Panem - deine eigene Geschichte: Die Arena

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34 Kapitel - 30.003 Wörter - Erstellt von: Ineriä - Aktualisiert am: 2016-09-27 - Entwickelt am: - 24.118 mal aufgerufen - User-Bewertung: 5 von 5.0 - 20 Stimmen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Es ist soweit: 24 mutige Tribute aus euren Reihen wurden erwählt, um sich in einer riesigen Freilichtarena zu bekämpfen. Wie wird ihre Geschichte aussehen? Und wer wird es sein, der die Arena lebendig verlässt? Mögen die 1. Hungerspiele beginnen!

    1
    Ihr habt mir eure Steckbriefe geschickt. 24 von euch stellen nun die ersten Tribute Panems dar. Ich schreibe eure Geschichte schwarz auf weiß.
    Auch andere Panem-Fans, die auf die Fanfiction stoßen, sind dazu eingeladen, sie zu lesen. Ihr müsst dafür nicht Teil 1 kennen, also die Vorgeschichten, die Ernten, die Parade und die Interviews. Hier startet die Arena. Ihr könnt außerdem Sponsoren spielen und eure Favoriten beschenken! Mehr dazu später.
    Viel Spaß beim Lesen, den Charakter leben lassen und vor Spannung fast platzen! ;)
    Eure Ineriä

    PS: Die Collage zeigen Sponsoren und Tribute der ersten Hungerspiele.

    Distrikt 1: Canyon und China
    Distrikt 2: Camelon und Hope
    Distrikt 3: Dexter und Luna
    Distrikt 4: Django und Maya
    Distrikt 5: Seth und Rue
    Distrikt 6: Mortimer und Lily
    Distrikt 7: Kevin und Miyu
    Distrikt 8: Connor und Anne
    Distrikt 9: Ryan und Sky
    Distrikt 10: Jake und Cassedy
    Distrikt 11: Nico und Cara
    Distrikt 12: Cecil und Carliena

    Sponsoren: Jem, James, Luke und Samantha (die weiteren Sponsoren haben keine Bilder angegeben)

    2
    Hier erst einmal die Zusammenfassungen der Steckbriefe aller Tribute!

    Distrikt 1:

    Canyon B-less
    Alter: 18
    Geschlecht: männlich
    Aussehen: kalte blaue Augen, blonde Haare, groß und muskulös
    Familie: Eltern, Einzelkind
    Beziehung zu Eltern/Geschwistern: schlecht, die Welt ist kühl
    Wohnort und Besitz: Eltern reich, lebt aber in einem Internat, wo er kämpfen lernte, um später Attentäter zu werden
    Freunde: keine
    Angst vor den Hungerspielen?: Nein! Das ist die Chance, auf die er immer gewartet hat! Er macht die kalt!
    Charakter: gekünstelt, kann in alle Rollen schlüpfen also eigentlich alles, aggressiv
    Stärken: kann gut kämpfen, mit jeder Waffe umgehen und Waffen scharf machen
    Schwächen: (fast) Nicht-Schwimmer, zu selbstsicher, kann wenige bis keine Überlebenstechniken
    Verbündete (momentan): China, Camelon, Seth
    Bevorzugte Waffen: Schwert, Dolch, (Messer)

    China Darking
    Alter: 18
    Geschlecht: weiblich
    Aussehen: groß, schlank und athletisch, kinnlange seidige schwarze Haare, dunkelblaue Augen, volle Lippen
    Familie: Sie kennt ihre Familie nicht und ist bei ihrem Großvater aufgewachsen.
    Beziehung zu Eltern/Geschwestern: Sie liebt ihren Großvater aus tiefster Seele.
    Wohnort und Besitz: sie wohnt in einer Villa mit weitläufigen Ländereien, einem Pferdestall und zehn Angestellten
    Freunde: Megan und Charlotte
    Angst vor den Hungerspielen?: Sie freut sich auf die Hungerspiele und hat fest vor, daran teilzunehmen, um allen zu beweisen, dass sie was drauf hat, das Kapitol zu sehen und ins Fernsehen zu kommen.
    Charakter: arrogant und total von sich überzeugt
    Stärken: sie ist schön und hat einen Kapitolcharakter, was ihr sicherlich viele Sponsoren bringt, sie kann kämpfen, findet sich schnell in neuen Situationen zurecht
    Schwächen: sie kennt sich nicht mit essbaren Pflanzen aus, neigt zur Arroganz, kann nicht schwimmen
    Verbündete (momentan): Canyon, Camelon, Seth
    Bevorzugte Waffen: Schwert, Degen, Bidenhänder, Dolch

    3
    Distrikt 2:

    Camelon Calon
    Alter: 15
    Geschlecht: männlich
    Aussehen: verschwitzte, verstrubbelte braune Haare, verwaschene graue Augen, klein, schlank
    Familie: Geschwister: Mina (10), Luke (17), Eltern Eva und Marc
    Beziehung zu Eltern/Geschwistern: schlecht, Mina ist süß und Luke nützlich. Ihn braucht niemand und entsprechend wird er auch behandelt.
    Wohnort und Besitz: Sie sind sehr arm, seine Eltern und Luke sind angestellte für eine andere Familie. Sie wohnen in einem alten, heruntergekommenen Schuppen.
    Freunde: keine
    Angst vor den Hungerspielen?: Keine Ahnung, aber eher nicht. Sterben muss er sowieso und dann isst er seinen Eltern wenigstens kein Essen weg.
    Charakter: pessimistisch, rücksichtslos, erbarmungslos
    Stärken: schnell, Schwertkämpfer, gut im Dunkeln sehen, gut Fallen stellen
    Schwächen: er kennt sich nicht gut mit essbaren Pflanzen aus, kann nicht mit der Axt umgehen, kann nicht so gut schwimmen
    Verbündete (momentan): Canyon, China, Seth
    Bevorzugte Waffen: Schwert, Messer, Morgenstern

    Hope Stuarts
    Alter: 14
    Geschlecht: weiblich
    Aussehen: mittelgroß, schlank, braune Augen und Haare (mittellang)
    Familie: eine Schwester Luna (15), Mutter Janine (35), Vater Alex (38)
    Beziehung zu Eltern/Geschwistern: Ihre Mutter und ihre Schwester sind alles für sie, nur mit ihrem Vater kommt sie nicht so gut klar, da er sie als schwarzes Schaf der Familie sieht. (Wer weiß warum ...)
    Wohnort und Besitz: kleines Holzhaus, kleiner Kater (Olaf)
    Freunde: wenige aber gute: Evelin (14), Regina (16), Laura (14), Single
    Angst vor den Hungerspielen?: ja
    Charakter: etwas verschlossen, aber bei den richtigen Personen sehr offen und lustig, außerdem ziemlich listig, clever und geschickt
    Stärken: Tarnung, klettern, kennt sich mit (nicht) essbaren Pflanzen aus, relativ schnell
    Schwächen: wenig Selbstbewusstsein, vertraue wenigen -> nur wenige Verbündete (dafür aber vollstes Vertrauen), kein Krieger
    Verbündete (momentan): Connor
    Bevorzugte Waffen: Wurfmesser, vielleicht auch Bogen

    4
    Distrikt 3:

    Dexter Graham
    Alter: 13
    Geschlecht: männlich
    Aussehen: klein, dünn, nicht gerade sportlich, etwas längere schwarze Haare, helle Haut, hellbraune, fast orangene Augen
    Familie: er lebt allein mit seinem Vater
    Beziehung zu Eltern/Geschwistern: gut, ab und zu gibt es zwar Krach, aber da sie einander brauchen, vertragen sie sich meistens schnell
    Wohnort und Besitz: kleines Haus im Stadtzentrum
    Freunde: kaum Freunde, nur sein bester Kumpel Thomas
    Angst vor den Hungerspielen?: Ja, da er keinerlei Erfahrung mit dem Überleben in der Wildnis hat
    Charakter: sehr clever, listig, mutig, ruhig
    Stärken: kann sehr gut Fallen bauen, ist flink und geschickt, durchschaut oft die Pläne der anderen
    Schwächen: ist weder kräftig, noch sportlich, kann nicht gut mit Waffen umgehen, kennt sich kaum in der Wildnis aus
    Verbündete (momentan): Kevin
    Bevorzugte Waffen: Messer oder Ahle, eher kleinere Waffen

    Luna Moonlight
    Alter: 13
    Geschlecht: weiblich
    Aussehen: zierlich, klein und schlank, sehr blonde, fast weiße Haare, saphirblaue Augen, blass
    Familie: hat niemanden mehr, aber sie lebt bei ihrer Freundin Clarissa
    Beziehung zu Eltern/Geschwistern: wie gesagt, hat keine mehr, mag aber Clarissas Familie sehr gern
    Wohnort und Besitz: Clarissas Familie hat eine kleine Wellblechhütte in der Mittelschicht des Distrikts
    Freunde: Clarissa (14) und ihre Schwester Mia (11)
    Angst vor den Hungerspielen?: ja, weil sie glaubt, dass sie keine Chance hätte
    Charakter: ruhig, schüchtern, hilfsbereit, ängstlich, sie kann aber auch erbarmungslos und unberechenbar sein, wenn man sie wütend macht
    Stärken: sie ist klug, kann mit Technik umgehen und ist es gewohnt zu hungern, außerdem ist sie erfinderisch und ausdauernd
    Schwächen: sie ist weder stark, noch kennt sie sich mit essbaren Pflanzen aus und kann kein Blut sehen und kann nicht mit Waffen umgehen
    Verbündete (momentan): -
    Bevorzugte Waffen: ihre Erfindungen und ihr Verstand

    5
    Distrikt 4:

    Django MC Fadden
    Alter: 16
    Geschlecht: männlich
    Aussehen: groß, breit gebaut, sportlich, hellblonde Haare, blaue Augen
    Familie: glückliche Familie mit drei Geschwistern (ein älterer Bruder, zwei jüngere Schwestern): Mein Bruder heißt John und ist 19. Meine erste Schwester heißt Katrina und ist 12 und meine zweite Schwester Alina ist 7 Jahre alt.
    Beziehung zu Eltern/Geschwistern: sehr gut
    Wohnort und Besitz: Haus am Wasser, kleiner Garten mit Gemüsebeet, keine Haustiere
    Freunde: bester Freund namens Matt
    Angst vor den Hungerspielen?: nein
    Charakter: freundlich, hilfsbereit, treu, kann auch aggressiv werden, sieht fast immer alles positiv, aufopfernd
    Stärken: Er ist sportlich und findet wahrscheinlich ein paar Sponsoren. Er kann nicht mit allen Waffen umgehen, abr mit den richtigen ist er sehr gut.
    Schwächen: Manchmal ist er etwas zu freundlich/naiv. Kennt sich nicht besonders mit essbaren Sachen aus, abgesehen von Fisch und allem was sonst noch im Wasser lebt.
    Verbündete (momentan): Lily, Maya, Mortimer
    Bevorzugte Waffen: am liebsten Dreizack, aber Schwert oder Axt gehen auch

    Maya Couloir
    Alter: 15
    Geschlecht: weiblich
    Aussehen: eher klein, zierlich, schlank, blaue Augen deren Farbe sich immer ändert, braun/blond, leicht gewellte Haare, brustlang
    Familie: Bruder Florin (8), Schwester Linda (13), Mutter Mara (45), Vater Santo (41)
    Beziehung zu Eltern/Geschwistern: sehr gutes und enges Verhältnis
    Wohnort und Besitz: Distrikt 4 halt, eher mittelgroße Fischerhütte
    Freunde: Sarah, Hanna
    Angst vor den Hungerspielen?: Ja, der Krieg ist vorbei und sie werden alles tun, um Rache zu üben.
    Charakter: freundlich, witzig, aber Fremden gegenüber misstrauisch; vertrauensselig, manchmal naiv, merkt aber, wenn es ernst wird, wirkt meistens etwas kränklich
    Stärken: tauchen, schwimmen, sie kann mit Harpunen und Dreizack umgehen, auch kann sie gut Netze knüpfen und so Fallen bauen
    Schwächen: sie findet wahrscheinlich nicht sonderlich viele Sponsoren, da sie eher schwach und krank aussieht, sie kann mit keinen anderen Waffen umgehen, kann ohne gute Verbündete nicht überleben
    Verbündete (momentan): Django, Lily, Mortimer
    Bevorzugte Waffen: Speer (wie eine Harpune) und Dreizack

    6
    Distrikt 5:

    Seth Helmsley
    Alter: 18
    Geschlecht: männlich
    Aussehen: groß, etwas breiter, etwas längere Haare, eine Seite schwarz, eine Seite blond, braune Augen, leichter Ansatz eines Bartes
    Familie: seine Eltern sind sehr streng, obwohl es nach außen hin so scheint, als ob sie ihn extrem verwöhnen würden
    Beziehung zu Eltern/Geschwistern: er ist sehr rebellisch, weshalb er oft von seinem Vater geschlagen wird, seine Mutter guckt dabei nur zu und hat nichts zu sagen
    Wohnort und Besitz: kleine Hütte neben einem Elektrizitätswerk
    Freunde: größere Clique, in der er das sagen hat, feste Freundin namens Leighla, hat seine letzte Freundin mit ihr betrogen
    Angst vor den Hungerspielen?: Nein, da er überzeugt ist, dass er gewinnen kann.
    Charakter: hinterlistig, grob, ein bisschen arrogant, zeigt kaum jemandem seine verletzliche Seite, aggressiv
    Stärken: sehr willensstark, er kann gut kämpfen, findet aufgrund seines auffälligen Charakters eventuell schneller Sponsoren, durchschaut Pläne schnell
    Schwächen: er zeigt niemandem seine wahren Gefühle, manchmal zu aggressiv, hat vor niemandem Respekt
    Verbündete (momentan): Canyon, Camelon, China
    Bevorzugte Waffen: Axt oder Schwert, er kann aber auch gut ohne Waffen kämpfen

    Rue Jabeljay
    Alter: 12
    Geschlecht: weiblich
    Aussehen: braune, lange Locken, sportlich, braune Augen
    Familie: Mutter: Clair (34), Distrikt 1, Vater: James, im Kapitol, Lune (8), Hunter (14)
    Beziehung zu Eltern/Geschwistern: Sie versteht sich sehr gut mit Lune, ist saur auf ihren Vater, lockeres Verhältnis zu Hunter.
    Wohnort und Besitz: Saum
    Freunde: Rose (13), Silena (11), Leander (14)
    Angst vor den Hungerspielen?: Auf jeden Fall. Gezogen zu werden wäre schlimm!
    Charakter: liebenswürdig, kämpferisch, entschlossen
    Stärken: einfühlsam, sie kann mit dem Schwert umgehen und klettern
    Schwächen: sie rastet schnell aus
    Verbündete (momentan): Cassedy
    Bevorzugte Waffen: Schwert, Messer, List, Speer, Bogen übt sie noch, zum Kämpfen nicht zum Jagen

    7
    Distrikt 6:

    Mortimer Hazel
    Alter: 17
    Geschlecht: männlich
    Aussehen: kurze blonde Haare, etwas breit, aber keine Fettschicht, eisblaue Augen mit grünen Sprenkeln
    Familie: Mutter, Vater, zwei Geschwister: Tara (23) und Nemo (15). Soll noch eine Schwester namens Eliza haben, wenn die nicht schon tot ist.
    Beziehung zu Eltern/Geschwistern: Seine Mutter sieht er fast nie, sie arbeitet sehr viel, sein Vater leidet an Krebs, deshalb ist die Familie verarmt. Tara ist mit ihrem Freund ausgezogen und mit Nemo versteht er sich super, manchmal Streit, wie in einer Familie halt.
    Wohnort und Besitz: Dachbodenstockwerk ihres Hauses. Die unteren Stockwerke haben die Leute aus dem Saum.
    Freunde: etwa fünf gute und mit den anderen Jungs aus der Schule versteht er sich auch prima
    Angst vor den Hungerspielen?: Er hat Angst, dass er durch sie einen Freund verliert. Natürlich auch davor, dass er selbst in der Arena stehen kann und ihn jederzeit jemanden töten kann und er sich nicht wehren kann.
    Charakter: offen, frech, wissbegierig
    Stärken: gute Menschenkenntnis, findet so schnell Verbündete und Sponsoren, gute Reflexe, rasche Auffassungsgabe
    Schwächen: weder schnell noch ausdauernd noch stark. Kann allein nicht überleben.
    Verbündete (momentan): Django, Lily, Maya
    Bevorzugte Waffen: Messer

    Lily Beaurelle
    Alter: 16
    Geschlecht: weiblich
    Aussehen: klein, schlank, kurvig, dunkelblonde, glatte Haare, blaugrüne Augen
    Familie: Mutter: Cassy Beaurelle, Vater: John Beaurelle, Schwester: Livia Beaurelle (25). Sie hat französische Vorfahren.
    Beziehung zu Eltern/Geschwistern: sie steht ihren Eltern sehr nahe, Schwester nicht so, da sie sehr verschieden sind
    Wohnort und Besitz: altes, zerfallenes Bauernhaus, relativ wohlhabend, da sie illegal Landwirtschaft betreiben, ohne Abgaben an das Kapitol zu leisten, sie verkaufen viel zu guten Preisen auf dem Schwarzmarkt, nebenbei arbeitet ihr Vater auch noch als Holzfäller im Wald
    Freunde: sie hängt vor allem mit Jungs ab: Marcus Reyes, dessen Schwester Balm Reyes, Livius Joney und Bellamy Delacort, Single
    Angst vor den Hungerspielen?: Ja, sehr viel Angst sogar, da sie trotz der Armut ziemlich glücklich ist.
    Charakter: schüchtern gegenüber Fremden, aber witzig, kindisch und fröhlich gegenüber Freunden, ein wenig Tomboy, geschickter mit Worten als mit Waffen, unauffällig
    Stärken: sie kennt sich gut mit essbaren Pflanzen aus, kann sich hervorragend tarnen und verstecken, flink auf kurzen Strecken und geschickter Kletterer
    Schwächen: unsportlich, nicht sehr ausdauernd, kein Krieger, nicht sehr selbstbewusst
    Verbündete (momentan): Django, Maya, Mortimer
    Bevorzugte Waffen: Degen

    8
    Distrikt 7:

    Kevin Owens
    Alter: 12
    Geschlecht: männlich
    Aussehen: klein, eher dick, kurze braune Haare, dunkelbraune schmale Augen, rundes Gesicht
    Familie: er lebt allein mit seinen Eltern
    Beziehung zu Eltern/Geschwistern: Sie kümmern sich extrem gut um ihn und tun alles, damit es ihm gut geht.
    Wohnort und Besitz: größeres Haus an der Hauptstraße (da wo die Arbeiter jeden Tag langmüssen)
    Freunde: ein paar Freunde aus der Schule, bester Kumpel namens Albert
    Angst vor den Hungerspielen?: Ja, sehr sogar, da er sich sehr sicher ist, dass er gleich am ersten Tag sterben wird.
    Charakter: freundlich, verspielt, nicht gerade sehr tapfer, manchmal etwas überheblich, kindisch
    Stärken: kann gut Unterschlüpfe bauen und klettern, gibt obwohl er weiß, dass er es nicht schaffen kann, sein Bestes
    Schwächen: findet wahrscheinlich kaum Verbündete oder Sponsoren, keine Erfahrung mit der Wildnis
    Verbündete (momentan): Dexter
    Bevorzugte Waffen: Schleuder/Blasrohr

    Miyu Jigoku
    Alter: 16
    Geschlecht: weiblich
    Aussehen: mittelgroß, dünn, pechschwarze, schulterlange Haare, eisblaue Augen
    Familie: Ihre Eltern starben bei einem Unfall. Jetzt lebt sie allein mit ihrer Schwester Yui (13).
    Beziehung zu Eltern/Geschwistern: Ihre Schwester und sie sind sehr stark verbunden. Sie passen aufeinander auf und würden alles füreinander tun.
    Wohnort und Besitz: Sie wohnen in einem kleinen Haus. Leider haben sie nicht so viel, da sie durch den Tod ihrer Eltern viel verloren haben, aber es reicht für sie beide.
    Freunde: Sie hat eine Freundin namens Marie. In schwierigen Zeiten hilft sie ihnen manchmal aus.
    Angst vor den Hungerspielen?: Nein, hat sie nicht. Sie macht sich zwar ein paar Sorgen, zeigt es aber nicht.
    Charakter: temperamentvoll, mutig, manchmal leider auch etwas kühl und abweisend.
    Stärken: Sie vertraut nur wenigen, kann gut kämpfen! Außerdem ist sie sehr kräftig.
    Schwächen: Sie vertraut nur wenigen, kümmert sich weniger um Essen als um Waffen, kennt sich nicht mit essbaren Pflanzen aus. Sponsoren bekommt sie wahrscheinlich eher wenige, da ihr Charakter sehr kühl ist.
    Verbündete (momentan): -
    Bevorzugte Waffen: mehrere kleine Messer, Schwert, Bogen

    9
    Distrikt 8:

    Connor Deeps
    Alter: 17
    Geschlecht: männlich
    Aussehen: dunkelbraun-schwarz, kurze Haare, eisig blaue Augen, groß gewachsen und muskulös
    Familie: Mutter (49), Vater (50), zwei jüngere Schwestern: Lissy (12) und Luna (13)
    Beziehung zu Eltern/Geschwistern: Er versteht sich sehr gut mit seinem Vater, seine Mutter versteht sich nicht so gut mit ihm, sie hat nur Augen für seine kleinen Schwestern, trotzdem sind ihm seine Schwestern sehr wichtig und er will seine Familie unbedingt beschützen.
    Wohnort und Besitz: eine Wellblechhütte und die Überreste einer Ruine
    Freunde: Casper (17), Betty (16), Single
    Angst vor den Hungerspielen?: Naja. Zum einen hat er natürlich schon Angst, zum anderen könnte er, wenn er gewinnt, seiner Familie ein besseres Leben bieten, und vielleicht würde ihn seine Mutter endlich mal beachten. Aber freiwillig melden käme für ihn trotzdem nicht infrage.
    Charakter: treu, manchmal etwas ernst, kämpferisch, entschlossen, ehrgeizig, er tut für seine Freunde alles
    Stärken: Er ist sehr ausdauernd. Er kann vielleicht Symathiepunkte bei Sponsoren sammeln, da er andere immer beschützen will.
    Schwächen: Allerdings hat er einen Beschützerinstinkt bei anderen, die so alt wie seine Schwestern sind.
    Verbündete (momentan): Hope
    Bevorzugte Waffen: Wurfmesser, Langschwert

    Anne Emera
    Alter: 16
    Geschlecht: weiblich
    Aussehen: mittelgroß, ziemlich mager, mahagonifarbene Haare bis zum Schlüsselbein und dunkelbraune Augen
    Familie: Nur noch den Vater, ihre Mutter verstarb bei der Geburt ihrer jüngsten Schwester. Insgesamt hat sie vier Geschwister: Sarah (14), Leo (12), Emma (10) und Lilly (8).
    Beziehung zu Eltern/Geschwistern: Eigentlich sehr gut, doch zu Lilly ist die Beziehung nicht so gut, da sie sie immer mit dem Tod ihrer Mutter verbindet.
    Wohnort und Besitz: Sie wohnen in einer kleinen Wellblechhütte und haben eine kleine, verwundete Babykatze.
    Freunde: Sie hat zwei beste Freundinnen, Florence und Scarlett. Außerdem hat sie einen festen Freund namens Luke.
    Angst vor den Hungerspielen?: Sie hat Angst, dass ihre Geschwister gezogen werden, zeigt es ihnen aber nicht, damit sie keine allzu große Angst bekommen.
    Charakter: schüchtern, ruhig, wortgewandt, ernst und verlässlich
    Stärken: kann sich lautlos bewegen, gute Reflexe, kennt sich ganz gut mit (nicht) essbaren Pflanzen aus
    Schwächen: sie ist nicht kräftig, hatte noch nie eine Waffe in der Hand, hat Höhenangst
    Verbündete (momentan): -
    Bevorzugte Waffen: Dolch

    10
    Distrikt 9:

    Ryan Stanley
    Alter: 15
    Geschlecht: männlich
    Aussehen: braune Haare, grüne Augen, gut trainiert, mittelgroß, etwas dunklere Haut
    Familie: zwei Schwestern: Hope (13) und Sun (12), nur Vater (Evan), Mutter ist tot
    Beziehung zu Eltern/Geschwistern: sie halten aneinander fest, also wären die drei sehr geschockt, wenn er sterben würde
    Wohnort und Besitz: kleine Holzhütte mit sogar einem kleinen Garten, nur das Nötigste
    Freunde: Dean, sein bester Freund
    Angst vor den Hungerspielen?: Ja, weil er alles verlieren würde wenn er stirbt, er hat Angst vor großem Schmerz
    Charakter: clever, ernst, misstrauisch
    Stärken: er kann sehr leise sein, traut sich viel, kann mit der Umgebung verschmelzen, stellt andere Ideen infrage, kennt sich gut mit Pflanzen aus und kann gut klettern, kann sich gut anschleichen
    Schwächen: er misstraut den Leuten meistens zu Unrecht, kann nicht so gut hören (kann zum Beispiel keine heransausende Klinge oder Pfeil hören), kann sich zwar über Wasser halten aber sonst nicht so gut schwimmen, kann nicht viel Schmerz aushalten (musste es in seinem Leben noch nie)
    Verbündete (momentan): Cara, Sky, Nico
    Bevorzugte Waffen: Pfeil und Bogen

    Sky Dwadnir
    Alter: 12
    Geschlecht: weiblich
    Aussehen: klein, zierlich, brustlange, wellige Haare, blaue Augen
    Familie: Mutter, Vater, Bruder Paul (17), Schwester Laura (15)
    Beziehung zu Eltern/Geschwistern: sie liebt sie aus ganzem Herzen und ist ihr kleiner Sonnenschein
    Wohnort und Besitz: hübsches, relativ großes Haus, voll eingerichtet
    Freunde: Lyan, Keila, Alinka, Simon
    Angst vor den Hungerspielen?: riesige Angst, weil sie ja schon vor Angst geweint hat, als ihr Fuß genäht werden musste
    Charakter: naiv, nett, hilfsbereit, ängstlich
    Stärken: Sie kann sich verteidigen und gut verstecken, kann gut klettern und ist sehr gelenkig.
    Schwächen: Sie hat keine Erfahrung mit Waffen und kommt alleine sicher nicht klar. Sie hat Angst im Dunkeln und bei einem Sprint auf freiem Feld würde sie so ziemlich jeder einholen.
    Verbündete (momentan): Nico, Cara, Ryan
    Bevorzugte Waffen: eigentlich keine, da sie sich am liebsten auf ihre Karateausbildung verlässt, aber sie kann mit Macheten und Sensen umgehen

    11
    Distrikt 10:

    Jake Ciarro
    Alter: 16
    Geschlecht: männlich
    Aussehen: groß, muskulös, kurze braune Haare
    Familie: tot
    Beziehung zu Eltern/Geschwistern: Sie sind tot, also ...
    Wohnort und Besitz: kleine Stadt, kleine Hütte mit Wellblechdach
    Freunde: Einzelgänger
    Angst vor den Hungerspielen?: Nein und auch keine Angst vor dem Tod.
    Charakter: ernst, streng und etwas misstrauisch, aber auch nett
    Stärken: er kennt sich etwas mit Pflanzen aus, kann relativ gut mit Waffen umgehen, misstrauisch, schnell rennen
    Schwächen: schwimmen, er lässt sich normalerweise von niemandem helfen, verstecken -> Statur
    Verbündete (momentan): -
    Bevorzugte Waffen: Dolch, Wurfmesser

