Eiserne Liebe||Draco Malfoy Fanfiction

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26 Kapitel - 30.729 Wörter - Erstellt von: Windspielklang - Aktualisiert am: 2016-08-23 - Entwickelt am: - 19.103 mal aufgerufen - User-Bewertung: 4.64 von 5.0 - 11 Stimmen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Ihr werdet euch viel Zeit nehmen müssen, um diese FF zu lesen, da sie doch schon ziemlich lang sein wird.
Ich empfehle diese FF erst ab 16 Jahren zu lesen, da sie intime Themen behandelt.

    1

    Steckbrief

    Name: Luna Carrington

    Alter: 16 Jahre

    Haus: Gryffindors

    Blut: Reinblut

    Aussehen:

    -blondes, leicht gewelltes Haar, was bis zur Taille reicht.
    -Smaragdgrüne Augen.
    -Porzellanteint&perfekte Haut.
    -1.62m klein.
    -sportliche Figur mit weiblichen Rundungen.
    -trägt gerne Schmuck&Lippenstift.
    -sehr attraktiv anzusehen.

    Charakter:
    -abweisend
    -reizbar
    -freundlich
    -monoton
    -intelligent
    -sehr beliebt
    -selbstbewusst
    -gehässig
    -sportlich...

    -----------------------------------------------

    Kleine Info zur Story:
    Ich habe das Alter zu den jeweiligen Jahrgängen geändert.
    Mit ihren 16 Jahren ist sie somit im 5. Jahrgang.
    werde zudem teilweise sehr detailliert schreiben-
    auch was das Liebesspiel angeht.
    Demnach: Lesen unter eurer Verantwortung.: D♥

    2
    Heute ist der Tag aller Tage..
    Ich werde in Hogwarts 'eingeschult'..
    Es klingt im ersten Moment nach nichts außergewöhnlichem, jedoch bin ich, Luna Carrington, schon 16 Jahre alt und trete erst jetzt der Schule bei. Ich wurde bisher immer zu Hause von Vater unterrichtet, da er dies für effektiver hielt.
    Doch nachdem er von Lord Voldemort rekrutiert wurde hat er sich für mich stark gemacht und viel mit Dumbledore gesprochen, sodass ich nun in den 5ten Jahrgang rein wechseln kann.
    Einerseits freue ich mich wirklich sehr, da ich nun mit meinem jahrelangen besten Freund Harry Potter auf einer Schule bin.
    Andererseits habe ich etwas Angst vor der Reaktion der anderen, schließlich gab es so was noch nie..
    „Luna, Schatz. Bist du fertig?“
    Vater reißt mich aus meinen besorgten Gedanken, schaut mich befangen an und wartet auf meine Antwort. Ich schüttle meinen Kopf und nicke anschließend.
    „Ja. Ja ich hab alles. Denke ich...Also.. Ich weiß nicht was ich da alles brauche, daher bin ich mir nun doch nicht ganz sicher..“
    Ich seufze laut und schaue betrübt auf den Boden bis mein Vater anfängt zu lachen.
    Verwirrt schaue ich ihn an:
    “Wa-Was hast du denn jetzt?“
    Er lacht immer mehr und versucht sich zu fangen.
    „Ach Luna, du machst dich so verrückt. So bist du doch sonst nicht. Was ist mit der monotonen und genervten Luna geworden?“
    „Vater! Das..Ich..Argh!“
    Er lacht nun noch lauter, nimmt meinen Koffer hoch und trägt ihn lachend raus.
    „Das war nicht annähernd lustig..“,
    murmle ich leise in mich hinein und folge ihm.


    Als wir am Gleis ankommen schaut er mich fürsorglich an und streicht mir eine Strähne aus dem Gesicht hinters Ohr.
    „Deine Mutter wäre so stolz auf dich meine Kleine Luna.. Denk bitte dran.. Niemand darf erfahren wer ich wirklich bin und was ich mache.. Versprich mir das du auf dich aufpasst meine Kleine..“
    Ich sehe ihn an und erkenne wie seine Augen langsam glasig werden und sich mit Tränen füllen.
    „Papa..“
    Fest umarme ich ihn und will ihn nie wieder loslassen. Was ist, wenn ich ihn auch verliere?
    Was ist, wenn ich ihn nie wieder sehe?
    Was ist, wenn dies unsere letzte Umarmung sein wird? Schnell schüttle ich die Gedanken bei Seite und lächle ihn so gut ich kann an.
    „Ich passe auf mich auf, wenn du auch auf dich aufpasst. Versprochen.“
    Ein kurzes Nicken von ihm und schon stupst er mich in Richtung Hogwarts Express.
    Erst jetzt bemerke ich wie viele Menschen hier doch sind.
    Am Ende des Zuges erkennt man eine kleine Mädchengruppe die den Jungs hinterher schmachten. Auf der anderen Seite eine Gruppe voller Nerds.
    Alle tragen ihre Schuluniform, eine Hornbrille und eine Tasche voller Bücher.
    Plötzlich erkenne ich eine mir nur zu gut bekannte Person.
    Ich laufe auf sie zu und halte ihr die Augen zu.
    „Wer bin ich?“, kicher ich und Harry dreht sich um. „Luna! Ich habe schon auf dich gewartet! Was hast du so lange gemacht?“
    „Du kennst doch Vater.. Er kann sich nicht schnell verabschieden.“
    Er schmunzelt mich an und zieht mich daraufhin in den Express.
    „Du sitzt bei uns mit im Abteil, okay? Gut.“
    Ich muss kichern.
    Er hat mir so gefehlt.
    Seine Art hat mir gefehlt.
    Im Abteil angekommen, sitzt ein Mädchen mit braunen Haaren und ein Junge mit rötlichen Haaren.
    Beide schauen auf, als Harry die Tür öffnet.
    „Da bist du ja! Weißt du wie lange wir gewartet haben?“ Das Mädchen scheint sich wirklich um Harry gesorgt zu haben, während der Rotschopf mich nur anschaut und nichts sagt.
    Was glotzt der denn so?
    Noch nie ein hübsches Mädchen gesehen oder was? Ich schaue ihn genervt an, in der Hoffnung er würde wegschauen, doch falsch gedacht.
    Nun schaut er nur noch intensiver auf mich ein.
    Ich bin Blicke gewohnt, jedoch ist der Kerl definitiv komisch.
    Ich spüre einen leichten Stoß in meiner Taille und wende mich von dem Blick des Jungen ab.
    „Hm?“
    Harry lacht.
    „Hast du geträumt? Ich sagte eben, dass dies Hermine und Ron sind. Ist alles in Ordnung Luna..?“
    „Achso. Oh. Ja klar, alles in Ordnung.“
    Lächelnd strecke ich meine Hand in Richtung Hermine und stelle mich ihr als Luna Carrington vor.
    Sie erwidert mein Lächeln und bietet mir daraufhin den Platz neben ihr an.
    Dankend nehme ich neben ihr Platz, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verlieren Ron zu begrüßen. Er ist mir einfach unsympathisch.
    Endlich saß ich und konnte in meinen Gedanken versinken.

