Im Schatten von Kairo, die F

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
5 Kapitel - 3.661 Wörter - Erstellt von: Cam (Amselfeder) - Aktualisiert am: 2015-12-09 - Entwickelt am: - 375 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Hier schreibe ich eine Ff zu dem, was im Rpg passiert ist

    1
    Ich wusste nicht was passierte, doch ich wusste das wir nicht ewig so leben konnten. An diesem Tag kamen sie. Das war der Tag an dem sich alles veränderte.

    Wie jeden Morgen wachte ich um 8 Uhr auf und zog mich an. Kurz bevor ich in die Schule wollte, passierte es. Ich war nur ein paar Meter von meinem Haus entfernt, da hörte ich einen Schrei, den Schrei meiner Mutter. Sofort liess ich meine Tasche fallen und rannte zurück ins Haus. Ich sah mein Vater mit Tränen in den Augen, wie er mit einer Pistole auf vier dunkel gekleidete Männer zielte, die alle mit Maschinengewehren da waren. Neben ihm lag meine Mutter, aus einer Schusswunde an der Brust sickerte Blut. „Nein! Luisa! Geh!“ Rief mein Vater. Doch ich hörte nicht auf ihn. Obwohl mir von der blutenden Wunde schlecht wurde, rannte ich zu meiner Mutter und kniete neben sie. „Luisa!“ Rief mein Vater streng, doch das zittern in seiner Stimme war unüberhörbar. Ich versuchte mit meiner Hand den Blutlauf zu stoppen, doch meine Mutter legte ihre Hand auf meine. „Nein, ich werde so oder so sterben.“ Flüsterte sie „Doch du nicht. Bitte geh jetzt.“ Sie stöhnte und ihre Augen wurden Leer. Eisige Trauer durchfuhr mich. „Nein! Bitte geh nicht! Ich brauch dich doch noch,“ Jetzt wurde ich plötzlich wütend. Langsam stand ich auf. Mein Vater sah mich flehend an und ich nickte. Einer der Männer hatte seine Waffe an seinen Kopf gepresst und mein Vater zog langsam sein Messer aus seinem Gürtel. Sein Messer, das er immer bei sich trug, mit dem schwarzen Ledergriff. Mit einer schnellen Bewegung warf er mir das Messer zu und ein Schuss ertönte. Auch mein Vater sackte in sich zusammen und seine leeren Augen starrten mich an. Ich schluchzte. Die Männer richteten nun ihre Waffen auf mich. Blitzschnell drehte ich mich um und rannte in Zick-Zack Linien aus dem Haus und in den die Wüste.

    Meine Lungen brannten und meine Beine fühlten sich schwer wie Blei an. Doch ich rannte immer weiter. Immer wieder sah ich die Toten Augen von meinen Eltern in meinem geistigen Auge und hielt das Messer fest umklammert. Es war ein Glück, das ich nicht auch Tod war, doch gleichzeitig war es Pech. Ich wusste dass die Stadt Kairo nicht sehr weit von meiner Heimatstadt weg war und schon bald sah ich sie vor mir.

    Am Rande sackte ich erschöpft zusammen und lag für einen Moment auf dem Boden. Dann rappelte ich mich mühsam auf und torkelte in den Armenviertel der Stadt. Vor einem halb zerfallenen Gebäude blieb ich stehen. Lief hinein und lag auf den Boden. Sofort schlief ich vor Erschöpfung ein.

    Ich wusste nicht was, aber etwas war mit mir seit diesem Tag passiert. Etwas das ich nicht verdrängen konnte.

    2
    Seit fünf Jahren lebte ich nun in Kairo und mittlerweile war ich 15 Jahre alt, ich hatte beschlossen, mir einen anderen Namen zu geben, denn nichts sollte mich an mein früheres Leben erinnern. Ich nannte mich selbst Cam und hatte meine langen Haare abgeschnitten, mittlerweile waren sie aber wieder etwas gewachsen.. Ich hatte mir ein Zimmer eingerichtet in dem halb, zerfallenen Gebäude und klaute mein Essen und meine Kleidung.