    Cassedy Blanks
    Alter: 15
    Geschlecht: weiblich
    Aussehen: großes, schlankes, sportliches Mädchen mit leicht gewellten dunkelroten Haaren, die bis über den Rücken reichen, hellblaue Augen
    Familie: Mutter: Calvina, Vater: Luke, Zwillingsbruder Jeff (15), der ebenfalls dunkelrote Haare und hellblaue Augen hat und ein kleines Stück größer ist als sie
    Beziehung zu Eltern/Geschwistern: Den Eltern gegenüber sind ihr Bruder und sie sehr verhalten, da sie sich ständig streiten, aber mit ihrem Zwillingsbruder versteht sie sich großartig, sie jagen gemeinsam und helfen auch anderen Familien so gut es geht.
    Wohnort und Besitz: eine kleine Holzhütte mit nur einem Zimmer, ein Stall in dem zwei Kühe und ein Schaf stehen und Smites, der zottelige Hund
    Freunde: Ihr allerbester Freund ist bisher ihr Bruder, aber sie hat noch die 15-jährige Lissy, eine Freundin von ihr. Ansonsten niemanden.
    Angst vor den Hungerspielen?: Ja, sie hat schreckliche Angst vor den Hungerspielen, sie will ihren Bruder nicht allein zurücklassen. Außerdem hat ihre Familie kein Geld, und wenn Jeff oder sie fehlen würden, wäre das wahrscheinlich ihr Ende.
    Charakter: clever, geschickt, mutig, Freigeist, kreativ, manchmal etwas schreckhaft aber im Großen und Ganzen ein sehr flinkes und cleveres Mädchen, das für seine Freunde und Bruder alles tun würde
    Stärken: Sie ist schlau und sehr clever, hat gute Ideen und kann meistens der Situation entsprechend handeln, was gut ist. Außerdem will sie möglichst lange durchhalten, für Jeff. Sie kann gut Bogenschießen und ist sehr lernfähig und flink. Sie glaubt, dass sie vielleicht eine Chance auf Sponsoren hätte.
    Schwächen: Sie ist sehr emotional und vertraut anderen zu viel an. Sie will immer allen helfen.
    Verbündete (momentan): Rue
    Bevorzugte Waffen: Pfeil und Bogen oder hinterhältige Fallen

    12
    Distrikt 11:

    Nico Antheb
    Alter: 14
    Geschlecht: männlich
    Aussehen: klein, sportlich, dunkelbraune, längere Haare, blaue Augen
    Familie: tot
    Beziehung zu Eltern/Geschwistern: /
    Wohnort und Besitz: auf Straße aufgewachsen, kein Besitz
    Freunde: Nina, 10 (ist die einzige, die ihn mag, obwohl er der Sündenbock des Distrikts ist)
    Angst vor den Hungerspielen?: Teilweise. Einerseits hatte er schon oft Selbstmordgedanken und keine Angst vor dem Tod, andererseits braucht Nina ihn, da sie auch auf der Straße lebt und kein so geschickter Dieb ist wie er und weil er glaubt, für sie überleben zu müssen.
    Charakter: sehr verschlossen und ernst, Nina gegenüber liebevoll, Leuten, die ihn beschimpfen gegenüber aggressiv und schlagfertig
    Stärken: schnell, kann sich nahezu lautlos bewegen, gut stehlen und kommt mit dem Messer auch gut gegen Größere und besser Bewaffnete klar
    Schwächen: unfreundlich und verschlossen -> wird eher keine Sponsoren finden, kennt sich nicht so mit essbaren Pflanzen aus, weil er daheim immer Nina hatte, die ihm half was das anging, sehr misstrauisch
    Verbündete (momentan): Sky, Cara, Ryan
    Bevorzugte Waffen: Messer, Dolch, Schleuder

    Cara Shines
    Alter: 15
    Geschlecht: weiblich
    Aussehen: für ihr Alter ziemlich klein, schlank, leicht muskulös, wendig, dunkelbraune, lockige Haare in einer Länge von ca. 35 cm, grün-braune Augen
    Familie: Vater: wegen Krankheit gestorben, Mutter: hat kaum Zeit für sie, weil sie immer auf den Feldern arbeiten muss, ein großer Bruder und ein kleiner Bruder und eine kleine Schwester: Elias (17), Luna (10) und Tommy (12)
    Beziehung zu Eltern/Geschwistern: Ihren Vater vermisst sie oft, ihre Mutter bekommt sie kaum zu Gesicht, auch Elias arbeitet schon, wir drei versuchen unsere Familie zu ernähren, sie kennt sich gut mit Kräutern aus, ihr Geschäft ist es, einige Kräuter von den Feldern zu stehlen und sie als Heilkräuter auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen, um Geld zu verdienen. Insgesamt liebt sie ihre Familie und will sie immer beschützen.
    Wohnort und Besitz: kleine Hütte in der Nähe der Felder, drei Katzen, die die Ratten vertreiben: Carlo (schwarz), Lea (grau-weiß) und Maya (golden)
    Freunde: kleiner Freundeskreis: Emilia (15), Thalia (14) und Sandra (16), sie helfen sich gegenseitig und betreiben alle das gleiche Geschäft. Kein Freund.
    Angst vor den Hungerspielen?: Sie hat Angst, dass Elias oder Tommy gezogen werden, für sie könnte sie sich nichtmal freiwillig melden. Ihre Familie könnte nur schlecht ohne sie leben, wenn sie gezogen wird. Also ja.
    Charakter: mitfühlend, zuverlässig, mutig, vorausdenkend, strategisch, einfallsreich, temperamentvoll, clever, kann aber auch mal richtig wütend werden, und man braucht einiges, um ihr Vertrauen zu gewinnen
    Stärken: Sie kennt sich mit essbaren und insgesamt mit Pflanzen aus, gute Kletterin und sie kann sich gut verstecken und tarnen.
    Schwächen: außer ein bisschen mit Messern kennt sie sich überhaupt nicht mit Waffen aus und kann sie auch nicht benutzen, ist sehr mitfühlend
    Verbündete (momentan): Sky, Ryan, Nico
    Bevorzugte Waffen: wahrscheinlich Messer

    13
    Distrikt 12:

    Cecil Magandis
    Alter: 17
    Geschlecht: männlich
    Aussehen: stark, Sixpack, braune Haare, grüne Augen, muskulös, Narbe am Hals, glatte Haut
    Familie: Vater Tennor verschwunden, Mutter Elena arbeitet fast den ganzen Tag, Einzelkind
    Beziehung zu Eltern/Geschwistern: Er redet nie mit ihnen, ist oft bei seiner Tante Rose, sie ist total nett zu ihm
    Wohnort und Besitz: reicher Teil, Mutter verdient viel
    Freunde: niemand
    Angst vor den Hungerspielen?: Ihm ist das egal, er hat in seinem Sinne nichts zu verlieren.
    Charakter: mutig, stur, gelangweilt und gleichzeitig entschlossen
    Stärken: unbekannt
    Schwächen: unbekannt
    Verbündete (momentan): -
    Bevorzugte Waffen: unbekannt

    Carliena Black
    Alter: 15
    Geschlecht: weiblich
    Aussehen: schlank, dunkelbraune, leicht gewellte, 40 cm lange Haare, blass, 1,69 m groß und dunkelgrüne Augen mit hellen Splittern
    Familie: vier Schwestern: Rose (12), Blue (13), Delta (17) und Tara (19)
    Beziehung zu Eltern/Geschwistern: Eltern hat sie keine mehr und mit ihren Geschwistern ist sie stark verbunden.
    Wohnort und Besitz: Sie wohnt mit ihren Schwestern in einem Haus im Wald und hat relativ viele Sachen, dafür dass sie arm ist.
    Freunde: Ein paar Jungs aus ihrem Distrikt, ihre Geschwister und noch ein paar andere.
    Angst vor den Hungerspielen?: Ein bisschen. Sie kann nämlich gut kämpfen und hat es schon geahnt dass sie einmal gezogen wird.
    Charakter: distanziert, misstrauisch, aggressiv, etwas mordlustig, intelligent, gerissen, scharfsinnig, nett, scheu, hilfsbereit, selbstlos, sanft, sensibel, vertrauenswürdig und verantwortungsvoll
    Stärken: kann gut kämpfen und jagen, handelt immer gut überlegt, kann sich ziemlich in jedem Gelände gut fortbewegen
    Schwächen: kennt sich trotz ihrer Intelligenz nicht mit essbaren Pflanzen aus, ziemlich misstrauisch den anderen Tributen gegenüber, kann nicht schwimmen
    Verbündete (momentan): -
    Bevorzugte Waffen: Pfeil und Bogen, Kurzschwerter

    14
    Bei den 1. Hungerspielen gibt es natürlich auch Sponsoren. Und die seid ihr! Alle, die mitmachen wollen, es aber nicht mehr als Tribut in die Arena geschafft haben, können sich als Sponsoren anmelden und ihren Favoriten unterstützen! Dazu schreibt ihre einfach folgenden Steckbrief in die Kommentare:

    Name (Vor- und Nachname):
    Alter:
    Aussehen:
    Beruf:
    Charakter:
    Sonstiges (nicht unbedingt nötig):

    Jeder Sponsor erhält zu Beginn der Spiele Bons. Davon kann er den Tributen Sponsorengeschenke kaufen. Ich liste weiter unten alle Waffen, Werkzeuge usw. auf und schreibe dazu, ob sie von Sponsoren erworben werden können (bei manchen geht das leider nicht) und wieviel sie kosten. An euch Sponsoren: Geht mit eurem Geld nicht leichtfertig um! Es können auch mehrere Sponsoren zusammenlegen. Wenn ihr clever agiert, könnt ihr eurem Favoriten das Leben retten und den Lauf der Geschichte verändern!

    15
    Und hier die Steckbriefe der bisherigen Sponsoren (es können auch noch welche dazukommen):

    James Shat
    Alter: 30
    Aussehen: groß, schlank, türkisfarbene Haare, warme braune Augen, breites Lächeln
    Beruf: Manager
    Charakter: nett, teilweise ironisch, witzig
    Sonstiges: Ist sehr gespannt auf die ersten Spiele und hat kaum eine Vorstellung davon, wie es ablaufen wird. Findet China und Nico sehr interessant.
    Bisherige Sponsorengeschenke: /
    Noch zu verwertende Bons: 50

    Gianta Mill
    Alter: 52
    Aussehen: eher klein, alt, kaum Falten -> Botox, graue Augen, graue Haare mit blonden Strähnen
    Beruf: kein Beruf mehr, hat aber für ihr Leben ausgesorgt
    Charakter: eitel, altmodisch, extravagant, im Grunde gutmütig
    Sonstiges: /
    Bisherige Sponsorengeschenke: 2l Wasserflasche an Hope Stuarts, 1 Kompresse mit Mullbinde an Hope Stuarts, Schlafsirup an Anne Emera
    Noch zu verwertende Bons: 27

    Lenny Stone
    Alter: 37
    Aussehen: unbekannt
    Beruf: nur Sponsor, Geld geerbt
    Charakter: genervt, eitel, hochnäsig
    Sonstiges: mit Snow befreundet
    Bisherige Sponsorengeschenke: /
    Noch zu verwertende Bons: 50

    Jem Cargo
    Alter: 30
    Aussehen: groß, trainiert, grüne Augen, hellbraune Haare mit goldenen Strähnen
    Beruf: Modedesignerin
    Charakter: natürlich, offen, leicht verrückt
    Sonstiges: /
    Bisherige Sponsorengeschenke: Schleuder an Sky Dwadnir
    Noch zu verwertende Bons: 33

    Laria Hillvir
    Alter: 37
    Aussehen: hellblau und silbern gestreifte Haut im Gesicht, silberne Ornamente an den Armen, hellblaue Augen, blau gefärbte Haare
    Beruf: hat ein riesiges Tattoo- und Stylingcenter
    Charakter: sensationslustig, selbstverliebt, denkt nicht über die Distrikte nach
    Bisherige Sponsorengeschenke: 1 Packung Trockenobst an Django MCFadden und Lily Beaurelle
    Noch zu verwertende Bons: 48

    Caroline Silverstone in Andenken an Cara Shines
    Alter: 22
    Aussehen: rote Haare mit neonfarbenen Strähnen, hellgrüne Augen
    Beruf: hat noch nichts gefunden, was ihr gefällt
    Charakter: schlau, mitfühlend, charmant, ein bisschen zickig
    Sonstiges: Ihr Vater stammt ursprünglich aus Distrikt 3, will darum vor allem Dexter und Luna sponsern. Das Geld hat sie von ihrer reichen Großmutter geerbt. Findet die Hungerspiele eine viel zu brutale Strafe.
    Bisherige Sponsorengeschenke: 1l Wasserflasche an Luna Moonlight, 1l Wasserflasche an Kevin Owens und Dexter Graham
    Noch zu verwertende Bons: 49

    Linda Chesterfield
    Alter: 27
    Aussehen: weiße Haare mit schwarzen Spitzen, dunkelgrüne Augen, schlank, groß und blass
    Beruf: nichts, hat geerbt
    Charakter: höflich, nett, intelligent, beharrlich und neugierig
    Sonstiges: ist nicht so aufgedreht wie die anderen im Kapitol und hasst den Präsidenten
    Bisherige Sponsorengeschenke: Kompresse mit Mullbinde an Miyu
    Noch zu verwertende Bons: 43

    Luke Nike in Andenken an Maya Couloir
    Alter: 34
    Aussehen: normal, bis auf seine türkisfarbenen Haare
    Beruf: hat mehrere Kavia Fabriken in Distrikt 4
    Charakter: unbekannt
    Sonstiges: Er kommt aus einem Distrikt (4), lebt aber im Kapitol und hat viel Geld. Er findet die Hungerspiele falsch als Strafe und mochte Maya wegen ihres Mutes. Da sie allerdings tot ist, und er sich sicher ist, dass es Protest war, entscheidet er sich dafür, Sorge dafür zu tragen, dass kein Karriero gewinnt, sondern jemand, der die Menschen bewegt und etwas ändern kann.
    Bisherige Sponsorengeschenke: /
    Noch zu verwertende Bons: 45

    Faith Eldering
    Alter: 27
    Aussehen: groß, schlank, blasse Haut, sanfte tiefblaue Augen, hüftlange schwarze Haare, meist offen, hochgesteckt oder zu Pferdeschwanz gebunden, Nasenstecker in silber, weißliche, schwer sichtbare Linien auf Schultern, Rücken und Armen tätowiert, kräftig, undurchdringlicher Blick
    Beruf: keiner, da reich
    Charakter: klug, sanft bei Freunden, einfühlsam, höflich, treu, mutig, verschlossen, geheimnisvoll, kühl bei Fremden oder Ärger, schlagfertig, schwer ihr Herz zu erobern, redegewandt
    Sonstiges: Liebt ihre Schwester Eileen, insgeheim gegen die Spiele, sagt dies aber nie, hat viele Haustiere
    Bisherige Sponsorengeschenke: Ahle, Trockenobst und eine Kompresse mit Mullbinde an Hope Stuarts und Connor Deeps
    Noch zu verwertende Bons: 28

    Logan Williams
    Alter: 20
    Aussehen: 1,80m, sportlich gebaut, blaue Augen, braun-blonde kurze hochgegelte Haare, gebräunte Haut
    Beruf: Radiomoderator
    Charakter: eher freundlich, aber auch schnell aggressiv
    Sonstiges: /
    Bisherige Sponsorengeschenke: /
    Noch zu verwertende Bons: 40

    Evanna Ebony in Andenken an Anne Emera
    Alter: 45
    Aussehen: metallic lilanes Haar in einem riesen Dutt, künstlich, verrückte Klamotten aus Plastik
    Beruf: Ehefrau
    Charakter: eingebildet, verwöhnt, perfektionistisch, hat aber auch noch eine winzig kleine weiche Seite
    Sonstiges: Favorisiert Kevin und Dexter.
    Bisherige Sponsorengeschenke: /
    Noch zu verwertende Bons: 35

    Dandelion Eliot
    Alter: 32
    Aussehen: groß, kräftig, gebräunte Haut, dunkelbraune (fast schwarze) lockige Haare, Arbeiterkleidung
    Beruf: Landwirt
    Charakter: großzügig, warmherzig, bescheiden, verschenkt Essen an arme Menschen seines Distrikts → dadurch sehr beliebt, lässt sich schnell ausnutzen, wird aufgrund seines Vermögens beneidet und fühlt sich dadurch häufig ziemlich schlecht, möchte niemals arrogant oder egoistisch werden
    Sonstiges: Wohnt in Distrikt 11 und besitzt dort einen kleinen Hof und mehrere Felder; verabscheut das Kapitol, weil er täglich das Elend der Bevölkerung Panems sieht; möchte als Sponsor dafür sorgen, dass bei den Spielen jemand gewinnt, der etwas bewegen kann (also kein Karriero); wollte anfangs Maya unterstützen, fand auch Miyu, Jake und Carliena ganz interessant, favorisiert aktuell Nico, weil er aus seinem Distrikt kommt und wie er eine rebellische Ader hat
    Bisherige Sponsorengeschenke: /
    Noch zu verwertende Bons: 35

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    Und nun ein paar Erläuterungen zu Waffen, Werkzeugen, Medizin usw., die den Tributen in der Arena das Leben retten können: ((bold)) Die Ahle ((ebold
    Und nun ein paar Erläuterungen zu Waffen, Werkzeugen, Medizin usw., die den Tributen in der Arena das Leben retten können:

    Die Ahle
    Die Stechahle besteht aus einem metallenen Dorn, der in einem Metallgriff geschäftet ist. Der Schütze kann diesen vergiften und dadurch die Wirkung der Ahle verstärken.
    Distanz: Die Ahle ist nur aus der Nähe zu gebrauchen. Sie kann nicht geworfen werden, und da sie so klein ist, muss der Gegner in unmittelbarer Nähe stehen.
    Kosten (für Sponsoren): 3 Bons

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    ((bold)) Das Blasrohr ((ebold)) Das Blasrohr wird im offenen Kampf als geräuschloses Tötungsobjekt benutzt. Es besteht aus einem bis zu etwa 3 m lan
    Das Blasrohr
    Das Blasrohr wird im offenen Kampf als geräuschloses Tötungsobjekt benutzt. Es besteht aus einem bis zu etwa 3 m langen Rohr aus Leichtmetall, aus dem kleine Pfeile (die der Schütze vergiften kann) geblasen werden. Der Schütze legt in ein Ende des Rohres das Geschoss ein, setzt das Ende an den Mund und bläst fest in das Rohr.
    Distanz: bis zu etwa 10 Metern Entfernung
    Kosten (für Sponsoren): 60 Bons

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    ((bold)) Pfeil und Bogen ((ebold)) Ein Bogen besteht stets aus einem elastischen, stabähnlichen Gegenstand, dem eigentlichen Bogen, dessen Enden durc
    Pfeil und Bogen
    Ein Bogen besteht stets aus einem elastischen, stabähnlichen Gegenstand, dem eigentlichen Bogen, dessen Enden durch eine Schnur, der Bogensehne, verbunden werden. Der Schütze legt einen Pfeil in die Sehne ein und spannt sie, indem er sie nach hinten zieht. Durch das Loslassen wird der Pfeil beschleunigt.
    Distanz: auch bei weiterer Entfernung Treffsicherheit möglich
    Kosten (für Sponsoren): als Geschenk nicht möglich

    19
    ((bold)) der Dolch ((ebold)) Der Dolch ist eine kurze mehrschneidige Stichwaffe mit meist symmetrischem Griff. Im Gegensatz zum Messer, das zum Schnei
    der Dolch
    Der Dolch ist eine kurze mehrschneidige Stichwaffe mit meist symmetrischem Griff. Im Gegensatz zum Messer, das zum Schneiden ausgelegt ist, ist der Dolch als Stichwaffe konzipiert. Die Klinge ist bis zu 40cm lang.
    Distanz: direkte Nähe nötig
    Kosten (für Sponsoren): nur kleiner Dolch als Geschenk möglich, 60 Bons

    20
    ((bold)) die Schleuder ((ebold)) Die Schleuder ist eine Fernwaffe. Sie besteht aus einem langen Streifen Leder, der in der Mitte eine kleine Ausbuchtu
    die Schleuder
    Die Schleuder ist eine Fernwaffe. Sie besteht aus einem langen Streifen Leder, der in der Mitte eine kleine Ausbuchtung für das Geschoss aufweist. Der Schleuderer nimmt beide Enden der Schleuder in die Hand, legt ein Geschoss in die Ausbuchtung, schwingt die Schleuder, bis sie eine ausreichend hohe Geschwindigkeit erreicht hat, lässt dann das eine Ende los, und das Geschoss fliegt aus der Schleuder.
    Die Schleuder ist extrem billig und leicht herzustellen. Die Munition liegt in Form von Steinen quasi auf dem Boden. Schleudergeschosse aus Blei lassen sich an jedem Lagerfeuer herstellen.
    Die Schleuder ist nahezu unempfindlich gegen Witterung, sehr lange haltbar und leicht zu ersetzen.
    Die Schleuder lässt sich zusammengerollt leicht in der Tasche transportieren.
    Die Schleuder ist extrem leicht.
    Pfeile sind im Flug leicht zu erkennen, metallene Schleudergeschosse nicht. Das macht Überraschungstreffer wahrscheinlicher.
    Der Schleuderer benötigt im Gegensatz zu einem Bogenschützen bei kurzen Schleudern für den Wurf nur eine Hand. Die Schleuder ist nahezu lautlos.
    Distanz: weitere Entfernung möglich
    Kosten (für Sponsoren): 17 Bons

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    ((bold)) das Schwert ((ebold)) Das Schwert ist eine Hieb- und Stichwaffe mit gerader oder gebogener, ein- oder zweischneidiger Klinge, Gefäß und Sch
    das Schwert
    Das Schwert ist eine Hieb- und Stichwaffe mit gerader oder gebogener, ein- oder zweischneidiger Klinge, Gefäß und Scheide. Ab einer Klingenlänge von 40cm spricht man von einem Kurzschwert.
    Distanz: direkte Nähe nötig
    Kosten (für Sponsoren): als Geschenk nicht möglich

    22
    ((bold)) die Wurfaxt ((ebold)) Die Wurfaxt wird aus einiger Entfernung auf den Gegner geschleudert, der Schwung verstärkt die Wirkung der Angriffsfl
    die Wurfaxt
    Die Wurfaxt wird aus einiger Entfernung auf den Gegner geschleudert, der Schwung verstärkt die Wirkung der Angriffsfläche um ein Vielfaches. Sollte der Gegner getroffen werden, ist sein direkter Tod sehr wahrscheinlich.
    Distanz: 10-12 Meter
    Kosten (für Sponsoren): als Geschenk nicht möglich

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    ((bold)) das Wurfmesser ((ebold)) Ein Wurfmesser ist eine Wurfwaffe, die durch eine spezielle Formgebung und eine genaue Gewichtsverteilung dazu konst
    das Wurfmesser
    Ein Wurfmesser ist eine Wurfwaffe, die durch eine spezielle Formgebung und eine genaue Gewichtsverteilung dazu konstruiert ist, gezielt geworfen zu werden.
    Wurfmesser sind für die speziellen Anforderungen angepasst: Sie sind aus einem Material, das ausreichend flexibel ist, um auch beim ungünstigen Auftreffen auf harte Ziele nicht zu brechen.
    Der Schwerpunkt ist etwa in der Mitte des Wurfmessers, um gleichmäßige Flugeigenschaften zu erzielen.
    Distanz: sehr weite Entfernung möglich
    Kosten (für Sponsoren): nur kleines Messer möglich; 40 Bons

    24
    ((bold)) das Messer ((ebold)) Das Messer ist ein Arbeitsgerät, das als Schneidwerkzeug dient und aus einer Klinge sowie einem Griffteil besteht. Es i
    das Messer
    Das Messer ist ein Arbeitsgerät, das als Schneidwerkzeug dient und aus einer Klinge sowie einem Griffteil besteht. Es ist Werkzeug und Waffe in einem.
    Die Gesamtheit der Messer wird zu den Schneidwerkzeugen gezählt. Von Dolchen grenzen sie sich durch ihre einschneidige Klinge ab, von Schwertern und Säbeln durch ihre kürzere Klinge und von Stangenwaffen wie Speeren, Lanzen und Spießen durch ihren kürzeren Griff.
    Wichtig: Im Gegensatz zum Wurfmesser ist das Messer eine Schneidewaffe, keine Stichwaffe.
    Distanz: Nähe erforderlich
    Kosten (für Sponsoren): nur in der Größe eines kleinen Küchenmessers möglich, 30 Bons

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    ((bold)) der Dreizack ((ebold)) Der Dreizack ist eine Stichwaffe, die zum Angriff und zur Verteidigung dient. Der Dreizack wird auch als Jagdwaffe ein
    der Dreizack
    Der Dreizack ist eine Stichwaffe, die zum Angriff und zur Verteidigung dient. Der Dreizack wird auch als Jagdwaffe eingesetzt.
    Der Dreizack besteht aus einer gabelförmigen Spitze mit drei Schneiden. Der Dreizack selbst ist mit Hilfe einer Tülle an einem metallenen Stab befestigt.
    Distanz: direkte Nähe nötig
    Kosten (für Sponsoren): als Geschenk nicht möglich

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    die Machete
    Die Machete ist ein starkes, ca. 3 mm dickes Messer. Sie wird unter anderem in der Landwirtschaft verwendet. Die Machete ist keine Stichwaffe, sondern eine Schneide- oder Schlagwaffe.
    Distanz: direkte Nähe nötig
    Kosten (für Sponsoren): als Geschenk nicht möglich

    27
    ((bold)) die Sense ((ebold)) Die Sense ist eine Stangenwaffe. Sie besitzt eine flache, gekrümmte, säbelähnliche Klinge, die am Rücken umgebogen is
    die Sense
    Die Sense ist eine Stangenwaffe. Sie besitzt eine flache, gekrümmte, säbelähnliche Klinge, die am Rücken umgebogen ist. Die konkaven Teile der Sense sind hingegen geschärft. Sie wird sowohl als Angriffs- als auch als Defensivwaffe verwendet.
    Distanz: bis zu 1 Meter Entfernung durch Länge der Waffe
    Kosten (für Sponsoren): als Geschenk nicht möglich

    28
    ((bold)) der Morgenstern ((ebold)) Der Morgenstern ist eine Schlagwaffe. Die Ausführung besteht aus einem bis zu 60 cm langen, kräftigen Holzstab al
    der Morgenstern
    Der Morgenstern ist eine Schlagwaffe.
    Die Ausführung besteht aus einem bis zu 60 cm langen, kräftigen Holzstab als Griff, an dessen Ende der Kopf aus Eisen sitzt (etwa 8 bis 20 cm im Durchmesser). Dieser ist mit etwa 1 bis 5 cm langen Dornen besetzt, die ihm ein sternförmiges Aussehen verleihen. Am unteren Ende des Griffs ist ein Faustriemen befestigt, der verhindert, dass die Waffe im Kampfgetümmel verloren geht. Das Führen eines Morgensterns erfordert viel Kraft.
    Distanz: Armlänge + Länge der Kette ... etwa 2 Meter
    Kosten (für Sponsoren): als Geschenk nicht möglich

    29
    ((bold)) der Degen ((ebold)) Der Degen ist eine Stichwaffe. Die Klinge ist sehr lang und schmal, der Einstich klein, aber sehr tief. Distanz: bis zu 2
    der Degen
    Der Degen ist eine Stichwaffe. Die Klinge ist sehr lang und schmal, der Einstich klein, aber sehr tief.
    Distanz: bis zu 2 Meter
    Kosten (für Sponsoren): als Geschenk nicht möglich

    30
    Hier sind alle Sponsorengeschenke außer natürlich die Waffen aufgelistet:
    Wenn der Sponsor sich die Sorte des jeweiligen Produkts aussuchen kann, folgendes Zeichen: ***

    Essen
    1 Packung Kräcker: 1 Bon
    1 Packung Trockenobst ***: 2 Bons
    1 Packung Trockenfleisch ***: 2 Bons
    1 Laib Brot ***: 3 Bons
    1 Flasche Wasser (1l): 0,5 Bons
    1 Flasche Wasser (2l): 1 Bon
    Suppe ***: 6 Bons
    Salat ***: 4 Bons
    1 (nur beim Mittagessen warme) Mahlzeit ...
    ... Frühstück ***: 8 Bons
    ... Mittagessen ***: 10 Bons
    ... Abendessen ***: 8 Bons

    Kleidung
    1 Paar dünne Socken: 7 Bons
    1 Paar dicke, warme Socken: 10 Bons
    1 Paar Handstulpen: 8 Bons
    1 Paar dicke, warme Handschuhe: 10 Bons
    1 Regenjacke: 40 Bons
    1 warme Jacke: 100 Bons
    1 warme Regenjacke: 130 Bons
    1 Wollmütze: 10 Bons
    1 Wollschal: 20 Bons
    1 Sonnenhut: 15 Bons
    1 kleine, warme Decke: 80 Bons
    1 Schlafsack: 100 Bons
    1 Nachtsichtbrille: 60 Bons

    Medizin
    Jod (um Wasser von Bakterien zu befreien): 16 Bons
    Branntwein (gegen Schmerzen): 13 Bons
    Sonnencreme: 14 Bons
    1 Packung Pflaster (bei kleineren Schrammen): 3 Bons
    1 Packung Tape (bei Muskel- oder Gelenkverletzungen): 6 Bons
    Eisspray (bei Verstauchungen oder Prellungen): 4 Bons
    1 Kompresse mit Mullbinde (bei größeren Wunden): 7 Bons
    1 elastische Binde (bei Verstauchungen): 8 Bons
    Frakturschiene (bei Knochenbrüchen):
    Finger: 50 Bons
    Hand: 70 Bons
    Fuß: 90 Bons
    Bein oder Knie: 100 Bons
    Arm: 80 Bons
    1 Packung Fiebertabletten: 16 Bons
    Tabletten gegen Bauchschmerzen: 14 Bons
    Schlafsirup (schmerzbefreiend oder ein schmerzfreier Tod): 15 Bons
    Medizinische Kohle (hilft bei Vergiftungen): 5 Bons
    Salbe bei Verbrennungen (bei einem schweren Grad): 30 Bons
    Antiseptikum (Desinfektion): 20 Bons
    Stark entzündungshemmende und wundschließende Salbe: 80 Bons

    Feuermacher
    Feuerzeug: 2 Bons
    1 Packung Streichhölzer: 0,5 Bons

    Seile
    Einfaches Seil, 2m: 1 Bons
    Einfaches Seil, 4m: 2 Bons
    Drahtseil, 10m: 10 Bons
    Drahtseil, 20m: 20 Bons
    Schlinge, 2m: 4 Bons
    Schlinge, 4m: 8 Bons
    Netz, 1x1m: 12 Bons
    Netz, 2x2m: 24 Bons
    Netz, 3x3m: 36 Bons

    Wenn ihr noch weitere Wünsche habt, schreibt mir in die Kommentare!