    3
    „Luna. Luna, Wach auf du Schlafmütze!“
    „Hmmm. Lass mich schlafen Papa...“
    „Luna! Wir sind in Hogwarts-AUFSTEHEN!“
    Diese Stimme brüllt vor mir rum und ich versteh es einfach nicht wieso.
    Langsam blinzelte ich mit meinen Augen, um festzustellen, wer mich da aus meinen Träumen reißt. „Harry!“
    „Das bin ich, ja. Auf jetzt. Hermine und Ron sind schon vor gelaufen..“
    Harry reicht mir seine Hand und zieht mich aus dem Sitz:
    „Du hattest einen tiefen Schlaf.. Als hättest du all deinen versäumten Schlaf nachgeholt.“
    Ich zucke nur mit meinen Schultern und lass mich von ihm hochziehen.
    Gemeinsam gehen wir mit unserem Gepäck zu den Kutschen, doch von Ron und Hermine fehlt jede Spur und somit beschließen wir, ohne die zwei zu fahren.
    In der Schule angekommen warte ich mit den Erstklässlern auf Professor McGonagall, um 'eingeschult' zu werden.
    „Wie schön. Wie schön. Und nun hurtig, hurtig, wir wollen doch nicht zu spät kommen!“
    Sie geht mit schnellem Schritt voran und wir laufen ihr nach.
    Nun stehen wir vor der riesigen Tür hinter der nun alle sitzen.
    Harry. Hermine. Und Ron.
    Ich bin schon etwas aufgeregt, jedoch nicht annähernd so stark, wie das Mädchen neben mir.
    Sie scheint sehr schüchtern und ängstlich zu sein, da sie ihre Fingernägel runter kaut als wären sie aus Schokolade.
    Sie ist blass im Gesicht-wahrscheinlich, weil ihr so übel ist.
    Ich lächle sie an und spreche ihr Mut zu.
    Dankend, aber nicht weniger aufgeregt, schaut sie mich an und nickt.
    Jetzt öffnet sich die Tür.
    Ich zuppel meine Skinny Jeans und mein Crop-Top zurecht und hebe meinen Kopf, als wäre ich eine Königin.
    Mit einem leicht grazilen Gang schreite ich hinter den Erstklässlern her und es dauert nicht lange, bis die ersten Tuscheleien anfangen.
    „Wo stecken wir dich hin..?"
    „Wo stecken wir dich hin..?“
    Immer wieder höre ich den Hut diese Frage stellen und langsam war ich genervt.
    In welches Haus er mich wohl stecken will.
    Welche Eigenschaften er wohl in mir entdeckt..
    „LUNA CARRINGTON!“
    Mein Name reißt mich aus meinen Gedanken und ich schaue sofort auf.
    „Bitte!“
    Dumbledore zeigt auf den Stuhl und bittet mich Platz zu nehmen.
    „Vorab würde ich gerne was sagen..
    Wie euch allen wohl aufgefallen ist, ist Mrs. Carrington weitaus älter als die üblichen Erstklässler.
    Grund dafür ist, dass sie nun ja, keine Erstklässlerin ist, sondern in den 5ten Jahrgang geschoben wird.
    Wieso genau, dass lasst unsere Sorgen sein..
    Nun.. Lasst uns beginnen!“
    Er setzt mir den Hut auf und schon beginnt die Stimme zu ertönen:
    „Wo stecken wir dich hin..?"
    „Du bist abweisend, oberflächlich, mutig und ehrgeizig. Wie wäre es mit Slytherins?
    Ebenfalls bist du intelligent, freundlich und hast du jemanden erstmal in dein Herz geschlossen, so lässt du ihn auch nie wieder los..Hmm..“
    Die kurze Denkpause des Hutes kommt mir vor wie eine Unendlichkeit bis ich ihn laut sagen höre: „Gryffindors! Es ist entschieden!“
    Alle Schüler aus Gryffindor stehen auf und klatschen mir zu.
    Es war klar, dass sie klatschen.
    Schließlich bin ich eine Bereicherung für sie alle.
    Ich lache gehässig in mich hinein und schreite an den freien Platz neben Harry.
    Dieser Umarmt mich mit einem Mal fest und drückt mir einen kurzen Wangenkuss auf.
    „Glückwunsch Luna!"
    Da ich die Letzte war, erscheint sofort das Abendessen und alle beginnen laut zu sprechen, diskutieren oder zu lachen.
    „Ich..Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass du...abweisend und oberflächlich sein sollst..Du siehst so nett aus..!“, ertönt es schräg gegenüber von mir.
    Ich schaue auf einen pummeligen Jungen, dessen Haare schwarz, bzw braun sind, lege einen arroganten Blick auf und antworte genervt:
    „Und dich hat wer gefragt..?“
    Es scheint gesessen zu haben, da er nun wieder auf seinen Teller blickt und mucksmäuschenstill isst.
    Ich erhasche einen bösen Blick von Ron und grinse ihn an.
    „Ich bin müde. Ich werde mir dann mal die Vertrauensschülerin krallen und mir mein Zimmer zeigen lassen. Wir sehen uns morgen. Bye!“
    Mit einem lässigen Handwinken verabschiede ich mich für erste.
    Auf dem Weg durch die Reihen bekomme ich viele Blicke zugeworfen.
    Charmante und baffe Blicke der Jungs und neidische, sowie fiese Blicke der Mädchen.
    Auf einmal höre ich einen lauten Pfiff.
    Ich schaue neugierig in die Richtung und sehe in das Gesicht eines Jungen.
    Er ist dunkelhäutig, hat dunkle Augen und einen schönen Vollmund.
    Er gefällt mir auf Anhieb-rein Äußerlich.
    „Was gibt’s, Brauner?“, lächle ich verführerisch.
    „Ich glaube dein Schuh ist offen, Süße. An deiner Stelle würde ich mich mal bücken und nach schauen. Wir wollen doch nicht, dass du hin fällst.“
    Er zwinkert cool rüber und mir war klar, dass mein Schuh nicht offen ist, sondern, dass er meinen Knackpo betrachten will.
    Was solls.
    So langsam wie möglich bücke ich mich nach vorne und komm mit Schwung wieder hoch, so dass meine lange Mähne durch die Luft fliegt und sich dann leicht zerzaust auf meinen Schultern ablegt.
    Mit einem neckischem Grinsen dreh ich mich um und verlasse nun wirklich den Ess-Saal.
    Hinter mir höre ich, wie die einen sich gegenseitig abklatschen, die anderen lauthals darüber diskutieren, dass so eine Aktion von mir ja nicht mein ernst sein kann.
    „Doch. Kann es.:“, füge ich im Stillen hinzu und grinse weiter vor mich hin.

