Wer bist du wirklich?

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7 Kapitel - 3.476 Wörter - Erstellt von: Kerstingarde 1611 - Aktualisiert am: 2016-01-16 - Entwickelt am: - 1.516 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Das ist eine Fanfiktion zu Star Wars Episode7 "Das Erwachen der Macht".

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    Ich stand in dieser Nacht unter einem Baum, der einen dunklen Schatten auf mich warf, sodass mich niemand sehen konnte. Ich hörte, wie der Regen überall auf den Boden und auf die Blätter der Bäume prasselte, doch all das nahm ich nur nebenbei wahr. Ich war viel zu geschockt, von dem, was sich vor meinen Augen abspielte... Mehrere Gestalten, die ganz in schwarz gekleidet waren und ihre Kapuzen bis tief ins Gesicht gezogen hatten, schlachteten all meine Freunde auf grausame Art und Weise mit roten Lichtschwertern ab. Ich war unfähig mich zu bewegen und konnte nicht glauben, was dort passierte. Plötzlich sah ich, wie einer der Männer sich in meine Richtung umdrehte. Dann wachte ich auf...

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    Ich lag mit weit aufgerissenen Augen im Bett und versuchte, meinen Atem wieder unter Kontrolle zu bekommen. Als ich mich etwas beruhigt hatte, stand ich auf und ging aus dem Haus, das ich mir mit einem alten Mann zusammen teilte. Ich entfernte mich ein wenig vom Dorf, setzte mich in den Sand und schaute hinauf in die Sterne. Wieso verfolgte mich dieser Traum jede Nacht, seit ich hier war? Ich hatte geglaubt, über die Jahre hinweg würde es schon aufhören, doch seit ich mit 9 Jahren hierher gebracht worden war, ging das nun schon jede Nacht so. Wo ich gerade von meiner Ankunft spreche... Ich sollte euch vielleicht erst einmal erzählen, wer ich bin. Ich heiße Benilla Sorg und bin inzwischen 14 Jahre alt. Ich habe braune Augen und lange ebenfalls braune Haare, die ich aber meistens in einem Pferdeschwanz trage, weil es praktischer ist. Ich war früher mit meinem Bruder bei einem Mann, der uns zu Jedis ausbilden sollte, doch eines Nachts wurden alle Schüler abgeschlachtet. Davon handelte auch mein Traum. Irgendein Schüler hatte uns verraten und dadurch mussten sie alle sterben. Mein Bruder, der damals 18 Jahre alt war, kam, während all dies geschah, zu mir und floh mit mir. Wir landeten auf diesem Planeten hier und er stellte mich dem alten Mann vor, mit dem ich seit diesem Augenblick als seine Nichte zusammen lebte. Dann hatte er noch mit dem alten Mann alleine geredet, bevor er sich von mir verabschieden wollte, weil er etwas erledigen müsste. Ich wollte ihn nicht gehen lassen, doch er ließ sich nicht umstimmen. Ich durfte ihn nicht einmal begleiten. Ich konnte mich noch ganz genau an unseren Abschied erinnern:

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    Er kniete sich zu mir herunter, um mit mir auf Augenhöhe zu sein: „Es tut mir Leid. Wenn ich könnte, würde ich dich mitnehmen, aber das geht nicht. Bitte, versprich mir, dass du auf dich aufpasst. Eines Tages werde ich wiederkommen und dann werden wir für immer zusammen bleiben.“ Damit nahm er mich ein letztes Mal in den Arm und gab mir einen Kuss auf die Stirn, bevor er sich umdrehte und ohne einen letzten Blick zurück zu seinem Schiff ging und davon flog. Ich lief seinem Schiff hinterher und schrie: „Bitte komm zurück! Bleib hier! Bitte!“ Irgendwann sah ich nur noch verschwommen durch die ganzen Tränen und fiel hin. Sehnsüchtig sah ich dem Raumschiff hinterher, das alles, was mir noch von meinem alten Leben geblieben war, mitnahm.