    Als ich an diesem Tag durch eine der Seitengassen lief, zischte es plötzlich und eine Katana landete vor mir im Lehmboden. Sofort zückte ich mein Messer und schaute mich um. Von oben hörte ich leise jemand fluchen. Ich hob den Kopf und sah ein Mädchen, das Kopfüber an einer Falle baumelte. Was mich zuerst kurz schockte, war das dieses Mädchen Katzenohren und einen Katzenschwanz hatte, der ärgerlich umherpeitschte. Als sie mich sah lächelte sie und schnitt mit einem Dolch das Seil durch. Elegant landete sie vor mir auf dem Boden und zog ihre Katana wieder aus dem Boden. „Ich bin Himari.“ Sagte sie und streckte mir freundlich die Hand hin. „Cam.“ Erwiderte ich etwas misstrauisch und schüttelte ihre Hand. „Ich war gerade auf der Flucht von einem Händler.“ „Wieso das?“ „Ich habe ein paar Sachen geklaut“ „Verstehe. Du klaust auch?“ „Wieso auch“ Himari schaute mich fragend an. „Ich nehme mal an, das du kein Geld hast. Als klaust du. Ich auch.“ Himari schien sich darüber zu freuen. „Soll ich dir mein Haus zeigen?“ Normalerweise war ich nicht so, aber Himari war mir einfach Sympathisch.

    Als sie in meinem Zimmer war, staunte sie nicht schlecht. „Wow, das ist ja voll schön“ „In den Jahren sammelt sich so einiges an.“ Ich war sehr stolz auf mein Zuhause. „Ich kann sonst auf dem Sessel schlafen und du in meinem Bett.“ Himari winkte „Ne lass mal. Ich kann auch auf dem Dach schlafen, dass macht mir nichts aus.“ „Wenn du meinst.“ Himari sprang aus dem Dacheingang und ich legte ein paar Hölzer in den Ofen. Als es genug warm war, legte ich mich in mein Bett und schlief ein, jedoch hatte ich den gleichen Traum wie immer.