    31
    Tag 1: Nico (14), Distrikt 11

    „Meine Damen und Herren, die ersten Hungerspiele haben begonnen!“
    Sechzig Sekunden. So viel Zeit bleibt mir, um die Umgebung zu erfassen, die sich um mich herum erstreckt. So lange muss ich auf meiner Metallplattform stehen bleiben, bis ein Gong den Beginn der Spiele verkündet.
    Zuerst bin ich geblendet. Als der Aufzug in die Arena fuhr, konnte ich nur Dunkelheit und grauen Stein erkennen. Das ist nichts gegenüber dem, was sich mir jetzt bietet.
    Wir befinden uns wortwörtlich im Nichts. Das Füllhorn glänzt golden und steht inmitten einem Ring aus Tributen, ich kann es von meinem Standpunkt aus gut sehen. Aber was sich zwischen ihm und mir befindet, ist mir ein Rätsel. Alles ist weiß. Den Boden erkenne ich nicht, dichte Nebelschwaden umgeben ihn. Die Sonne strahlt auf mich herab, aber mir ist weder heiß noch kalt. Unsicher blicke ich auf die Waffen und Werkzeuge, die um das Füllhorn herum verstreut sind. Wenn ich sie mir schnappen will, muss ich schnell sein, schneller als die anderen. Aber was ist, wenn der Boden nur Luft ist und mich vollkommen verschluckt? Ich beiße mir auf die Lippe. Darauf muss ich es ankommen lassen. Einfach losrennen. Außerdem wären die Spiele langweilig, wenn gleich zu Anfang die Hälfte der Tribute sterben würde. Das wollen sie nicht.
    Darauf vertrauend, konzentriere ich mich auf die Dinge am Füllhorn. Es sind Waffen, Werkzeuge, Nahrungsmittel und Kleidung, alles, was uns in der Arena das Überleben sichern wird. In der Füllhornöffnung erkenne ich Pfeil und Bogen, Dreizack, Wurfmesser, Schwerter, Dolche, zudem mehrere Zelte und ausreichend Nahrung und Kleidung. Um mich herum liegt weniger: Etwas Brot, Lederbeutel, Steinscherben und ein paar kleine Fläschchen, in denen ich Medizin vermute. Wahrscheinlich Jod.
    Meine Mentorin aus dem Kapitol hat mir geraten, mich schnellstmöglich vom Füllhorn zu entfernen und mich zu verstecken. „Du bist erst vierzehn“, hat sie gesagt. „Du bist dem nicht gewachsen. Das Füllhorn gehört den achtzehnjährigen Tributen.“ Sie mag recht damit haben, dass ich klein bin, aber schwach bin ich dadurch trotzdem nicht. Sie kommt aus dem Kapitol, was hat sie schon für eine Ahnung vom Leben? Sie weiß nicht, was ich durchgemacht habe. Ich kann für mich selbst entscheiden, und ich weiß, dass ich mir so viel greifen werde, wie ich mitnehmen kann.
    Die Kleidung, die ich trage, ist einfach und durchlässig. Ein langärmeliges Oberteil, eine Jacke, eine Hose, Turnschuhe. Zumindest in Tarnfarben, hell- bis dunkelbraun.
    Ich lasse meinen Blick durch den Ring aus Tributen schweifen. Manche stehen bereits absprungbereit auf ihren Metallplattformen, andere werfen verschreckte Blicke durch die Gegend und klammern sich an ihrem eigenen Körper fest. Vier Plätze links von mir steht das Mädchen aus Distrikt 4, Maya heißt sie, wenn ich mich recht erinnere, und sie sieht anders aus als alle anderen. Ich brauche ein wenig, bevor ich begreife, woran es liegt: Maya trägt nicht mehr als ihre Unterwäsche, barfuß steht sie auf ihrer Plattform und zittert bereits jetzt in der milden Luft. Ich will gar nicht wissen, wie es ihr heute Nacht ergeht. Falls sie das Gemetzel überlebt.
    Einen Moment lang bin ich sprachlos vor Ungerechtigkeit, dann fällt mir das Interview ein und ich verstehe, dass es die Art des Kapitols ist, Rache an Mayas Verwünschungen zu nehmen. In Gedanken streiche ich sie endgültig von der Liste der möglichen Sieger. So wird sie jedenfalls keine Chance haben.
    Der Countdown tickt unbeirrt weiter und als ich aufschaue, stelle ich erschrocken fest, dass schon über die Hälfte der Zeit vergangen ist. Langsam sollte ich mich für eine Strategie entscheiden. Aber dann hebe ich den Blick vom Füllhorn und bin ein weiteres Mal sprachlos.
    Vor meinen Augen erstreckt sich eine Wüste. Ein Meer aus Sand, so weit das Auge reicht, gelb wie ein Kornfeld. Inmitten der Wüste liegt Schutt, verrostete Eisenstangen und Ziegelsteine, Autoreifen und Ruinen. Eine zerstörte Stadt.
    Sie ist so anders als das Nichts um mich herum, dass sie mir sofort tröstlich erscheint. Werde ich dorthin rennen, wenn der Gong ertönt? Doch die Wüste hat ein Ende, links und rechts wird sie von einer meterhohen Mauer abgetrennt, die nach hinten spitz zuläuft. Das ist nur ein Teil der Arena, wird es mir plötzlich bewusst.
    Ich drehe mich nach rechts und muss schlucken. Schon wieder etwas anderes. Ein intensives Grün blickt mir entgegen, ein Dschungel, bestehend aus scheinbar kilometerhohen Bäumen und Schlingpflanzen. Vögel sitzen in den Bäumen, und auch andere Tiere, aber welche es genau sind, kann ich nicht erkennen. Der Dschungel wirkt unsicher und verschlossen und wenn ich mich ein wenig auf meiner Plattform nach vorne beuge, meine ich, seinen Untergrund sehen zu können: Sumpfig. Würde ich einsinken, wenn ich ihn beträte? Ich schüttele den Kopf. Erst muss ich mich auf anderes konzentrieren.
    Entschlossen drehe ich mich weiter. Das Terrain, das sich rechts hinter dem Füllhorn erstreckt, besteht aus staubigem, festgestampften Boden. Eine freie Fläche mit meterhohen Mauern, die sie einfangen wie in einem Dreieck. Ich will mich schon abwenden, als ich die Löcher in der Erde entdecke. Sie scheinen tief nach unten zu gehen. Höhleneingänge, vermute ich und meine Augen blitzen auf.
    Aber schon werde ich wieder abgelenkt. Es ist ein Lichtreflex rechts neben mir, der mich herumfahren lässt. Als meine Augen wieder scharf sehen können, erfassen sie eine makellose Eislandschaft, ein weiterer Abschnitt der Arena. Nein, Halt, nicht makellos – etwa in ihrer Mitte befindet sich ein kraterförmiges Loch, darunter ein Meer, glaube ich. Mein Blick schießt zwischen der Eislandschaft und der Wüste hin und her, die fast genau gegenüberliegen und die verschiedener gar nicht sein können, er wird immer schneller, so schnell, dass ich fast den letzten Abschnitt der Arena übersehen hätte.
    Ein Wald. Hohe Eichen, Kiefern. Eichhörnchen, Kaninchen. Und in der Mitte ein Berg, felsig und zerklüftet, grün bewachsen. Ich spanne meine Muskeln an. Dorthin werde ich laufen.
    Das ist sie also. Die Arena für die 1. Hungerspiele. Fünf Abschnitte, immer zwei Terrains sind miteinander verknüpft. Wüste und zerstörte Stadt. Dschungel und Sumpf. Freies Feld und Höhle. Eislandschaft und Meer. Wald und Berg.
    Die Arena ist ein Stern.
    Kaum habe ich das begriffen, reißt mich das Ticken des Gongs aus meinen Gedanken. Mir bleiben nur noch wenige Sekunden. In dem Moment höre ich ein Zischen von rechts. Ich fahre herum und suche die Reihen der Tribute ab. Drei Plätze neben mir steht Ryan, er gestikuliert wild mit den Armen und versucht, mir etwas begreiflich zu machen. Aber was? Er kann nicht meinen, dass ich nicht zum Füllhorn rennen soll, ich habe mir ihn gestern vorgenommen und ihm eingetrichtert, dass das allein meine Entscheidung ist. Aber das ist es gar nicht. Stattdessen formt Ryan nun ein Wort mit seinen Lippen: Sky. Er deutet nach rechts, und zwei Plätze neben ihm steht das kleine Mädchen, zitternd, unentschlossen. Meine Augen ruhen wieder auf Ryan. Pass auf sie auf, scheint er zu sagen. Pass auf sie auf. Pass auf Sky auf. Sorge dafür, dass sie das Gemetzel überlebt.
    Mach’s doch selber, will ich sagen, aber ich halte mich zurück, weil es so still ist und ich mir nicht sicher bin, ob es ein Redeverbot gibt und ich sonst in die Luft gesprengt werde. Aber dann begreife ich: Ryan glaubt selbst nicht daran, dass er überlebt, und selbst wenn, könnte er Sky niemals beschützen. Ich nicke langsam. Schließlich sind wir Verbündete. Und schließlich habe ich auch Nina immer geholfen, und ich bin mir sicher, dass sie wollen würde, dass ich das für Sky tue. Wenn ich sie vor den Großaufnahmen in Distrikt 11 sitzen sehe, wo dieser Moment übertragen wird, weiß ich, dass ich das richtige tue.
    Noch einmal drehe ich mich zu Ryan um und will ihm zu verstehen geben, dass ich es mache, doch in diesem Moment ertönt der Gong.
    Kaum ist der Ton verklungen, sehe ich das kleine Mädchen aus 5 auf mich zulaufen, eine wilde Entschlossenheit ist in ihrem Blick gefangen. Ohne zu zögern sprinte ich ebenfalls los, lasse die Startplattform hinter mir und renne über den weißen Boden, der sich wie Luft anfühlt. Ich spüre den Aufprall meiner Schritte kaum, aber irgendetwas hält mich oben. Ein Trick der Spielmacher, denke ich und beiße mir auf die Lippe. So vom Gong überrascht worden, habe ich zunächst nichts im Visier, bis ich vor mir eine kleine Kiste mit Wurfmessern entdecke und mir schnell so viel greife, wie ich tragen kann. Noch in gebückter Haltung bemerke ich plötzlich einen Schatten über mir. Ich drehe mich mit gezückten Messern um und erhasche einen Blick auf den Jungen, der vor mir steht, ich glaube, es ist der aus Distrikt 6. Ohne lange zu überlegen, steche ich ihm ein Messer erst in die Kuhle oberhalb des Schlüsselbeins, dann in den Oberschenkel, dann in den Bauch. Der Junge geht zu Boden, seine Augen sind vor Entsetzen geweitet. Ich will schon weiter, als ich die Schleuder bemerke, die der Junge in der Hand hält. Seine Finger krampfen im Schmerz darum, noch ist er nicht tot, aber ich durchtrenne seine Sehnen am Handgelenk und sie erschlaffen. Rasch schnappe ich mir die Schleuder, renne ein paar Meter weiter und hebe einen grauen Rucksack auf, der etwa fünf Meter vom Füllhorn entfernt steht. Jetzt ist es an der Zeit, abzuhauen. Die älteren, stärkeren Tribute haben inzwischen das Füllhorn erreicht und drehen sich jetzt bis an die Zähne bewaffnet zu den Verbliebenen um, die dumm genug waren, nicht sofort das Weite zu suchen. Hektisch blicke ich mich um und sehe plötzlich Ryan, der mit einem Mädchen an einem pinkfarbenen Rucksack zerrt. Ihre dunkelroten Haare sind zerzaust und ihr Keuchen kann ich bis hierhin hören. Das muss Cassedy sein, das Mädchen aus Distrikt 10. Kurz denke ich darüber nach, Ryan zur Seite zu springen, aber ich bin zu weit weg. Gerade als ich mich umdrehen will, sehe ich ihn. Seth Helmsley, der brutale achtzehnjährige aus 5, steht mit einer Wurfaxt in der Hand ein paar Schritte hinter den beiden. Und er zielt auf Ryan.
    Wilde Wut erfasst mich, schäumt über und schlägt mit Wucht gegen meine Stimmbänder.
    „Lauf!“, schreie ich Ryan zu, gerade als Seth loslassen will. Mein Verbündeter schreckt auf, fährt herum und erblickt mit großen Augen Seth, doch als dieser die Axt auf ihn schleudert, wirft er sich geistesgegenwärtig auf den Boden. Bevor Seth zu einer neuen Waffe greifen kann, rappelt Ryan sich auf und stolpert, eine Decke und noch etwas anderes, Undefinierbares in der Hand, in Sicherheit. Cassedy hat inzwischen die Gelegenheit ergriffen. Seths Wurf hat sie nicht im Mindesten erschreckt, stattdessen verschwindet sie jetzt, den pinkfarbenen Rucksack auf dem Rücken, in Richtung zerstörte Stadt. Die Axt lässt sie liegen, ich vermute, dass sie nicht damit umgehen kann und außerdem will sie nicht riskieren, dass Seth ihr hinterherläuft. Sie ist clever, denke ich wütend und werfe ihr blitzschnell ein Messer hinterher, doch es trifft nicht. Jetzt habe ich nur noch drei.
    Unentschlossen blicke ich zwischen Cassedy, deren dunkelrote Haare beim Laufen auf- und abwippen, und der Axt, die immer noch am Boden liegt, hin und her und frage mich, ob ich dem Mädchen folgen und sie töten soll, aber die Wüste ist nicht mein bevorzugtes Terrain und wahrscheinlich wird sich das bald von selbst erledigen. Trotzdem lässt mich die Wut nicht los, darüber dass sie sich den Rucksack geklaut hat und verschwunden ist, ohne dass sie von den stärkeren Tributen erwischt worden ist.
    Ich drehe mich im Kreis und sondiere die Lage. Seth und seine Meute steht direkt am Füllhorn und sticht auf ein Stück rohes Fleisch ein, das einmal ein Tribut gewesen ist. Einige andere liegen bereits tot am Boden. Diejenigen, die es geschafft haben, sich einige Dinge zu greifen und unbeschädigt davonzukommen, fliehen gerade in alle möglichen Richtungen. Maya, die verhöhnte Rebellin, steht bereits bis zu den Knöcheln im Schnee der Eislandschaft. Ich frage mich, warum sie das tut. Anstatt sich in der Wüste zu verkriechen, verkürzt sie die wenige Zeit, die ihr noch bleibt. Achselzuckend drehe ich den Kopf und meine das Mädchen aus Distrikt 8 zu erkennen, das just in dem Moment den Höhlenabschnitt betritt, kurz darauf folgen ihr zwei Jungen. Einer davon hält etwas in der Hand, von dem ich glaube, dass es ein Blasrohr ist. Heißt er nicht Dexter? Der Junge aus Distrikt 3? Dieser Dexter also kriecht jetzt in einen Höhleneingang und die Erdoberfläche verschluckt ihn.
    Während ich ihm nachschaue, regt sich ein Gedanke in mir und wird zum Alarmruf: Sky! Seit der Gong ertönt ist, habe ich sie nicht mehr gesehen. Und wenn sie der Tribut ist, der gerade von Canyon und Seth zerhackt wird?
    Doch bevor ich die Gelegenheit bekommen, nachzusehen, spüre ich plötzlich, wie sich zwei Arme um meinen Körper schließen und mir eine eisige Klinge an den Hals gelegt wird. Ich erhasche einen Blick auf die langen, pechschwarzen Haare meines Gegners: Miyu.
    „Zu spät“, keucht sie. „Du hättest wegrennen sollen, als dir noch die Zeit blieb. Wie die hier.“
    Sie deutet auf zwei Gestalten, der Junge aus 4 und das Mädchen aus 6, die auf den Wald zu rennen. Der Junge hält einen Dreizack in der Hand und trägt Plastikplane und Jacke über der Schulter, aber was mich am meisten ärgert, ist, dass sich Miyu an meine Fersen geheftet hat anstatt an ihre. Zornig versuche ich, mich aus ihrem Griff zu befreien, aber sie ist zu stark. Der Druck an meiner Kehle nimmt zu.
    „Nicht abhauen“, sagt sie zu mir. „Ich muss dich leider töten, wenn ich gewinnen will. Willst du mir sagen, wie du heißt? Ich will niemanden umbringen, dessen Name ich nicht kenne.“
    Ich presse meine Lippen fest aufeinander und rüttele noch einmal an ihrem Griff, dabei spüre ich, wie das Messer an meinem Hals in die Haut einschneidet. Ein scharfes Brennen erfüllt mein Gesicht. Ich keuche auf.
    „Jetzt sag mir deinen Namen, 11!“, ruft Miyu.
    Ich habe mir fest vorgenommen, ihr nicht zu antworten, aber in diesem Moment sehe ich sie. „Sky“, flüstere ich.
    „Wie bitte?“, fragt Miyu. Ich reagiere nicht. Sky steht einige Meter entfernt. Sie trägt ein Seil und eine Wasserflasche in der rechten Hand. Mit der linken zeigt sie auf mich. Genauer: auf meinen Hosenbund. Und ich begreife. In der Eile habe ich mir die Wurfmesser genau dort hineingesteckt. Sie vergessen. Diesen Fehler mache ich nicht zweimal.
    Mit einer blitzartigen Bewegung ziehe ich das erste Messer, das ich zu fassen bekomme, aus dem Hosenbund und steche blind hinter mich. Miyus Aufschrei verrät mir, dass ich getroffen haben muss. Ich befreie mich aus ihrem Griff und stoße ihr meinen Ellenbogen ins Gesicht, dann sprinte ich hinüber zu Sky.
    „Was machst du noch hier?“, zische ich. „Du könntest tot sein!“
    Aus der Wunde an meinem Hals läuft Blut. Ich drücke meine Hand dagegen, in der Hoffnung, dass es hilft.
    „Du wärest fast gestorben, nicht ich“, berichtigt mich Sky.
    Wütend packe ich ihr Handgelenk. „Lass uns abhauen.“
    Der graue Rucksack hängt nur halb über meiner Schulter und bei der Begegnung mit Miyu ist er noch weiter nach unten gerutscht. Ich streife mir den zweiten Träger über, das Messer behalte ich vorsichtshalber in der Hand.
    „Wohin?“, flüstert Sky.
    „Wald“, knurre ich und sprinte los. Der Rucksack ist groß und behindert mich ein wenig, aber Sky ist trotzdem nicht schnell genug, um mit mir mithalten zu können.
    „Beeil dich“, herrsche ich sie an und sie wird tatsächlich ein wenig schneller, vielleicht aus Angst.
    Am Waldrand werfe ich einen letzten Blick hinter mich. Die verletzte Miyu liefert sich gerade einen Schwertkampf mit Jake, bei dem nur er gewinnen kann. Ich muss sie am Oberschenkel getroffen haben, jedenfalls drängt er sie immer weiter zurück und es fällt ihr sichtlich schwer, seine Attacken abzuwehren. Eine kurze Welle der Zufriedenheit keimt in mir auf, aber noch sind wir nicht in Sicherheit.
    Ich bin kurz stehen geblieben und habe Sky bedeutet, weiterzulaufen. Jetzt sehe ich sie, etwa fünfzig Meter entfernt ist sie gerade dabei, auf einen Baum zu klettern. Sie ist schnell und ich frage mich gerade, ob ich in der Beziehung mit ihr mithalten kann, als ich den Schrei höre.
    Ich fahre herum. Es ist ein Mädchen, das aus Distrikt 2. Sie liegt am Boden. Ein Messer steckt in ihrem Rücken. Und über ihr Seth, Canyon, Camelon und China. Ich drücke mich tiefer ins Gebüsch. Sie dürfen mich nicht entdecken.
    Unter dem Bauch des Mädchens lugt ein grellgrüner Rucksack hervor, der mit allem Möglichen gefüllt sein könnte. Die anderen können ihn nicht entdeckt haben, sonst hätten sie ihn ihr abgenommen. Vielleicht sollte ich ihn mir unter den Nagel reißen, denke ich.
    „Und noch ein Opfer“, tönt Seth in diesem Moment.
    „Ich habe die Kanone nicht gehört“, meint Camelon. „Meint ihr, sie ist noch nicht tot?“
    Canyon und Seth wechseln einen bedeutungsvollen Blick.
    „Hast du nicht aufgepasst?“, fragt Seth schließlich genervt. „Die Kanone bringen sie am ersten Tag doch erst, wenn die Anfangsgemetzel vorbei sind. Sonst verlieren sie den Überblick.“
    „Die hier macht jedenfalls nicht mehr lange“, sagt China und stößt das Mädchen mit dem Fuß an. „Soll ich ihr den Rest geben?“
    „Lass nur, die stirbt gleich von allein“, winkt Canyon ab. „Wir vergeuden Zeit. Die anderen können nicht weit gekommen sein. Vielleicht finden wir sie alle heute Nacht.“
    „Nicht in einer Million Jahren“, sagt Camelon. „Habt ihr gesehen, wie riesig die Arena ist?“
    „Kommt jetzt“, meint Seth und läuft entschlossen los. Die anderen folgen ihm.
    Kaum sind sie nicht mehr zu sehen, stürzt ein Mädchen aus dem Gebüsch und beugt sich über die Sterbende. Cara! Ich will ihr zurufen, aber dann fällt mir ein, dass die Meute mich vielleicht noch hören könnte. Cara hat sich über das Mädchen aus Distrikt 2 gebeugt.
    „Hope“, flüstert sie. „Hope!“
    So heißt sie also. Ich mache einen Schritt aus dem Gebüsch, aber in diesem Moment fängt Cara an zu singen.

    Like a comet
    Blazing cross the evening sky
    Gone too soon

    Like a rainbow
    Fading in the twinkling of an eye
    Gone too soon

    Shiny and sparkly
    And splendidly bright
    Here one day
    Gone one night.

