenblickliche Lage einige kürzere Erläuterungen."
    Dann beendete Thorin seine Rede und sah in das Gesicht von Nessa.
    „Wovon reden Sie?“, fragte sie verwirrt und verstand kein Wort.
    „Wir brauchen Bilbos Hilfe!“, sprach Gandalf und schaute Bilbo an.
    „Wie Meine?“, dabei zeigte er auf sich.
    „Ja, du sollst unser Meisterdieb sein!“, sprach Nori gelassen, als ob er das jeden Tag sagte.
    „Ein Meisterdieb?“ fragte Bilbo verwirrt und schaut Nessa an, diese lachte laut auf.
    „Hahaha ja, jetzt habe ich gelacht - also was wollt ihr wirklich?“
    Gandalf lächelt. „Bilbo ist ein Hobbit. Sie kommen unentdeckt an einem vorbei, wenn sie das wollen, was ein Vorteil für uns wäre!“
    „Nein nein nein-", alle Blicke klebten am Bilbo „Ich bin kein Meisterdieb, ich kann euch leider nicht helfen. Ich habe noch nie was geklaut!“
    „Also wenn ich ehrlich bin, für mich sieht es nicht aus wie ein Meisterdieb!“, sagte Balin und schütteln nur mit dem Kopf. „Genau!“, stimmte Bilbo ihm zu um irgendwie aus der Sache raus zu kommen.
    „Bilbo? Ich finde, dass ist keine schlechte Idee. Du musst mal hier raus und du wirst ein Abenteuer erleben. Glaub mir es macht viel Spaß und du wirst es lieben!“
    Alle schauten Nessa an, die Bilbo warm anlächelte.
    „Na, das sagst du so leicht, du kannst auch im Gegensatz zu mir verteidigen. Wo warst du eigentlich?“

    „Im Düsterwald!“, sagte sie genervt mit geschlossenen Augen.
    „Im Düsterwald?“, fragte Bilbo.
    „Ja Bilbo, im Düsterwald!“, genervt stand sie auf und wollte gehen, als Gandalf sie zurück hielt.
    „Was haben Sie im Düsterwald alleine gemacht?“, frage Gandalf lächelnd und nahm einen Schluck Tee.
    „Ich hatte einen Auftrag!“
    „Einen Auftrag?“, fragte Bilbo und schaute sie an. Nessa lehnte sich an die Wand und verschränkte die Arme vor ihre Brust.
    „Ja, ich hatte einen Auftrag von Thranduil bekommen – schon wieder!“
    „Der Elbenkönig?“, fragte Gandalf überrascht und verschluckte sich fast an seinem eigenen Tee.
    „Nein, mein Großvater!“, gab sie bissig zurück aber trotzdem mit einem lächeln.
    „Sie kennen Thranduil?“, das war Thorin. Nessa schaute ihn überrascht an. Dann nickte sie leicht. „Ja sehr sogar. Ein arrogantes Großmaul wenn Sie mich fragen!“
    „Was haben Sie da gemacht?“, fragte er sie erneut.
    „Im Düsterwald würden 5 Spinnen gesichert und meine Aufgaben war es sie zu beseitigen, was mir auch gelungen ist!“
    „Ohne einen Kratzer?“, fragte Gandalf mit aufgerissen Augen..
    „Gandalf, Sie kenne mich doch!“.
    „Bemerkenswert, daher kennt euch auch fast jedes Kind!“.
    „Ihr arbeitet mit Thranduil zusammen?“, fragte Dwalin leicht verärgert.
    „Ja, so lange er mich bezahlt!“
    „Und w-", wollte Thorin fragte wurde jedoch von Gandalf aufgehalten.

    „Ich glaube wir sollten wieder zurück zu Bilbo kommen!“
    Alle nickten. Bilbo schütteln nur mit dem Kopf. Ihm hatte es gefallen, dass sie mit Nessa sprachen.
    „Egal wie ihr es anstellt, ich werde nicht mitkommen! Ich bin nicht der Typ fürs Abenteuer!“ Genervt verdrehte Nessa die Augen.
    „Bilbo. Es wird langsam Zeit für dich das du war erlebst. Zwar ist es am Anfang etwas ungewöhnlich bei einem Abenteuer zu sein, aber man gewöhnt sich drauf. Es macht echt viel Spaß und du kommst hier mal raus!“
    „Ich will aber nicht und außerdem kann ich nicht kämpfen!“, schmollte Bilbo.
    „Schmollst du etwas?“, fragte das Mädchen verwirrt. Der Hobbit schüttelte mit dem Kopf.
    „Bilbo! Ich konnte am Anfang auch nicht kämpfen und wie viele Leute mich retten musstet, das war echt peinlich und jetzt sieht mich mal an, ich bin schon so weit gekommen, dass ich von Abenteuer nicht genug bekommen kann."
    „Ja das ist auch schön für dich!“.
    „Bilbo, diese Zwerge brauchen deine Hilfe, sonst wären sie nicht hier!“.
    „Warum gehst du nicht mit?“.
    Nessa hielt die Luft an und zeigte ihm einen Vogel. „Sag mal gehst noch? Ich hatte gerade einen Auftrag und außerdem möchte ich die Standpauke von dem Elbenkönig nicht noch einmal hören. Es nervt!“
    Kili räuspert sich. Nessa schaute ihn an. „Was ist?“
    „Thranduil hat Euch eine Standpauke verpasst?“ Sie nickte. „Angeblich habe ich zulange gebraucht. Der hat doch echt ‚ne Dachschaden!“
    „Aber ich meine Sie waren alleine im Wald und musstest gegen Spinnen kämpfen?“ Nessa nickte.
    „Aber das ist doch ungerecht, oder?“, fragte Ori und schaute sie an.
    „Solange er mich bezahlt!“

    „Also Bilbo?“, fragte Gandalf und schaute den Hobbit an.
    „O…okay“, alle jubelten - außer natürlich Thorin.
    „Nur unter einer Bedingung!“, alle waren still.
    „Jetzt kommst!“, flüsterte Nessa und lächelte.
    „Ich möchte das Nessa mitkommt!“, stumm schaute er sie an.
    „Wie jetzt?“
    „Ich will das du mitkommt, ich sterbe sonst!“, sagt der kleine Mann.
    „Da hast du recht aber nein!“, sagte sie direkt und bekam einem verwirrten Gesicht von Bilbo.
    „Ich dachte du magst Abenteuer!“
    „Aber…Bilbo!“, fing sie an. „Es wird langsam Zeit, dass du mal anfängst auf dich alleine aufzupassen. Du bist alt genug und brauchst mich langsam nicht mehr … also hör auf schwafeln und ab ins Abenteuer! Ich geh ins Bett!“, damit stand Sie auf und ging ins Bett.