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    Seitdem hatte ich nichts mehr von ihm gehört. Trotzdem setzte ich mich jede Nacht, nach meinem Albtraum hinaus und blickte sehnsüchtig in den Sternenhimmel. Manchmal sprach ich auch zu ihm, doch es kam nie eine Antwort. Mein Leben hatte sich seit diesen Ereignissen dramatisch verändert. Ich hatte mir geschworen, nie wieder meine Machtfähigkeiten zu benutzen, die ich erlernt hatte. Das hatte allerdings auch den Grund, dass ich damit direkt an meinem ersten Tag auf diesem Planeten eine riesige Katastrophe ausgelöst hatte. Bloß weil ich mich nicht unter Kontrolle gehabt hatte. Ich hatte alles, was mit meinem Leben als Jedi zu tun gehabt hatte, hinter mir gelassen. Das einzige, von dem ich mich nicht trennen konnte, war mein Bruder. Ich versuchte mich jede Nacht an ihn zu erinnern, doch es gelang mir nicht. Ich sah immer nur eine verschwommene Gestalt und wenn ich versuchte, mich auf seine Stimme zu konzentrieren, verschwand sie. Es war wie ein Fluch. Das einzige, was mir etwas bedeutete, konnte ich nicht mehr haben. Nun half ich dem alten Mann so gut es ging. Ich ging jeden Tag hinaus in die Wüste, zu einem abgestürzten alten Schiff, in dem ich zusammen mit meiner Freundin Rey wertvolle Teile sammelte, die wir später für Essen eintauschten. Doch mein Leben sollte sich nun dramatisch verändern... Ich sah in der Ferne mehrere Schiffe auf unser Dorf zukommen. Ich wusste genau, wessen Schiffe das waren. Sie gehörten der ersten Ordnung. So schnell ich konnte lief ich zurück ins Haus, denn wir hatten Besuch, von dem niemand wissen durfte...

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    Ich kam außer Atem in unserem Haus an. Ich fand die beiden schon bald. Mein Onkel hatte Poe gerade die Karte gegeben. Ich zögerte nicht lange und sagte laut in den Raum: „Wir bekommen Besuch.“ Die beiden drehten sich augenblicklich zu mir um und mein Onkel nickte: „Benilla, bitte zeig ihm den Weg hinten herum.“ Ich bedeutete Poe, mir zu folgen und ging in den hinteren Teil des Hauses. Ich kroch durch ein kleines Loch in der Wand, das hinter das Haus führte, und Poe folgte mir. Ich führte ihn so hinter den Dünen entlang, dass wir von niemandem der Sturmtruppen gesehen wurden, zu seinem Schiff. Dort wartete ein seltsamer kleiner Druide schon auf Poe. Er bedankte sich ganz leise bei mir: „Vielen Dank für deine Hilfe. Ich hoffe nur, sie tun dir nichts. Ich muss warten, bis ich einen günstigen Augenblick erwische, um zu starten. Viel Glück dir!“ Ich nickte und erwiderte: „Dir auch viel Glück! Mir passiert schon nichts!“ Damit drehte ich mich um und lief zu unserem Zelt zurück. Ich schlüpfte durch das Loch, doch mein Onkel war nicht mehr im Haus. Wahrscheinlich hatten sie ihn mit nach draußen genommen. Ich konnte nur hoffen, dass er nicht tot war. Ich schlich mich zum Eingang und schaute unbemerkt hinaus. Was ich dort sah, ließ mir das Blut in den Adern gefrieren. Mein Onkel kniete am Boden und wurde von zwei Sturmtrupplern mit ihren Waffen bedroht. Vor ihm stand eine vollkommen in schwarz gekleidete Gestalt, die eine ebenfalls schwarze Maske auf dem Kopf trug und ein rotes Lichtschwert, das ein Kreuz bildete, in der Hand hielt. Genauso ein Lichtschwert hatte eine der Gestalten in meinem Traum! Ich war geschockt. Ich wusste, dass das, was ich nun tun würde, vollkommen idiotisch war, aber ich konnte nicht anders. Meine Füße bewegten sich wie von alleine. Ich lief aus dem Zelt hinaus und rief: „Stopp! Lasst ihn in Ruhe!