Lily Allenson - Untrennbar (Kapitel 8)

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
1 Kapitel - 1.121 Wörter - Erstellt von: Adhara - Aktualisiert am: 2015-12-13 - Entwickelt am: - 647 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

    1
    Es waren schon zwei Monate vergangen, seit ich Camp angekommen bin. Der wenige Schnee, der sowieso schon lag ist langsam aber sicher verschwunden und die ersten Pflanzen begannen zu knospen. Manchmal erschien es mir, als ob die Bäume und Sträucher rund um die Demeter- und die Dionysos- Hütte ein bisschen früher Blätter trugen. Vielleicht strömte die ganze göttliche Kraft auf einem Haufen so eine Art Energie aus, die dich Bäume früher Blätter tragen ließ, vielleicht gossen sie die Pflanzen auch einfach nur oder sie hatten eine Art Superdünger. Abby machte starke Fortschritte und ich war auch noch ganz gut in Form. Beim Mittagessen verkündete Chiron, dass er eine Ratsversammlung einberufen wolle. Wir machten solche Versammlungen jeden Monat, um unsere Lage festzustellen und Inventur zu machen. Leo, Jason, Piper erzählten dann immer wie weit sie mir Argo II waren, ein paar der anderen Hephaistos- Kinder probierten ein bisschen an den anderen Erfindungen herum, deren Pläne sie in Bunker 8 gefunden hatten. Die meisten waren brillante Kriegsgeräte, die uns helfen würden im Krieg gegen Gaia. Aber manche waren auch Reinfälle; ich hatte seit ewigen Zeiten nicht so viele Explosionen aus der Nähe von Hütte 8 gehört. Die Ares-Kinder erstatteten Bericht darüber wie viele Waffen in unseren Besitz waren und wie viele wir benutzen konnten. Die Dionysos und Demeter versorgten uns mit Lebensmitteln, soviel das wir einer Belagerung über ein Jahr standhalten konnten.
    Doch diese Ratssitzung verlief ganz anders, als die vorherigen. Chiron hatte einen traurigen, aber dennoch entschlossenen Ausdruck auf dem Gesicht. Jason, Piper und Leo waren diesmal auch nicht dabei, sie tüftelten fast Tag und Nacht an dem fliegenden Kriegsschiff. Besonders Leo arbeitete hart, aber er meinte sie lägen gut in der Zeit und der komplizierteste Teil war auch abschlossen. Wir waren nur eine kleine Runde und Chiron blickte uns allen tief in die Augen, als ob er entscheiden müsse, wer sich am besten bis auf den Tod verteidigen konnte.
    »In wenigen Monaten werden Piper, Leo und Jason mit einen Kriegsschiff in das römische Lager fliegen, allerdings möchte ich mich nicht nur auf die diplomatischen Fähigkeiten der Drei verlassen. Was ist wenn etwas schief geht? Was ist wenn denen plötzlich einfällt, statt der Giganten, uns anzugreifen? Ich denke wir benötigen noch eine zusätzliche Absicherung. Etwas, das sie beschwichtigt. Irgendwelche Einwände?«
    Niemand sagte etwas. Chiron fragte nach jeder schwerwiegenden Entscheidung ob es Einwände gab. Er sagte, die antiken Griechen hätten Demokratie erfunden und es wäre unser Schicksal ihr Erbe weiterzutragen. Und gerade in Zeiten der Not sollten wir uns erinnern, wer wir wirklich sind.
    »Römer reagieren doch nur auf Krieg und Gewalt. «, warf Travis besorgt ein. »Was könnte uns das helfen? «
    »Das stimmt allerdings. Die werden uns doch niemals so respektieren. «, stimmte Lou Ellen zu.
    »Die werden schon sehen, wie viel Respekt sie mir entgegen bringen, wenn mein Schwert in deren Eingeweide steckt. «, knurrte Clarisse.
    Jake Mason runzelte die Stirn. »Ich hoffe doch, dass es niemals soweit kommt. «, sagte er besorgt.
    Chiron sah nachdenklich aus.