    „Cara!“, zische ich ihr zu, aber es ist zu spät. Canyon hat sie entdeckt.
    „Da ist noch eine!“, grölt er, während er mit gezücktem Schwert auf uns zugelaufen kommt. Ich spanne meine Muskeln an, bereit, sie zu verteidigen, aber was soll ich schon tun? Wenn ich auch nur einen Stein auf sie werfe, verrate ich meinen Standpunkt. Und gegen vier der stärksten Jugendlichen in der Arena habe ich keine Chance. Mir bleibt nichts übrig, als abzuwarten. Ich kann ihr nicht helfen, ohne selbst zu sterben.
    Cara hat sich inzwischen panisch auf den Boden geworfen, ist zu Eis erstarrt, anstatt das Weite zu suchen. Noch einmal wage ich nicht, ihren Namen zu sagen, aber was sonst könnte sie retten? Nervös verkrampfe und entspanne ich meine Hände, während ich versuche, an etwas Schönes zu denken. Nina, Nina würde nicht wollen, dass du jetzt stirbst …
    Aber Nina ist nicht hier und nicht in dieser Situation. Nur eines weiß ich: Jetzt aus dem Gebüsch zu treten, wäre Selbstmord.
    Canyon hat einen Fuß auf Caras Brustkorb gesetzt und wartet genüsslich ein paar Sekunden, bis sie beginnt, wild um sich zu schlagen. In ihren Augen steht die Todesangst.
    „Nun gut“, säuselt Canyon. „Dann machen wir es ganz … langsam.“
    Er wirft ein Messer in die Luft, fängt es gekonnt auf und stößt es nach unten. Kurz vor Caras Gesicht macht er Halt.
    „Wie heißt noch einmal deine Katze?“, fragt er und lächelt boshaft. „Die, die bei der Ernte so einen Aufstand gemacht hat?“
    „Carlo“, murmelt sie. Ihre Augen zucken zur Messerspitze und wieder zurück zu Canyons Gesicht, als könnte sie sich nicht entscheiden, was gefährlicher ist.
    „Ach, Carlo!“, ruft Canyon. „Fast wie du.“
    Er senkt das Messer und ritzt in Großbuchstaben „Carlo“ in ihre Stirn.
    In diesem Moment setzen ihre Schreie ein.
    Es geht nicht. Ich kann es nicht. Kann nicht hinsehen. Die Wut keimt in mir auf und ich beiße mir so heftig auf die Lippe, dass sie sofort anfängt zu bluten. Immer fester, immer stärker, bis ich das Gefühl habe, sie durchgebissen zu haben. Meine Nägel graben sich in den Handballen. Warum hat sie gesungen? Ich verstehe es nicht. Hope liegt im Sterben, wieso muss Cara jetzt auch sterben, nur für sie? Warum? Was nützt es ihr?
    Nach schier endlosen Minuten voller Schmerzen und Schreien dringt eine barsche Stimme zu mir herüber: „Camelon, du schaust nach, ob sich noch andere kleine Mädchen in den Bäumen verstecken und singen.“
    Fast muss ich auflachen, es klingt so paradox, dass sie jetzt kommen und uns alle umbringen werden, aber dann wird mir der Ernst der Situation bewusst. Camelon mag der kleinste der vier sein, aber auch er ist erbarmungslos und definitiv zum Töten hier.
    Schnell und möglichst leise erhebe ich mich aus meiner gebückten Haltung und husche ein paar Meter weiter, stelle mich hinter eine alte Eiche. Ich habe kaum Zeit, meinen Rucksack vollständig dahinter zu verstecken, als Camelon auch schon mit gezückten Messern durch das Gebüsch streift. Er gibt sich keine Mühe, leise zu sein, und so erlaube ich es mir, kurz durchzuatmen. Dann presse ich mich wieder an den Baum.
    Camelon geht direkt an meinem Versteck vorbei, doch er entdeckt mich nicht. Fast schätze ich mich schon in Sicherheit, als ich mit Schrecken erkennen muss, dass er genau auf Skys Baum zuläuft. Hat er etwas gehört? Ich schüttele den Kopf. Das kann nicht sein, Sky ist viel zu leise. Aber Camelon bleibt stehen und blickt nach oben, und da erkenne ich ein blondes Haarbüschel im Baum, das sie verrät. Mir werden nur Sekunden bleiben, bis Camelon die anderen ruft.
    Ich handle instinktiv. Das erste, was ich zu fassen bekomme, ist die Schleuder, die ich dem Jungen aus Distrikt 6 abgenommen habe. Ich hebe einen glatten Stein vom Boden auf und lege ihn ein, halte die Schleuder mit meiner linken Hand fest und ziehe mit rechts die Bänder zurück. Schaue hinter der Eiche hervor. Zielen, eine Sekunde, zwei. Dann loslassen. Der Stein schnellt vor und trifft Camelon am Nacken. Er flucht auf, fasst sich an den Nacken, dann dreht er sich suchend in alle Richtungen um. Ich ziehe meinen Kopf zurück, presse mich mit dem Rücken gegen den Baum und warte atemlos.
    „He!“, zischt Camelon. „Wer ist da?“
    Ich starre auf einen leuchtend roten Pilz am Waldboden.
    „Feigling!“, höhnt er jetzt.
    Atmen, sage ich mir, weiter atmen, er will dich nur aus deiner Deckung locken.
    Nach einer Minute, die sich wie Jahre anfühlt, gibt Camelon die Suche auf und läuft zurück zu den anderen.
    „Da war niemand“, berichtet er und reibt sich den Nacken.
    Du bist ein schlechter Lügner, denke ich und schiebe die Schleuder zurück in meine Jackentasche.
    Bevor ich zu Sky renne, wage ich einen kleinen Blick auf Seth und die anderen. Cara wird von Canyons stämmigem Körper verdeckt, aber ich habe noch keine Kanone gehört, obwohl die Anfangsgemetzel langsam vorbei sein dürften. Immerhin hat sie aufgehört zu schreien.
    Hope dagegen liegt mit dem Rücken zu den anderen da, sie scheinen das Mädchen vergessen zu haben. Vielleicht denken sie, dass sie schon tot ist, auch wenn ich selbst von hier aus sehe, wie sich ihre Brust flach hebt und senkt. Aber China hatte recht: Lange wird sie es sicher nicht mehr machen.
    Plötzlich stürzt ein Schatten aus dem Gebüsch. Canyon, China, Seth und Camelon fahren herum, er kam von hinten und hat sie überrascht. Es ist der Junge aus 8, wenn ich mich recht erinnere, und er hält eine brutal geschwungene Machete in der Hand. Für einen kurzen Moment glaube ich, er will sie angreifen, doch dann schlingt er einen Arm um Hope, schwingt sie über seine Schulter und rennt mitsamt dem Mädchen und ihrem grellgrünen Rucksack davon. Seth reißt sich aus seiner Starre und beginnt, ihm hinterherzulaufen, doch es ist zu spät – der Junge ist nicht mehr einzuholen.
    „Verdammt!“, zischt Seth, trabt zurück und lässt seine Wut an den Sträuchern am Boden aus.
    „Sie war ohnehin so gut wie tot“, meint China. „Was soll er mit ihr? Lange wird er sie nicht am Leben halten können, und sie ist nur eine Last für ihn.“
    „Überlassen wir sie einfach der Natur“, stimmt Camelon zu.
    Doch Seth ist sauer, weil der Junge aus 8 ihn vorgeführt hat und die Ader an seiner Stirn pocht gefährlich. Abhauen, sagt mir mein Instinkt. Und genau das tue ich. So leise wie möglich, damit mich die anderen nicht bemerken, aber dennoch schnell. Bald erreiche ich Skys Baum.
    „Bist du noch da?“, raune ich ihr zu. Statt einer Antwort landet Sky neben mir auf dem Boden. Ich erschrecke ein wenig, bemühe mich aber, das nicht allzu offen zu zeigen. Während wir gehen, ich lege eine bestimmte Richtung vor, ohne dass ich weiß, wohin sie führt, beobachte ich Sky von der Seite. Sie sieht ein wenig ängstlich aus von der Begegnung mit Camelon, aber ich kann keine Trauer oder Verzweiflung in ihrem Blick erkennen. Wie viel weiß sie?, spukt es durch meinen Kopf. Wie viel hat sie gesehen?
    Schweigend laufen wir eine Stunde, dann zwei, bald höre ich auf, dem Lauf der Zeit folgen zu wollen. Sky beschwert sich nicht, aber ich sehe die Anstrengung auf ihrem Gesicht und weiß, dass sie nicht mehr lange durchhalten wird. Seufzend sehe ich mich nach einem Unterschlupf um. Die Sonne senkt sich gerade über dem Horizont der Arena und färbt den Himmel dunkelrot, lange werden wir nicht mehr etwas sehen können.
    „Baum oder Höhle?“, frage ich Sky.
    „Baum“, sagt Sky, ohne zu zögern.
    Ich schnalze mit der Zunge. „Höhle. Siehst du den Berg dort? Wir sind gleich da. In Bergen gibt es immer eine Menge Höhlen.“
    Sky nickt. Ich sehe ihr an, dass sie lieber auf einem Baum schlafen würde, aber sie fügt sich. Für mich ist das eine Erleichterung, denn ich bin mir nicht sicher, ob ich auf einem Baum gut schlafen könnte. Auf der Straße schlafe ich immer in Mulden, irgendwo, wo es geschützt ist. Das kommt einer Höhle viel näher.
    Wir erreichen den Berg und beginnen, ihn zu erklimmen. Aber Sky rutscht auf dem glitschigen Moos ab und als ich mich anschicke, ihr zu helfen, sieht sie mich aus großen blauen Augen an.
    „Wo sind Cara und Ryan, Nico?“
    Ich tue, als wüsste ich nicht, wovon sie spricht, verberge mein Gesicht hinter einer Maske aus Gleichgültigkeit.
    „Hast du sie nicht gesehen?“, hakt Sky nach. Irgendwann wirst du es ihr sagen müssen, drängen meine Gedanken. Warum nicht jetzt? Aber die Art, wie sie mich ansieht, so unschuldig und verletzlich, löst Gefühle in mir aus, die ich nicht zurückdrängen kann. Nina … Nein, nicht Nina, Sky!, denke ich wütend. Es geht nicht. Es geht nicht …
    In diesem Moment ertönt die Kanone. Während Sky bei jedem Schlag zusammenzuckt, zähle ich langsam mit: Eins, zwei, drei, und noch zwei und dann ein letzter. Sechs. Sechs Tote.
    Sofort überschlagen sich die Gedanken in meinem Kopf. Mir kommt der Junge aus 6 in den Sinn, den ich zerstochen habe. Er ist tot, mit Sicherheit. Und Seths Opfer, der am Füllhorn, das muss Kevin gewesen sein. Klein und pummelig, wie er ist, hatte er keine Chance. Miyu ist nach dem Kampf mit Jake wahrscheinlich ebenfalls gestorben, dann Hope und … mit größter Wahrscheinlichkeit auch Cara. Selbst, wenn ich es mir selbst kaum eingestehen will. Und wie soll ich es erst Sky beibringen? Spätestens der Nachthimmel wird es ihr grausam zeigen.
    Aber es fehlt immer noch ein Tribut. Ryan? Die dunkle Gewissheit umschwappt mich wie ein endloses Meer, das immer weiter ansteigt. Ist Seth ihm gefolgt? Zuzutrauen wäre es ihm, und dann ist Ryan tot, so viel ist sicher. Aber ich kann die Vorstellung, dass er und Cara mich bereits am ersten Tag verlassen haben, kaum ertragen …
    „Weiter!“, sage ich barsch zu Sky und hebe sie auf ihre Füße. Wut ist das einzige, was mich noch auf den Beinen hält, Wut und mein Überlebenswille. Ich denke an das Versprechen, das ich Ryan gegeben habe. Ich muss dafür sorgen, dass Sky überlebt, und wenn auch nur für heute, für morgen, für den nächsten Tag.
    „Aber Nico“, jammert Sky. „Warum können wir nicht einfach –“
    „Sei leise“, knurre ich und beginne mit dem Aufstieg.
    Wir klettern etwa eine halbe Stunde, dann finden wir tatsächlich eine Höhle. Sie ist weder von oben noch von unten direkt zu erkennen und der Eingang ist schmal genug, um ihn tarnen zu können. Vorsichtig spähe ich hinein, es könnte ein Tier darin sein, vielleicht sogar eine Mutation, eine Falle der Spielmacher. Doch die Höhle ist leer und so kriechen Sky und ich hinein.
    Es dauert nicht lange, bis sich unsere Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben. Sky schlägt vor, unsere Vorräte auszubreiten, und ich stimme widerwillig zu.
    „Du zuerst“, sage ich. Sie nickt und legt ein Seil und eine Wasserflasche in die Mitte der Höhle. Das hatte ich schon gesehen, aber dann zieht sie noch eine zusammengefaltete Plastikplane und ein paar Handschuhe hervor. Ohne dass ich es zugeben will, bin ich von ihrem Geschick beeindruckt.
    „Ist Wasser in der Flasche?“, frage ich. Skys Miene hellt sich auf, wir sind den ganzen Tag gelaufen und folglich ziemlich durstig. Aber in der Flasche findet sich kein Tropfen.
    „Schade“, murmelt sie. „Und jetzt du.“
    Ich hole die drei Wurfmesser aus meinem Hosenbund, dazu die Schleuder und den grauen Rucksack. Die Farbe ist ziemlich günstig zur Tarnung, und groß genug ist er, damit gute Dinge hineinpassen.
    „Mach mal auf!“, ruft Sky. Ich nicke und öffne die Riemen des Rucksacks. Er ist solide verarbeitet und scheint ziemlich wetterresistent. Langsam kippe ich den Inhalt auf den Boden. Ein kleines Messer, eine Rolle Draht, Bandagen, zwei Fläschchen mit einer undefinierbaren Flüssigkeit und kleinem Etikett, ein dünner Schlafsack, Handschuhe, eine Packung Streichhölzer, eine Wasserflasche, Trockenobst, Trockenfleisch, eine Nachtsichtbrille. Sofort halte ich die Flasche an meine Lippen und stelle fest, dass sich ein wenig Flüssigkeit darin befindet. Ich trinke gierig, dann reiche ich sie Sky.
    Meine Verbündete ist gerade dabei, die Etiketten vorzulesen. „Jod und Antiseptikum. Hm, mit Jod kann man Wasser reinigen, oder? Und Antiseptikum, war das nicht zum Desinfizieren von Wunden?“
    „Kann sein.“ Ich zucke mit den Schultern.
    „Wo hast du den her?“ Skys Augen leuchten und fixieren den grauen Rucksack. „Davon können wir jahrelang leben!“
    „Er lag direkt am Füllhorn“, sage ich.
    „Du musst ein großes Risiko eingegangen sein“, murmelt sie. „Zum Glück hat dich niemand gefunden.“
    Niemand? Ich denke an den Jungen aus 6 und beiße mir wieder so fest auf die Lippe, bis Sky mir einen Teil von einer Bandage dagegen drückt.
    „Lass das“, fauche ich und zucke zurück.
    Sie zerschneidet die Bandage mit dem Messer, das sich im Rucksack befand und gibt mir zwei Stücke.
    „Nimm das eine für die Lippe und das andere für den Hals“, sagt sie.
    „Das ist albern –“
    „Wir haben doch genug, Nico.“
    Damit hat sie Recht. Ich seufze und presse die Bandage gegen meine Wunden.
    In dem Moment, als die Dunkelheit unsere kleine Höhle vollends durchflutet, erklingt die Hymne. Ich krieche nach draußen und blicke in den Nachthimmel. Sky folgt mir, und ich kann es ihr nicht verbieten, sonst wüsste sie, dass etwas nicht stimmt. Düster starre ich auf das Wappen des Kapitols, bis der letzte Ton der Hymne verklingt und die Welt wieder in Dunkelheit hüllt. Aber die Atempause dauert nicht lange. Ich spanne meine Muskeln an und warte darauf, dass die Gesichter der sechs Toten gezeigt werden.
    Als erstes erscheint das Mädchen aus 5. Mit ihr hätte ich rechnen müssen, es ist die zwölfjährige, die nach dem Gong direkt auf das Füllhorn zugestürzt ist. Sie hat sich wohl überschätzt. Aber das heißt auch, dass Hope zumindest heute noch am Leben ist, außerdem die beiden kleineren Tribute aus 3. Das Mädchen verschwindet und an ihre Stelle tritt der Junge aus 6. Er ist also tatsächlich tot. Der Junge aus 10 … Cassedy hat es also auch geschafft. Und Miyu, die mit genau diesem Jungen gekämpft hat. Sie ist stärker, als ich gedacht hatte.
    Ich senke meinen Blick und beobachte Sky. Es dauert nur fünf Sekunden, bis sich ihre Miene erst in Unglaube, dann in Bestürzung und Schmerz wandelt. Das Herz rutscht mir in die Hose. Wieder schaue ich in den Nachthimmel. Ja. Es ist Cara.
    Wie sehr hatte ich gehofft, dass sie doch irgendwie überlebt hat? Ich verschließe meine Gesichtszüge, damit Sky nicht sieht, wie alleine ich mich fühle, und kaue auf dem Inneren meiner Wange. Tränen laufen über Skys Gesicht und lassen sie noch kleiner wirken, als sie ist. Bevor ich es verhindern kann, vergräbt sie ihren Kopf in meiner Schulter und umklammert mich wie ein kleines Kind. Mein Blickfeld verschwimmt sosehr, dass ich die letzten beiden Tribute kaum noch erkennen kann: Es sind Junge und Mädchen aus 12.
    Der Himmel verdunkelt sich und die Rufe der Eulen werden wieder laut. In mir fühlt sich alles kalt an, und ich versuche angestrengt, an das einzig Positive zu denken, was die Hymne mit sich gebracht hat: Ich weiß jetzt sicher, dass Ryan den Tag überlebt hat. Nur wo er ist, bleibt mir ein Rätsel. Morgen werde ich ihn suchen, nehme ich mir vor.
    Sky hat mich immer noch fest umschlungen. Unsicher lege ich erst einen Arm, dann beide um ihren schluchzenden Körper. Ich frage mich, was Nina denkt, wenn sie das hier sieht. Wird sie mich dafür verurteilen, weil ich noch nie jemand anderen im Arm gehalten habe als sie? Aber Nina und Sky, das sind zwei verschiedene Welten. Die Straße ist nicht die Arena. Mein zuhause ist nicht hier.


    Canyon B-less
    Status: unverletzt, satt, nicht durstig
    Besitz: Schwert, 3 gute Dolche, 3 kleine Dolche, Wurfmesser, 2 Messer, Axt; Rest siehe Bündnis 1
    Terrain (momentan): anfangs Wald, erstes Lager aber im freien Feld

    China Darking
    Status: unverletzt, satt, nicht durstig
    Besitz: Schwert, 2 Degen, 4 gute Dolche, 2 kleine Dolche, Pfeil und Bogen; Rest siehe Bündnis 1
    Terrain (momentan): anfangs Wald, erstes Lager aber im freien Feld

    Camelon Calon
    Status: unverletzt bis auf leichten Bluterguss am Nacken (Nicos Schleuder), satt, nicht durstig
    Besitz: 3 Wurfmesser, 2 Messer, Morgenstern, Axt, 2 Macheten, Ahle, Schleuder; Rest siehe Bündnis 1
    Terrain (momentan): anfangs Wald, erstes Lager aber im freien Feld

    Hope Stuarts
    Status: tiefe Wunde im linken Schulterblatt (Messer), ein wenig mit Branntwein versorgt zur Schmerzlinderung, sehr durstig, etwas hungrig
    Besitz: keine Waffen; Rest siehe Bündnis 2
    Terrain (momentan): Wüste bzw. zerstörte Stadt

    Dexter Graham
    Status: unverletzt, sehr hungrig, sehr durstig
    Besitz: keine Waffen; Rest siehe Bündnis 3
    Terrain (momentan): Höhlen unter dem freien Feld

    Luna Moonlight
    Status: unverletzt, sehr hungrig, sehr durstig
    Besitz: -
    Terrain (momentan): Wüste bzw. zerstörte Stadt

    Django MC Fadden
    Status: unverletzt, satt, nicht durstig
    Besitz: Dreizack; Rest siehe Bündnis 4
    Terrain (momentan): Wald bzw. Berg

    Maya Couloir
    Status: Schnitt über dem rechten Auge, ansonsten unverletzt, satt, nicht durstig, am Erfrieren
    Besitz: Steinscherbe
    Terrain (momentan): Eislandschaft bzw. Meer

    Seth Helmsley
    Status: unverletzt, satt, nicht durstig
    Besitz: 2 Wurfäxte, 2 Äxte, Schwert, Sense; Rest siehe Bündnis 1
    Terrain (momentan): anfangs Wald, erstes Lager aber im freien Feld

    Lily Beaurelle
    Status: unverletzt, satt, nicht durstig
    Besitz: keine Waffe; Rest siehe Bündnis 4
    Terrain (momentan): Wald bzw. Berg

    Kevin Owens
    Status: unverletzt, sehr hungrig, sehr durstig
    Besitz: Blasrohr (das Dexter für ihn am Füllhorn geholt hat); Rest siehe Bündnis 3
    Terrain (momentan): Höhlen unter dem freien Feld

    Miyu Jigoku
    Status: ziemlich tiefe Oberschenkelverletzung, Prellung an der Wange, etwas hungrig, etwas durstig
    Besitz: Schwert, 2 Wurfmesser, kleines Messer, Trockenobst-Fleisch-Brot-Päckchen, 2 gefüllte Wasserflaschen (davon noch 3 ½ Liter übrig)
    Terrain (momentan): Wüste bzw. zerstörte Stadt

    Connor Deeps
    Status: unverletzt, sehr durstig, etwas hungrig
    Besitz: Machete; Rest siehe Bündnis 2
    Terrain (momentan): Wüste bzw. zerstörte Stadt

    Anne Emera
    Status: unverletzt, sehr durstig, etwas hungrig
    Besitz: Dorn, Lederbeutel für Wasser, Feuerstein
    Terrain (momentan): Höhlen unter dem freien Feld

    Ryan Stanley
    Status: Kratzwunde an der Hand von Cassedy, ansonsten unverletzt, nicht durstig, etwas hungrig
    Besitz: kleine Decke, leere Wasserflasche (inzwischen aufgefüllt), Trockenobst-Brot-Päckchen
    Terrain (momentan): Wald bzw. Berg

    Sky Dwadnir
    Status: unverletzt, etwas durstig, sehr hungrig
    Besitz: keine Waffen; Rest siehe Bündnis 5
    Terrain (momentan): Wald bzw. Berg

    Cassedy Blanks
    Status: unverletzt, nicht durstig, nicht hungrig
    Besitz: pinkfarbener Rucksack mit: Jod, Handschuhe, Lederbeutel für Wasser
    Terrain (momentan): Wüste bzw. zerstörte Stadt

    Nico Antheb
    Status: fast durchgebissene Lippe, Schnitt am Hals, etwas durstig, sehr hungrig
    Besitz: 3 Wurfmesser, Schleuder; Rest siehe Bündnis 5
    Terrain (momentan): Wald bzw. Berg

    Bündnis 1 (momentan bestehend aus China, Canyon, Camelon und Seth)
    Schlammfarbener Rucksack mit: Draht, Netz, Erste-Hilfe-Set, Bandagen, Antiseptikum, Jod, Schlafsack, warme Jacke, Handschuhe, Feuerzeug, gefüllte Wasserflasche, Trockenobst, Fleisch, Brot, 2 Nachtsichtbrillen
    Werkzeuge: langer Draht (4), Netze (1), Schlingen (3), Seile (3)
    Medizin: Erste-Hilfe-Set (2), Bandagen (3), Antiseptikum (2), Branntwein (3), Jod (3)
    Wetterschutz: Gute Zelte (1), Kleine Zelte (2), Plastikplanen (1)
    Warmhalten: Schlafsäcke (2), kleine Decken (3), warme Jacken (2), Handschuhe (3), warme Socken (4)
    Feuermacher: Feuerzeug (1), Streichhölzer (2), Feuerstein (2)
    Wasserflaschen: gefüllt (4), leer (4), Lederbeutel (2)
    Essen: Trockenobst, Fleisch und Brot (1), Trockenobst und Brot (3), Brot (2)

    Bündnis 2 (momentan bestehend aus Connor und Hope)
    Grellgrüner Rucksack mit: Draht, Branntwein, Jod, warme Jacke, Handschuhe, Feuerstein, leere Wasserflasche, Trockenobst

    Bündnis 3 (momentan bestehend aus Dexter und Kevin)
    Jodfläschchen, Feuerstein, Lederbeutel für Wasser, ein Laib Brot

    Bündnis 4 (momentan bestehend aus Django und Lily)
    Netz, Bandage, Plastikplane, warme Jacke, ein Laib Brot

    Bündnis 5 (momentan bestehend aus Nico und Sky)
    Grauer Rucksack mit: kleines Messer, Draht, Bandagen, Antiseptikum, Jod, Schlafsack, Handschuhe, Streichhölzer, halb gefüllte Wasserflasche, Trockenobst, Fleisch, Nachtsichtbrille
    Außerdem Seil, Plastikplane, Handschuhe, leere Wasserflasche


    Und nun unsere toten Tribute des heutigen Tages. Wir sind bei euch und bei euren Familien und Freunden, die euch immer in Erinnerungen behalten werden.

    24. Platz: Cecil Magandis, Distrikt 12
    Todesursache: Stich in den Hals (Degen)
    Seine Mörderin: China
    Sein Fehler: rannte einfach auf das Füllhorn zu, ohne einen Plan zu haben
    Todesort: Füllhorngegend

    23. Platz: Rue Jabeljay, Distrikt 5
    Todesursache: Schwerthieb in das Herz
    Ihr Mörder: Seth
    Ihr Fehler: überschätzte sich und lief direkt zum Füllhorn, um sich die besten Waffen und Nahrungsmittel zu sichern, hatte aber als zwölfjährige keine Chance
    Todesort: Füllhorngegend

    22. Platz: Mortimer Hazel, Distrikt 6
    Todesursache: Messerstiche in die Kuhle oberhalb des Schlüsselbeins, Oberschenkel und Bauch
    Sein Mörder: Nico
    Sein Fehler: holte das, was ihm am nächsten lag, eine Schleuder, war aber nicht schnell genug und wurde von Nico entdeckt
    Todesort: Füllhorngegend

    21. Platz: Carliena Black, Distrikt 12
    Todesursache: auf sie wurde am Füllhorn eingehackt, brutale Stiche am ganzen Körper
    Ihre Mörder: Seth, Camelon und Canyon (China war noch bei Cecil)
    Ihr Fehler: wagte sich etwas zu weit nach draußen
    Todesort: Füllhorngegend

    20. Platz: Jake Ciarro, Distrikt 10
    Todesursache: Schwerthieb in den Schädel
    Seine Mörderin: Miyu
    Sein Fehler: unterschätzte sie, da sie verletzt war, rechnete nicht mit ihrer Kraft
    Todesort: Füllhorngegend

    19. Platz: Cara Shines, Distrikt 11
    Todesursache: Schnitte am ganzen Körper, letztendlich war die große Wunde am Bauch entscheidend
    Ihre Mörder: hauptsächlich Canyon, aber auch die anderen: Seth, Camelon und China
    Ihr Fehler: hatte Mitleid und Hope und sang für sie, machte dadurch ihre Mörder auf sich aufmerksam
    Todesort: Füllhorngegend

