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Sophia "Potter" 16

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9 Kapitel - 4.679 Wörter - Erstellt von: Kerstingarde 1611 - Aktualisiert am: 2015-12-05 - Entwickelt am: - 2.028 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Nach langer Zeit kommt endlich der nächste Teil...

    1
    Sophias Sicht:
    Wir kamen im Schulleiterbüro heraus, wo ich mich als allererstes neugierig umsah. Es hatte sich fast nichts verändert. Das einzige, was mir auffiel, war. Dass bei den Bildern der Schulleiter ein neues hinzugekommen war. Darin befand sich Dumbledore, der in einem Sessel saß und friedlich schlief. Schließlich wandte ich mich wieder meinem Vater zu, der mich die ganze Zeit interessiert beobachtet hatte. Er sagte: „Lass mich raten. Jetzt, wo du dich nicht mehr in der direkten Gegenwart des Dunklen Lords befindest, willst du dich doch nicht mehr an alle Regeln halten, die er dir vorgegeben hat?“ Ich nickte langsam. Mein Vater seufzte: „Ich hoffe, du weißt, dass ich dich dann dafür bestrafen muss...“ „Ja, ich weiß.“, sagte ich etwas geknickt. Dann entstand eine Pause für mehrere Sekunden, bis er plötzlich meinte: „Ich muss dich allerdings warnen. Hogwarts ist nicht mehr das Hogwarts, wie du es bisher kanntest. Dieses Jahr wird schlimmer für dich als jedes Jahr zuvor. „Verteidigung gegen die Dunklen Künste“ wurde durch das neue Fach "Dunkle Künste“ ersetzt, in dem ihr alles lernen werdet um später gute Todesser zu sein. Dazu gehören auch die Unverzeihlichen Flüche. Also wirst du dieses Fach schon einmal höchstwahrscheinlich gar nicht mögen. Außerdem werden Dunkle Künste und Muggelkunde von zwei Todessern, den Carrow-Zwillingen, unterrichtet. Ich konnte allerdings dafür sorgen, dass die anderen Lehrer ihre alten Fächer unterrichten dürfen, auch wenn ich die Lehrpläne ändern musste. Nur ich bitte dich wirklich: Nimm dich vor den Carrows in Acht! Sie lieben es, Menschen zu bestrafen und zu quälen.“ Ich nickte: „Ok. Danke, dass du mir das alles jetzt schon verrätst. Aber was soll ich denn jetzt die zwei Tage machen, bis der Unterricht anfängt?“ Was sollte ich schon ohne meine Freunde hier allein im Schloss tun? Mein Vater dachte einen Augenblick nach und antwortete dann: „Sonst geh schon einmal in deinen Schlafsaal und pack deine Sachen aus. In einer Stunde gibt es in der Großen Halle eh schon Abendessen. Dann siehst du auch die anderen Lehrer wieder. Vielleicht kannst du danach noch mit jemandem von ihnen reden.“ Ich umarmte ihn und verabschiedete mich: „Danke, Papa. Bis nachher!“ Ich küsste ihn auf die Wange. Er tat es mir nach einem Moment der Verwirrung gleich und flüsterte: „Bis dann. Ich hab dich lieb.“ Ich lächelte ihn an: „Ich dich auch.“ Dann nahm ich meine Sachen und machte mich auf den Weg zum Gryffindor-Turm.

