Sophia "Potter" 17

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12 Kapitel - 3.991 Wörter - Erstellt von: Kerstingarde 1611 - Aktualisiert am: 2015-12-14 - Entwickelt am: - 1.449 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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    Sophias Sicht:
    Auf dem Weg zum Raum der Wünsche bekam ich plötzlich einen Schwächeanfall und fiel auf die Knie. In meinem Kopf hörte ich Toms Stimme: „Wieso hast du mir nicht Bescheid gesagt, dass dein Bruder im Schloss ist!“ Mein Gesicht fing an höllisch zu brennen, wo normalerweise mein Mal war. Ich dachte: „Ich war doch auf dem Weg zu meinem Vater!“ „Nun gut dann glaube ich dir das mal...“ Plötzlich hörten die Schmerzen auf und ich wusste, dass ich, bevor ich zu Harry konnte, meinem Vater davon erzählen musste. Also sagte ich zu Seamus: „Geh du schon einmal vor. Ich muss noch schnell etwas erledigen, wenn ich nicht will, dass wir alle sterben...“ Damit sprintete ich los in Richtung Schulleiterbüro...

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    Dort angekommen platzte ich ohne Vorwarnung herein und erzählte meinem Vater, der mich ernst ansah: „Harry ist im Schloss...“ „Wieso erzählst du mir das?“ Somit erklärte ich ihm die Sache mit Voldemort und er meinte: „In Ordnung. Am besten warnst du jetzt deine Freunde, dass ich Bescheid weiß.“ Ich nickte und rannte aus dem Raum und zum Raum der Wünsche...
    Dort sah ich schon eine Menschenmenge herumstehen und kam aber nicht hindurch. Also schrie ich etwas sehr schrill durch das viele Laufen: „Harry James Potter!“Plötzlich löste sich die Menge etwas und ich konnte Harry, Hermine, Ron und Neville sehen. Ich sagte nun in normalem Ton: „Snape weiß, dass du hier bist, Harry.“ Er sah mich allerdings wenig dankbar an: „Woher wohl!“ Ich wollte ihm gerade widersprechen, als eine Durchsage kam, dass alle Schüler sich in der Großen Halle einfinden sollten. Ich warf Harry einen meiner Ersatzumhänge zu und ging dann ohne ein weiteres Wort in die Große Halle...

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    Dort sah ich, dass Harry zwei Reihen hinter mir stand, während mein Vater eine Rede darüber hielt, was passieren würde, wenn man verheimlichte, wo Harry sich aufhielt. Ich hörte nicht wirklich zu, aber tat dieses Mal wenigstens so. Plötzlich trat Harry hervor und meinte: „Es scheint mir, als gäbe es trotz Ihrer erschöpfenden Verteidigungsvorkehrungen immer noch ein Sicherheitsproblem in Ihrem Haus...“ Plötzlich traten alle Ordensmitglieder durch die Flügeltür der Großen Halle und schauten meinem Vater mutig entgegen. Doch Harry sprach weiter: „... und zwar ein ganz beträchtliches. Das Sie es wagen dort zu stehen, wo ER stand! Erzählen Sie ihnen, was in jener Nacht passiert ist! Erzählen Sie, wie sie diesem Mann in die Augen sahen... ihm, der Ihnen vertraut hat!... und ihn getötet haben! Erzählen Sie es ihnen!“ Ich sah schon kommen, dass mein Vater seinen Zauberstab ziehen würde und stellte mich deshalb mit gezücktem Zauberstab schützend vor Harry, als er den seinen gerade erst zog. Sofort lockerte er seinen Griff, doch als ich nicht zurückwich, zielte er mit dem Zauberstab auf mich. Ich aber ließ Feuerstrahlen auf ihn zuschießen, während ich zu ihm dachte: „Tut mir so unendlich Leid, Papa!“ Doch er war ganz damit beschäftigt, meine Attacken abzuwehren und dabei „ausversehen“ die Carrows beim Blocken zu treffen. Ich drängte ihn immer weiter zurück, bis er in schwarzen Rauch floh und aus dem Fenster sprang. McGonagall machte die Lichter wieder hell erleuchtet an und lobte mich für meinen Mut. Harry sah mich zuerst nur still an, doch dann sagte er: „Glaub nicht, dass das irgendetwas ändert! Ich traue dir immer noch nicht.“ Ich nickte emotionslos, obwohl es sich in Wirklichkeit so anfühlte, als hätte er mir ein Messer durchs Herz gebohrt. Daraufhin wandte er sich an McGonagall, die ihm so viel Zeit versprach, wie er bräuchte. Doch plötzlich hörte man überall im Raum Voldemorts Stimme, die verlangte, dass wir ihm Harry auslieferten. Ein paar Slytherins hatten das sogar tatsächlich vor, aber durften dafür von Filch in die Kerker geführt werden. Danach herrschte Chaos in der Großen Halle und ich ließ mir mit Neville zusammen Aufträge für die Schutzmethoden von Professor McGonagall geben. Die endgültige Schlacht hatte begonnen...

