Springe zu den Kommentaren

Loving can hurt- Harry Potter Lovestory

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
3 Kapitel - 1.744 Wörter - Erstellt von: Mika - Aktualisiert am: 2016-01-03 - Entwickelt am: - 1.654 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Olivia Douglass. Geborene Creevey. Sie ist die ältere Schwester von Colin und Dennis Creevey. Ihre Familie und ihr Ehemann starben bei der Schlacht, noch 4 Jahre später sind ihre Wunden groß. Ihre Tochter Lucy wird 11 und bekommt natürlich den Brief von Hogwarts... Um ihre Tochter zu unterstützen beschließt Olivia wieder ihren alten Job als Heilerin aufzunehmen und sich wieder in die magische Welt von Harry Potter zu begeben...

1
Ich spürte Lucy's warmen Körper neben mir. Hörte ihren ruhigen Atem und wusste das meine kleine Tochter eingeschlafen war. Die kleine Lampe auf ihrem Nachttisch durchflutete den Raum mit blauem Licht. Die weißen Wände, voll gehängt mit Bildern, die sie selber gemalt hatte. Bilder mit Katzen, Bilder mit Pferden, Bilder mit Prinzessinnen-natürlich mit dunklen Haaren, so wie Lucy sie hatte- und dann gab es da noch die Fotografien, von der noch ganz kleinen Lucy, mit ihrem Lieblingsteddy, von Lucy, die glücklich quietschend in der Babyschaukel auf dem Spielplatz saß, von meiner kleinen Lucy, mit ihrem wundervollen Vater. Obwohl sein Tod schon fast 4 Jahre her war, bekam ich immer noch einen Kloß im Hals, wenn ich an ihn dachte. An seine dunklen Haare, die er Lucy vererbt hatte, an seine dunkelgrünen Augen, wie Moos, an seine großen rauen Hände die er früher immer von hinten um mich gelegt hatte. Und fast schon spüre ich sie wieder, seine Arme, hörte seine warme Stimme in mein Ohr raunen und merkte, ganz plötzlich, dass er gar nicht da war. Dass er schon längst tot was, dass er nie wieder zurückkehren würde.