    In der Küche schaute alle Bilbo an und erwartet von ihm etwas.
    „Kommen Sie nun mit oder nicht!“, fragte Fili und trank noch einen Schluck Bier. Bilbo nickte leicht.
    „Sehr gut. Ich schlage vor, dass wir morgen weiter reisen!“, sprach Gandalf und stand auf. Alle taten es ihm nach. Während die Zwerge die Küche aufräumten, beschäftigte sich Bilbo mit den Schlafplätzen.

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    Kapitel o2: Probleme am nächsten Tag

    Am nächsten Tag wurde das Mädchen als erster wach und ging leise in die Küche. Schnell holte sie sich ein Glas Apfelsaft und setzte sich mit geschlossen Augen auf einen Stuhl. Dann öffnete sie ihre Augen und sah Thorin vor ihr sitzen.
    „Guten Morgen!“, sagte sie mit einem gezwungenem lächeln, das so viel sagt: Ich habe gelächelt, weil ich es musste.

    „Morgen“, hörte man von ihm nur murmeln. Nach einer Schweigeminute schaute er sie an.
    „Ich kann mir immer noch nicht klar machen, wie Sie gegen die Riesenspinnen gewinnen konnten. Tut mir leid, aber ich kann das mit irgendwie nicht vorstellen. Zum einem, weil Sie ein Mädchen seid und zum-„
    Nessa sprang wütend auf und schaute Thorin zornig an.
    „Was soll das heißen? Denken Sie ich sei schwach?“
    „Nein, das wollte ich doch gar nicht sagen!“, entschuldigte sich Thorin und schloss erneut seine Augen.
    „Ihnen werden die Augen rausfallen, wenn Sie mich kämpfen sehen!“, kündigte Nessa und setzte sich wieder hin.

    Stumm schaute sie auf den Tisch, während Thorin sie stumm beobachtet. Unter seinem Blick fühlte sie sich nervös.
    -Warum schaut er mich so?-
    „Das werden wir sehen!“, hörte sie ihn reden. Das Mädchen schaute ihn verwirrt an. „Wie sehen?“ Sie verstand nichts.
    „Bilbo hat den Vertrag für euch beiden unterschrieben!“, sprach Thorin neutral als ob das normalste auf der Welt wäre.
    Das Mädchen hielte inne. Dann lässt sie achtlos das Glas auf den Boden fallen, während sie den Zwerg anstarrte, als ob ihm ein zweiter Kopf wachsen würde. „ER HAT WAS?“, schrie sie zornig.

    „Er hat für euch beiden unterschrieben!“, wiederholte er und nahm einen großen Schluck von seinem … was auch immer er trank.
    „WO IST BILBO JETZT?“, fragte sie leicht verärgert.
    „Draußen!“, sagte Thorin und öffnete wieder seine Augen. „Aber ich glaube es wäre schlauer wenn Sie sich erstmals umziehen wurden!“
    Nessa schaute zu sich runter.
    Sie trug nur eine kurze schwarze Hose und ein Top, dass ihr leicht bis unter dem Po ging.
    -Ein Scheiß werde ich machen!-
    „NA WARTE DER KANN JETZT WAS ERLEBEN“.
    Mit diesen Worten ging sie raus und suchte Bilbo.
    Thorin saß ungerührt auf seinem Stuhl und schüttelte nur genervt mit dem Kopf.

    Draußen musste das Mädchen Bilbo nicht lange suchen, denn er stand glücklich zwischen den Ponys und unterhielt sich genüsslich mit Dwalin. Anscheinend unterhielten sie sich über Ponys und sonst noch was.
    „BILBO BEUTLIN!“, schrie sie durch die Gegend und kam mit bedrohlichen Schritten auf Bilbo zu. Alle Zwerge schauten zu ihr hoch und Fili pfiff. Keine Wunder mit ihren kurzen Sachen.
    Doch das interessierte ihr wie die letzte Wasserstandsmeldung.
    [style type="italic"]Was habe ich jetzt wieder angestellt?[/style]
    Dachte sich der Hobbit und suchte schon das Weite.
    “WAG JETZT NICHT ABZUHAUEN!“, brüllte sie ihm zu. Bilbo blieb stehen und drehte sich um. Die Zwerge versammelten sich um ihn und musterten das Mädchen.
    -Was für ein Monster habe ich hier nur angeschaffen?
    Dachte sich Bilbo und starrte sie mit seinen großen Augen an.
    „THORIN HAT MIR GERADE ERZÄHLT, DASS DU FÜR UNS BEIDE UNTERSCHRIEBEN HÄTTEST, SAG MAL HAST DU EINEN SOCKENSCHUSS? WAS FÄLLT DIR EIN FÜR MICH ZU UNTERZEICHNEN?“, schrie sie und kochte schon fast.
    „RUHE DA UNTER!“, hörte sie von einem Hobbit, der sein Kopf aus einem Fester lugte.
    „KLAPPE HALTEEEN!“, schrie Nessa ihm zurück und warf ihm einen Blumentopf gegen seinen Kopf. Bilbo und die Zwerge hielten die Luft an.

    Der Kleine Bilbo wurde immer kleiner und schaute stumm auf den Boden.
    „Es tut mir leid, aber ich möchte unbedingt dass du mitkom-!“, doch er wurde von ihr unterbrochen. Kochend zeigte sie auf ihn.
    “ICH ABER NICHT, WEISST DU WIE SAUER ICH GERADE BIN? DAS BEKOMMST DU NOCH ZURÜCK!“, dann atmete sie wieder auf und schaute Balin „freundlich“ an.
    „Balin, würde Sie mir sagen, wie läuf-", doch sie wurde unterbrochen. Balin holte den Vertrag raus und schaute nach.
    „Tut mir Leid, Miss. Aber sie kommen aus der Sache nicht mehr raus!“
    „NA TOLL! IHR HABT DOCH ALLE EINEN DACHSCHADEN!“, schrie sie und ging ins Haus zurück.

    „Sie ist echt sauer!“, sagte Kili und schaue Bilbo vorsichtig an. Stumm nickte er.
    „Die kann einem echt Angst machen!“, hörte man von Fili leise reden.
    „Glaubt mir, es gab schon schlimmere Zeiten! Bis sie sich beruhigt hatte, dauert das Tage. Dann kann sie richtig anstrengend sein!“, flüsterte Bilbo, in der Hoffnung Nessa wurde das nicht hören.
    „DAS HABE ICH GEHÖRT!“, hörten die Zwerge das Mädchen aus dem Haus brüllen.
    „RUHEEE!“, kam es wieder von dem unbekanntem Hobbit.
    „KLAPPE!“, mischte sich Kili ein und alle lachte.