    3
    Am nächsten Morgen wurde ich von meinem knurrenden Magen geweckt. Langsam stand ich auf und trank erst mal etwas Wasser. Dann sprang ich aus dem Dacheingang und sah Himari dort sitzen. „Guten Morgen.“ Himari drehte sich um und sprang auf. „Morgen Cam. Du ich hab da ein grosses Haus gesehen.“ Sie deutete auf das grosse Haus, das ein paar Häuser entfernt war. „das ist das Königshaus. Da kommst du nicht rein aber jeden Tag ist da ein Markt, auf dem es viel zu essen und Kleidung gibt. Dort wollte ich heute hin“ „Ich komme mit.“ „Ok“ Ich überprüfte noch einmal schnell, ob ich mein Messer hatte, dann kletterte ich hinter Himari das Haus hinunter. Als ich am Rande des Marktplatzes angekommen war, hielten mich zwei Wachen auf. „Halt! Ich kenne dich doch! Du bist das Mädchen auf das so viel Kopfgeld ausgesetzt ist.“ Meine Hand wanderte unauffällig zu dem Messer. „Ach ja?“ Mit einer schnellen Bewegung stach ich der einen Wache in die Brust, dieser fiel sofort zu Boden. Ich wich zwar dem anderen aus, trotzdem erwischte er mich noch am Bein, bevor auch er Tod zu Boden sank. Himari kam auf mich zugerannt mit ein paar Äpfeln in der Hand. „Cam! Alles in Ordnung?“ „ja alles bestens“ Ich biss auf meine Zähne, der Schmerz war kaum auszuhalten und ich spürte das Blut an meinem Bein herunterlaufen. „Ich denke wir sollten gehen.“ Himari stütze mich, während wir zu meinem Haus humpelten. Kaum waren wir dort, tauchte noch einmal ein Mädchen auf. Sie hatte ungewöhnlich helle Haut und weissgraue Haare. Himari zog ihre Katana hervor. „Eine Fremde! Was machst du hier?“ Die Fremde lächelt betont lässig und antwortete: „Ich bin Lady Snow.“ „Himari näherte sich ihr bedrohlich „Was machst du hier?“ „Wow, ich bin nur einer Blutspur gefolgt und schon werde ich ausgefragt wie bei der Polizei?“ Immer noch tat sie cool. Ich reinigte die Wunde und verband sie mit einem Verband, dann zog ich die Hose darüber und musterte Lady Snow. „Lest ihr nie Zeitung?“ „Wir haben kein Geld für Zeitung.“ Knurrte Himari. Ich merkte, dass sie kurz davor war Lady Snow anzugreifen. Etwas zitternd stand ich auf und ignorierte den Schmerz, den mir ins Bein schoss. „Himari.“ Ich legt ihr die Hand auf die Schultern. „Lass es“ Himari drehte sich zu mir um, ihre Katzenaugen funkelten wütend. Sie schnaubte, steckte ihre Katana weg und sprang mit einem grossen Satz aus dem Dacheingang und war verschwunden. „Himari. Ich glaube ich habe sie schon mal irgendwo gesehen.“ Lady Snow lächelte. „Was machst du hier.“ Fragte ich sie. „Das ist mein Haus. Verschwinde.“ „Es ist schön hier.“ Meinte sie und schaute sich um. „Ich habe einen Vorschlag. Du lässt mich hier schlafen und ich teile alles mit euch. Glaub mir, es ist besser mich als Freundin zu haben als, als Feindin.“ „Und woher soll ich dir trauen?“ Sie legte ihre Tasche auf den Boden. „Das musst du halt. Aber ich kann als Beweis Kissen für uns klauen gehen.“ Ich musste ihr trauen, aber noch war ich etwas misstrauisch. Lady Snow sprang ebenfalls aus dem Dacheingang und ich folgte ihr. Als Lady Snow verschwunden war, sah ich Himari ein paar Häuser weiter und kletterte vorsichtig zu ihr. „Alles in Ordnung?“ Ich setzte mich zu ihr. „Mmm.“ Sagte sie und schaute weg. „Ist es wegen Lady Snow?“ „Ich mag fremde wegen meiner Vergangenheit nicht besonders.“ Sagte sie. „Lady Snow kann nützlich sein für uns.“ Himari schien nicht gleicher Meinung zu sein. Ich seufzte und stand auf. Allerdings konnte ich sie verstehen. Von der Vergangenheit kann man sich schlecht trennen.

    Lady Snow hatte die geklauten Kissen auf meinem Bett hingelegt und war wieder weg. Ich ging die Treppe runter und sah mich nach einem ahnungslosen Tourist um. Schnell fand ich jemand, mit dem ich ein Foto vortäuschen konnte und unbemerkt den Geldbeutel klauen konnte. Fröhlich humpelte ich langsam über den Marktplatz und blieb vor einem Schmuckstand stehen. Ein kleines silbernes Armband fiel mir sofort ins Auge. Es hatte einen Lilienanhänger daran, der mit kleinen Steinen verziert war. Die Verkäuferin beobachtete mich. „Es kostet 15 Euro“ Ich nahm den geklauten Geldbeutel aus meiner Tasche und sah hinein. Es waren genau 15 Euro drin. Ich hielt ihr das Geld hin und sie gab mir die Kette. Das erste was ich seit fünf Jahren gekauft hatte. Sofort streifte ich mir das Armband um und ging nach Hause.

