One Piece Of Us - Teil 5

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1 Kapitel - 1.590 Wörter - Erstellt von: NoStar5 - Aktualisiert am: 2015-12-26 - Entwickelt am: - 513 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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    Kapitel 5

    Lees Sicht
    Da Taka No Me sich weigerte, mich im Schwertkampf zu trainieren, musste ich auf eigene Methoden zurückgreifen. Kurz gesagt: Ich fuchtelte mit einem Bambusschwert in der Luft herum und hoffte, dass das ganze halbwegs professionell aussah. Ich machte dies schon seit Wochen jeden Tag, doch bis jetzt war noch nicht mal eine Aussicht auf Fortschritt erkennbar. Trotzdem gab ich die Hoffnung nicht auf. Ich hatte mir geschworen, dass ich eines Tages der stärkste Schwertkämpfer werden würde. Um dieses Ziel zu erreichen, würde ich alles in Kauf nehmen, komme was wolle! Ich zog das Schwert und ging in Kampfposition. Vor meinem inneren Auge sah ich direkt vor mir einen Gegner. Auch er machte sich bereit zum Angriff. So schnell ich nur konnte, rannte ich auf ihn zu, meine Waffe hoch erhoben. Schon nach wenigen Metern, war ich völlig erschöpft, stolperte und fiel mit dem Gesicht voran in den Matsch. Ich machte mir nicht die Mühe aufzustehen, sondern stützte mich auf meine Ellbogen. So konnte es einfach nicht weitergehen. Wie sollte ich jemals meinen Gegner besiegen können, wenn ich es nicht einmal fertig brachte, ihn überhaupt zu erreichen? In meinem Kopf ging ich die Optionen durch: Fest stand, dass ich dringendst an meiner Ausdauer arbeiten musste, was kurz gesagt rennen bedeutete. Ich stöhnte auf. Ich hasste es, zu laufen oder zu rennen! Wenn ich jetzt einfach so loslegen würde, würde ich wahrscheinlich schon nach ein paar Minuten aufgeben. Aber ich hatte mir ja ein Ziel gesetzt. Also brauchte ich eigentlich nur die richtige Motivation, oder? Das konnte je nicht so schwer sein.
    Neuen Mutes sprang ich auf und versuchte mich nach einem geeigneten Ansporn umzusehen, aber alles was ich sah, war na ja, Baum. Ich war mitten im Wald, wie sollte ich hier etwas finden? Ich seufzte. Eigentlich war es noch eine gute Gelegenheit, die Insel etwas zu erkunden. Also schlug ich eine Richtung ein, von der ich glaubte, dass ich durch sie in neues Terrain gelangen würde. Eine ganze Weile lief ich einfach nur geradeaus. Mit jedem Schritt merkte ich, wie der Wald immer dunkler wurde, die Vögel langsam verstummten und Nebel sich auftat. Ich schluckte. Mittlerweile hatte ich keine Ahnung mehr, wo ich war, wo ich überhaupt hinwollte. Meine Hände begannen zu zittern und meine Zähne zu klappern, dennoch schritt ich mutig voran. Bald lichteten sich die Bäume. Es hingen zwar immer noch Nebelschwaden in der Luft, doch ich konnte etwas weiter eine grosse Ruine ausmachen. Der Grösse nach zu urteilen, war dies einmal vor langer Zeit eine Stadt gewesen. Inzwischen war alles zerfallen und mit Moos bewachsen. Langsam näherte ich mich der alten Stadt. Irgendetwas gefiel mir an der ganzen Sache nicht. Es war so ein Gefühl, welches ich einfach nicht los bekam, eine dunkle Vorahnung, die sich zu einem Kloss in meinem Hals bildete. Gleich würde etwas passieren, das wusste ich. Unruhig liess ich meine Augen zuerst nach rechts, dann nach links wandern. Diesen Vorgang wiederholte ich einige Male, bis ich mir zu hundert Prozent sicher war, dass mich jemand beobachtete. Lauf einfach weiter, bleib nicht stehen, Lee! Befahl ich mir in Gedanken. Ich sagte es mir noch einmal und noch einmal, wie eine Art Mantra.
    Ich bog links in eine Strasse ab. Sie war gesäumt von zerfallenen Bauten und verdorrten Pflanzen. Wieder schweifte mein Blick umher. Auf der linken Seite hinter einem Haus konnte ich eine Bewegung in der Dunkelheit ausmachen. Ich beschleunigte meine Schritte und ballte meine Hände zu Fäusten, um zu verbergen, dass sie wie verrückt zitterten. Wider kam ich an eine Kreuzung. Sollte ich nach links, oder rechts gehen? Wenn ich die linke Seite nehmen würde, liefe ich wahrscheinlich im Kreis und käme zurück zum Wald, um meinen Verfolger abzuschütteln. Würde ich mich aber nach rechts wenden, wäre ich ihn zwar nicht los, könnte aber noch etwas die Ruinen erkunden. Ich weiss: Ein normaler Mensch würde natürlich sofort nach links gehen, ohne gross nachzudenken. Okay, ich konnte mich nicht entscheiden, also nahm ich die erstbeste andere Option, die mir in den Sinn kam: Ich drehte mich um, stellte mich breitbeinig hin, setzte meinen (noch unglaublich bescheuert aussehenden) Todesblick auf und schrie so laut ich nur konnte: „Hey, du Bastard, jetzt komm endlich aus deinem verdammten Versteck raus, du elender Feigling!“ Ich verschränkte die Arme vor der Brust und grinste schief, als sich nichts rührte. „Hat’s dir die Sprache verschlagen, oder was? Tja, da sieht man’s: Die Starken bleiben stehen und stellen sich der Gefahr und die Schwachen rennen schnell nach Hause zu Mami!“ Nach einigen Sekunden bewegte sich dann doch noch etwas. Und zwar direkt hinter mir. Wie versteinert blieb ich an meinem Platz stehen, bis ich ein regelmässiges Schnauben an meinem Nacken spürte. Langsam drehte ich mich um. Vor mir erblickte ich eine Wand aus braunem Fell. Fast wie in Zeitlupe hob ich meinen Kopf und sah in ein behaartes Gesicht mit roten Augen und riesigen Schneidezähnen. „Ähm… ich hab das gerade nicht ernst gemeint…“ stammelte ich vor mich hin, wobei ich versuchte, möglichst süss und unschuldig auszusehen. Der Riesenaffe starrte mich an. Dann holte er zum Schlag aus.