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    Kapitel o3: Eine Freundschaft entsteht

    Stunden später warteten alle auf Bilbo, der wieder einmal nach seinem Schnupftuch oder auch Taschentuch, wie manche es nannten, suchte. Nessa bekam von Gandalf, der inzwischen die Sache mitbekam, ein Pony.
    „Ich glaube ich spinne. Bilbo will, dass ich mitkomme und kommt dennoch zu spät!“, murmelte sie und schaute Gandalf an. Dieser grinste sie an. Das Mädchen schloss ihre Augen und ließ ihren Kopf nach hinter fallen und atmete tief ein und aus. Die frische Luft tat ihr sehr gut und so konnte sie neue Energie schöpfen und freute sich auf die Reise - auch wenn Bilbo dafür gesorgt hat.
    Die Aufträge, die sie manchmal von Thranduil bekam, waren alle nicht so schön spannend, ehe langweilig, und deswegen freute sie sich endlich mal auf eine Reise zugehen. Den Grund kannte sie leider noch nicht, doch das störte ihr nicht im geringste. Vorsichtig schaute sie zu Fili und Kili. Obwohl Nessa die beiden erst seit gestern kannte, mochte sie die beiden Zwerge richtig.
    „Wo bleibt er nur?“, fragte Dwalin leicht stöhnend und analysierte seine Waffe.
    „Nessa?“ Die Angesprochene schaute rüber zu Thorin. „Schauen Sie bitte nach wo Bilbo steckt, wir müssen langsam los!“, fügte er ihr hinzu. Ohne ein Wort zusagen stieg sie runter und machte sich auf den Weg um Bilbo zu suchen.

    Drinnen saß Bilbo auf seinem Lieblingssessel und schaute nachdenklich auf den Kamin. Die Asche von gestern lag immer noch drin.
    „Bilbo?“, fragte sie ihn vorsichtig. Bilbo drehte seinen Kopf in ihre Richtung und hielt dabei den Vertrag, den er unterzeichnet hatte.
    „Was ist los? Warum kommst du nicht?“
    Bilbo schüttelte mit dem Kopf.
    „Kommen wir jemals wieder zurück?“, fragte er sie unsicher. Nessa verstand sofort. Er hatte Angst, dass er nie wieder zurück kommt.
    -Das habe ich mich auch gefragt, Bilbo.-
    Sie hielte inne.
    Das Mädchen wusste genau, wie ängstlich und naiv Bilbo sein kann. Stumm lächelte sie leicht und kam auf ihn zu.
    „Bilbo, wir werden wieder zurück kommen. Das werde ich dir versprechen. Dafür werde ich sorgen!“, lächelnd sie ihn an. Bilbo nickte zustimmen, schnappte seinen Rucksack und folgte ihr stumm.

    „Da seid ihr ja!“, hörten die beiden Balin rufen, als sie raus kamen. „Wir dachten schon, ihr habt euch anders entschieden!“
    Nachdem Bilbo sein Pony geschnappt hatte, ging es los!

    Lange sagte keiner und das fand Nessa etwas unangenehm.
    „Sag mal Bilbo, sei jetzt mal ehrlich warum hast du für mich unterzeichnet?“, flüsterte sie ihm zu.
    „Weil du gut bist und wir würde es ohne dich nicht schaffen würden!“, sagte er kleinlaut und schaute sie an.

    “SAKURA?“, hörte das Mädchen ihren Name laut durch den Wald brüllen. Sie schaute nachhinten und sah wie Fili und Kili ihr zu sich winkten. Zwischen den beiden fragte Fili, warum sie rosane Haare hat.
    „Nun ja, ist von Natur so. Ich weiß es selber nicht!“, antwortete sie ihm, nahm sich eine Strähne und schaute diese an.
    „Aber ich mag diese Farbe, sieht man nicht jeden Tag!“, gab Kili grinsend zurück. Nessa lächelte wie ein Pferdekuchen und wusste nicht was sie sagen sollte.
    „Ich habe sowas nocht ‚nie‘ gesehen!“, sagte Fili und schaute nach vorne. „Aber du scheinst nicht mit Bilbo Verwandt zu sein, oder?“, fügte er noch schnell hinzu. Sofort verschwand das lächelnd von ihr.
    Dann antwortete sie neutral.
    „Nun ja, Bilbo hat mich aufgenommen als ich noch klein war. Aber ihr habt natürlich recht, ich bin mit Bilbo nicht Verwandt. Ich bin eine Zwergin! Mein richtiger Name lautet Nessa Narmolanya!“
    Kili schaute sie mit großen Augen an. „Du bist eine Zwergin?“
    Sie nickte. „Du tust gerade so, als ob du noch nie in deinem Leben eine Zwergin gesehen hättest!“, fügte sie ihm grinsend hinzu.
    „Doch schon aber nicht so eine hübsche Zwergin!“. Nessa wurde leicht rot und lächelte.
    „Naja, dass kommt daher, weil mein Vater eine Elbin geheiratet hatte. Meine zarte Haut und mein Aussehen habe ich von den Elben aber die Größe habe ich von den Zwergen!“, sagte sie und schaute nach vorne.
    Bilbo unterhielt sich lachend, wie es scheinend, mit Gandalf.
    „Aber eine hübsche Zwergin bist du!“, flirtete Fili sie an. "Die Männer müssen dir doch hinterher laufen!"
    „Nein, das tuhen sie nicht!“, sagte ich mit einem hochrotem Kopf.
    „W-was? Wirklich nicht? Ich meine so eine hübschen lässt man doch nicht 'alleine' laufen, oder Fili?“ dabei schaute Kili zu seinem Brüder, der eifrig nickte.
    „Da hast du recht Kili. Man lässt nie eine hübsche so frei und 'alleine' rumlaufen!“
    Nessa spürte deutlich wie das Blut in ihr Kopf noch höher schoss. Beschämt senkte sie ihren Kopf.
    „Du brauchst dein Gesicht nicht zu verstecken!“, kicherte Kili.