    32
    Tag 2: Connor (17), Distrikt 8

    Etwas weckt mich. Es ist keine Bewegung, sondern ein Geräusch, weit weg und doch laut und schallend. Ich schrecke auf, eine Hand sofort an der Machete in meinem Hosenbund, in Erwartung einer Falle des Kapitols, doch das ist es nicht. Eine Stimme. Jemand schreit. Erst verstehe ich nicht, doch dann formen sich Worte, ganze Sätze heraus.
    „… wird beginnen und es wird enden, die Frage ist nur mit oder ohne uns! Ich spreche hier zu allen Leuten im Kapitol, die das hier ohne Zweifel sehen!“
    Alarmiert blicke ich zu Hope, doch sie schafft es, trotz des Geschreis weiterzuschlafen. Wer oder was ist das? Es klingt wie ein Mädchen, aber wo ist sie? Und was soll dieses Gerede?
    Die Stimme ist heiser, als sie weiterschreit. „Ihr sagt, es ist das Beste für alle, schließlich waren ja die Distrikte an allem schuld, doch ich sage euch: Was, wenn das Beste das Schlechteste ist!“
    Jetzt bin ich hellwach. Dieses Mädchen ist wahnsinnig. Wie kann sie nur so etwas vor allen Augen des Kapitols sagen? Vor dem Präsidenten? Vor den Spielmachern? Sie werden sie umbringen, denke ich und setze mich auf. Hope und ich haben letzte Nacht einen provisorischen Unterschlupf entdeckt. Ein altes, teilweise zerbrochenes Auto, das halb im Sand eingegraben ist. Jetzt ziehe ich mich daraus hervor und strecke meinen Kopf hinaus, um nachzusehen, woher die Stimme kommt.
    „Das Kapitol wird wegen diesen Spielen untergehen!“ Das Geschrei wird immer schwächer, immer leiser, bis ich Mühe habe, es zu verstehen. „Die Frage ist nur, heute oder morgen …“
    Dann erstirbt es und eine bedrohliche Stille senkt sich über die Arena. Erst jetzt merke ich, wie hellhörig sie ist. Atemlos warte ich zehn Minuten, dann zwanzig, wage es kaum, mich zu rühren, und als ich gerade in das Auto zurückklettern will, ertönt der Kanonenschuss.
    Ich zucke zusammen. Sie haben sie umgebracht!, ist das Erste, was mir durch den Kopf geht. Dann geht mir auf, dass es auch irgendjemand anders gewesen sein könnte, immerhin sind wir noch 18 Jugendliche in der Arena – nein, jetzt 17, aber irgendwie glaube ich das nicht. Es passt so gut, ihr immer schwächer werdende Schrei und dann die Kanone. Heute Nacht, wenn die Hymne am Himmel erscheint, werde ich es sehen.
    „Connor?“ Hopes Stimme klingt erst müde und dann, als sie mich im Auto nicht findet, panisch. „Connor!“ Anscheinend hat die Kanone sie geweckt.
    „Ist schon gut, ich bin hier“, beeile ich mich zu sagen und gleite zurück in den Innenraum des Autos.
    „Hast du mich erschreckt“, flüstert Hope und ich sehe, wie blass sie im Gesicht ist.
    „Keine Sorge, ich lebe noch.“
    „Was glaubst du, wer das war?“, fragt sie.
    Ich zucke mit den Schultern. „Ein Opfer von Canyon und Seth, vermute ich. Und den anderen beiden, die mit ihnen verbündet sind.“ Das Geschrei des Mädchens verschweige ich ihr gezielt, ich will nicht, dass sie sich noch mehr Sorgen macht. Noch ist sie in einem kritischen Zustand, was ihre Gesundheit anbelangt.
    „Lass mich noch einmal nach deinem Rücken sehen“, murmele ich. Bereitwillig dreht Hope sich auf den Bauch und ich ziehe ihr Oberteil über die rechte Schulter, dort wo das Messer eingeschnitten hat. Die Wunde eitert ein wenig und ist über Nacht angeschwollen, dennoch sieht es nicht lebensbedrohlich aus.
    „Tut es weh?“, frage ich.
    „Nicht sonderlich“, antwortet Hope, aber ich höre den Schmerz aus ihrer Stimme heraus und weiß, dass sie nur tapfer bleibt, um nicht für schwach gehalten zu werden. Denn Schwäche bringt keine Sponsoren und das hat man ihr ebenso eingetrichtert wie mir.
    Ich seufze. Der Branntwein, den ich ihr gestern in die Wunde getröpfelt habe, scheint wenig bewirkt zu haben. Ich weiß nicht, wie es ohne wäre, es ist vermutlich besser als nichts, aber eigentlich bräuchten wir Verbandzeug und eine entzündungshemmende Salbe. Die Wunde mit meinem T-Shirt zu verbinden, wage ich nicht, denn es ist schmutzig und vielleicht würde es die Entzündung dadurch nur schlimmer machen.
    Ich zwinge mich zu einer Entscheidung. „Hope, bleib erst einmal hier und ruh dich aus, aber pass auf, dass dich keiner findet. Ich suche nach Essen.“
    Sie nickt. „Pass du auch auf.“
    „Mach dir keine Sorgen“, sage ich leichthin und klettere aus dem Auto. „In spätestens einer Stunde bin ich wieder zurück.“
    Ich springe in den heißen Wüstensand und werfe einen letzten Blick auf Hope und das Autowrack, dann drehe ich mich um und laufe davon. Den grünen Rucksack mit unseren Vorräten habe ich mir über die Schulter geworfen, Hope hat nur etwas Trockenfleisch, das sie essen kann, wenn ich nicht zurückkomme. Und den Branntwein.
    Da ich nicht genau weiß, wonach ich suchen soll, patrouilliere ich durch die zerstörte Stadt und bleibe aufmerksam. Ich bewege mich auf einer alten Straße, obwohl ich weiß, dass das viel zu auffällig ist. Jeder, der in einem zerfallenen Haus am Straßenrand sitzt und einen Bogen hat, könnte mich durch das Fenster kinderleicht abschießen. Aber ich kann keine Rührung entdecken und so bewege ich mich am schnellsten fort.
    Die Stadt ist seltsam. Sie sieht fast aus wie in meiner Heimat, nur als wäre seit mindestens 500 Jahren niemand mehr dort gewesen. Und als hätte man einen riesigen Eimer voller Sand genommen und darüber geschüttet. Es hilft nichts, bald sind meine Schuhe gefüllt mit zwickenden Körnern und ich schwitze bereits in den frühen Morgenstunden aus allen Poren. Ich lechze nach Wasser. Aber nirgendwo lässt sich auch nur ein Tropfen finden, obwohl ich ständig nach alten Brunnen ausschauhalte.
    Nach etwa einer halben Stunde bemerke ich plötzlich eine kleine Bewegung links von mir. Ich fahre herum und entdecke ein riesiges Exemplar von Gecko, der gerade versucht, sich in einem alten Rohr zu verkriechen. Doch es ist zu spät für ihn. Blitzschnell erhebe ich die Machete und steche sie nieder, treffe das Tier in seiner Mitte. Der Gecko zuckt kurz und rührt sich dann nicht mehr.
    Zufrieden kauere ich mich neben ihn und ziehe die Machete aus seinem Körper. Er ist etwa fünfzig Zentimeter lang und obwohl er fast nur aus Haut und Knochen zu bestehen scheint, könnten Hope und ich für heute damit leben. Zusammen mit dem Trockenfleisch werden wir wohl sogar einigermaßen satt. Wenn wir nur Wasser hätten … Ich weiß, dass es hier irgendwo etwas geben muss, schließlich wäre es langweilig, die Tribute, die sich in der Wüste zu verstecken, einer nach dem anderen dehydrieren zu lassen. Und wenn ich im Trainingslager eines gelernt habe, dann, dass es den Zuschauern im Kapitol niemals langweilig werden darf.
    Doch nur wenige Sekunden später bekommt das Kapitol, was es will.
    „Netter Fang“, ertönt eine weibliche Stimme hinter mir. Erschrocken drehe ich mich um und erhasche einen Blick auf die dunkelroten Haare, bevor mir der Pfeil eines Bogens bewusst wird, der auf mein Herz gerichtet ist. Cassedy.
    „Was – du?“, bringe ich hervor. „Wie bist du an den Bogen gekommen?“
    Soweit ich mich erinnern kann, habe ich sie am Anfang der Spiele abseits vom Füllhorn gesehen, und sie ist auch nicht der Typ Mensch, der sich unüberlegt in eine Schlacht stürzt. Doch dann fällt mir auf, dass der Bogen keine Kapitolswaffe ist. Mein Blick gleitet über den Griff, der aus nicht mehr als einem stabilen, leicht gebogenen Ast besteht. Ich frage mich, woher sie den genommen hat, schließlich gibt es in der Wüste keine Bäume. Sie muss also im Wald gewesen sein. Die Sehne des Bogens sieht aus wie ein Stück Garn, aber ich glaube nicht, dass so etwas in ihrem kleinen, pinkfarbenen Rucksack gewesen ist.
    Cassedy scheint meinen Blick bemerkt zu haben und nickt kurz in Richtung Rucksack. Es dauert einen Moment, bevor ich begreife: Sie meint den Rucksack selbst. Jetzt sehe ich auch, dass das eine Ende lose und aufgeribbelt ist. Clever, so clever, denke ich.
    Das Mädchen wirft ihre Haare zurück und umfasst den Bogen stärker. Ich entspanne mich.
    „Du wirst mich nicht töten“, sage ich und werfe die Machete aus der Hand.
    „Warum sollte ich nicht?“, entgegnet sie.
    „Nun, erstens bist du alleine und könntest Verbündete gut gebrauchen“, fange ich an.
    „Woher willst du wissen, dass ich alleine bin?“, fragt sie. Ich muss lächeln, nicht nur sie denkt logisch.
    „Das Bild der kleinen Rue habe ich gestern am Nachthimmel gesehen“, sage ich. „Sie war deine Verbündete, nicht? Und jetzt bist du alleine. So schnell hast du sicher keinen anderen gefunden.“
    Cassedy hebt ihren Bogen ein Stück an und zielt drohend auf mich. „Hast du sie getötet?“
    „Nein“, entgegne ich rasch. „Ich glaube, es war Seth, aber ich bin mir nicht sicher. Vielleicht auch einer der anderen.“
    Daraufhin entspannt sie die Sehne wieder etwas.
    Ich hole tief Luft. „Zweitens könntest du mich gut gebrauchen. Ich kann dir Rückendeckung geben und ich habe eine Machete. Und diesen Gecko hier.“
    „Ich kann mir selbst Essen fangen“, zischt Cassedy. „Und ich weiß auch, wo man Wasser findet.“
    Erstaunt hebe ich den Kopf. „Wo?“
    „Jedenfalls hilft es nichts, stundenlang durch irgendwelche Gassen zu stolpern.“
    „Du bist mir gefolgt?“, frage ich überrascht. „Ich habe dich gar nicht gesehen.“
    „Wie auch, du hattest nur Augen für das Offensichtliche.“ Sie lacht leise und ich erröte.
    Plötzlich lässt ein Geräusch uns beide aufschrecken. Cassedy fährt mit dem Bogen herum und schießt einen holzgeschnitzten, mit Dorn besetzten Pfeil in die Richtung ab, aus der das Rascheln kam, doch sie scheint nicht getroffen zu haben.
    „Da ist ein anderer Tribut“, zischt sie mir ins Ohr.
    Ich nicke. „Mach, dass du hier wegkommst.“
    Cassedy zögert einen Moment, doch dann gibt sie nach und sucht das Weite. Nach wenigen Sekunden ist sie hinter einer alten Mauer verschwunden. Es ist sicher klug, wegzulaufen, denn wer weiß, wer sich hier versteckt. Vielleicht Seth mit seiner Meute.
    Ich klaube die Machete aus dem Sand und halte sie vor mich wie ein Schutzschild.
    „Komm raus“, sage ich ruhig und deutlich.
    Nichts rührt sich. Mein Gegner ist offenbar zu feige, um mich direkt anzugreifen. Noch einmal drehe ich mich nach Cassedy um, aber sie ist endgültig fort. Ich bin alleine.
    „Die Zuschauer werden dich hassen, wenn du mich jetzt aus dem Hinterhalt umbringst“, versuche ich es erneut. Eine glatte Lüge, die Zuschauer werden sich darum reißen, aber wer weiß, wie gutgläubig derjenige ist, der sich vor mir versteckt.
    Plötzlich dringt ein dünnes Stimmchen aus einer alten Ruine etwa fünfzehn Meter vor mir. „Ich will dich nicht umbringen.“
    Ich entspanne mich und senke die Machete. Es ist wohl bloß ein kleines Mädchen, vor dem ich keine Angst haben muss. Es sei denn … Es sei denn, die starken Tribute setzen sie als Köder ein, damit ich keine Gefahr sehe und ein leichtes Opfer bin. Das Blut rauscht mir in den Ohren, während ich das Messer wieder in die Höhe meines Auges hebe. Ich muss wachsam bleiben.
    Ein Wimmern ertönt. „Bitte, töte mich nicht!“
    „Komm raus!“, wiederhole ich, diesmal lauter. Ein Geräusch ertönt, ich spanne meine Muskeln an, bereit zum Angriff. Es ist das kleine Mädchen aus 3, das zögernd aus der Ruine tritt. Seit Beginn der Spiele habe ich sie nicht gesehen und bin erstaunt, dass sie überhaupt noch lebt, obwohl das die Hymne gestern Abend gezeigt hat.
    „Ich bin sofort weg“, sagt sie hastig. „Ich werde dich nicht stören. Bitte lass mich laufen!“
    „Wo willst du hin?“, entgegne ich.
    Das Mädchen zögert einen Moment, dann senkt sie den Kopf. „In den Wald. Hier finde ich nichts zu essen.“ Ihr Blick huscht zu dem Gecko, den ich gefangen habe und wieder zurück zu mir. Sie muss mich schon länger beobachtet haben.
    „Willst du etwas abhaben?“, frage ich und sehe sie mitleidig an.
    Ihre Augen leuchten auf, dann huscht sie nach vorne und reißt mir fast schon das Geckobein aus der Hand, das ich für sie abgeschnitten habe. Sie muss sehr hungrig sein.
    „Es ist roh, aber ich denke, du kannst es ohne Gefahr es-“
    Schon ist das Beinchen in ihrem Mund verschwunden. Einen Moment später spuckt sie die Knochen aus.
    „Du heißt Luna, oder?“, frage ich. Sie nickt kauend.
    „Genau wie meine Schwester.“ Ich gestehe mir ein kurzes Lächeln zu.
    „Hast du mir deshalb geholfen?“, fragt Luna.
    Ich lasse die Frage unbeantwortet und schwenke beiläufig die Machete. „Du haust jetzt besser ab.“
    Das lässt sie sich nicht zweimal sagen und rennt so schnell los, wie ich es ihr gar nicht zugetraut hätte. Bald ist sie nicht mehr zu sehen.
    Seufzend mache ich mich auf den Rückweg. Die Hitze und der Durst sind unerträglich geworden und ich spiele ernsthaft mit dem Gedanken, es Luna gleich zu tun und in den Wald zu fliehen. Aber ich bezweifle, dass Hope noch einen Gewaltmarsch überstehen wird, außerdem werde ich durch das mangelnde Wasser langsam so schwach, dass ich sie nicht einmal mehr tragen könnte. Und sie hier zurückzulassen, käme nicht infrage.
    Langsam bewege ich mich durch die sandigen Dünen. Eine leichte Beute bin ich! Selbst Hope könnte, wäre sie nicht meine Verbündete, mich spielend leicht töten. Die Machete habe ich in den Hosenbund gesteckt, sie wird mir auch nicht weiterhelfen, sollte mich tatsächlich jemand finden. Aber irgendwann kommt das zerstörte Auto in Sicht und ich atme erleichtert auf. Von einer plötzlichen Energie durchströmt, werde ich wieder schneller, bis ich laufe. Meine Füße rutschen in dem Sand aus, ich stürze, aber binnen einer Sekunde bin ich wieder auf den Beinen. Ich kann es mir nicht leisten, liegen zu bleiben, allein schon deshalb, weil der Sand glühend heiß ist.
    Völlig außer Atem erreiche ich das Auto und beuge mich darüber. „Hope! Ich bin wieder da.“
    Es dauert, bis ich es realisiere. Ich schlucke und sinke in die Knie. Ich bin wieder da. Sie aber nicht.
    Meine Hände ballen sich zu Fäusten, während ich mich in alle Richtungen drehe. Ich habe keine Kanone gehört, aber was heißt das schon? Sie werden ihr sicher keinen schnellen Tod bereiten. Sie schreien lassen, bis ich es nicht mehr aushalte und ihnen direkt ins Messer laufe. Ich habe keine Chance. Um mich selbst zu schützen, müsste ich mich jetzt schnellstmöglich von dem Auto entfernen, aber dazu habe ich keine Kraft. Also schleppe ich mich nur zu einer verfallenen Mauer und setze mich darauf, um den Sand möglichst wenig berühren zu müssen, und starre auf das Autowrack. Wer auch immer das Hope angetan hat, bald wird er sich zeigen.
    Die Minuten verstreichen und bald schon hat die Sonne ihren Mittelpunkt überschritten. Ich esse kleine Stücke von dem Gecko, obwohl ich keinen Hunger habe, und lutsche an den Knochen. Es gibt mir das Gefühl, etwas zu tun zu haben.
    Mittlerweile gelingt es mir nicht mehr, meine Zunge feucht zu halten. Meine Kehle ist trocken und ich weiß, dass ich ohne Wasser keinen weiteren Tag überleben werde. Wenn nicht heute, dann morgen. Zum Fliehen in einen anderen Teil der Arena ist es zu spät. Ich muss an Lissy und Luna denken. Solange nicht irgendwo in der Arena ein spannender Kampf entbrennt, wird die Kamera mich zeigen. Ich frage mich, ob sie noch Hoffnung haben, wenn sie mich sehen. Um ihretwegen darf ich nicht zu schnell aufgeben, das ist mir bewusst. Aber was soll ich tun? Hope suchen? Noch immer ist keine Kanone ertönt, also ist sie noch am Leben.
    Sicher ist es zwecklos. Luna und Lissy wissen, wie es um sie steht, sie wissen, ob die Meute sie gefangen hält oder ob es nicht lebensgefährlich wäre, sie zu finden. Aber ich werde vom Kapitol gefangen gehalten, und wenn sie jetzt stirbt und ich kurz darauf, werde ich nie erfahren, was mit ihr passiert ist. Kann ich das mit meinem Gewissen vereinbaren?
    Ein Wind kommt auf. Er greift Sand vom Boden und wirbelt ihn durch die Luft, sodass er mir gegen die Glieder schlägt. Unentschlossen kaue ich auf einem weiteren Knochen des Geckos herum, ein Bein. Auch er musste sterben, durch meine Hand. Und wenn ich ein Tier töten kann, bin ich dann auch dazu fähig, einen Menschen zu töten? Vielleicht werde ich es heute herausfinden, jetzt gleich, hier.
    Plötzlich trägt der sandige Wind ein Flüstern zu mir herüber. „Connor …“
    Ich falle fast von der Mauer. Es ist Hope.
    Fahrig werfe ich die Reste des Geckos von mir und springe in den Sand, sehe mich hektisch um. „Wo bist du?“
    Es kommt keine Antwort, also mache ich mich selbst auf die Suche. Sie kann nicht weit entfernt sein, sonst hätte ich sie nicht gehört. Wo kann sie sein? Noch einmal gehe ich zu dem Autowrack und streiche über das Metall, dann zucke ich zurück. Es ist brennend heiß. Heute Morgen war es noch relativ kühl, aber die Sonne muss es stark aufgeheizt haben.
    Langsam formt sich eine Idee in meinem Kopf. Vielleicht liegt es nicht an einem anderen Tribut, dass Hope nicht mehr hier ist, sondern an ihr selbst. Bilder drängen sich in meine Gedanken. Ich sehe sie, wie sie in dem Autowrack liegt und darauf wartet, dass ich zurückkomme, während ich in der zerstörten Stadt stehe und Cassedy mich mit einem Pfeil bedroht. Wie die Hitze sie quält und sie sich an dem Metall verbrennt, wie sie spürt, dass sie es nicht mehr aushält. Wie sie aufsteht und sich einen neuen, kühleren Platz sucht. Doch was kann dieser Platz sein?
    Ich drehe mich im Kreis und suche die Umgebung ab. Sand, Sand, überall liegt Sand. Doch kann das alles sein? Ich weiß, dass Hope nicht kräftig genug ist, um sich viel zu bewegen.
    Und dann sehe ich es. Ein Haus, nein, vielmehr eine kleine Hütte, die fast noch unbeschadet ist. Ihre Wände sind aus Stein und nur das Dach ist eingefallen. Ich runzele die Stirn. Warum habe ich sie nicht früher entdeckt?
    Ich fasse neuen Mut und kämpfe mich durch den immer stärker werdenden Sandsturm auf die Hütte zu. „Hope!“, rufe ich mehrmals, doch der Wind trägt meine Worte davon. Meine Augen brennen und fast verliere ich die Orientierung, weil ich kaum noch sehen kann, aber die Hütte taucht zum Glück wieder auf. Wenn Hope sich wirklich hier versteckt, dann ist sie noch am Leben. Allerdings zweifle ich daran, dass ich in dem Pfeifen des Sturms die Kanone hören würde. Ist es eine Falle der Spielmacher? Unwahrscheinlich, sonst wäre der Sandsturm stärker. Außerdem sind solche Winde in einer Wüste alltäglich, nichts Besonderes.
    Dass die Hütte wirklich keine Fata Morgana ist, merke ich erst, als ich mit dem Kopf dagegen stoße. Ich fluche leise und presse mir eine Hand gegen die schmerzende Stirn, während ich an der Holztür rüttele, die in den Stein eingelassen ist. Vergeblich, der Sand liegt zu hoch. Der Sturm muss das getan haben, sonst wäre Hope nicht hineingekommen. Falls sie tatsächlich hier ist.
    „Hope!“, will ich rufen, doch aus meiner Kehle kommt nur noch ein heiseres Krächzen. Ich huste und spucke Sand auf den Boden, vermischt mit Blut, weil die Körnchen die Innenseiten meiner Wangen aufgeschnitten haben.
    Verbissen rüttele ich an der Tür, die einfach nicht nachgeben will. Ich stolpere einige Schritte zurück, dann nehme ich Anlauf und trete mit all meiner verbliebenen Kraft und einem wütenden Schrei dagegen. Die Tür kracht zusammen und ich lande mitsamt Holzsplittern und Sand auf dem Steinboden der Hütte. Mehrere Minuten bleibe ich so liegen, wage es nicht, mich zu rühren. Dann richte ich mich stöhnend auf und ziehe einen großen Splitter aus meiner Schulter, die sofort zu bluten anfängt. Ich schließe die Augen.
    Bald höre ich Schritte und dann beugt sich jemand über mich. „Connor, du bist es.“
    Ihre Stimme ist kaum vernehmbar, aber ich weiß sofort, dass sie es ist. Ich lächele, wobei meine trockenen Lippen aufspringen, aber ich kümmere mich nicht darum.
    Hope zieht mich auf die Füße und hilft mir in einen kleinen, geschützten Nebenraum der Hütte. Ich erhasche einen Blick auf eine ziemlich große Brandwunde an ihre Hand und frage mich, ob sie sich damit auf dem heißen Metall des Autos abgestützt hat, um sich nach draußen zu ziehen.
    „Tut mir leid, dass es so lange gedauert hat“, flüstere ich, denn lauter kann ich nicht sprechen, selbst wenn ich wollte.
    Hope nickt und legt mich auf den Boden, wo sie ihre Jacke ausgebreitet hat. „Was hast du nur getan?“ Ihre Augen blicken mich vorwurfsvoll an. „Wieso bist du verletzt?“
    „Es ist nichts Schlimmes“, krächze ich und wische mir hastig das Blut von den Lippen.
    Sie seufzt. „Hast du Essen gefunden?“
    Ich denke an den Gecko und mir wird schlecht. Warum habe ich nichts für sie übrig gelassen? Wir sind doch verbündet, wieso habe ich stattdessen Luna etwas gegeben und nicht ihr?
    „Ich war so hungrig“, murmele ich. „Bitte sei mir nicht böse, ich suche morgen etwas …“
    „Bin ich nicht, du hast mir schon genug geholfen“, sagt Hope. „Ich kann nicht erwarten, dass du mir immer und immer wieder das Leben rettest. Wieso hast du es überhaupt getan, gestern?“
    Verblüfft sehe ich sie an. „Das weißt du nicht? Wir sind doch Verbündete.“
    Langsam kehrt meine Stimme zurück.
    „Aber du hast dich in Lebensgefahr gebracht“, sagt sie und starrt abwesend an mir vorbei, während ihre Finger ununterbrochen nach einer Beschäftigung suchen. „Sie alle waren bewaffnet. Und ich so gut wie tot.“
    „Es war noch nicht zu spät“, antworte ich. „Wir brauchen uns. Gegenseitig.“
    Hope lächelt etwas. „Eigentlich wollte ich dir nur danken. Was du für mich getan hast, war … kann ich niemals wiedergutmachen.“ Ihr Blick verdunkelt sich, das Lächeln erfriert in ihrem Gesicht. Als sie wieder spricht, klingt ihre Stimme um eine Oktave tiefer. „Ebenso das, was Cara getan hat, bevor sie starb.“
    „Cara wusste nicht, dass die anderen noch da waren, Hope“, sage ich ruhig. „Und was mich angeht, das brauchst du nicht gutzumachen. Es kam ganz von selbst. Ich weiß, dass ich das Richtige getan habe.“
    Sie will etwas erwidern, doch plötzlich ertönt ein Geräusch von draußen. Wir zucken zusammen.
    „Da ist jemand“, flüstert Hope.
    Ich nicke und greife nach meiner Machete. „Ich sehe nach.“
    „Tu das nicht!“, zischt sie. „Wenn es die Meute ist? Oder Miyu?“
    „Miyu ist verletzt und die Meute würde sich niemals so anschleichen“, entgegne ich. „Du kannst mich nicht aufhalten.“
    Mittlerweile fühle ich mich wieder etwas stärker. Schwungvoll stehe ich auf. Meine Glieder protestieren, besonders mein Kopf und meine Schulter, aber ich gebe nicht nach. Die Machete fest in der Hand, schleiche ich auf die Öffnung zu, die einmal eine Tür war, dann mache ich einen Satz nach draußen und steche wild um mich. Nichts geschieht. Nur das Pfeifen des Windes ist zu hören.
    Mit rasselndem Atem blicke ich mich um und dann sehe ich ihn. Im Sand liegt ein Fallschirm. Ein Geschenk der Sponsoren. Mein Herz erglüht vor Freude.
    So schnell mich meine müden Füße tragen, laufe ich mitsamt dem Fallschirm zurück in die Hütte. „Hope! Wir haben ein Geschenk bekommen!“
    Hope hat sich in dem kleinen Raum aufgesetzt und sieht mich mit leuchtenden Augen an. „Mach auf!“
    Das tue ich. Meine Finger zittern. Das Geschenk ist relativ groß, also glaube ich nicht an Medizin. Mit einem Klicken springt die Metallschale auf und zum Vorschein kommt eine 2-Liter-Flasche Wasser. Probehalber öffne ich sie und setze sie an meinen Mund an. Eine kühle Flüssigkeit läuft mir in die Kehle und ich seufze glücklich auf. So gut hat Wasser noch nie in meinem ganzen Leben geschmeckt. Gierig trinke ich, doch dann wird mir bewusst, dass das Wasser wohl noch eine Weile vorhalten muss und ich gebe die Flasche Hope. Sie nimmt nur ein wenig und schraubt die Flasche dann wieder zu.
    „Danke, Kapitol!“, ruft sie. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir Sponsoren haben.“
    „Ich auch nicht“, gebe ich zu, dann bremse ich mich. Schwäche und Unsicherheit zu zeigen kommt nicht gut an. „Aber verdient haben wir es.“
    Wir schweigen und verlassen die Zeit, sind in Gedanken zuhause und nicht in der Arena. Ich sehe Lissy und Luna, die sich an meinen Hals werfen, mich umarmen, bei mir sind. Aber in Wahrheit sind sie das nicht. So weit weg …
    Als die Hymne ertönt, muss ich Hope erst wecken, die kurz eingenickt ist. Mit düsteren Mienen kriechen wir nach draußen in die abklingende Hitze und blicken stumm in den Nachthimmel.
    Das Kapitolswappen verschwindet und kurz darauf erscheint das Mädchen aus Distrikt 4, das heute Morgen gestorben sein muss. Ich erinnere mich an ihre Wort und mir läuft ein Schauer über den Rücken. Ihr Mut wurde bestraft. Jede Form von Rebellion wird sofort ausgelöscht. Es gibt nur einen Weg, hier wegzukommen, und der ist, als einziger zu überleben und mindestens einmal zu töten. Hope und ich können nicht beide gewinnen, das weiß sie so gut wie ich. Und doch kann ich sie nicht hier zurücklassen …
    Der Himmel verdunkelt sich erneut und ich nicke Hope kurz zu, zum Zeichen dafür, dass sie mich zurück in die Hütte begleitet. Auch ich breite nun meine Jacke auf dem harten Steinboden aus und lege mich direkt neben Hope. Da es in der Hütte kalt ist, wärmen wir uns gegenseitig. Es dauert Stunden, bis ich einschlafe. Mit dem Gedanken, dass morgen mein Todestag sein könnte.

    Canyon B-less
    Status: unverletzt, satt, etwas durstig
    Besitz: Schwert, 3 gute Dolche, 3 kleine Dolche, Wurfmesser, 2 Messer, Axt; Rest siehe Bündnis 1
    Terrain (momentan): freies Feld

    China Darking
    Status: unverletzt, satt, etwas durstig
    Besitz: Schwert, 2 Degen, 4 gute Dolche, 2 kleine Dolche, Pfeil und Bogen; Rest siehe Bündnis 1
    Terrain (momentan): freies Feld

    Camelon Calon
    Status: unverletzt bis auf leichten Bluterguss am Nacken (Nicos Schleuder), satt, etwas durstig
    Besitz: 3 Wurfmesser, 2 Messer, Morgenstern, Axt, 2 Macheten, Ahle, Schleuder; Rest siehe Bündnis 1
    Terrain (momentan): freies Feld

    Hope Stuarts
    Status: tiefe Wunde im linken Schulterblatt (Messer), ein wenig mit Branntwein versorgt zur Schmerzlinderung; Brandwunde an der linken Handinnenfläche, etwas durstig, sehr hungrig
    Besitz: keine Waffen; Rest siehe Bündnis 2
    Terrain (momentan): Wüste bzw. zerstörte Stadt

    Dexter Graham
    Status: unverletzt, etwas hungrig, am Verdursten
    Besitz: keine Waffen; Rest siehe Bündnis 3
    Terrain (momentan): Höhlen unter dem freien Feld

    Luna Moonlight
    Status: unverletzt, ziemlich hungrig, am Verdursten
    Besitz: -
    Terrain (momentan): Wüste bzw. zerstörte Stadt

    Django MC Fadden
    Status: unverletzt, ziemlich hungrig, nicht durstig
    Besitz: Dreizack; Rest siehe Bündnis 4
    Terrain (momentan): Wald bzw. Berg

    Seth Helmsley
    Status: unverletzt, satt, etwas durstig
    Besitz: 2 Wurfäxte, 2 Äxte, Schwert, Sense; Rest siehe Bündnis 1
    Terrain (momentan): freies Feld

    Lily Beaurelle
    Status: unverletzt, etwas hungrig, nicht durstig
    Besitz: keine Waffe; Rest siehe Bündnis 4
    Terrain (momentan): Wald bzw. Berg

    Kevin Owens
    Status: unverletzt, etwas hungrig, am Verdursten
    Besitz: Blasrohr (das Dexter für ihn am Füllhorn geholt hat); Rest siehe Bündnis 3
    Terrain (momentan): Höhlen unter dem freien Feld

    Miyu Jigoku
    Status: ziemlich tiefe Oberschenkelverletzung, die aber keimfrei verbunden ist und somit langsam besser wird, Prellung an der Wange, etwas hungrig, etwas durstig
    Besitz: Schwert, 2 Wurfmesser, kleines Messer, Trockenobst-Brot-Päckchen, 2 gefüllte Wasserflaschen (davon noch 2 Liter übrig)
    Terrain (momentan): Wüste bzw. zerstörte Stadt

    Connor Deeps
    Status: Wangeninnenseiten aufgeschnitten, Wunde an der Schulter, Kopfschmerzen, kleinere Splitterwunden, etwas durstig, etwas hungrig
    Besitz: Machete; Rest siehe Bündnis 2
    Terrain (momentan): Wüste bzw. zerstörte Stadt

    Anne Emera
    Status: unverletzt, am Verdursten, sehr hungrig
    Besitz: Dorn, Lederbeutel für Wasser, Feuerstein
    Terrain (momentan): Höhlen unter dem freien Feld

    Ryan Stanley
    Status: Kratzwunde an der Hand von Cassedy, ansonsten unverletzt, nicht durstig, etwas hungrig
    Besitz: kleine Decke, leere Wasserflasche (inzwischen aufgefüllt), Trockenobst-Päckchen
    Terrain (momentan): Wald bzw. Berg

    Sky Dwadnir
    Status: unverletzt, nicht durstig, etwas hungrig
    Besitz: keine Waffen; Rest siehe Bündnis 5
    Terrain (momentan): Wald bzw. Berg

    Cassedy Blanks
    Status: unverletzt, nicht durstig, nicht hungrig
    Besitz: pinkfarbener Rucksack mit: Jod, Handschuhe, Lederbeutel für Wasser (aufgefüllt), außerdem mehrere Geckos und Mäuse
    Terrain (momentan): Wüste bzw. zerstörte Stadt

    Nico Antheb
    Status: fast durchgebissene Lippe, Schnitt am Hals (beides auf dem Weg zur Besserung), nicht durstig, etwas hungrig
    Besitz: 3 Wurfmesser, Schleuder; Rest siehe Bündnis 5
    Terrain (momentan): Wald bzw. Berg

    Bündnis 1 (momentan bestehend aus China, Canyon, Camelon und Seth)
    Schlammfarbener Rucksack mit: Draht, Netz, Erste-Hilfe-Set, Bandagen, Antiseptikum, Jod, Schlafsack, warme Jacke, Handschuhe, Feuerzeug, gefüllte Wasserflasche, Trockenobst, Fleisch, Brot, 2 Nachtsichtbrillen
    Werkzeuge: langer Draht (4), Netze (1), Schlingen (3), Seile (3)
    Medizin: Erste-Hilfe-Set (2), Bandagen (3), Antiseptikum (2), Branntwein (3), Jod (3)
    Wetterschutz: Gute Zelte (1), Kleine Zelte (2), Plastikplanen (1)
    Warmhalten: Schlafsäcke (2), kleine Decken (3), warme Jacken (2), Handschuhe (3), warme Socken (4)
    Feuermacher: Feuerzeug (1), Streichhölzer (2), Feuerstein (2)
    Wasserflaschen: gefüllt (2), leer (6), Lederbeutel (2)
    Essen: Trockenobst und Brot (2), Brot (1), gejagtes Reh

    Bündnis 2 (momentan bestehend aus Connor und Hope)
    Grellgrüner Rucksack mit: Draht, Branntwein, Jod, warme Jacke, Handschuhe, Feuerstein, leere Wasserflasche, kleiner Rest Trockenobst
    Außerdem halbvolle Wasserflasche (noch 1l übrig)

    Bündnis 3 (momentan bestehend aus Dexter und Kevin)
    Jodfläschchen, Feuerstein, Lederbeutel für Wasser, kleiner Rest von dem Laib Brot

    Bündnis 4 (momentan bestehend aus Django und Lily)
    Netz, Bandage, Plastikplane, warme Jacke, ein Laib Brot, Rest von einem Eichhörnchen, zwei Spatzen

    Bündnis 5 (momentan bestehend aus Nico und Sky)
    Grauer Rucksack mit: kleines Messer, Draht, Bandagen, Antiseptikum, Jod, Schlafsack, Handschuhe, Streichhölzer, gefüllte Wasserflasche, Trockenobst, Fleisch, Nachtsichtbrille
    Außerdem Seil, Plastikplane, Handschuhe, gefüllte Wasserflasche, halbes Kaninchen, Drossel


    Und nun unsere toten Tribute des heutigen Tages. Wir sind bei euch und bei euren Familien und Freunden, die euch immer in Erinnerungen behalten werden.