    4
    Mein Wecker klingelt mich um 03:00 Uhr aus dem Bett und reißt mich somit aus meinem Tiefschlaf.
    Am anderen Ende des Zimmers höre ich wie Hermine laut in ihr Kissen seufzt.
    „Oooh Luna! Mach diesen schrecklichen Wecker aus! Wie spät ist es überhaupt?“
    „Drei Uhr morgens..“, antworte ich ihr verschlafen, woraufhin ich ein Kissen ins Gesicht geschmettert bekomme.
    „Bist du verrückt! Wir haben erst um 04:30 Uhr Astronomie! Wieso zur Hölle stellst du deinen Wecker so früh?“
    „Ich will noch duschen.. Und das braucht seine Zeit, Hermine.“
    Müde und etwas zerknautscht aussehend schlurfe ich aus dem Bett und schnappe mir einen neuen BH, einen String und meinen Bademantel.
    „Gehst du nicht duschen..?“
    Verwundert betrachte ich ihre Bettdecke die sie über ihren Kopf gezogen hat, als sie mit einem genervten Nein antwortet.
    Schulterzuckend öffne ich die Tür und begebe mich zu den Bädern.
    „I pick all my skirts, to be a little too sexy.
    Just like all of my thoughts, they always get a bit naughty...“
    Laut singe ich in der Dusche eines meiner Lieblingslieder und shampooniere meine Haare dabei ein.
    Anschließend trage ich eine Haarkur auf, reibe mein Duschgel über meinen Körper und spüle es ab.
    „When I'm out with my girls, I always play a little bit bitchy.
    Can't change the way, I am sexy naughty bitchy me.“ Abtrocknen, Bodylotion auftragen und dann BH, sowie String anziehen.
    Zu guter Letzt wickle ich mich in meinen flauschig-warmen Bademantel ein und laufe zurück Richtung Zimmer.
    Auf dem Weg sehe ich vereinzelt müde Schüler, die aus Bädern rauskommen oder reinwollen.
    Einige Gesichter sind mir schon bekannt-andere eher nicht.
    „Hallo. Hallo. Hallo. Wen haben wir denn da? Die heiße Süße von gestern nehme ich an.“
    Ein schelmisches Grinsen blitzt mich an und ich schaue in das Gesicht des dunkelhäutigen Schülers am Vorabend.
    „Brauner..“
    Weniger erfreut, eher genervt schaue ich ihn an und warte darauf, dass er abhaut.
    Doch er macht keinerlei Anstalten zum fort gehen.
    „Was machst du hier? So alleine?“
    Er kommt näher an mich ran.
    Im ersten Augenblick denke ich an zurückweichen, im zweiten denke ich gar nicht mehr dran.
    Das würde Schwäche zeigen.
    „Ich war duschen. Was man von dir nicht behaupten kann..“, entgegne ich ihm monoton und drehe mich um zum Gehen, doch er hält mich fest.
    „Schlagfertig und frech. Das gefällt mir sehr.“
    Kaum den Satz ausgesprochen, schon stand ich mit dem Rücken an der Wand und er lehnte vor mir.
    „Und du bist nervig und raubst mir wertvolle Zeit. Das gefällt mir gar nicht.“
    „Süße. Mit jedem Satz aus deinem wunderschönen Mund werde ich nur schärfer auf dich.“
    „Und mit jedem Satz aus deinem Mund komm ich dem kotzen immer näher.“
    Sein Gesicht kommt meinem immer näher und ich wage es nicht meines wegzudrehen.
    Vater hat mir immer beigebracht, man müsse sich seinem Gegner mit offenen Augen stellen.
    Egal wer der Gegner war und egal in welcher Situation man war.
    Somit schaute ich ihm direkt in die Augen, lächelte ihn falsch an und streckte meine Hand aus:
    „Luna. Luna Carrington. Und mit wem habe ich das Vergnügen?“
    Er schaute mich verwundert an.
    „Blaise. Blaise Zabini meine Lady.“
    Blaise will mir grade einen Handkuss geben, schon klatscht meine Hand gegen seine Wange.
    “Wenn du mich noch einmal so lange nervst steckst du in Schwierigkeiten. In großen Schwierigkeiten!“
    Das hat gesessen.
    Zufrieden drehe ich mich nach links um und gehe meinen Weg zum Zimmer in dem Hermine schon wartet.
    „Brauchst du immer so lange? Das kann ja was werden, wenn du immer so lange brauchst!“
    „Beruhige dich erst mal! Ich wurde aufgehalten. Von diesem Blaise oder so.“
    Ihre Augen öffneten sich bei dem Namen.
    „Blaise Zabini? Was will der denn schon so früh von dir? Hat er dir was getan? Bleib von dem Typen fern! Er ist die reinste Seuche!“
    Kichernd ziehe ich mich an und lasse Hermine kommentarlos stehen.
    Ich kann gut auf mich selbst aufpassen.
    Sie brauch mir nicht sagen, von wem ich mich fernhalten solle und von wem nicht..

