Maybe Yes, Maybe No 2

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2 Kapitel - 909 Wörter - Erstellt von: Salisala - Aktualisiert am: 2015-12-14 - Entwickelt am: - 309 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Hier der 2. Teil!

    1
    Warum?

    So lag ich nun traurig auf meinem Bett und weinte. Wieso bin ich weggelaufen? Es war doch das was ich wollte. Oder nicht? Es fühlte sich so falsch an. Philip war doch der Richtige! Ich liebte ihn doch so sehr..
    In Gedanken versunken schlief ich ein.

    Am nächsten Morgen wollte ich nicht in die Schule. Meine Beine waren wie aus Blei und meine Augenlider vom vielen Weinen geschwollen. Doch der Wecker hatte kein Erbarmen, also musste ich doch aufstehen. Mühsam versuchte ich mein Gesicht mit Make-up zu retten, leider erfolglos. Nach einem kleinen Frühstück machte ich mich mit einem unguten Gefühl im Bauch auf den Weg.
    Als ich das Schulgebäude erreichte, erwartete ich Philip mit seinen Kumpels, wie jeden Morgen, doch zum Glück stand am Schulhof Cleo, die offensichtlich auf mich gewartet hatte. Als ich auf sie zukam und ein "Hey" herauswürgte, sah sie mich mitleidig an. "Es tut mir so leid, ich konnte nichts dagegen tun. Sie haben einfach nicht aufgehört und..." Verwirrt unterbrach ich sie:"Mit was nicht aufgehört? Wovon redest du?" "Hast du meine SMS denn nicht gelesen? Ich wollte dich eigentlich vorwarnen, aber sieh es dir am besten selbst an." Irritiert folgte ich ihr ins Gebäude. Wir gingen den Flur entlang, bis sie mir auffielen. Überall verteilt hingen Plakate, auf denen groß "Kathi ist eine Schlampe" oder "Kathi-20 Cent pro Stunde!" stand. Ich zuckte zusammen als eine Schülermenge an mir vorbei ging und laut "Hure" schrie. Cleo, die neben mir stand lachte laut auf und schlug sich erschrocken die Hand vor den Mund. Entsetzt über die anderen fing ich wieder an zu weinen und rannte auf die Mädchentoilette. Natürlich hingen auch dort Plakate, und ich schrie laut auf. Panisch lief ich wieder in den Flur, um durch die nächstbeste aufgesperrte Tür zu rennen. Ich knallte die Tür zu und betrachtete sie. Auf ihr war keines der schrecklichen Bilder, und ich war froh darüber. Meine Gedanken wirbelten durcheinander und ich fing an zu schluchzen. Plötzlich ertönte hinter mir eine Stimme:"K..kathi?"

    2
    Tränen

    Erschrocken drehte ich mich um und sah erstaunt auf. Hinter mir stand Luca, den ich und Cleo immer Stalker nannten weil er mir ständig Liebesbriefe und so Zeug schrieb. Er sah traurig und ein wenig müde aus. "Nicht du schon wieder", stöhnte ich und wollte gerade wieder nach draußen gehen, als Luca meine Hand fasste und sagte:"Bitte bleib!" Er sah mir in die Augen und ich erinnerte mich an das Treffen mit Philip. Ich zog meine Hand aus seiner und drehte mich wieder um. Wieder fing Luca an zu sprechen:"Willst du da wirklich raus? Willst du dir das wirklich antun? Jeder weiß von der Geschichte. Wirklich jeder. Sie glauben dass du Philip gezwungen hast dich zu küssen, dass du Nacktfotos von ihm verlangt hast, dass du ihm anfangs Geld gegeben hast. Alle glauben es, sogar Cleo. Alle denken dass du eine verdammte Hure bist! Aber weißt du was Kathi, selbst wenn du mich hasst und mich als dein Stalker bezeichnest, ich glaube es nicht!" Als ich mich zu ihm umdrehte, hatte ich (schon wieder) Tränen in den Augen. "Das..das ist nicht wahr", flüsterte ich mit gebrochener Stimme. Ich spürte wie mir die heißen Tränen die Wangen hinunterliefen. Die ganze Schule hasste mich, auch Cleo. Ich hatte nur mehr Luca.
    Leise weinte ich, während er auf mich zukam und mich umarmte. Ich ließ es zu. Es tat so gut, getröstet zu werden. Ich atmete tief ein und aus, dann sprach ich leise in Lucas Ohr: "Danke".
    Er lächelte und bot mir einen Platz auf einem umgestülpten Eimer an. Erst jetzt bemerkte ich, dass wir in einer kleinen Besenkammer standen und setzte mich hin.
    Ich runzelte die Stirn. "Luca...Was machst du eigentlich hier?" Er sah mich an und sagte, als wäre es das normalste der Welt:"Ich suche nach einem Geschenk. Ah, hier haben wir ja eines."
    Er hielt mir eine Rollle vierlagieges Klopapier hin. "Hier" sagte er vollen Ernstes. "Für dich". Zögernd nahm ich die Rolle entgegen. War er verrückt geworden? Ich betrachtete das Klopapier, als Luca vor mir begann laut loszuprusten. Ich grinste und warf ihm die Rolle an den Kopf. "Du Idiot" rief ich kichernd. "Ich dachte du hättest komplett den Verstand verloren". So saßen wir nun in dieser muffigen, winzigen Besenkammer, und lachten über eine Rolle vierlagieges Klopapier. Und zum ersten Mal an diesem Tag hatte ich das Gefühl, ehrlich gemocht zu werden.

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Salisala ( 3.108 )
Abgeschickt vor 400 Tagen
Der erste Teil befindet sich bei den Liebesgeschichten..