    2
    Snapes Sicht:
    Ich ging zum Abendessen und setzte mich am Lehrertisch auf den Platz des Schulleiters. Nach und nach kamen auch die anderen Lehrer. Rechts neben mir saß einer der Carrows, Alecto, und links von mir Minerva. Eigentlich waren wir alle recht schweigsam. Ich fragte mich schon, wann Sophia käme, als sie auch schon durch die Tür trat. Sie versteckte zwar ihre Gefühle, doch ich wusste, wie angespannt sie war. Deshalb sprach ich zu ihr in Gedanken: „Setz dich zwischen Professor McGonagall und Professor Slughorn. Ich habe einen zusätzlichen Platz dort erscheinen lassen.“ Sie nickte kaum merklich und begab sich schnell auf ihren Platz. Nunschauten alle erstaunt von Sophia zu mir. Ich hätte am liebsten laut aufgestöhnt, überlegte es mir dann aber doch ander. Schließlich fragte mich Amycus Carrow: „Das ist also deine Tochter, Severus?“ Ich sagte mit tonloser Stimme: „Ja, Amycus. Das ist meine Tochter.“ Er wollte schon dazu ansetzen, noch etwas anderes zu sagen, doch mein Blick ließ ihn verstummen. Dann gab es endlich Essen und es fingen wieder ein paar Gespräche an. Ich sah aus dem Augenwinkel, wie sich Sophia mit Minerva und Slughorn unterhielt. Dabei musste ich ein wenig lächeln. Sophia hatte mir einmal erzählt, dass der Sprechende Hut überlegt hatte, sie entweder nach Gryffindor oder nach Slytherin zu schicken. Als ich nun sah, wie sie sich mit den beiden Hauslehrern angeregt unterhielt, dachte ich, dass der Sprechende Hut Recht gehabt hatte. Sophia war sowohl mutig und treu als auch listig und manchmal gemein, je nachdem, um wen es sich handelte. Dann war auch bald das Abendessen vorbei. Ich ließ mir ein wenig Zeit und als dann keiner außer Sophia mehr da war verabschiedeten wir uns mit einer Umarmung und sie ging in ihren Schlafsaal und ich ins Schulleiterbüro.

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    Sophias Sicht:
    Beim Abendessen hatten mir Professor McGonagall und Professor Slughorn vorgeschlagen, ich könnte sie am nächsten Tag in ihren Büros besuchen kommen, da ja der Unterricht noch nicht begonnen hatte. Das tat ich dann auch. Am Vormittag ging ich zu Professor Slughorn und am Nachmittag zu Professor McGonagall. Beide fragten mich, wie es mir in den Ferien ergangen sei, und somit erzählte ich ihnen, was ich alles erlebt hatte, wobei ich natürlich die Gespräche mit Voldemort und alles, was meinen Vater als gut darstellte, ausließ. Sie waren geschockt über das, was mir widerfahren war, und erzählten mir schließlich alles, was sie über Harry wussten, denn ich hatte seit meiner Entführung nichts mehr von ihm gehört. So ging auch dieser Tag schnell um und ich freute mich darauf, morgen endlich wieder wenigstens ein paar meiner Freunde zu sehen.
    Dann war der Tag auch schon da. Heute würden meine Freunde auch nach Hogwarts kommen. Ich wachte am frühen Morgen auf und zog mir auch schon direkt meine Schuluniform an. Danach machte ich mich auf den Weg zum Schulleiterbüro, da mein Vater noch mit mir sprechen wollte.
    Als ich vor der Tür stand, hielt ich einen Moment inne. Was wenn gerade jemand bei ihm war? Sollte ich vielleicht zuerst meine Emotionen verstecken oder einfach so sein, wie ich war? Schließlich entschied ich mich dafür, mich zuerst zurückzuhalten. Dann klopfte ich an. Nachdem mein Vater dann: „Herein!“ gerufen hatte, öffnete ich die Tür und sah meinen Vater gerade mit den Carrows reden. Er warf mir einen strengen Blick zu und ich wusste, dass ich warten sollte. Also blieb ich einfach stehen und tat so, als würde ich mich umschauen, obwohl ich in Wahrheit gespannt lauschte. Aber bald verlor ich auch schon das Interesse, weil es nur um den Lernstoff der ersten Unterrichtsstunde ging. Schließlich waren sie dann endlich fertig und waren schon auf dem Weg aus dem Raum, als sich Alecto noch einmal zu meinem Vater umdrehte und sagte: „Ich soll dir übrigens noch mitteilen, dass der Dunkle Lord nicht will, dass IHR etwas zu schlimmes als Bestrafung widerfährt...“ Mein Vater nickte ausdruckslos und die beiden verließen endlich den Raum. Daraufhin ging ich auf meinen Vater zu, der sich nun auch von seinem Platz erhob und auf mich zukam. Wir schlossen uns gegenseitig in die Arme. Eine Weile verharrten wir in dieser Position, bis ich mich schließlich von ihm löste und sah, dass er Tränen in den Augen hatte. Ich fragte: „Was ist denn los?