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Über alle Grenzen hinweg (Eine Eyeless Jack Lovestory) Kapitel 1

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1 Kapitel - 1.679 Wörter - Erstellt von: Muse of Moonlight - Aktualisiert am: 2016-01-25 - Entwickelt am: - 1.135 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Noch ist alles ganz normal in deinem Leben. Noch. Wie lange wird es so bleiben?

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    KAPITEL 1

    Mit einem erleichterten Seufzen ließ ich meine Tasche auf den Boden fallen. 'Endlich Ferien!' dachte ich glücklich und setzte mich mit meinem Laptop sofort auf mein Bett. Nun da ich Schule 4 Wochen lang aus meinen Gedanken verbannen konnte, konnte ich mich wieder voll und ganz auf meine Leidenschaft konzentrieren: Creepypastas. Es war seltsam, dass ich Grusel- und Horrorgeschichten liebte, aber die Filme... meh. Heutzutage viel zu viel Blut und Gemetzel statt wirklicher Story. Ich klickte gerade meine Lieblings CP „Eyeless Jack“ an, als es an meiner Tür klopfte. „Herein.“ rief ich ohne hochzuschauen und erkannte aus den Augenwinkeln wie meine Schwester ins Zimmer trat. „Ma möchte, dass du noch Eier und Milch kaufen gehst. Cornflakes sind auch keine mehr da, aber hol ja nicht die mit Zuckerüberzug.“ Tief einatmend verdrehte ich die Augen. „Ich wette, dass sie das zu dir gesagt hat.“ Widerwillig legte ich den Laptop zur Seite und stand auf. „Aber da ich eine liebe kleine Schwester bin, gehe ich trotzdem.“ meinte ich und grinste sie an. Ihre vom lipglossroten Lippen verzogen sich zu einem Lächeln. „Was hast du heute noch vor, dass du nicht einkaufen gehen willst?“ fragte ich angesichts ihres Aufzugs, ihr saphirblaues Lieblingskleid das sie nur zum Ausgehen anzog. „Ich hab ein Date.“ lächelte sie und sah in den Spiegel meines Schranks. „Er ist nicht aus den Socken gekommen, also hab ich ein bisschen nachgeholfen und stattdessen ihn gefragt.“ „Wie es in unserer Familie üblich ist. Pass auf, sonst endest du in 3 Monaten mit ihm vorm Altar.“ neckte ich und zog meine Strickjacke über. Es war zwar Herbst, aber immer noch nicht kalt genug, als dann man fror. „Ich bin doch nicht Ma.“ lachte sie, wuschelte mir durchs Haar und ging dann in ihr eigenes Zimmer gegenüber. „Ja ja.“ murmelte ich zu mir selbst und versuchte etwas nachlässig das Chaos auf meinem Kopf zu ordnen. Ich drückte meine Haare kurz an den Kopf, dann ging ich nach unten ins Wohnzimmer. Meine Mutter saß in einem Sessel und las mit gerunzelter Stirn den Brief den sie in der Hand hielt. „Ich brauch noch Geld wenn ich einkaufen gehen soll.“ meinte ich und sah ihr neugierig über die Schulter. „Was ist das?“ Sie drehte ihren Kopf zu mir und erst jetzt erkannte ich die Tränen in ihren Augen. „Es ist... mein Onkel. Er ist gestorben.“ Ich hatte meinen Großonkel nie persönlich kennengelernt, schließlich war er, als ich erst 1 Jahr alt war, nach Australien ausgewandert. Geld für einen Besuchsflug konnten wir nie wirklich aufbringen, zumindest nicht für alle von uns, und so blieb es bei Briefen die, nach einigen Jahren, immer seltener kamen bis sie ganz ausblieben. Trotz all dem wusste ich, dass meine Mutter ihren Onkel über alles liebte, denn er war es der sie nach dem Tod meiner Großeltern aufgenommen hatte. „Das tut mir Leid Ma...“ flüsterte ich und schlang tröstend meine Arme um sie. Tränen tropften auf meine Unterarme und traurig legte ich meine Wange auf ihren Kopf. „Er war so ein lieber Mensch.“ schluchzte sie und griff nach meinem Arm. „Ich weiß. Er war der liebste Mensch von allen.“ flüsterte ich und kramte in meiner Hosentasche nach einem Taschentuch. Ich fand ein sauberes, zwar etwas zerknittert, doch ich reichte es ihr trotzdem. Sie vergrub ihr Gesicht darin als wollte sie sich ersticken und sanft streichelte ich ihr übers Haar. „Du wirst zu seiner Beerdigung fliegen.