    18. Platz: Maya Couloir, Distrikt 4
    Todesursache: sie erfror
    Ihr Mörder: -
    Ihr Fehler: Tja. Darüber ging eine hitzige Debatte im Kapitol. War es wirklich ein Fehler oder Absicht? Die Spielmacher sind sich sehr uneinig.
    Grund A: Taktik. Maya wusste, dass sie mit dem Anzug nicht würde überleben können, und zog ein schnelles Ende vor. (Daran glaubt die Mehrheit der Spielmacher.)
    Grund B: Selbstmord. Maya wollte, nachdem sie das Gemetzel am Füllhorn mit eigenen Augen gesehen hatte, nicht länger leben. (Diesen Grund schließen die Spielmacher größtenteils aus.)
    Grund C: Protest. Maya tat genau das, was die Spielmacher nicht erwarteten oder bezweckten: Nämlich ein langsames Erfrieren. Sie starb mit dem Wissen, dass sie es nie so machen würde, wie das Kapitol von ihr verlangte. (Das denkt Snow, behält es aber für sich.)
    Grund D: Panik. Maya brach am Füllhorn in Panik aus und rannte in irgendeine Richtung davon. Leider in die Eislandschaft. (Das sagt Snow, um Maya lächerlich darzustellen.)
    Was es tatsächlich war, werden wir wohl nie erfahren …
    Todesort: Eislandschaft

    33
    Tag 3: Lily (16), Distrikt 6
    Schlagartig werde ich wach. Um mich herum ist es dunkel, und irgendwie beunruhigt mich die Stille im Wald. Wo sind die Vögel? Es muss welche geben, und die gibt es auch, gestern waren sie jedenfalls noch da, aber jetzt singen sie nicht. Etwa ein Hovercraft? Ist jemand gestorben? Bin ich von der Kanone geweckt worden? Suchend blicke ich mich um. Da bemerke ich, warum ich mir überhaupt so viele Gedanken darum mache.
    „Django?“, rufe ich vorsichtig, und als er nicht antwortet, lauter. „Django!“
    Wo ist er nur? Gestern haben wir uns einen kleinen Unterschlupf gebaut und sind, als Schutz für die nächtliche Kälte im Wald, dicht aneinander gerückt eingeschlafen. Aber jetzt sehe ich nur Schatten in der Dunkelheit, nichts als Schatten. Kein Django.
    Plötzlich wird mir von hinten eine eiskalte Hand auf den Mund gedrückt. Ich will schreien, aber gedämpft wird man mich nicht hören können. Panisch beginne ich, wild um mich zu schlagen. Mit der linken Hand treffe ich etwas, es ertönt ein lautes Klatschen und der Griff um meinen Kopf lockert sich etwas. Ich sehe meine Chance, befreie mich ruckartig, wirbele herum und will meinem Angreifer gerade ins Gesicht schlagen, als ich sein Fluchen erkenne.
    „Lily, verdammt!“, zischt Django. „Du kannst hier doch nicht so laut schreien. Jeder Tribut im Umkreis von hundert Metern könnte uns gehört haben!“
    Ich zucke zusammen. „Tut mir leid“, sage ich kleinlaut. „Ich habe dich nicht gleich gefunden und da dachte ich, du wärst …“
    Django reibt seine Wange. Dort muss ich ihn getroffen haben, erkenne ich schuldbewusst.
    „Es ist niemand gestorben“, seufzt er. „Immer noch siebzehn.“
    „Die Prognosen für die Spiele waren anders“, sage ich langsam. „Sie haben gesagt, dass innerhalb der ersten drei Tage wahrscheinlich die Hälfte aller Tribute sterben werden.“
    „Wie soll man etwas vorhersagen, das noch nie versucht wurde?“, fragt er. „Es ist ein Experiment, Lily.“
    „Eine Strafe“, entgegne ich.
    „Wie auch immer du es nennen willst, es ändert nichts an unserem Schicksal“, sagt Django. Damit hat er recht.
    Also konzentriere ich mich darauf, was uns die ersten zwei Tage in der Arena gebracht haben. Sieben Tote, und zwei davon aus unserem Team. Wir sind um die Hälfte geschrumpft, so schnell schon. Erst Mortimer und dann auch noch Maya. Sind wir zu schwach?
    Resignierend schüttele ich den Kopf. „Wo warst du überhaupt?“
    „Frühstück fangen“, sagt er und hält mir einen Fisch hin. „Der einzige, den ich in dem Netz finden konnte.“
    „Hast du es wieder aufgestellt?“, frage ich. „Vielleicht kommen sie heute Mittag.“
    Doch Django schüttelt den Kopf. „Zu auffällig. Wenn ein Tribut das Netz sieht, weiß er sofort, dass jemand in der Nähe ist.“
    „Irgendwann müssen wir auf Risiko gehen“, murmele ich. Irgendwann – ich will nicht daran denken. Vielleicht kommt es ja nicht so weit. Vielleicht findet uns vorher ein Tribut, tötet uns und wir müssen uns nicht stellen.
    Bis es soweit ist, kann ich mich verkriechen, in meinem Schneckenhaus warten und auf Frieden hoffen. Den es nicht geben wird, den es vielleicht niemals geben wird. Aber die Hoffnung bleibt.
    Ohne den Fisch weiter zu beachten, den Django immer noch in der Hand hält, schleppe ich mich aus unserem Versteck, setze mich auf den kühlen Laubboden und schlinge die Arme um meinen Körper.
    „Ach, tötet mich doch“, murmele ich und stochere mit einem Zweig im Gras herum. Ein Blick in den Himmel – hellblau, Schäfchenwolken ziehen über die Kuppel der Arena. Die ganz schnell zu Gewitterwolken werden können, erinnere ich mich. Momentan ist davon nichts zu spüren, aber wer weiß … heute ist der dritte Tag und bisher ist nicht genug passiert, um die Spielmacher zufrieden zu stellen.
    „Hey“, flüstert eine Stimme in mein Ohr und ich zucke zusammen. Django hat sich zu mir gesetzt. Er riecht nach Fisch, obwohl er das tote Tier nicht bei sich trägt, und ich muss mich zwingen, nicht von ihm abzurücken. Mein einziger Verbündeter.
    Grummelnd ziehe ich die Beine noch ein wenig näher an mich heran.
    „Nicht aufgeben“, sagt er und ich bin überrascht, wie brüchig seine Stimme klingt. Er räuspert sich. Ich drehe meinen Kopf und sehe in seine düsteren Augen. Denkt er das Gleiche wie ich?
    „Das hätten Mortimer und Maya nicht gewollt“, fügt er hinzu.
    Ich nicke. „Wo auch immer sie jetzt sind, sie … glauben sicher an uns.“
    Django legt erst einen, dann beide Arme um mich. Ich wehre mich nicht. In den letzten zwei Tagen ist wenig passiert und so hatte ich viel Zeit zum Nachdenken. Es könnte zu unserem Vorteil werden, wenn ich ihn nicht zu sehr abweise. Die Menschen im Kapitol sind oberflächlich und leichtgläubig, was sie wollen, ist Spannung. Und Liebe.
    Vorsichtig blicke ich hoch in Djangos Augen, versuche herauszufinden, ob er aus dem gleichen Grund handelt wie ich. Doch das Blau ist unergründlich. Ich drücke mich enger an ihn und wische mir eine Träne aus dem Augenwinkel.
    „Wir werden leben, Lily“, sagt Django. „Wir werden leben.“
    „Ich weiß“, flüstere ich, obwohl ich eigentlich nichts weiß, nichts verstehe, nichts verstehen will.
    Er hält mir die Reste unseres Eichhörnchens von gestern und ein Stück Brot hin. Als ich den Kopf schüttele, schiebt er mir einfach etwas in den Mund. Mein erster Reflex ist es, auszuspucken, aber das wäre reine Verschwendung, also schlucke ich tapfer und huste ein paar Eichhörnchenhaare aus. Django knabbert belustigt an dem Brot.
    „Schau mich nicht so an!“, rufe ich verärgert und schlage nach ihm, doch er hält meine Hand fest. Energisch rüttele ich daran, aber sein Griff ist wie eine Eisenstange.
    „Trainieren?“, fragt er und hebt die Augenbrauen.
    „Was?“ Ich huste ein weiteres Mal. Immer noch kratzt es in meiner Kehle.
    Django lässt meinen Arm fallen. „Was hattest du noch mal für eine Punktzahl im Training? Eine zwei?“
    „Willst du mich provozieren?“, frage ich zunächst wütend, erinnere mich dann aber an meinen Vorsatz und – lächele.
    „Zusammen also elf Punkte“, stellt er fest. „Kein schlechtes Team, oder?“
    „Hm“, mache ich wenig überzeugt. Zumindest geht er nicht näher auf meine schwache Leistung im Training ein. Dass es Absicht war, habe ich ihm wie allen anderen Menschen auch verschwiegen und ich bin nicht erpicht darauf, es jetzt auszuplaudern. Das könnte mir den einzigen Vorteil nehmen, den ich habe.
    „Schlechte Laune?“ Django schielt mich von der Seite an.
    Ich fahre zu ihm herum. „Was? Nein, ich denke nur nach.“
    Frag nicht, über was …
    „Ich finde, wir sollten einen Tagesplan erstellen“, sagt er zu meiner Erleichterung, befreit eine Stelle Waldboden von Gräsern und Blättern und zeichnet mit einem Stock Kringel in den Staub.
    „Plan 1: Den Tag überleben“, murmele ich trocken.
    „Den Tag überleben“, wiederholt Django und aus seinem Mund klingt es noch grotesker als aus meinem. Scheinbar unbewusst fährt er sich durch die blonden Haare und zieht die Jacke aus, um die schwache Sonne, die durch die Zweige blitzt, auf seine gebräunten Schultern scheinen zu lassen. Und dann verändert sich der Ausdruck auf seinem Gesicht schlagartig.
    Ich erschaudere bei seinem Anblick. „Ist dir nicht kalt?“
    Er zuckt nur mit den Schultern.
    „Hey.“ Vorsichtig berühre ich seinen Arm. „Alles in Ordnung.“
    „Ja.“ Er schiebt mich von sich. Mit dem Stock zieht er weitere Kreise in den Boden. Aber die Wärme ist völlig aus seinem Blick gewichen, von einer Sekunde auf die andere. Ich frage mich, ob er an Maya und Mortimer denkt. Wir trauern um sie, dabei hatten sie es doch in Wahrheit am leichtesten. Mortimers Füllhorntod war kurz und schmerzlos, und Maya hat es wenigstens einmal in ihrem Leben geschafft, ihre Meinung in die Welt hinauszuschreien. Wir können noch hoffen, auf ein Überleben hoffen, wir dürfen diesen Schritt nicht wagen. Müssen vorsichtig, gehorsam sein. Müssen töten.
    Plötzlich höre ich etwas. Es ist das Rascheln eines Blattes irgendwo hinter mir, nur leise, dennoch klingt es nicht wie der Wind. Eher wie eine unvorsichtige Bewegung eines anderen Tributs. Alarmiert sehe ich mich nach Django um, nein, diesmal ist es nicht er, diesmal ist es wirklich ernst. Django sieht mich mit großen Augen an, dann greift er nach seinem Dreizack.
    Angst flammt in mir auf. „Sei vorsichtig“, flüstere ich.
    Wir warten, eine Minute, zwei, doch nichts geschieht. Der feindliche Tribut wagt es nicht, sich noch einmal zu rühren, sei es auch nur, um sich schnellstmöglich von hier zu entfernen.
    Schließlich stürmt Django vor und stößt den Dreizack in ein Gebüsch, aus dem das Geräusch kam, und als er nicht trifft, geht er systematisch immer weiter vor. Es kann nichts schief gehen, denke ich und kauere mich zusammen.
    Doch ich irre mich.
    Bald ist Django nicht mehr in Sichtweite und die Chance, dass er den Tribut findet, scheint immer geringer zu werden. Ich sehe ihm nach, runzele die Stirn und lausche, aber da sind keine Geräusche. Wo ist der Tribut hin? Es gab doch keinen Ausweg für ihn – oder?
    Und da sehe ich es. Fünf Schritte neben mir, wo Djangos und meine Vorräte ungeschützt im Gras liegen, erscheint ein Schatten. Eine Hand greift nach dem Fleisch und nimmt es an sich.
    Erschrocken wie ich bin, kommt es mir nicht in den Sinn, nach Django zu rufen. Stattdessen hocke ich wie erstarrt da und beobachte die Gestalt. Mittelgroß, sportlich, dunkelbraune Haare. Ein Junge, aber ich erkenne ihn nicht.
    Inzwischen hat er bestimmt die Hälfte unserer Vorräte geklaut. Zögernd sieht er sich um, dann macht er sich auf, um genauso lautlos zu verschwinden, wie er aufgetaucht ist. In meine Richtung! Ich halte den Atem an und drücke mich tief in ein Gebüsch, aber es ist zu spät. Der Junge hat mich gesehen. Schnell lässt er das Fleisch fallen und stürzt auf mich zu, er muss bemerkt haben, dass ich unbewaffnet bin. Als ich starr vor Angst in seine grünen Augen blicke, fällt mir sein Name wieder ein: Ryan, aus Distrikt 9.
    Einen Moment lang blicken wir uns reglos an, dann greift er blitzschnell nach meinem Arm, stößt mich zu Boden und verdreht ihn mir auf den Rücken. Entsetzt schreie ich auf, doch der Schlamm erstickt meine Worte. Blind vor Schmerz keuche ich, drehe meinen Kopf zur Seite und kreische: „Django! Django, Hilfe!“
    „Still!“, zischt Ryan und drückt mein Gesicht mit seinen schmutzigen Fingern wieder zurück in den Schlamm. Ich kann nicht atmen. Luft, Luft, ich brauche Luft, aber jetzt kann ich nur winzige Züge tun, ohne dass Dreck in meine Lungen gerät. Zu allem Übel beginne ich zu hyperventilieren, ich kann nichts dagegen tun, die Panik überwältigt mich.
    Django, wo ist Django? Warum hilft er mir nicht? Warum hilft mir niemand?
    Ryan ruckt an meinem Arm und der Schmerz nimmt einen neuen, grausamen Grad an.
    Ich sterbe …
    Und dann höre ich seine Stimme. „Lily! Wo bist du?“
    Er wird mich retten, denke ich erschöpft und entspanne meine verkrampften Glieder unter Ryans Griff. Doch weil jetzt plötzlich an seinem Armhebel der Gegendruck fehlt, fällt Ryan nach vorne, es ertönt ein lautes Krachen und der Schmerz in meinem Arm explodiert. Ich beginne zu schreien, so laut, dass es alle Tribute in einem Umkreis von drei Kilometern hören müssen, kümmere mich nicht mehr um den Schlamm, der sich in meine Lunge drängt, will nur noch, dass es aufhört. Undeutlich spüre ich, dass Django jetzt bei mir ist, Ryan rappelt sich auf und will weglaufen, doch Django durchtrennt ihm mit seinem Dreizack die Sehnen an seiner rechten Kniekehle. Ryan heult auf, sein Blut spritzt mir ins Gesicht und nimmt mir einen Teil meines Blickfeldes. Wütend tritt Django dem verletzten Jungen noch einmal fest in den Bauch, dann wendet er sich mir zu.
    „Lily, wo tut es weh? Was hat er dir getan?“
    „Mein Arm …“, japse ich. Django besieht sich meinen Unterarm, der in einem unnatürlichen Winkel nach unten hängt, zieht mich aus dem Schlamm und lehnt mich gegen einen Baumstamm. Ich stöhne auf, wage es aber nicht, weiterzuschreien, wer weiß, wer sich hier noch verbirgt. Meine Augen fallen zu, ich sehe mich nach Django um, aber er ist weg. Ryan töten, vielleicht. Ich spüre, dass es mir nicht gleich ist, ob er es tut oder nicht. Es wird keinen Unterschied machen, früher oder später wird er ohnehin sterben, aber der wahre Grund ist innerlich. Es wird ihn zu einem Mörder machen.
    So sehr auf meinen Geist konzentriert, nehme ich den Schmerz in meinem Arm kaum noch wahr, blende ihn aus. Ich weiß, dass wir ein Problem haben. Wir dürfen uns nichts vormachen – er ist gebrochen und wird mich behindern, vielleicht sogar meine Todesursache sein. Aber solange der Schmerz nicht zu mir dringt, ist es unwirklich, fiktiv, weit entfernt. Noch lebe ich. Noch ist es für nichts zu spät.
    „Hey, wach auf.“ Django, eindeutig Django. Ich schlage die Augen auf.
    Sofort wandert mein Blick zu seinen Händen. Blutüberströmt, vom Dreizack trieft es.
    Ohne dass ich es verhindert kann, füllen sich meine Augen mit Tränen. „Hast du … hast du …“
    Warum habe ich die Kanone nicht gehört? Habe ich sie weggeblendet, so wie den Schmerz?
    „Nein“, seufzt er. „Ich konnte nicht, habe ihn laufen lassen. Schwache zu töten …“
    Doch er führt den Satz nicht zuende, sondern blickt in die Ferne, als hätte er dort eine Kamera gesehen, die ihn daran erinnert, dass das Kapitol alles mitschneidet, was er sagt.
    „Ich glaube, er wollte mich nicht töten, er wollte von unseren Vorräten stehlen“, schniefe ich und wische mir mit meinem unverletzten Arm über die Nase.
    Djangos Kopf dreht sich wieder mir zu, doch seine Augen haben sich an einem für mich nicht sichtbaren Punkt festgeankert, den er nicht loslassen will. „Bestimmen unsere Taten das, was wir verdient haben, oder sind es wir selbst?“
    Plötzlich sieht er mich an, in seinen Augen leuchtet Feuer. Er streckt eine Hand aus und fährt mir damit über die Lippen. Ich halte den Atem an. Hat er meine Gedanken gelesen? Hat er etwas gespürt, vorhin, führt er das Kapitol vor? Jetzt, gemeinsam mit mir?
    Doch dann lässt er die Hand sinken. „Du musst etwas Wasser zu dir nehmen, deine Lippen sind ganz trocken.“
    „Oh“, mache ich und hoffe, dass er die Röte auf meinen Wangen nicht sieht.
    Dann kommt er, der ungeheure, wütende, stechende Schmerz, eine Sonne, die in mir aufgeht, mich auf den Boden wirft, zusammenkrümmt, schüttelt. Ich halte den gebrochenen Arm mit meinem Körper umklammert, mache mich klein, wünsche mich an einen anderen Ort, in eine andere Zeit. Ein gellender, langgezogener Schrei zerreißt die Stille, der nicht enden will. Erst, als ich Djangos Hand in meinem Rachen spüre, der mich zum Schweigen bringen muss, merke ich, dass er von mir selbst stammt. Verzweifelt beiße ich auf Djangos Hand, der sie fluchend zurückzieht, und ich schreie, kreische, weine weiter, bis ich erschöpft auf dem Boden liegen bleibe und weiß, dass ich nie wieder aufstehen werde.

    Ein Tropfen landet auf meiner Lippe. Ich stöhne auf und taste mit der Zungenspitze danach, es schmeckt nach nichts. Regenwasser?
    Auf jeden Fall keine Tränen, das ist gut, Tränen kann ich nicht gebrauchen. Tränen sind traurig. Ich will nicht traurig sein. Nur schlafen, weiter schlafen …
    Was ist passiert? Dumpf erinnere ich mich an Django, Ryan, der unsere Vorräte stehlen wollte, Schmerz, und dann wieder Django. Unsere Vorräte – wo sind sie jetzt? Um das herauszufinden, muss ich die Augen öffnen, das weiß ich. Aber meine Lider sind schwer, so schwer …
    Ich dämmere weg.

    Als ich das nächste Mal aufwache, ist der pochende Schmerz in meinem Arm wieder da. Ich seufze auf, öffne die Augen und starre direkt in Djangos besorgtes Gesicht.
    „Nein, es war leider kein Traum“, sind seine ersten Worte an mich.
    „Ich merke es“, schnappe ich, meine Stimme klingt scharf durch die Schmerzen. „Und was machen wir jetzt?“
    Django sieht sich um. „Nun, ich denke“, er faltet die Hände in seinem Schoß, „ich lasse dich jetzt hier allein und wir geben unser Bündnis auf.“
    Mir fällt die Kinnlade herunter. „Was … wie bitte?“
    Jetzt lächelt er schief, doch es sieht gezwungen aus. „Nur ein Witz. Natürlich bleibe ich bei dir und pflege dich gesund.“
    „Wir sind geliefert“, murmele ich und blicke auf meinen Arm hinunter, der inzwischen stark angeschwollen ist. Kein offener Bruch, jedenfalls sehe ich keinen Knochen, aber ist das ein gutes Zeichen? Ich weiß es nicht und das beunruhigt mich zutiefst.
    Ich sehe wieder auf. Django hält die Arme hinter seinem Rücken und scheint etwas zu verstecken. Als ich eine Augenbraue hebe, zeigt er mir eine Packung Trockenobst.
    „Ein Sponsorengeschenk an uns“, sagt er.
    Die Freude überwältigt mich nicht, aber ich bringe ein Lächeln zustande. „Sie glauben noch an uns.“
    Django nickt, dann wird er wieder ernst. „Und jetzt iss etwas.“
    „Ich habe keinen Hunger“, wehre ich ab, dann denke ich an das Eichhörnchen von heute Morgen. „Na gut.“ Unwillig lasse ich mich von ihm füttern, ein Stück getrocknete Banane, dann etwas Apfel. Es schmeckt in Ordnung, ist aber nichts gegen die Feinkost aus dem Kapitol. Ich will mir nicht ausmalen, wie viel ein warmes Mittagessen kosten muss.
    Django nimmt sich auch ein Stück Obst, schnüffelt mit gerunzelter Stirn daran und schiebt es sich dann in den Mund. „Lecker.“
    Fast muss ich über sein Gesicht lachen, dann schiebe ich mir das doch für später auf. Später, wenn wir irgendeinen Weg gefunden haben, wie mein Arm heilen kann …
    Plötzlich wird mir bewusst, dass ich keine Ahnung habe, wie lange mein Leben noch dauert. Vielleicht wird es gar kein „später“ mehr geben. Sollte ich doch jetzt lachen, einfach um es vor meinem Tod noch ein letztes Mal zu tun? Doch die Stimmung dazu ist mir vergangen.
    Django legt den Kopf schief, er scheint mich schon länger beobachtet zu haben. „Wieder am nachdenken? Überlegst du dir gerade, auf wie viele verschiedene Arten du hier sterben könntest?“
    „Witzig“, murmele ich und blicke zu Boden. Immer noch befinde ich mich in einer liegenden Position, was mir jetzt aber irgendwie schwach und hilflos vorkommt und so bemühe ich mich, mich aufzusetzen. Wie selbstverständlich kommt Django mir zu Hilfe und ich mir fehlt die Lust, ihn abzuweisen.
    „Kannst du aufstehen?“, fragt er. Ich nicke und stütze mich mit meinem gesunden Arm ab, daraufhin wird mir sofort schwindelig. Seltsam, dabei bin ich doch gar nicht auf den Kopf gefallen. Aber immerhin stehe ich jetzt und auch wenn ich die Lippen zusammenpressen muss, damit mir nicht übel wird, will ich auf keinen Fall wieder schlafen.
    „Um auf unser Gespräch von gerade zurückzukommen“, nimmt Django den Faden wieder auf, während er mir galant beim Gehen hilft, sodass ich fast das Gefühl habe, ich liefe ganz alleine, „ich habe nachgedacht und ich glaube, dass wir den besten Weg zu sterben noch vor uns haben. Und zwar eine Falle des Kapitols.“
    Jetzt lache ich doch, aber nicht vor Freude, es klingt schrill. „Du spinnst. Grausame Mutationen, die deinen Tod um Stunden verzögern, Regen aus Blut, Infektionen, Schmerzen, Leid …“
    „Ja, um sich dann im entscheidenden Moment das Messer in die Brust zu rammen und der Welt auf ehrenvolle Weise Lebewohl zu sagen“, sagt er.
    Nervös sehe ich mich nach Kameras um, die alles aufgezeichnet haben, was er da gerade von sich gegeben hat, aber vielleicht war genau das sein Ziel. So etwas hört das Kapitol nicht gerne.
    „Willst du etwa sein wie Maya?“, frage ich leise und runzele die Stirn.
    „Nicht ganz, immerhin habe ich noch die Verantwortung für dich.“ Er lächelt.
    Die Art, wie er stehen bleibt und mich ansieht, als hätte er gerade etwas Bedeutendes gesagt, bringt mich zur Weißglut. „Wie bitte? Du hast nicht –“
    „Hab ich doch.“ Ein weiteres arrogantes Lächeln.
    „Django, ich bin kein kleines Kind mehr!“ Ich blicke ihn kopfschüttelnd an und will gerade weitergehen, als er blitzschnell nach meinem verletzten Arm greift und zudrückt. Entsetzt kreische ich auf.
    Sofort lockert er den Griff, aber dann beugt er sich zu mir herab und raunt mir ins Ohr: „Da siehst du, wie gut du allein zurechtkommst. Ich lasse dich doch nicht von Seth und seiner Bande quälen.“
    Tränen brennen in meinen Augen, Tränen des Schmerzes, wie ich mir einzureden versuche, während ich mich darauf konzentriere, zu atmen und zu schlucken. Dann, ohne ihn anzusehen, nicke ich langsam.
    Als der Himmel sich langsam dunkelrot färbt, haben Django und ich einen Unterschlupf für die Nacht gefunden. Es ist ein hohler Baumstamm, der zwar schmutzig und voller Spinnweben ist, aber dort sind wir zumindest geschützt. Ich warte, bis Django hineingekrochen ist und „sauber!“ gerufen hat, dann folge ich ihm, meinen Arm immer noch so fest umklammert, dass die Fingerknöchel weiß hervortreten.
    Mehrere Minuten sitzen wir schweigend nebeneinander, während unser Atem in der Dunkelheit verpufft, es ist kalt geworden. Dann steht Django auf und verschwindet, mit dem Versprechen, bald wieder zurück zu sein, nach draußen.
    Ich fröstele leicht und frage mich, ob unser Versteck gut genug geschützt ist, dass uns niemand findet. Bei dem Gedanken an Ryan wird mir schlecht. Wird er die Nacht überstehen? Wird er, falls er Verbündete hat, diese erreichen? Werden sie nach uns suchen, nach unserem Blut gieren, um ihn zu rächen?
    Zwar hat er mich angegriffen und nicht umgekehrt, aber sein Bein so zuzurichten, könnte ein Fehler gewesen sein. Jetzt hat er einen Grund mehr, uns töten zu wollen. Falls er töten will.
    Natürlich hat er allein gegen uns beide eine geringe Chance, aber wenn er Verbündete hat …
    Leise wie ein Schatten gleitet Django zurück in den Baumstamm. Er hält etwas in seinen Händen, was ich in der Dunkelheit kaum erkennen kann, aber die Größe verrät mir, dass es unsere Vorräte sein müssen.
    „Streck mal deinen Arm aus“, verlangt er leise.
    Ich tue, wie mir geheißen, zögere nur einen ganz kleinen Moment – habe ich Angst, dass er mir wieder wehtut?
    Django scheint mein Zucken bemerkt zu haben. „Es tut mir leid wegen eben.“ Er klingt betreten. „Ich wollte dich nicht verletzen, aber … ich wollte dir zeigen, dass du mich brauchst.“ Er beginnt damit, vorsichtig die Bandage um meinen Arm zu wickeln.
    „Das kannst du mir zeigen, indem du mir hilfst, nicht, indem du alles nur noch schlimmer machst“, knurre ich. „Ich dachte, wir wären ein Team! Und du brauchst mich genauso wie ich dich.“ Vorwurfsvoll sehe ich ihn an und er nickt kaum merklich. „Ich weiß.“
    „Ryan hat unsere Vorräte liegen lassen“, erklärt Django. Im Licht der untergehenden Sonne scheint er zu lächeln – ein kleines bisschen nur.
    Er stützt meinen Arm, während er die Bandage zuende wickelt, fester diesmal, dennoch beschwere ich mich nicht. Stattdessen beiße ich mir auf die Lippe und starre auf eine Spinne, die wenige Zentimeter vor meinem Gesicht an einem Faden hängt.
    „Ich war nicht Herr meiner Sinne“, versucht er es erneut. „Was soll ich tun, damit du nicht mehr sauer bist?“
    „Ach Django, wir sind verdammt noch einmal geliefert!“, rufe ich. „Mit einem gebrochenen Arm kann man keine Hungerspiele gewinnen.“
    Als er meinen Arm loslässt, drehe ich den Kopf nach draußen und starre in die Nacht. Lausche den unheilvollen Geräuschen der Tiere, der Pflanzen.
    Und dann brechen die ersten Töne der Hymne über uns herein, erschrocken zucke ich zusammen und blicke auf. Das Wappen erscheint am Nachthimmel, keine Toten heute. Ich weiß nicht, warum ich erleichtert bin, dass Ryan noch nicht gestorben ist.
    Doch eines ist sicher: So friedlich wie heute wird es nicht mehr lange bleiben.
    Ich muss nicht gewinnen, nicht um jeden Preis … Nicht, dass ich es nicht will, aber ich verdiene es nicht. Es gibt Menschen hier in der Arena, die viel stärker, mutiger und schlauer sind als ich. Aber vor allem gibt es Menschen, die da draußen etwas verändern könnten, Menschen, die bessere Umstände für alle schaffen könnten … Aber ich bin keiner von ihnen.
    Ich habe immer recht gerne gelesen. Durch meine Eltern hatte ich die Möglichkeit dazu, die Geschichte des Landes und der anderen Länder zu studieren. Wenn ich eines darin gelernt habe, dann, dass ganz gleich wie dunkel die Zeiten auch sein mögen, es immer irgendwo jemanden gibt, der aufsteht und kämpft. Meine Vorfahren haben für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit gekämpft und es begann alles mit der Hoffnung.
    Gewinnen will ich nicht unbedingt, lieber sterbe ich, als zuzulassen, dass das Kapitol mich verbiegt. Mein ganzes Leben wurde von Angst bestimmt.
    Heute werde ich über meine Angst bestimmen.