“ Er schüttelte den Kopf, doch ich ließ es nicht dabei. Ich wollte ihn nicht traurig sehen: „Komm schon! Du weißt doch, dass du mir immer alles erzählen kannst. Hat es etwas mit dem zu tun, was Alecto eben noch gesagt hat?“ Er nickte: „Mit IHR warst du gemeint, Sophia.“ Ich sah ihn geschockt an: „ICH! Aber wieso sollte Vol... Entschuldige. Ich meine, der Dunkle Lord wollen, dass mir nichts schlimmes passiert? Er kann mich doch nicht ausstehen.“ Mein Vater zuckte mit den Schultern: „Ich weiß es nicht. Aber das heißt bestimmt nichts Gutes...“ Natürlich hatte ich schon eine Vermutung, wieso er das machte, doch ich WOLLTE es einfach nicht glauben! Ich wollte nichts mehr mit ihm zu tun haben! Aber nun musste ich mich erst einmal um meinen Vater kümmern: „Ich pass schon auf mich auf. Du kennst mich doch.“ Er blickte auf und sah mir genau in die Augen: „Ja, ich kenne dich. Genau DAS macht mir solche Angst. Ich möchte das alles nicht mehr, Sophia. Ich möchte nicht mehr, diese Dinge tun müssen und mitansehen, wie mein einziges Kind, das ich über alles liebe, all dies erleben und mitmachen muss. Ich will das nicht!“ „Ich habe mir das selbst ausgesucht, Papa! Ich schaffe das! Doch dafür muss ich wissen, dass du das auch schaffst und wir uns immer wieder aufhelfen, wenn wir hinfallen. Schwör mir, dass du ab jetzt alles tust, was du tun musst, damit das alles hier ein Ende hat! Versprich es!“ Er nickte: „Ich verspreche es. Doch dann musst du mir das gleiche versprechen!“ Ich nickte: „Ich schwöre es.“ dann schlossen wir uns in die Arme. Nach ein paar Sekunden fragte ich dann: „Wieso wolltest du eigentlich, dass ich hierher komme?“ Mein Vater seufzte: „Ich wollte dir nur sagen, dass du mir bitte nicht böse sein sollst, wenn ich dich für falsches Benehmen foltern muss, doch der Dunkle Lord überwacht dein Verhalten und will über jeden fehltritt einen Bericht. Außerdem wollte ich mich noch für das Mal bei den Malfoys entschuldigen...“ Ich unterbrach ihn: „Papa, das ist in Ordnung. Ich weiß, dass du das alles nicht freiwillig machst. Ansonsten hätte ich dich eben wohl kaum in den Arm genommen. Ich liebe dich und werde es immer tun. Das wichtigste ist jetzt, dass wir unsere Rollen weiterspielen und niemand merkt, wem vor allem du in Wirklichkeit treu bist.“ Daraufhin gab ich ihm einen Kuss auf die Wange. „Eine Frage hätte ich aber noch: Wissen die Carrows, dass ich eigentlich nicht bei meinen Freunden sein dürfte?“ Er schüttelte den Kopf: „Ich habe es ihnen nicht verraten.“ Dann verabschiedete ich mich und freute mich schon auf den Abend, der allerdings nicht so fröhlich werden sollte, wie ich gedacht hatte...

    4
    Ich wartete schon am Gryffindortisch in der Großen Halle, als die ersten Schüler hereinströmten. Als erster Gryffindor aus meinem Jahrgang kam Neville herein und hinter ihm Ginny, Seamus, Parvati, Lavender und all die anderen. Neville kam auf mich zu, obwohl Ginny versucht hatte, ihn aufzuhalten. Er löste sich ganz einfach aus ihrem Griff und setzte sich neben mich und umarmte mich zur Begrüßung. Auch Seamus begrüßte mich mit einem Lächeln, doch die Mädchen warfen mir nur misstrauische Blicke zu. Natürlich wusste ich, dass sie das gleiche dachten wie Harry, trotzdem versetzte es mir einen Stich. Man merkte sofort, dass Hogwarts nicht mehr so fröhlich war wie vor einem Jahr. Die Stimmung war insgesamt gedrückt und dann wurden auch die ganzen neuen Schulregeln vorgelesen, doch ich hörte gar nicht zu, sondern suchte am Slytherintisch nach einem mir bekannten, blonden Kopf. Ich wollte die Suche schon aufgeben, als ich ihn endlich entdeckte. Ihm ging es also anscheinend wieder besser, was mich doch sehr freute. Als ich meinem Vater wieder zuhörte, war dieser immer noch die Regeln am erklären. Wie viele waren das denn bitte! Aber das konnte mir auch eigentlich egal sein. Schließlich würde ich eh bestimmt die Hälfte der Regeln brechen. Als Neville merkte, dass ich gar nicht bei der Sache war, stupste er mich an und verdrehte mit einem Lächeln die Augen, was mich auch zum Lächeln brachte. Nach einer gefühlten Ewigkeit war die Rede dann auch vorbei und es gab ein sehr schweigsames Essen, wobei ich öfter böse Blicke abbekam, die Neville, Seamus und ich aber sehr gut erwiderten. Danach konnten wir schließlich in unsere Gemeinschaftsräume.