    Lady Snow sass auf ihrem Bett und begrüsste mich freundlich. Von Himari keine Spur. „Ich hab wie versprochen Kissen geklaut und auch noch etwas Geld. Es ist in der Tasche.“ „Sehr schön“ Sagte ich. Ich glaube das kann noch was werden. Sie scheint treu zu sein. Ich nahm das restliche Brot aus dem Regal und teilte es in drei Hälften, die einte gab ich Lady Snow, die andere ass ich selbst. Dann trank ich noch etwas Wasser. Lady Snow lag schon in ihrem Bett, als ich den Ofen anfeuerte und ebenfalls ins Bett kroch.

    4

    Ein paar Tage waren seid Lady Snows Ankunft vergangen. Es war Abend und ich lief über den Markt. Plötzlich hörte ich eine wütende Stimme. „Es gibt Leute die können das aber nicht bezahlen!“ Ich drehte mich um und sah ein Junge, vielleicht so um die 17 Jahre alt, der in der einen Hand einen Holzstab hatte, in der anderen einen angebissenen Apfel hatte. Ihm gegenüber stand ein ungefähr 16 Jähriges Mädchen mit Gold glänzenden Haaren und zwei Wurfmessern. Das Mädchen erhob ein Messer und warf es auf den Jungen zu. Ich erschrak ein bisschen, als der Junge blitzschnell seinen Stab aufrichtete und das Messer drin stecken blieb. „Das würde ich lassen.“ Sagte er. Das Mädchen knurrte und der Junge zog das Messer aus seinem Stab. „Ich glaube das gehört dir, …?“ Das Mädchen bückte sich schnell und hob das Messer auf. „Glimmer!“ Stiess sie hervor. „Schön dich kennenzulernen Glimmer.“ „Und du? Wie heisst du?“ Glimmer schien nicht so erfreut, dass der Junge mit ihr sprach. „Nenn mich Blackberry.“ Blackberry hatte den Apfel fertig gegessen und warf ihn weg. „Wie wär’s, wenn ich mein Stück Holz und du den scharfe Metall wegstecken würden?“ Glimmer schien nicht sehr einverstanden, trotzdem verschwanden ihre beiden Messer und Blackberry schnallte sich seinen Holzstab auf den Rücken. Ich lief ein paar Schritte auf sie zu, hielt dann aber an und hörte lieber weiter zu. „Also Glimmer, warum so misstrauisch?“ „Ich bin nicht misstrauisch.“ „Also doch schüchtern!“ Blackberry grinste. „Ich bin nicht schüchtern!“ „An was liegt es denn, das du nicht redest?“ Ein rothaariges Mädchen ging auf die beiden zu und stand jetzt hinter Blackberry. „Vielleicht will sie ja einfach nicht reden.“ Blackberry drehte sich ruckartig um. „Wow. So viele Menschen die was von mir wollen. Ich fühle mich geehrt.“ Glimmer spielte mit einer Haarsträhne. „Ach egal.“ „Glaub mir, du brauchst dich nicht geehrt zu fühlen.“ Sagte die rothaarige abschätzig. Blackberry schien ihren Ton zu bemerken. „Nur mal kurz, ihr hattet beide eine nicht so gute Vergangenheit?“ „Also ich hatte eine.“ Sagte Glimmer. Blackberry setzte sich auf die Mauer hinter ihm. Glimmer wandte sich an die rothaarige. „Und wie ist es mit deiner Vergangenheit?“ „Naja, wie beschreibt man am besten, dass man vom eigenen Onkel gejagt wird, der auch noch die eigenen Eltern umgebracht hat, in einem Wort?“ Blackberry schaute von einer zur anderen. „Genau so schwere Frage wie meine Vergangenheit: Ich habe keine Ahnung.“ Glimmer schaute Blackberry an. „Aber du weisst deinen Name doch.“ „Das ist nicht mein echter Name.“ Sagte Blackberry mit trauriger Stimme. „Die Zeitung nannte mich so, also dachte ich mir, das andere mich auch so nennen können.“ „Glimmer ist auch nicht mein richtiger Name.“ Gestand sie. Die rothaarige schaute hinter sich. „Ich sollte mal gehen. Bis irgendwann vielleicht.“ Bevor sie in der Menschenmenge verschwand, rief ihr Glimmer noch zu: „Wie heisst du überhaupt?“ „Nenn mich Holland“
    Nachdem Holland also verschwunden war, wandte sich Glimmer zu Blackberry. „Also?“ Fragte sie. „Über meine Vergangenheit weiss ich nur das ich die hier trage,“ Er deutete auf sein eines Bein, unter der Hose wurde nun eine Fussprothese sichtbar. „Und verdammt viele Narben und ein Brandzeichen habe. Sonst nichts.“ „Die hab ich gar nicht bemerkt.“ Jetzt schien Glimmer interessiert. „Sie stört nur etwas.“ „Kannst du damit klettern?“ „Besser als mit dem normalen Fuss. Wieso fragst du?“ „Weil ich es vorziehe auf den Dächern zu sein.“ Glimmer drehte sich um und lief auf mich zu. Schnell zog ich meine Kapuze über den Kopf, als Glimmer, gefolgt von Blackberry an mir vorbeigingen und Glimmer auf das nächste Dach kletterte. „Und da soll ich jetzt auch noch hoch oder was?“ „Du kannst ja unten bleiben.“ Blackberry überlegte kurz und kletterte zu Glimmer auf das Dach. Ich ärgerte mich etwas darüber, denn jetzt konnte ich sie nicht mehr belauschen. Sie könnten gut zu Himari, Lady Snow und mir passen. Dachte ich.