    Canyon B-less
    Status: unverletzt, satt, durstig
    Besitz: Schwert, 3 gute Dolche, 3 kleine Dolche, Wurfmesser, 2 Messer, Axt; Rest siehe Bündnis 1
    Terrain (momentan): freies Feld

    China Darking
    Status: unverletzt, satt, nicht durstig
    Besitz: Schwert, 2 Degen, 4 gute Dolche, 2 kleine Dolche, Pfeil und Bogen; Rest siehe Bündnis 1
    Terrain (momentan): freies Feld

    Camelon Calon
    Status: unverletzt, satt, nicht durstig
    Besitz: 3 Wurfmesser, 2 Messer, Morgenstern, Axt, 2 Macheten, Ahle, Schleuder; Rest siehe Bündnis 1
    Terrain (momentan): freies Feld

    Hope Stuarts
    Status: tiefe Wunde im linken Schulterblatt (Messer), mit Kompressen und Mullbinden versorgt, nicht entzündet, wohl nicht mehr lebensbedrohlich; abschwellende Brandwunde an der linken Handinnenfläche, etwas durstig, etwas hungrig
    Besitz: Ahle; Rest siehe Bündnis 2
    Terrain (momentan): Wüste bzw. zerstörte Stadt, auf dem Weg in den Wald

    Dexter Graham
    Status: unverletzt, etwas hungrig, nicht durstig
    Besitz: keine Waffen; Rest siehe Bündnis 3
    Terrain (momentan): Höhlen unter dem freien Feld

    Luna Moonlight
    Status: unverletzt, nicht hungrig, etwas durstig
    Besitz: -
    Terrain (momentan): Wald bzw. Berg

    Django MC Fadden
    Status: unverletzt, nicht hungrig, nicht durstig
    Besitz: Dreizack; Rest siehe Bündnis 4
    Terrain (momentan): Wald bzw. Berg

    Seth Helmsley
    Status: einen tiefen Kratzer am Hals, den China falsch behandelt hat und der jetzt entzündet ist, satt, etwas durstig
    Besitz: 2 Wurfäxte, 2 Äxte, Schwert, Sense; Rest siehe Bündnis 1
    Terrain (momentan): freies Feld

    Lily Beaurelle
    Status: gebrochener Arm, der mit einer dünnen Bandage versorgt wurde, nicht hungrig, nicht durstig
    Besitz: keine Waffe; Rest siehe Bündnis 4
    Terrain (momentan): Wald bzw. Berg

    Kevin Owens
    Status: unverletzt, etwas hungrig, nicht durstig
    Besitz: Blasrohr (das Dexter für ihn am Füllhorn geholt hat); Rest siehe Bündnis 3
    Terrain (momentan): Höhlen unter dem freien Feld

    Miyu Jigoku
    Status: sich bessernde Oberschenkelverletzung, blaue Wange, etwas hungrig, etwas durstig
    Besitz: Schwert, 2 Wurfmesser, kleines Messer, Trockenobst-Päckchen, 1 gefüllte und 1 leere Wasserflasche (noch 1 Liter übrig)
    Terrain (momentan): Wüste bzw. zerstörte Stadt

    Connor Deeps
    Status: heilende Wunden an den Wangeninnenseiten, kleine Wunde an der Schulter, abschwellende Kopfschmerzen, etwas durstig, etwas hungrig
    Besitz: Machete; Rest siehe Bündnis 2
    Terrain (momentan): Wüste bzw. zerstörte Stadt, auf dem Weg in den Wald

    Anne Emera
    Status: unverletzt, nicht durstig, am Verhungern
    Besitz: Dorn, gefüllter Lederbeutel für Wasser, Feuerstein
    Terrain (momentan): Höhlen unter dem freien Feld

    Ryan Stanley
    Status: Sehnen an der Kniekehle des rechten Beins durchtrennt, nicht durstig, etwas hungrig
    Besitz: kleine Decke, leere Wasserflasche (inzwischen aufgefüllt), Trockenobst-Päckchen, Beeren und Wurzeln
    Terrain (momentan): Wald bzw. Berg

    Sky Dwadnir
    Status: unverletzt, etwas durstig, etwas hungrig
    Besitz: Schleuder; Rest siehe Bündnis 5
    Terrain (momentan): Wald bzw. Berg

    Cassedy Blanks
    Status: unverletzt, nicht durstig, etwas hungrig
    Besitz: pinkfarbener Rucksack mit: Jod, Handschuhe, Lederbeutel für Wasser (aufgefüllt)
    Terrain (momentan): Wüste bzw. zerstörte Stadt

    Nico Antheb
    Status: fast durchgebissene Lippe, Schnitt am Hals (bei beidem hat sich inzwischen eine Kruste gebildet), nicht durstig, etwas hungrig
    Besitz: 3 Wurfmesser, Schleuder; Rest siehe Bündnis 5
    Terrain (momentan): Wald bzw. Berg

    Bündnis 1 (momentan bestehend aus China, Canyon, Camelon und Seth)
    Schlammfarbener Rucksack mit: Draht, Netz, Erste-Hilfe-Set, Bandagen, Antiseptikum, Jod, Schlafsack, warme Jacke, Handschuhe, Feuerzeug, gefüllte Wasserflasche, Trockenobst, Fleisch, Brot, 2 Nachtsichtbrillen
    Werkzeuge: langer Draht (4), Netze (1), Schlingen (3), Seile (3)
    Medizin: Erste-Hilfe-Set (2), Bandagen (3), Antiseptikum (2), Branntwein (3), Jod (3)
    Wetterschutz: Gute Zelte (1), Kleine Zelte (2), Plastikplanen (1)
    Warmhalten: Schlafsäcke (2), kleine Decken (3), warme Jacken (2), Handschuhe (3), warme Socken (4)
    Feuermacher: Feuerzeug (1), Streichhölzer (2), Feuerstein (2)
    Wasserflaschen: gefüllt (0), leer (8), Lederbeutel (2)
    Essen: Trockenobst und Brot (1), Brot (1), halbes gejagtes Reh

    Bündnis 2 (momentan bestehend aus Connor und Hope)
    Grellgrüner Rucksack mit: Draht, Branntwein, Jod, warme Jacke, Handschuhe, Feuerstein, leere Wasserflasche, kleiner Rest Trockenobst
    Außerdem leere Wasserflasche

    Bündnis 3 (momentan bestehend aus Dexter und Kevin)
    Jodfläschchen, Feuerstein, Lederbeutel für Wasser, kleiner Rest von dem Laib Brot, halbvolle 1l-Wasserflasche

    Bündnis 4 (momentan bestehend aus Django und Lily)
    Netz, Bandage, Plastikplane, warme Jacke, ein Laib Brot, zwei Spatzen, durch Socken gefiltertes Wasser (durch Djangos Socken, bah ;))

    Bündnis 5 (momentan bestehend aus Nico und Sky)
    Grauer Rucksack mit: kleines Messer, Draht, Bandagen, Antiseptikum, Jod, Schlafsack, Handschuhe, Streichhölzer, gefüllte Wasserflasche, Trockenobst, Fleisch, Nachtsichtbrille
    Außerdem Seil, Plastikplane, Handschuhe, halb gefüllte Wasserflasche


    Und nun unsere toten Tribute des heutigen Tages. Wir sind bei euch und bei euren Familien und Freunden, die euch immer in Erinnerungen behalten werden.


    34
    Tag 4: Kevin (12), Distrikt 7
    Als ich aufwache, ist es dunkel, dabei kann es nicht allzu früh sein. Der Platz neben mir ist kalt und leer. Dexter muss schon aufgebrochen sein. Wohin? Das weiß ich nicht. Wahrscheinlich Essen suchen. Mein Magen knurrt laut bei dem Gedanken. Ich stöhne und reibe mir eine Hand über den Bauch, erschrecke plötzlich, als mein Finger etwas seltsam Hartes ertastet – eine Rippe? Ja, kein Zweifel. Mir wird übel.
    Ich bin nie dünn gewesen. Meine Eltern haben genug verdient, dass ich mehr essen konnte, als gut für mich war. Dass mein Gewicht jetzt so rasant abwärts geht, erschreckt mich zutiefst. Ein Schauer fährt durch meinen Körper, ich zittere. Ob mich meine Eltern überhaupt noch wieder erkennen?
    „Klopf, klopf“, ertönt eine Stimme. Ich drehe den Kopf und seufze erleichtert, als ich erkenne, dass es nur Dexter ist.
    „Ich wollte eigentlich nicht stören, wo du so mit dir selbst beschäftigt bist, aber hast du Hunger?“ Er grinst und hält eine Rattenleiche hoch.
    Schneller, als ich es je für möglich gehalten hätte, bin ich auf den Beinen und greife nach der Ratte. Doch Dexter zieht sie weg.
    „Halt“, er runzelt die Stirn, kaum auszumachen in der Dunkelheit der Höhle. „Erst erklärst du mir, was du da gerade gemacht hast.“
    Peinlich berührt senke ich den Kopf, wieder zittere ich vor Kälte. „Mir ist aufgefallen, dass ich … so dünn geworden bin.“
    Ein Moment der Stille entsteht, während Dexter meinen Körper von oben bis unten mustert, und schließlich verwirrt den Kopf schüttelt. „Du bist immer noch ein kleiner Fettklops.“
    Er stößt mich in die Seite und ich lache, doch es klingt rau und unecht.
    Doch dann zögert Dexter. „Aber … du hast schon abgenommen.“
    Ich schaue an mir herunter, nicke. Das hätte ich erwarten müssen. Als ich wieder aufblicke, ist Dexter gerade dabei, die Ratte zu zerteilen, mit roher Gewalt. Er reißt sie förmlich auseinander. Ich stelle mich hinter ihn, und bemerke plötzlich, wie schlaff das hellbraune Oberteil an seinem Körper herunterhängt. Und er selbst wirkt genauso … müde, wie ich mich fühle.
    Eine Welle der Sorge rollt über mich. Es muss etwas geschehen. Wir werden noch verhungern.
    „Gib die Ratte her“, murmele ich schwach, und er reicht mir ein Stück Fleisch, dass ich sofort verschlinge. Der Geschmack ist ekelerregend, und die Ratte könnte eine Krankheit übertragen, aber beides ist mir in diesem Moment egal.
    „Weißt du was?“, meint Dexter. „Diese Höhlen machen mich krank. Ich glaube, ich werde mich nie an die Dunkelheit gewöhnen.“
    „Sollen wir nach draußen?“, frage ich vorsichtig. Knabbere dabei an einem Knochen herum, damit meine Kiefer noch möglichst lange etwas zu tun haben.
    Er sieht mich unentschlossen an. „Draußen haben Seth und seine Bande ihr Lager aufgeschlagen. Wir würden ihnen direkt in die Arme laufen.“
    „Aber irgendwann werden sie kommen und dann sitzen wir hier unten in der Falle“, werfe ich ein.
    Dexter flucht. „Mist! Gibt es denn nichts, was wir tun können?“
    Ich lasse die Frage unbeantwortet, spucke den Knochen aus und schiebe mir ein weiteres Stück Fleisch in den Mund. Dexter isst nun auch, doch er ist vorsichtiger als ich. Inspiziert jeden Partikel genau.
    Ich bemerke, wie er mit jedem Bissen unruhiger wird. Seine Hände ballen sich zu Fäusten, etwas, das ich noch nie bei ihm gesehen habe. Ihn scheint die Unwissenheit wirklich wahnsinnig zu machen. Da wir den Nachthimmel nicht sehen können, wissen wir nicht, wer gestorben ist, wir haben bloß die Anzahl der Kanonenschüsse gehört. 7, wenn wir uns nicht geirrt haben …
    Als wir mit der Ratte fertig sind, läuft Dexter in unserem kleinen Höhlenraum ruhelos auf und ab.
    „Lass uns einfach noch ein bisschen warten“, schlage ich vor.
    „Ich habe die Nase voll vom Warten!“, fährt er mich an. „Es ist schon der 4. Tag und wir sind immer noch 17 in der Arena! Das wird nicht lange so weitergehen. Vielleicht werden wir die nächsten Toten sein!“
    „Sicherlich nicht“, murmele ich und verschränke die Arme vor der Brust, befremdet von seinem plötzlichen Ausbruch. „Unser Versteck ist gut.“
    Er schnaubt nur, bleibt stehen und tippt nervös mit dem Fuß auf den Boden, immer wieder, immer schneller. „Genug. Es ist genug. Wir haben eine Chance und ich werde sie wahrnehmen. Weißt du was, Kevin, ich gehe jetzt da raus und …“
    In diesem Moment hören wir den Schrei.
    Dexter springt vor Schreck fast einen halben Meter in die Höhe und presst sich dann gegen die Wand, um vorsichtig in die Richtung zu spähen, die vor wenigen Sekunden noch sein Ziel war.
    „Was war das?“, frage ich und schlucke, meine Stimme zittert.
    „Vielleicht solltest du eher fragen, wer“, gibt Dexter leise zurück.
    Ich starre in die Finsternis. Nichts ist zu sehen, aber die Luft knistert vor Spannung. Kaninchen schreien sehr menschenähnlich, habe ich einmal gelesen, und unglaublich gerne würde ich jetzt daran glauben, dass eines vor den kleinen Tieren dort gestorben ist. Doch das war gerade ein Tribut, ganz sicher. Ein Todesschrei?
    „Ein Todesschrei?“, stoße ich den Gedanken aus meinem Kopf, weniger an Dexter gerichtet als an den Menschen da draußen.
    Mit einer viel zu schnellen Bewegung dreht er sich zu mir um. „Wir müssen nachsehen!“, zischt er mir zu.
    Ich habe gewusst, dass er das tun will, dass er nicht mit der Unwissenheit leben will, aber darauf vorbereitet bin ich nicht. Zwei, drei Schritte stolpere ich zurück, bis ich gegen eine Wand stoße. Der Boden unter mir scheint zu schwanken.
    „Nie. Mals.“ Die Silben presse ich so heraus, dass sie sich anhören wie zwei einzelne Worte. „Bist du verrückt? Dieser Tribut ist sicher gerade in eine Falle von Seth getappt, die dort war, wo wir gerade hinlaufen wollten! Wenn wir uns nur eine Sekunde früher dazu entschieden hätten, wären wir vielleicht die Opfer gewesen! Und du willst dennoch nach draußen? Vielleicht ist alles in unserem Umkreis voller Fallen, die ganze Höhlenlandschaft …“
    Dexter scheint etwa zwei Sekunden über meine panischen Argumente nachzudenken, dann schüttelt er kurz und entschieden den Kopf. „Denk nach, Kevin! Wenn Seths Bande uns töten will, warum sollten sie Fallen stellen und nicht gleich zu uns kommen? Sie sind viel stärker als wir.“
    „Weil sie nicht wissen, wo wir sind“, entgegne ich scharf.
    „Ja“, nickt er, „noch nicht. Irgendwann werden sie uns finden, das ist sicher. Irgendwann wird es keinen Ausweg mehr geben. Wir müssen uns über unsere Situation Klarheit verschaffen!“
    „Wir werden sterben“, sage ich voller Überzeugung und ein Schauer läuft über meinen Rücken.
    Aber Dexter ist nicht mehr umzustimmen. „Ich will jetzt wissen, wer da draußen ist. Wer geschrieen hat.“
    „Seths Bande wird noch da sein“, gebe ich zu bedenken. „Wir sollten abwarten, bis wir uns sicher sein können, dass sie den Tribut allein gelassen haben und wieder in ihrem Lager sind.“
    „Und wenn der Tribut dann nicht mehr lebt?“, fragt Dexter heftig.
    Ich zucke zusammen, werfe einen schnellen Blick an die Höhlendecke. „Du meinst, dass … sie ihn am Leben gelassen haben? So schwer verletzt, dass er sterben wird, wenn er nicht sofort Hilfe bekommt?“
    Ein einziger Blick von ihm sagt mir, dass ich Recht habe.
    „Aber Dex, was sollen wir tun? Wir haben keine Medikamente.“
    Er seufzt, sieht sich unschlüssig um und mir schließlich in die Augen. „Kann ich mich auf dich verlassen, Bruder?“
    Als er mich einen Bruder nennt, rauscht ein warmer Regen durch meinen Körper. Wir wissen beide, dass wir nicht verwandt, nicht einmal aus demselben Distrikt sind. Aber das Wort war ernst gemeint, nicht abfällig. Etwas verbindet uns, ein starkes Band wie bei Brüdern.
    „Das kannst du“, sage ich ernsthaft. Meine Stimme ist plötzlich fest, und ich spüre, dass sich etwas zwischen uns verändert hat.
    Einige Sekunden lang herrscht Stille, und ich horche noch einmal nach dem Schrei, aber er kommt nicht wieder. Dann bückt sich Dexter und hebt etwas vom Boden auf. Steine, viele kleine Steine.
    „Was sollen wir damit?“, frage ich und runzele die Stirn.
    „Das“, er lächelt leicht, „ist unser Plan.“
    Er nimmt einen Stein in seine gute Hand und schleudert ihn mit einer schwungvollen Bewegung in die Richtung, aus der der Schrei kam. Mit einem lauten Klacken schlägt er gegen eine Wand.
    Atemlos warten wir auf die Stimmen, die nun kommen müssen, Seths Gebrüll, sein Befehl, alles zu töten, was sich in der Höhle verbirgt. Doch die Stille hält an.
    Ein neuer Stein trifft die Wand, ein weiterer die Decke.
    Dexter zählt langsam zehn Sekunden ab, dann grinst er mich an. „Sieht so aus, als hätten wir freie Bahn.“
    Obwohl ich seinen Optimismus nicht teilen kann, zwinge ich mich zu einem Lächeln und mache mehrere kleine Schritte nach vorne. Dexter läuft nun etwas weiter, bleibt alle zwei Meter stehen und wirft Steine nach links und rechts, nach vorne, auf den Boden und an die Decke. Ich folge ihm wie ein Schatten und sehe mich immer wieder um. Mit den Steinen könnte ich ihm helfen, aber er fragt nicht.
    Auch wenn wir ständig stehen bleiben, lauschen und abwarten, dauert es nicht lange, bis wir sie sehen.
    Es ist ein Mädchen, soviel kann ich in der Dunkelheit erkennen. Sie liegt auf den Steinen, die Seite zu uns gekehrt. Ihre linke Hand liegt mit der Handfläche auf dem Boden ausgestreckt, direkt vor uns. Die rechte Hand befindet sich auf ihrem Bauch, das Gesicht ist von uns weggedreht.
    Dexter tritt näher, meinem Gefühl nach viel zu schnell. Plötzlich verliert er den Halt, rutscht auf dem Boden aus und fängt sich in letzter Sekunde wieder. Seine Finger streifen etwas Glitschiges auf den Steinen.
    „Blut“, keucht er und sein Gesicht spiegelt mein eigenes Entsetzen wieder. Vorsichtig beugt er sich zu dem Mädchen hinab. „Kevin, du musst mir helfen!“
    Je länger ich zu ihr starre, desto deutlicher werden die Umrisse des Mädchens. Immer mehr werde ich mir des dunklen Flecks auf ihrem Bauch bewusst, der sich unter ihrer Hand ausbreitet.
    „Schau mal da …“ Die Worte bleiben in meiner Kehle stecken.
    Doch Dexter hat es selbst gesehen, achtlos wirft er die Hand beiseite und zieht das blutbefleckte Shirt hoch, um sich die Verletzung näher anzusehen. Ein, zwei Sekunden hält er inne, dann sieht er mich entgeistert an.
    „Ich … ich finde keine Wunde“, krächzt er. „Da ist so viel Blut, aber ich sehe keine Wunde, verdammt!“
    „Das kann doch nicht sein …“, will ich erwidern, aber als ich mich ebenso hinunterbeuge und über den Bauch des Mädchens streiche, kann ich keine Verletzung entdecken.
    Dexter sieht mich an, sein Mund steht offen. „Was zum Teufel geht hier vor sich?“
    Ich starre auf das Mädchen hinab und versuche, einen Sinn zu finden. Das viele Blut ohne Wunde, das Mädchen, das dennoch verletzt zu sein scheint. Die Hand, die auf ihrem Bauch lag …
    „Ihre Hand!“, zische ich und greife danach, drehe sie brutal zu mir um. Verdammt. Ich hatte Recht mit meiner Vermutung.
    Dexter fasst nach der anderen Hand, die in einer Blutlache liegt, dort wo er eben ausgerutscht ist.
    Wir halten die Handgelenke nebeneinander, sprachlos vor Entsetzen.
    Die Hauptschlagadern an beiden Händen sind durchtrennt.
    Für den Bruchteil einer Sekunde sieht Dexter mir in die Augen, und in seinem Blick liegt so viel Verzweiflung, dass ich zurückzucke. Plötzlich lässt er die Hand des Mädchens fallen und presst ihr zwei Finger gegen den Hals, wartet endlose Sekunden.
    „Sie lebt“, sagt er schließlich tonlos.
    „Noch“, murmele ich. Denn dass ihre Zeit fast schon verronnen ist, ist so schrecklich wie eindeutig. Wir werden ihr nicht mehr helfen können.
    „Weißt du, wer es ist?“ Dexter hat sich auf den Boden fallen lassen und vergräbt die Hände unter seinen Beinen.
    Vorsichtig drehe ich den Kopf des Mädchens zu mir um. Es ist ein hübsches, erwachsenes Gesicht mit langen Haaren, von denen lauter Strähnen auf ihrer Stirn kleben. Eine dumpfe Erinnerung regt sich in meinem Schädel, auch wenn ich mich nicht an ihren Namen erinnere.
    „Das muss das Mädchen aus Distrikt 8 sein“, sage ich langsam. „Was haben sie nur mit ihr gemacht?“
    Dexter geht nicht auf meine Frage ein, er weiß so gut wie ich, dass wir die Antwort nicht finden werden. „Wir sollten sie mit in unseren Unterschlupf nehmen“, sagt er stattdessen.
    Ich habe ein mulmiges Gefühl dabei, aber er hat recht. Wenn sie stirbt, sollte das nicht in einem der endlosen Gänge geschehen.
    Wir stimmen uns ab, ohne Worte gebrauchen zu müssen. Ich nehme die Beine, Dexter den Kopf. Das Mädchen ist nicht schwer, sie muss genauso viel Gewicht verloren haben wie wir, und obwohl mich die Erschöpfung beinahe zusammenbrechen lässt, schaffen wir es in unsere Höhle zurück. Sofort reißt Dexter Fetzen von seiner Kleidung und presst sie auf die Handgelenke des Mädchens. Es dauert weniger als eine Minute, bis sie durchgeblutet sind.
    Während Dexter sich um neue Verbände kümmert, durchsuche ich das Mädchen. Sie hat nicht viel: Einen Dorn, einen Lederbeutel für Wasser und einen Feuerstein. Dann entdecke ich noch eine halb gefüllte, 1l-Flasche in ihrer Jackentasche, die offensichtlich ein Sponsorengeschenk ist, denn ich bin mir sicher, dass das Mädchen nicht zum Füllhorn gerannt ist.
    „Schau.“ Ich zeige Dexter meine Funde, doch er interessiert sich nicht dafür.
    „Kevin“, flüstert er. „Ich glaube, sie wacht auf.“
    „Was?“ Blitzschnell beuge ich mich über den reglosen Kopf des Mädchens. Ihre Lider flattern.
    Eine Sekunde, zwei. Dann schlägt sie die Augen auf.
    Bei ihrem wachen Anblick scheint Dexter sich zu erinnern. „Das ist Anne“, sagt er und schluckt. „Distrikt 8, du hattest recht.“
    Das Mädchen, Anne, öffnet ihren Mund zu einem stummen Schrei. „Bitte tötet mich nicht!“
    Ich verschränke die Arme vor der Brust und stehe auf. „Werden wir nicht.“
    Ein kurzer Blick zu Dexter, der sich wieder seinen Verbänden gewidmet hat. Bald wird er keine Kleidung mehr haben, denke ich düster.
    Also muss ich es tun. Sie fragen.
    „Ich bin Kevin“, beginne ich vorsichtig. „Und das ist mein Freund Dexter.“ Ich deute auf ihn. „Distrikt 7 und 3.“
    Anne nickt langsam.
    Ich muss es tun. Wenn wir nicht wollen, dass uns das Gleiche passiert, müssen wir es wissen.
    „Anne …“ Ich hole tief Luft. „Weißt du, was mit dir geschehen ist?“
    Binnen von Sekunden legt sich ein solches Grauen auf ihr Gesicht, dass mir ein eiskalter Schauer über den Rücken läuft. Anne presst die Lider zusammen, verkrampft ihren ganzen Körper bis auf die Hände, die sie nicht mehr bewegen kann, und stößt einen markerschütternden Schrei aus.
    Ich reagiere nur den Bruchteil einer Sekunde schneller als Dexter, drücke meine Hand auf ihren Mund.
    „Leise“, zische ich, „leise, oder willst du, dass sie zurückkommen?“
    Sofort erstirbt der Schrei. Annes Lider flackern wieder auf, ich nehme meine Hand vorsichtig zurück.
    „Es tut mir leid“, murmelt sie. „Es ist … es war …“
    Dann ein Geräusch, das uns alle herumfahren lässt. Doch es ist nicht Seths Bande, wie ich erst befürchte, sondern ein silbriger Fallschirm, der soeben auf dem Boden gelandet ist. Er muss durch eines der kleinen Deckenlöcher, durch die die Luft strömt, hineingeschwebt sein.
    Wie in Trance bewege ich mich auf das Sponsorengeschenk zu. Noch eines also. Es werden Verbände sein für Anne, oder eine Salbe, mit der wir sie vielleicht irgendwie noch retten können.
    Doch dann sehe ich das Etikett. Kein Verband. Sondern Schlafsirup.
    Darunter eine Botschaft, in ordentlicher Handschrift verfasst, winzig und geschwungen.
    „Für beide Fälle“, lese ich laut vor und wieder läuft ein Schauer durch meinen Körper.
    Dexters und mein Kopf schießen gleichzeitig zu ihr herum und unsere Augen durchbohren Annes.
    Es kann nur für sie bestimmt sein.
    Zwei Sekunden. Zwei Sekunden, bis sie begreift. Ihr Kiefer nach unten fällt. Ihre Augen aus den Höhlen hervortreten. Zwei Sekunden, bis sie beginnt, am ganzen Körper zu zittern.
    Mein Blick fällt auf ihre blutenden Handgelenke. Die Adern sind längs aufgeschlitzt, nicht quer. Quer würde sie nicht verbluten. Der, der das hier getan hat, hat das gewusst, offensichtlich.
    „Ich werde sterben.“ Kein Wimmern, kein Schrei. Keine Frage. Annes Blick schwankt zwischen Dexter und mir hin und her.
    „Das ist nicht gesagt …“, beginne ich, aber Dexter sieht mich fest an und schüttelt dann leicht den Kopf. Ihr ist nicht mehr zu helfen, will er das sagen? Das glaube ich nicht. Es muss eine Möglichkeit geben. Was haben diese Spiele für einen Sinn, wenn die Sieger Mörder sein werden? Unfassbar.
    „Für beide Fälle.“ Ich greife nach dem Fallschirm, halte ihn so fest in meiner Hand, dass meine Knöchel weiß hervortreten. Runzele die Stirn. Konzentrieren, ich muss mich konzentrieren. „Zwei Fälle. Leben oder Tod. Es ist noch nichts entschieden.“
    Dexter berührt mich leicht am Arm. „Kevin …“
    Ich schüttele ihn ab. „Es ist, um die Schmerzen zu lindern.“
    „Um sie schlafen zu lassen“, sagt er.
    Mein Blick verdüstert sich. „Mit schlafen meinst du …“
    „Sterben.“ Seine Stimme klingt rau, er räuspert sich. „Sie hat schon zu viel Blut verloren, siehst du das nicht? Wir können ihr keine Transfusion geben, wir haben sicher nicht einmal dieselbe Blutgruppe wie sie …“
    „Was zum Teufel ist eine Transfusion?“, zische ich. „Rede in unserer Sprache!“
    „Transfusion bedeutet, dass einer Person, die zu viel Blut verloren hat …“
    „Es interessiert mich nicht, was das ist, weil sie leben wird!“ Meine Stimme wird lauter, echot in den Höhlenwänden. Wir beide zucken zusammen.
    In diesem Moment stößt Anne einen langen Seufzer aus. „Ich liebe euch.“
    Erschrocken fahre ich zu ihr herum, in dem Glauben, dass sie Dexter und mich meint, doch dann fährt sie mit leiser Stimme fort.
    „Lily, es tut mir leid, wie ich dich behandelt habe. Ich werde auf euch warten.“
    Von wem spricht sie? Ihre Mutter? Ihre Schwester, eine Freundin?
    Annes Kopf sinkt zurück auf den kalten Höhlenboden. Ihre Handgelenke zucken, dann immer weniger. Ihre Muskeln werden schlaff.
    Es ist zu spät, als ich begreife, was geschieht.
    „Nein!“, rufe ich, Seths Bande ist mir gleich in diesem Moment. Ich will auf sie zustürzen, doch Dexter hält mich fest.
    „Du kannst nichts tun“, sagt er. Aber auch seine Stimme schwankt.
    Nach einer halben Minute regt sich Anne nicht mehr. Wir warten, eingefroren in unserer Haltung, wagen uns nicht zu bewegen. Warten auf das Unumgehliche.
    Irgendwann später ertönt der Kanonenschuss.
    Ich starre fassungslos auf den Schlafsirup in meiner Hand.

