Der Junge im Schatten 4

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
4 Kapitel - 2.221 Wörter - Erstellt von: Mangasofi - Aktualisiert am: 2016-01-10 - Entwickelt am: - 530 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

    1
    Ich stellte mich dem Jungen, der Will hieß, mit blonden Haaren und blauen Augen vor aber aus irgendeinem Grund schaute ich dabei Nico an. Will stand auf und ging auf einen Schrank am anderen Ende des Raumes zu und begann darin herum zu wühlen. Dann kam er mit einer Schale in der einen Hand, bei der ein Tuch über den Rand hing, und mit einem Fläschchen und einer Dose in der anderen Hand wieder zu uns. In der Schale dampfte etwas. "Was ist das alles?" Fragte ich Will vorsichtig. Er zog einen Stuhl an das Ende des Bettes heran, stellte die Sache hin und erklärte mir was er hier hatte. "Also in der Schale ist Normales warmes Wasser, im Fläschchen ein Desinfektionsmittel und in der Dose ist eine Heilungssalbe. Zuerst wird die Wunde sauber gemacht, dann kommt das Desinfektionsmittel und zum Schluss die Salbe und ein Verband." Das alles hörte sich gerade so an als wäre ich bei einem Arzt in der Praxis. "Darf ich anfangen?" Fragte er mich. Ich nickte nur mit dem Kopf und streckte ihm das Bein hin. Vorsichtig nahm er den T-Shirt Fetzen ab und warf ihn in einem Mülleimer in der Nähe. Gleich darauf begann er mit der Säuberung der Verletzung. Will warf Nico noch schnell einen Blick zu der dann aufstand, im Schrank etwas Suchte und kurz in einem anderen Zimmer verschwand. Nicht lange und er kam wieder mit einem Glas und einem Verband in der Hand. Den Verband streckte er Will zu und das Glas gab er mir. Als erstes hielt ich es mir an die Nase um daran zu riechen aber es hatte keinen Geruch. Ich wollte Nico schon fragen was hier im Glas sei aber er sagte es zuvor. "Das ist Nektar. Er wird dir Gut tun." zögernd Nippte ich an der Flüssigkeit. Ich erwartete ein kaltes Getränk da Eiswürfel drin waren aber als die Flüssigkeit meine Lippen benetzten dachte ich für einen Moment etwas Warmes zu spüren. Um sicher zu gehen nahm ich nun einen Schluck. Und Tatsache, es war warm. Es schmeckte nach Kakao. Und nicht irgendein Kakao sondern meinen Lieblings Kakao aus dem Heim. Das war auch das einzige das am Heim toll war. Langsam nahm ich immer einen kleinen Schluck um es so lange wie möglich zu genießen. Plötzlich spürte ich wie etwas meine Wangen hinunter lief. Ich hob eine Hand und stellte fest das ich Weinte. "He, was ist los? Hast du Schmerzen?" fragte mich Nico und schaute Will bei der zweiten Frage mit einem vernichtendem Blick zu. Als der ihn bemerkte hob er unschuldig die Hände und zeigte auf meine bereits fertig verbundene Verletzung "Nicht meine Schuld!" Nico legte eine Hand auf meine Schulter. "Sag schon." mit zittriger Stimme Antwortete ich ihm. "Es ist der Nektar. Er schmeckt so Gut. Ich habe schon lange nichts Richtiges gegessen oder getrunken außer Wasser das ist alles." ich legte mir eine Hand vor die Augen und umklammerte das Glas mit der anderen.

    2
    Nicos Sicht
    Ich wusste nicht was ich machen soll. Hanea weinte und hielt das Glas schon fast krampfhaft in der Hand. Hilfe suchend schaute ich zu Will, der dabei war die Sachen zu verräumen. Er schaute mich an, nickte mit den Kopf in Richtung Hanea, legte die Arme um seinen Körper und zeigte dann auf mich. (Umarme und Tröste sie!) Als ich verstand was er meinte schüttelte ich energisch den Kopf. Ich zeigte auf ihn, dann an meine Schläfe und dann auf mich während ich immer noch den Kopf schüttelte. (Du weist ganz genau das ich Körper Kontakt nicht gerne habe!) Will warf mir einen bösen Blick zu, zog die Schultern hoch, zeigte erneut auf mich, dann auf den Boden und machte dann mit den Händen eine Trage Bewegung. (Warum hast du sie dann hier her getragen?) Ich zeigte unauffällig auf die Wunde. (Sie ist doch verletzt!) Will brachte die Sachen zurück in den Schrank und setzte sich wieder auf den Stuhl am Ende des Bettes. Er machte die Hand wie bei einer Handpuppe auf und zu (Ja, Ja. Das sagst du jetzt) und hatte ein schelmisches Lächeln auf den Lippen. Der Typ ging mir langsam auf die Nerven. Hanea weinte immer noch aber nicht mehr so stark wie zu beginn. Ich schaute Will an und machte weiter mit der Zeichensprache. Ich zeigte auf meine Augen, dann auf Will und anschließend auf Hanea. Zum Schluss hob ich beide Hände und Bewegte sie nach unten. (Siehst du? Sie beruhigt sich schon wieder.) Ich wollte schon aufstehen und gehen aber Will warf mir nun einen Blick zu, bei dem ich wusste das er es nun Tod ernst meinte. Er machte noch einmal die Bewegungen für den Satz geh sie Trösten!. Ich seufzte und setzte mich erneut neben Hanea auf das Bett. Will stand auf, streckte mir den Daumen nach oben hin und formte mit den Lippen die Worte "Wird schon gut gehen" und ging. Entsetzt schaute ich ihm hinterher. Jetzt ließ er mich alleine. Na Toll. Ich widmete mich wieder Hanea. Ich nahm ihr das Glas aus der Hand und stellte es auf einen kleinen Tisch. Zögernd legte ich einen Arm um sie und zog sie an mich. Die andere Hand legte ich auf ihren Kopf und begann ihre Haare zu streicheln. "Ist ja gut.". Ich spürte wie sie nun auch ihre Arme um mich schlang und sich an meinem Rücken fest klammerte.

