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One Piece Of Us - Teil 2

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1 Kapitel - 1.818 Wörter - Erstellt von: NoStar5 - Aktualisiert am: 2015-11-23 - Entwickelt am: - 934 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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    Kapitel 2

    Lees Sicht
    Die Sonnenstrahlen blendeten mich. Ich kniff die Augen zusammen und versuchte im gleißenden Licht irgendetwas zu erkennen. Wahrscheinlich war es schon längst Mittag und Yumi würde einen ihrer scheußlichen Anfälle bekommen, wenn sie mich nicht bald zu Gesicht bekam. Immer wenn sie mich mal zwölf Stunden nicht gesehen hatte, fing sie an zu weinen und glaubte, dass ich tot wäre. Bestimmt war das auch der einzige Grund gewesen, warum mich meine Eltern nicht sofort nach Yumis Geburt auf die Straße gesetzt hatten. Sie mochten es ganz und gar nicht, dass meine kleine Schwester den ganzen Tag bei mir war, doch immer wenn sie versucht hatten, uns zu trennen, war Yu immer sofort in Tränen ausgebrochen und hatte nicht damit aufgehört, bis sie endlich ihren Willen bekommen hatte. Mir war es eigentlich auch nicht recht, dass sie mir immer wieder hinterher lief. Ich liebte sie zwar mehr als alles andere auf dieser Welt, doch meine kleine Schwester war mir bei allem was ich machte ein Klotz am Bein. Manchmal war ich so genervt, dass ich es nicht mehr aushielt und sie einfach stehen ließ. Und mich in einer Seitengasse versteckte, um sie irgendwann wieder im Dorf aufzusammeln und ihr zum Trost ein Eis zu kaufen. Yumi war eine wirkliche Nervensäge, doch ich würde niemals zulassen, dass ihr etwas zustoßen würde.
    Meine Augen hatten sich mittlerweile an das helle Sonnenlicht gewöhnt. Ich hatte meine Arme noch immer hinter dem Kopf verschränkt und lag auf der Wiese. Langsam stand ich auf. Mein ganzer Körper schmerzte, als ich versuchte, mich zu strecken. Ich gähnte herzhaft und schlenderte noch immer mit dem langen Grashalm im Mund durchs Dorf. Es dauerte nicht lange, bis ich die Marktstrasse erreichte. Ich sah mich um und versuchte einen Stand zu finden, der Orangen verkaufte, was sich als sehr schwierig herausstellte, da bereits die meisten schlossen. Plötzlich spürte ich, dass mir etwas auf den Rücken sprang. Vor Überraschung verlor ich das Gleichgewicht und knallte auf das harte Kopfsteinpflaster.
    „Lilu, Lilu, lass uns spielen!“ Yumi saß auf meinem Rücken und umarmte meinen Hals, wobei sie mich fast erwürgte. „Yu, was machst du hier? Wo sind Mama und Papa?“ sie richtete sich auf und verkündete stolz: „Die sind zu Hause und denken ich schlafe noch“ Verärgert sah ich sie an „Dann geh jetzt von mir runter, ich hab keine Lust, mit dir zu spielen! Ich muss Orangen kaufen, dabei störst du nur!“ Yumi verstärkte ihr Gewicht auf meinen Rücken. Grinsend zog sie etwas aus ihrer prall gefüllten Tasche. Es waren Orangen. „Meinst du die hier?“ sie hielt mir eine vors Gesicht. „Wo hast du die her?“ fragte ich verblüfft. Ihr Grinsen wurde noch breiter. „ich gebe sie dir, wenn du uns jetzt ein Eis kaufen gehst, einverstanden?“ Ich glotzte sie verdattert an. Sonst verhandelte meine kleine Schwester nie. „Aber Yu, wie soll ich das bezahlen, ich hab kein Geld.“ Sie schob beleidigt ihre Unterlippe nach vorne „Doch, natürlich hast du was dabei. Gestern hat dir der Verkäufer noch Rückgeld gegeben. Und weil Papa gestern so geschimpft hat, hattest du keine Zeit, es ihm zurück zu geben. Außerdem hatten, als du rausgegangen bist, schon alle Geschäfte geschlossen, also kannst du es noch nicht ausgegeben haben. Stimmt’s?“ Ich blieb reglos liegen. Seit wann war Yumi so schlau? Kein normales dreijähriges Kind hätte so gut kombinieren können. Ok, ich war anscheinend auch nicht gerade normal. Alle anderen Kinder in meinem Alter fingen sofort an zu weinen, wenn sie mal hinfielen, oder sie rannten sofort zu ihren Müttern, wenn jemand sie beleidigt hatte. Ich war zwar nur ein Jahr älter als Yu, doch sie war mir in manchen Dingen um Jahre voraus. Solange es nichts mit mir zu tun hatte, konnte sie ihr Temperament ohne große Mühe in Zaum halten. Ich hingegen war das genaue Gegenteil. Ich steigerte mich viel zu schnell in etwas rein und benutzte jedes Mittel, um an mein Ziel zu kommen.
    Yumi merkte anscheinend, dass sie gewonnen hatte. Sie stand auf und sah mich ungeduldig an. Auch ich stand auf und klopfte mir den Staub von den Kleidern. „Was für eine Sorte willst du denn?“ fragte ich sie genervt. „Hmm... also ich hab irgendwie heute Lust auf... Schokolade!“ „Gut“ sagte ich „willst du kurz mitkommen, oder hier auf mich warten?“ Sie überlegte ein paar Sekunden „Ich warte hier!“ sagte sie dann fröhlich und setzte sich mitten auf die Straße. Ich lächelte und drehte mich um.