    5
    Am nächsten Morgen war ich früh wach und genoss die warme Sonne auf meinem Dach. Um die Mittagszeit schlenderte ich über den grossen Platz, als ich Glimmer, Holland und Blackberry von weitem sah. Schnell näherte ich mich den drei und wartete noch kurz. „Weisst du wo man hier ein Schlafplatz findet?“ Fragte Holland gerade. „Ich kenn ein stillgelegten Tunnel, da wäre noch Platz.“ Antwortete Blackberry. Ein Idealer Zeitpunkt, dachte ich. ich lief zu den drei hin. „Hey zusammen!“ Sofort zückte Glimmer eins ihrer Messer und fragte: „Wer bist du?“ Auch Holland nahm eins ihrer Messer. Jetzt legte ich meine Hand an den Griff meines Messers, nur so zur Sicherheit. „Ganz ruhig, ich wollte nur Hallo sagen.“ Blackberry schaute mich an. „Ähm, kennen wir uns?“ „Nein aber ich kenne euch. Ich habe euch gestern beobachtet.“ „Ich sollte echt besser aufpassen.“ „Ich kann halt gut beobachten.“ Sagte Ich. „Man kann nie vorsichtig genug sein.“ Meinte jetzt auch Glimmer. „Beruhigt euch doch mal.“ Ich nahm die Hand von meinem Griff und schaute zu Glimmer und Holland. Beide steckten ihre Messer zurück. „Also, mein Name ist Blackberry. Und du bist?“ Ich sagte lieber nicht, das ich wusste wie alle hiessen. Stattdessen machte ich eine übertriebene Verbeugung. „Ich bin Cam.“ Und grinse. „Ich bin Holland.“ Holland streckte mir die Hand hin und ich schüttelte sie lächelnd. „Glimmer.“ Knurrte Glimmer. „Cam….. Cam…. Hm… irgendwoher kenn ich deinen Namen.“ Blackberry überlegte. „Ach ja,“ Sagte ich. „Mir kommst du nicht bekannt vor.“ „Jetzt weiss ich es!“ Kurz kramt er in seiner Manteltasche herum und holt eine Zeitung hervor. Er schlägt die Seite mit den Kopfgelder auf und zeigt auf ein Bild von mir. „Da warst du drauf, sogar einen Platz über mir.“ Ich war überrascht. „Die hast du noch? Die ist schon fast drei Monate alt.“ „Ja. Seitdem hat sich mein Kopfgeld nicht verändert, als belass ich es dabei.“ Er versorgt die Zeitung wieder in seiner Manteltasche. „Aber ich denke ich bin in letzter Zeit nicht allzu Gefährlich.“ Er grinst. „Hast du vorher nicht was von einem Schlafplatz gesagt?“ Wechselte ich das Thema. „Ja, warum fragst du?“ „Ich wüsste ein besseren Platz als ein Tunnel.“ „Echt! Und der währe?“ Jetzt sagte auch Holland etwas: „Welchen Platz? Ich habe keine Lust im Regen zu schlafen.“ „Ein Haus.“ Antwortete ich. „Es ist nicht weit von hier, soll ich es zeigen?“ „Ein Haus? Ist es bewohnt?“ „Ja. Von mir.“ Sagte ich stolz. „Also ich meine… andere? Ich hab nicht so gute Erfahrungen mit wütenden Hausbewohnern.“ „Nein.