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    Nachdem wir mit den Vorbereitungen fertig waren, gingen Neville und ich Harry, Ron und Hermine suchen. Zuerst suchten wir vergeblich, doch dann kam mir eine Idee: „Neville, du kannst zurück zu deinem Posten gehen. Ich glaub ich weiß, wo ich Harry finden kann...“ Neville sah mich sauer an: „Du denkst doch wohl nicht ernsthaft, dass ich dich jetzt einfach hier alleine herumlaufen lasse! Ich bleibe bei dir, bis du Harry gefunden hast. Hier bricht schließlich bestimmt gleich ein Krieg aus!“ Ich sah ihn verzweifelt an: „Neville, bitte! Ich weiß noch nicht genau, wo er sich befindet, aber ich weiß, wie ich ihn finden kann, aber ich möchte nicht, dass du mich dabei siehst...“ „Wieso?“ „Neville, bitte tu es einfach. Wenn du mich tatsächlich wie eine Schwester liebst, dann lass mich das alleine machen. Mir passiert schon nichts. Ich habe schon schlimmeres überstanden.“ Widerwillig nickte er. Ich wollte mich gerade schon umdrehen, als Neville mich an meinem Arm packte, mich umdrehte, an sich drückte und mir einen Kuss auf die Stirn drückte: „Wehe, du passt nicht so auf wie versprochen, Schwesterchen.“ Ich küsste ihn auf die Wange und sagte: „Da brauchst du dir keine Gedanken zu machen.“ Damit ging Neville davon und ich suchte mir einen Ort, wo mich so schnell niemand fand. Dann konzentrierte ich mich auf das, was mein Vater mir beigebracht hatte, und konzentrierte mich darauf, Harry vor meinem inneren Auge erscheinen zu lassen. Schließlich fand ich ihn und wusste, dass er verzweifelt versuchte, einen Horkrux zu finden. Er war also auf dem Weg zum Ravenclaw-Turm nicht weit von hier. Ich stand mühsam vom Boden auf, auf den ich gefallen war und beeilte mich...

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    Ich kam Harry entgegen, der von einer schreienden Luna verfolgt wurde. Er sah mich sauer an, als Luna es endlich schaffte, ihn festzuhalten und mit ihm zu reden: „Harry Potter! Da wo du hingehst wirst du nichts finden! Erinnerst du dich nicht daran, was Cho gesagt hat? Niemand, der lebt, hat es jemals gesehen. Damit ist der Fall doch klar: Fragen wir also jemanden, der tot ist.“ Ich schob schnell ein: „Ich möchte helfen!“ Harry sah mich an, als hätte ich nicht mehr alle Tassen im Schrank, doch Luna sagte plötzlich: „Harry, lass sie doch! Selbst wenn sie auf der Seite Voldemorts ist, kann sie so doch nur viel weniger Schaden anrichten.“ Ich dankte Luna über meine Gedanken und sie zwinkerte mir zu, als Harry gerade nicht hinsah. Wir hatten uns gegenseitig oft schreien gehört, während wir bei den Malfoys gewesen waren. Ich hatte Lunas Stimme sofort erkannt und sie anscheinend auch meine. Nun führte Luna uns an einen verlassenen Ort...