    Falkenauges Sicht
    Ich lief durch die Straßen. Diese Insel war nicht anders als all die anderen im East Blue, dennoch hatte sie meine Aufmerksamkeit geweckt. Vor ein paar Tagen hatte ich zum ersten Mal von einem Gerücht gehört, dass besagte, dass ein besonders Blutrünstiger Pirat sich hier niedergelassen hatte. Ich kramte seinen Steckbrief hervor. Ripp-Eye Jackson hatte ein Kopfgeld von über 400 000 000 Berry. Auf seinem Foto hatte er ein hässliches Grinsen aufgesetzt, während er einen Marinesoldaten tötete. Ich verachtete solche Menschen. Ich sah mir das Bild genauer an. Dieses Grinsen erinnerte mich an irgendjemanden, mir fiel einfach nicht ein, wer. In Gedanken versunken ging ich weiter, als plötzlich etwas gegen mein Bein prallte. Ich schaute hinunter und sah, dass ich mit einem kleinen Mädchen zusammengestoßen war. Das Mädchen hatte anscheinend das Gleichgewicht verloren und lag jetzt auf der Straße. Wahrscheinlich würde sie jetzt anfangen zu weinen oder weglaufen. Doch sie tat weder das eine, noch das andere, stattdessen schaute sie zu mir hoch und blickte mir herausfordernd in die Augen. Sie stand auf, stellte sich breitbeinig hin, die Fäuste geballt und bereit zum Angriff. „WAS ZUM HENKER WILLST DU EIGENTLICH VON MIR?“ schrie sie mich an. Für ihre Größe war die Stimme des Mädchens erstaunlich laut. Drohend blickte ich ihr in die blauen Augen. Sie leckte sich über die Lippen und strich sich mit einer Hand eine blonde Haarsträhne aus dem Gesicht. Ich legte den Kopf schief. Sie kam mir unheimlich bekannt vor. Hatte ich sie nicht schon einmal irgendwo gesehen? „Was ist, hat’s dir die Sprache verschlagen?“ versuchte sie mich zu provozieren. Diese Genugtuung würde ich ihr nicht geben. Sie sollte endlich lernen, wo ihr Platz war und was Respekt hieß. Ich würdigte sie keines weiteren Blickes und wollte stolz an ihr vorbei gehen, doch sie versperrte mir den Weg. Wieder sah ich zu der Göre hinab. Sie reiche mir kaum bis zur Hüfte, obwohl sie sich zu ihrer vollen Größe aufgerichtet hatte. Mit leicht geöffnetem Mund schaute sie mich wütend an. Ich setzte meinen Todesblick auf, bei dem sogar die höchsten Marineadmiräle die Flucht ergriffen. Einige Sekunden blieb alles ruhig, dann sah sie mich verwirrt an und fragte: „Was ziehst du denn für eine Schnute?“ sie setzte ein dreckiges Grinsen auf. Es war dasselbe wie das von Jackson. „Hat dir deine Mutter nicht beigebracht, dass man zu Erwachsenen höflich sin sollte?“ sagte ich bestimmt. Ich versuchte zu überspielen, wie überrascht ich war, dass sie bei meinem Todesblick nicht sofort weinend davongerannt war. Das konnte ich ja noch ändern. „Das geht dich einen feuchten Dreck an, was mir meine Eltern beibringen und was nicht!“ fauchte sie mich an. „Du verschwendest meine Zeit“ wieder versuchte ich an dieser Mistgöre vorbeizugehen und wieder versperrte sie mir den Weg. Jetzt reichte es aber endgültig! Normalerweise schlug ich keine kleinen Mädchen, doch bei ihr konnte ich ja eine Ausnahme machen. Ich ballte meine Faust und holte zum Schlag aus. Jemand mit gesundem Menschenverstand wäre sofort in Verteidigungsposition gegangen, oder hätte versucht, mich von hinten anzugreifen. Sie tat nichts von beidem. Die Kleine blieb ungeschützt in ihrer Angriffsposition stehen und wartete. Wir beide verharrten für einige Sekunden lang in unserer Position. Um uns herum war nichts als Stille. Dann ertönte ein Schuss. Mehrere Leute rannten schreiend an uns vorbei. Ich sah, wie das Mädchen mit ihren blauen Augen die Menge nach jemandem absuchte. Je weniger Menschen noch kamen, desto unruhiger wurde sie. Als keiner mehr kam, sah ich, wie sich die Angst in ihrem Gesicht wiederspiegelte. Ich dachte, sie würde jetzt auch wegrennen, doch sie tat das genaue Gegenteil: „YUMI“ schrie sie, drehte sich um und lief in die Richtung, aus der der Schuss gekommen war. Ich rannte ihr hinterher.
    Am Ende der Straße stand ein Mann. Er beugte sich gerade über ein kleines Mädchen, das der Mistgöre verdammt ähnlich sah. Rip-Eye grinste hässlich. „Sag mal, Kleine, was machst du denn noch hier?“ Das Mädchen lächelte ihn an. „Ich hab’ meiner großen Schwester gesagt, dass ich hier auf sie warte, und du?“ unglaublich wie naiv sie war! Sie fing ein Gespräch mit Jackson, dem blutrünstigsten Piraten des East Blues an! Allerdings brauchte ich mir um sie keine Sorgen zu machen, denn aus Berichten, die mir die Marine zugesandt hatte, wusste ich, dass er zwar ein Massenmörder war, doch noch nie einem Kind etwas angetan hatte. „Ach weißt du, Kleine, ich...“ Doch weiter kam er nicht, denn die Mistgöre sprang mit einem lauten Schrei auf seinen Rücken. Rip-Eye versuchte, sie zu packen, doch sie biss ihm heftig ins Ohr. Ein Schmerzensschrei entfuhr dem Piraten. Mit beiden Händen versuchte sie, seine Pistole zu fassen zu bekommen. Im Gerangel lösten sich mehrere Schüsse. Ich war zu beschäftigt, diesen auszuweichen, sodass ich nicht auf meine Umgebung achten konnte. Als für mich keine Gefar mehr drohte, sah ich wieder zu den beiden Campenden. Jackson hatte inzwischen den Arm der Göre gepackt. Nun schleuderte er sie mit all seiner Kraft in eine Hauswand. Brutal klatschte das Mädchen gegen die Fassade, fiel auf den Boden und rührte sich nicht mehr. Ich sah mich um. Überall waren Einschusslöcher zu erkennen. Plötzlich stieg mir ein furchterregender Geruch in die Nase. Mir sträubten sich die Nackenhaare. Diesen Geruch würde ich nie mehr in meinem Leben vergessen. Es roch penetrant nach Orangen... und Blut.


