Narutos Welt mal anders: Die Sukina-Dynastie

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
26 Kapitel - 12.163 Wörter - Erstellt von: C - Aktualisiert am: 2015-12-26 - Entwickelt am: - 412 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Einige von euch kennen vielleicht meine FF-Reihe „Narutos Welt mal anders…“, welche die Abenteuer der Drei Schwertninjas Sokuron, Sia und Sinea erzählen. Darin tauchen die drei Töchter des Kaisers Juron Sukina auf: Nurina, Sulina und Ira. Ihre Familie hat über Jahrhunderte über das Alte Kaiserreich, das das gesamte Tal der Mondberge umfasst, geherrscht.

Diese Extra-FF ist für diejenigen gedacht, die gerne mehr über das Haus Sukina erfahren wollen und wie sie einst über das gewaltige Reich geherrscht haben. Hier stelle ich euch die einzelnen Kaiser/innen der Sukinas vor, von Azur I. bis zum Sturz von Nurina III. durch den Thronräuber Sokuron Efuan.

Kleiner Tipp: Da diese FF extrem lang ist, kann die Suchfunktion helfen, um die richtige Zeile zu finden. Einfach „Strg“ und „F“ drücken, dann erscheint im unteren Bildschirmrand ein Suchfenster. Einfach das Gesuchte eingeben und auf „Enter“ drücken. Dann braucht ihr nicht ewig runterzuscrollen.

    1
    Inhaltsverzeichnis

    Die Ära des Alten Kaiserreiches

    2. Das Haus Sukina
    3. Azur I. – Vater des Reiches
    4. Ozur I.
    5. Tarina I.
    6. Nurina I. – Die Strenge
    7. Azur II.
    8. Mirin I. – Bezwingerin der Drachen
    9. Ira I. – Die Eiserne
    10. Istan I. – Der Brautmörder
    11. Nurina II.
    12. Sarya I. – Die Grausame
    13. Syrak I. – Vernichter der Drachenpaladine
    14. Mirana I. – Die Fromme
    15. Mirana II. – Die Lüsterne
    16. Azur III.
    17. Lucia I. – Die Rote
    18. Sirina I. – Der Silberhammer
    19. Azur IV. – Der Geizige
    20. Juron I.
    21. Ozur II.
    22. Sulina I. – Die Soldatenkaiserin
    23. Salan I.

    Die Ära des Neuen Kaiserreiches

    24. Juron II.
    25. Nurina III. – die Verrückte

    Die Ära des Großkaiserreiches – auch bekannt als Ära des Thronräubers

    26. Sokuron I. Efuan – Der Thronräuber

    2
    Das Haus Sukina

    Jedes Kind im Tal der Mondberge kennt den Namen Sukina. Niemand sonst vor ihnen war es je gelungen, das gewaltige Reich, das nur aus vielen Kleinstaaten und großen Königreichen bestand, zu beherrschen. Sie vereinten das Tal der Mondberge und herrschten fünfhundert Jahre als Kaiser und Kaiserinnen.
    Die meisten Historiker am Kaiserhof stellen die Sukinas als fast göttliche Wesen dar, die gerecht und gütig über das Reich geherrscht haben. Allerdings sieht die Wahrheit etwas anders aus und wird gerne von den Hofhistoriker beschönigt. In der Tat blühte das Reich auf und der Wohlstand wuchs. Die Sukina haben sowohl gütige Herrscher wie auch blutrünstige Tyrannen hervorgebracht und wie in jedem anderen Adelshaus gab es auch Korruption und Ränkespiele.

    Nichtsdestotrotz werden die Sukinas noch heute geliebt und gefürchtet. Das besondere Merkmal an ihnen ist, dass alle Sukinas schneeweiße Haare und glühend blaue Augen haben. Es gibt auch Ausnahmen, wo Sukina-Kinder nicht diese Merkmale aufweisen, aber eher in seltenen Fällen. Ihre genaue Herkunft ist bis heute unklar. Es gibt zahlreiche Legenden und Mythen, welche die Sukinas als Nachkommen von Eishexen darstellen oder als Halbgötter vergessener Götter. Wobei wir uns damit nicht aufhalten wollen.
    Tatsache ist, dass die Sukinas ursprünglich ein großer Clan war, der weit im Norden außerhalb vom Tal der Mondberge lebte und viele Blutlinien besaßen. Erst durch Azur Sukina, der später als Azur I. bekannt wurde, wurden die Sukina-Familienkriege beendet, wo die zahlreichen Sukina-Clans unter einer Flagge vereint wurden. Zwölf Jahre später führte Azur einen zehnjährigen Krieg gegen die Reiche in Tal der Mondberge und eroberte sie alle. Nach seiner Eroberung wurden alle Reiche zu einem großen Vielvölkerstaat vereint mit Azur Sukina als ihren ersten Kaiser.
    Seitdem waren die Sukinas die Herrscher über das Tal der Mondberge. Ihre Dynastie wurde durch den Endlosen Krieg unterbrochen, doch wirklich beendet wurde sie durch Sokurons Rebellion.

    3
    Azur I. – Vater des Reiches

    Von allen Sukinas wird er als der Gründervater des Alten Kaiserreiches benannt. Niemand sonst hatte zuvor eine solche Leistung vollbracht wie er.

    Als er im Jahre 465 des Ersten Zeitalters geboren wurde, waren die Sukinas ein gewaltig großer Clan mit Tausenden von Mitgliedern. Allerdings war der Clan keine vereinte Familie. Über die Jahrhunderte zuvor waren sie in vielen kleinere Sukina-Clans aufgesplittert, die alle den rauen Norden jenseits des Tals der Mondberge beherrschten. Immer wieder hatten sich die Sukinas gegenseitig um die Vorherrschaft bekämpft. Doch erst durch das Massaker der Osaki-Sukinas auf die Zura-Sukinas brachen die Sukinaischen Familienkriege aus, in der alle Sukina-Clans gleichzeitig kämpften.
    Der gerade mal fünfundzwanzigjährige Azur Sukina beendete die Kriege im Jahre 487 des Ersten Zeitalters, als er alle Sukina-Clans besiegte und die Familien zu einem einzigen großen Clan vereinte. Jedoch dauerte es zwölf Jahre, bis Azur die Zwistigkeiten in den Clans ausräumte und die Vereinigung des Sukina-Clans sicherte.

    Im Jahre 499 des Ersten Zeitalters fiel Azur mit einer großen vereinten Sukina-Armee in das Tal der Mondberge ein. Obwohl sich die Reiche der Mondberge vereinten, konnte sie nur wenig gegen die übergroße und kampferprobte Armee der Sukinas ausrichten. Sie konnten die Sukinas nur bremsen, aber nicht aufhalten. Trotzdem dauerte es zehn Jahre, bis Azur auch das letzte Reich im Tal der Mondberge unterworfen hatte.
    Er vereinte die Kleinstaaten und baute daraus das erste große Kaiserreich, das wir heute als das Alte Kaiserreich kennen. Es war ein Vielvölkerreich, das aus vier Königreiche, mehrere Kleinreiche, Stadtstaaten und Ninja-Dörfer bestand. Damit war die Ära der Kleinstaaten beendet und ein neues Zeitalter begann: Das Zweite Zeitalter.

    Nachdem Azur das Tal erobert hatte, stand er nun vor der Aufgabe, es zu regieren. Er baute an der Ostküste eine neue Hauptstadt, die wir alle als die Kaiserstadt kennen. Dort errichtete er den Blauen Palast, ein Schloss aus schwarzen Stein und blauen Dächern, wo auch der Marmorthron seinen Sitz hatte.
    In dem großen Thronsaal wurde er zum ersten Kaiser gekrönt, bekannt als Azur I. Sukina, Herr über das Tal der Mondberge. Kurz darauf nahm er Anira Ossyr, eine Soldatin, die er seit seinen Kindertagen kannte, zur Gemahlin. Ein Jahr später schenkte sie ihm einen Sohn, den er Ozur taufte (später Ozur I.), benannt nach seinem verstorbenen Bruder. Doch elf Jahre später schenkte Anira eine Tochter das Leben, die sie Tarina taufte (später Tarina I.).

    Die ersten Jahrzehnte erwiesen sich als schwierig für Azur. Lange Zeit musste er dafür sorgen, dass die gerade erlangte Einigkeit nicht durch alte Feindschaften zerrissen wurde. Dabei halfen ihm seine beiden Kinder Ozur und Tarina.
    Ozur war der Oberbefehlshaber der kaiserlichen Truppen und war für die Sicherheit des Reiches verantwortlich, während seine jüngere Schwester Tarina als Diplomatin tätig war. Gemeinsam regierten sie das gewaltige Reich und es gelang ihnen, die Einheit zu bewahren, trotz drei Rebellionen und etlichen Attentatsversuchen.

    Kaiser Azur I. starb zwei Tage nach dem elften Geburtstag seiner Enkelin Nurina (später Nurina I.) an Altersschwäche im Jahre 42 des Zweiten Zeitalters.
    Er hinterließ seinem Sohn Ozur ein riesiges Reich, das trotz aller Bemühungen immer noch so zerbrechlich war wie Glas.

    4
    Ozur I.

    Ozur war der Erstgeborene des ersten Kaisers Azur I. Sukina und damit der erste offizielle Thronfolger für den Marmorthron.

    Er wurde im Jahre 3 geboren und galt damals als kräftiges Kind. In seiner Jugend bewies er sich als fähiger Kämpfer und tödlicher Taktiker. Ozur erlernte auch mächtige Jutsus, und das sehr schnell. Im Alter von zwölf Jahren war Ozur schon ein Jonin.
    Sein Vater versetzte ihn in die Erste Armee, die die Erste Morodaische Rebellion niederschlug. Dort erwies sich Ozur als großer Kämpfer und Offizier, als er die morodaische Flotte versenkte. Azur I. schlug ihn kurz darauf zum ersten Ritter des Reiches. Durch immer mehr Errungenschaften gelang es Ozur rasch, noch weiter aufzusteigen. Im Alter von dreißig Jahren war Ozur der Oberbefehlshaber der Kaiserlichen Armee. Er half seinen Vater so gut er konnte, die Stabilität in dem bröckligen Reich aufrechtzuerhalten.
    Einige Jahre zuvor heiratete er die Asu-Kunoichi Atina Voros, die ihm kurz darauf eine Tochter schenkte. Er taufte sie Nurina (später Kaiserin Nurina I.), um so seine Großmutter in Ehren zu halten.

    Jedoch erlangte Ozur einen blutigen Ruf, als er die Zweite Morodaische Rebellion mit äußerster Härte niederschlug. Er ließ alle Rebellen töten und ihre Köpfe auf den Mauern des Königsschlosses von Morodas aufspießen, um allen zu zeigen, was passiert, wenn man sich mit den Sukinas anlegte. Diese brutale Art zeigte Wirkung. Das Inselreich unterließ es, noch eine dritte Rebellion anzuzetteln.