    Inzwischen ist es 04.20 Uhr.
    Hermine und ich sind auf dem Weg zum Astronomieturm, wo wir unsere erste Stunde Astronomie mit Mrs. Sinistra haben.
    „Ich versteh nicht, wieso sie uns da so früh hoch scheuchen muss. Um diese Uhrzeit ist doch kein Schüler ansprechbar..“, seufze ich Hermine voll.
    „Aber später würdest du die Sterne nicht so schön sehen. Und es ist nur einmal in der Woche, Luna.“ Streberin.
    Sie muss überall was nützliches sehen.
    Ich kann Hermine gut leiden, aber schon heute in der ersten Schulstunde fällt mir auf, dass sie alles akkurat braucht.
    Ich bin so froh, dass heute Freitag ist und wir morgen keinen Unterricht haben.
    Ich muss unbedingt die Schule und die Gegend hier erkunden.
    „Mrs. Carrington, Weilen Sie unter uns oder schlafen Sie noch?“, ertönt eine weibliche-mir fremde Stimme und reißt mich aus meinen Gedanken.
    „Würde ich schlafen, würde ich kaum hier vor Ihnen sitzen Miss.“
    Gelangweilt schaue ich in das Gesicht einer dunkelhäutigen Frau - Professor Sinistra.
    Nach diesem Satz begann sie ihren Unterricht und ich könnte schwören, dass sie mich auf dem Kieker hat.

    5
    ~Zeitsprung November~
    „Süße, kommst du mit zum See?“
    Zabini läuft neben mir und schaut mich mit einem Dackelblick an.
    Nach etlichen Versuchen seinerseits sich mit mir zu treffen habe ich es vor einem Monat eingewilligt und musste feststellen, dass er wirklich kein schlechter Kerl ist.
    Blaise versteht mich in vielen Dingen besser als Hermine oder Harry und kommt auch um einiges besser mit meiner Art klar.
    Mir war in dem Fall bewusst, dass wir gute Freunde werden.
    Und nun?
    Nun ist er mein bester Freund, soweit ich das so nennen darf.
    Schließlich habe ich ihn nicht in mein Herz geschlossen..
    Er ist toll, aber nicht so toll, dass ich ihm alles sagen würde oder ihm auch nur annähernd zeige wie schwach ich an manchen Tagen bin.
    Aber es ist toll so einen besten – nicht-besten- Freund zu haben.
    „Ja klar. Wer kommt denn noch mit?“
    „Parkinson, Crabbe, Goyle und Malfoy..Und ich natürlich!“
    „Okay. Ich komme nach Kräuterkunde runter zum See. Bis später!“
    Ich winke ihm zum Abschied und laufe los zum Unterricht.
    Malfoy.
    Dieser Name kommt mir so bekannt vor..
    Den Jungen habe ich auch noch nie gesehen.
    Blaise meint, das kann nicht möglich sein,
    da Malfoy
    - oder auch Draco -
    eigentlich immer mit ihm zusammen sei.
    Wie er wohl aussieht..?
    Hoffentlich gut.
    Wenn er nur annähernd so gut aussieht wie Zabini.. „Luna? Luna! Wo bist du mit deinen Gedanken schon wieder? Konzentrier dich auf Kräuterkunde!“
    Hermines Stimme schallt in meinem Kopf in meine Gedanken hinein.
    Ich antworte ihr mit einem genervten Blick und verfolge ab da den Unterricht weiter..
    So weit ich nun mal kann.
    Endlich beendet Professor Sprout die Stunde und ich kann mich gemütlich zu meinem Zimmer begeben, meine Tasche für den See packen und losgehen.
    Auf dem Weg zum See mache ich mir noch einige Gedanken über diesen Malfoy.
    Dass ich ihn nie gesehen habe..
    Komisch..
    Schon werde ich von hinten gepackt und durch die Luft geschwungen.
    „BLAAAAISE. LASS MICH RUNTER!“
    Sicher am Boden schaue ich ihn mit einem finsteren Blick an, doch dieser lacht nur und geht an mir vorbei. „Komm. Die anderen warten schon.“
    Langsam laufe ich hinter ihm her und erkenne von weitem 4 Personen.
    Ein Mädchen, was je näher ich ihr komme immer hässlicher wird.
    Ebenso die zwei Jungs am Ende der Decke.
    Doch dann fällt mir er in den Blick.
    Wasserstoffblondes Haar.
    Schlank.
    Markante Gesichtszüge.
    Das muss dieser Malfoy sein und ich bin mehr als erstaunt.
    Dass ich diesen hübschen Kerl nicht eher gesehen habe ist eine wahre Schande denk ich mir und lächle dabei.
    „Parkinson-Luna. Luna-Parkinson.
    Crabbe und Goyle-Luna. Luna-Crabbe und Goyle. Malfoy-Luna. Luna-Malfoy.
    Und nun kennst du auch den mysteriösen Draco Malfoy.“
    Zabini redet noch weiter, doch ich betrachte weiterhin Malfoy.
    Für sein Alter hat er erstaunliche Gesichtszüge und diese Figur..
    Ob er darunter ein Sixpack hat?
    Ich würde es gerne herausfinden.
    Malfoy scheint mein Betrachten zu merken, da er mich nun auch anschaut.
    Unsere Blicke treffen sich und ich erhasche einen kurzen Schein seiner wunderschönen grauen Augen, ehe er seinen Blick abwendet.
    „Carrington? He! Bist du noch da? Hallo-ho. Jemand zu Hause!“
    Blaise winkt mit seiner Hand vor meinem Gesicht- solange, bis ich mich wieder fasse und ihn hin und hergerissen anlächle.
    „Entschuldige. Ich..habe geträumt. Was hast du denn gesagt?“
    „Ob dir nicht kalt ist, in deinem Top?“
    Es war kein Top.
    Strenggenommen ist es ein Crop-Top.
    Ein 3/4- kurzgeschnittenes, schwarzes, mit Blümchen versehenes, Oberteil.
    Aber jetzt wo er mich darauf anspricht, wird mir erst bewusst, dass ich eine ziemliche Gänsehaut habe und mir sehr wohl kalt ist.
    „Etwas..“, antworte ich ihm monoton und schon liegt seine Jacke auf meinen Schultern.
    „Nicht, dass meine Eiskönigin noch erfriert.“ „Eiskönigin? So hast du noch nie einer deiner Eroberungen genannt, Zabini..“
    Malfoy meldet sich erstaunlicherweise auch mal zu Wort.
    Aber habe ich da richtig gehört?
    Eroberung?
    Denkt er etwa Blaise und ich...wären...
    Bei dem Gedanken schüttelt es mich.
    „Luna ist abweisend, monoton, gleichgültig, oberflächlich, kalt und fies.
    Natürlich auch nett, süß und hoch erotisch, aber zu den meisten eher die ersten Punkte..
    Daher ist sie meine Eiskönigin!
    Ihr ähnelt euch gar nicht mal so wenig.“
    Ich pruste auf, als ich diesen Vergleich höre, ebenso wie Malfoy.
    „Als ob wir uns ähneln würden!“, schallt es aus beiden Mündern.
    Wir müssen beide tierisch lachen und brauchen eine Weile, bis wir uns beruhigt haben.
    „Das Blaise, war der Witz des Tages..! Ich wünsche euch noch viel Spaß bei euren Vergleichen..“
    Ungewollt, kommt der letzte Teil des Satzes falsch an und erneutes Gelächter bricht aus.
    Bevor ich mit dem Lachen angesteckt werde laufe ich los in Richtung Schloss.
    Im Schloss suche ich den Gemeinschaftsraum auf, um zu sehen, ob Hermine noch wach ist.
    „Wo warst du denn noch so lange Luna?“
    Sie war noch wach..
    „Am See.“
    „Mit Blaise?“
    „Ja. Wieso fragst du?“
    „Ich hab dir doch gesagt, du sollst lieber weg bleiben. Der Typ hat Dreck am Stecken!“
    „Hermine.. Er ist seit geraumer Zeit einer meiner wenigen Freunde. Akzeptiere das bitte einfach. Außerdem weiß ich gar nicht was du hast..
    Blaise ist voll in Ordnung..“
    Sie will es nicht akzeptieren..
    Und sie wird es nicht akzeptieren..
    Hermine quasselt als weiter, doch ich höre ihr schon lange nicht mehr zu.
    Abwesend und Richtung Tür gehen verabschiede ich mich von ihr und wünsche ihr schon mal eine Gute Nacht.
    Im Zimmer angekommen schmeiß ich mich ins Bett und schlafe sofort ein.
    In dieser Nacht träume ich von funkelnden Sturmgrauen Augen..