    Nochmal Danke fürs Lesen:-3
    Würde mich sehr über ein Kommentar freuen ;-)

Kommentare (12)

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Bahar (97529)
vor 255 Tagen
Ich finde du soltes weiter schreiben
keine Ahnung (68397)
vor 470 Tagen
An alle Leute und Planeten und so hier könnt ihr mal meine Geschichte lesen? Das wäre so nett von euch
Trafalgar D. Water Alice (24135)
vor 502 Tagen
Die beste Story die ich bis jezt gelesen habe. Bitte mach schnell weiter !
charly (64820)
vor 514 Tagen
Ich finde die Story richtig cool ! Schreib bitte weiter
;)
RiaReh (70513)
vor 533 Tagen
Ich liebe diese Story :)
Diese ist mal komplett anders geschrieben wie die anderen die sonst hier hochgeladen werden :)
Ich finde deinen schreibstil so verträumt wirklich toll. Mach weiter so
Lady _Light (61466)
vor 540 Tagen
Ich finde deine Geschichte ist toll und der Teil ist voll lustig schreib bitte weiter >.
NoStar5 (23327)
vor 591 Tagen
@misaki D. mira
Lee sollte eigentlich ein Mädchen sein 😅 Ich versuche das in nächster Zeit etwas mehr zu betonen. Danke für den Tipp 👍🏻
misaki D. mira (25487)
vor 591 Tagen
un erhlich zu sein ka ob es ein jubge oder mädchen ist😂👌
Selina66 (69437)
vor 600 Tagen
Echt hübsch, bitte schreib weiter
lilu (72965)
vor 607 Tagen
Cool echt du musst unbedingt weiter schreiben bitte
Wolf der Elemente (49516)
vor 613 Tagen
Ich finde deine Geschichte sehr schön:)
Michelle (47937)
vor 613 Tagen
Nicht übel

Mach weiter