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    „Ihr geht jetzt besser alleine weiter. Sie mag es nicht besonders, zu viel Aufmerksamkeit zu bekommen...“ Harry und ich nickten und gingen langsam auf die Graue Dame zu. Harry startete ein Gespräch mit ihr und anscheinend suchte er das Diadem von Rouwena Ravenclaw. Helena (die Graue Dame) wollte ihm allerdings nicht verraten, wo es war, da er sie sehr an Voldemort erinnerte. Ich dachte nach und sagte dann: „Helena, ich versichere Ihnen, dass Harry nicht vorhat, das Diadem Ihrer Mutter mit schwarzer Magie zu verzaubern. Er möchte es wirklich zerstören. Dann kann dem Diadem auch nie wieder etwas widerfahren. Aber dazu müssten Sie uns bitte sagen, wo es versteckt ist. Ich schwöre Ihnen bei meinem Leben, dass er es nur zerstören wird. Bitte...“ Nun wandte sie sich zum ersten Mal an mich, die ich die ganze Zeit nur neben Harry gestanden hatte: „Seltsam... Du erinnerst mich auch ein wenig an IHN... Aber da ist noch etwas anderes... Jemanden den ich einmal kannte...“ Ich blieb einfach stehen, während Helena mich beobachtete. Allerdings spürte ich auch, wie Harry sich bei ihren Worten versteifte. „Jetzt weiß ich es wieder... Da waren dieses Mädchen und dieser Junge, der jetzt auch Lehrer ist.Du siehst fast genauso aus wie dieser Junge, der allerdings auch viel zu tief in die Dunklen Künste verwickelt war, was dann auch irgendwann seiner Freundin aufgefallen ist... Die beiden waren oft bei mir und haben mit mir geredet. Irgendwann kam der Junge nicht mehr, aber das Mädchen war immer oft bei mir. Du verhältst dich sehr wie sie, auch wenn du dem Jungen wie aus dem Gesicht geschnitten bist. Dein Charakter ist ihrem sehr ähnlich... Bis auf eine Sache... Nun denn, du scheinst mir ehrlich zu sein, also denke ich du sprichst die Wahrheit. Es ist hier... im Schloss... an dem Ort, an dem alles versteckt ist. Der, der fragen muss, wird es nie wissen... Dem, der es weiß, genügt eine Frage...“ damit verschwand sie und Harry sah mich nur ratlos an, während ich sagte: „Der Raum der Wünsche.“ Harry verstand sofort und wir liefen los.

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    Wir kamen im Raum der Wünsche an und machten uns auf die Suche. Plötzlich fragte Harry mich: „Wie hast du mich eigentlich gefunden? Es war bestimmt kein Zufall, dass du Luna und mir auf einmal über den Weg gelaufen bist.“ Ich seufzte. Ich konnte ihm wohl kaum die Wahrheit erzählen. Also sagte ich: „Ich habe dich überall im Schloss gesucht und dich eben genau in diesem Moment gefunden...“ Harry sagte nichts, sondern nickte nur. Dann aber fragte er: „Und wieso hast du mich gesucht? Ich dachte, ich hätte mich in der Großen Halle deutlich genug ausgedrückt. Ich traue dir immer noch nicht.“ Mir kamen die Tränen, doch ich unterdrückte sie gekonnt und antwortete ihm nur eiskalt: „Wieso tust du das? Für wen hältst du dich, dass du jemanden für etwas verurteilst, was dessen Vater getan hat! Du hast dich verändert, Harry... Seit unserem fünften Jahr erkenne ich dich nicht mehr wieder. Du bist nicht mehr DER Harry, der mein Bruder ist!“ Damit stürmte ich aus dem Raum der Wünsche und bemerkte nicht, wie mir heimlich ein Junge mit blonden Haaren und grauen Augen folgte, nachdem er seinen Freunden gesagt hatte, sie sollten Harry im Auge behalten...
    Ich wollte nur noch weg und lief ziellos mit Tränen in den Augen und auf den Wangen durch die Gänge Hogwarts'. Plötzlich wurde ich allerdings von jemandem am Arm festgehalten und wirbelte mit erhobenem Zauberstab herum. Doch zu meiner Erleichterung war es nur Draco. Er nahm mich einfach nur ohne irgendwelche Worte in die Arme, bis ich mich beruhigt hatte. Dann sagte er etwas enttäuscht: „Er bedeutet dir viel...“ Ich schaute ihn verwirrt an: „Natürlich. Er ist mein Bruder... oder zumindest war er das einmal...“ Draco sah mich ermutigend an: „Wenn er nicht einsieht, welches gutes und wunderbares Mädchen du bist, dann ist er ein Idiot!“ Ich schenkte ihm ein halbherziges Lächeln, doch ihm viel es sofort auf: „Ich möchte, dass du zumindest eins weißt, bevor eventuell einer von uns beiden getötet wird: Du wirst es wahrscheinlich nicht erwidern, weil du Neville hast, aber... aber ich liebe dich immer noch, Sophia...“ Ich schaute ihn erstaunt an: „Ist das dein Ernst, Draco?“ Er nickte etwas schüchtern. „Ich habe mit Neville am Anfang dieses Schuljahres Schluss gemacht und ich liebe dich verdammt noch einmal auch, Draco.“ Ich hatte schon wieder Tränen in den Augen, doch diesmal vor Freude. Nun näherten wir uns langsam, während wir uns tief in die Augen starrten. Dann plötzlich lehnte Draco sich zu mir herunter und küsste mich. Nach unendlich langer Zeit spürte ich endlich noch einmal dieses Kribbeln in meinem ganzen Körper und ich ließ mich in dem Kuss versinken, bis wir uns wieder voneinander lösten. Schließlich fassten wir uns zusammen an den Händen und machten uns zusammen auf den Weg nach draußen, um gemeinsam zu kämpfen. Diesmal aber für die richtige Seite. Koste es, was es wolle! Hauptsache zusammen!