    5
    Doch dort gab es dann eine heftige Auseinandersetzung, die dafür sorgte, dass alle jüngeren Jahrgänge schon ziemlich früh in ihren Schlafsälen verschwanden. „Wie kannst du ihr einfach so blind vertrauen, wenn ihr Vater doch ein eiskalter Mörder ist und wir nicht einmal wissen, was sie den ganzen Sommer über gemacht hat!“, hörte ich Ginny mit Neville streiten, als ich gerade in den Gemeinschaftsraum kam, nachdem ich noch kurz mit Draco geredet hatte. Doch Neville verteidigte mich mutig: „Dann nenn mir doch bitte einen konkreten Fall, in dem wir ihr einmal nicht vertrauen konnten und du weißt auch ganz genau, dass Hermine erzählt hat, dass die beiden von Todessern angegriffen worden sind! Außerdem kannst du sie doch nicht für etwas verantwortlich machen, was ihr Vater, den sie außerdem auch erst seit ein paar Jahren kennt, getan hat!“ Es sah gerade so aus, als wöllten sich die Mädchen auf Neville und Seamus stürzen, als Ginny mich bemerkte und sagte: „Naja... wenn ihr nicht einsehen wollt, wie sie euch alles vorlügt, dann müsst ihr es eben selbst merken! Gute Nacht!“ Sie warf mir noch einen hasserfüllten Blick zu und verschwand mit den anderen Mädchen im Schlafsaal. Nun drehten sich auch Neville und Seamus zu mir um. Seamus meinte: „Lass die nur reden. Sie haben keine Ahnung.“ Er schenkte mir noch ein ermutigendes Lächeln und verschwand dann auch und ließ Neville und mich alleine zurück.
    Erst schauten wir uns nur schweigend an, doch dann umarmten wir uns für lange Zeit. Neville flüsterte: „Ich habe dich vermisst.“ Ich antwortete: „Ich dich auch.“ Dann lösten wir uns wieder voneinander und lächelten uns an. Aber plötzlich verschwand Nevilles Lächeln: „Du... sag mal... Wieso hast du Malfoy eigentlich heute beim Abendessen so erleichtert angeschaut?“ Mist! Wieso musste ich es in den wichtigsten Augenblicken immer vermasseln, meine Gefühle zu verbergen! „Naja... Du weißt doch, dass ich in den Sommerferien von Todessern gefangen genommen worden war...“ Und somit erzählte ich ihm von meinem Sommer und wie Draco meinetwegen gefoltert worden war und erklärte ihm, welche Schuldgefühle ich deswegen hatte. Er nickte: „Du... ich weiß nicht so recht, wie ich es sagen soll... Aber ich habe schon öfter gesehen, wie du ihn im Jahr zuvor angesehen hast und ich weiß, dass du ihn vermisst, auch wenn du es dir selbst vielleicht nicht eingestehen willst. Aber ich möchte dir nur sagen, dass... dass wenn du ihn immer noch liebst, das ganze in Ordnung für mich ist. Ich muss dir auch etwas gestehen: Ich liebe dich zwar wirklich, doch mir ist im letzten Jahr klar geworden, dass ich mich auch in Luna verliebt habe...“ Ich schaute ihn zuerst einfach nur an, als mir langsam die Tränen in die Augen stiegen: „Es ist ok, Neville. Es ist wahr... Ich liebe Draco immer noch. Auch wenn ich nicht wirklich weiß, ob er diese Gefühle erwidert. Von mir aus kannst du dein Leben mit Luna verbringen. Meinen Segen hast du.“ Ein leichtes Lächeln huschte über mein Gesicht und Neville musste auch lächeln. „Aber ich möchte, dass du eins weißt: Neville Longbottom, ich werde, was auch immer passiert, dich stets wie einen Bruder lieben und alles für dich tun.“ Und schon wieder lagen wir uns in den Armen, aber diesmal fühlten wir uns beide, als hätte man uns eine Last abgenommen. Wir hatten endlich keine (oder ich zumindest FAST keine) Geheimnisse mehr voreinander. Neville flüsterte mir aber noch ins Ohr: „Du bist auch wie die Schwester für mich, die ich nie hatte. Ich würde auch alles für dich tun.“

