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Elektrizität

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2 Kapitel - 965 Wörter - Erstellt von: Kangee - Aktualisiert am: 2016-01-03 - Entwickelt am: - 675 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Maya führt ein eigentlich normales Leben... Bis auf eins: Sie wird seit einem halben Jahr gestalkt. Mit immer mehr Verzweiflung zieht sie immer wieder um, wechselt ihre Telefonnummer und die
E-Mail Adresse. Selbst die Polizei kommt nicht voran, da der Stalker sich geheim hält. Doch als Maya ihn irgendwann trifft, tut sie etwas, was sie sich selbst nie zugetraut hätte.

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    „Wo bist du, Maya-Mieze? Ich will dich...", drang die raue Stimme aus ihrem Handy, welches sie mit einem lauten Aufschrei fallen ließ. Der Anr
    „Wo bist du, Maya-Mieze? Ich will dich...", drang die raue Stimme aus ihrem Handy, welches sie mit einem lauten Aufschrei fallen ließ. Der Anrufer legte auf und Maya ließ sich auf ihr Bett fallen, das Gesicht vergrub sie in dem grün karierten Kissen, welches mit Tränen genässt wurde. „Lass mich doch endlich in Ruhe...", schluchzte die Schwarzhaarige und drehte sich nach einiger Zeit auf den Rücken, um gedankenverloren an die Decke zu starren. Schon seit einem halben Jahr wurde sie von einem, wahrscheinlich älteren Mann gestalkt, der ihr Geschenke und Liebesbriefe schickte, sie anrief und E-Mails sendete.
    Es war einfach unerträglich.
    Die 20-jährige getraute sich manchmal noch nicht mal allein aus dem Haus. Seufzend stand Maya auf und trottete in die Küche, öffnete den Kühlschrank und sah mit schiefen Blick hinein. Fast leer. Also... Maya schluckte. Einkaufen. Kurzerhand zog sie sich ihre Jeansjacke an, band die Haare zu einem Pferdeschwanz und schnappte sich ihren Schlüssel, welcher an einem bunten Bändchen hing und eine braune Umhängetasche. Sie schlug die Tür hinter sich zu, schloss einmal ab und stieg die Steintreppen im Treppenhaus des hübschen, gelben, fünfstöckigen Gebäudes hinab. Als sie auf den Bürgersteig trat, sah sie sich reflexartig misstrauisch um und ging dann im zügigen Tempo los. Es waren nicht viele Menschen auf den Straßen des kleinen Städtchens unterwegs. Das gefiel Maya nicht. Hier konnte sie leicht... Ein Klingeln, was wie von einer älteren Türglocke klang, schreckte sie aus ihren Gedanken. Ne E-Mail..., dachte Maya und kramte ihr Handy heraus.
    Fast bekam die junge Frau einen Herzinfarkt, als sie die Nachricht las: Hinter dir, Mieze ❤ Die Schwarzhaarige atmete schnell, die Augen hatte sie angstvoll aufgerissen, als sie sich langsam umdrehte. Sie wich zurück, als ein circa 60-jähriger, grauhaariger Mann in Lederjacke vor ihr stand und sie schief angrinste. „N-nein... Nein... NEIN!", kreischte Maya und wollte wegrennen, doch sie wurde gepackt und zu Boden gerammt. „Meine Maya-Mieze... Warum gefällt dir meine Liebe zu dir nicht? Ich habe dir schon so viele schöne Sachen geschenkt... Erinnerst du dich noch an den Kimono? Er war original aus Japan und ziemlich teuer. Aber ich habe ihn noch nie an dir gesehen.", raunte der Stalker und strich Maya sanft übers Gesicht, welche einfach nur noch weinte und schrie. Plötzlich zog ihr ein süßer Duft in die Nase und ehe sie sich versah, war sie auch schon im Land der Träume.

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    Als Maya wieder erwachte, befand sie sich in einem dunklen Raum, durch den viele Kabel verliefen und dessen Boden eine große Pfütze zierte. Zum Glü
    Als Maya wieder erwachte, befand sie sich in einem dunklen Raum, durch den viele Kabel verliefen und dessen Boden eine große Pfütze zierte. Zum Glück war die Frau noch komplett trocken und nicht mal gefesselt. Sie saß einfach auf dem Boden. Vor ihr stand der Mann in der Pfütze und musterte sie. „Ist die Mieze endlich aus ihrem Nickerchen erwacht...", stellte er fest und lächelte zufrieden. Dann schritt er langsam auf sie zu.
    Maya sah keinen Ausweg. Hinter ihr war die Wand, vor ihr der Stalker und neben ihr ein paar Tische und Schränke... Und Kabel. Ich habe keine Wahl..., dachte sie, atmete tief durch, riss dann ein Kabel durch und hielt ein Ende in die Pfütze. Zuckungen durchfuhren den
    60-jährigen, bis er nach ein paar Sekunden in sich zusammen sackte. Maya konnte nicht wirklich glauben, was sie da getan hatte. Er war wirklich tot... Sie hatte einen Menschen umgebracht. Aber dieser Bastard hat es nicht anders verdient., redete die Frau sich ein. Außerdem war es Notwehr. Sie stand auf und ging in Richtung Tür, wobei sie einen großen Boden um die Pfütze machte. Sicher war sicher, obwohl sie die Kabel mit dem tödlichen Strom aus dem Wasser genommen hatte. Sie öffnete die leichte Tür und trat in die Freiheit.
    Vögel zwitscherten und alles wirkte friedlich, in dem Hinterhof, in dem sie sich befand. Mit gesenkten Kopf verließ sie diesen und fand sich auf einer Straße wieder, die ihr bekannt vorkam. Ja, dort war der Supermarkt und in die Richtung die Polizeiwache. Schnellen Schrittes lief Maya los. Als sie fast den Laden erreicht hatte, kam ihr ein Mann entgegen, der sie seltsam anstarrte. Ist das noch so einer? Sind etwa alle Männer solche bösen Stalker? Wenn ja... Ist es nicht besser, wenn man alle beseitigen würde? Papa war aber nicht so. Also fast alle. Ich weiß schon! Ich werde alle Männer zuerst ein wenig verführen und dann, wenn sie sich an mir vergreifen wollen, bringe ich sie um! Mit der Hilfe der Elektrizität. Dann werden die Bösen weg sein und die Guten herrschen. Maya sah tatkräftig auf ihre blassen Hände. Jeglicher Zweifel war aus ihren Augen von Rache und Mordlust verdrängt wurden.

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1451511477
Elektrizität
Elektrizität
Maya führt ein eigentlich normales Leben... Bis auf eins: Sie wird seit einem halben Jahr gestalkt. Mit immer mehr Verzweiflung zieht sie immer wieder um, wechselt ihre Telefonnummer und die E-Mail Adresse. Selbst die Polizei kommt nicht voran, da der ...
http://www.testedich.de/quiz38/quiz/1451511477/Elektrizitaet
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2015-12-30
40J0
Horror, Krimi

Kommentare (1)

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Alkathari (78241)
vor 614 Tagen
Ich fand die Story eigentlich ganz gut. Allerdings hättest du einige Szenen detaillierter beschreiben und ein paar mehr Gefühl einbringen können.