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One Piece Of Us - Teil 3

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1 Kapitel - 1.200 Wörter - Erstellt von: NoStar5 - Aktualisiert am: 2015-12-05 - Entwickelt am: - 777 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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    Kapitel 3

    Lees Sicht
    „Hey, Mädchen, geht’s dir gut?“ ich spürte, wie mich jemand mit seinem Finger anstubste. Langsam öffnete ich meine Augen. In meinem Kopf hämmerte es. „Hey, schnell, sie ist aufgewacht, helft mir, sie zu einem Arzt zu bringen!“ mehrere Leute stranden jetzt um mich herum. Die meisten schwiegen, doch ein paar wenige flüsterten sich Dinge ins Ohr und warfen mir seltsame Blicke zu. „... das arme Kind...“ „... wo bloß die Eltern sind...“ „... sieben Samurai...“ das war allen, was ich aus ihren Gesprächen aus dieser Entfernung heraushören konnte. Stöhnend setzte ich mich auf und sah mich um, jedoch versperrten mir die Beine der Menschen die Sicht. Ich stand auf und ging in die Richtung, in der ich meine kleine Schwester vermutete. Schwankend ging ich auf die Leute zu. Alles drehte sich. Ich kniff die Augen zusammen und versuchte mein Gleichgewicht so gut wie möglich zu halten, als sich plötzlich eine Hand auf meine Schulter legte: „Es ist besser, wenn du jetzt nicht dorthin gehst.“ Verwirrt wandte ich mich zu dem Mann um, der mich angesprochen hatte. War es wirklich nur einer, oder gleich drei? Ich kniff die Augen noch fester zusammen. Jetzt waren es nur noch zweieinhalb. Der Typ oder die Typen machten mir Angst. Ich riss mich von seiner Hand los. Orientierungslos stolperte ich vorwärts, wobei ich mich unabsichtlich um meine eigene Achse drehte. Die Leute gingen mir verängstigt aus dem Weg. Alles begann sich immer und immer schneller zu drehen. Irgendwann verlor ich dann die Kontrolle und fiel mit dem Gesicht voran auf die harten Steine.
    Ich spürte, dass ich in etwas Feuchtes gefallen war. Ich hob meine Hand. Ich sah sie zwar dreimal, jedoch konnte ich auf ihr ganz genau die Blutrote Farbe erkennen. Ich stieß einen überraschten Schrei aus. Sofort rappelte ich mich hoch. Wieder drehte sich alles, doch an einer Stelle, nur ein paar Meter weiter, konnte ich eine große, dunkelrote unförmige Masse ausmachen. So gut es ging, versuchte ich zu ihr zu gelangen. Je weiter ich kam, desto klarer wurde meine Sicht: Neben der Masse lag eine braune Ledertasche. Aus ihr waren mittlerweile mehrere Orangen herausgekullert, denn sie war fast leer und hatte mehrere kleine Löcher. Wieder drehte sich alles. Die letzten paar Meter krabbelte ich auf allen Vieren. Mir war es egal, ob ich mich mit Blut beschmierte, ich hatte eh schon genügend Schürfwunden, die sowieso bluteten. Ich schaute auf den Boden. Nach einigen Sekunden erschien eine Hand in meinem Blickfeld. Sie hielt krampfhaft eine Orange umklammert. Ihre Fingernägel hatten sich hineingebohrt, sodass noch immer Saft aus der süßen Frucht floss. Ich traute mich nicht, aufzuschauen, aus Angst, dass dort meine kleine Schwester lag. Dennoch zwang ich mich, den Blick zu heben.
    Da lag sie. Yumis Kopf war mir zugewendet, den Mund leicht offen stehend. Die inzwischen trüben Rehaugen waren starr auf mich gerichtet. Mir ronnen heiße Tränen die Wangen herunter. Yu war alles gewesen, was ich je gehabt hatte. Man konnte sie mir doch nicht so einfach nehmen! Vorsichtig nahm ich sie in die Arme. „Yu, wach auf“ flüsterte ich leise. Ich bekam keine Antwort. „Bitte, wach auf!“ wiederholte ich etwas lauter. Wieder bekam ich keine Antwort. „WACH AUF!“

    Zwei Wochen später...

