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Du bist mein!

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1 Kapitel - 1.594 Wörter - Erstellt von: Celldweller333 - Aktualisiert am: 2015-11-29 - Entwickelt am: - 819 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Ein Campingausflug wird zur Hölle...

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    Hallo, mein Name ist Kevin und ich bin 13 Jahre alt. Hier in meinem Zimmer bin ich ganz allein, da trifft es sich gut, jemanden gefunden zu haben, dem ich meine Geschichte erzählen kann...

    Vor einigen Tagen habe ich meine beiden besten Freunde, Max und Karin, zu einem netten Camp-Wochenende in den Wald eingeladen. Da die beiden nichts Besseres vorhatten, stimmten sie zu: „Ok, klar, warum nicht. Karin, du kommst doch auch mit? Zu dritt, in einem dunklen Wald... hehe“. Karin war sich nicht sehr sicher, aber auch sie stimmte letztendlich zu. „Sie mag keine Wälder bei Nacht“, meinte ich flüsternd zu Max und er erwiderte: „Nein, schon gar nicht in diesem da, der sowieso schon 20 Meter von unseren Häusern entfernt ist und so spuckig aussieht.“ Dort angekommen, stellten wir unsere beiden Zelte auf – ja, zwei Zelte – denn Karin schlief lieber alleine, als mit uns Jungs zusammen in einem Zelt zu übernachten.

    Wir machten uns ein nettes Feuerchen und grillten einige unserer mitgebrachten Nahrungsmittel, wie Marshmallows und Würstchen. Auf einmal brüllte Max los: „Was... Was ist daaaas!“ und zeigte in die Büsche hinter uns. „Mann, was hast du denn? Da ist nichts!“, meinte ich verärgert und beruhigte Karin, die erschrocken zusammenzuckte. „Hahaha, ok, ok... sorry, aber DAS musste sein“, freute er sich. Nach einigen Gruselgeschichten, bei denen Max offensichtlich viel Freude hatte, wurde Karin müde und meinte schläfrig: „Hey ihr Beiden, ich leg mich hin. Ist zwar erst 0 Uhr, aber ich bin heute schon zeitig auf gewesen. Außerdem, Max, gehen mir deine Scherze schon bis zum Hals“. Sie stand auf, lief zu ihrem Zelt, lies noch ein „Nachti“ zu uns schallt, krabbelte hinein und verschloss ihr Zelt per Reißverschluss.

    „Nunja, ich werde mich auch mal fertig machen, immerhin wollen wir doch morgen noch nett durch den Wald wandern“, sagte ich zu Max und kramte meine Sachen aus meinem Rucksack. „Hey, Kev', du kleines Kind, warum hast du denn diesen Teddybär mitgenommen? Mann, du bist 13 und brauchst noch einen zum Schlafen, hehehe“, kicherte Max, als ich ihn herausholte: Meinen Teddy. „Ja, ich brauche ihn, zum Schlafen, aber auch um mich einfach wohl zu fühlen."

    "Weißt du, Max, ich fand ihn vor einigen Jahren auf unserem Dachboden in einer schwarzen Kiste. Auf ihr war ein Zettel mit der Aufschrift „Tom“ zu lesen. Ich weiß aber nicht, wer das ist.“ Ich drückte ihn fest an mich, spürte seine Wärme und legte ihn sanft auf meine Seite in unser Zelt. „Der sieht aber kaputt aus, sogar ein Auge fehlt.“ sagte Max und fragte weiter: „Sage mal, wissen eventuell deine Eltern, wer Tom sein könnte? Immerhin lag die Kiste auf eurem Dachboden.“

    „Nein!“ Schrie ich Max an. „Er will nicht, dass ich sie nach Tom frage, er findet es so, wie es ist gut. Ja, er ist richtig in meiner Obhut!“ - „Hey, hey! Schon gut Kev'! Die Gruselstunde ist vorbei. Außerdem war das doch nur 'ne Frage...“ erwiderte Max, als er sich ebenfalls für die Nacht fertig machte. Nach einigen Minuten des Umziehens, legten wir uns ins Zelt und schlossen die Augen. Max flüsterte mir noch zu: „So, na dann, gute Nacht, Kev'. Hoffentlich träumt Karin heute Nacht gut...“ fügte er noch ironisch hinzu. Nach kurzer Zeit schlief ich ein...

    „Psssst, Kevin...!“ ... „Hey, Keviiiiiin...!“

    „Was...? Karin? Was ist?“ Ich schaute auf die Uhr. „Es ist 1:30 Uhr, Karin. Was willst du denn?“

    „Ich hab' da etwas gehört. Irgendetwas ist ist bei meinem Zelt oder sogar in meinem Zelt... Es macht knurrende Geräusche...!“ bibberte Karin und zog langsam den Reißverschluss unseres Zeltes auf. „Ok, ich komm mal nach draußen und seh' mich um. Wir müssen leise sein, Max schläft ja noch.“ flüsterte ich zu Karin, während ich mich aus dem Zelt drängte.

    Mit weit geöffneten Augen und leisen Schritten schaute ich mich um, lief umher und schaute neben und hinter die Zelte, fand aber nichts. „Karin, hier ist nichts. Warte, ich schieb dein Zelt etwas zu unserem“, flüsterte ich Karin zu und schob das Zelt in Richtung unserer Schlafstätte. „Ja, ok. Falls das Geräusch wieder kommt, schreie ich einfach ganz laut“, lächelte Karin mich an und verkroch sich wieder in ihr Zelt. „hehe, ja, ok. Damit weckst du uns zwar auf, aber was soll's“, fügte ich noch hinzu und kroch wiederum in unseres.