    6
    Snapes Sicht:
    Ich war gerade dabei, mit Dumbledores Porträt zu bereden, wie ich das Schwert von Gryffindor unauffällig Harry und seinen Freunden zukommen lassen sollte, als es an meiner Tür klopfte. Ich konnte mir schon fast denken, wer es war und rief: „Herein!“ Vor meinen Augen stand meine vor Wut triefende Tochter. Sie kam auf mich zu und knallte ein kleines beschriebenes Stück Pergament auf meinen Schreibtisch. Ich sah sie fragend an und zog eine meiner Augenbrauen nach oben. Doch sie sah nur ziemlich trotzig geradeaus und antwortete mir nicht. Daraufhin nahm ich mir das Stück Pergament und las, was darauf geschrieben stand:
    "Sehr geehrter Professor Severus Snape,
    Ich schicke ihre Tochter mit diesem Zettel zu Ihnen, da sie sich geweigert hat an meinem Unterricht teilzunehmen und als ich sie dann dazu zwingen wollte, fing sie an mir sämtliche bekannten Schimpfwörter an den Kopf zu schmeißen. Daraufhin wandte ich den Cruciatus-Fluch an ihr an. Währenddessen war sie stumm. Doch sobald ich damit aufhörte, machte sie weiter, sodass ich gezwungen war, sie mit einem Zauber zu belegen, der sie zum Schweigen brachte. Ich hoffe, wenigstens Sie können eine angemessene Strafe für ihre Tochter finden und ihr beibringen, dass sie in Zukunft mehr Respekt gegenüber ihren Lehrern haben sollte.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Alecto Carrow."
    Aus dieser Lektion wurde aber leider nichts, denn ich musste anfangen so heftig zu grinsen, dass ich wohl kaum mehr streng wirkte. Ich hob den Zauber von Sophia auf und sagte: „Du kannst es wirklich nicht lassen, oder?“ Sie sah mich gespielt beleidigt an: „Er hatte es verdient! Er hat angefangen Neville und Seamus zu beleidigen, weil sie den Cruciatus nicht an den Erstklässlern anwenden wollten und da habe ich ihm „höflich“ mitgeteilt, dass er das lassen sollte. Daraufhin war er der Meinung, ich sollte es doch mal versuchen. Daraufhin habe ich mich aber auch geweigert. Er hat mir angedroht, Neville und Seamus bis zur Bewusstlosigkeit zu foltern und da habe ich ihn eben als Arsch, Todesserschwein und so weiter beschimpft. Wenn er meint, dass wäre schon schlimm, weiß er nicht, welche Wörter mir dabei in den Gedanken herumgeschwirrt sind! Ich verspüre null Reue und das wirst du auch mit einer Bestrafung nicht ändern können!“ In dieser Situation wurde mir wieder einmal bewusst, wie sehr Sophia Lily doch in ihrem Verhalten ähnelte.Ich sah sie immer noch lächelnd an: „Lass mich raten: Dieses „und so weiter“ waren bestimmt noch schlimmere Beschimpfungen als nur: Arsch und Todesserschwein?“ Sie schaute mich unschuldig an: „Das könnte eventuell sein... Trotzdem habe ich mich zurückgehalten...“ Dann „bestrafte“ ich sie noch, indem ich sie nur kurze 3 Minuten mit dem Cruciatus-Fluch folterte. Danach erklärte ich Sophia noch: „Ich hoffe, du weißt, dass ich dem Dunklen Lord davon berichten muss...“ Bei diesen Worten bemerkte ich zwar, wie ihr ein Schauer über den Rücken lief, doch sie nickte brav. Dann umarmten wir uns zum Abschied und Sophia ging in ihre Verwandlungsstunde.

