Naruto: The moon also rises (Shirotsuki 2)

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6 Kapitel - 23.274 Wörter - Erstellt von: Ahri - Aktualisiert am: 2016-10-23 - Entwickelt am: - 804 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Mikakos Reise durch den Norden geht weiter, noch immer auf der Suche nach Verbündeten, die Sulina für sie ausgesucht hat. Ihre Verbitterung lässt keine Gnade walten...

Rinoa geht mitsamt Kakashi auf Missionen, um ungelerntes nachzuholen, auch wenn es dem Kopierninja sichtlich missfällt. Sie wird bald schon hinter dem Rätsel kommen, wer dieser schwarzhaarige Junge aus ihren Träumen ist...

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Kapitel 13

Rinoa und Kakashi liefen eine Straße entlang, die sie an einer Reihe aus Läden und Wohnhäusern zu ihrer Linken vorbeiführte, und nach rechts in Richtung eines Wohnviertels abzweigte. Eine Allee begleitete den Weg bis zu einer Mauer, die von einem Torbogen unterbrochen wurde.
Kakashi bedeutete mit einem Wink seiner Hand auf jene Abzweigung und blieb stehen. Rinoa konnte vom weiten erkennen, dass die Wand teils aus Stein und teils aus Holz bestand. Der rechteckige Torbogen wurde mit einem lilablauen Tuch, der den Blick auf das, was sich dahinter befand, einschränkte, und auf dem etwas Rotweißes zusehen war. Von der Neugier gepackt trat sie einige Schritte auf die Allee zu, doch ihr Begleiter packte sie prompt an der linken Schulter und verhinderte, dass sie weitergehen und ihrem Impuls nachgeben konnte.
„Der Weg führt zum Uchiha Viertel und du solltest dich dem nicht nähern“, gab der Kopierninja eine kurze Erklärung ab, die für die Kunoichi aber nicht detailliert genug war.
Fragend zog sie eine Augenbraue in die Höhe. „Und warum sollte ich es nicht?“
„Der Uchiha Clan empfängt Leute, die nicht zu ihnen gehören, nicht mit offenen Armen. Sie haben ihr eigenes Viertel bekommen, weil sie lieber unter sich bleiben. Wenn du dich in ihrem Territorium herumtreibst, werden sie dich schon nicht Hals über Kopf rausschmeißen, aber um feindselige Blicke wirst du nicht herumkommen. Auf Hilfe oder Höflichkeit wirst du bei denen auch nicht unbedingt treffen. Ich würde, besonders dir, nicht empfehlen, es auszutesten, auch wenn ich mir gut vorstellen kann, dass du das, getrieben von deiner jugendlichen Neugier, machen wirst.“
Bei der Betonung, dass besonders sie sich von der Gegend fernhalten sollte, breitete sich Verwirrung auf ihren Gesichtszügen aus, doch ehe sie nachfragen konnte, ertönte hinter ihr eine weitere Stimme: „Weil wir die Sonne nicht ausstehen können und den Mond ebenso wenig, wobei wir diesen eher dulden.“
Sie wirbelte herum und blickte in das grimmige und kantige Gesicht eines schwarzhaarigen Mannes, dessen schwarzen Augen sie feindselig anfunkelten. Seine Arme hatte er vor der Brust verschränkt. Ein schwarzer Pullover über dem sich eine olivgrüne Weste befand zierte seinen Oberkörper, während eine ebenfalls schwarze Hose seine untere Hälfte bedeckte. Zudem umwehte eine graue Schürze, die nach vorne hin offen war und an deren Ende weiße Diamant Symbole prangten, seine Beine. An seinem Oberarm konnte Rinoa ein Zeichen ausmachen, das rotweiß war und einem Fächer ähnelte, wobei es sich bei dem Hintergrund um einen vierzackigen, blauen Stern handelte.
Sie schloss darauf, dass diese Symbolik auch auf dem Tuch, welches vor neugierigen Blicken schützte, zu finden war.
„Fugaku“, begrüßte Kakashi den Ankömmling, der seinen Blick auf die Braunhaarige gerichtet hatte, mit einem kühlen Nicken.