    „!“ - Ich erschrak – „Was zum...! Wo ist denn Max geblieben?“ Ich machte meine Taschenlampe an und leuchtete im Zelt umher. „Was... aber, wie...! Wo ist er und wo zum Henker sind seine ganzen Klamotten?“. Aufgeregt verließ ich das Zelt wieder und suchte einige Meter von unserem Lagerfeuer nach Max, aber es war einfach keine Spur von ihm zu finden, so, als ob er nie hier gewesen wäre.

    Verängstigt ging ich zu Karins Zelt und forderte sie auf, mit mir zu suchen: „Hey, Karin! Max ist verschwunden! Ich habe keine Ahnung wo er ist, er war ja grad eben noch da! Bitte, hilf mir ihn zu finden.“ Nichts. Keine Antwort. Warum? Ich öffnete das Zelt und leuchtete mit der Taschenlampe hinein.

    „Was?“ - ich konnte es nicht fassen – Auch sie war verschwunden! Mir wurde ganz schwindelig und ich schrie los: „Maaaaax! Kaaaariiin! Wo seit ihr, was geht hier vor!“ Ich konnte es nicht glauben: Beide waren verschwunden und all ihre Sachen auch. Auf einmal hörte ich ein seltsames Geräusch aus unserem Zelt dringen. Es hörte sich an wie ein Knacksen. Vorsichtig machte ich mich zurück zu unserem Zelt, vergaß aber vor Aufregung meine Taschenlampe in Karins Unterkunft. Langsam schaute ich hinein: „Max? Karin? Seit ihr das?“

    Im Dunklen sah ich etwas blinken. Aus diesem Blinken wurden plötzlich zwei grüne augenähnliche Lichter, die sich auf und ab bewegten. Starr vor Angst konnte ich mich nicht bewegen, nichts sagen. Und plötzlich kamen sie rasch auf mich zu!

    ...Mir wurde schwarz vor Augen...

    Ich wachte in einer Art Klinik auf. „Wo bin ich und wo sind Karin und Max?“, wunderte ich mich und schaute mich um. Neben mir lag mein Teddy. Ich hörte eine Stimme: „... Tot. Beide. Man fand sie in ihren Zelten im Wald; die Schädel wurden mit einer Axt eingeschlagen, die man nicht weit von dem Tatort fand. Ja, der Junge hieß Max und das Mädchen Karin. Der Todeszeitpunkt? Etwa 0:50 Uhr.“

    Ich hörte mir alles mit an. Ich... ich konnte es nicht fassen. Tot? Meine beiden besten Freunde tot? Wer hat es getan? Und warum? - Halt, was sagte er? 0:50? Aber, ich kann mich noch gut daran erinnern, dass Karin mich weckte, weil sie eine Art Knurren gehört hatte. War... das etwa alles nur ein Traum? Und warum bin ich hier?

    Ich hörte der Person, die wohl per Handy telefonierte, weiter zu: „... Ja er. Ich muss leiser sein, sonst könnte er mich hören... Ja, genau, Fingerabdrücke... ja, ok ...“ Ich konnte mir nicht helfen, aber er meinte mich. Er sah mich die ganze Zeit über an und verzog sein Gesicht dabei. Ich... hab sie ermordet? Mit welcher Axt? Warum? Das ergibt doch keinen Sinn..... Ich schaute schweigend meinen Teddy an. Er schien mich anzusehen. Als ob er mir genau in die Augen schauen würde...

    Er fing an sich zu bewegen, er zeigte plötzlich mit einem Arm auf mich und flüsterte: „Ich wollte es... Du bist mein, niemand soll dich bekommen. Ich gehörte einst Tom Wigard, der vor euch in eurem Haus mit seiner Familie wohnte. Er hatte keine Freunde und kaufte sich einen Teddy. Mich. Aber es machte ihn nicht glücklich, er wurde verrückt... und starb. Weißt du, ich bin dieser Tom, ich wollte meine Seele nicht gehen lassen, nahm deshalb diesen Teddy als neuen Körper und schwor mir, einen echten Freund zu finden. .... Dich! So, und nun bist du wieder ganz und gar mein... Kevin...“ Ich musste kichern, wusste ich doch nicht, ob ich nun auch noch den Verstand verloren hatte oder nicht... Und nun, fing ich an zu lachen... Ganz laut, ganz stark. Sie waren tot und ich war Schuld... Aber ich hatte meinen Teddy...

    Seit dem Einschlafen im Zelt, war alles wohl nur in meinen Gedanken passiert, während ich sie erschlug.... Mein Teddy wollte wohl nicht, dass ich es mir mit ansehen muss...

    Und dies ist nun meine Geschichte. Ich liege nun noch immer in meinem Zimmer, in meinem kuschelig-weichen Zimmer. Gefesselt durch diese dumme Weste... Ich lache... Aber es gibt keinen Grund zu lachen, oder? Meine Freunde sind tot, die Leute glauben meine Geschichte nicht und was noch schlimmer ist: Mein Teddy ist weg. Sie haben ihn mir weggenommen, ich weiß nicht wo er ist.... Aber, vielleicht weißt du es?

    …Vielleicht kannst du ihn ja flüstern hören...

Kommentare (1)

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Alija (67562)
vor 642 Tagen
gruselig...