    6
    „Ruhe bitte. Ich bitte Sie um Ruhe.“
    McGonagalls Stimme ertönt während wir frühstücken. „Wie Sie vielleicht schon wissen, findet am 18. Dezember der Weihnachtsball für alle Jahrgänge ab Stufe 5 statt. Ich bitte Sie an diesem Tag wie auch sonst Manieren und angebrachtes Benehmen zu zeigen. Um am Weihnachtsball teilnehmen zu können müssen Sie - wie bereits gesagt – 5ter Jahrgang oder höher sein und einen Ballpartner haben. Sollten Sie eine dieser Bedingungen nicht erfüllen, so müssen Sie leider auf dem Zimmer bleiben. Und nun wünsche ich einen guten Start in den Samstag!“
    Ihre Stimme verklingt und schon beginnt überall das Getuschel.
    „Was glaubst du- fragt er mich?“
    „Ich hab nichts zum anziehen!“
    „Mich wird niemand fragen..“
    Ü-ber-all-auch bei uns.
    „Und Luna, wirst du hingehen?“
    „Ich würde schon gerne hingehen, Harry, aber mal schauen, ob mich jemand fragt..“
    „Spinnst du! Natürlich wirst du gefragt! Du wirst wahrscheinlich so viele Anfragen bekommen, dass du dich nicht entscheiden kannst!“
    „Ja mal sehen, Hermine. Ich bin wählerisch. Sehr wählerisch. Und..Wen wirst du fragen Harry?“ „Nunja..Ich..Ich weiß es noch nicht so richtig..“
    Harry wird urplötzlich rot und richtet seinen Blick auf seinen Teller.
    Er scheint jemanden zu mögen.. sehr zu mögen und ich weiß nicht wer sie ist!
    Egal.
    Wichtigeres Thema: Kleid.
    Ich hab kein Kleid eingepackt und brauch dringend eins! Ich muss wunderschön aussehen.
    Also noch schöner als so schon.
    Umwerfend!
    Atemberaubend!
    Unglaublich!
    Aber alleine?
    Außer Hermine habe ich hier keine Freundinnen.. „Hermine? Wie wäre es.. Wollen wir gleich in die Stadt und nach einem Kleid suchen? Ich bräuchte eins und du sicherlich auch..“
    „Ja.Ja! Unbedingt! Los. Los! Bevor die schönsten Kleider weg sind!“
    Ich lächle noch einmal hilflos zu Harry rüber ehe Hermine mich mit sich zieht.