„Kakashi, Rinoa. Wie ich sehe, sollst du die Kleine mit dem Dorf vertraut machen und dementsprechend auch mit den Regeln, die hier gelten. Aber ich denke, du wirst keine Schwierigkeiten damit haben, ihr alles näher zu bringen. Wie mir zu Ohren gekommen ist, soll sie ganz schön belehrbar sein, aber auch stur sein. Ich hoffe ja, dass letzteres niemandem im Weg stehen wird.“
Knurrend machte Rinoa einen Schritt nach vorne. Was dachte er sich dabei, so über sie zu reden? Und was sollte diese Feindseligkeit? Sie hatte weder ihm noch sonst jemandem etwas getan! „Wie können Sie es wagen…!“
„Shht!“, zischte der Kopierninja ihr zu und streckte seinen linken Arm vor ihre Brust raus.
Ein raues Lachen entkam der Kehle Fugakus. „Dieses Temperament und diese Unhöflichkeit. Die Jugend wird immer schlimmer. Selbst vor hohen Leuten wie mir, machen sie keinen Halt. Aber was sollte man auch anderes von einer Sonne erwarten?“
„Du bist derjenige, der aufpassen sollte, was er sagt und nicht sie. Es ist ein gutgemeinter Rat und wir beide wissen, wie es um deinen Clan steht. Wenn du uns bitte entschuldigen würdest, wir haben noch was zu erledigen und du scheinst auch noch im Dienst zu sein.“ Mit dem rechten Daumen zeigte er auf drei Shinobi, die sich auf sie zubewegten.
Rinoa warf noch einen letzten Blick auf den Mann, dessen Gesicht noch grimmiger als zuvor wirkte, bevor sie widerwillig Kakashi folgte. „Würdest du mir bitte erklären, was das sollte!“, fuhr sie ihn nach ungefähr zehn Metern an, doch er zuckte nur mit den Schultern und schwieg, was sie nur noch mehr aufbrachte. „Wer war dieser Typ? Außerdem kann ich auch für mich sprechen. Ich brauche niemanden, der das für mich erledigt.“
Abrupt blieb er stehen, um in einer schnellen Bewegung sich zu ihr umzudrehen und sie fest an den Schultern zu packen, wobei sein Blick ernst und streng war. „Ich habe nur eine Auseinandersetzung verhindert, die nicht nur dem Uchiha geschadet hätte, sondern auch dir. Du solltest mir lieber danken, anstatt mich so anzufahren.“
Auch wenn der Griff ihr Schmerzen bereitete, zeigte sie es ihrem Gegenüber nicht. Trotz seiner Erklärung nahm sie es ihm noch immer übel. Sie mochte es nicht, wenn andere das Reden für sie übernahmen, besonders, wenn es um sie ging. Er hatte recht und ihr fiel auch nichts ein, was sie einwenden konnte.
„Außerdem würde ich dir raten, deine Rüstung nicht zu tragen. Zumindest hier im Süden nicht, das könnte zu ungebetenen Gästen führen, wenn sich herumspräche, dass die Reinkarnation Sokurons bei uns im Dorf ist. Das würde weder Konoha noch Targongakure gut tun.“ Sein Druck auf ihren Schultern wurde nun sanfter, ebenso wie sein Ausdruck in den Augen. Rinoa meinte, kurzzeitig einen sorgenvollen Funken in seinen Iriden gesehen zu haben, doch dieser war so schnell verschwunden, wie er gekommen war.
Der Shinobi wandte sich wieder zum Gehen um, wie von selbst setzte sich die Kunoichi ebenfalls in Bewegung. Seine Bemerkung mit ihrer Rüstung überging sie mit einem Schnauben, wobei sie wenig später dann doch Einsicht zeigte und sich die Wahrheit seiner Worte bewusst machte.
„Heißt das auch, dass ich meinen Anzug, den ich unter der Rüstung trage, ebenfalls ablegen muss?“, vergewisserte sie sich und holte zu ihm auf. Im Gleichschritt lief sie neben ihm her, den Blick löste sie von der Straße und richtete ihn auf Kakashi, welcher sie nicht ansah, sondern nur auf den Weg achtete.