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    Wir kämpften zusammen Seite an Seite und retteten dem jeweils anderen auch öfter das Leben. Plötzlich sah ich, wie Harry, Ron und Hermine aus dem Schloss kamen. Draco und ich näherten uns ihnen vorsichtig und sie warteten tatsächlich auf uns. Vielleicht auch nur durch Hermine. Aber bald waren wir auch da und Draco verabschiedete sich nach drinnen und ich folgte den dreien zum Bootshaus nach der Aufforderung durch Hermine. Doch was dort passierte, sollte meine Gefühle in einer ziemlich heftigen Achterbahn fahren lassen...

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    Wir belauschten Voldemort und meinen Vater und ich konnte einfach nicht glauben, was ich da hörte. Das klang gerade so, als wöllte Voldemort meinen Vater töten, um an den Elderstab zu kommen... Und genau in diesem Moment passierte es... Er zog seinen Zauberstab, machte meinen Vater handlungsunfähig und ließ dann Nagini auf ihn los. Ich wollte schreien, doch Hermine hielt mir gerade noch rechtzeitig den Mund zu. Sobald Voldemort verschwunden war, stürzte ich hinein und kniete mich neben meinen Vater und versuchte die Blutung zu stoppen. Das konnte nicht gerade passieren. Das durfte es nicht! Ich versuchte mit zitternden Händen die Blutung zu stoppen, doch ich wusste, dass es nichts nutzen würde, weil das Gift schon in seinem Körper war. Ich sah hilfesuchend zu Harry, Ron und Hermine, die geschockt in der Tür standen: „Helft mir! Bitte! Er stirbt sonst!“ Doch sie starrten einfach nur geschockt auf meinen Vater, der nun leise flüsterte: „Harry...“ Ich sah zu meinem Bruder, der nun aus seiner Starre erwachte und sich neben mich kniete: „Äh... ja, Sir?“ Mein Vater sagte: „Fangt sie auf!“, und zeigte auf seine Träne, die ihm über die Wange lief. Ich fischte schnell eine Phiole aus meiner unsichtbar vergrößerten Tasche im Umhang, fing damit seine Träne auf und gab die Phiole Harry. Mein Vater flüsterte weiter: „Bring sie zum Denkarium... Du hast die Augen deiner Mutter, Harry.“ Ich nickte Harry zu, der mich immer noch nicht wirklich beachtete, und er verschwand. Ich wusste nicht so recht, was ich tun sollte und mein Vater sagte: „Tu mir einen Gefallen und vergiss mich nie... Deine Mutter und ich sind immer bei dir. Egal wo, wie und wann...“ Mir sprang plötzlich eine Idee in den Kopf und ich sagte: „Das kannst du vergessen! Du gehst jetzt noch nicht...“ Damit zog ich meinen Zauberstab und ließ ein weißes Band erscheinen, das mich und meinen Vater verband. Hermine sah mich fassungslos an: „Sophia, was tust du da!“ Ich sah sie gar nicht an sondern schloss meine Augen und konzentrierte mich auf den Zauber: „Ich denke, das weißt du ganz genau, Hermine...“ Sie sah mich immer noch sprachlos an und Ron fragte etwas verwirrt: „Ähh... Hermine, was tut sie denn da?“ Hermine atmete einmal tief ein und aus, bevor sie antwortete: „Sophia gibt ihre Energie durch diesen Zauber dafür auf, um Professor Snape zu heilen. Doch ich weiß nicht, ob ihre Energie ausreichen wird, um das alles zu heilen. Das Problem bei diesem Zauber ist, man kann ihn nicht abbrechen. Wenn die Energie des einen nicht mehr ausreicht, dann wird er sterben bei dem Versuch, den anderen zu retten...