Narutos Welt mal anders: Die Legende des Thronräubers (Teil 8) Der Traum des Irren Ninjas

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8 Kapitel - 16.112 Wörter - Erstellt von: C - Aktualisiert am: 2016-01-20 - Entwickelt am: - 349 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Wir kommen zu einem brisanten Teil unseres Abenteuers.

Was bisher geschah: Nurina kehrte von den Toten zurück und war zugleich die Anführerin der Gesichtslosen. Sie entführte Sinea, um sie für ein Experiment zu missbrauchen. Doch in letzter Sekunde tauchte Sokuron auf und tötete Nurina.

Die Gesichtslosen sind Geschichte, doch der Horror ist noch nicht vorbei. Immer wieder hört Sokuron seltsamen Stimmen in seinem Kopf, doch es war niemand zu sehen. Vor seinen Augen tauchen Gestalten auf, die ihn verfolgen und seinen Geist vergiften wollen.
Ist das ein Genjutsu? Wird er verrückt?

1
Die unsterbliche Prinzessin

„Verdammt!“, keuchte der Gesichtslose, als er durch den Wald rannte wie ein Beutetier, das von Hunderten von Raubtieren gejagt wurde. Es wäre schön, wäre das der Fall, doch etwas viel Schlimmeres jagte ihn. Verzweifelt versuchte er, noch schneller zu werden, doch seine müden Beine erlaubten nicht mehr, noch mehr Kraft aufzubieten.
Oh nein!
Da war es wieder. Dieses Sirren!
Verängstigt schaute er sich um und versuchte, in dem fahlen Mondlicht etwas zu erkennen…
Plötzlich schoss etwas Dünnes wie eine Scheibe aus dem Gestrüpp heraus! Es leuchtete hellblau, spiegelglatt und am messerscharfen Rand funkelte es an Blitzen.
„Oh nein…“
Bevor der Gesichtslose schreien konnte, durchtrennte die Blitzscheibe sauber seinen Hals. Nur innerhalb eines Lidschlags verstummte seine Stimme, erlosch das Licht in seinen Augen. Langsam glitt sein Kopf vom blutigen Halsstumpf.

„Komm, wir müssen hier weg!“, mahnt der Gesichtslose seinen Kameraden. „Schnell!“
Verzweifelt rannten drei weitere Maskierte durch den dunklen Korridor in der Hoffnung, bald einen Ausgang zu finden.
„Oh scheiße!“
Auf einmal stand ein Mädchen vor ihnen, die eine schwarze Harnisch-Rüstung unter einem roten Umhang trug. Ihr Gesicht wurde durch eine Kapuze und Maske verborgen. Nur allzu gut kannten die Gesichtslosen die sogenannte Rote Hexe, eine der Drei Schwertninjas.
„Verdammt, weg hier!“
Sia hob ihren Arm und richtete ihre Handfläche auf sie, als wäre es ein Gewehr. Im nächsten Moment schoss eine gewaltige rote Feuerwalze heraus, die wie eine Walze durch den Korridor raste. Gnadenlos erfasste sie die schreienden Gesichtslosen und verwandelte diese zu Staub. Nach einem Augenblick waren von dem festen Korridor nur noch pechschwarze Brandspuren und deformierte Wände übriggeblieben. Es stank grässlich nach verbrannten Fleisch, Kohle und Ruß. Gerüche, die Sia noch sehr gut aus ihrer Kindheit kannte.
Damit waren die letzten Gesichtslosen vernichtet worden. Zumindest diejenigen, die sich hier in dem Versteck aufgehalten hatten. Ihre Anführerin Nurina war tot. Und falls es noch welche geben sollten, waren sie nun führungslos. Vielleicht verschwanden sie wieder, oder sie wurden noch gefährlicher. Die Zeit würde zeigen, was passieren würde.
Doch nun galt es noch was anderes zu tun.