    Als sein Vater starb, wurde Ozur zum neuen Kaiser gekrönt als Kaiser Ozur I. Sukina, Herr über das Tal der Mondberge. Er war zu dem Zeitpunkt neununddreißig Jahre alt und ein erfahrender Feldherr. Gerade diese Fähigkeiten wurden auch gleich an Anfang seiner Amtszeit gebraucht.
    Auf Morodas kam es zu einen Putsch, durch die die Hardliner an die Macht kamen. Sie wollten sich für die Massaker in der vorherigen Rebellionen rächen. So kam es zur Dritten Morodaischen Rebellion, die allerdings nur ein paar Wochen anhielt.
    Ozur I. fuhr mit einer großen Flotte zur Insel rüber, zerschmetterte die morodaischen Flotten und besetzte die Insel. Dieses Mal griff er noch härter durch. Es kam zu Massenverhaftungen und Hinrichtungen, bis niemand mehr auch nur an Rebellion gegen die Sukinas dachte. Ozur erlaubte Morodas, ihren neuen König zu wählen, um so den Frieden zu wahren.
    Die Wahl fiel auf Miny von Rotstein, eine junge Frau, die vor allem den Frieden suchte. Durch sie wurden die Rebellionen beendet und sie leistete den Sukinas einem lebenslangen Lehnseid.

    Danach setzte Ozur alles daran, den Frieden zu bewahren. Jedoch war seine Herrschaft nur von kurzer Dauer. Auf dem Schlachtfeld hatte er sich eine tiefe Wunde zugezogen und infizierte sich mit dem Rotfieber. Er starb im Alter von vierundvierzig Jahren.
    Da seine Tochter Nurina noch minderjährig war, erbte seine jüngere Schwester Tarina den Thron.

    5
    Tarina I.

    Als ihr älterer Bruder Ozur I. starb, bestieg die dreiunddreißigjährige Tarina den Thron und wurde somit Kaiserin Tarina I. Sukina, Herrin des Tals der Mondberge.

    Im Gegensatz zu Ozur war Tarina keine Soldatin. Seit ihrer Jugend war sie eine geschickte Diplomatin, die es gelang, sowohl innerhalb wie auch außerhalb des Kaiserreiches stabile Beziehungen aufzubauen. Sie diente ihrem Vater Azur I. als Botschafterin und setzte dieses Amt auch während der Herrschaft ihres Bruders fort.
    Tarina lag vor allem am Herzen, den ewigen Konflikt mit Morodas und ihren ständigen Rebellionen zu beenden.

    Als sie den Thron bestieg, war ihr erste Amtshandlung, ein Parlament einzurichten. Im Jahre 48 des Zweiten Zeitalters wurde der Kaiserliche Rat eingerichtet. Trotz der Bezeichnung, war es keine Form der Demokratie, wie sie später im Vierten Zeitalter eingerichtet wurde. Der Kaiserliche Rat war ein Kabinett, das aus den Oberhäuptern der Königreiche, Kleinreiche und Stadtstaaten bestand. Die Ninja-Dörfer wurden noch ausgeschlossen, da diese ein Teil ihrer jeweiligen Reiche waren.
    Durch den Rat wollte Tarina künftige Konflikte im Keim ersticken, bevor sie überhaupt ausbrachen. Doch auch das sollte sich nicht erfüllen.

    Ein Jahr später fuhr sie mit einem Diplomatenschiff in Richtung Ristarr. Das Schiff wurde von einem Seedrachen angegriffen. Tarina und über die Hälfte der Besatzung starben bei dem Angriff.
    Da sie selbst nie Kinder hatte, ging der Thron an ihre Nichte Nurina.

    6
    Nurina I. – Die Strenge

    Nurina I. Sukina, Tochter von Ozur I. und Enkelin von Azur I. bestieg den Thron, als ihre Tante Tarina I. bei einem Schiffunglück starb. Sie war gerade mal achtzehn Jahre alt und war damit die bis dahin jüngste Thronanwärterin ihrer Familie.
    Sie wurde zwar in ihrer Kindheit auf die Rolle der Kaiserin vorbereitet, doch trotzdem musste sie feststellen, dass Regieren eine gewaltige Aufgabe war.

    Eben wegen ihrer Jugend glaubte der Kaiserliche Rat Nurina beeinflussen zu können. Sie sei jung und naiv, sagten sie sich. Allerdings stellte sich diese Annahme als Irrtum heraus. Nurina war mit ihren achtzehn Jahren sehr reif, besaß einen unzerbrechlichen Willen und Ehrgeiz.
    Als sie erfuhr, dass der Kaiserliche Rat eine Heirat zwischen ihr und Agoss Fanura, den Prinz vom Königreich Fanurya, arrangieren wollte, marschierte sie mit einer bewaffneten Truppe in den Rat und löste die Verlobung auf. Der Prinz weigerte sich und drohte sogar mit Krieg. Kurz darauf wurde er von den Wachen gefangengenommen, als er versucht hat, die Kaiserin anzugreifen.
    Sein Vater Kuress Fanura, König von Fanurya, erfuhr davon und verlangte die sofortige Freilassung seines Sohnes. Jedoch weigerte sich die junge Kaiserin. Der Prinz hat sie schließlich bedroht und angegriffen, erklärte Nurina. Er soll nach dem Gesetz sich dafür verantworten.
    Das ließ sich der König nicht auf sitzen. Stattdessen schickte er eine Ninja-Einheit los, der den Prinzen bei aus dem Gefängnis befreite. Doch die Wiedervereinigung von Vater und Sohn war nur von kurzer Dauer. Eine kaiserliche Spezialeinheit, die von Nurina selbst angeführt wurde, folgte den Ausbrecher und nahm schließlich den König und den Prinzen fest.
    So kam es, dass sich ein Staatsoberhaupt vor einem unabhängiges Gericht wegen Hochverrat und Beihilfe zum Ausbruch verantworten musste. Das war der Beginn eines einheitlichen Strafrechts, das seit dem Jahr 58 des Zweiten Zeitalters für alle Länder im Tal der Mondberge galt. Die damals achtundzwanzigjährige Nurina gründete dafür die Reichspolizei, die für alle Länder zuständig war.

    Einige Zeit später nahm sie Baryss Tan, einen angesehen Marinekapitän, zum Gemahl und schenkte ein Jahr später einem Sohn das Leben. Sie nannte ihn nach ihrem Großvater Azur (später Kaiser Azur II.). Als ihr Sohn Azur fünfundzwanzig Jahre alt war, wurde er von ihr zum Polizeiminister ernannt, der mit aller Härte die Gesetze seiner Mutter durchsetze.

    Zweiundfünfzig Jahre regierte Nurina I. über das Tal der Mondberge, gerecht, aber streng. Sie war eine gütige Herrscherin, kannte aber keine Gnade, wenn die Gesetze gebrochen wurden. Dabei machte sie auch keinen Unterschied, ob ein Bürger oder ein Adliger ein Gesetz brach. Jeder bekam ihren Zorn zu spüren, wenn man sie strapazierte.
    Im Alter von siebzig Jahren erkrankte Nurina Krebs und starb einige Monate später daran. Somit ging der Thron an ihren Sohn Azur II.

    7
    Azur II.

    Als Azur II. im Jahre 101 den Thron bestieg, war er einundvierzig Jahre alt und hatte zuvor sechszehn Jahre als Polizeiminister gedient. Unter der Herrschaft seiner Mutter führte er die Reichspolizei und setzte die strengen Gesetze mit aller Gewalt durch.
    Ein Reich, ein Gesetz, so lautete das Sprichwort der Sukinas.

    Zuvor erfuhr er großes Glück, aber gleichzeitig auch eine große Tragödie. Er heiratete Varia Okina, eine bildhübsche Bardensängerin, in die er sich unsterblich verliebt hatte. Sie schenkte ihm Zwillingstöchter: Mira und Mirin.
    Doch die ältere von ihnen, Mira, starb bei der Geburt. Das warf seine Frau in eine tiefe Depression, aus der sie erst nach jahrelanger Therapie herauskam. Deshalb kümmerte sich Azur so gut er konnte um Mirin, auch wenn seine Pflichten ihn oft in Anspruch nahmen.

    Wie zuvor als Polizeiminister setzte Azur, als er Kaiser wurde, auf ein gerechtes Rechtssystem. Das erwies sich als schwierig. Nicht nur wegen dem Groll der Kleinstaaten wegen den vorherigen Aktionen von Azur und deren Vorgängern, sondern auch wegen den zahlreichen kleinen Gruppen aus Banditen, Terroristen oder Ninjas. Im Reich gab es auch zahlreiche Clans, die sich ständig bekämpften und dabei das Land verwüsteten.
    Zwei von ihnen waren die Uchihas und die Senjus, die schon seit zahllosen Generationen sich bekämpften. Dabei wurden schon zahlreiche Dörfer zerstört. Azur war nicht mehr bereit, das hinzunehmen. Er forderte die streitenden Clans dazu auf, ihre Kämpfe einzustellen. Leider unterschätzte der Kaiser den tiefen Hass zwischen den beiden Clans. Er war gezwungen, Truppen zu schicken, um die Uchihas und Senjus festzunehmen, aber es endete in einem Massaker.

    Dieser Vorfall war die erste Stufe seines Untergangs. Denn im Jahre 111 brach die Kunoichi Maruna Uchiha in den Kaiserpalast ein und tötete Azur II. vor den Augen von Mirin.
    Auch Mirin war eine junge, aber erfahrene Kunoichi. Sie rächten ihren Vater, indem sie Maruna Uchiha tötete. Damit ging der Thron an Mirin über.

    8
    Mirin I. – Bezwingerin der Drachen

    Mit dem gewaltsamen Tod ihres Vaters wurde die vierundzwanzigjährige Mirin die neue Kaiserin vom Tal der Mondberge. Als sie mit eigenen Augen ansehen musste, wie ihr Vater von Maruna Uchiha getötet wurde, griff sie die Kunoichi an und tötete sie.
    Jahre zuvor wurde Mirin in Asugakure zu einer Kunoichi ausgebildet. Sie machte rasche Fortschritte und war im Alter von vierzehn Jahren ein Jonin. Somit zählte sie zu den fähigsten Kämpferinnen des Sukina-Clans.

    Ihre erste Amtshandlung als Kaiserin war die Jagd auf die Uchihas und Senjus. Sie wollte es nicht mehr länger hinnehmen, dass die streitenden Clans weiterhin das Reich zerstörten. Mit der kaiserlichen Armee und deren Verbündeten rückte sie den beiden Clans so sehr auf die Pelle, dass die Uchihas und Senjus gezwungen waren, in den Süden zu fliehen.
    Nach unseren Erkenntnissen haben sich die Uchihas und Senjus im Feuerreich niedergelassen an der Stelle, wo Jahrhunderte später Konohagakure entstand. Ihr Krieg sollte noch Generationen dauern.