    3
    Nachdem sie sich Beruhigt hatte Trank die den Nektar und schlief gleich darauf ein. Ich blieb noch eine Weile um sicher zu gehen dass sie auch wirklich schlief. Ich ging aus der Krankenstube und hörte, dass es schon Zeit für das Abendessen war. Langsam schlenderte ich auf den Pavillon, der kein Dach hatte, zu. Zum Glück regnete es nie hier im Camp. Ich sah wie sich schon sämtliche Hütten an ihren Tischen das Essen in die Münder stopften und sich Lauthals Unterhielten. Will und seine Brüder und Schwestern aus der Apollo Hütte waren auch schon da. Ich sah gerade wie jemand aus der Ares Hütte mit seiner Gabel, auf der ein Fleischbällchen war, auf mich Zielte. Bevor das Bällchen mit voller Wucht auf mein Gesicht prallte, lies ich ein Skeletarm Blitz schnell aus dem Boden emporsteigen und fing das Fleischbällchen. Ohne weiter darauf zu achten ging ich weiter und setzte mich alleine an meinen Tisch. Ich konnte noch den überraschten Blick sehen und grinste in mich hinein. Neben mir war der Tisch von Hütte 2. Poseidon. Ein Junge mit braunen, wilden Haaren und Meer blauen Augen Grinste zu mir herüber. "Das hat gerade echt cool ausgesehen Nico. Der Blick von dem Typen war auch sehr Genüsslich anzusehen." Er streckte mir die Hand aus und ich Schlug ein. "Es war ja auch mal wieder Zeit. Das letzte Mal hast du einen von denen bei Eroberung der Flagge im Fluss festgehalten. Das hatte der auch nicht so toll gefunden Percy." Wir lachten. "Also bist du jetzt wieder da." sagte Percy und drehte sich jetzt komplett zu mir herum. "Was musstest du eigentlich machen?" Mein Teller mit meinem Essen wurde gebracht aber ich ließ ihn noch kurz stehen. "Ich musste ein Mädchen her bringen. Der Satyr der für sie verantwortlich war ist krank geworden und die restlichen sind ja schon überall anders Beschäftigt. Da hat mich Chiron gefragt ob ich das kurz erledigen könnte." "Aha. Also haben wir einen Neu Ankömmling. Wo ist sie denn?" "Sie schläft in der Krankenstübe. Eine Verletzung und ihre Lage in der Stadt hat sie übel zugerichtet." "Wirklich? Hat sich den schon jemand um sie gekümmert?" "Will" "Ah Gut. Du, ich habe letztens gehört das der Nebel an einigen Orten nicht mehr so funktioniert wie er sollte. Einige Menschen sollen angeblich Monster gesehen haben." Ich wollte eigentlich mit dem Essen anfangen aber als ich das hörte blieb mir fast der erste Bissen im Hals stecken. "Was? Das ist aber komisch. Passiert etwas im Olymp oder stimmt etwas mit den Göttern nicht?" "Das weiß keiner. Jedenfalls hat Chiron gesagt dass bald ein paar Halbblute losgeschickt werden um einige Orte genauer anzuschauen." "Hoffentlich nicht mich. Ich bin ein bisschen erschöpft. Das ganze Schatten Reisen macht mich echt fertig. Je mehr ich Schatten Reisen muss am Tag desto müder werde ich manchmal." "Geh doch mal zur Hypnos Hütte und lass dir eine Schlaftherapie ergehen. Danach wird es dir sicher besser gehen." "Eine eigentlich bin ich nicht so scharf darauf. Könnte sein das ich nie mehr aufwache weil die anderen während meiner Therapie eingeschlafen sind." Wir lachten wieder und ich machte mich an mein Essen.