    Falkenauges Sicht
    Ich sass in einem Restaurant (sofern man das hier als solches bezeichnen konnte, denn eigentlich war es ja eher eine Art Bar) und plante meinen nächsten Schritt. Die Regierung hatte mich noch einmal auf diese gottverdammte Insel geschickt, obwohl ich ihnen doch schon längstens Rip-Eye ausgeliefert hatte, trotzdem hatten sie darauf bestanden, dass ich noch einmal hier her kam, um jetzt auch noch seine Crew (oder was auch noch von ihr übrig war) zu schnappen. Langsam bekam ich einen richtigen Hass auf die Regierung, da immer ich die nervigsten Aufgaben bekam, bei denen entweder jemand starb oder genau gar nichts passierte. Kurz gesagt: irgendwie wurde mir mit der Zeit langweilig.
    Die Dame am Tresen lächelte mich freundlich an. „Du warst schon lange nicht mehr hier.“ Ich lehnte mich zurück. „Ich war doch nur zwei Wochen weg.“ „Ja, aber in dieser Zeit hat sich viel verändert, und das nicht zum Guten, Samurai.“ Überrascht zog ich die Augenbrauen hoch und beugte mich nach vorne. „Was meinst du damit?“ Sie seufzte „Du erinnerst dich doch noch an das kleine blonde Mädchen, das sich mit dem Piraten angelegt hat, oder?“ Ich runzelte die Stirn. „Meinst du die Mistgöre?“ „Sie heißt Lee, aber ja, die meine ich.“ Ungeduldig faltete ich meine Hände zusammen und stützte den Kopf darauf ab. Mit einem kurzen Blick bedeutete ich der Dame, weiterzufahren. „Anscheinend lösten sich im Kampf mehrere Schüsse, von denen ihre kleine Schwester getroffen wurde. Jetzt ist sie tot. Es war ein unglaublicher Schock für Lee...“ „Wir alle haben schon Menschen verloren, die wir lieben. Sie wird schon darüber hinwegkommen.“ Unterbrach ich sie. Sie schüttelte den Kopf. „Wenn das das einzige gewesen wäre, würden nicht alle Leute so einen großen Wirbel darum machen. Noch am selben Tag, an dem ihre kleine Schwester starb, fand man die Mutter im Wald. Erhängt. Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, ist auch noch ein paar Tage nach der Beerdigung ihr Vater abgehauen.“ Sie schluckte schwer.Anscheinend versuchte sie krampfhaft, ihre Tränen zu unterdrücken. „Wo ist sie jetzt?“ die Dame kehrte mir den Rücken zu. „Seit Tagen habe ich sie nicht mehr im Dorf gesehen. Es gibt aber Gerüchte, dass Lee im Wald gesichtet wurde. Das würde ihr noch ähnlich sehen. Sie liebt die Wälder.“ Ein leises Schluchzen war von ihr zu vernehmen.
    Ich stand auf. Die Dame drehte sich zu mir um. Ihre Unterlippe bebte. „Was wirst du jetzt tun, Samurai?“ Ich zog mir meinen Hut tiefer ins Gesicht. „Ich glaube, ich mache jetzt einen kleinen Waldspatziergang.“


    Danke fürs Lesen ;-D
    Ich dachte mir, dass es vielleicht mit der Zeit etwas langweilig werden würde, wenn ich einfach jede Wochen einen neuen Teil raushauen würde. Deshalb würde ich gerne etwas ausprobieren, was ich so in der Art nur sehr selten bei Fanfiktions gesehen habe. Und zwar hatte ich vor, mit euch zusammen eine interaktive Fanfiktion zu schreiben. Das heißt, dass ich euch nach jedem Teil eine Frage zur Story oder zur Planung stellen werde und ihr dann die Möglichkeit habt, eure eigene Meinung oder Vorschläge in die Kommentare zu schreiben. Die kreativsten Kommentare werden dann in der Geschichte umgesetzt.
    Was haltet ihr von dieser Idee? Schreibt es in die Kommentare!

Kommentare (12)

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Bahar (97529)
vor 252 Tagen
Ich finde du soltes weiter schreiben
keine Ahnung (68397)
vor 467 Tagen
An alle Leute und Planeten und so hier könnt ihr mal meine Geschichte lesen? Das wäre so nett von euch
Trafalgar D. Water Alice (24135)
vor 499 Tagen
Die beste Story die ich bis jezt gelesen habe. Bitte mach schnell weiter !
charly (64820)
vor 511 Tagen
Ich finde die Story richtig cool ! Schreib bitte weiter
;)
RiaReh (70513)
vor 530 Tagen
Ich liebe diese Story :)
Diese ist mal komplett anders geschrieben wie die anderen die sonst hier hochgeladen werden :)
Ich finde deinen schreibstil so verträumt wirklich toll. Mach weiter so
Lady _Light (61466)
vor 537 Tagen
Ich finde deine Geschichte ist toll und der Teil ist voll lustig schreib bitte weiter >.
NoStar5 (23327)
vor 588 Tagen
@misaki D. mira
Lee sollte eigentlich ein Mädchen sein 😅 Ich versuche das in nächster Zeit etwas mehr zu betonen. Danke für den Tipp 👍🏻
misaki D. mira (25487)
vor 588 Tagen
un erhlich zu sein ka ob es ein jubge oder mädchen ist😂👌
Selina66 (69437)
vor 597 Tagen
Echt hübsch, bitte schreib weiter
lilu (72965)
vor 604 Tagen
Cool echt du musst unbedingt weiter schreiben bitte
Wolf der Elemente (49516)
vor 610 Tagen
Ich finde deine Geschichte sehr schön:)
Michelle (47937)
vor 610 Tagen
Nicht übel

Mach weiter