“ Blackberry schien sich zu freuen. „Wow! Cool. Kann ich vielleicht auch da pennen?“ „Und ich?“ Fragte Holland. „Ihr dürft beide. „ Sagte ich. „Krass, Danke!“ „Kommt, ich zeige es euch.“ Ich führte Holland und Blackberry zu meinem Haus, nachdem Glimmer gesagt hat, das sie lieber woanders schlafen wollte. Vor dem Haus blieb ich stehen und schaute mich um, aber kein Mensch war sonst in der Nähe und ich schlüpfte unter dem Absperrband durch, die anderen folgten mir.
    In meinem Zimmer machte ich eine Einladende Handgeste. „Seht euch um.“ Holland lächelte. „Jetzt schon Danke.“ „Ich habe noch ein paar Matratzen im Nebenzimmer, die dürft ihr haben.“ „Sag mal, wie bist du eigentlich hierher gekommen?“ Fragte Blackberry. „Ich kann euch die Kurzfassung erzählen wenn du möchtest.“ „Gerne“ Er setzte sich im Schneidersitz auf den Boden und auch Holland setzte sich dazu. Ich holte tief Luft. Noch nie hatte ich jemandem meine Geschichte erzählt. „Also.“ Begann ich. „Ich war 10 Jahre alt. Der morgen begann wie immer, nur das ich als ich aus dem Haus gehen wollte, meine Mutter vor meinen Augen erschossen wurde. Mein Vater ebenfalls, vor seinem Tod gab er mir noch das Messer .“ Ich deutete auf das Messer. „Beide verbluteten und ich rannte weg. Jeden Tag wünschte ich mir, die fremden hätten mich auch erschossen. Irgendwie bin ich in diesem Haus gelandet, ohne etwas und mit dem ewigen Alptraum, von den toten Augen meiner Eltern. Ich spürte wie mir die Tränen aufstiegen und eilig blinzelte ich sie weg. „Tut mir Leid.“ Holland drückte meine Hand. „Deine Eltern hätten nicht gewollt, dass du stirbst, also sag das nicht!“ „Wieso nicht? Dann wäre ich jetzt bei ihnen.“ Blackberry sah mich mitfühlend an. „Weil sie dich geliebt haben. So wie du erzählst, hattest du eine tolle Kindheit.“ Ich hielt das nicht mehr aus. Ruckartig stand ich auf. „Ihr wisst ja wo die Matratzen sind.“ Schnell sprang ich aus dem Dacheingang und setzte mich nahe an die Kante des Daches. Jetzt kamen mir schon wieder die Tränen und ich weinte. „Hey“ Holland setzte sich neben mich und eilig wischte ich mir die Tränen aus dem Gesicht. „Hey.“ „Alles in Ordnung?“ „Ja alles bestens.“ Ich versuchte zu lächeln. In diesem Moment verfluchte ich die Sonne, da man meine Tränen sehen konnte. „Ich gehe wieder rein.“ Nochmal wischte ich mit meinem Handrücken über meine Augen und ging wieder hinein. Blackberry lag ausgebreitet auf dem Boden. „Wieso liegst du auf dem Boden?“ „Langeweile und so.“ Antwortete er. „Ich gehe noch etwas raus.“ Sagte ich. Sofort sprang Blackberry auf. „Ich komme mit.“