    Jedoch war das nicht die größte Herausforderung Mirin I. Sukina. Im Jahre 112 gelang es einen abtrünnigen Shinobi namens Orush, die Neun Drachengeister aus den Mondbergen, den Grabkammern der Blauen Rittern, zu befreien und dessen Macht für sich zu nutzen. Mit der Macht der Drachengeister ausgestattet fiel Orush wie eine Urgewalt über das Kaiserreich her und verwüstete ganze Landstriche.
    Nur mit der vereinten Armee und ihrer ganzen Kraft gelang es Mirin den abtrünnigen Ninja zu töten und die Drachengeister an sich zu reißen. Sie war der Meinung, dass die Geister in den Mondbergen nicht mehr sicher seien. Deshalb nahm sie die Drachengeister mit und sperrte sie in die Verbotene Kammer, ein endloses Labyrinth mit einem magischen Tresor, der sich tief unter dem Kaiserpalast befand. Dort sollten die Drachengeister für immer bleiben, beschloss sie.

    In den darauffolgenden Jahren konzentrierte sich Mirin darauf, die Schäden, die die Drachengeister angerichtet hatten, wieder zu beseitigen. Dabei lernte sie Karuun Runia kennen, einen brillanten Architekten und Bauermeister, und verliebte sich in ihn. Sie nahm Karuun zum Gemahl und gebar drei Töchter: Rina, Ira (später Kaiserin Ira I.) und Runa.

    Obwohl das Gesetz vorsah, dass das Erstgeborene den Thron eines Tages besteigen soll, so entschied sich Mirin dafür, ihre zweite Tochter Ira als Erbin einzusetzen, weil sie Ira für geeigneter hielt. Ira war nicht nur eine fähige Kämpferin, sondern auch eine geborene Anführerin. Bei Rina und Runa war sich Mirin nicht sicher, ob sie verstanden hatten, was Regieren bedeutete. Nach den heutigen Chroniken werden Rina und Runa als oberflächlich, raffgierig und intrigant beschrieben. Ob das der Wahrheit entspricht oder nur spätere Propaganda der Ira-Anhänger, lässt sich heute nicht mehr klären.
    Tatsache ist aber, dass Mirin nicht wusste, welches Unheil ihre Entscheidung über das Kaiserreich bringen würde.

    Im Jahre 135 wurde die gerade mal achtundvierzigjährige Mirin von einem Drachen angegriffen und getötet. Obwohl Rina und Runa heftig protestierten, so fügte sich der Kaiserliche Rat und krönte die jüngere Tochter Ira zur neuen Kaiserin.

    9
    Ira I. – Die Eiserne

    Noch heute sagt man, dass die Krönung von Ira I. der Tropfen war, der das Fass für Generationen zum Überlaufen brachte. Waren ihre Vorgänger starke Herrscher/innen, die das Reich fest in der Hand hatten, so sollte die Nachwelt nach Ira eine lange Schneise aus Chaos und Blut hinterlassen.

    Im Gegensatz zu ihren Schwestern interessierte sich Ira wenig für teure Klamotten, Schmuck oder großes Ansehen. Seit ihrer Kindheit trainierte sie hart und wurde bald zu einer fähigen Schwertkämpferin und Kunoichi. Als sie fünfzehn wurde, war sie auf dem Level eines Jonins. Weiterhin interessierte sich Ira sehr für die Regierungsgeschäfte ihrer Mutter und unterstützte sie sogar in einigen wichtigen Angelegenheiten. Dadurch lernte Ira sehr viel über die Politik.
    Das war auch der Grund, warum Mirin sich entschied, Ira als ihre Erbin einzusetzen, statt ihre älteste Tochter Rina. Das löste einen heftigen Streit zwischen den drei Prinzessinnen aus.

    Als Ira mit gerade mal siebzehn Jahren den Thron bestieg, versuchte Rina alles, um das Testament anzufechten, aber der Kaiserliche Rat und die Gerichte ließen sich darauf nicht ein. Und da die Armee hinter Ira stand, hatte Rina kaum eine Chance, dagegen anzukämpfen. Doch davon ließen sie sich nicht abhalten.
    Rina und Runa, um nach Verbündete zu suchen. Die Königreiche Fanurya und San Saruian, und noch weitere Kleinreiche, schlossen sich Rina und Runa an, um gemeinsam gegen Ira zu rebellieren. Damit musste die gerade gekrönte Kaiserin ihre größte Hürde überwinden.

    Diese Rebellion löste einen blutigen Bürgerkrieg aus, der in den Chroniken als der Große Schwesterkrieg bekannt wurde. Der Schwesterkrieg tobte acht Jahre, spaltete das Reich und forderte Hunderttausende von Leben. Auf vielen Schlachtfeldern machte sich die junge Kaiserin Ira einen Namen. Sehr bald wurde sie als Ira die Eiserne bekannt, weil man sie öfter in eine Rüstung als in einem Kleid sah.
    In der Schlacht um den Grünen See tötete Ira ihre ältere Schwester Rina und Vitor Hakyn, dem Ehemann ihrer jüngeren Schwester Runa. Einige Zeit später marschierte sie in Sutura ein, der Hauptstadt von San Saruian. Dort kämpfte sie gegen Runa in einem blutigen Duell. Am Ende erschlug Ira ihre Schwester vor den Augen ihres sechsjährigen Neffen Istan.
    Damit war der Krieg vorbei. Ira nahm Istan mit in die Kaiserstadt und versuchte, ihm eine gute Mutter zu sein.

    In den nachfolgenden Jahren versuchte Ira, die Stabilität des Reiches wieder aufzubauen und den Wiederaufbau voranzuschreiten. Erst im Alter von achtunddreißig Jahren fand Ira ihre große Liebe in Zuru Asinu, einem Shinobi aus Surigakure. Sie wollte sich mit ihm vermählen.
    Doch als Ira im Jahre 156 heiraten wollte, platzte ihr rachsüchtiger Neffe Istan mit einer Truppe Schwarzröcke in den Saal. Istan tötete Ira und Zuru vor den empörten Augen der Gäste und riss sich so die Krone an sich.
    Damit ging der Thron auf Istan über, der von da an als der Brautmörder bekannt war.

    10
    Istan I. – Der Brautmörder

    Seine blutige Krönung war beispiellos in der Geschichte des Kaiserreiches und brachte ihn den Beinamen Brautmörder, den er Zeit seines Lebens tragen würde.

    Er war der Sohn von Runa Sukina, der jüngsten Tochter von Miri I. und jüngere Schwester von Ira I. Sein Vater, Vitor Harkyn wurde von seiner Tante Ira erschlagen, als er noch ein kleines Kind war. Später musste er im Alter von sechs Jahren mit ansehen, wie seine Tante Ira seine Mutter Runa erschlug. Er wurde dann von seiner Tante in die Kaiserstadt gebracht.
    Obwohl Ira ihn liebevoll behandelte wie ihren eigenen Sohn und versuchte, ihm eine gute Mutter zu sein, grollte es Istan innerlich. Er konnte es nicht vergessen und sann lange Zeit auf Rache. Dafür lernte er früh, wie man kämpfte und Truppen anführte. Er gründete sogar eine kleine Privatarmee, die von allen als die Schwarzröcke bekannt waren. Geduldig wartete er auf seinen Moment.
    Iras Herrschaft war lang, blieb aber kinderlos. Damit war Istan der einzige Blutsverwandte von Ira und somit auch der Thronerbe.
    Doch als er erfuhr, dass Ira den Suri-Nin Zuru heiraten will, wusste Istan, dass er schnell handeln musste. Sollte aus der Ehe nämlich ein Kind entstehen, wäre Istan nicht mehr der Thronerbe. Das war das Tropfen, das für ihn das Fass zum Überlaufen brachte. Er wollte den Thron und seine Rache.
    Deshalb marschierte er mit den Schwarzröcken in die Zitadelle und erschlug seine Tante Ira und dessen Verlobten Zuru vor den Augen der Gäste. Er nahm die Krone an sich und erklärte sich selbst zum neuen Kaiser.

    Damit ging er schon als Istan der Brautmörder in die Geschichte ein. Seine erste Amtshandlung war, die bildhübsche Miri Adura, die Prinzessin von Turian, zur Gemahlin zu nehmen. Aus dieser Ehe entstanden drei Kinder: Nurina (später Nurina II.), Varas und Sarya (später Sarya I.).
    Seine Herrschaft wurde auch die Schwarze Regentschaft genannt, denn seine Schwarzröcke schwärmten im ganzen Reich aus, um jeden Verbündeten und Sympathisanten der vorherigen Kaiserin Ira I. aufzuspüren und zu töten. Jeder Widerstand, auch nur der kleinste Hauch, wurde von den Schwarzröcken brutal niedergeschlagen.
    Somit galt Istan als der erste Tyrann, der auf den Marmorthron saß, auch wenn seine Grausamkeiten nichts im Vergleich zu den späteren Taten seiner jüngeren Tochter Sarya I. waren. Er beherrschte das Reich mit eiserne Faust, zwang jeden zum Frontdienst und vertraute niemanden. Auch seinen eigenen Kindern misstraute er. Als sein Sohn Varas an Feuerblut erkrankte und starb, verfiel Istan einer tiefen Depression, die er an die Bevölkerung ausließ.

    Seine Herrschaft endete im Jahre 175 im Alter von achtunddreißig Jahren, als er bei einer Reise von einer wütenden Meute überfallen wurde. Die hungernden Bürger überwältigten die Schwarzröcke und töteten Istan. Sie schlugen seinen Kopf ab, um zu zeigen, dass der Brautmörder wirklich tot war.
    Der Thron ging damit an die gerade mal siebzehnjährige Nurina über.


    11
    Nurina II.

    Nurina II., die auch als die Nurina die Schwache bekannt wurde, hatte eine unüberwindbare Aufgabe vor sich. Sie musste die Taten ihres Vaters Istan I. wieder gutmachen.

    Nurina war jedoch ein unsicherer Mensch, dem es schwer fiel, sich durchzusetzen. Obwohl sie die Kaiserin war, überließ sie dem Kaiserlichen Rat die Regierungsgeschäfte. Sie war mehr an Kunst und Philosophie interessiert als an Politik. Diesen Umstand nutzten die Mitglieder des Kaiserlichen Rats aus, um ihre eigenen Interessen zu verfolgen. Immer wieder schafften sie es, der jungen naiven Kaiserin zu überlisten, um ihren eigenen Prestige zu steigern.
    Das machte besonders ihre jüngere Schwester Sarya sehr wütend und sie versuchte immer, Nurina zu belehren, sie solle sich zusammenreißen. Die Sukinas seien mittlerweile Witzfiguren für die Bürger, weil Nurina II. ein Waschlappen sei, so ihre Aussage.