“ meinte ich bestimmt und zog das Taschentuch von ihrem Gesicht. „Das geht nicht. Das Geld-“ „Alleine mein ich. Du hast ein bisschen was gespart, ich hab ein bisschen was gespart und ich bin mir sicher, dass Sis auch was von ihrem Ersparten dazugeben wird. Und das Geld fürs College brauche ich auch nicht. Ich wollte sowieso eine Ausbildung machen. Das reicht damit du hinfliegen kannst. Es ist wichtig Abschied nehmen zu können.“ murmelte ich und sah wie sie sich einmal über die Augen wischte. „Danke.“ flüsterte sie leise und drückte mir dann etwas Geld in die Hand. „Wir brauchen noch Milch und Eier.“ lächelte sie schwach und beruhigend drückte ich ihre Hand. „Ich weiß. Wir schaffen das Ma.“ meinte ich und drückte ihre Hand noch ein letztes Mal bevor ich mich losmachte und im Flur in meine Schuhe schlüpfte. Ich warf noch einmal einen Blick ins Wohnzimmer, sah wie sie etwas abwesend den Fernseher einschaltete und besorgt verließ ich das Haus. Es war kälter als ich dachte, der Wind piekte wie tausend feine Nadeln in Gesicht und Hände. Fröstelnd zog ich meine Jacke enger um mich, steckte meine Hände in die Jackentaschen und schnappte mir mein Fahrrad. Wir wohnten etwas abgelegen, ein vergleichsweise kleiner Wald grenzte an unser Grundstück, und der nächste Supermarkt war 2 Kilometer entfernt. Mit Fahrrad und Auto konnte man die Strecke in einer kurzen Zeitspanne hinter sich bringen, doch Laufen war in dem Fall nicht wirklich drin. Besonders da man zahlreiche Hügel bewältigen musste. Ich trat so schnell und stark ich konnte in die Pedale und hoffte einfach darauf, dass es nicht noch kälter werden würde. Je weiter ich mich vom Haus entfernte, desto mehr Menschen kamen mir entgegen. Hauptsächlich bekannte Gesichter, Nachbarn, oder einfach nur Fremde die sich für einen Spaziergang hierher verirrt hatten. Und kaum dass ich in der „Zivilisation“ angekommen war, begrüßte mich der Lärm der wenigen Autos die die Straßen entlang knatterten. Selbst diese Gegend konnte man noch als Idylle bezeichnen, doch die Grenzlinie zur Stadt war schon fast überschritten. Vorsichtig bog ich um die Ecke, strampelte die letzten Meter noch einmal mit voller Kraft und machte dann mein Fahrrad fest. Erleichtert betrat ich die Wärme des Ladens und ging schlendernd die Gänge entlang. Als Kind war mir die Auswahl immer schier unendlich vorgekommen, doch nun wo ich älter war, war mir klar wie wenig Varianten im Vergleich mit anderen Läden vorhanden waren. Ich schnappte mir zwei Packungen Eier, stapelte ein paar Milchkartons darauf und suchte schließlich nach einer Packung Cornflakes, von denen man kein Diabetes bekam. Nach einer Weile gab ich es auf etwas Gesundes zu finden, griff nach einer Packung Fruit Loops und ging zur Kasse. Gelangweilt gähnend zog der Mann hinter der Kasse meine Einkäufe über das Band und nannte mir dann den Preis. „Hier.“ meinte ich, reichte ihm das Geld und verließ mit einem höflichen „Einen schönen Tag noch.“ den Laden. Eilig packte ich meine Einkäufe in den Fahrradkorb und radelte so schnell ich konnte zurück. Wäre ich in der Stadt gewesen, hätte ich wahrscheinlich Angst gehabt einen Unfall zu verursachen, doch in unserer Gegend war so wenig auf den Straßen los, dass man mit einem Traktor hätte durchfahren können, ohne irgendeinen Stau zu verursachen. Der Wind ließ meine offenen Haare flattern und plötzlich hatte ich das Bedürfnis einfach meine Arme auszubreiten und davon zu fliegen. Frei zu sein. Ich unterdrückte das Gefühl, rief mir die Gefahren des freihändig Fahrens ins Gedächtnis und absolvierte den restlichen Weg ohne weitere Zwischenfälle.