Lucy ging in die Grundschule in unserem Viertel. Und schließlich ging sie auf die Middleschool, feierte ihren zehnten Geburtstag und ich war mir sicher, dass bald der Brief aus Hogwarts kommen würde. Ich hatte mich von der Magie abgeschottet, hatte sie aus meinem Leben ausgeschlossen, die Magie war schließlich daran Schuld, dass meine ganze Familie gestorben war, meine Eltern, meine Brüder, mein Mann. An Lucy's 11 Geburtstag machte ich morgens Frühstück, backte Lucy's Lieblingskuchen und legte alle Briefe ihrer vielen Brieffreunden aus all unseren Urlauben auf den Tisch. Als ich gerade hochgehen wollte um Lucy zu wecken, hörte ich Flügelschlagen. Wie erstarrt blieb ich auf der Schwelle der Küche stehen. Langsam drehte ich mich um. Dort auf dem Fensterbrett saß eine Schleiereule mit einem Brief im Schnabel. Schnell lief ich
auf sie zu öffnete das Fenster. Ich nahm ihr den Brief aus ihrem Schnabel und strich ihr geistesabwesend über die weichen Federn. Wie hatte ich dieses Gefühl doch vermisst. Ich hatte selbst mal eine Eule gehabt. Als die Eule nicht wegflog, wurde mir klar, dass sie eine Belohnung erwartete. Mir war bewusst, dass ich keine Eulenkekse mehr hatte, also musste sich die Eule wohl mit einfachen Keksen der Muggle abfinden. Enttäuscht beäugte die Eule den Keks, knabberte dann aber trotzdem ein wenig an ihm herum. Ich wandte mich dem Brief zu. Er war an Lucy adressiert. Natürlich. Der Brief aus Hogwarts. Ohne ihn auch nur zu öffnen oder eines weiteren Blickes zu würdigen zerriss den Brief in klitzekleine Stückchen und warf ihn anschließen in den Papierkorb. Dann eilte zu Lucy ins Zimmer und weckte sie. Wie immer an ihrem Geburtstag wollte ich eigentlich mit ihr ins Schwimmbad, doch als ich sie nach dem Frühstück aufforderte ihre Sachen dafür zu packen, meinte sie, sie wolle lieber shoppen gehen. Wenn sie meinte. Wie groß sie doch schon geworden war.
Einige Wochen später klingelte es plötzlich an der Tür. Erstaunt öffnete ich und hätte sie am liebsten sofort wieder zugeschlagen. Vor der Tür stand doch tatsächlich die McGonagall. Ich räusperte mich und fragte: „Kann ich Ihnen helfen?“ Sie lächelte mich einsichtig an. Dann schritt sie einfach an mir vorbei in die Wohnung. „Hey! Was soll das?“, rief ihr hinterher, obwohl mir klar war, dass man diese Frau von nichts abhalten konnte. Ich schloss also langsam die Tür, lehnte mich daran und beschloss mich vorerst für einen ahnungslosen Muggle auszugeben. Ich war mir ziemlich sicher, dass sie da war, weil sie glaubte ich wäre ein Muggle dem man erklären musste, dass es die magische Welt gab. Also setzte ich einen verständnislosen, unwissenden und auch entsetzten Blick auf, bevor ich in die Küche trat. McGonagall hatte es sich auf einem Küchenstuhl bequem gemacht. Ich stand ein wenig ratlos in der Küche und fragte schließlich, ob ich ihr etwas zu Trinken anbieten könnte. Sie nickte lächelnd und ich goss ihr ein Glas mit Wasser ein und stellte es ihr vor die Nase, bevor ich mich ihr gegenüber setzte. „Also, könnten Sie mir vielleicht sagen, was Sie in meiner Wohnung zu suchen haben?“, richtete ich mich an sie. „ Zuerst möchte ich mich vorstellen. Ich bin Minerva McGonagall, Schulleiterin von Hogwarts. Wenn ich mich nicht irre, dann müssten Sie vor ein paar Wochen einen Brief erhalten haben, der enthält, dass Ihre Tochter eine Hexe ist und wir, die Hogwartsschule für Hexerei und Zauberei, ihr gerne beibringen würden, die Magie in ihr zu beherrschen. Ich nehme an, Sie hielten den Brief für einen Streich, nicht war?“ „Ja“, antwortete ich schnell und versuchte möglichst glaubwürdig rüber zu kommen. Sie erklärte weiter, der Brief sei kein Scherz gewesen und am 1. September würde das nächste Schuljahr anfangen und Lucy sei gerne dort gesehen. Als sie das sagte meinte ich: „Ich werde meine Tochter nicht in ihre Hände geben! Nicht in die Hände von einer fremden, verrückten Frau die an Magie glaubt! Und ich wäre Ihnen sehr dankbar wenn Sie meine Wohnung nun verlassen würden!“ Damit deutete ich auf die Tür. Aber die McGonagall dachte gar nicht daran. Wieder sah sie mich verständnisvoll an. Dann begann sie wieder: „Ich weiß, wie verwirrend das für Sie sein muss und wie Sie sich fühlen müssen, aber-“, „Sie wissen gar nichts! Sie wissen nicht wie ich mich fühle, dass können Sie überhaupt nicht! Weil Sie noch nie in Ihrem Leben solche Qualen erlebt haben wie ich! Sie haben keine Ahnung wie es sich anfühlt die eigene Familie sterben zu sehen, keine Ahnung wie es ist den Mann zu verlieren den Sie lieben! Aber das allerschlimmste ist, ihnen nicht helfen zu können, obwohl man selbst Heilerin ist! Ich war eine Hexe und ich habe die Große Schlacht selbst miterlebt. Die Zauberei hat mir alles genommen, alles nur meine kleine Lucy hat man mir überlassen. Und ich bin stark gewesen, für Lucy. Und Sie, Professor McGonagall werden sie mir nicht auch noch nehmen!“ Schluchzend brach ich zusammen, ließ mich auf den Boden sinken und blieb dort sitzen. Als sich eine knochige Hand auf meinen Rücken legte zuckte ich zusammen. „ Ist schon gut, alles ist gut“ Professor McGonagall setzte sich zu mir auf den Boden und nahm mich in den Arm. Ich war zu erschöpft um mich zu wundern. Endlich war alles draußen, all der Schmerz, die Schuldgefühle und vor allem die Trauer, die ich schon so lange in mir verschlossen gehalten hatte. Ich hatte versucht sie vor Lucy zu verstecken, hatte versucht stark zu sein und jetzt saß ich hier mit meiner alten Verwandlungslehrerin auf dem Boden meiner Küche und heulte mich bei ihr aus. Bei diesem absurden Bild musste ich unwillkürlich anfangen zu lachen. Es klang erstickt und ziemlich erbärmlich aber dennoch fiel die McGonagall mit ein und so saßen wir beide auf dem Boden und lachten und weinten zusammen. Ich wollte den Moment nicht mit irgend einer seltsamen Frage zerstören, deshalb sagte ich nichts. Aber das brauchte ich auch nicht, denn die McGonagall durchbrach das Schweigen als erste: „ Ich weiß genau wie es sich anfühlt hilflos schrecklichem zu sehen zu müssen. Ich hab es oft genug getan, habe miterlebt wie meine große Liebe verstorben ist und wie mein zweiter Ehemann ebenfalls starb. Ich sah haufenweise unschuldige Menschen sterben habe zugesehen wie Hogwarts zerfiel, doch zu dem Zeitpunkt als es geschah konnte ich nichts dagegen tun. Konnte nur hoffen das ich am Leben bleiben würde und das habe ich geschafft. Ich habe mit vielen Freiwilligen, denen die Schule am Herzen lag Howarts neu erbaut, Lehrer eingestellt und Schüler in den Unterricht geholt. Ja ich habe mein Leben wieder auf die Reihe bekommen und bin einigermaßen glücklich damit. Aber trotzdem in manchen Momenten reißen die alten Wunden wieder auf und ich kann die Tränen nicht länger zurück halten, in solchen Momenten übermannt mich die Trauer und die Schuld, dass ich nichts anderes tun kann als zu weinen und zu warten bis die Momente vorüber sind“ Ich nickte stumm, diese Frau sprach mir aus dem Herzen. Genauso ging es mir. Genauso.

Kommentare (1)

autorenew

Aveline (62286)
vor 679 Tagen
Bitte schreib weiter 👌🏻💕