    In der Stadt angekommen, laufen wir von einem Geschäft ins nächste, solange, bis wir DAS Kleid für Hermine finden.
    Das Kleid hängt im Schaufenster.
    Die Farbe ist nicht zu hundert Prozent zu beschreiben. Es ist vielmehr eine Mischung aus lila und altrosa.
    Das Kleid hat einen leichten V-Ausschnitt und nach unten hin besteht es aus mehreren Lagen Stoff in Abstufung.
    An den Trägern hat es einen kleinen transparenten Stoff.
    Das Kleid sieht wirklich wunderschön aus und als Hermine es trägt übertrifft es meine Erwartungen.
    Sie sieht darin so unglaublich gut aus, wie eine kleine schüchterne Streber-Prinzessin.
    „Du siehst toll aus Hermine! Das Kleid musst du kaufen. Unbedingt!“
    „Wirklich? Meinst du.. Es steht mir wirklich?“ „Hundertprozentig!“
    Freudestrahlend tänzelt sie zurück in die Kabine um sich umzuziehen und kommt ebenso strahlend mit dem Kleid in der Hand wieder raus.
    „Und nun suchen wir dir eins aus. Hier wird ja wohl eins dabei sein!“
    „Ach ich weiß nicht. Ich hab keins gesehen was mir zusagt..“
    „Geh in die Kabine-Ich hol dir welche!“
    „Hermine..“
    „Geh!“
    Widerwillig tapse ich in die Kabine und zieh mich bis auf meine Unterwäsche aus.
    Wie lange brauch sie denn bitte um ein Kleid zu suchen?
    Wir sind in einem Geschäft für Abendgarderobe! Plötzlich huscht eine Hand durch den Vorhang und hält mir ein Kleid hin.
    „Hier. Das ist wunderschön. Es ist mir sofort ins Auge gefallen. Das Kleid hat förmlich nach die geschrien Luna!“
    Sie hat recht.
    Das Kleid ist wirklich schön.
    Ich ziehe es an und betrachte mich anschließend im Spiegel.
    Es ist kurz, aber nicht zu kurz-in etwa geht es bis zur Mitte meiner Oberschenkel.
    Das Kleid ist trägerlos und ist bis zur Taille mit silbernen Schmucksteinchen besetzt.
    Ab der Taille nach unten wird das Kleid durch den leichten Tüll breiter, sodass man sich nicht zu doll drehen darf, sonst würde es hochfliegen.
    Der untere Stoff ist eine Mischung aus apricot und rosa. Insgesamt gefällt mir das Kleid unfassbar gut.
    Ich hätte nie gedacht, dass Hermine solch ein guten Geschmack hat.
    „Nun komm schon raus! Ich will es sehen!“
    „JaJa ist ja gut.“, lache ich und schreite aus der Kabine. Hermine staunt nicht schlecht und begutachtet mich von allen Seiten.
    „Ihr passt perfekt zusammen. Du und das Kleid. Wunderschön. Umwerfend. Du siehst toll aus Luna!“ „Dankeschön. Du hast wirklich ein gutes Auge gehabt. Ich denke, ich werde es kaufen..“
    Und schon bin ich wieder in der Umkleide und ziehe mich rasch wieder um.
    An der Kasse bezahle ich schnell und husche raus zu Hermine die vor mir bezahlt hat und schon rausgegangen ist.
    „Und nun?“
    „Also ich brauch noch Schminke passend zum Kleid. Ich hab kein apricot-farbenden Lippenstift..“
    „Dann lass uns noch schnell weiter gehen.“
    Gesagt-Getan.
    Im nächsten und letzten Laden komme ich mit viel zu viel Schminke und Schmuck raus.
    „So viel brauchst du doch gar nicht, Luna!“
    Sie lacht amüsiert.
    „Natürlich. Mein roter, dunkelroter, schwarzer und brauner Lippenstift ist bald leer oder schon längst leer. Mascara braucht man immer. Genauso wie Puder, Nagellack, Rouge und Concealer. Und natürlich den passenden Schmuck zum Kleid.“
    Nun bemerke auch ich, wie viel ich doch gekauft habe und muss mit lachen.


    Zurück im Schloss laufen wir grade durch die Gänge, als Malfoy und seine 'Bodyguards' hinter uns auftauchen.
    „He Jungs, schaut mal was da läuft.. Schlammblut!“
    Von uns bekommt er zunächst keine Reaktion.
    „He Carrington! Ich rede mit dir du Schlammblut!“
    „Hm. Hermine.. Hörst du was? Ich habe das dumpfe Gefühl irgendwas spricht mit uns, doch ich spüre nur heiße Luft.“
    Hermine kichert auf, während ich frech hinter mich schaue und grinse.
    „Sag das noch einmal, Schlammblut!“
    „Huch, Schon wieder diese heiße Luft. Ist ja komisch..“ Wie erwartet will Malfoy mich an der Schulter packen, doch ich weiche aus und drehe mich zu ihm um.
    „Ach du warst das. War ja klar, dass da nur heiße Luft rauskommt.“
    „Was denkst du eigentlich wer du bist, Schlammblut?“ Langsam nervt er mich mit seinem Schlammblut..
    „Ist das, dass einzige was dein Vokabular zu bieten hat? 'Schlammblut'? Das ist traurig. Nun. Dann nehm ich dir das natürlich nicht übel. Aber um dein Wortschatz aufzubessern.. Nenn uns doch einfach Luna und Hermine.“
    Ich kann mir mein fieses Grinsen nicht verkneifen und grinse ihn somit breit an, gewabbnet darauf, dass er seinen Zauberstab zücken wird.
    „HÖR MAL ZU SCHLAMMBLUT!“
    Nun schreit er, doch weiter kommt er nicht.
    „Komm runter. Zum einen, tut es mir Leid, aber ich bin kein Schlammblut. Ich bin reinblütig-ebenso wie du. Und selbst wenn ich ein Schlammblut wäre, gäbe es dir nicht das recht so mit mir zu reden! Also behalt mal deine heiße Luft bei dir und nerv mich nicht mit deinem langweiligen Gelaber! Hermine wir gehen.“
    Ich greife Hermine an der Hand und lass Draco mit seinen Idioten stehen.
    „Luna, das war großartig! Du hast es ihm sowas von gezeigt!“
    „STUPOR!“, ertönt es hinter uns und Hermine wird gegen die Wand geschleudert und daraufhin bewusstlos.
    „BIST DU BESCHEUERT?“
    Ich knie mich sofort neben sie hin und hole meinen Zauberstab raus.
    „EXPELL-“
    „STUPOR! STUPOR! STUPOR!“
    Alle drei Jungs lagen nun auf dem Boden.
    Woher ich die Kraft und das Können nahm, dreimal hintereinander-so schnell zu zaubern?
    Ich weiß es nicht.
    Ich konnte es sonst nicht so schnell.
    Ich beuge mich über Hermine und spreche leise einen Zauberspruch aus.
    „Rennervarte.“
    Sie blinzelt leicht.
    „Lu..na..?“
    „Ich komm gleich wieder. Warte kurz.“
    Ich laufe hinüber zu Malfoy und beuge mich ebenfalls über ihn, nehme ihm sein Zauberstab weg und spreche erneut: „Rennervate“
    Kurze Zeit später schauen mich erneut sturmgraue Augen an.
    Sie funkeln mich böse an.
    „Du miese kleine..“
    „Gengeschehen.“
    Seinen Zauberstab schmeiß ich einige Meter weit weg, sodass er ihn nicht sofort in die Hand bekommt. Hermine ist inzwischen aufgestanden und läuft die Treppe zu unserem Zimmer hinauf.
    „Warte! Ich helfe dir. Geht das so?“
    „Ja.Ja. Danke. Malfoy ist so ein Idiot!“
    „Idiot? Er ist ein Arsch! Er kann es nicht ab, dass es Menschen gibt, die ihm die Meinung sagen und ihn nicht fürchten. So wie ich. Aber jetzt hab ich ihn ja den Hintern versohlt. Irgendwie.“
    Sie lächelt mich dankend an und lacht leise vor sich hin. Wir beide sind so kaputt vom Shopping und dem Zwischenkampf mit den Jungs, dass wir die Tüten fallen lassen, uns schnell umziehen und uns schließlich ins Bett fallen lassen, ohne auch noch ein Ton zu sagen.