    „Hallo Liebling.“ rief mein Vater als er in der Einfahrt aus dem Auto stieg und ich gerade das Fahrrad im Schuppen verstaut hatte. „Hallo Pa.“ meinte ich und ließ mir einen Kuss aufs Haar geben. „Ist deine Mutter da, oder ist sie irgendwie fort?“ fragte er als wir zur Haustür gingen. „Sie ist da, aber wahrscheinlich nicht wirklich ansprechbar. Großonkel ist gestorben.“ murmelte ich und drehte meinen Schlüssel im Schloss. „So ist das. Deswegen hat sie auch nicht abgenommen als ich angerufen hab. Naja... Das klären wir schon.“ versicherte er mir und verschwand ins Wohnzimmer. Ich ließ den beiden ihre Privatsphäre und verkrümelte mich stattdessen in mein Zimmer. Mein Blick fiel auf den Laptop der noch immer angeschaltet auf meinem Bett lag. Die Lust auf Grusel und Horror war mir mit der Todesnachricht meines Großonkels vergangen. Seufzend schaltete ich ihn aus und legte ihn zur Seite, dann legte ich mich mit meinem MP3-Player in der Hand hin. Während die Musik auf meine Ohren schallte und mein Blick starr an die Decke gerichtet war, dachte ich über Leben und Tod nach. Es war so vergänglich. Zart. Fragil. Klar, er war nicht mehr der Jüngste gewesen, aber war seine Zeit wirklich schon gekommen? Wer bestimmt wann wessen Zeit gekommen ist? Lohnt es sich überhaupt zu leben wenn man am Ende doch alles verliert? „Was wenn ich morgen sterbe? Wenn Ma oder Pa morgen sterben? Was dann?“ flüsterte ich und rief mir das Bild meines Großonkels vor Augen. Ein einziges Mal hatte ich ihn „gesehen“ nachdem er gegangen war, genau 6 Jahre danach. Es war ein Hochzeitsfoto gewesen von ihm und seiner neuen Frau. Ich wusste, dass er bestimmt nicht mehr so ausgesehen hatte, doch es war das einzige Bild, das ich immer in meinem Kopf hatte. Vielleicht hatte sich auch sein Charakter verändert, doch für mich würde er immer der dicke, nette und liebevolle Mann bleiben, den ich meinen Großonkel nennen durfte, auch wenn 10 Jahre vergangen waren. Und zum ersten Mal in einer sehr langen Zeit weinte ich. Weinte um ihn, um alle die der Zeit, Krieg oder Krankheit zum Opfer gefallen waren. Weinte um jene, die nicht mehr waren. Und mit Tränen in den Augen, schlief ich ein.