    Doch das interessierte Nurina herzlich wenig. Mit zwanzig Jahren heiratete sie den Künstler Arak Varros und gebar kurz darauf zwei Kinder: Ihren Sohn Syrak (später Syrak I.) und ihre Tochter Mirana (später Mirana I.).
    Da sich Nurina aus den Tagesgeschäften heraushielt und sich lieber ihren Kindern und der Kunst widmete, bemerkte sie nicht, wie Sarya innerlich kochte.

    Vier Tage nach dem achten Geburtstag ihres Sohnes Syrak im Jahre 196 wurde Nurina II. von ihrer jüngeren Schwester Sarya im Schlaf mit einem Kissen erstickt. Da Syrak erst acht war und Mirana nur ein paar Monate alt war, wurde ihre Mörderin Sarya die neue Kaiserin.

    12
    Sarya I. – Die Grausame

    Noch heute wird ihre Regentschaft als die brutalste und blutigste in der Geschichte der Sukinas bezeichnet. Seither kennt jedes Kind ihren Namen, Sarya die Grausame.

    Sie war das jüngste Kind des Brautmörders Istan I. und stand somit an letzter Stelle der Thronfolge. Aus eigener Erfahrung bekam sie mit, wie ihre Familie wegen den vorherigen Taten ihres Vaters verspottet wurde. Viele nannten ihn einen Mörder oder Thronräuber. In ihrer Kindheit musste sie sich einiges gefallen lassen, während ihre ältere Schwester Nurina immer von allen Problemen ferngehalten wurde. Das schürte in Sarya einen unbändigen Hass auf allen und jeden.

    Als die gerade mal siebzehnjährige Nurina die neue Kaiserin wurde, war Sarya zwar erst fünfzehn. Doch im Gegensatz zu ihrer älteren Schwester besaß Sarya keinen Sinn für Kunst und empfand dies als Zeitverschwendung. Stattdessen trainierte sie hart und lernte von den besten Kämpfern. Niemand würde es je wagen, noch einmal auf sie zu spucken, schwor sich Sarya. Jahrelang musste sie mit ansehen, wie ihre willensschwache Nurina das Reich vor die Hunde gehen ließ.
    Deshalb schlich sich Sarya in das Schlafgemach von Nurina und erstickte sie. Danach riss sie ihrem Schwager, der gerade von der Toilette zurückkam, das Herz heraus und warf ihn aus dem Fenster.

    Damit bestieg Sarya im Alter von sechsunddreißig Jahren den Marmorthron. Und ihre Herrschaft begann mit Blut. Sie marschierte mit einer Truppe Schwarzröcke in den Kaiserlichen Rat und ließ alle Mitglieder auf dem Hof lebendig verbrennen und ihre Köpfe auf den Mauern aufspießen. Danach zogen die Kaiserlichen zu jedem Lord, der Nurina II. über den Tisch gezogen hatte, um ihn und seine Familie ebenfalls auf brutalste Weise töten zu lassen.
    Sie erhöhte die Steuern, entmachte mächtige Adelsleute und schlug jeden Widerstand grausam nieder. In ihrer zehnjährigen Terrorherrschaft wurden Hunderttausende von Menschen getötet oder auf brutalste Weise gefoltert, bis niemand es wagte, sich gegen sie aufzulehnen.

    Aber nicht nur auf dem Thron, sondern auch im Privatleben erwies sich Sarya als Tyrannin. Sie nahm zwar ihren Neffen Syrak und Nichte Mirana auf, doch sie ließ die Kinder unter Beobachtung stellen. Denn wenn sie die beiden einfach töten würde, wären die Sukinas ausgestorben. Um das zu verhindern, musste Sarya selbst einen Erben zur Welt bringen. Deshalb heiratete sie Murak von Grünstein, doch ihre Ehe blieb kinderlos. Zweimal hatte Sarya eine Fehlgeburt. Bei ihrer zweiten Fehlgeburt verfiel Sarya den Wahnsinn. Sie war fest davon überzeugt, dass sie verflucht sei. Deswegen ließ sie ihren Ehemann hinrichten. Sarya heiratete noch dreimal, doch jedes Mal blieben die Ehen kinderlos und ihre Ehegatten verloren kurz darauf ihren Kopf. Danach fing sie an, mit beliebig vielen Männern das Bett zu teilen. Einige sagen, Sarya hätte sogar Männer deswegen entführen lassen.
    Doch egal, was sie machte, es kam kein Kind zustande. Heute wissen wir, dass bei Saryas zweiter Fehlgeburt ihre Gebärmutter verletzt wurde, sodass sie nie wieder schwanger werden konnte. Aber zu dem Zeitpunkt war Sarya davon überzeugt, dass kein Mann es bringen konnte.
    Wie viele Männer deswegen hingerichtet wurden, lässt sich kaum sagen. Einige sprechen von Hunderte, andere von Tausende.

    Alles änderte sich, als der achtzehnjährige Syrak sich aus dem Griff von Sarya befreien konnte und die Silberröcke um sich scharte. Kurz darauf schlossen sich weitere Staaten und Dörfer seiner Rebellion an und drängten Sarya bis zum Blauen Palast zurück.
    Doch die Tyrannin wollte sich nicht vom Pöbel massakrieren lassen, so wie einst ihr Vater. Sie setzte den Kaiserpalast in Brand und stach sich selbst ins Herz. Von ihrer Leiche blieben nur noch Knochen übrig.
    Allerdings gab es schon damals Gerüchte, dass in Wirklichkeit Syrak Sarya umgebracht hat und wie einen Selbstmord aussehen ließ, um so seine Thron legitim erben zu können. Beweise dafür gibt es nicht.

    Welche Version wahr ist, kann man nicht sagen, nur dass Syrak danach den Thron bestieg als Kaiser Syrak I. Sukina.

    13
    Syrak I. – Vernichter der Drachenpaladine

    Als Syrak mit seinen achtzehn Jahren den Thron bestieg, lag noch immer der grausige Schatten seiner Tante Sarya der Grausame über das zerrissene Reich. Seine Aufgabe war es nun, den Schaden, den seine Tante angerichtet hat, irgendwie wieder gutzumachen.

    Er begann damit, die Schwarzröcke, die von seinem Großvater und von seiner Tante für viele Gräueltaten geführt wurden, aufzulösen. Die Schwarzröcke wehrten sich, aber sehr bald wurden sie von den Silberröcken und der kaiserlichen Armee aufgegriffen. Sie wurden wegen ihrer Verbrechen unter zwei Kaisern vor Gericht gestellt. Die meisten von ihnen wurden zum Tode verurteilt. Nachdem Syrak das Reich von den Handlangern seiner grausamen Vorgänger gesäubert hatte, begann er, das Reich wieder aufzubauen.
    Er und seine Schwester Mirana lebten seitdem wieder im Blauen Palast, nachdem es wieder aufgebaut war. Obwohl er ein gütiger Herrscher war, gab es immer wieder Unruhen. Der Grund war nicht nur der Machtverlust der ehemaligen Anhänger von Sarya, sondern ein böswilliges Gerücht über Syrak und Mirana, das besagt, dass die beiden ein inzestuöses Verhältnis zueinander pflegen. Dieses Gerücht wurde damals von Sarya selbst im Umlauf gebracht, um so die Glaubwürdigkeit von Syrak zu zerstören. Heute wissen wir, dass nichts an dem Gerücht dran ist. Die grausame Kindheit, die Syrak und Mirana unter ihrer Tante erdulden mussten, hatte die beiden lediglich noch enger zusammengeschweißt.

    Doch dann traf Syrak eine umstrittene Entscheidung. Im Jahre 226 holte er die neun Drachengeister aus der Verbotenen Kammer, um sie fünf Shinobis und vier Kunoichis zu geben, die dann als dessen Jinchuuriki dienten. Dadurch wurde der Drachen-Orden geboren, deren Aufgabe es war, das Reich vor äußeren und inneren Feinden zu schützen. Doch der Schuss ging nach hinten los.
    Einer der Neun Drachenpaladine, Silin Uschar aus Surigakure, wollte sich alle neun Drachengeister einverleiben. Sie tötete zwei der Drachenpaladine und stahl die Geister. Als sie bemerkte, dass ihr Körper nicht mehr als drei Drachengeister tragen konnte, zog sie die anderen sechs Drachenpaladine mithilfe eines Jutsus auf ihre Seite. Es entbrannte ein Bürgerkrieg, den wir als den Bürgerkrieg der Drachenpaladine kennen.
    Nur mit vereinten Kräften und den Acht Suragans, die von dem Silberrock Suran entwickelt wurden, konnte Syrak die abtrünnige Kunoichi bezwingen und die neun Drachengeister wieder an sich bringen, nachdem diese das halbe Reich zerstört hatte. Er sperrte die Drachengeister wieder in die Verbotene Kammer. Bis zu seinem Lebensende bereute er seine vorherige Entscheidung.

    Später heiratete er Amara Kruzer, eine Soldatin und beste Freundin, die seit dem Kampf gegen Sarya an seiner Seite war. Sie schenkte ihm einen Sohn, den sie Azur taufte (später Azur III.).
    Obwohl seine Herrschaft friedlich war, so wurde sie abrupt beendet. Im Alter von dreiundvierzig Jahren erlitt Syrak einen Schlaganfall, von dem er sich nur langsam erholte. Bei der Diagnose kam heraus, dass Syrak unter Impulsstörung litt, eine seltene Krankheit, die dauerhafte Pflege bedurfte. Er war damit nicht mehr in der Lage, die Regierungsgeschäfte weiterzuführen.
    Deshalb trat Syrak im Jahre 232 als Kaiser zurück und überreichte seine Krone an seine jüngere Schwester Mirana. Damit war er der erste Sukina, der als Kaiser zurücktrat. Doch trotz seiner Krankheit unterstützte er seine Schwester weiterhin als Berater, bis er im Alter von einundachtzig Jahren an Altersschwäche starb.

    Noch heute gelten die Acht Suragans als die Geißel der Neun Drachengeister und zählen, genau wie das Sharingan, Byakugan oder das Rinnegan, zu den stärksten visuellen Jutsus der Welt.

    14
    Mirana I. – Die Fromme

    Nachdem ihr älterer Bruder wegen seiner Krankheit zurücktrat, wurde Mirana als zur Kaiserin Mirana I. Sukina, Herrin vom Tal der Mondberge, gekrönt.

    Seit ihrer Kindheit pflegte sie ein sehr enges Verhältnis zu ihrem Bruder Syrak und unterstützte ihn in der Rebellion gegen ihre Tante Sarya. Doch im Gegensatz zu Syrak war Mirana keine Kämpferin. Ihr lag mehr am Herzen, das Leid der Menschen zu lindern.
    Bei ihrer Pilgerreise, die drei Jahre vor ihrer Krönung stattfand, traf sie dabei auf einen Arzt namens Paruk Asumera und verliebte sich in ihn. Kurz darauf heirateten sie und Mirana gebar vier Töchter: Mirana (später Mirana II.), Arina, Lusia und Ilura.