    7
    Heute ist der 12. Dezember.
    Noch genau eine Woche, dann findet der Weihnachtsball statt.
    Ich habe bisher viele Anfragen bekommen, jedoch gibt es keinen Jungen, der mir auf irgendeine Art gerecht wird.
    Ich frage mich, ob ich noch ein Date finde, oder ob ich eine der wenigen sein werde die im Zimmer sitzen und heulen wird.
    Augenblicklich werfe ich den Gedanken beiseite. Natürlich werde ich jemanden finden.
    Ich mein, Ich seh super aus und muss mich halt nur entscheiden.
    Leichter gesagt als getan.
    Ich wühle weiter durch die vielen Briefe die ich als Anfrage bekommen habe.
    Seamus Finnigan, Fred Weasly, George Weasly, Neville Longbottom, Vincent Crabbe, Gregory Goyle,...
    Es sind alles Einladungen von Jungs, die mir so gar nicht zusagen.
    Ich würde mit denen niemals ausgehen.
    Nie-mals!
    Seufzend lasse ich mich auf mein Bett plumpsen und schaue an die kahle Decke.
    „In 12 Tagen ist Weihnachten.. Noch 12 Tage bis ich ihn wieder sehe.. Ich vermisse ihn so..“, murmle ich leise vor mich hin, ohne zu bemerken, dass Hermine längst aus der Bibliothek wieder da ist.
    „Was murmelst du vor dich hin?“
    Ich schrecke hoch.
    „Erschrick mich doch nicht so Hermine! Willst du mich umbringen oder was!“
    „Tut mir leid. Aber du warst so vertieft, da wollte ich dich doch nicht so einfach unterbrechen.“, lächelt sie mich an.
    „Also.. Wen vermisst du? Deinen Freund?“
    Sie schaut mich neugierig und eindringlich an.
    „Nein. Nein, ich hab keinen. Ich rede von meinen Vater. Ich hab ihn seit September nicht mehr gesehen.. Und Kontakt hatten wir auch keinen. Ich freue mich einfach so auf ihn..“
    „Verstehe. Aber bevor du mir hier zu einer traurigen Kartoffel mutierst-hilf mir doch dabei unser Zimmer ein wenig zu schmücken.“
    Ich danke Hermine so selten, doch in letzter Zeit ist sie immer für mich da und baut mich auf.
    Sie ist die einzige die manchmal merkt, wann ich schwache Momente habe.
    Was einerseits gut und andererseits schlecht ist..
    Ich stehe auf, lege die Anfragen alle in meine Schublade und krame die Weihnachtssachen aus meinem Schrank.
    „Hier. Die hab ich mitgenommen-für den Fall, dass wir schmücken.“
    Ich werf Hermine einige rot-grüne Girlanden, Herzen, Sterne und Lichterketten zu.
    „Wieso..!“
    Sie lacht.
    „Ich liebe Weihnachten. Schon als kleines Kind habe ich mit Mutter immer die Tage gezählt bis wir schmücken konnten und Plätzchen backten. In dieser Zeit fühle ich mich am wohlsten. Die bunten Lichter. Alles ist geschmückt. Man spürt die Liebe und riecht den Winterzauber in der Luft. Ich liebe es einfach.“
    Ich denke zurück an die Zeit, als Mutter noch gelebt hat. Es war wunderschön..
    „Achso. Davon hab ich zwei. Zieh es an, dann sind wir richtig in Weihnachtsstimmung!“
    Ich schmeiß ihr erneut was zu.
    Eine kleine Tüte, die sie sofort öffnet.
    „Was.. Nein! Nein Luna! Sowas zieh ich nicht an! Nie im Leben! Weißt du wie ich darin aussehe?“
    „Stell dich nicht so an.. Es wird dir stehen.. Auf jetzt!“ „Luna.. Nein! Hast du gesehen wie kurz das ist? Das ist ein Stofffetzen mehr nicht! Nein, Nein und noch einmal Nein!“
    Ich verstehe Hermine nicht.
    Sie möchte doch nicht immer als die Streberin gesehen werden und jetzt stellt sie sich wegen sowas an? Unglaublich.
    Derweil schlüpfe ich in dasselbe Kleid was sie verzweifelt in der Hand hält.
    Es ist ein Weihnachtskleid.
    Das Kleid ist in einem weihnachtlichen rot, hat dünne Träger die mit weißem Puschel-Stoff verziert sind.
    Der Ausschnitt ist sehr gewagt, okay.
    Aber den kann man auch noch schnell zunähen.
    Es ist ein großer V-Ausschnitt und man sieht sehr viel Dekolletee.
    Unter der Brust geht einmal rundum ein schwarzer Gürtel und am Bund des Kleides umspielt erneut weißer Puschel-Stoff das Ende.
    Insgesamt ist das Kleid gewagt- aber sexy.
    „Schau! Es sieht toll aus. Und wir wollen doch in Weihnachtsstimmung kommen. Bitte.. Zieh es für mich an. Von mir aus nähe ich den Ausschnitt zu, wenn es dir damit besser geht..“
    Ich schaue sie mit meinem besten Dackelblick an und dieser zeigt Wirkung.
    Hermine trägt nun wirklich dasselbe Kleid wie ich. Einzige Ausnahme: Der Ausschnitt ist zugenäht.
    „Du siehst heiß aus. Komm, dass zeigen wir Harry und Ron!“
    Ehe sie mir widersprechen kann, ziehe ich sie am Arm aus dem Zimmer durch die Gänge.
    Auf dem Weg erhalten wir jede Menge Aufmerksamkeit, was Hermine sichtlich unangenehm scheint.
    Als sie Harry erblickt huscht sie zu ihm und bittet ihn sofort um seinen Umhang, den er ihr mit hochrotem Kopf aushändigt.
    „Was..?“
    „Hermine.. leg den Umhang weg. Du hast es versprochen..“
    „Luna.. Das ist nichts für mich.. Tut mir Leid..“
    Und schon ist sie verschwunden.
    Harry und Ron blicken mich fragend an.
    „Wieso.. habt ihr sowas an?“
    „Gefällt es dir nicht Ron?“
    „Das mein ich nicht.. Aber wieso..?“
    „Weil wir es schön finden.. oder eher.. weil ich es schön finde.“
    Plötzlich spüre ich einen ordentlichen Klatscher auf meinem Hintern und drehe mich reflexartig um und ohrfeige die Person.
    „WAS FÄLLT DIR..?“
    Blaise reibt sich die Wange und grinst breit.
    „Bei dem Anblick kann man doch nicht widerstehen, Süße.“
    „Blaise! Das tat weh.. Aber danke.“
    Ich grinse ihn ebenfalls an, er streckt seine Hand mir entgegen und führt mich nach draußen.
    „Gefährlich so rumzulaufen, weißt du das?“
    „Ach, ist das so? Ich denke, ich kann mich gut wehren, Zabini!“
    Er fasst mir um die Hüfte und zieht mich näher an sich ran und nimmt meine Hand in seine.
    In Tanzposition stehen wir da und er lässt Musik erklingen.
    „Was wird das, wenn es fertig ist?“
    Ohne auch nur ein Wort zu verlieren beginnt er mich zu führen.
    Völlig perplex folge ich dem Tanz und bin fasziniert, davon, dass er so gut tanzen kann.
    „Ich wusste gar nicht, dass in dir ein Tänzer steckt, Brauner.“
    „Du weißt so einiges nicht über mich Luna. Aber weißt du, dass du wunderschön aussiehst? Und in diesem Kleid rattenscharf bist?“
    Ich muss kichern.
    Blaise flirtet gerne.
    Sehr gerne.
    Aber diesmal war es anders.
    Seine Stimme war sanft und ruhig- gar nicht mehr so aufdringlich und machohaft wie sonst..
    Es folgt eine Drehung und er zieht mich stark an sich ran.
    Unsere Gesichter sind nur noch wenige Zentimeter voneinander entfernt.
    Ich spüre, wie sein Herz schneller schlägt, wie sein Atem schneller wird.
    Ich erahne was er vor hat, doch weiß nicht wie ich reagieren soll.
    Soll ich erwidern?
    Soll ich mich wegdrehen?
    Ehe ich mich für eines entscheiden kann, liegen seine Lippen auf meinen.
    Ich weite meine Augen leicht und lasse meinen Mund geschlossen.
    Ich kann den Kuss nicht erwidern.
    Er ist einer meiner Freunde.
    Er.. Er hat wunderschöne Lippen.
    Weiche, volle Lippen.
    Er wird meinen Lippenstift ruinieren, doch das ist mir nun egal.
    Bei diesen Lippen kann ich nicht standhaft bleiben und erwidere den Kuss nun doch.
    Blaise legt seine Arme um meine Taille und zieht mich nun ganz an seinen Körper, während ich meine um seine Schulter lege.
    Er küsst gut, aber irgendetwas fehlt.
    Der Kuss ist innig, aber ohne Leidenschaft-ohne Prickeln.
    Mir wird bewusst, dass es doch falsch ist den Kuss zu erwidern und dass ich aufhören sollte, ehe er sich noch was einbildet.
    Als wir uns voneinander trennen blickt er mich hoffnungsvoll an.
    „Wow. Du..küsst umwerfend, Süße.“
    Er neigt sich grade erneut zu mir runter, um mir einen weiteren Kuss zu geben, doch ich weiche ihm aus. „Danke.. Aber das war einmalig. Als eine Art Test.. Ich muss gehen..“
    Und schon laufe ich zurück ins Schloss zum Zimmer und lasse ihn stehen.