“ Alle Beteiligten drehten sich erstaunt zu mir um, außer der Mann mit der Maske. Er hob nur langsam seinen Blick und richtete ihn dann auf mich. Er befahl seinen Soldaten mit seiner durch den Helm verzerrten Stimme: „Nehmt sie fest!“ Doch ich hatte einen Kampfstab und eine Pistole aus dem Haus mitgenommen. Es hatte sich ziemlich schnell ein Kampf entwickelt. Ich versuchte gar nicht erst, mich auf mein Training von früher zu konzentrieren, denn ich bewegte mich automatisch und wie in einem Traum. Ich tötete viele Sturmtruppler und setzte auch mehrere außer Gefecht. Ich wirbelte herum, schoss auf meine Gegner und wehrte Schüsse mit dem Stab ab. Plötzlich spürte ich, wie jemand hinter mir stand und jede meiner Bewegungen interessiert verfolgte. Allerdings konnte ich mich nicht darauf konzentrieren, denn ich hatte noch genug andere Gegner vor mir. Das war allerdings ein Fehler. Plötzlich spürte ich, wie es ganz heiß an meinem Hals wurde und jemand mich an meinem Arm festhielt. Ich blieb wie erstarrt stehen. Sofort kamen drei Sturmtruppler. Einer nahm mir die Waffen ab und die anderen beiden hielten mich an den Armen fest. Die schwarze Gestalt ließ mich los und ging wieder auf meinen Onkel zu. Wenn ich doch nur wüsste, wer diese Person war. Er kam mir gleichzeitig bekannt und unglaublich fremd vor. Aber woher sollte ich ihn schon kennen? Ich konnte mich nicht an ihn erinnern, also war es wahrscheinlicher, dass ich ihn noch nie getroffen hatte. Er wollte eine Karte von meinem Onkel, doch der behauptete nichts davon zu wissen. Ich schluckte. Ich wusste genau, welche Karte er meinte. Er hatte sie Poe gegeben. Plötzlich sah der Mann wieder in meine Richtung und sagte zu meinem Onkel: „Weißt du auch immer noch nichts davon, wenn ich sage, dass wenn du mir nichts verrätst, das kleine Mädchen sterben wird?“ Er zeigte auf mich. Na toll! Das war ja super! Wieso passierten alle schlimmen Dinge immer ausgerechnet MIR! Mein Onkel sah mich panisch an. Die schwarze Gestalt kam langsam auf mich zu und hob sein Lichtschwert an: „Also?“ Mein Onkel wollte gerade antworten, als ich Poe sah, der weiter weg stand und auf die Gestalt mit Maske zielte. Doch ich spürte auch, dass der Mann sich darüber bewusst war. Das konnte nichts Gutes Bedeuten. Ich rief kurz bevor Poe schoss noch: „Nein!“ Dann ging alles sehr schnell. Der Mann drehte sich blitzschnell um und streckte seine Hand aus. Er benutzte die Macht, um Poes Schuss in der Luft stehen zu lassen uns ließ Poe auch noch erstarren, sodass er sich nicht mehr bewegen konnte. Nun sprach er, als wäre nichts gewesen: „Ein Soldat des Widerstands also. Durchsucht ihn!“ Zwei weitere Sturmtruppler durchsuchten ihn, doch sie fanden nichts. Ich atmete erleichtert auf, was meinem Gegenüber allerdings auffiel. Er drehte sich zu mir um und streckte seine Hand in die Richtung meines Gesichts aus. Er versuchte in meine Gedanken einzudringen, doch ich wehrte mich, so gut ich konnte, dagegen, bis er es dann sein ließ. Doch nun wusste er ganz genau, dass ich mit der Macht umgehen konnte und er bestätigte es, indem er mir zuflüsterte, so gut das mit einer Maske ging: „Ich weiß, was du bist.