Sokuron, Sia, Sinea und Ira standen um einen Haufen Holz, das wie ein Hügel aufgetürmt war. Auf der Spitze lag eine weiße Decke auf dem sich ein weißhaariges Mädchen befand. Ihre Augen waren geschlossen und ihre Hände sorgsam auf ihrer Brust zusammengelegt worden. Nurina wirkte, als würde sie im ewigen Schlaf verweilen, darauf wartend, irgendwann in Tausenden von Jahren wieder zu erwachen.
„Ich weiß, Nurina war unser Feind“, begann Sokuron ruhig, „aber einst war sie auch unsere Freundin. Wir sollten ihr die letzte Ehre erweisen. Und sei es auch nur, um zu verhindern, dass sie wieder von Akatsuki oder sonst jemand zurückgeholt wird.“
Ach, bist du nun zufrieden, so wie es gelaufen ist, ja?
„Hm, hat jemand was gesagt?“
„Nein, nichts“, versicherte Sia. „Ist wirklich alles in Ordnung? Du wirkst so zerstreut.“
„Ja, mir fehlt nichts, wirklich.“
Auch wenn Sokuron einen ruhigen Eindruck machte, so wusste es Sia besser. Das war nur eine Fassade, die er aufrechterhalten wollte, um nicht zugeben zu müssen, dass Nurinas Tod durch seine Hand ihn mehr ausmachte als er zugeben wollte. Allerdings wusste sie auch, dass es besser sei, Sokuron nicht weiter darauf anzusprechen.
Bist du sicher, dass es dir gut geht?
„Ich sagte doch, dass es mir gut geht, oder?“
„Ich habe doch nichts gesagt“, erwiderte Sia verwundert. „Ist auch wirklich alles okay bei dir? Du machst mir Angst.“
Versöhnlich legte Sokuron seinen Arm um Sias Nacken und hauchte ihr einen Kuss auf die Wange.
„Ja, alles okay. Ich bin nur etwas müde und etwas durch den Wind. War ein beschissener Tag.“
„Ja, kann man wohl sagen.“
Sokuron wandte sich an die Mädchen. „Will einer von euch noch was sagen?“
Sinea trat als erste hervor. Sie stellte sich vor der ruhenden Nurina wie eine Mutter, die am Krankenbett ihres Kindes stand.
„Nurina, es ist wirklich schade, wie sich das alles entwickelt hat“, sagte Sinea betroffen. „Auch wenn mir deine homophobe Art auf den Sack ging, so habe ich in dir eine Freundin gesehen. Ich kann nicht verstehen, warum du dich gegen uns gewandt hast, warum du diese Dinge getan hast… Am meisten Leid tut es mir, dass ich dich niemals als Schwägerin haben durfte, auch wenn es dir zuwider gewesen wäre. Vielleicht findest du jetzt Frieden.“
Kaum waren die Worte ausgesprochen, trat Sinea wieder zurück. An ihrer Stelle trat Ira heran. „Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich sagen soll“, gestand Ira bedrückt. „Auf der einen Seite warst du es, die unseren Vater getötet hat und… und… Du hast zwar Sulina nicht getötet, doch nur wegen dem Krieg ist sie nicht mehr da. Aber auf der anderen Seite erinnere ich mich noch an meine große Schwester, die zwar nervig war, aber trotzdem liebevoll und lustig. Ich wünschte, du wärst auf meine Hochzeit dabei gewesen, als wir alle noch Freunde waren. Ich… ich… ich müsste dich hassen. Und ich glaube, ein Teil von mir tut es auch, aber… aber ich habe auch Mitleid mit dir. Ich hoffe auch, du findest jetzt deinen Frieden.“
Ira ging wieder zurück und ließ sich von Sinea in die Arme nehmen.
Mein Gott, hört doch auf zu heulen! Tut doch nicht so, als würde euch ihr Tod so nahe gehen!
„Sei still!“, zischte Sokuron wütend.
„Was ist?“
„Nichts, nichts“, erwiderte Sokuron unbeholfen. „Ähm, willst du noch…?“
„Nein, ich denke nicht“, meinte Sia tonlos. „Ich denke, es ist alles gesagt worden. Zumindest finde ich jetzt keine Worte dafür, tut mir wirklich Leid.“
„Ist schon gut.“ Sokuron ging einen Schritt nach vorne und erzeugte in seiner rechten Hand einen weißen Feuerball. „Ich habe auch nicht sehr viel zu sagen“, sagte Sokuron und schaute dabei Nurina an. „Ich habe dich geliebt wie eine Schwester, doch das hat dich nicht davon abgehalten, uns zu verraten. Es tut mir Leid, dass ich für dich nicht dasselbe empfand, wie du offensichtlich für mich. Ich hoffe, du findest jetzt deinen Frieden. Gute Reise.“
Im nächsten Moment schleuderte Sokuron den Feuerball auf den Scheiterhaufen, der im Bruchteil einer Sekunde in Flammen aufging. Es dauerte nur einen Augenblick, bis Nurina von den Flammen verschlungen war.
Eine weitere Sukina, die ich verbrennen muss, dachte sich Sokuron, wann hört das auf?
Ach komm schon, wie viele andere Menschen hast du schon verbrannt?
Verwundert schaute sich Sokuron um.
Was waren das immer für Sprüche, die er ständig hörte? Von den Mädchen waren sie nicht, da war er sich sicher. Vielleicht bildet er sich das wirklich ein, vielleicht war er wirklich übermüdet.
Sokuron und die Mädchen senkten ihre Köpfe und falteten ihre Hände zusammen, um leise ein Gebet zu murmeln. Möge sie nun, auch wenn Nurina ihre Feindin war, endlich ihren ewigen Frieden finden.
Sokuron schaute wieder auf…
Wer?
Was?
Hinter den weißen Flammen, stand eine junge Frau. Ihre Haare waren so blond wie ein Berg voller Gold, ihre Augen so stechend blau wie die Meere unter einer Eisdecke bei Mitternacht. Bedeckt wurde sie von einem weißen Umhang, unter dem sie eine nachtschwarze Rüstung trug.
Die weißen Flammen flackerten für einen Moment auf.
Die blonde Frau war verschwunden!
Sokuron blinzelte, um festzustellen, dass er sich nicht versehen hatte. War das wieder nur eine Einbildung? Das musste so sein, denn er kannte die blonde Frau.
Und es war unmöglich, dass sie hier vor ihnen stehen konnte.
„Was ist mit dir?“
„Ach, nichts.“
„Du lügst doch“, flüsterte Sia besorgt. „Das merke ich, wenn du mir was verschweigen willst. Tu das bitte nicht. Schließ mich nicht aus.“
„Tut mir Leid. Ich… ich dachte nur, ich hätte etwas gesehen. Doch da war nichts. Offenbar haben mir die Flammen einen Streich gespielt.“
„Bist du sicher?“
„Ja, das bin ich.“ Sokuron legte seine Arme um Sia. „Ich denke, wir sollten nach Konoha zurückkehren. Die anderen warten vielleicht schon auf uns.“


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