    7
    Sophias Sicht:
    Mein normaler Unterricht verlief eigentlich sehr gut, doch die Dunkle Künste Stunden waren schrecklich. Fast jede Stunde endete für mich damit, dass ich zu meinem Vater wegen „falschen Benehmens“ gehen musste. So war es auch heute, doch seltsamerweise bestand Alecto Carrow heute darauf, mitzukommen und beendete deshalb den Unterricht für alle anderen früher. Nun zog er mich an einem Arm hinter ihm her. Ich wehrte mich: „Ich kann auch alleine gehen! Ich bin den Weg schließlich schon oft genug gegangen!“ Doch Alecto hörte mir gar nicht zu, sondern schnaubte nur und beschleunigte das Tempo. Ich gab es auf, mich dagegen zu wehren, denn ich wusste, es würde mir nichts nützen. Schließlich kamen wir im Büro meines Vaters an, wo er mich anscheinend schon erwartete, aber bei dem Anblick von Alecto für einen Moment verwirrt wirkte, doch das änderte sich schnell, als Alecto sagte: „Nun... ich sollte Ihnen ja Bescheid geben, wenn es das zehnte Mal sei, Schulleiter... Es ist soweit...“ Die Miene meines Vaters verfinsterte sich kaum merklich, als er antwortete: „Ich habe verstanden. Ich werde IHN rufen. Du kannst jetzt gehen, Alecto..“ Damit verstand er aus dem Büro, doch ich hatte ein ganz anderes Problem. Ich hatte schon eine Vermutung, wen mein Vater mit IHM meinte, doch ich wünschte mir von ganzem Herzen, dass es nicht so war. Natürlich bestätigte mich mein Vater dann doch in meiner Vermutung: „Es tut mir Leid, Sophia... Aber ich denke, du weißt, dass ich keine Wahl habe. Ich muss den Dunklen Lord rufen...“ Ich nickte bloß und bereitete mich innerlich darauf vor, indem ich meine Gedanken in den hintersten Winkel meines Kopfs verschob und baute aus meinen Gefühlen die mir schon allzu bekannte Mauer um meine Gedanken. Dann passierte es auch schon. Mein Vater berührte das Dunkle Mal auf seinem linken Unterarm und ein schwarzer Nebel bildete sich in einer Ecke des Raumes, aus dem nun Voldemort trat. Er hatte sich kaum verändert seit unseres letzten Zusammentreffens und trotzdem spürte ich, dass er nicht mehr derselbe war. Er war verwundbarer geworden. Das musste bedeuten, Harry hatte ein paar der Horkruxe gefunden und auch einen Weg gefunden, sie zu zerstören. Ich freute mich zwar darüber, aber hatte nun auch etwas Angst vor ihm. Er war nicht mehr so berechenbar wie zuvor, doch trotzdem wusste ich, dass ich vermutlich die einzige Person war, die nun noch zu ihm durchdringen konnte. Moment mal! Was dachte ich da überhaupt! Ich hatte mir doch geschworen, niemals mehr etwas mit ihm zu tun zu haben, das über Feindschaft hinausging! „Wie ich sehe, hast du es doch tatsächlich geschafft dich beinahe all meinen Regeln zu widersetzen, Sophia!“, erklang nun die Stimme Voldemorts, die ich manchmal nachts immer noch in meinen Träumen hörte, egal wie sehr ich versuchte, unsere Gespräche zu vergessen. Ich schaute einfach zu Boden und hielt meinen Mund. Ich hörte, wie er auf mich zukam. Schließlich hob er meinen Kopf mit einer Hand an und schaute mir mitten in die Augen. „Severus, würdest du deine Tochter und mich bitte jetzt für einen Augenblick alleine lassen? Du hast doch sicherlich noch irgendetwas mit einem Lehrer zu bereden...“, sagte er zu meinem Vater, ohne den Blick von mir abzuwenden. Mein Vater erwiderte: „Natürlich, Mylord.“ Nun waren Voldemort und ich allein und starrten uns gegenseitig einfach nur in die Augen, während wir in dieser Position verharrten. Schließlich sagte er: „Wieso hast du das getan?“ Ich schaute ihn verwirrt an: „Was meinst du?“ „Warum hast du mich alleine gelassen?“ Nun wandte ich mich von ihm ab und ging im Raum umher. Schließlich bliebich stehen und schaute ihm tief in die Augen: „Weil das, was du getan hast, einfach nur abscheulich und grausam ist!“ Er sah mich verletzt an: „Ich dachte, du würdest verstehen, warum ich das ganze tue...“ „Vielleicht solltest du es mir dann erklären...