“ Ich sah ihn einfach nur emotionslos an. Dann wandte er sich an meinen Onkel: „Ich denke, dich brauchen wir nun nicht mehr.“ Damit tötete er ihn mit einer einfachen Bewegung seines Lichtschwertes. Ich schrie: „NEEEEEEIIIIIIINNNNN! Onkel!“ Ich wehrte mich gegen den starken Griff der Sturmtruppen, doch es half nichts. Ich wollte weg. Ich wollte einfach nur noch weit weg laufen. Doch das konnte ich nicht. Ich war dazu gezwungen, hier zu bleiben und mitanzusehen, wie mein Onkel mich noch ein letztes Mal mit einem entschuldigendem Blick ansah, bevor das Licht in seinen Augen erlosch und er in sich zusammenklappte. Ich konnte die Tränen nicht zurückhalten. Selbst, wenn wir nicht wirklich verwandt gewesen waren, so hatte er sich doch um mich gekümmert und ich hatte ihn mit der Zeit sogar als richtigen Onkel angesehen, doch das alles war jetzt mit einem Mal vorbei. Ich bekam nicht wirklich viel mit, als die Sturmtruppler sich in Bewegung setzten und mich einfach mit zu ihrem Schiff schleiften.

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    Dort brachten sie Poe und mich in einen kleinen, weißen Raum, in dem nichts außer vier Wänden, einem Boden und einer Decke vorhanden war. Sie ließen mich einfach los und ich verzog mich in eine Ecke, wo ich mich zusammenkauerte. Poe fasste mir an die Schultern, doch ich schob ihn weg. Ich wollte nun mit niemandem reden. Ich wollte einfach nur alleine sein und meine Ruhe haben. Poe ließ von mir ab und setzte sich in die Ecke mir gegenüber. Er sagte noch: „Wenn du später noch reden willst, kannst du das ruhig tun.“ Damit schloss er die Augen und lehnte seinen Kopf gegen die Wand. Nach ein paar Minuten, in denen ich mich etwas beruhigt hatte, beschloss ich, dass das, was ich mit Poe gemacht hatte, nicht sehr nett gewesen war. Er hatte schließlich nur versucht, zu helfen. Ich stand auf und setzte mich neben ihn. Er sah mich mit einem Lächeln an und sagte: „Bist du jetzt doch bereit, zu reden?“ Ich nickte und fing an: „Es tut mir Leid. Das eben war nicht sehr nett von mir. Du wolltest mir ja nur helfen. Aber ich wollte in dem Moment einfach nur alleine sein.“ Poe sah mich mitleidig an: „Ist schon in Ordnung. Das ganze tut mir Leid. Es ist bestimmt schlimm, seinen Onkel zu verlieren..“ Ich nickte nur. Für einen Moment, wollte ich ihm meine wahre Identität verraten, aber entschied mich dann doch dagegen. Ich wollte nicht, dass er wusste, wer ich wirklich war. Ich wollte es ja schon selbst nicht mehr wissen. Ich wollte das alles vergessen: Meinen Namen, meine Eltern, mein Leben als Jedi... und doch gab es immer noch ein Teil, das mich immer wieder an dieses Leben erinnerte. Eine Sache, die ich einfach nicht loslassen konnte: Mein Bruder... Er hatte mir das Leben gerettet und ich wollte ihn einfach nicht vergessen. Doch das ließ mich auch nie ganz von den anderen Dingen Abstand nehmen. „Wieso hast du eigentlich nein geschrien, als ich auf ihn schießen wollte?“, ertönte Poes Stimme neben mir und riss mich aus meinen Gedanken. Ich seufzte: „Ich wollte dich warnen. Er wusste es.