Kommentare (31)

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Eyeless Midori (00433)
vor 238 Tagen
Was für ein Mega A*schloch Jack einfach ist. Dabei hab ich ihn doch lieb *~*
Jessi (73667)
vor 420 Tagen
Gibt es noch ein 11 Teil? *-* weil finde es sooo mega ich liebe die Geschichte!!!
Germany_Hamburger🍔 (62483)
vor 448 Tagen
Mach biitteee weiter!! Hier ein paar gründe dafür.
1) e.j. Is mein lieblings creep💝💕💜💙
2) is meeeeegaa spanndend
3) mach einfach weiteer!!
4) ich steh' auf lovestories!
Also mach biitte bitte biiitteee weiter *mit der unterlippe zuck*
Germany_Hamburger🍔 (62483)
vor 448 Tagen
Mach bitte weiter!! Is voll spannend und ich steh voll auf lovestories!💕💝

Greetings from Germany_Hamburger🍔!!
Katze (49948)
vor 489 Tagen
Bitteeeeeeeeeeee mach weiter die Geschichte ist so
Interessant
Luna♡ (50764)
vor 504 Tagen
Ich mag deine Geschichten☆ Mach bitte mehr♢
*Huuuundeeeebliiiiick*
RedScar (71127)
vor 505 Tagen
Neeeuuuer Teil! Der kot grade richtig, Fettes Dankeschön :D

Ich lieg nämlich mit ner Grippe oder so zu Hause :x

Liebe Grüße
Scar
Saru (57965)
vor 506 Tagen
Daaaaaaaankeeeeee :)
Saru (57965)
vor 506 Tagen
@Muse (falls ich dich so nennen darf)
Ich weis ich nerve wahrscheinlich aber ich möchte so gern den 10 Teil lesen und wollte daher fragen ob du ihn am Wochenende hochlädst?
Saru (57965)
vor 507 Tagen
Wann kommt der 10 Teil ??? :)
RedScar (71127)
vor 509 Tagen
Es geeeht weiterr! yeah! T.T *freudentränen*

Es bleibt spannend,
Schalten sie auch das nächste Mal wieder ein!
*versucht kläglich einen Moderator zu imitieren*

Liebe Grüßeee
Scar
Jack lover (59683)
vor 512 Tagen
Cool ist sehr spannend. Ich sterbe vor Aufregung
kann nicht mehr lange warten schade das die Story
bald zuende ist
Saru (43169)
vor 516 Tagen
@Muse of Moonlight
Es ist schön zu hören das du uns gerne zappeln lässt, allerdings bin ich nur nocb neugieriger wenn du sagst das du die Geschichte schon fertig hast und ich freue mich auf das Ergebnis
Muse of Moonlight (70443)
vor 516 Tagen
Genau genommen hab ich die Story sogar schon fertig, aber ich lass Menschen so gerne zappeln. Und beobachte eure Reaktionen :D
Aber ich bin auch eine perfektionistische Person und ändere ständig noch irgendwelche Details ^^
Muse of Moonlight (70443)
vor 516 Tagen
Kinder, Kinder, ganz ruhig! Es folgen noch 4 weitere Kapitel und ein Epilog. Glaubt ihr wirklich ich würde ne Lovestory SO enden lassen? ;D
RedScar (71127)
vor 516 Tagen
T.T
Miiiep, das ist zwar realistisch aber so traurig (〒︿〒)
Aber eine sehr sehr schöne Story
Saru (43169)
vor 517 Tagen
Also das die Geschichte so, wirklich so ne hammer wendung nimmt ist der hammer der absolute hammer
Salisla (24582)
vor 517 Tagen
Ups, ich meine *wütend auf den Boden stampf*
Salislaa (24582)
vor 517 Tagen
Das ist jetzt nicht das Ende oder?! Bitte, bitte lass das nicht das Ende sein! T-T warum hat er sie gerettet wenn er nichts von ihr will? Mensch bitte, bitte bitte bitte schreib weiter oder ich raste noch aus!! *wütend auf den Boden*

Ich will ein Happy Eeeeend +~+
Lover 23 (48022)
vor 518 Tagen
Cool schreib weiter ich llllllliiiiiiiieeeeeebbbbbbbeeeee
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