    Als sie schließlich zur Kaiserin gekrönt wurde, setzte sie neue Gesetze durch, die die Religionsfreiheit garantierten und das Gesundheitswesen verbesserte. Sie ließ überall im Land Kranken- und Armenhäuser bauen, um die Bevölkerung so gut wie möglich zu unterstützen. Oft reiste sie selbst durchs Land, um Menschen zu helfen, da sie selbst Ärztin war.
    Wegen ihrer Güte und unendlicher Hilfsbereitschaft wurde sie bald Mirana die Fromme genannt. Obwohl ihre Regentschaft als goldenes Zeitalter bekannt wurde, so war ihr Privatleben von Chaos bestimmt. Ihre älteste Tochter Mirana war das genaue Gegenteil von ihrer Mutter. Sie feierte lieber und teilten mit Männer und Frauen das Bett, statt sich für die Regierungsgeschäfte zu interessieren. Mehr als einmal musste Mirana I. ihre Beziehungen spielen lassen, um Skandale vorzubeugen.

    Doch damit ging es zu Ende, als Mirana I. im Alter von fünfundvierzig Jahren einen Herzanfall erlitt und daran starb. Somit betrat ihre älteste Tochter Mirana II. den Thron im Jahre 251.

    15
    Mirana II. – Die Lüsterne

    Für Mirana II. gibt es bis heute viele nicht jugendfreie Bezeichnungen für ihren verschwenderischen und lustvollen Lebensstil, der sich durch ihre gesamte Regentschaft zog.

    Sie war das erste Kind von Mirana I. und wurde deswegen auch streng erzogen, damit sie eines Tages als gute Kaiserin herrschen konnte. Doch Mirana dachte nicht daran. Ihr ging das fromme Wesen und Hilfsbereitschaft gegenüber fremden Menschen ihrer Mutter auf den Zeiger. Mirana interessierte sich nur für Spaß und die Lust. Als Jugendliche soll sie schon mit Dutzend Jungs und Mädchen geschlafen haben, so sagt man.

    Als die gerade mal einundzwanzigjährige Mirana II. zur Kaiserin gekrönt wurde, veranstaltete sie eine heiße Orgie, und das sollte nicht die einzige sein. Immer wieder feierte sie große Feste, glorreiche Turniere und lustvolle Orgien. Sie schlief mit vielen Männern und Frauen. Heute geht man davon aus, dass Mirana unter Sexsucht litt. Und diese Sucht lebte sie in vollen Zügen aus. Es hieß, Mirana hätte nicht einmal Halt vor ihren jüngeren Schwestern gemacht.
    Ob dieses böswillige Gerücht wirklich stimmt oder nur von Miranas Feinde verbreitet wurde, wissen wir nicht. Es gibt Berichte darüber, dass Arina, Lusia und Ilura von dem Missbrauch durch ihre Schwester erzählt haben. Allerdings gibt es dafür keine Beweise. Viele glauben heute, es waren nur unwahre Behauptungen der Schwestern, um so die Bevölkerung gegen Mirana II. aufzubringen.
    Um das Volk gegen Mirana aufzubringen, bedurfte es dieser Aussage nicht. In den vierundzwanzig Jahren ihrer Herrschaft wurden viele Projekte ihrer Mutter gestrichen, weil die Gelder für ausschweifende Feierlichkeiten rausgeworfen wurden. Sie befreite sogar Bordelle und andere ähnliche Lusthäuser von den Steuern, wenn diese im Gegenzug kostenlos ihr Personal für die Feiern und Orgien zur Verfügung stellten. Es gab auch Gerüchte, dass Mirana heimlich den Sklaven- und Menschenhandel unterstützte und dass sie im Kaiserpalast Sexsklavinnen und Lustknaben hielt. Als später Azur III. in den Kaiserpalast zog, fand man wirklich solches Lustpersonal, aber woher sie kamen, wurde bis heute nicht geklärt.

    Viel schlimmer war die Tatsache, dass durch diese Ausschweifungen Mirana II. acht uneheliche Kinder zur Welt brachte. Zumindest ist das die Zahl, von der wir heute wissen. Einige Historiker gehen davon aus, dass weit mehr waren.
    Doch wie gesagt, wissen wir heute nur von vier Jungs – Tora, Orik, Aruk, Eruka – und vier Mädchen – Jula, Luna, Emira und Inara. Wer ihre Väter waren, wissen wir nicht. Von den unehelichen Kindern wissen wir nur, weil die spätere Kaiserin Lucia I. Sukina es später in den Chroniken niederschrieben ließ.

    Am Ende ihrer Herrschaft war die Staatskasse nicht nur leer, sondern auch hochverschuldet. Die Schere zwischen Arm und Reich ging immense auseinander und die Kaiserin wurde als die Ausgeburt der Hölle beschimpft.
    Mirana II. war alkohol- und drogensüchtig. Im Alter von fünfundvierzig Jahren war ihre Leber so zerstört, dass dieser riss und sie daran starb. Obwohl ihre unehelichen Kinder mittlerweile erwachsen waren, so besaßen sie keinen Anspruch auf den Thron.
    An ihrer Stelle bestieg der Cousin von Mirana II. als Kaiser Azur III. Sukina den Thron.

    16
    Azur III.

    Azur war der einzige Sohn vom ehemaligen Kaiser Syrak I. und damit der ältere Cousin von Mirana II. Da allerdings sein Vater damals vom Thron zurücktrat und seine Tante Mirana I. die Herrschaft übernahm, wurde Azur somit von der natürlichen Thronfolge ausgeschlossen, sodass seine Cousine Mirana II. den Marmorthron bestieg.

    Azur war ganz anders als seine lüsterne Cousine. Er war diszipliniert, zielstrebig und besaß keinen Sinn für solche Ausschweifungen. Stattdessen lernte er das Kämpfen und die Politik von seinem Vater. Doch im Gegensatz zu seinem Vater war Azur sehr reisefreudig. Manchmal war er für Jahre unterwegs, um die Welt zu sehen und davon zu lernen. Azur war in vielen Ländern und auch in einigen Ninja-Dörfer, um dort neue Jutsus zu erlernen.
    Nichtsdestotrotz musste er hilflos mit ansehen, wie seine Cousine das Reich zugrunde richtete. Jeden Rat, den er ihr gab, schlug sie einfach aus und die kaiserliche Regierung stand hinter Mirana, da dieser durch ihre Sucht ihre eigenen Taschen füllen konnte.

    Azur war nie verheiratet, doch eines Tages kam er von einer seiner Reisen mit einem Säugling zurück. Wer die Mutter des Mädchens war, wissen wir bis heute nicht und Azur hat es nie verraten. Er erkannte sie aber als seine Tochter und Erbin an, die den Namen Lucia trug (später Lucia I.).
    Lange Zeit wurde das als Skandal empfunden, doch selbst dieser Fleck wurde von den Böcken, die von Mirana II. geschossen wurden, weit übertroffen.

    Als im Jahre 275 Mirana II. an einem Leberriss starb, betrat Azur III. den Thron. Zu dem Zeitpunkt war er schon fünfzig Jahre alt, hatte sich aber schon früher als Feldherr und Politiker bewährt. Deshalb glaubten viele, dass Azur den Schaden wieder richten konnte.
    Jedoch sollte seine Herrschaft nicht lange dauern. Zehn Monate später erlitt Azur III. einen Unfall, als er die Treppe herunterstürzte. Dabei brach er sich das Genick und starb. Bis heute gibt es viele Theorien über seinen Todesfall. Einige glauben immer noch, dass einer von Miranas unehelichen Kinder Azur ermordet haben und es nur wie einen Unfall aussehen ließ. Wegen dieser kurzen Regentschaft wird Azur III. unhöflicherweise auch als den 300-Tage-Kaiser genannt.

    Nach seinem Tod betrat seine Tochter Lucia den Thron, die in der Nachwelt als Lucia I. die Rote bekannt wurde.

    17
    Lucia I. – Die Rote

    Ihr ungewöhnlicher Beiname hatte zwei Gründe. Einer davon war der, dass Lucia zu den wenigen Sukinas gehörte, die keine weißen Haare und strahlend blaue Augen besaßen. Stattdessen hatte sie feuerrote Haare, als würden Tausende von Sonnen strahlen, und ihre Augen waren im dunklen Bernsteinfarben, die jedes Mal aufblitzten im fahlen Licht.
    Der zweite Grund war ihre Art zu regieren, das eine Mischung aus Schwert und Güte besaß.

    Wer Lucias Mutter war, ist bis heute ein Rätsel. Eines Tages kam Azur III. mit Lucia zurück, als sie noch ein Säugling war. Über ihre Herkunft gibt es einige Theorien. Lange Zeit glaubte man, dass Lucias Mutter möglicherweise vom Uzumaki-Clan abstammte. Jedoch haben wir vor kurzem mithilfe eines DNS-Tests von ihren Knochen herausgefunden, dass Lucia nicht mit den Uzumakis verwandt war. Es wurde sogar das Gerücht verbreitet, dass Lucia gar nicht Azurs leibliches Kind sei, doch als viele Jahre später Lucia eine weißhaarige Tochter zur Welt brachte, wurde es wieder verworfen.
    Lucia wurde liebevoll von ihrem Vater aufgezogen, den sie sehr geliebt hat. Von Azur lernte sie viel über das Kämpfen, Politik und Strategie. Während ihrer Jugend erwies sie sich als geborene Anführerin und gründete ihre eigene Privatarmee aus rotgepanzerten Rittern, die wir als die Rotröcke kennen.
    Als Azur III. durch einen Unfall starb, war Lucia tief betroffen.
    Somit bestieg sie mit fünfundzwanzig Jahren den Marmorthron.

    Kurz nach ihrer Krönung schickte Lucia ihre Rotröcke los, um alle unehelichen Kinder von Mirana II. aufzuspüren und zu töten. Auf diese Weise wollte sie alle eventuelle Thronanwärter aus dem Weg räumen. Gleichzeitig ließ sie die Rotröcke bei allen Lords aufmarschieren, die damals Gelder und Ehren von Mirana II. bekamen, um deren Schuld einzufordern. Wer sich weigerte, wurde entweder verhaftet oder getötet. Weiterhin wurden auch alle Bordelle mit hohen Steuern geknechtet und gleichzeitig alle Sklaven- bzw. Menschenhändlern gejagt und getötet. Wie viele bei der Säuberung starben, ist schwer zu sagen, aber die Zahl geht in die Zehntausende.
    Bis heute sind diese Tage als die Große Aufräumaktion bekannt. Nachdem Lucia das Reich von ihren Feinden gesäubert hatte, machte sie sich daran, das Reich aufzubauen und die Schäden ihrer Großcousine zu beseitigen. Doch das wurde durch die Erste Fanuryaische Rebellion unterbrochen, die Lucia blutig niederschlug. Auch die Zweite Fanuryaische Rebellion zerschlug sie mit eiserne Faust.
    Es dauerte zehn Jahre, bis Lucia die Staatskasse wieder füllen konnte und Miranas Schulden zurückzahlen konnte.