    Falkenauges Sicht
    Gemütlich sass ich in meinem Sessel in der Bibliothek und las ein Buch. Es war bereits früher Abend. Ich blickte aus dem Fenster. Draussen dämmerte es bereits. Die Sonne tauchte den Himmel in sanfte Orangetöne. Ich hoffte, dass Lee auch bald kommen würde, da ich Gäste erwartete. Vielleicht war es ein Fehler gewesen, ihr nichts davon zu erzählen, da ich nun befürchtete, dass der Abend entweder in einer Schlägerei, oder Blamage enden würde. Lee war mir einfach ein Rätsel: Sie war überaus begabt, was Sprachen und Naturwissenschaften angingen, jedoch schaffte sie es nicht einmal eine Stunde, höflich zu bleiben. Entweder suchte sie Streit, oder sie ignorierte ihren Gesprächspartner einfach. Eigentlich hatte ich sie loswerden wollen, doch irgendwie schaffte ich das noch nicht. Seit das kleine Mädchen hier war, war mir nicht einmal langweilig gewesen. Ich war die ganze Zeit wütend, frustriert oder sauer gewesen.
    Es klopfte am Tor. Langsam erhob ich mich und schritt in die grosse Eingangshalle, um meine Gäste zu begrüssen. Vor mir standen zwei Personen: Ein grosser Mann, dessen feuerrote Haare in alle Richtungen abstanden und ein kleiner Junge, ungefähr in Lees Alter, bei welchem Strähnen in derselben Farbe unter einer grauen Wollmütze hervor lugten. Vor mir standen Eustass Captain Kirk und sein Sohn Eustass Kid. „Schönen Abend, Mihawk, lange nicht gesehen.“ „Die Freude ist ganz auf meiner Seite, Kirk. Ich sehe, du hast deinen Sohn mitgebracht.“ Ich runzelte die Stirn. Ich hatte eigentlich Kirks Frau erwartet, nicht den kleinen Kid. Der ältere sah mich an. „Ist es für dich ein Pro…“ doch weiter kam er nicht, denn plötzlich wurde das grosse Tor aufgerissen. Lee kam hereingehetzt schlug es zu und lehnte sich mit aller Kraft gegen das Holz. Ihre Arme und Beine waren übersäht von Schürfwunden. Sie keuchte und sank auf die Knie. Tja, das war es wohl mit dem schönen ersten Eindruck bei meinem alten Freund. Nach ein paar Sekunden stand sie auf, klopfte sich den Dreck von ihren kurzen Hosen und ging auf Kirk zu. Das Mädchen blieb einige Schritte vor ihm stehen und verbeugte sich tief. „Es tut mir leid, dass ich einfach so reingeplatzt bin, Sir. Mir ist nicht gesagt worden, dass wir heute noch Gäste erwarten.“ Perplex starrte ich Lee an. Diese zwei Sätze hatten keinerlei Beleidigungen enthalten und waren grammatikalisch vollkommen korrekt gewesen! Automatisch klappte meine Kinnlade etwas nach unten. Kirk hingegen lächelte breit. „Du brauchst dich nicht zu entschuldigen, mein Kind, es war ja nicht so schlimm. Dürfte ich erfahren, wer du bist?“ Sie sah auf. „Mein Name ist Lee und ich bin Falkenauges Eliteschülerin!“ jetzt übertrieb sie aber auf ganzer Länge! Ich wandte mich wieder an Kirk. „Wollen wir jetzt die Angelegenheit beim Abendessen besprechen?“ Er nickte. „Lee“ sagte ich. „könntest du in dieser Zeit bitte mit Kid beschäftigen?“ Sie verstand, dass dies keine Frage, sondern ein Befehl gewesen war. Ich ging zusammen mit meinem guten Freund die Treppen hinauf zum Speisesaal. Wir setzten uns. „Du sagtest, du hättest Neuigkeiten über Gol D. Rogers Schatz?“ fing ich an. „Es ist zwar nur eine Theorie, aber es ist höchstwahrscheinlich, dass das One Piece nicht auf der Grandline, sondern im East Blue, genauer gesagt in Lougtown versteckt ist.“


    Das war’s leider schon mit dem Kapitel. Danke für’s Lesen!
    Und ja, ich habe Kids Vater nach Captain Kirk aus Star Trek benannt. Ich fand, dass das doch wie die Faust auf’s Auge passt (ok, ich geb’s zu: Mir ist nichts anderes eingefallen!)
    Wir seh’n uns!

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