Zuhause (Death Note) Teil 3

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4 Kapitel - 3.559 Wörter - Erstellt von: Yamiyo - Aktualisiert am: 2016-01-10 - Entwickelt am: - 514 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Nächster Tag im Wammys: Nun erfahren auch Nummer 1,3 und 4 von Mellos neuem Mitbewohner-die Reaktionen lassen nicht lange auf sich warten...

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*Aus Mellos Sicht* Zwar lagen die Bücher vor mir und starrten mich geradezu auffordernd an, dass ich mich ihnen und den damit verbundenen Formeln zuw
*Aus Mellos Sicht*
Zwar lagen die Bücher vor mir und starrten mich geradezu auffordernd an, dass ich mich ihnen und den damit verbundenen Formeln zuwenden sollte, doch ich konnte mich in diesem Moment absolut nicht konzentrieren. Wegen ihm. Wütend schaute ich zum Bett hoch, auf dessen Matratze Blames Körper ruhig lag. Verdächtig ruhig. Ob er schlief? Oder simulierte er nur, um mich später, wenn ich eingeknickt war, im Schlaf zu ermorden? Noch immer saß mir der Schreck in den Knochen wegen dem "Gespräch" auf dem Flur, bei dem er mir äußerst überzeugend gedroht hatte das Genick zu brechen. Ein kalter Schauer lief meinen Rücken hinab und ließ mich reflexartig zusammenfahren, als ich daran dachte, wie glühend rot und dämonisch Blames Augen gewirkt hatten. Pure Mordlust hatte ich in ihnen erkennen können, intensiven Hass und Geisteskrankheit. Ich gab es nur ungern zu, aber Blame machte mir Angst. Große Angst sogar. Und mit dem sollte ich mir jetzt für den Rest meiner Kindheit das Zimmer teilen? Nie im Leben! Da zog ich lieber zu Matt, auch wenn sein Zimmer eine einzige Müllhalde war. Morgen würde ich aber zuerst mit Roger sprechen und ihn um Hilfe bitten; heute Abend hatte er leider bereits geschlafen und jeder im Wammy's wusste, dass man Roger, wenn man an seinem Leben hing, nicht wecken durfte.
Misstrauisch stand ich so leise wie möglich auf und schlich vorsichtig zum Hochbett, um einen genaueren Blick auf meinen neuen Zimmerpartner erhaschen konnte. Obwohl, Parasit traf es wohl eher... Um ehrlich zu sein bezweifelte ich, dass er überhaupt Mitglied des Wammy's war. Ein Grund mehr, morgen mit Roger zu reden. Vor Aufregung zitternd stellte ich mich auf die Zehenspitzen und linste vorsichtig auf die Matratze. Tatsächlich, Blame lag vollkommen ruhig dar; geradezu freundlich und friedfertig wirkte sein Gesicht. Wahrscheinlich lag das an seinen geschlossenen Augen, denn diese blutroten, unmenschlichen Iriden, die sich momentan unter den Lidern verbargen, waren wirklich gruselig. Erst jetzt, wo ich ihn genauer in aller Ruhe betrachten konnte, fiel mir überrascht auf, wie blass und mager er war. Geradezu zerbrechlich wirkte er–wie eine Porzellanpuppe. Dunkle Augenringe zeichneten sich ab–oder hatte er gar ein blaues Auge? Voller Neugierde kam ich seinem Gesicht mit meiner Hand näher, bis meine Fingerkuppen seine Haut berührten. Er war ja eiskalt! Wie eine Leiche... Moment mal, was tat ich da überhaupt? Hastig zog ich meine Hand zurück und wich erschrocken zurück, bis ich mich auf den Boden plumpsen ließ. Da dieser aber äußerst unbequem war, verlegte ich meine anschließenden Überlegungen auf mein Bett. Zähne geputzt hatte ich bereits und den Schlafanzug hatte ich auch schon an, denn so hatte ich vorhin Blames Abwesenheit konstruktiv genutzt. Blame... Das war das Stichwort. Ratlos ließ ich meinen Blick zum Lattenrost mit Matratze wandern, der mich und ihn trennte. Zumindest