“ Poe sah mich verwirrt an. „Dieser Mann mit der Maske wusste schon, dass du hinter ihm standst und schießen wolltest.“ Er sah mich ungläubig an: „Woher sollte er das wissen? Er stand mit dem Rücken zu mir...“ Ich unterbrach ihn: „Nach dem, was er mit deinem Schuss und dir gemacht hat, glaubst du immer noch, dass so etwas unmöglich ist?“ Er schaute zu Boden: „Na gut. Aber woher wusstest du, dass er es wusste?“ Ich seufzte. Mist! Ich konnte ihm schlecht verraten, dass ich mal ein Jedi war und es deswegen gespürt hatte. „Ich wusste es einfach. Ich weiß nicht warum...“ Ich hoffte, das würde reichen und tatsächlich tat es das. Dann herrschte erst einmal Stille. Plötzlich sagte Poe: „Er heißt übrigens Kylo Ren.“ Ich brauchte eine Zeit lang, bis ich verstand, dass er von dem Mann mit Maske sprach. Als Antwort nickte ich. Plötzlich hörte, der Motor des Schiffs auf, zu vibrieren, was nur bedeuten konnte, dass wir gelandet waren. Kurz darauf wurde die Tür auch tatsächlich geöffnet und drei Strumtruppler kamen herein. Sie sagten Poe, er solle aufstehen und mit ihnen kommen. Zwei nahmen Poe an den Armen und führten ihn hinaus. Er wehrte sich und schrie meinen Namen. Ich wollte ihm hinterher laufen, doch der dritte Sturmtruppler hielt mich fest. Also schrie ich auch seinen Namen, bis ich ihn nicht mehr sehen konnte. Denn der Sturmtruppler, der mich festhielt, hatte mir seine Waffe gegen den Kopf geknallt. Daher wurde ich ohnmächtig...

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    Ich wachte in einem seltsamen Raum auf, wo ich an eine komische Metallliege gefesselt war. Was war eigentlich passiert? Plötzlich kamen die Erinnerungen auf einen Schlag wieder zurück. Ich konnte das Ganze immer noch nicht glauben. Vor ein paar Stunden hatte ich noch wie jede Nacht draußen in der Wüste gesessen und in die Sterne geschaut. Nun war alles anders. Was würden sie wohl mit mir machen? Sollte ich vielleicht versuchen zu fliehen? Aber wohin sollte ich schon? Ich hatte niemanden mehr, zu dem ich gehen könnte. Mein Onkel war... Das wollte ich lieber gar nicht denken. Und mein Bruder... Von dem hatte ich Jahre schon nichts gehört und hatte somit keine Ahnung, wo er sich befand, falls er noch lebte... Was hatte ich somit also für Aussichten! Richtig. Keine guten. Plötzlich ging die Tür vor mir auf und Kylo Ren höchstpersönlich trat in den Raum. Er stellte sich mit verschränkten Armen vor mich und die Tür schloss sich wieder hinter ihm. „Wen haben wir denn da? Das kleine Mädchen von Jakku, das anscheinend sehr starke Kräfte besitzt... Ich mache dir das ganze jetzt einfach: Entweder du erzählst mir jetzt freiwillig, was du über die Karte zu Luke Skywalker weißt oder ich bringe dich dazu, es mir zu sagen.“ Ich schüttelte entschlossen den Kopf: „Warum sollte ich einem Monster mit Maske, das zudem auch noch meinen Onkel kaltblütig ermordet hat, überhaupt irgendetwas verraten!“Ich glaubte, ein Lächeln in seiner Stimme zu erkennen, als er sagte: „Du denkst also, ich bin ein Monster?