    Plötzlich blieb Thorin Eichenschild stehen. Die anderen ebenfalls, was Nessa sehr verwunderte.
    „Warum halten wir an?“, fragte sie schüchtern, immer noch mit einem hochroten Kopf. Kili beugte sich zu ihr runter und sah ihn ihr Gesicht .
    - Er ist mir zu nah - bloß nichts anmerken. Es sieht so gut aus. Ach mensch, Nessa, hört auf damit.-
    Sie ertappte sich immer wieder selber dabei, wie sie Kili heimlich beobachtete.
    Hatte sie sich etwa verliebt?
    „Es wird gleich Regen!“, flüstert er ihr zu.
    „Und deswegen halten wir jetzt an?“, gab sie nur als eine genervte Antwort.

    „Nessa!“ Bilbo kam auf sie zu und schaute sie an. Sie fragte ihn, was los sei, doch er presste seine Hand auf ihrer Stirn. Alle schauten zu.
    „Du bist ja ganz rot im Gesicht. Hast du Fieber?“, fragte Bilbo besorgt und schaute sie an. Die schüttelte schnell den Kopf und hörte wie Fili und Kili hinter ihr kicherten.
    „Geht dir aber soweit gut?“, fragte Bilbo erneut und bekam nur ein nicken von ihr.
    „WEITER GEHTS!“, hörten sie alle von Thorin durch den Wald brüllen und die Reise ging weiter.
    Kili und Fili gesellten sich wieder zu Nessa und schauten sie an.
    „Du bist ja immer noch rot, kleine Kirsche!“, flirtete Kili sie an.

    „HIER MACHEN WIR EINE PAUSE!“, hörten sie Thorin nach Stunden später erneut brüllen.
    -Warum brüllt er immer die ganze Zeit, wir sind doch nicht taub!-
    Mit diesen Gedanken stieg sie runter und dehnte sie sich erstmals. Gefühlte drei Stunden saß sie steif auf ihr Pony und konnte sich nicht dehnen.
    „Ori und Borfur!“, die Angesprochen horchten auf und schauten Thorin an. „Ihr beide macht ein Feuer!“ Die beiden Zwerge machten sich sofort an die Arbeit.
    Thorin verteilte weitere Aufgaben und alle machten sich sofort daran, ihre Aufgaben zu erledigen. Letztlich waren nur noch Bilbo und sie übrig, die einmal nicht zu tun hatten.
    „Und was ist mir uns?“, fragte sie lächelnd. Thorin jedoch verzog keine Miene und kam auf sie zu. Da sie ein Kopf kleiner war er war, musste sie nach oben schauen.
    „Sie und Bilbo halten sich raus. Wir erledigen es!“, und mit diesen Worten ging er fort.
    -Was für ein arroganter Zwerg. Ich frage mich echt, was los ist mit ihm?-
    Nun schauten die beide dumm aus der Wäsche und standen wie die Deppen in der Gegend rum und wussten nicht wohin sie sollten.

    „NESSA!“, hörte das Mädchen ihren Namen brüllen. Fili winkte ihr zu.
    -Warum brüllen hier alle so oft?-
    „Kannst du bitte damit aufhören meinen Namen so in die Welt zubrüllen?“, sprach sie neutral.
    „WAAAAAS?“, schrie Fili lachend.
    „HÖR AUF MEINEN NAMEN ZU BRÜLLEN! ICH BIN DOCH NICHT TAUB!“, kreischte sie und kam auf die beiden zu.
    -Gott, Verrückter Haufen!-
    Dachte sich Bilbo und setzte sich zu Balin.

    „Denken Sie wirklich, dass es gut war sie mitzunehmen!“, fragte Thorin Gandalf, und schaute in ihrer Richtung.
    Gandalf holte seine Pfeife aus seinem Mund und bließ einen Ring aus.
    „Ich denke schon. Bilbo geht ohne Nessa nirgendwohin!“
    „Was? Warum?“, fragte Thorin interessiert und spielte mit einem Steinchen.
    „Nun man sagt, dass sie übermenschliche Kräfte besitzt und dass Bilbo erhofft ihre Kräfte zusehen, wenn er ihr an der Backe klebt und sie auf Schritt und Tritt verfolgt!“, Gandalf lächelte.
    „Auch wenn schon, das was ich gestern miterlebte habe, sagt mir aus – dass wird ein sehr anstrengende Reise! Keiner besitzt übermenschliche Kräfte - auch sie nicht!“
    Gandalf nickte. „Ich sage nur, was ich gehört habe. Ob das stimm weiß ich auch nicht!“, fügte er hinzu und steckte wieder seine Pfeife in seinem Mund.
    Thorin schwieg, während Gandalf ihn stumm beobachtete und jede seiner Bewegungen analysierte.
    „Worüber denkt Sie nach?“, fragte Gandalf letztlich.
    Thorin stand, schwermütig, auf und drehte sich leicht.
    „Wir müssen bald weiter!“, damit wollte er gehen, doch Gandalf hielt ihn zurück.
    „Hier sollten wie ein Lager aufschlagen und morgen weiter reiten!“, Thorin nickte leicht und ging.

    „Wald!“, sagte Fili und schaute lächelnd Nessa an, die ihr Finger an ihrem Kinn legte und überlegte. Kili schaute Fili an.
    „D-d-d- äm… Dschelada!“, antwortete sie lächelnd. Kili klatschte in die Hände.
    „Okey ich bin dran. A-a-a-a Affe!“, antwortete Kili. Nessa und Fili schaute Kili an.
    „Echt jetzt Kili? Affe!“, Kili nickte schnell.
    „Wozu brauchst du einen Affe zum überleben?“, fragte Fili seinen jüngeren Brüder verwirrt.
    Kili wendete sich an Nessa.
    „Wirklich? Dann will ich wissen, was du mit einer Dschelada anstellen möchte, was auch immer das sein mag?“ Nessa hob ein Augebraune.
    „Dschelada, ist ein Affe – auch genannt Schmalnaseaffe!“
    - Was für ein schlaues Mädchen und auch noch so hübsch.-
    Dachte sich Kili und schaute sie an.