    Lucia die Rote herrschte gerecht, aber streng. Sie setzte die Projekte ihrer Großmutter fort, baute Krankenhäuser, Schulen, reformierte die kaiserliche Armee und garantierte mit geschickter Machtpolitik die Einheit des gewaltigen Kaiserreiches.
    Sie heiratete den Feldherrn Toma Ariss und gebar kurz darauf eine weißhaarige Tochter, die sie Lana Sukina taufte. Damit bewies Lucia endgültig, dass sie Sukina-Blut in den Adern hatte.
    Nichtsdestotrotz herrschte Lucia neunundsiebzig Jahre über das Tal der Mondberge und saß damit von allen Sukinas am längsten auf dem Marmorthron. Sie erreichte das stolze Alter von einhundertvier Jahren, als sie an Altersschwäche starb.
    Nach ihrem Tod ging die Krone weder an Lucias Kinder noch an ihre Enkelkinder, sondern an ihre Urenkelin Sirina Sukina.

    Noch heute wird Lucia die Rote als die Hundertjährige Kaiserin verehrt, weil sie nicht nur sehr lange lebte, sondern auch das Reich wieder vereinte.

    18
    Sirina I. – Der Silberhammer

    Sirina war gerade mal zweiundzwanzig Jahre alt, als sie zur Kaiserin gekrönt wurde. Doch sie hatte viel mehr von ihrer Urgroßmutter Lucia die Rote geerbt als ihre Mutter. Auch sie war zielstrebig, diszipliniert, eine gute Kämpferin und wusste immer, was zu tun war.
    Aus dem Grund sah damals Lucia in ihrer Urenkelin die ideale Erbin für den Marmorthron. Und dieses Mal gab es keinen Widerstands seitens ihrer Eltern, Onkeln oder Tanten auch wenn diese Thronfolge ungewöhnlich war.

    Sehr früh wurde Sirina zu einer Kunoichi ausgebildet und war mit vierzehn Jahren eine Jonin. Ihre bevorzugte Waffe war ein Hammer mit schwarzen Griff und silbernen Kopf, der jede Rüstung durchschlug. Deshalb bekam Sirina früh den Beinamen der Silberhammer.
    Fünf Jahre nach ihrer Krönung nahm sie Borok Nura, einen General von Morodas, zum Gemahl und schenkte kurz darauf einen Sohn das Leben. Sie taufte ihn nach ihren Vorvätern Azur (später Azur IV.).

    Obwohl unter ihrer Herrschaft das Reich aufblühte, bahnte sich Unruhe an. Im Jahre 366 lehnte sich der Stadtstaat Surani, die Heimat der Silberröcke, gegen die Sukinas auf. Sie wollten nicht mehr unter dem Joch der Sukinas und den Rotröcken stehen, so ihre Begründung. Es ging darum, dass Sirina die Silberröcke in die Kaiserliche Armee aufnehmen wollte, doch Surani wollte weiterhin unabhängig bleiben. Die Rebellion entwickelte sich zu einem blutigen Bürgerkrieg, der über sechs Jahre im Tal der Mondberge tobte.
    Die Silberröcke schlugen die kaiserlichen Truppen zurück und belagerten die Kaiserstadt im Jahre 370. Um eine Vernichtung zu entgehen, entwickelte Sirina eine neue Waffe: Die Energieritter. Das waren magische Kampfdroiden, die nur auf die Sukinas hörten. Zusammen mit den neuen Truppen und der Verstärkung aus dem Norden zerschmetterte Sirina die Silberröcke vor den Toren der Kaiserstadt. Sie erschlug sogar den Anführer der Silberröcke mit ihrem Silberhammer.
    Danach waren die Silberröcke bereit für Friedensverhandlungen. Während die Rotröcke darauf beharrten, Surani den Erdboden gleichzumachen, räumte Sirina den Silberröcken ihre Unabhängigkeit ein mit der Bedingung, dass sie künftig nur noch dem Kaiser direkt unterstellt seien. Damit war der Frieden beschlossen.
    Jedoch führte diese Entscheidung zur großen Empörung unter den Rotröcken. Sie taten sich zusammen, um Sirina zu stürzen. Doch die Silberröcke hörten davon und ergriffen die Rotröcke, bevor der Rote Putsch beginnen konnte. Somit bewiesen die Silberröcke ihre Treue gegenüber ihre Kaiserin. Sirina war gezwungen, die Rotröcke, die einst von ihrer Urgroßmutter gegründet wurden, wieder aufzulösen, um so eine erneute Spaltung zu verhindern.

    Doch genau das sollte ihr später zum Verhängnis werden. Jahrzehnte später im Jahre 387 wurde Kaiserin Sirina I. Sukina von Utass Tono ermordet. Bei Tono handelte es sich um den Sohn eines Rotrockes, der den Tod seines Vaters beim misslungenen Roten Putsch rächen wollte. Tono wurde kurz darauf gefasst und hingerichtet.
    Nach ihrem Tod bestieg ihr einziger Sohn Azur IV. den Thron.

    19
    Azur IV. – Der Geizige

    Azur IV. war weder ein Kämpfer noch ein Politiker. Für ihn zählte schon seit seiner Jugend nur das Geld. Zahlen waren seine Welt. Während der Regentschaft seiner Mutter diente Azur als Finanzminister und vertrat die Meinung, sie solle die Steuern erhöhen, um so die Staatsschulden abzubauen, doch er wurde immer ignoriert.
    Vor seiner Krönung heiratete er Julina von Baak, die Tochter von Lord Baruss Baak, Herr von Cuun. Aus dieser Ehe wurde ein Sohn geboren, der den Namen Juron bekam (später Juron I.)

    Kaum war er an der Macht kürzte er das Budget massiv und erhöhte die Steuern um das Dreifache. Er entwickelte ein Steuersystem, das die Bürger buchstäblich das Geld aus der Tasche zog. Auf der anderen Seite wurden Gelder eingespart, die für die Bevölkerung sehr wichtig waren, wie das Gesundheitswesen und andere derartige Einrichtungen. Azur IV. wollte damit nicht nur die Staatsschulden tilgen, sondern gleichzeitig ein gewaltiges Vermögen anhäufen. Er war der Meinung, dass nur die Kaiserfamilie über so viel Reichtum verfügen sollte.
    Das führte dazu, dass Azur IV. den Beinamen der Geizige bekam. Niemand war von seinem Steuerwahn sicher, weder reich noch arm. Und wer nicht bezahlte, wurde wegen Verrates ins Gefängnis geworfen.

    In der Tat besaßen die Sukina-Familie und auch der Staat unter seiner Führung mehr Geld als bei allen seinen Vorgängern zusammengenommen. Jedoch war aber seine Herrschaft von kurzer Dauer.
    Das Volk litt unter diesen Sparmaßnahmen so sehr, dass sie eines Tages ihren Kaiser überfielen, als dieser wieder die Steuern eintreiben wollten. Sie hielten Azur fest, um ihm einen Topf glühender flüssiges Gold überzuschütten.
    Damit endete die zweijährige Herrschaft von Azur dem Geizigen. Sein Sohn Juron war damals aber erst vier Jahre alt. Deshalb übernahm Azurs Frau Julina die Regierungsgeschäfte, bis ihr Sohn Juron volljährig wurde.

    20
    Juron I.

    Als sein Vater getötet wurde, war Juron gerade vier Jahre alt. Deshalb führte seine Mutter die Regierungsgeschäfte, bis er achtzehn Jahre alt war. Er wurde zwar seit seiner Kindheit in der Kunst des Krieges ausgebildet und wurde auch zu einem starken Kämpfer, doch in erster Linie, war er ein geschickter Taktiker und Politiker.

    Kaum saß er auf den Thron, setzte er alles daran, die Ordnung wieder herzustellen. Seine Mutter hatte schon zuvor die Steuern wieder gesenkt und viele Gelder, die von Azur dem Geizigen gehortet und veruntreut wurde, wieder in die zuvor aufgehobenen Projekte gesteckt. Juron erließ die Steuern für Bildungs- und Gesuchtheitswesen und gab den Bürgern ihre Gelder zurück. Trotz dieser Gesten, dauerte es Jahre, bis das Vertrauen der Bürger zurückgewonnen war.

    Er nahm Jalina Sirahaus, seine ehemalige Vizekaiserin, zur Gemahlin, die ihm vier Kinder schenkte: Turo, Ozur (später Ozur II.), Fina und Issa. Leider starb Turo im Alter von vier Jahren bei einem Unfall. Bis sich Juron von dem Schock erholte, dauerte es Jahre.
    Doch trotz dieses Verlustes regierte Juron viele Jahrzehnte gütig und gerecht über das gewaltige Reich. Bis auf einige Auseinandersetzungen zwischen Kleinstaaten oder Dörfer gab es keine großen Konflikte während seiner Regentschaft. Er erlebte auch, wie seine Enkelin Sulina, die Tochter seiner jüngsten Tochter Issa, geboren wurde (später Sulina I.).

    Jedoch endete seine Herrschaft brutal, als der Kyuubi wie eine Urgewalt über das Land fegte. Der mittlerweile zweiundneunzigjährige Kaiser Juron kämpfte gemeinsam mit seinen Sohn Ozur gegen den Kyuubi. Bei dem Kampf kam Juron ums Leben und Ozur wurde schwer verwundet.
    Nachdem er sich von seinen Wunden erholt hatte, bestieg Ozur II. den Marmorthron.

    21
    Ozur II.

    Als Ozur II. den Thron von seinem Vater erbte, war er bereits einundsechzig Jahre alt. Viele Jahre zuvor hatte er seinem Vater als Soldat und Feldherr gedient. Obwohl die Regentschaft von seinem Vater meistens ruhig blieb, so musste Ozur mehr als einmal in die Schlacht ziehen, um streitenden Kleinstaaten oder Clans in die Schranken zu weisen.

    Dabei lernte er Butsuma Senju und seine Söhne Hashirama und Tobirama (die späteren Hokagen der ersten und zweiten Genrationen) kennen, die gerade eine Gruppe Uchihas verfolgten. Sie fanden heraus, dass die Uchihas versuchten, den Kyuubi unter die Kontrolle zu bringen. Kurz darauf griff der Kyuubi an und tötete Kaiser Juron I.
    Kurz darauf verschwanden die Senjus und Uchihas wieder in den Süden und Ozur bestieg den Thron. Das letzte, was er aus dem Süden hörte, war, dass die Senjus und Uchihas Frieden schlossen und sogar ein eigenes Dorf gründete: Konohagakure.