    Als wir eine Weile gelaufen waren, überkam mich das Gefühl von Mordlust schon wieder. Ich versuchte mich zu beherrschen und ballte die Fäuste zusammen. Blackberry schien das zu bemerken. „Du brauchst was zum abreagieren.“ „Und was.“ Ich biss die Zähne zusammen, meine Hände zitterten. „Schlag mich.“ „Nein es geht schon.“ Sagte ich und schaute zu Boden. „Ich kann dich nicht schlagen.“ „Doch! Du nimmst ganz einfach deine Faust, holst aus und haust mir eine rein. Ganz einfach.“ „Ich weiss wie man schlägt,“ knurrte ich. „Aber dich schlag ich nicht.“ „Warum nicht? Wir kennen uns kaum und ich habe es dir angeboten.“ Ich schüttelte den Kopf. „Dann hau dem eine rein.“ Er zeigte auf einen Mann. Jetzt sah ich jemand, der in eine Gasse einbog. „Warte hier.“ Sagte ich und rannte dem Fremden hinterher.
    „Halt!“ Rief ich und zog mein Messer hervor. Der Fremde sah mich fragend an. „Wer sind sie?“ „Das braucht dich nicht zu kümmern.“ Sagte ich boshaft und stach ihm in die Brust, allerdings nicht soweit, das er stirbt, sondern das er noch lebt. Der Mann beginnt zu schreien und presst die Hände auf die Wunde um das Blut zu stoppen. „Dummer Idiot.“ Murmelte ich und stach durch seine Hand. Da er Nicht aufhörte zu schreien, nahm ich all meine Kraft zusammen und stach mit meinem Messer in den Mund des Opfers, bis die Messerspitze am Boden ankam. Der Mann zuckte noch ein paar Mal, bis er schliesslich tot da lag. Ich zog das Messer aus seinem Mund und putze mit seiner Sauberen Kleidung mein Messer. Dann tauchte ich mein Finger in sein Blut und schrieb etwas an die Wand. Cam war hier. Und daneben ein +1. Dann versorgte ich mein Messer und ging weg.

Kommentare Seite 1 von 1
Klicke hier um ein Kommentar zu schreiben - Wenn du Mitglied bei testedich bist logge dich bitte hier ein
Sie haben die Möglichkeit den Text zu gestalten.
((bold))Fett((ebold)) ((cur))Kursiv((ecur)) ((unli))Unterstrichen((eunli))
((big))groß((ebig)) ((small))klein((esmall))
((green))grün((egreen)) ((maroon))dunkelrot((emaroon)) ((olive))graugrün((eolive)) ((navy))marineblau((enavy)) ((purple))violett((epurple)) ((teal))teal((eteal)) ((gray))grau((egray)) ((red))rot((ered)) ((blue))blau((eblue)) ((fuchsia))fuchsia((efuchsia))
Bitte beachten Sie, dass Sie immer beide Codes, z.B. ((bold)) hier der Text der fett sein soll ((ebold)), gebrauchen, mit dazwischen den Text.

Neuer Kommentar da? / Seite neu laden

Cam ( 27.28 )
Abgeschickt vor 353 Tagen
Ich denke ich werde hier nicht mehr weiter schreiben, sorry
Magmastein ( 9.124 )
Abgeschickt vor 383 Tagen
Kannst du bitte weiter schreiben?