    4
    Kapitel o4: Ein Gespräch mit einem König

    Nacht.
    Es war bitterkalt, doch das störte den Zwergen nicht im Geringsten. Alle schliefen ruhig und fest. Nur Nessa konnte nicht in Ruhe schlaffen. Etwas beschäftigte sie sehr – doch sie wüsste nicht, was das wäre. Leise wie es nur ging stand sie auf und schaute sich um. Alle lagen verstreut auf dem Boden herum und bei zwei Zwergen musste sie schmunzeln. Die beiden Brüder, Fili und Kili teilten sich eine Decke und schliefen ebenfalls. Erneut wollte Nessa versuchen zu schlafen, doch dann merkte sie plötzlich, wie sich ein Zwerg gegen einen Baum lehnte und in den dunklen Himmel schaute. Es war Nori.
    „Was machst du da?“, fragte sie ihn leise, damit sie niemanden aufweckte. Der Angesprochene löste seinen Blick von dem Himmel und schaute sie an.
    „Wache halten. Sie sollen jetzt schlaffen!“, sie schüttelte nur mit dem Kopf.
    „Ich … ich kann nicht schlafen!“.
    Nori schüttelte nur mit dem Kopf und klopfte auf eine Fläche neben sich.
    „Kommen Sie her!“ Nessa nickte leicht, hob sich hoch und setzte sich neben Nori. Dieser beobachtete jeden ihrer Bewegungen.
    „Was ist los?“, fragte er, als sie sich neben ihm setzte. Sie nickte leicht.
    „Ich denke die ganze Zeit an die lange Reise und ob wir je wieder zurückkommen werden!“, sie senkte den Kopf.
    „Machen Sie sich bitte keine Sorgen, Thorin wird Euch beiden wieder zurück bringen!“, sprach er in einem Ton, was Nessa überhaupt nicht gefiel.
    „Warum können Sie da so sicher sein?“, fragte die rosahaarige und schaute ihn aus dem Augenwinkel an. Nori lächelte.
    „Vertrauen Sie mir einfach!“, flüsterte er ihr zu und zwinkerte lächelnd.
    „Jetzt würde ich an Ihrer Stelle schlaffen gehen, wir gehen in paar Stunden weiter!“, fügte er hinzu und Nessa stand auf.

    Doch, wie wir sie mittlerweile alle kannten, dachte nicht ans schlaffen gehen.
    Außerdem konnte sie jetzt eher nicht schlaffen. Sie überlegte, was sie währenddessen machen konnte und hatte sich vorgenommen, einen kleinen Spaziergang zu machen. Leicht kletterte sie über die Beine der Zwerge und kam an einem See an. Stumm setzte sie sich hin und schaute auf das Wasser und erkannte ihr eigenes Spiegelbild im Wasser. Ihr langes Haar hing ihr im Gesicht herunter. Ihre grünen Augen, die einmal so funkelten, waren geschlossen. Sie atmete tief ein und aus.
    Plötzlich hörte sie ein leises Geräusch neben sich, als würde sich jemand neben ihr setzen. Nessa wusste auch wer dieser ‚jemand‘ war. Es war Thorin. Dann öffnete sie die Augen und drehte ihren Kopf zu ihm.

    „Können Sie auch nicht schlafen?“, fragte Thorin sie leise. Nessa war leicht überrascht, dass er mit ihr redete. Sie hatte immer das Gefühl, er würde sie nachlässigen – weil sie nun mal ein Mädchen war. Nessa schüttelte nur mit ihrem Kopf.
    „Fürchten Sie sich etwa?“, fragte er sie schließlich und schaute sie an. Ehrlich nickte sie.
    „Ich habe um Bilbo mehr Angst als um mich selber. Er ist schwach (nicht böse gemeint) und naiv und glaubt jeden. Er hatte sich öfters Sorgen um mich gemacht auch wenn ich nur paar Meter von Zuhause entfernt war! Auch wenn ich wieder kam, hatte er sich so liebevoll um mich gekümmert, in der Hoffnung, dass ich nie wieder gehe. Vielleicht sollte ich öfters weggehen!“, den letzten Satz sagte sie es mit einem Lächeln im Gesicht.

    Thorin jedoch verzog, wie immer keine einzige Miene, und schaute in ihre Augen. Erneut vergingen Stunden und Nessa kam er vor, dass Thorin ihr immer näherkam. Aber vielleicht bildet sie sich das nur ein.
    „Warum lächeln Sie? Bilbo macht sich Sorgen um Sie und Sie lächeln!“ Nessas Lächeln verschwand sofort.
    „Es – es tut mir leid. Das war nicht mit Absicht!“, murmelte sie vor sich hin.
    „Darf ich Sie was fragen?“, fragte plötzlich Thorin nach einigen Schweigeminuten. Nessa nickte.
    „Welche Aufträge hatten Ihr noch bekommen, von dem Elbenkönig?“, Nessa antwortete nicht sofort.
    - Warum möchte er nur so viel über meine Aufträge von Thranduil wissen? -

    „Ich hatte unterschiedliche Aufträge bekommen. Vom heilen bis töten!“
    „Ausführen Sie die Aufträge auch alle durch, die Sie von ihm bekommen?“, Nessa sagte nicht. Doch dann öffnete sie ihrem Mund.
    „Nein, ich entschiede für sich selber, was richtig und was falsch ist!“
    Thorin nickte leicht und verzog keine einige Muskeln.

    Stunden vergingen und sie saßen schweigend neben einander und schaute auf den See. Bis plötzlich Nessa eine Frage einfällt – dass sie längst loswerden wollte, es aber noch nie konnte.
    „Thorin?“, flüsterte sie und der angesprochen schaute sie an.
    „Was ist das Ziel der Reise!“
    „Das Ziel?“
    „Ich will das Ziel wisse, damit ich weiß wofür ich kämpfe!“
    Thorin nickte.
    „Wir wollen einen Drachen, der unser Heimat übernahm, vertreiben."
    „Einen Drachen!“, sagte Nessa ehe zu sich selber und als zu Thorin. Diese beobachtete sie stumm und sagte nichts. Nachdenklich fragte sie weiter. "Heißt dieser Drache eventuell Smaug?“, Nessa konnte sehen, wie Thorin aus allen Wolken geworfen wurde.
    „J-ja! Aber woher wissen Sie das?"
    "Thranduil hat es mir erzählt!"
    Darauf antwortete der Zwerg nichts mehr.

    „Das Ziel ist also diesen Drachen aus eurem Heimat zu vertreiben. Erzählen Sie bitte etwas über die Zwerge!“, bitten sie ich an.
    „Warum wollen Sie es wissen?“
    „Mein Vater war ein Zwerg und ich möchte wissen, ob er, als Smaug eure Heimat übernahm, dabei starb!“.
    Thorin schwieg und Nessa wusste, dass es kein gutes Zeichen war.
    „Ich und meine Truppe sind die einzige die übrig geblieben sind!“, sagte er ohne irgendwelche Emotionen zu zeigen und schaute stur auf dem See.
    „Erzählen Sie bitte, wie es zu diesem dramatischen Ereignis kam!“
    Thorin schwieg.