“ Ich wollte ihm eigentlich nicht zuhören, doch ich wusste, dass ich dadurch nur genauso wäre wie er. Er seufzte: „Ich musste es Bellatrix tun lassen, weil sie ansonsten daran gezweifelt hätte, ob ich wirklich in der Lage sei, die Welt zu beherrschen, wenn ich bei einem kleinen Mädchen weich werde... Ich muss dafür sorgen, dass meine Gefolgsleute an mich glauben und mir gehorchen...“ Das klang logisch... „Aber trotzdem hättest du ihr nach meiner Bitte sagen können, dass sie aufhören soll!“ Er senkte den Kopf und flüsterte: „Ich weiß... Aber das war mir in diesem Moment nicht klar... Ich habe es schon sofort bereut, nachdem ich sah, was ich angerichtet hatte, aber ich wusste nicht, wie ich mich entschuldigen sollte...“ Ich seufzte: „Eine einfache Entschuldigung hätte es auch schon getan...“ Nun herrschte erst einmal Stille und Voldemort schaute betreten zu Boden. Schließlich fasste ich mir ein Herz, ging auf ihn zu und fasste seine Hände: „Aber andererseits hätte ich auch wissen müssen, dass du es nicht gewohnt bist, auch einmal nachzugeben und dich zu entschuldigen. Aber ich hoffe, dass du mich verstehen kannst... Ich habe mich einfach betrogen gefühlt... Ich hatte dir so vieles anvertraut und dann das... Aber vielleicht können wir noch einmal von vorne anfangen..., Tom.“ Er schaute mir tief in die Augen und fragte: „Freunde?“ Ich nickte: „Freunde.“

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    Nun bekam ich anstatt von Alecto von Tom Unterricht in den Dunklen Künsten, was mir allerdings etwas mehr Spaß machte, da wir meistens nur die Theorie durchgingen und ich die Unverzeihlichen Flüche nicht anwenden musste, wenn ich nicht wollte. Leider durfte ich meinen noch verbliebenen Freunden nichts davon erzählen und sie misstrauten mir etwas mehr... Neville war der einzige, der mich verstand. Aber ich hatte ihm gesagt, dass es für mich in Ordnung war, wenn er auch mit den anderen umherhing. Ich sprach zwar auch öfter mit Draco, doch er wusste anscheinend noch nichts von Nevilles und meiner Trennung oder empfand doch nicht mehr als Freundschaft für mich, denn wir unterhielten uns nur normal. Allerdings konnte ich auch mit ihm nicht sehr oft reden, da es von den Carrows nicht sehr gerne gesehen wurde, wenn Slytherins sich mit Gryffindors abgaben. Somit war ich die meiste Zeit alleine. Diese zeit verbrachte ich meistens auf dem Astronomieturm, wo ich in Ruhe über alles nachdenken konnte. So saß ich auch heute wieder dort. Meine Gedanken schweiften zu Harry ab und ich dachte daran, wie sehr ich ihn vermisste, während ich in die Weite hinaus starrte:
    „Heart beats fast
    Colors and promises
    How to be brave
    How can I love when I'm afraid
    to fall,
    but watching you stand alone
    All of my doubt
    suddenly goes away
    somehow...
    One step closer...
    I have died everyday
    waiting for you
    Darling don't be afraid
    I have loved you for a
    Thousand Years...
    I'll love you for a
    Thousand more...
    Time stands still
    Beauty in all she is
    I will be brave
    I will not let
    anything take away
    What's standing in front of me
    Every breath
    Every hour has come to this...
    One step closer...
    I have died everyday
    waiting for you
    Darling don't be afraid
    I have loved you for a
    Thousand Years...
    I'll love you for a
    Thousand more...
    All along I believed
    I would find you
    Time has brought
    your heart to me
    I have loved you for a
    Thousand Years...
    I'll love you for a
    Thousand more...
    One step closer...
    One step closer...
    I have died everyday
    waiting for you
    Darling don't be afraid
    I have loved you for a
    Thousand Years...
    I'll love you for a
    Thousand more...
    All along I believed
    I would find you
    Time has brought
    your heart to me
    I have loved you for a
    Thousand Years...
