Springe zu den Kommentaren

Der blaue Stern: Im Schatten Isengards

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
2 Kapitel - 2.056 Wörter - Erstellt von: Thoreta - Aktualisiert am: 2016-09-27 - Entwickelt am: - 1.580 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Iryna kennt weder ihre Famlilie, noch ihre Herkunft oder gar ihre Eltern. Ihr Leben als Lehrling Sarumans verläuft gut und sie ist glücklich, bis die Macht Saurons ihr alles nimmt. Auf der Suche nach Antworten gerät das junge Mädchen in eine Sache hinein, die viel größer ist, als sie es jemals geglaubt hätte.

    1
    Regentropfen fielen in Massen vom Himmel und vernebelten meine durch die sternenlose Nacht sowieso schon eingeschränkte Sicht. Es war kalt. Der Schlamm unter meinen Stiefeln schmatzte bei jedem Schritt. Ich war auf dem Weg nach Isengard. Saruman, mein Mentor hatte mich dort hin gerufen, er wollte etwas wichtiges besprechen. Ein wenig verwirrt, da mein eigentlicher Auftrag abgebrochen werden musste, lief ich nun zu Fuß und in aller Eile. Wenn es wirklich so wichtig war, konnte ich ihn schließlich nicht wegen Regen und Dunkelheit warten lassen.
    Meine braunen Haare klebten an meinem Hinterkopf und hingen in feuchten Strähnen bis zu den Oberschenkeln, mein himmelblaues Kleid war durchnässt und der Saum vom Schlamm ganz verschmutzt. Der Regen war so schlimm geworden, das sogar mein dunkelblauer Umhang komplett durchnässt war. Ich war von dem ganzen Laufen erschöpft, alles was mich noch Antrieb war der Gedanke, das es nicht mehr weit war.
    Und ich sollte Recht behalten. Bald brach ich durch die Bäume und konnte Isengard sehen. Hinter mir ging langsam die Sonne hinter einer dicken Wolkendecke auf, doch der Regen hatte immer noch nicht aufgehört. Ich setzte meinen Weg eilig fort, ging strammen Schrottes Richtung Isengard. Endlich kam ich am Orthanc an, und rannte eilig die Stufen nach oben. Endlich fand ich Saruman. Er stand mit dem Rücken zu mir, und drehte sich um als ich den Raum betrat. "Ha, Iryna, ihr habt es doch noch geschafft. Er lächelte mir zum doch irgendetwas an seinem Lächeln hatte sich verändert. Ein merkwürdiger Glanz lag in seinen Augen, als er auf mich zu kam. "Geh auf dein Zimmer und ziehe dir trockene Kleidung an, danach muss ich dir etwas zeigen. Vieles hat sich verändert." Ich nickte nachdenklich und klammerte meine Hand fest im meinen Stab. Dann drehte ich mich um und schritt eiligen Schrittes weiter hoch in dem Turm, denn mein Zimmer war eines der obersten. Ich stieß die schwere Holztür auf, und betrachtete mein Zimmer. Es war klein und rund, aber ich war auch selten hier, weshalb es vollkommen reichte.
    Gegenüber von der Tür stand ein kleines Bett, über dem ein rundes Fenster eingelassen war. Links stand ein einzelner Stuhl und rechts ein kleiner Holzschrank. Ich zog meine nasse Kleidung uns und legte sie über den Stuhl, dann holte ich ein Kleid aus dem Schrank, das dem vorherigen identisch war. Ebenso machte ich es mit der übrigen Kleidung. Meine Haare band ich zu einem Zopf und steckte sie hoch, damit sie nicht feucht am Rücken klebten. Um meine Hüfte legte ich meinen breiten Ledergürtel, der rund herum mit Wurfmessern gespickt war. Ich war eine begnadete Messerwerferin. Nachdem ich mir meinen dunkeln Umhang umgeworfen hatte, griff ich nach meinem Stab. Er war aus hellem und stabilen Birkenholz, und oben wurde er geschwungen und einzelne Äste verflochten sich mit einander und in ihrer Mitte thronte ein hellblauer Kristall. Der Stab war mein ganzer Stolz, er machte mich zu der die ich war, zu Iryna der Blauen.