optisch, sein leises Atmen konnte ich immer noch hören. Doch in diesem Moment wirkte es überraschend ungefährlich auf mich, eher unschuldig und zerbrechlich, ließ es Blame doch so menschlich wirken. Er war ein Mensch, oder? Vielleicht mit Pigmentstörungen im Bereich der Augen, aber wer war heutzutage schon normal… Im Vergleich zu Near war Blame eine Schönheit! Auch wenn er irritierend viele Kratzer im Gesicht und an den Armen hatte, sowie einige Blutergüsse. Ich wusste nicht, woher er kam, aber garantiert war es dort nicht friedlich zugegangen. Schon allein sein Aussehen vorhin, als er zum ersten Mal in mein Zimmer getreten war, ließ tief blicken. Er war ja vollkommen durchnässt gewesen, als wäre er stundenlang bei diesem Wetter ohne Regenschirm unterwegs gewesen. Und erst seine Kleidung–vollkommen dreckig und löchrig, vom Gestank ganz zu schweigen... Was auch immer Blame hinter sich hatte, ich wollte nicht in seiner Haut stecken. War ich vielleicht zu streng zu ihm? Hatte er mich vorhin bloß so angefahren, weil er überstresst gewesen war? Klar, es war kein Grund, mir anzudrohen, das Genick zu brechen, aber vielleicht sollte ich ihm doch eine Chance geben, sich einzuleben. Ich meinte, ich war ja auch kein Musterknabe gewesen, als ich ins Wammys gekommen war–Matt konnte ein Lied davon singen. Ein tiefes Seufzen durchriss die Stille und spiegelte so meine Resignation wieder. „Ich bin wirklich viel zu weich... Near würde Blame sicherlich sofort Roger melden. Ein Grund mehr, ihn nicht zu verpfeifen. Ich möchte ja nicht wie die kleine weiße Ratte werden. So weit kommt es noch!" murmelte ich als Fazit und legte so mein weiteres Vorgehen fest. Entschlossen zog ich die Decke über mich und schloss die Augen. Nur das leise Atmen von Blame und das Prasseln es Regens auf die schlecht haltenden Dachziegel war zu hören. Da kam mir ein Gedanke, besser gesagt eine Erinnerung an vorhin. Blame hatte mich mit meinem wahren Namen angesprochen... Woher kannte er ihn bloß? Am besten fragte ich ihn morgen einfach... Erst jetzt wurde mir klar, was für eine Gefahr dieses Wissen für mich bedeutete. Denn Blame hatte mich so vollkommen in der Hand. Würde ich ihn auffliegen lassen, so würde bald das gesamte Wammys meinen Namen wissen. Das durfte auf keinen Fall passieren, sonst würden sie herausfinden, was damals in Frankfurt passiert war. Beim Gedanken an meine kriminelle Vergangenheit musste ich schlucken. Wenn das irgendjemand herausbekam, würde man mich weder respektieren, noch länger dulden. Klar, Roger und Watari wussten davon und hatten meine Taten akzeptiert, aber was würde ihr mir Beistand nützen, wenn mich die anderen Kinder aus dem Heim ekeln würden? Nein, das durfte auf keinen Fall geschehen! Also musste ich Blames Spiel mitspielen... War das dem Schwarzhaarigen überhaupt bewusst? Verbissen starrte ich den Lattenrost über mir an und hätte am liebsten meinen Frust an ihm mit einen deftigen Tritt ausgelassen. „Blame, du hast das Spiel begonnen. Aber du hast dir den falschen Gegner ausgesucht. Ich bin Ls Nachfolger und darum werde ich dich sicher nicht gewinnen lassen!" Mit einem bösen Grinsen streckte ich der Matratzenunterseite die Zunge heraus, bevor ich mit einem Gefühl des Triumphes die Augen schloss.

(Bild: zero-chan)
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Zuhause (Death Note) Teil 3
Zuhause (Death Note) Teil 3
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2016-01-05
407LV
Death Note

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