„Sicher ist sicher. Keiner träg einen Anzug in solch einer Farbe.“
Ein niedergeschlagenes Seufzen entfährt ihr.
„Das wird dich schon nicht umbringen“, beteuerte er ihr, woraufhin sie empört auf schnaubte.
„Und wenn doch?“ Trotzig blieb sie wie ein kleines Kind stehen und sah stur zu ihm hinauf.
Dass ihm der Geduldsfaden noch nicht zerrissen war, wunderte sie insgeheim dann schon, aber es war auch möglich, dass es bereits geschehen war, er es sich nur nicht anmerken ließ. Auch er blieb nun stehen, drehte sich zu ihr hin und sprach mit ruhiger, scharfer Stimme: „Rinoa, deine Rüstung ist nicht der einzige Schutz auf dieser Welt. Wie du womöglich gesehen hast, gibt es hier dutzende Waffenläden und dementsprechend auch weitere Ausrüstungen für Shinobi. Wir leben in einem Shinobidorf, schon vergessen? Und jetzt komm endlich und führe dich nicht auf wie ein Kleinkind. Du bist nicht viel Jünger als ich und du bist bereits die Anführerin eines Dorfs, also unterlasse dieses kindliche Gehabe und leg mehr Autorität an den Tag. Wir sind auf offener Straße und jeder weiß, wer du bist, und wenn du dich in mitten der Öffentlichkeit wie ein Kleinkind aufspielst, erntest du keinen Respekt und keine Achtung von den anderen – besonders von den älteren Menschen nicht.“ Er setzte eine Pause ein, um sich Rinoa zu näher und ihr sanft die Hände auf die Schultern zu legen. „Du brauchst dich nicht so aufführen, denn du bist kein kleines Mädchen mehr, sondern eine junge Frau, die für ihr Alter sehr erwachsen ist und ihre Führungsqualitäten unter Beweis stellen kann. Niemand hat etwas dagegen, wenn du mal Spaß machst, aber dann nicht in dieser Art. Keiner zwingt dich, so griesgrämig wie Danzou zu sein, aber hab Anstand, wenn du Späße machst.“
Ihr trotziger Ausdruck verschwand nach jedem Wort immer mehr, bis sie schließlich den Blick und ihre verschränkten Arme sinken ließ. Er hatte wieder einmal recht und sie musste wieder ihre kindliche Seite herausholen, die sie nicht vollends ausgeschöpft hatte. Doch um das nachzuholen, war es bereits zu spät. Sie hatte ihr Kindsein erst begonnen zu genießen, als sie auf Mikako traf, nach ein paar Jahren jedoch, geriet auch dieser Genuss ins Schwanken und sie musste sich erwachsener Verhalten, das Kind in sich zurückstellen – nein komplett verdrängen.
Mit sanftem Druck wurde ihr Kinn angehoben und sie war gezwungen, in das dunkle Auge Kakashis zu sehen. Ein warmer Ausdruck hatte sich darin ausgebreitet, etwas, das sie zuvor noch nie bei ihm vernommen hatte.
„Wir sollten weiter“, flüsterte sie leise, drückte sich an ihn vorbei und lief einfach geradeaus die Straße entlang, ohne eine Ahnung zu haben, wohin sie ging. Die einzige Person, die sie sich jetzt an ihrer Seite wünschte, war Mikako. Der Gedanke an sie bereitete ihr ein Ziehen in ihrem Herzen und einmal mehr fragte sie sich, wie es sich so entwickeln konnte.
Was sind deine Pläne? Oh Mikako, wo bist du nur und was treibst du die ganze Zeit? Ergeht es dir wie mir? Vermisst du mich auch oder hast du mich bereits vergessen?
„Rinoa!“, rief Kakashi nach ihr, stehen blieb sie dennoch nicht. Was wollte er denn schon wieder? Konnte er ihr nicht einfach das Dorf zeigen und sie dann in Ruhe lassen?