    Nessa zog ihre Beine zu ihrem Körper, denn sie fror. Die Nacht war kühl und eine Gänsehaut breitete sich über ihre Haut aus. Leicht zitterte sie. Sie schaute zu sich runter. Sie trug ein schwarzes Top und kurze schwarze Hose. Auf ihren Rücken trug sie ihre Lieblingswaffe, Kanata. Zu der schwarzen Kleidung trug sie schwarze Stiefel die ihr bis zu den Knien reichten.
    „Ist Ihnen kalt?“, fragte plötzlich Thorin freundlich.
    Nessa schüttelte nur mit ihrem Kopf.
    „N-nein, mi-mir ist nicht k-kalt!“, stotterte sie.
    Natürlich war es ihr kalt. Sie war von Natur aus schon immer eine Frostbeule. Ein kleines lächelnd huschte über das Gesicht von Thorin. Leise zog er seinen Fellmantel aus und legte es ihr über die Schulter. [wer ist eifersüchtig? xD]Nessa hielte inne. Für eine Minute vergaß sie zu atmen.
    „Atmen nicht vergessen!“, sprach Thorin easy. Nessa atmete wieder und bedankte sich mit einem Lächeln.

    „Sie wollen die Geschichte hören?“, fragte Thorin und bekam nur ein nicken von Nessa.
    „Sehr lange ist es her, dass in den Tagen meines Großvaters unsere Familie aus dem fernen Norden vertrieben wurde. Sie kam mit all ihren Reichtümern und ihren Werkzeugen zu diesem Bergen. Dann gruben meine Vorfahren und trieben Stollen vor und machten hohe Gewölbe und große Werkstätten - und ich glaube, dass sie auch eine ganze Menge Gold und viele Edelsteine dabei fanden. Jedenfalls wurden sie ungewöhnlich reich und berühmt, und mein Großvater wurde König unter dem Berge!“
    Nessa machte große Augen.
    -Ein König? Aber dann ist Thorin ein …-

    „Er wurde mit großer Hochachtung von den Menschen behandelt, die im Süden lebten und sich allmählich das Eilige Wasser hinauf bis dorthin ausbreiteten, wo das Tal vom Berge überschattet war. Sie bauten dort in jenen Tagen die fröhliche Stadt Dal. Könige riefen unsere Schmiede an ihre Höfe, und selbst für die weniger Geschickten war die Belohnung überreich. Väter baten uns, ihre Söhne als Lehrlinge einzustellen, und bezahlten uns ordentlich, besonders mit Lebensmitteln. Wir brauchten uns daher nicht mehr damit abzumühen, das Gemüse selbst anzubauen. Alles zusammengenommen: Es waren gute Tage für uns, und selbst der Ärmste hatte Geld genug auszugeben und zu verleihen, hatte Muße, wunderbare Arbeiten rein zum Spaß herzustellen, gar nicht zu reden von den hübschen Zauberspielzeugen, die bis auf den heutigen Tag nirgendwo anders auf der Welt mehr zu finden sind. So wurden die Gewölbe meines Großvaters mit Rüstungen und Edelsteinen gefüllt, mit Schnitzereien und Bechern, und die Spielzeugläden von Dal waren ein Anblick, den man nicht mehr vergaß!“.
    Nun machte er eine kleine Pause, während Nessa ihm anschaute.
    „Das hörst sich toll an!“, sagte sie ehrlich und ihr wurde etwas warm um ihr Herz.

    „Doch sowas locken zweifellos den Drachen an. Drachen stehlen Gold und Edelsteine, wie Ihr wisst, bestehlen Menschen und Elben und Zwerge, wo auch immer sie etwas finden können. Und sie hüten ihren Raub, solange sie leben (und das ist praktisch ewig, wenn sie nicht umgebracht werden). Dabei erfreuen sie sich nicht einmal an einem Messingring. Es ist schon so: Sie können kaum ein gutes Werkstück von einem schlechten unterscheiden, obwohl sie gewöhnlich eine sehr gute Nase für seinen Verkaufspreis haben. Aber sie können nichts selbst machen, nicht einmal eine lose Schuppe an ihrem Schuppenpanzer befestigen. Nun, in jenen Tagen gab es eine Menge Drachen im Norden. Wahrscheinlich wurde das Gold dabei knapp. Die Zwerge flohen nach Süden oder wurden getötet, und die allgemeine Verwüstung und Verheerung, die die Drachen anrichteten, wandte alles vom Schlechten zum Schlechteren. Unter ihnen gab es einen besonders gierigen, starken und verschlagenen Drachen. Eines Tages flog er auf und kam nach Süden. Das erste, was wir von ihm hörten, war ein Lärm wie von einem wilden Sturm, der aus dem Norden heranwirbelte. Die Bergkiefern krachten und zerbrachen im Sturm. Einige Zwerge, die das Glück hatten, draußen zu sein (und ich war einer von den glücklichen, ein prächtiger draufgängerischer Bursche in jenen Tagen, immerzu auf Wanderschaft, und das rettete mir an diesem Tage das Leben) - gut also, aus angemessener Entfernung sahen wir, wie der Drache sich auf unserem Berg in einer riesigen Flamme niederließ. Dann kam er den Hang herab, und als er die Wälder erreichte, da gingen sie in Flammen auf. In dieser Stunde läuteten alle Glocken in Dal. Die Krieger rüsteten sich, die Zwerge stürzten aus dem großen Tor - aber dort wartete der Drache auf sie. Auf diesem Weg entkam keiner. Der Fluss zerkochte in weißem Dampf, ein dichter Nebel senkte sich auf Dal herab, und da fiel auch schon der Drache über die Krieger her und vernichtete die meisten - es war das übliche unglückselige Geschick, nur zu üblich in jenen Tagen. Dann ging Smaug zurück und kroch durch das Haupttor und stöberte in allen Hallen und Gängen, in Stollen und Gäßchen, in Kellern, Wohnungen und Durchgängen umher!“
    Erneut machte Thorin eine Pause.