“ Ich nickte bloß. Dann tat er etwas, was ich nicht geglaubt hätte, hätte ich es nicht mit eigenen Augen gesehen... Er nahm die Maske ab. Darunter hatten sich lange, schwarze, lockige Haare versteckt, die ein helles Gesicht mit einer großen Nase und dunkelbraunen Augen, die schon fast schwarz waren, umrahmten. Nun kam er mir noch bekannter vor, doch ich wusste immer noch nicht woher. Allerdings ließ ich mein Gesicht ihm gegenüber ausdruckslos, denn ich wollte ihm weder meine Schwächen, noch meine Stärken zeigen. Dies schien allerdings nicht zu stören. Er kam langsam auf mich zu, bis er neben mir stand. Dann flüsterte er mir ins Ohr: „Dann sollte ich dir wohl beweisen, dass ich schlimmer bin...“ Wieder streckte er seine Hand aus und versuchte, in meine Gedanken einzudringen. Ich hielt mehrere Minuten durch, aber irgendwann konnte ich dem Druck einfach nicht mehr standhalten und wieder einmal wünschte ich mir, ich hätte in den letzten Jahren meine Fähigkeiten trainiert. Dann war er durch. Ich versuchte, an nichts zu denken, doch es war Kylo Ren vollkommen egal, denn er wühlte sich durch meinen Kopf. „Du bist also nun ganz alleine... Dieser Mann, den du deinen Onkel nanntest, war der einzige, den du noch hattest.“ Ich schwieg einfach in der Hoffnung, er würde bald aufhören, aber er redete weiter: „Du warst also einmal eine Jedi... Das erklärt natürlich deine Fähigkeiten. Oh! Aber auch dort warst du nie wirklich erwünscht... So ein Jammer aber! Doch da ist noch etwas! Dein Bruder... Er war der einzige, der damals zu dir hielt. Aber sogar er hat dich in gewisser Weise verraten. Er hat dich allein gelassen. Allein auf einem einsamen Planeten. Und sein Versprechen dir gegenüber hat er nie erfüllt...“ Er verschwand wieder aus meinen Gedanken und ich hatte vor lauter Anstrengung, ihn aus meinem Kopf zu schieben, geweint. Naja... Vielleicht auch wegen den ganzen Erinnerungen... Nun war es mir peinlich. Vor allen Dingen, als er sich zu mir hinunterbeugte und eine einzelne Träne, die mir gerade über die Wange lief, mit seinem Daumen wegwischte. „Willst du wissen, was mit deinem Bruder nach eurem Abschied passiert ist? Ich kann es dir verraten. Ich weiß es. Das einzige, was ich von dir verlange, ist, dass du mir dafür alles verrätst, was du über die Karte zu Skywalker weißt.“ Ich dachte nach. Sollte ich es riskieren? Ich hatte die Karte an sich nie zu Gesicht bekommen. Mein Onkel meinte, es wäre zu gefährlich, wenn zu viele Menschen etwas über sie wüssten. Also war das einzige, was ich ihm sagen konnte, was mit ihr passiert war. Ich wusste, dass es eigensinnig war, doch der Drang, endlich etwas über meinen Bruder zu erfahren, war zu groß. Allerdings wollte ich Poe nicht verraten, aber Kylo wusste wahrscheinlich eh schon, dass er sie hatte. Er wollte das ganze vermutlich nur von mir bestätigt wissen. Also holte ich tief Luft und sagte mit so leiser Stimme, dass es fast nur noch ein Flüstern war: „Ich weiß nicht viel. Ich weiß nur, dass mein Onkel sie die ganze Zeit an einem geheimen Ort aufbewahrt hatte. Und vor kurzem hat er sie dann an Poe übergeben. Das ist alles, was ich weiß.“ Er sah mir einmal tief in die Augen, als ob er dort die Wahrheit finden könnte und nickte dann: „Nun gut. Ich hoffe für dich, dass du die Wahrheit gesagt hast. Ansonsten hätte das nicht nur schlimme Folgen für dich, sondern auch für deinen Bruder...“ Ich blickte interessiert zu ihm auf. War mein Bruder etwa auf diesem Schiff? Was hatten sie mit ihm gemacht?

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