    Ich stieß die Tür auf, doch bevor ich auf die Treppe trat, stockte ich in der Bewegung. Ich könnte etwas hören, oben auf dem Dach des Turms. Es klang als würde jemand etwas hin und her Schleudern. "Was ist das?", fragte ich mich selbst. Drehte Saruman jetzt vollkommen durch?
    Statt wie eigentlich gedacht nach unten zu gehen, schlug ich die. Treppen nach oben ein. Je näher ich der Turmspitze kam, desto lauter könnte ich es hören: Qualvolle Schreie und schmerzerfülltes Stöhnen. Ich beschleunigte meine Schritte, nahm zwei Stufen auf einmal. Endlich kam ich oben an. Kühle Luft schlug mir entgegen. Saruman stand mit dem Rücken zu mir, seinen Stab erhoben, er hatte mich noch nicht bemerkt. Ihm gegenüber lag; ich riss erstaunt die Augen auf. Dort lag Gandalf, Gandalf der Graue. Ich war ihm ein paar mal begegnet, jedoch hatten wir nie wirklich mit einander gesprochen. Und hier lag er nun, oder besser gesagt hatte er gelegen. Denn Saruman hatte ihn mit seinem Stab in die Höhe gehoben und gegen eine der steinernen Säulen geschleudert. Gandalf sank erschöpft zu Boden. Er würde nicht mehr lange durchhalten. Das konnte ich nicht zulassen!
    Egal unter welchen Umständen, Zauberer folterten sich nicht gegenseitig!
    Blitzschnell griff ich nach einem meiner Wurfmesser und zog es aus meinem Gürtel. Ich kniff die Augen zusammen zielte, holte aus und schleuderte das Messer durch die Luft. Die Klinge bohrte sich in Sarumans weiten Ärmelsaum, und nagelte ihn an einer der Steinsäulen fest. Er fuhr herum, das Gesicht vor Wut verzehrt und starrte mich an. "Verschwinde!" Keifte er und riss seinen Arm von der Säule los. Das verschaffte mir die Zeit zu Gandalf zu rennen und mich mich gut einen Meter vor ihm schützend hinzustellen. "Iryna, ich befehle dir als dein Mentor zu verschwinden!" Ich stellte mich gerade hin, und schaute ihm fest in die Augen. In ihnen hatte sich etwas verändert. Er war nicht mehr mein Mentor, der gemeinsam mit mir durch den Fangornwald gestreift war und mich der Magie gelehrt hatte, nein seine Augen glänzten vor einer Besessenheit, die ich nicht verstand. Ich hob meinen Stab. "Nein! Ich werde nicht das nicht zulassen!" Rief ich. "Du hast es so gewollt." Seine Stimme war dunkel und bedrohlich, wie ein aufziehendes Gewitter. Er hob seinen Stab und richtete ihn auf mich. Doch ich schlug meinen Stab kräftig auf den Boden. Ein weißer Lichtkegel umschloss Gandalf und mich, und hielt Sarumans Zauber ab. Ich biss die Zähne zusammen und zwang mich, den Zauber noch länger bestand zu halten. Saruman starrte mich kalt an. In seinen Augen leuchtete Hass, ein so stärker Hass wie ich ihn noch nie in seinen Augen gesehen hatte. In meinem Kopf pochte ein dröhnender Schmerz, und der leuchtende Schutz zitterte und verschwand. Ich stöhnte auf, so lange hatte ich einen starken Zauber noch nie gehalten. Ein leichtes Lächeln umspielte Sarumans Mundwinkel. "Du bist stark, das muss man dir lassen. Aber nicht stark genug." Ein greller Lichtblitz schoss aus seinem Stab und auf mich zu. Ich schrie entsetzt auf und sprang zur Seite, der Blitz traf mich jedoch an der Hüfte. Meine Beine klappten unter mir zusammen und der Schmerz überrollte mich. Saruman lachte höhnisch. "Du könntest mir eine große Hilfe sein, ich werde dich nicht töten. Jedoch wirst du ihn sterben sehen!" Er wand sich Gandalf zu, und wollte gerade einen neuen Zauber aussprechen, als plötzlich ein riesiger Adler von hinten auf uns zu schoss. Seine Klauen schlossen sich um Gandalfs Körper und das Tier hob den Zauberer in die Höhe. Es flog dicht an mir vorbei, ich konnte den Luftzug seiner Flügel im Gesicht spüren. Sie trugen mir ein Wort zu, kaum mehr als ein Flüstern, doch ich er verankerte sich fest in meinen Gedanken. "Bruchtal"