    Jedoch sollte auch Ozurs Zeit nicht sehr lange sein. Seit dem Kampf gegen die Kyuubi litt er unter Krebs und starb im Alter von dreiundsechzig Jahren daran.
    Da er selbst nie Kinder hatte, ging der Thron an seine Nichte Sulina I.

    22
    Sulina I. – Die Soldatenkaiserin

    Als Sulina I. den Thron bestieg, war sie gerade mal sechszehn Jahre alt. Trotz ihres Alters galt sie als ein Wunderkind der Sukinas. Wie ihre Vorfahren war sie eine geniale Strategin und geschickte Feldherrin, die genau wusste, was zu tun war. Unter ihrer Führung wuchs die kaiserliche Armee auf das Dreifache heran. Und es sollte sich herausstellen, dass die Streitmacht vonnöten war.

    Im Süden gelang es dem Ersten Hokage Hashirama Senju die neun Bijuus einzufangen. Beim Treffen der ersten Hokagen verteilte er die Bijuus an die Dörfer, um so ein Mächtegleichgewicht aufzubauen und den Frieden zu garantieren. Doch dieser Wunsch ging nicht auf. Kurz nach seinem Tod brach der Erste Shinobi-Weltkrieg aus.
    Der Krieg tobte erbittert und die Dörfer setzten ihre Bijuus ein. Im Kaiserreich war man besorgt, dass der Konflikt auch in den Norden ausbreiten könnte. Zuvor hatte Sulina ein Bündnis mit dem Zweiten Hokage Tobirama ausgehandelt. Damit trat das Kaiserreich in den Weltkrieg ein, um ihren Verbündeten Konohagakure zur Seite zu stehen.
    Sulina marschierte mit der Dritten Armee in das Erdreich ein und zerstörte Iwagakure. Bis heute erinnerte sich Iwagakure an den kaiserlichen Angriff. Ungefähr zur selben Zeit wurde Kumogakure von einer Armee aus Silberröcken überfallen.
    Über ein Jahr konnte das Kaiserreich die beiden Reiche halten, doch es erwies sich als schwierig, noch weiter vorzustoßen, da alle südlichen Staaten sich auf sie stürzten. Erst als der Friedensvertrag geschlossen wurde, zog sich das Kaiserreich aus dem Erd- und Blitzreich zurück.

    Kaiserin Sulina I. heiratete Makura Goldburg, König von Turian, und gebar später zwei Töchter: Salan (später Salan I.) und Akira. Auch wenn ihre Herrschaft nach dem Ersten Weltkrieg größtenteils friedlich verlief, so besaß das Kaiserreich die größte Armee auf der Welt, die ständig weiter wuchs. Sulina liebte das Militär so sehr, dass sie der kaiserlichen Armee immer mehr Aufgaben übertrug. Viele befürchteten, dass das Kaiserreich zu einem Militärstaat mutieren würde, doch Sulina gelang es, sowohl die Menschenrechte zu bewahren und zugleich die militärische Strenge aufrecht zu erhalten.

    Doch zwei Wochen nach Salans sechszehnten Geburtstag wurde Kaiserin Sulina I. von einem Iwa-Nin getötet, der im Auftrag des Dritten Tsuchikage Oonoki unterwegs war. Iwagakure wollte sich damit für die Zerstörung ihres Dorfes im Ersten Weltkrieg rächen. Zu der Zeit bahnte sich schon der Zweite Weltkrieg an und Iwagakure wollte damit verhindern, dass das Kaiserreich erneut an der Seite von Konoha in den Krieg eintrat.
    Kurze Zeit später bestieg ihre Tochter Salan den Thron.

    23
    Salan I.

    Mit gerade mal sechszehn Jahren und den gewaltsamen Tod ihrer Mutter war Salan gezwungen, den Thron zu besteigen. Viele Historiker nennen sie irrtümlicherweise Salan die Letzte. Es stimmt zwar, dass durch dessen Sturz die Sukinas die Macht verloren, doch das war lediglich eine Unterbrechung, da mit Juron II. die Sukinas zurückkehrten.

    Salan war die älteste Tochter von Sulina und wurde dementsprechend auf ihr Erbe vorbereitet. Sie war wie ihre Mutter militärisch orientiert und immer darauf bedacht, das Reich vor ihren Feinden zu schützen. Leider jedoch bemerkte sie zu spät die gewaltige Verschwörung, die gegen sie lief.
    Die Oberhäupter der Ninja-Dörfer und Kleinstaaten schmiedeten einen Plan, um die Sukinas los zu werden. Drei Monate nach der Krönung begann eine Rebellion überall im Reich, da sich alle Ninja-Dörfer gleichzeitig erhoben. Der kaiserlichen Armee war es kaum möglich, sie alle gleichzeitig zu bekämpfen.
    Es dauerte nicht lange, bis die Rebellen die Kaiserstadt überfielen und die verräterischen Kagen den Palast stürmten. Salan schickte ihr jüngere Schwester Akira auf die Insel Suraaz, um sie in Sicherheit zu bringen. Als die Kagen reinstürmten, kämpfte Salan gegen sie, um so Akira Zeit zu verschaffen. Salan tötete zehn Kagen, ehe sie von dem Asukage Rassak Kurashi (von dem wir wissen, dass er der Großvater von dem späteren Sokuron I. Efuan war) niedergestreckt wurde.
    Die Kagen brachen die Verbotene Kammer auf, um die neun Drachengeister zu stehlen. Sie gaben den Geistern ihren Ninjas, um aus ihnen starke Kämpfer zu machen. Heute wissen wir, dass die Drei Legendäre Schwertninjas Sokuron Efuan, Sia Ishkar und Sinea Surun als Jinchuuriki für die neun Drachengeister dienen.

    Das war nicht nur das Ende für die Sukina-Dynastie, sondern auch des Alten Kaiserreiches. Das einst so gewaltige Reich brach in sich zusammen und an ihrer Stelle trat eine Unzahl vieler sich bekriegenden Kleinstaaten und Dörfer. Jahrzehnte tobte der Krieg, der das Tal der Mondberge in Blut und Chaos versinken ließ. Wir kennen diese Zeitspanne als den Endlosen Krieg.

    Akira Sukina wiederum lebte seitdem auf der Insel Suraaz im Exil. Sie heiratete dort den Lord Arrin Atas und gebar später drei Söhne: Juron (später Juron II.), Tarak und Surak. Seit dieser Zeit lebten die Sukinas auf Suraaz, doch es würde noch Jahrzehnte dauern, bis sie wieder auf den Marmorthron zurückkehren würden.

    24
    Juron II.

    Juron war das erste Kind der Sukinas, der außerhalb des Kaiserreiches geboren wurde. Gemeinsam mit seiner Mutter Akira und seinen beiden jüngeren Brüdern Tarak und Surak lebten sie auf der Insel Suraaz.
    Dort lernte er auch die Seefahrerin Maniry Mulu kennen und heiratete sie. Maniry schenkte ihm drei Töchter: Nurina (später Nurina III.), Sulina und Ira. Doch ein paar Jahre nach Iras Geburt starb Maniry plötzlich und Juron zog seine Töchter alleine groß. Er hatte ihnen damals die Namen seiner Vorfahren gegeben, weil sie ihn sehr an ihnen erinnerten. Nurina erwies sich als ehrgeizige und geschickte Politikerin, Sulina wiederum war die geborene Anführerin, die mit zwölf Jahren ihre eigene Privatarmee gründete – Die Blaue Garde – und Ira war schon mit elf Jahren eine der besten Medizin-Nins auf der Welt.

    Doch alles änderte sich, als eines Tages die damals dreizehnjährige Solun-Kunoichi Sinea Surun auf Suraaz ankam. Sie erzählte, dass ein Asu-Shinobi namens Sokuron Seyrano (damals war Sokuron gezwungen, den Namen Seyrano zu tragen, statt Efuan), eine Rebellion gegen die korrupten Kagen plant und er die Sukinas wieder als die Kaiserfamilie über das Tal der Mondberge machen wollte. Doch erst nachdem Sinea den Plan ausführlicher erzählte und Sulina bei einer wichtigen Mission half, willigte Juron ein, zu seiner alten Heimat zurückzukehren und der Rebellion zu unterstützen.
    Heute kennen wir dieses Ereignis als die Rebellion der Drei Schwertninjas, welcher den Endlosen Krieg für immer beendete. Damit gelten die Drei Schwertninjas Sokuron Efuan, Sia Ishkar und Sinea Surun als die Befreier vom Tal der Mondberge.

    Nachdem die Rebellion der Drei Schwertninjas geglückt war, bestieg Juron II. den Marmorthron als Kaiser des Neuen Kaiserreiches. Seine erste Amtshandlung war es, das Reich wieder zu vereinen und aufzubauen. Nicht nur das, er knüpfte auch neue Beziehungen mit Konohagakure. Um das neue Bündnis zwischen dem Neuen Kaiserreich und Konoha zu besiegeln, schickte der Kaiser die Drei Schwertninjas und seine drei Töchter zu den Chunin-Auswahlprüfungen. Als jedoch Konoha von einer Armee aus Suna-Nins und Oto-Nins angegriffen wurde unter der Führung des abtrünnigen Ninja Orochimaru, kamen die Silberröcke und die kaiserliche Armee Konoha zur Hilfe. Nach dem erfolgreichen Kampf wurde das Bündnis besiegelt.

    Jedoch war der Erfolg nur von kurzer Dauer. Kaum ein Jahr später wurde Juron II. Opfer eines Anschlages. Damals wurden Terroristen verantwortlich gemacht, heute wissen wir, dass seine älteste Tochter Nurina darin verwickelt war, um so den Thron zu besteigen.

    25
    Nurina III. – Die Verrückte

    Ob Nurina III. wirklich verrückt war oder nur schlimme Gerüchte waren, die später von Sokurons Verbündeten verbreitet wurden, ist schwierig zu klären.
    Tatsache ist, dass Nurina früher zu Sokurons Freunden und Vertrauten gehörte. Als sie jedoch erfuhr, dass ihr Vater statt sie ihre jüngere Schwester Sulina als Erbin einsetzen wollte, sorgte Nurina dafür, dass Juron II. durch einen Terroranschlag starb.