    „Danach war im Berginnern kein Zwerg mehr am Leben, und er nahm all ihre Reichtümer in Besitz. Wahrscheinlich, denn das ist Drachengewohnheit, hat Smaug alles tief in der Erde auf einen großen Haufen gestapelt und schläft darauf wie auf einem Bett. Später kroch er oft aus dem großen Tor heraus, kam bei Nacht nach Dal und schleppte Leute weg, besonders Jungfrauen, um sie aufzufressen - bis Dal zerstört und alles Volk tot oder geflohen war. Was jetzt dort vorgeht, weiß ich nicht. Aber ich vermute, dass heutzutage niemand näher am Berge wohnt als am äußersten Ende des Langen Sees. Die wenigen von uns, die draußen waren, verbargen sich und weinten und verfluchten Smaug. Plötzlich stießen eines Tages mein Vater und mein Großvater mit versengten Bärten zu uns. Sie sahen sehr grimmig aus, sagten aber sehr wenig. Wenn ich sie fragte, wie sie herausgekommen wären, bedeuteten sie mir, ich solle meine Zunge hüten, und sie sagten, dass ich eines Tages zur rechten Zeit alles wissen würde. Danach zogen wir fort. Wir mussten unser Leben fristen, so gut wir konnten, da und dort in den Ländern. Oft genug sanken wir bis zum Hufschmied hinab, oder wir mussten sogar in die Kohlenbergwerke gehen. Aber niemals haben wir unseren gestohlenen Schatz vergessen. Und gerade jetzt, da ich mir erlauben darf zu sagen, dass wir eine ganz schöne Menge beiseite gelegt haben und das es uns durchaus nicht schlecht geht-", Thorin strich über die goldene Kette, die um seinen Hals hing,
    "-hoffen wir noch immer, ihn zurückzuerhalten und unsere Flüche über Smaug zu bringen - falls es uns verstattet ist. Ich habe mich oft über die Flucht meines Vaters und meines Großvaters gewundert. Jetzt sehe ich, dass sie eine Nebentür benutzten, die nur ihnen allein bekannt war. Augenscheinlich zeichneten sie auch eine Karte. Doch jetzt möchte ich wissen, wie Gandalf sich ihrer bemächtigte und warum sie nicht auf mich, den rechtmäßigen Erben, gekommen ist.".
    Eine weitere Pause entstand.
    -Thorin?-

    „Was ist jetzt aus Ihrem Großvater geworden?“, fragte sie ihn vorsichtig.
    „ Er wurde getötet!“
    „Tut mir leid!“, flüsterte sie und möchte am liebsten Thorin in den Armen nehmen, doch das lässt sie lieber sein.
    „Wir brauchen Eure Hilfe um den Drachen zu vertreiben!“, sprach Thorin schaute auf den Mond. Stumm nickte sie und sagte kein Wort.

    „Gehen wir wieder zurück, wir müssen bald aufbrechen!“, sprach er und hob sich hoch. Nessa tat es ihm gleich. Sie klopfte ihren Staub von ihrer Kleidung und reichte ihm den Mantel und bedankte sich noch einmal. Gemeinsam gingen sie zurück.

    Als die beiden den Lager erreichte hatten, war es bereits hell. Doch trotzdem lagen die Zwerge immer noch auf den kalten Boden und schließen weiter. Das Mädchen kletterte über die Beine und legte sich hin und versuchte noch für paar Minuten zu schlafen.

    Doch sie merkte nicht, wie jemand sie heimlich beobachtete…

    5
    Kapitel o5: Der Fremder am Feuer - Teil o1

    Es regnete. Nessa hasste Regen. Sie wurde immer nass und immer schmutzig und das störte sie ungemein. Gandalf gab ihr einen Mantel mit einer Kapuze. Jedoch war die Kapuze zu groß für sie, sodass die Kapuze immer wieder ihr komplettes Gesicht verdeckte.
    „Gandalf? Können Sie bitte etwas gegen diesen Regen tuh‘n?“, beschwerte sich Bombur und wischte sich die Nässe aus dem Gesicht. Nessa sah ihn an.
    „Sagen Sie mal, wollen Sie etwas in das Naturphänomen einmischen. Es ist gut, dass es regnet. Die Tiere und Pflanzen brauchen Wasser um Fotosynthese zutreiben, hauptsächlich nur die Pflanzen. Aber dadurch können wir atmen – sonst sterben wir!“, lächelte Sie ihn zuckersüß an. Dieser zog nur ein Augenbraune.
    „Was?“
    Nessa lachte laut auf.
    „Kurz zu sagen, wir sollen uns freuen, dass er regnet!“
    „Ich freue mich aber kein bisschen!“, brummte Bombur bockig, wie ein Kleinkind.
    Gandalf stimmte ihr zu. Natürlich hatte sie Recht. Nessa war schon, bevor sie überhaupt denken konnte, ein Naturtalent. Sie wusste von einigen Dingen, wovon die anderen keinen Reim zusammen basteln konnten.
    „Nessa?“, das Mädchen drehte sich zu Bilbo.
    „Was ist los Bilbo?“, fragte sie den kleinen Hobbit.
    „Geht es dir schon besser?“
    „Wie besser?“
    „Du warst gestern doch total rot im Gesicht und ich habe mir Sorgen gemacht. Alle wieder gut?“, schnell nickte sie und drehte ihren Kopf wieder nach vorne. Langsam hörte er auf zu regnen und Nessa schaute glücklich nach oben.

    Schon über den ganzen Tag ritten unsere Helden durch die Landschaften. Es gab viel zu sehen. Bäume, Flüsse, Seen, Bergen und viele mehr.
    „Bildo? Wie finden Sie die Reise“.
    „Ich finde die Reise eigentlich nicht so schlimm, ich meine - Nessa ist ja da!“
    Leicht verdrehte Gandalf die Augen.
    Sie sahen paar Gasthäuser und alle begrüßten diese Reisenden freundlich. Die Zwerge und Nessa begrüßten sie Leute ebenfalls freundlich, außer Thorin und Bilbo. Bilbo war zu schüchtern und Thorin – schaute nur stur geradeaus.
    Plötzlich fing es wieder an regnen. Genervt stöhnte Nessa aus. Ihr Pony war müde und stolperte über die Steine. Langsam streichelte sie über die Haare, um zu zeigen, dass sie das gut macht und nur für paar Stunden durchhalten musste.
    Vorsichtig schaute sie zu Bilbo. Dieser schüttelte sich, damit der Regen von ihm ab fließt.
    -Ich wünschte, ich wäre zu Hause in meiner hübschen Höhle beim Kaminfeuer!-
    Sowas dachte Bilbo sehr oft, wenn er unterwegs war.

    Die Nacht brach schnell ein. Der Wind heulte laut durch die Kälte wie ein wildes Wolfsrudel. Er kam herab aus dem Gebirge. Es wurde wieder eine Pause angelegt. Nessa stieg runter und gab ihrem Pony, als Dankeschön, einen Apfel.
    „Das hast du gut gemacht!"
    Nessa schaute nach oben. Die mochte den dunklen Himmel.

    Der Wind riss die grauen Wolken auf und der Vollmond über erschien über den Bergen. Der Vollmond ist wunderschön. Sie hörte nur, wie Thorin etwas von Feuer oder Essen brummte.
    „Wo ist Gandalf?“, schrie Bilbo leicht und alle schauten sich um, auch Nessa.
    Und tatsächlich, Gandalf war weg. Er war den ganzen Weg bei ihnen gewesen.