    Canyon B-less
    Status: unverletzt, satt, nicht durstig
    Besitz: Schwert, 3 gute Dolche, 3 kleine Dolche, Wurfmesser, 2 Messer, Axt; Rest siehe Bündnis 1
    Terrain (momentan): freies Feld

    China Darking
    Status: unverletzt, satt, nicht durstig
    Besitz: Schwert, 2 Degen, 4 gute Dolche, 2 kleine Dolche, Pfeil und Bogen; Rest siehe Bündnis 1
    Terrain (momentan): freies Feld

    Camelon Calon
    Status: unverletzt bis auf leichten Bluterguss am Nacken (Nicos Schleuder), satt, nicht durstig
    Besitz: 3 Wurfmesser, 2 Messer, Morgenstern, Axt, 2 Macheten, Ahle, Schleuder; Rest siehe Bündnis 1
    Terrain (momentan): freies Feld

    Hope Stuarts
    Status: tiefe Wunde im linken Schulterblatt (Messer), ein wenig mit Branntwein versorgt zur Schmerzlinderung; Brandwunde an der linken Handinnenfläche, etwas durstig, sehr hungrig
    Besitz: keine Waffen; Rest siehe Bündnis 2
    Terrain (momentan): Wüste bzw. zerstörte Stadt

    Dexter Graham
    Status: unverletzt, etwas hungrig, etwas durstig
    Besitz: keine Waffen; Rest siehe Bündnis 3
    Terrain (momentan): Höhlen unter dem freien Feld

    Luna Moonlight
    Status: unverletzt, ziemlich hungrig, am Verdursten
    Besitz: -
    Terrain (momentan): Wüste bzw. zerstörte Stadt

    Django MC Fadden
    Status: unverletzt, ziemlich hungrig, nicht durstig
    Besitz: Dreizack; Rest siehe Bündnis 4
    Terrain (momentan): Wald bzw. Berg

    Seth Helmsley
    Status: tiefer Kratzer am Hals, satt, etwas durstig, leicht reizbar, etwas paranoid seit China seine Wunde falsch behandelt hat (Er vermutet, dass China die Wunde mit Absicht falsch behandelt hat und traut seinen Mitstreitern nicht mehr über den Weg.)
    Besitz: 2 Wurfäxte, 2 Äxte, Schwert, Sense; Rest siehe Bündnis 1
    Terrain (momentan): freies Feld

    Lily Beaurelle
    Status: unverletzt, etwas hungrig, nicht durstig
    Besitz: keine Waffe; Rest siehe Bündnis 4
    Terrain (momentan): Wald bzw. Berg

    Kevin Owens
    Status: unverletzt, etwas hungrig, etwas durstig
    Besitz: Blasrohr (das Dexter für ihn am Füllhorn geholt hat); Rest siehe Bündnis 3
    Terrain (momentan): Höhlen unter dem freien Feld

    Miyu Jigoku
    Status: ziemlich tiefe Oberschenkelverletzung, die aber keimfrei verbunden ist und somit langsam besser wird, Prellung an der Wange, etwas hungrig, etwas durstig
    Besitz: Schwert, 2 Wurfmesser, kleines Messer, Trockenobst-Brot-Päckchen, 1 gefüllte Wasserflasche, eine Wasserflasche der schon etwas Flüssigkeit fehlt (davon noch 9/5 Liter übrig)
    Terrain (momentan): Wüste bzw. zerstörte Stadt

    Connor Deeps
    Status: Wangeninnenseiten aufgeschnitten, Wunde an der Schulter, Kopfschmerzen, kleinere Splitterwunden, (Alles heilt langsam aber sicher ab, abgesehen von den Kopfschmerzen, die mit der geringen Nahrungsaufnahme bzw Flüssigkeitsaufnahme zusammenhängen.) etwas durstig, etwas hungrig
    Besitz: Machete; Rest siehe Bündnis 2
    Terrain (momentan): Wüste bzw. zerstörte Stadt

    Ryan Stanley
    Status: verheilende Kratzwunde an der Hand von Cassedy, Sehnen einer Kniekehle durchtrennt, nicht durstig, etwas hungrig
    Besitz: kleine Decke, leere Wasserflasche (inzwischen aufgefüllt), Trockenobst-Päckchen, Maus
    Terrain (momentan): Wald bzw. Berg

    Sky Dwadnir
    Status: unverletzt, nicht durstig, leicht hungrig
    Besitz: keine Waffen; Rest siehe Bündnis 5
    Terrain (momentan): Wald bzw. Berg

    Cassedy Blanks
    Status: unverletzt, nicht durstig, nicht hungrig
    Besitz: pinkfarbener Rucksack mit: Jod, Handschuhe, Lederbeutel für Wasser (aufgefüllt), außerdem mehrere Geckos und Mäuse
    Terrain (momentan): Wüste bzw. zerstörte Stadt

    Nico Antheb
    Status: kleinere Wunde an der Lippe, Schnitt am Hals (beides auf dem Weg zur Besserung), nicht durstig, leicht hungrig
    Besitz: 3 Wurfmesser, Schleuder; Rest siehe Bündnis 5
    Terrain (momentan): Wald bzw. Berg

    Bündnis 1 (momentan bestehend aus China, Canyon, Camelon und Seth)
    Schlammfarbener Rucksack mit: Draht, Netz, Erste-Hilfe-Set, Bandagen, Antiseptikum, Jod, Schlafsack, warme Jacke, Handschuhe, Feuerzeug, gefüllte Wasserflasche, Trockenobst, Fleisch, Brot, 2 Nachtsichtbrillen
    Werkzeuge: langer Draht (4), Netze (1), Schlingen (3), Seile (3)
    Medizin: Erste-Hilfe-Set (2), Bandagen (3), Antiseptikum (2), Branntwein (3), Jod (3)
    Wetterschutz: Gute Zelte (1), Kleine Zelte (2), Plastikplanen (1)
    Warmhalten: Schlafsäcke (2), kleine Decken (3), warme Jacken (2), Handschuhe (3), warme Socken (4)
    Feuermacher: Feuerzeug (1), Streichhölzer (2), Feuerstein (2)
    Wasserflaschen: gefüllt (1), leer (7), Lederbeutel (2)
    Essen: Trockenobst und Brot (2), Brot (1), gejagtes Kaninchen, Eichhörnchen

    Bündnis 2 (momentan bestehend aus Connor und Hope)
    Grellgrüner Rucksack mit: Draht, Branntwein, Jod, warme Jacke, Handschuhe, Feuerstein, leere Wasserflasche, kleiner Rest Trockenobst
    Außerdem Wasserflasche (noch 4/5 l übrig)

    Bündnis 3 (momentan bestehend aus Dexter und Kevin)
    Jodfläschchen, Feuersteine (2), Lederbeutel für Wasser: gefüllt (1), leer (1), kleiner Rest von dem Laib Brot, Dorn, gefüllter Lederbeutel für Wasser, ganze Flasche Schlafsirup

    Bündnis 4 (momentan bestehend aus Django und Lily)
    Netz, Bandage, Plastikplane, warme Jacke, ein Laib Brot, zwei Spatzen, ein Hase

    Bündnis 5 (momentan bestehend aus Nico und Sky)
    Grauer Rucksack mit: kleines Messer, Draht, Bandagen, Antiseptikum, Jod, Schlafsack, Handschuhe, Streichhölzer, gefüllte Wasserflasche, Trockenobst, Fleisch, Nachtsichtbrille
    Außerdem Seil, Plastikplane, Handschuhe, gefüllte Wasserflasche, Drossel, eine kleine Echse

    Und nun unsere toten Tribute des heutigen Tages. Wir sind bei euch und bei euren Familien und Freunden, die euch immer in Erinnerungen behalten werden.

    17. Platz: Anne Emera, Distrikt 8
    Todesursache: aufgeschlitzte Pulsadern
    Ihr Mörder: bisher unbekannt
    Ihr Fehler: Über den genauen Tathergang sind sich auch die Spielemacher nicht ganz schlüssig. Das liegt zu großen Teilen an der Dunkelheit, die in den Höhlen herrscht und eine Kameraüberwachung etwas erschwert.
    Keiner ist sich so recht sicher, wer nur der eigentliche Mörder ist.
    Die Karrieros? Aber hätte eine so große Gruppe nicht größeren Lärm gemacht? Oder vielleicht war es ein einzelner Tribut, der sich in den Höhlen herumtreibt?
    Vielleicht war es ja doch Selbstmord? Aber jeder Zuschauer hatte das Grauen und Entsetzen in den Augen von Anne gesehen, als Kevin und Dexter sie darauf angesprochen haben, was nun mit ihr geschehen sei.
    Vielleicht bringen die nächsten Tage etwas mehr Licht ins Dunkle.
    Todesort: Höhlen unter dem freien Feld

    35
    ((bold))Tag 5: Camelon Calon (15), Distrikt 2 ((ebold)) Canyon langweilt sich. Ich sehe es daran, wie er mit frustriertem Gesichtsausdruck umherläuft
    Tag 5: Camelon Calon (15), Distrikt 2

    Canyon langweilt sich.
    Ich sehe es daran, wie er mit frustriertem Gesichtsausdruck umherläuft, alle Muskeln gespannt, jeden Moment für einen Kampf bereit, der nicht kommen wird. Daran, wie er pausenlos seine Waffen schärft. Wie er jeden von uns anschreit, sobald wir auch nur ein Wort sagen.
    Nur Seth wagt er nicht anzuherrschen. Seth würde es nicht einfach akzeptieren wie China und ich.
    In den letzten Tagen hatte ich mehr als genug Zeit, die sich aufbauende Rivalität zwischen ihm und Canyon zu beobachten. Es ist offensichtlich, dass beide lieber früher als später die Führung unserer Gruppe für sich sicherstellen würden. Sie reden kaum noch miteinander. Zumindest Canyon redet kaum noch. Er ist nicht gut mit Worten. Einen verbalen Kampf würde er mit Sicherheit verlieren. Wenn Seth etwas sagt, sind es meist nur wütende Blicke, die er dem anderen zuwirft. Sie umkreisen sich wie Raubtiere, lauern auf den richtigen Moment, sich den anderen zu unterwerfen oder zu töten. Nur dass töten dumm wäre, in dieser noch frühen Phase der Spiele. Wir werden jeden starken Tribut brauchen, um die kleineren beiseite zu schaffen.
    Dass auch Seth sich langweilt, kann sich jeder von uns denken, doch er zeigt es nicht. Er ist klüger als Canyon, hält es verborgen, wartet.
    China hält von alledem nichts. Ich sehe, wie sie immer öfter in die Ferne starrt, als wünschte sie, sie hätte ein anderes Bündnis gewählt. Doch sie würde sich nicht trauen, dass laut zu sagen, oder vielleicht ist es das auch gar nicht. Sie frustriert mich. Ich wünschte, ich könnte sie durchschauen.
    An diesem Morgen werden wir grob von Seth geweckt.
    „Genug. Tribute sterben nicht von alleine. Wir werden dem ein Ende setzen“, sagt er mit einer Stimme, die keinen Widerspruch zulässt.
    Für einen Moment herrscht Schweigen. Canyon runzelt die Stirn. Ich weiß, dass er nur nach etwas sucht, womit er Seths Befehl lächerlich klingen lassen kann. Sehe es förmlich in ihm arbeiten. Aber es ist nicht seine Stärke und er braucht zu lange.
    „Wie?“, fragt er schließlich lahm.
    „Indem du deinen Hintern bewegst, Idiot“, entgegnet Seth scharf. „Wir fangen in der Wüste an. Da wir genug Wasser besitzen, sind wir im Vorteil gegenüber den anderen Tributen. Es sollte einfach sein. Viele Verstecke gibt es dort nicht, trotz zerstörter Stadt. Danach machen wir in einem anderen Abschnitt weiter.“
    „Sollten wir nicht erst einmal in den Höhlen anfangen?“, frage ich. „Sie sind uns viel näher als die Wüste.“
    China wirft mir einen entgeisterten Blick zu. Es ist das erste Mal seit Tagen, das ich gesprochen habe. Ich zucke nur mit den Schultern. Das alles wird ohnehin nicht funktionieren, denke ich düster.
    „In den Höhlen gibt es nichts mehr zu holen, die Kleine ist tot“, grunzt Canyon. Windet sich dabei, es gefällt ihm nicht, Seth Recht zu geben.
    Ich lache freudlos auf. „Wenn ihr glaubt, dass das alle waren, dann seid ihr dumm.“
    Im nächsten Moment zucke ich zusammen, als ein scharfer Schmerz in meiner Wange auflodert. Seth steht über mir, eine Hand in der Luft, sein Gesicht vor Zorn verzerrt. „Wir machen es so wie ich sage!“, zischt er.
    Unwillkürlich ziehe ich den Kopf ein. „Wie du meinst“, grolle ich kaum hörbar, dann stehe ich auf und schlurfe von ihm weg, von ihm und allen anderen. Aus dem Augenwinkel erkenne ich, wie auch China sich erhebt, aber ich schenke ihr keine weitere Beachtung. Setze beharrlich einen Fuß vor den anderen und entferne mich immer weiter von den anderen. Das weite Feld ist kaum bewachsen. Kein Stein, gegen den ich treten, keine Äste, die ich ausreißen könnte. Ich beiße mir wütend auf die Lippe und beschleunige meine Schritte.
    Weil ich nur geradeaus starre und nicht nach unten, wäre ich beinahe in den Höhleneingang gerutscht, der sich plötzlich vor mir auftut. Ich springe zurück und sehe mich mit einem unangenehmen Prickeln im Nacken um, ob es jemand gesehen hat, aber Seth und Canyon sind mit sich selbst beschäftigt und China ist nirgends zu sehen.
    Es ist wie zu Hause, denke ich bitter. Niemand braucht mich und so werde ich auch behandelt. Wenn ich nicht aufpasse, bin ich morgen tot. Das würde ihnen ähnlich sehen.
    Ohne nachzudenken gehe ich in die Knie und klettere in den Höhleneingang. Zwei Sekunden später erkenne ich, dass diese Idee eine ganz schlechte war. Ich verliere den Halt, rutsche ab und falle zwei Meter tief in einen Schacht. Unsanft komme ich auf dem felsigen Boden auf und schlage mir die Handflächen auf.
    Eine Sekunde verstreicht, zwei. Dann öffne ich den Mund und lasse eine Reihe verbitterte Flüche heraus, bevor ich seufze und mich aufrappele.
    Wo bin ich? Ein Blick nach oben. Helles Tageslicht blendet mich, aber es ist weit oben und der Weg hinauf ist steil. Ich bin kein schlechter Kletterer, aber eher klein. Zu klein.
    Aber ich habe auch schon Schwierigeres geschafft. Ich stehe auf, die Höhlendecke schwebt knapp über meinem Kopf, nehme Anlauf und versuche, den Schacht mit Schwung zu erklimmen. Ich komme einen Meter hoch, aber dann bricht etwas unter meinem rechten Fuß und ich falle wieder zu Boden. Ein weiterer Versuch, noch einer. Jedoch kein Erfolg.
    Frustriert beiße ich mir in die Faust, bis meine Zähne blutunterlaufene Abdrücke in der Haut hinterlassen. Es ist lächerlich. Draußen diskutieren Seth und Canyon darüber, wann wir endlich unseren Todeszug beginnen werden, und ich sitze gefangen in einer Höhle.
    Doch dann erscheint ein Schatten über mir. Aufblicken. Es ist China.
    Sie reicht mir eine Hand entgegen und nachdem ich den ersten Meter allein schaffe, ergreife ich sie. Wortlos zieht China mich nach oben. Wieder über der Erdoberfläche setze ich mich ein Stück von dem Loch entfernt auf den Boden und stütze mein Kinn in die Hände. Vermeide es, sie anzusehen. Ich hasse es, in der Schuld anderer zu stehen. Kann ihr arrogantes Lächeln jetzt nicht ertragen, bestimmt nicht. Ich brauchte ihre Hilfe.
    Doch als ich ihr irgendwann doch einen flüchtigen Blick zuwerfe, lächelt sie nicht. Sie sieht nicht einmal zu mir, als sie bemerken muss, dass ich es tue. Ihre Stirn ist gerunzelt wie bei Canyon, nur dass ich mir sicher bin, dass sie nicht nach Worten sucht. Wonach sucht sie?
    Schweigen, als ich wieder wegsehe. Ich sehne mich nicht danach, es zu unterbrechen, ebenso wenig wie sie. Nein, weshalb sollte sie es brechen?
    So viel Zeit, so viele Sekunden des Schweigens können noch verstreichen, bis Seth entscheidet, dass wir es beenden werden.

Kommentare Seite 20 von 20
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Lilian* ( von: Lilian* )
Abgeschickt vor 38 Tagen
Hi, Ineriä :)
Ich weiß, ich bin eigentlich gar nicht Teil der MMFF, aber ich kann das nächste Kapitel trotzdem nicht erwarten. Wann schreibst du weiter? (Geduld ist nicht meine Stärke, wenn es ums Lesen geht, tut mir leid.)
Ineriä ( 97540 )
Abgeschickt vor 39 Tagen
Guten Tag :)
Die Antworten sind interessant. Danke Camelon :) und ich werde deine Anregung auf jeden Fall mit einbringen.
LG
Gianta Mill ( 38285 )
Abgeschickt vor 55 Tagen
Tut mir leid, mein kleiner sehr pubertärer Bruder hat sich mein Handy geschnappt und meinen Namen geändert. Bitte vergesst das. Die Nachricht hatte ich aber geschrieben! :)
Anal geburt ( 38285 )
Abgeschickt vor 55 Tagen
Hey! :) Ich bin auch noch da!
Das Teilkapitel ist toll geworden. Ich freue mich darauf, wie es weitergehen wird. Schön, das du doch noch weiterschreibst!
Anne ( von: Hermione Qui )
Abgeschickt vor 59 Tagen
Mal wieder richtig gut. :)
Ryan ( 09335 )
Abgeschickt vor 69 Tagen
Das ist NATÜRLICH wieder gut. Keine Frage.
Sky & Co. ( von: Yarisha )
Abgeschickt vor 74 Tagen
Hey Leudis ^^
Tolles Kapitel Ineriä. Ich hätte für China den Vorschlg, dass sie sagt, dass jemand die Vorräte bewachen sollte, zurück geht und die Zeit, die sie alleine mit den Vorräten verbringt dazu nutzt sich auszurüsten und alle Dinge, die sie nicht mitnimmt zu zerstören oder verstecken. Allerdings sollte sie kein Risiko eingehen und möglichst schnell schauen, dass sie weg kommt. Am Besten geht sie in die Höhlen oder Richtung Dschungel, weil man sich dort gut versteckt halten kann.
Camelon ( 09398 )
Abgeschickt vor 78 Tagen
Hehehe nice!
Wirklich toll geschrieben, wie immer, und nope uns wirst du zumindest nicht langfristig los ^^

Camelon würde sich irgendwann mit China unterhalten, aber eher so aus dem Moment heraus, ohne zu überlegen. Wahrscheinlich würde er dann irgendwie fragen: Was suchst du?' Auf ihre gedanken bezogen. Dann würde er aber eher sich verlegen entschuldigen oder so, aber innerlich hoffen, dass sie ihm antwortet.

Camelon und Canyon wurden übrigens sehr gut getroffen, mein Bro ist stolz auf dich ^^
Miyu ( 19164 )
Abgeschickt vor 81 Tagen
Okii danke dir Adhara :)
Adhara ( von: Adhara )
Abgeschickt vor 81 Tagen
http://www.testedich.de/quiz40/quiz/1458679178/Panem-deine-eigene-Geschichte-Die-Kanone-ertoent

Aber du kannst auch über Murias Profil darauf zugreifen, Miyu ;)
Seth ( 18280 )
Abgeschickt vor 82 Tagen
Hey, also erstmal finde ich es echt cool, dass es hier weitergeht, wäre schade gewesen, wenn nicht :)
Und der Anfang des neuen Kapitels ist auch mal wieder richtig gut!
Also ich denke mal, das Seth eine Person dazu verdonnern würde, auf die Vorräte aufzupassen.
Hope ( 33740 )
Abgeschickt vor 82 Tagen
Hey, ich würde auch gerne was klauen ( aber nur wenn ich mir sicher bin, dass ihr Lager nicht bewacht wird). Ideen habe ich leider keine, bin aber gespannt was du aus der Situation machst :). Ich würde mich am Lager der Karrieros gerne mit adhara (lily) verbünden, falls ich dort auf sie treffen sollte.
@eliza, deine Kapitel sind wirklich gut :)
Miyu ( 44257 )
Abgeschickt vor 82 Tagen
Hiiii ich bin wieder da ;) jaaaa ich will auch was klauen XD
@Eliza kannst du mir den Link von deiner FF nochmal schicken? Der ist bei mir irgendwo verloren gegangen XD
Adhara ( von: Adhara )
Abgeschickt vor 82 Tagen
Ja, ich will auch was von den Karrieros klauen 😈 Davon Mal abgesehen dass Django und ich in einer ganz anderen Ecke der Arena sind...
Ineriä ( 10914 )
Abgeschickt vor 82 Tagen
Hallo meine Panem-Freunde ;)
Meine Fragen von unten wurden ja noch nicht beantwortet, hat jemand anderes als die dort angesprochenen eine Idee? Sonst kann sich meinetwegen jeder von den Karrieros was klauen, dann bewachen die ihre Vorräte nämlich nicht :P
Eliza, dein Kapitel habe ich (natürlich) schon gelesen. Ist wieder einmal super geworden!
LG
Eliza ( von: Murialana )
Abgeschickt vor 86 Tagen
Bei meiner Ff ist das Kapitel zu Anne jetzt auch draußen.
Muria ( von: Murialana )
Abgeschickt vor 91 Tagen
Tschüss Miyu, dir auch einen guten Rutsch und bis in 10 Tagen
Miyu ( 65071 )
Abgeschickt vor 91 Tagen
(Hiiiii Leute, ich kann ab heute für 10 Tage leider nicht online kommen, wünsche euch allen einen guten Rutsch und bis in 10 Tagen ;)
Adhara ( von: Adhara )
Abgeschickt vor 91 Tagen
Ach Mensch Ineriä, wann siehst du es denn endlich ein, dass du uns hier nicht mehr loswirst? :D
Ich bin auch verdammt froh, dass du dich doch noch umentschieden hast und glaube du wirst auch am Ende froh sein, dass du es durchziehst, auch wenn man manchmal daran denkt, einfach aufzugeben.
Wie hat ein weiser Mann Mal gesagt: "Just because someone stumbles, loses their way doesn't mean they're lost forever."
Vielleicht klingt das auch ein bisschen drastisch, weil das nur irgendeine nerdige Aktion auf irgendeiner nerdigen Seite ist, aber vielleicht ist es das auch nicht, schließlich hat er uns irgendwie zusammengebracht. Und vielleicht ist es auch wichtig für dich, weil es deine Seele stärker macht, Ineriä.

Im Übrigen bin ich von dem Kapitel total begeistert und hoffe, dass es dir auch im wahren Leben gut geht.
Hope ( 04382 )
Abgeschickt vor 93 Tagen
Schön das du weiterschreibst! Ich hab die Hoffnung nach all der Zeit nicht aufgegeben, dass du irgendwann weiterschreibst. Bin schon gespannt wie es weitergeht. Ganz Frohe nachweihnachtszeit an alle😊 schönes Teilkapitel, wie immer!