    Kurz nachdem sie den Thron als Kaiserin Nurina III. bestieg, fand Sokuron die Wahrheit heraus. Mit einer Truppe Silberröcke wollte er Nurina festnehmen, doch diese hintergingen ihm und Sokuron wurden wegen Hochverrats in den Kerker geworfen. Hier wurden die Gerüchte laut, dass Nurina in Wirklichkeit in Sokuron verliebt sei, ja sogar besessen von ihm sei. Und erst nachdem Sokuron Nurinas Angebot, an ihrer Seite als Kaiser zu dienen, ablehnte, wollte sie ihn hinrichten lassen. Doch kurz darauf wurde Sokuron von seiner Verlobten Sia gerettet.
    Sokuron konnte viele Verbündete, darunter auch die Silberröcke und Nurinas jüngeren Schwestern Sulina und Ira, für sich gewinnen. Viele Monate tobte ein blutiger Bürgerkrieg, den wir heute als Rebellion des Irren Ninjas bezeichnen, wobei sich eher der Begriff Sokurons Rebellion oder Sokurons Zweite Rebellion eher eingebürgert hat.
    Nurina setzte alles daran, um die Rebellen zu vernichten. Sie legte dabei auch Asugakure, Sokurons Heimatdorf, in Schutt und Asche.

    Ihre Regentschaft endete, als die Rebellen die Kaiserstadt angriffen. Sie überfielen die Stadt und kämpften gegen die Kaiserlichen. Bei der Schlacht wurde Sulina von Nurina getötet. Zumindest glaubte man das zu dem Zeitpunkt.
    Noch in derselben Stunde wurde Nurina in den Kaiserpalast zurückgetrieben und dort von Sokuron getötet. Damit endete zwar die Rebellion, aber nicht der Bürgerkrieg.
    Nach dem Gesetz sollte Ira Sukina, Nurinas jüngere Schwester den Thron besteigen, doch diese weigerte sich. Stattdessen schlug sie eine Volkswahl vor. Nach einem Tag wurde Sokuron Efuan zum neuen Kaiser gewählt. Auch wenn bis heute noch Zweifel gib, dass diese Wahl mit rechten Dingen vor sich ging, so war sie legitim und Sokuron wurde der neue Herrscher.
    Damit endete die Sukina-Dynastie endgültig.

    26
    Sokuron I. Efuan – Der Thronräuber

    Sokuron Efuan war kein Sukina-Kaiser, doch trotzdem werden wir hier seine Geschichte erläutern, um genauer zu erklären, wie es zum Untergang der Sukina-Dynastie kam. Denn schließ war er es, der dem alten Kaiserhaus den letzten Dolchstoß verpasste. Und genau da liegt die Ironie, wenn man bedenkt, dass es Sokuron selbst war, der die Sukinas einst aus dem Exil zu holen, nur um kurze Zeit später sie wieder vom Thron zu schmeißen.
    Noch heute gilt Sokuron als sehr umstrittene Persönlichkeit, über den die Meinungen weit auseinandergehen. Viele betrachten ihn als einen Helden, der das Land aus der Tyrannei der machtgierigen Kagen befreite, während andere in ihn einen Massenmörder und Größenwahnsinnigen sehen. Nicht umsonst trägt Sokuron, trotz seiner guten Taten, eher fragwürdige Titeln wie der Kagenmörder, der Irre Ninja oder den Thronräuber.

    Geboren wurde Sokuron in einem kleinen Dorf des Efuan-Clans, der Asugakure lange Zeit treu gedient hatte. Kurz nach seiner Geburt löschte die Asukage den Efuan-Clan aus und nahm Sokuron mit nach Asugakure. Dort wurde er zu einem Killer ausgebildet, der schon in seiner Kindheit eine traurige Berühmtheit erlangte. Als Asugakure Etagakure niederbrannte, Sokuron als Schlächter von Etagakure bekannt. Später jedoch wurde er von allen als den Weißen Drachen von Asugakure bezeichnet, einer der besten Killer der Welt, der schon mehr Ninjas getötet hat als viele andere erfahrenen Ninjas.
    Jedoch wollte Sokuron nicht mehr an diesen Gräueltaten beteiligt sein und plante eine Rebellion gegen die Kagen. Es gelang ihn sogar, seine beiden Erzfeindinnen Sia Ishkar und Sinea Surun für die Sache zu gewinnen. So wurden aus Feinden enge Freunde.
    In der Nacht seines vierzehnten Geburtstags überfielen die Drei Schwertninjas Asugakure. Nach einem blutigen Kampf tötete Sokuron die Asukage.
    Seitdem hat er den Beinamen der Kagenmörder, weil er der erste war, der sich gegen seinen Kagen erhob und tötete. Weiterhin wird Sokuron seitdem auch als der Irre Ninja bezeichnet. Dieser Name wurde durch Akatsuki verbreitet, weil sie gesehen haben, wie Sokuron wie ein Irrer lachte, als er den Weißen Berg zusammen mit der Asukage und dem gesamten Kurashi-Clan in die Luft jagte.
    Doch trotz des schlechten Rufes schlossen sich immer mehr den Rebellen an, bis alle Kagen besiegt waren. Dieses Ereignis, auch bekannt als die Rebellion der Drei Schwertninjas, gilt bis heute als das Ende des Endlosen Krieges im Tal der Mondberge.
    Kurz vorher hatte Sokuron die Sukinas aus dem Exil geholt, damit Juron II. den Thron besteigen konnte. Jurons Töchter Nurina, Sulina und Ira zählten damals zu den engsten Freunden von Sokuron Efuan.

    Doch das endete, als einige Wochen nach Orochimarus Kampf gegen Konoha Kaiser Juron II. durch einen Terroranschlag getötet wurde und Nurina sich den Thron raubte. Sokuron wollte Nurina festnehmen, doch er wurde hintergangen und in den Kerker geworfen. Nachdem er mithilfe von Sia fliehen konnte, zettelte er eine weitere Rebellion gegen Nurina an. Das löste einen verheerenden Bürgerkrieg aus, der die Einheit des Neuen Kaiserreiches massiv bedrohte.
    Obwohl die offizielle Bezeichnung für diese Zeitspanne als die Rebellion des Irren Ninjas gilt, so hat sich wegen der unfreundlichen Beinamen eher der Begriff Sokurons Rebellion oder Sokurons Zweite Rebellion, womit man Bezug auf die vorherige Rebellion der Drei Schwertninjas bezog, eingebürgert.
    Nach einiger Zeit gelang es den Rebellen, die Kaiserstadt einzunehmen und Sokuron tötete dabei Nurina. Zuerst wollte er, dass Ira den Thron besteigt, doch sie weigerte sich und schlug stattdessen vor, dass das Volk wählen sollte.
    Und tatsächlich wählte das Volk Sokuron zu ihrem neuen Kaiser. Allerdings gibt es bis heute böswillige Gerüchte, dass diese Wahl manipuliert sei oder sonst wie nicht mit rechten Dingen vor sich ging.
    Das ist auch der Grund, warum bis heute Sokuron Efuan von aller Welt als den Thronräuber bezeichnet wird, und nicht nur von seinen Feinden.

    Gleich bei seinem Amtsantritt musste er den Bürgerkrieg fortsetzen, denn das Königreich Fanurya und die neutralen Staaten waren nicht geschlagen. Nach sechs Monaten jedoch konnte der junge Kaiser seine Feinde besiegen und formte das Reich um.
    Die neutralen Staaten Asira, Syrak, Turaan und Yrak wurden zu einem Königreich zusammengeschlossen und unter der Herrschaft vom Königreich Fanurya gestellt. Damit wurde aus Fanurya ein Kaiserreich, das wir als das Westliche Kaiserreich bezeichnen. Alle Staaten im Osten wurden zum Östlichen Kaiserreich zusammengeschlossen. Sokuron fügte die beiden Kaiserreiche zusammen, um daraus das Großkaiserreich zu erschaffen mit ihm als Großkaiser an der Spitze.
    Kurz darauf wollte Tarak Sukina einen Putsch gegen Sokuron starten, doch dieser wurde von den Kaiserlichen brutal niedergeschlagen. Erst da kam heraus, dass Tarak damals Sulina tötete und nicht Nurina.
    Nach dem Putschversuch schickte Sokuron die Kaiserlichen, die Silberröcke und anderen Getreuen los, um alle seine Feinde im Reich töten zu lassen, sei es Rebellen, Terroristen oder machtgierige Adelshäuser. Nichts und niemand waren vor seinen Häschern sicher. An einem Tag wurden Tausende von Feinden entweder getötet oder gefangengenommen. Dieser Tag ging als der Rote Freitag in die Geschichte ein und forderte sogar noch mehr Leben als die Große Aufräumaktion von Kaiserin Lucia I. die Rote.
    Nachdem Sokuron das Reich von seinen Feinden gesäubert und auch die Sklavenhändlerkriege gewann, machte er sich daran, das Reich aufzubauen und zu reformieren. Er erließ viele neue Gesetze, welche den Bürgern neue Rechte und Pflichten beibrachte, darunter die Rede-, Presse-, Religions- und Versammlungsfreiheit. Weiterhin richtete er ein unabhängiges Gerichtswesen ein und ein Kaiserliches Parlament, das vom Volk gewählt wurde. Er erließ sogar ein Gesetz, nachdem gleichgeschlechtliche Paare heiraten dürfen. Damit besaß der Großkaiser nicht mehr die absolute Macht, eine völlig neue Erfahrung für das Volk vom Tal der Mondberge.

    Kurze Zeit später nahm Sokuron seine Geliebte Sia Ishkar zur Gemahlin. Zwar war sie damit keine Mitkaiserin, doch trotzdem gehörte sie zum engen Beraterstab von Sokuron.
    Von den Sukinas ist nur noch Ira übriggeblieben. Wir haben mittlerweile erfahren, dass Ira sich als lesbisch geoutet hat und sogar Sinea Surun geheiratet hat. Damit können wir sicher sein, dass die Dynastie der Sukinas für immer ein Ende gefunden hat.

    Wie die Herrschaft des Thronräubers verlaufen wird, werden wir noch erfahren. Wird er ein gütiger Herrscher oder ein blutrünstiger Tyrann werden? Werden seine Erben sein Vermächtnis fortsetzen oder zerstören?
    Die Zeit wird es zeigen.


Kommentare Seite 0 von 0
Klicke hier um ein Kommentar zu schreiben - Wenn du Mitglied bei testedich bist logge dich bitte hier ein
Noch keine Kommentare.

Sie haben die Möglichkeit den Text zu gestalten.
((bold))Fett((ebold)) ((cur))Kursiv((ecur)) ((unli))Unterstrichen((eunli))
((big))groß((ebig)) ((small))klein((esmall))
((green))grün((egreen)) ((maroon))dunkelrot((emaroon)) ((olive))graugrün((eolive)) ((navy))marineblau((enavy)) ((purple))violett((epurple)) ((teal))teal((eteal)) ((gray))grau((egray)) ((red))rot((ered)) ((blue))blau((eblue)) ((fuchsia))fuchsia((efuchsia))
Bitte beachten Sie, dass Sie immer beide Codes, z.B. ((bold)) hier der Text der fett sein soll ((ebold)), gebrauchen, mit dazwischen den Text.