    I'll love you for a
    Thousand more...“

    9
    Beim Singen kamen mir schon wieder Tränen in die Augen und ich musste an das letzte Mal denken, als ich hier gesessen hatte und ein Lied gesungen hatte... Plötzlich kam Seamus die Treppe hinauf gestürmt und sprach keuchend: „Harry... er ist... wieder... in Hogwarts...“ Ich sprang wie von der Tarantel gestochen auf und sagte: „Wo!“ Seamus antwortete: „Im Raum der Wünsche.“ Ich lief los mit einem Seamus hinter mir, der so aussah, als würde er gleich der Atemnot erliegen. Doch das interessierte mich in diesem Moment nicht. Das einzige, was mir durch den Kopf war: „Harry ist wieder da!“

Kommentare (112)

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Dracogirl (95555)
vor 78 Tagen
Sooooooooooooo toll ich habe schon viele Geschichten auf teste dich zum Thema Harry Potter gelesen und das war mit Abstand die beste!!!!!!!❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍
Hanni Potter (55075)
vor 90 Tagen
Muss ich noch etwas dagen auser: WOW!!! DAS WAR MIT DIE BESTE FF DIE JE GELESEN HAB!!! Oder irre ich mich
Cecilia Heart (37391)
vor 113 Tagen
Hat sich erledigt. Hab deinen Account gefunden.😊
Cecilia Heart (37391)
vor 113 Tagen
Hast du eigentlich Wattpad? Wenn ja, lädst du die Geschichte da auch hoch?
Lilian Skywalker ( von: Lilian Skywalker)
vor 505 Tagen
Es heißt zwar:" Nein, ich bin dein Vater " aber trotzdem ist es total ähnlich. :-D
Kerstingarde 1611 (74167)
vor 509 Tagen
@Aveline und @TheNewImperator Vielen Dank euch beiden!😊 Das mit der Ähnlichkeit ist mir gar nicht aufgefallen.😅
LG Kerstingarde 1611
TheNewImperator (20969)
vor 537 Tagen
Beim 2. Teil ist es so ähnlich wie:"Luke, ich bin
dein Vater!" also finde ich.
TheNewImperator (20969)
vor 537 Tagen
@Kerstingarde 1611
Du schreibst wirklich immer wieder die besten
Fanfictions, grosses Lob!
Aveline (62286)
vor 554 Tagen
Amazing! 😍☺️😄
Kerstingarde 1611 (64072)
vor 627 Tagen
@Ich eben Vielen Dank für deinen Kommentar! :) Jetzt bringt ihr mich sogar zum Heulen😢🙈 Ich hätte nie gedacht, dass die Geschichte so gut ist und so vielen Menschen gefällt.🙈
Ich eben (35823)
vor 627 Tagen
Ich meinte Stellen, sorry!
Ich eben (35823)
vor 627 Tagen
Ich musste, genau wie Caro, auch an manchen Szellen heulen, weil das einfach so herzzerreißend geschrieben war. Mach weiter so!
Kerstingarde 1611 (08814)
vor 631 Tagen
@Caro Ja mache ich, aber zuerst muss ich noch meine zweite ff fertig schreiben😅🙈 Ich hoffe, du verstehst das. Danke für den Kommentar! :)
LG Kerstingarde 1611
Caro (93436)
vor 637 Tagen
deine ganze ff war voll schön ich musste öfters mal heulen😭😭schreib weiter ja?
Kerstingarde1611 (05687)
vor 647 Tagen
Danke an alle für eure Kommentare!😍 Ihr seid echt süß! Ich werde weiterschreiben, wenn ich eine andere FF fertig habe. Das könnte aber noch etwas dauern. Sorry.🙈Aber vielleicht lest ihr sie euch ja mal durch. Der Anfang müsste demnächst erscheinen. Sie heißt: Wer bist du wirklich?
Vielen Dank für alles!
LG Eure Kerstingarde 1611
Peeves (91102)
vor 648 Tagen
Uiii supi gemacht ich bin so beeindruckt von deiner Leistung und eine gute Film Kenntnis hast du auch noch💜💖
Peeves (84914)
vor 648 Tagen
Soll cool ich eine es toll dass du so Schreibst dass man unbedingt wissen will wie es weiter geht mir fällt nichts verbesserungs würdiges ein 👍👌
dracheneule (88168)
vor 649 Tagen
So schön geschrieben. Ich bin sprachlos!😶😮
lily (59259)
vor 650 Tagen
BitteBitteBitte schreib weiter
Ginny05 (59195)
vor 651 Tagen
BitteBitteBitteBitte schreib weiter!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!