    2

    Es war unnatürlich kalt. Ich zitterte am ganzen Körper. Die Finger meiner linken Hand schlossen sich fester um den Griff meines Stabs. Ich lehnte mich an die Kälte Felswand und versuchte meinen Atem unter Kontrolle zu bringen. Saruman hatte mich ohne ein Wort zu sagen hier oben auf dem Turm gelassen. Was war das eben gewesen? Was war eben passiert? Was würde Saruman in seinem Wahnsinn und seiner Wut mit mir anstellen? Den Blick nach unten zu wenden wagte ich nicht. Um den Turm herum hatten sich hunderte Orks versammelt. Ein weiteres Mysterium das ich nicht verstand.
    Ich hörte Schritte und schaute auf. Ein Ork stand vor mir. Ich stieß einen erstickten Schrei aus, doch das Ungetüm packte mich einfach. Der Schmerz an meiner Hüfte war immer noch nicht ganz abgeflaut, und so ließ ich mich einfach mitziehen. Er führte mich vom Turm herunter und in den Eingangsbereich ganz unten. Dort stand Saruman mit dem Rücken zu mir. Der Ork grunzte etwas, und Saruman deutete ihm mit eine Handbewegung zu verschwinden. Dann drehte der Weiße Zauberer sich zu mir um. Sein Blick war kalt und hart wie Eis. Doch ich schrumpfte unter seinem Blick nicht zusammen, ich stand gerade da und erwiderte seinen Blick. Denn ich hatte nichts verbrochen, er war es der falsch handelte. "Das war bewundernswert." Sagte er. Ich hob das Kinn. "Ich habe in all den Jahren genau aufgepasst, falls ihr das meint."
    "Das meine ich nicht.", erwiderte er tonlos. "Ich meine wie du dich für etwas einsetzt, wenn du der Meinung bist, das es richtig ist."
    Ich schaute ihn an. "Ist das der Grund weshalb ihr Orks in Isengard beherbergt? Seid Ihr der Meinung es sei das Richtige?"
    Er lachte leise auf. "Ich bin nicht der Meinung, ich weiß es."
    Ich schaute ihm in die Augen, doch da war nur Kälte und eiserne Entschlossenheit. Er meint es wirklich so. schoss es mir durch den Kopf. Ich schluckte. All das Vertrauen das ich Saruman seid Jahren entgegenbrachte, all der Elan mit dem ich mich in seine Aufträge gestürzt hatte, all das war mit einem Mal verschwunden. Alles was ich Saruman noch entgegenbrachte war Abneigung. Und er schien dies zu wissen, denn seine Miene verfinsterte sich. "Ich biete dir eine Zusammenarbeit mit mir und dem Herrn an, du könntest großes erreichen. Du musst uns nur deine volle Unterwürfigkeit schwören. Du hast Potential, arbeite mit uns zusammen." Ich schaute ihm direkt in seine kalten Augen. "Vielen Dank, aber ich lehne ab." Knurrte ich. Der weiße Zauberer schüttelte den Kopf. "Dann bist du in Isengard nicht mehr länger willkommen. Verschwinde von hier bis die Sonne ihren höchsten Standpunkt erreicht hat, ansonsten" was ansonsten geschehen würde bekam ich nicht mehr mit, ich hatte mich abgewandt und war die Treppe hochgerannt. In meinem Zimmer angekommen packte ich eilig meine Sachen. Ich hängte mir einen Lederbeutel mit etwas Geld an den Gürtel, steckte alle meine Wurfmesser hinzu, und schob in ein kleines Versteck in meinem Stiefel einen Dolch. Mehr besaß ich nicht. Ein Blick nach draußen verriet mir das die Sonne bereits aufgegangen war. Ich musste schnell sein. Also rannte ich die Treppen wieder hinunter. Ich stieß die schwere Tür auf und ignorierte die Orks die mir hinterhergafften. Eilig bahnte ich mir einen Weg durch die Massen von Orks, und verließ Isengard ohne einen Blick zurück. Mit eiligen Schrittes lief ich durch den Wald.
    Ich hatte nichts. Meine Familie kannte nicht nicht, ich hatte weder Freunde noch Verwandte. Mein einziger Anhaltspunkt war ein Wort das mir ein verwundeter Zauberer zugeflüstert hatte. Bruchtal. Vielleicht sollte würde ich dort endlich Antworten auf all meine Fragen finden. Ich zog mir meine Kaputze über den Kopf und ging strammen Schrittes weiter. Eine neunzehnjährige, vertriebene Zauberin ohne zu Hause oder gar Begleitung. Doch mit einem genauen Ziel. Während mein Weg mich weiterführte, stieg die Sonne langsam an ihren höchsten Punkt, doch zu dieser Zeit war ich schon weit außer Reichweite Sarumans. Zumindest hoffte ich es.