    4
    Als ich meinen Blick über das Camp schweifen lies, sah ich wie jemand auf den Pavillon zu humpelte. Als ich die Gestalt erkannte sprang ich auf und rannte auf sie los. Ich konnte die Gestalt gerade noch auffangen als sie stolperte und das Gleichgewicht verlor. Percy kam mir hinterher als er bemerkte das ich aufgesprungen war. Ihre braunen Augen spickten hin und her als ob sie jemanden suchte. Sie drückte ihre Hände auf die Ohren und vergrub ihr Gesicht in meiner Brust und sagte immer wieder "Bitte! Mach das es aufhört!" Precy stand wie angewurzelt da und fragte nur "Ist das...." "Ja. Das ist Hanea. Ich habe sie Heute Nachmittag her gebracht." Nun kamen auch einige aus der Apollo Hütte und betrachteten Hanea. Will drückte sich zwischen seinen Geschwistern hindurch und kniete sich zu mir. "Was ist passiert?" fragte er und schaute sie besorgt an. "Ich weis nicht. Sie kam schwankend aus der Krankenstube. Ich rannte auf sie zu und konnte sie noch auffangen als sie das Gleichgewicht verlor." Sie flüsterte immer noch die selben Worte "Mach das es aufhört!". Sie zitterte stark und klammerte sich an mein T-Shirt. Ich drückte sie an mich. "Was soll aufhören? Was ist los?" fragte ich Hanea. Mittlerweile hatte sich das Halbe Camp um uns versammelt. Ich warf Percy einen Blick zu der sofort damit anfing, die überflüssigen Jugendlichen wieder an den Pavillon zu scheuchen. Hanea schaute zu mir hoch mit einem Flehendem Blick "Bitte Nico. Hilf mir. Sag ihnen sie sollen verschwinden." "Wer? Wer soll verschwinden?" drängte ich sie ungern weiter. "Diese Stimmen. Tausende von Stimmen die immer wieder das gleiche sagen. Sie betteln um Hilfe." "Tausende Stimmen? Wie meinst du das?" ich verstand nicht was sie meinte. "Viele Menschen die etwas schreckliches erlebt haben oder etwas wichtiges verloren haben. Manche hören sich so an als ob sie gestorben wären und über ihr Leben klagen." Als ich das hörte gefror mir das Blut in den Adern. Leider wusste ich ganz genau was sie meinte. Aber warum habe ich nichts gemerkt als ich sie gefunden habe? Spätestens als ich sie in die Arme genommen habe hätte ich etwas bemerken müssen. Will schaute mich an. "Was sollen wir machen?" Ich schaute um mich. nur noch Percy und Will waren bei mir. "Ich habe Annabeth zu Chiron geschickt. Sie sollte bald wieder da sein." sagte Percy. "Komm Nico. Wir bringen sie wieder zur Krankenstube." schlug Will vor aber ich wusste das weder Will noch Chiron etwas anrichten konnten. "Nein das geht nicht. Hanea wird wahrscheinlich von den Toten der Unterwelt Heimgesucht. Sie habe sich anscheinend in ihr Bewusstsein geschlichen und sich dort eingenistet. Vermutlich ist das passiert als wir durch die Schatten gereist sind. Die Seelen haben ihren geschwächten Körper wie ein offenes Bett empfangen." Ich war wütend. Wütend auf mich selber das ich so unvorsichtig war und mich nicht zuerst um ihren zustand gekümmert habe. Ich hörte wie Percy mich rief "Hey Nico! Reg dich ab!" Ohne das ich es bemerkte war das Gras um mich herum schwarz geworden und zerfiel zu Staub. Ich hob Hanea auf und ging auf die Hütten zu. Hinter mir konnte ich noch Will hören "Wo gehst du jetzt hin mir ihr?" Ich rief über meine Schultern "Zu Hütte drei!"

Kommentare Seite 0 von 0
Klicke hier um ein Kommentar zu schreiben - Wenn du Mitglied bei testedich bist logge dich bitte hier ein
Noch keine Kommentare.

Sie haben die Möglichkeit den Text zu gestalten.
((bold))Fett((ebold)) ((cur))Kursiv((ecur)) ((unli))Unterstrichen((eunli))
((big))groß((ebig)) ((small))klein((esmall))
((green))grün((egreen)) ((maroon))dunkelrot((emaroon)) ((olive))graugrün((eolive)) ((navy))marineblau((enavy)) ((purple))violett((epurple)) ((teal))teal((eteal)) ((gray))grau((egray)) ((red))rot((ered)) ((blue))blau((eblue)) ((fuchsia))fuchsia((efuchsia))
Bitte beachten Sie, dass Sie immer beide Codes, z.B. ((bold)) hier der Text der fett sein soll ((ebold)), gebrauchen, mit dazwischen den Text.