“ Ron sah mich einfach nur geschockt an und sagte kein Wort. Doch dafür sprach ich: „Leute, versprecht mir bitte etwas... Ich werde nach der Vollendung dieses Prozesses wahrscheinlich nicht in der Lage sein, mich von selbst zu bewegen. Sorgt dafür, dass mein Vater und ich ins Schloss kommen und auch dort bleiben, denn Voldemort wird davon ausgehen, dass er tot ist, also darf er das Schloss auf keinen Fall verlassen.“ Ich merkte, dass der Zauber gleich fertig war, doch ich wurde auch immer schwächer. Ich flüsterte noch einmal: „Bitte, sorgt dafür...“ Dann löste sich das weiße Band auf, doch ich konnte die Dunkelheit nicht mehr zurückhalten und fiel in Ohnmacht. Das letzte, was ich sah, waren die Augen meines Vaters, die erschrocken aufblitzten...
    Als ich wieder aufwachte, war alles um mich herum wie durch eine Mauer gedämpft. Ich hörte Schreie und Zauber umherfliegen. Ich setzte mich auf und sah, dass ich in einem verlassenem Klassenraum war. Dann erblickte ich sofort meinen Vater, der neben mir saß und mich, sobald er mich bemerkte, in den Arm nahm: „Tu so etwas nie wieder! Du hast mich zu Tode erschreckt!“ Ich musste ein wenig lächeln: „Das kann ich nicht versprechen, denn ich würde es jedes Mal genauso machen.“ Mein Vater schüttelte lächelnd den Kopf: „Das bist typisch du, Sophia.“ Dann stand ich mit ihm zusammen auf und sagte: „Bitte versprich mir, dass du hier im Schloss bleibst und keiner dich sieht.“ Er nickte: „Ich verspreche es.“ Nun atmete ich einmal tief ein und erklärte ihm: „Du weißt, was ich bald tun muss. Also damit du es weißt: Ich liebe dich und werde es immer tun. Bitte tu mir den Gefallen und kümmere dich um meine Freunde, wenn alles vorbei ist und erkläre Harry, wieso ich all das getan habe, ja? Ich liebe dich, Papa!“ Dann schlossen wir uns in die Arme, bis ich mich schließlich von ihm löste und ohne einen weiteren Blick zurück den Raum verließ, denn das hätte ich nicht ertragen. Dann half ich all meinen Freunden im Kampf, bis ich plötzlich auf Fred, George und Percy traf, die gerade drei Todesser besiegt hatten. Plötzlich sah ich, wie die Wand neben ihnen anfing, zu vibrieren und warf sie schnell alle drei zur Seite. Dabei wurde ich fast von den Trümmern der explodierenden Wand getroffen, doch ich hatte Glück und kam nur mit leichten Kratzern davon. Die drei Weasleys bedankten sich unendlich lange bei mir dafür, dass ich ihr Leben gerettet hätte, bis ich sie dann erinnerte: „Jungs, ich will euch ja nicht stören, aber wir haben noch einen Kampf zu gewinnen...“ Dann gingen wir wieder getrennte Wege und ich suchte weiter nach Harry. Plötzlich hörte ich Voldemorts Stimme über das Gelände hallen. Er verlangte, dass Harry zu ihm in den Verbotenen Wald kam. Nun hatte ich allerdings einen Anhaltspunkt, wo ich Harry finden konnte. Denn nach den Erinnerungen, die mein Vater ihm gegeben hatte, würde Harry bestimmt dorthin gehen. Also lief ich los. Bei der Erinnerung an meinen Vater kamen mir zwar wieder Tränen in die Augen, doch ich wischte sie weg und konzentrierte mich nun voll und ganz auf meinen Auftrag...