article
1453035285
Der blaue Stern: Im Schatten Isengards
Der blaue Stern: Im Schatten Isengards
Iryna kennt weder ihre Famlilie, noch ihre Herkunft oder gar ihre Eltern. Ihr Leben als Lehrling Sarumans verläuft gut und sie ist glücklich, bis die Macht Saurons ihr alles nimmt. Auf der Suche nach Antworten gerät das junge Mädchen in eine Sache hi...
http://www.testedich.de/quiz39/quiz/1453035285/Der-blaue-Stern-Im-Schatten-Isengards
http://www.testedich.de/quiz39/picture/pic_1453035285_1.png
2016-01-17
402C
Herr der Ringe

Kommentare (15)

autorenew

Besucher 102938 (19809)
vor 485 Tagen
Schreib bitte weiter!!!
Mondschein (18910)
vor 575 Tagen
Spannend ich will gerne wissen wie es weitergeht das ich weiter lesen kann mit der Geschichte
Sailormoon489 (53412)
vor 590 Tagen
Hey Thoreta mein zweites test ist da hier ist der link http://www.testedich.de/quiz39/quiz/1456502131/Herr-der-Ringe-Eure-Leben-und-Eure-Schicksal-Teil-2 bitte nicht böse sein da ist einige rechtschreibfehler und grammtik fehler und ich hab für die dritte und letzte teil bei herr der ringe eure leben und eure schicksal teil 3 Talina besitzt luft und Scarlett verwandelt einen Wolf und Rubina Wasser/Eis
Wie gefällt das
LG Sailormoon489
PS Schreib in die kommentare danke
Thoreta (19023)
vor 592 Tagen
@Pauline: Ach was. Ich freue mich wenn dir der Name so gut gefällt. Viel Spaß beim schreiben deiner FF!
Pauline (95966)
vor 592 Tagen
@Thoreta vielen Dank!
Thoreta (19023)
vor 593 Tagen
Natürlich darfst du den Namen verwenden,ich freue mich wenn er dir auch so gut gefällt.
Pauline (55847)
vor 593 Tagen
@Thoreta ich wollte dich fragen ob ich den Namen "Almoris" aus deinem Herr der Ringe Quiz für meine Fanfiktion benutzen darf. Danke schonmal im Vorraus.
Pauline (55847)
vor 593 Tagen
Echt super geworden bitte bitte bitte schreib weiter! Du kannst das so gut!
.... (19838)
vor 599 Tagen
Bitte schreibe weiter die geschichte is voll gut
Thoreta (71582)
vor 635 Tagen
Vielen Dank, Ineriä! Ich freue mich das es dir gefällt.
Ineriä (09200)
vor 635 Tagen
Daumen hoch! Super Schreibstil und auch verständlich, wenn man Herr der Ringe nicht kennt. Ich habe es mit Freude gelesen und hoffe, dass du bald weiterschreibst! :)
Thoreta (31961)
vor 636 Tagen
Vielen Dank Tina Waschy!
Tina waschy (40661)
vor 636 Tagen
Es ist eine sehr gute Geschichte. Sie ist sehr originell...
Würde mich freuen wenn du weiterschreibst
Thoreta (31961)
vor 638 Tagen
Vielen Dank, Lonukira für dein Lob. Ich freue mich wenn es dir gefällt und werde auf jeden Fall weiterschreiben, wenn die FF auch bei anderen gut ankommt.
Lonukira (44636)
vor 638 Tagen
Deine Geschichte ist eine der besten, die ich kenne! Die Idee ist sehr originell, und auch deine Protagonistin ist sehr gut "entworfen". Es würde mich freuen, wenn du weiterschreibst!
Namarië, Lonukira