    »Es gibt da eine Legende, über ein Schwert eines Feldführers den sowohl die Griechen als auch die Römer respektiert und verehrt haben. Man sagt das Schwert ist nur für den Stärksten unter den Griechen. Der Besitzer dieses Schwertes soll die Völker vereinen können. Genau wie sein ehemaliger Besitzer es getan hat. Er wurde zusammen mit seinen Schwert beerdigt, sein Grab ist verschollen, niemand sterbliches weiß noch wo es sich befindet....Es wurde in Memphis, in Alexandria, in der Nähe der Oase Siva gesucht, sogar in Venedig. Mehr als einmal dachten die Sterblichen sie hätten ihn. Ihn und sein Grab....«
    »Ich verstehe nicht ganz. «, sagte Travis. »Von welchen Feldherren sprechen sie? «
    Mir war es klar geworden, nachdem Chiron von dem verschollenen Grab angefangen hatte. Es war ein Feldherr dessen Leben ich praktisch studiert hatte, weil er eine seltsame Faszination auf mich ausgeübt hatte.
    »Chiron spricht von dem Makedonier. Er redet von Alexander dem Großen. «, sagte ich gefasst.
    Er nickte traurig.
    »Sieht ganz so aus, als ob jemand auf Mission gehen muss. «, sagte er.
    Normalerweise stürzten sich die Helden förmlich darauf, auf Mission zu gehen, aber die Kriegsvorbereitungen erschöpften sie. Und niemand war wohl bei dem Gedanken, auf Mission zu gehen und dann wiederzukommen und das Camp in Schutt und Asche zu sehen. Gerade in Zeiten der Not, wollten die Camper jede freie Minute in ihrer Heimat verbringen, bei ihrer Familie. Die wenigsten hatten so viel Glück wie ich, eine eigene Familie zu haben, ein mehr oder weniger glückliches Leben zu führen. Und ich wusste, wie die Leute mich immer ansehen, besonders die Hermesleute, die mich eifersüchtig ansahen, weil ich unter dem Schutz eines Gottes stand. Die meisten wurden nicht mal von ihrem eigenen Elternteil verteidigt. Dabei konnte ich es ihnen nicht mal verübeln. Und doch musste ich mich ihnen beweisen. Ihnen zeigt das gerade weil ich glücklich war, das ich auch dann stark sein konnte. Dass ich ein Kämpfer war, obwohl ich nicht auf der Straße aufgewachsen war, dass die Liebe die ich bekam mich stärker machte und nicht schwächer.
    »Ich gehe auf Mission. Ich melde mich freiwillig. «, sagte ich entschlossen.
    »Einsprüche? «, fragte Chiron wieder. Niemand sagte ein Wort, sie rutschten in ihren Sesseln nervös hin und her.
    »Darf ich Abby mitnehmen? Ich glaube, sie würde sich freuen Erfahrungen sammeln zu dürfen. «
    »Ja, und dann noch Robert. Sie ist ziemlich von ihm angetan. «, sagte Chiron.
    Ich war wirklich froh über diese Entscheidung und atmete erleichtert aus, während ich noch nicht mal bemerkt hatte, wie ich die Luft angehalten hatte.
    »Dann geh zu Rachel und bitte sie um einen Orakelspruch. «, befahl Chiron. Ich nickte ihm zu und warf den restlichen Halbgöttern einen Blick zu. Die meisten waren erschöpft und niedergeschlagen. Selbst Chiron sah mit nachdenklichen Blick in die Runde, als überlege er, wer dieses Mal überleben wird und wer nicht.
    Ich straffte die Schultern und machte mich auf zu unserem Orakel.

Kommentare Seite 0 von 0
Klicke hier um ein Kommentar zu schreiben - Wenn du Mitglied bei testedich bist logge dich bitte hier ein
Noch keine Kommentare.

Sie haben die Möglichkeit den Text zu gestalten.
((bold))Fett((ebold)) ((cur))Kursiv((ecur)) ((unli))Unterstrichen((eunli))
((big))groß((ebig)) ((small))klein((esmall))
((green))grün((egreen)) ((maroon))dunkelrot((emaroon)) ((olive))graugrün((eolive)) ((navy))marineblau((enavy)) ((purple))violett((epurple)) ((teal))teal((eteal)) ((gray))grau((egray)) ((red))rot((ered)) ((blue))blau((eblue)) ((fuchsia))fuchsia((efuchsia))
Bitte beachten Sie, dass Sie immer beide Codes, z.B. ((bold)) hier der Text der fett sein soll ((ebold)), gebrauchen, mit dazwischen den Text.