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    Im Verbotenen Wald fand ich Harry ziemlich schnell. Er hatte anscheinend gerade den Stein der Auferstehung benutzt, denn er redete mit irgendetwas für mich unsichtbarem. Als er fertig war, ließ er den Stein fallen und ging weiter. Ich folgte ihm so leise und unauffällig, wie ich konnte. Dabei konnte ich der Versuchung allerdings nicht widerstehen und hob den Stein auf. Ich drehte ihn allerdings nicht, sondern steckte ihn in meine Tasche. Ich hatte etwas anderes damit vor. Dann folgte ich Harry von der Seite, bis er bei Voldemort ankam. Dieser erhob gerade seinen Zauberstab und holte schon Luft, als ich aus meinem Versteck in den Bäumen trat und mich vor Harry stellte. Alle Anwesenden schauten mich geschockt an, doch Harry fand zuerst seine Sprache wieder: „Sophia? Was machst du denn hier?“ Ich antwortete ihm über meine Gedanken: „Dir beweisen, dass ich alles für dich tun würde...“ Nun sprach Voldemort: „Geh zur Seite, Sophia.“ Ich schüttelte den Kopf: „Nein! Wenn du Harry töten willst, dann musst du auch mich töten!“ Voldemort sah mich flehend an: „Bitte, Sophia! Geh bitte zur Seite! Tu mir das nicht an!“ Ich schüttelte wieder meinen Kopf: „Nein, das werde ich nicht! Du hattest gesagt, du würdest es nie wieder tun, doch du HAST es wieder getan! Ich weiß, dass du meinen Vater umgebracht hast! Das werde ich dir niemals verzeihen! Und nun versuchst du auch noch meinen Bruder, der die letzte Familie ist, die mir bleibt, umzubringen! Wenn du ihn wirklich töten willst, musst du auch mich töten! Und jetzt tu es einfach! Das macht die Sache für alle Beteiligten einfacher. Also los! Wenn du Harry wirklich umbringen willst, musst du es auch mit mir tun!“ Schließlich hob er seinen Zauberstab und flüsterte: „Avada Kedavra.“ Ein grüner Lichtblitz traf mich und das letzte, was ich tat war, dass ich Harry über meine Gedanken zurief: „Ich liebe dich!“ Dann wurde alles schwarz...

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    Harrys Sicht:
    Ich konnte es nicht glauben... Das durfte einfach nicht wahr sein! Ich ließ mich auf meine Knie neben Sophia fallen, die mit geschlossenen Augen am Boden lag. Ich fühlte an ihrem Handgelenk nach ihrem Puls, doch ich konnte keinen fühlen. Zudem war ihre Hand auch noch eiskalt. Das durfte einfach nicht passiert sein! Nun sah ich all meine Fehler ein... Ich hatte die ganze Zeit über geglaubt, Sophia wäre auf der Seite Voldemorts, doch nun begriff ich es endlich: Sie hatte wirklich ALLES gegeben. Wirklich alles und ich habe sie auch noch verdächtigt und beschimpft. Dabei wollte sie mir nur helfen und hatte nun alles für mich getan. Obwohl ich sie so sehr enttäuscht hatte, hatte sie mich immer noch geliebt und sich schließlich für mich geopfert... Ich ließ den Tränen freien Lauf. Mir war egal, dass mich Voldemort und die Todesser so sahen. Ich hatte gerade meine Schwester verloren, mit der ich im Streit auseinander gegangen war. Sie sollten mich gefälligst in Ruhe lassen! Ich gab ihr noch ein letztes Mal, wie ich es in unserer Zeit vor Hogwarts immer getan hatte, einen liebevollen Kuss auf die Stirn. Dann erhob ich mich und blickte Voldemort hasserfüllt in die Augen, der seltsamerweise ein wenig traurig wirkte, doch dieser Gesichtsausdruck verschwand auch wieder sofort, als er mich bemerkte. Ich schrie ihn an: „Nun bring es endlich hinter dich! Wenn du schon meine Schwester töten musstest, bring wenigsten auch mich um! Na los! Mach schon!“ Nun erhob er wieder einmal seinen Zauberstab und brüllte: „Avada Kedavra!“ Ein grüner Lichtblitz schoss auf mich zu und es wurde alles um mich herum schwarz...

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    Hey, Leute! Da bin ich wieder! ;)
    Falls es irgendwelche Leute gibt, die glauben, dass das schon das Ende sei, muss ich sie "leider" enttäuschen. Es geht noch weiter... Was passieren wird, bin ich allerdings noch nicht bereit zu enthüllen ;) Ich hoffe, ihr bleibt trotzdem am Ball und verzeiht mir, wenn vielleicht irgendetwas euch nicht so sehr gepasst hat, doch für mich hat das alles eine Bedeutung, wie es passiert ist, auch wenn ihr das vielleicht nicht so gut verstehen könnt. Aber ich möchte euch auch für eure tollen Kommentare danken und hoffe, ihr macht so weiter. Aber ich hoffe auch, dass ich euch nicht allzu sehr emotional verstört habe, aber ich versichere euch: Das war noch NICHT das Ende!
    Viel Spaß noch mit dem Rest der Geschichte ;) wünscht euch
    Eure Kerstingarde 1611

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