    Nessa drehte sich paar Mal um 360 Grad und verstand nicht, wie er einfach wegging, ohne dass sie es gemerkt hätte.
    "Ausgerechnet, wenn ein Zauberer am nützlichsten sein könnte", maulten Dori und Nori gleichzeitig.
    Thorin beschloss jedoch, dass sie ihr Lager hier errichten wollten. Dafür war Nessi sehr dankbar. Sie war müde und erschöpft von der Reise. Ihr kam er vor, als hätten sie Mailen geritten (vielleicht waren es ja auch). Die Zwerge, gefolgt von Nessa und Bilbo, zogen zu einer Baumgruppe, unter der es zwar ein bisschen trockener war. Denn durch das viele Regen, ähnelte der Boden einem Sumpf.

    Nessa packte ihre Sachen aus, währen Thorin, wie immer, alle herumkommandierte. Bilbo saß bei Balin, der eine Decke aus ausbreitete.
    „Oin, Gloin! Ihr macht ein Feuer!“, brummte Thorin. Die beiden Zwerge machten sich sofort an die Arbeit, aber diesmal war das Glück nicht aus ihrer Seite. Die Zwerge konnten aus allem Feuer machen, auch wenn Winde vorhanden waren – aber heute funktionierte es nicht besonders gut.
    Nessa musste schmunzeln, als sie sah, wie der beiden Zwerge noch einmal mit dem Feuer versuchte und sich dabei in die Haare gerieten.
    "Da ist ein Licht!", rief Kili und zeigte ein schwaches Licht zwischen den Bäumen.
    „Sieht aus wie ein Feuer oder eine flackernde Fackel!“
    Dann wurde abgestimmt. Einige sagen ‘ja, wir sollten rüber gehen‘ und andere sagen ‘nein, wir wissen nicht, wer das sein kann?‘ oder manche fragte sich, wo Gandalf wieder steckte.
    Nessa sah sich diese Streitereien an und schüttelte nur mit ihrem Kopf.
    „Wir haben einen Meisterdieb bei uns", sagten sie leise. Doch leider konnte niemand das Mädchen hören, was sie sehr verärgerte. Thorin schaute sich jeden Einzelnen an und Nessa konnte erkennen, dass er kurz davor war, zu platzen vor Wut.
    „SEID JETZT MAL RUHIG! NESSA HAT WAS GESAGT!“, schrie er und schaute mich an. Danken nickte er. Nun sahen alle Nessa an. Erneut wiederholte sie, was sie vor Kurze gesagt hatte. „Wir haben einen Meisterdieb bei uns!" Bilbo schluckte schwer. Alle Zwerge machten sich auf den weg und führten ihre Ponys auf den Lichtschein zu. Zwischen den Bäumen blieben sie stehen und versteckten sich.
    „Jetzt ist unser Meisterdieb an der Reihe", sprachen sie und schauten Bilbo an.
    "Geht los und kundschaften dieses Licht aus, seht zu, warum es leuchtet und ob dort alles sicher und ohne Gefahr ist", sagte Thorin zu dem Hobbit. So musste der arme kleine Hobbit losgehen. Nessa machte große Sorgen um Bilbo.
    „Fili, Kili Ihr sorgt bitte um die Ponys!“, die beiden nickten Thorin zu. Während sich die beiden Zwerge um die Ponys kümmerten, schlich Bilbo auf diese Lichtung zu.

    Bilbo ging geradewegs auf das Feuer zu – denn ein Feuer war es -, ohne irgendwen aufzustören. Plötzlich sah er jemanden am Feuer sitzen. Bilbo konnte Ihr nicht erkennen, denn er trug einen braunen Mantel mit einer großen Kapuze über sein Gesicht. Bilbo ging ein paar Schritte auf ihn zu.

    Der Fremde schaute hoch und erkannte Bilbo zwischen den Bäumen.
    „Komm Sie heraus!“ Bilbo tat es, was ihm gesagt wurde.
    „Wer seid ihr?“, fragte der Fremde.
    „Mein-n Name is-t Bilbo, Bilbo Beutlin!“ Der Fremde nickte nur leicht.
    „Und Ihr sei-!“, wollte Bilbo fragen wurde jedoch von einer Stimme, das von Nessa ausging unterbrochen. Das Mädchen stand hinter ihm und kam auf ihn zu.
    „Nessa, was machst du denn hier?“, fragte er sie. Nessa holte tief Luft und erklärte ihm, dass Thorin wollte dass sie nach ihm schaute sollte. Als er den Fremden bemerkte, hielt sie inne.
    „Bilbo, wer ist das?“, frage sie ihn leise und ließ den Fremden nicht aus ihren Augen. Der Unbekanntere bewegte keinen Muskel – so als ob er eine Statur wäre.
    „Wer seid Ihr und was machen Sie das hier alleine?“, fragte das Mädchen ernst und verzog keine Miene. Der Fremde bewegte sich lang, stand auf und ging um das Feuer, direkt auf das Mädchen zu.

    „Lange nicht mehr gesehen, Nessa!“
    Nessas Augen wurden größer. Diese Stimme wurde sie unter 1000 anderen Stimmen wieder erkennen.
    -Was… Wie hat er mich gefunden?-
    „Wa-s?“, Nessa starrte den Fremden, die sie ihn mittlerweile erkannte, an und rührte sich nicht. Plötzlich hob der Fremde seinen Kopf und zwei strahlende blaue Augen kamen zur Vorschein.
    „Nessa, wer ist das?“, fragte plötzlich Bilbo, nach paar Schweigeminuten und tippte sie an. Nessa jedoch rührte sich nicht.
    „Das… das ist Legolas!“

Kommentare Seite 1 von 1
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... ( 59238 )
Abgeschickt vor 359 Tagen
Wie wird es heißen?

Du hast gefragt (bei der Stelle wo Nessa friert und einen Mantel kriegt), ich!
Ich will auch so einen Mantel!!!
Song Yong Woo ( 83844 )
Abgeschickt vor 427 Tagen
Guten tag.
Erstmal danke und ja, ich werde weiter schreiben.
Das nächste Kapitel wird noch diese Woche veröffentlicht (nur in FanFiktion) ^^
Tina waschy ( 50981 )
Abgeschickt vor 429 Tagen
Schreib weiter. Sehr gut gelungen
Nanami 4.5.0^^ ( 50630 )
Abgeschickt vor 431 Tagen
Ja ich will auf jedenfall weiter lesen