„Warte doch!“
Sie hörte seine Schritte, die schnell auf sie zukamen und sie erhöhte kurzerhand auch ihr Tempo, bis sie schließlich blindlings gegen seine Brust prallte und von ihm festgehalten wurde, bevor sie auf ihren Hintern landen konnte.
„Hab ich dich. Kannst du nicht einmal auf mich hören? Wie auch immer. Du und ich gehen jetzt gemeinsam zum Hokage, verstanden?“
„Warte… Was!“ Erschrocken stieß sie sich von ihm weg und stolperte einige Schritte zurück. „Doch nicht etwa…?“
„Natürlich wegen etwas anderem, außerdem hätte er dir schon nicht den Kopf umgedreht, wenn er hiervon Bescheid wüsste. Er hätte dir lediglich ins Gewissen geredet und dir Ratschläge erteilt. Hiruzen ist ein ruhiger, alter Mann.“
Hörbar atmete sie auf und hätte sich wegen ihrer Dummheit am liebsten selber vor die Stirn geschlagen. „Und worum geht es dann?“, fragte sie in einem ernsten Ton, nachdem sie sich zusammengerissen hatte.
„Es geht um unsere Mission.“
„Unsere Mission?“, wiederholte sie ungläubig, während Kakashi ihr zur Bestätigung nickte.

Nervös stand sie wenig später mit Kakashi im Büro des dritten Hokage. Der alte Mann saß hinter seinem Schreibtisch, der unter allerlei Dokumenten zu versinken drohte, wobei er eine braune Akte in den Händen hielt.
„Kakashi, dein Team hat eine Mission, rufe sie alle zusammen. Alles Weitere steht hier in der Akte. Rinoa wird euch begleiten“, sprach der Hokage, wobei sich Rinoas Augen zu weiten begannen. Sie durfte wirklich eine Mission im Namen Konohagakures ausführen? Und dann noch eine, die nur für Anbus war? Das war echt eine große Ehre und Überraschung für sie. War das ein Zeichen seines Vertrauens?
„Das kann ich nicht verantworten. Meister Hokage, ich würde ihre Entscheidungen nie infrage stellen, denn sie wählen immer weise, aber dass Rinoa mit mir und meinem Team auf Anbu-Mission gehen soll, geht nicht.“
Rinoa warf ihm einen bitterbösen Blick zu. Was erlaubte er sich! Sie konnte selbst auf sich aufpassen.
„Kakashi, ich bin mir sehr sicher in dem, was ich mache und meine Entscheidung steht fest. Sie soll euch begleiten. Es wird nicht darüber diskutiert. Rinoa ist eine starke Kunoichi, der es aber noch an Erfahrung fehlt. Diese Mission soll sie auch mit ihrer neuen Umgebung bekannt machen. Es ist wichtig, dass sie einiges nachholt, was man ihr nie beigebracht hat. Gib ihr die nötige Kleidung heute Abend vorbei. Morgen früh solltet ihr spätestens aufgebrochen sein. Deine Kameraden müssen auch noch Bescheid bekommen.“
„Jawohl, Meister Hokage.“ Nur widerwillig brachte er die Worte über seine Lippen, ihm passte es nicht, dass Rinoa mitkommen sollte und das spürte sie auch.
„Ich würde gerne noch etwas mit dir besprechen, Kakashi. Rinoa“, wandte sich der Hokage an die Kunoichi. „Ich denke, du findest den Weg nach Hause, nicht wahr?“
Einen Moment schloss sie die Augen und rief sich den Weg zu ihrer neuen Wohnung ins Gedächtnis, bevor sie seine Aussage mit einem Nicken bestätigte und ohne weitere Worte den Hokageturm verließ.
Die Frage, was der Kage von dem Shinobi wollte, würde sich ihr nie beantworten, dessen war sie sich sicher. Auf der einen Seite war sie schon sehr neugierig, was die beiden zu besprechen hatten, aber auf der anderen Seite konnte sie die Entscheidung des alten Mannes nachvollziehen. Manche Dinge gingen eben nur wenige Personen etwas an. Dennoch hatte sie das Gefühl, dass das Gespräch über sie ging.

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