    8
    ~Fortsetzung Kapitel 7.~

    Im Zimmer zieh ich mich in Ruhe um, da von Hermine weit und breit nichts zu sehen ist.
    Ich hüpfe in eine schwarze Skinny Jeans und einem mintgrünen Oversize-Pulli und ziehe dazu weiße Sneaker an.
    Grade möchte ich mir meine Haare zurecht machen, als es an der Tür klopft.
    „Luna.. Luna mach bitte auf. Luna ich weiß, dass du da bist. Jetzt komm schon-mach auf!“
    Es ist Blaise.
    Ich hab definitiv keine Lust mich mit ihm zu unterhalten, also ignoriere ich ihn.
    „Luna mach auf! Wenn du nicht aufmachst trete ich die Tür eben ein! Luna. Mach diese verdammte Tür auf!“ Jetzt wurde mir mulmig.
    Ich weiß, dass Blaise sehr aggressiv werden kann, wenn er was möchte, aber wegen so einer Kleinigkeit? Langsam tapse ich auf die Tür zu, um sie zu öffnen, als ich eine zweite Stimme von draußen höre.
    „So wird sie dir nie aufmachen. Keine Ahnung was da zwischen euch läuft, aber wenn Frauen sauer sind, sollte man sie in Ruhe lassen Zabini.“
    Malfoy.
    Was will der Kerl bitte?
    Und wieso mischt er sich jetzt auch noch ein?
    Schwere Schritte lösen sich von meiner Tür und es herrscht Ruhe.
    „Carrington. Komm raus.“
    Malfoy ist noch immer da.
    Ich öffne genervt die Tür und blicke in seine Augen. „Was willst du?“, zisch ich ihn genervt an.
    „Reden. Komm mit.“
    Malfoy zerrt mich am Arm aus meinem Zimmer und zieht mich mit sich.
    „He! Lass gefälligst los! Bist du taub? Lass mich los hab ich gesagt! Sag mal! Kannst du mir wenigstens verraten, wo du mich hinführst?“
    Kein Ton von ihm.
    Er geht mit mir viele Treppen und Gänge runter.
    Diesen Teil des Schlosses kenne ich nicht, aber ich könnte schwören, dass es der Teil der Slytherins ist.
    Ich schaue mich weiter um.
    Es ist wirklich dunkel und nun bekomme ich ein ungutes Gefühl.
    Dunkle Gänge, Malfoy, Alleine,..
    Das kann nichts Gutes heißen.
    Vielleicht will er sich rächen, für die Aktion letzte Woche..
    Malfoy zieht mich in einen engen und fast stockdunklen Gang.
    Man sieht kaum was, aber noch gut genug.
    „Okay. Machs aber kurz.“
    Verdutzt schaut er mich an.
    Es scheint, als würde er nicht verstehen.
    „Du..willst dich doch rächen, nicht?“
    „Doch. Und wie ich mich räche, Carrington.“, grinst er mich breit an.
    Ich wusste es.
    Ich stelle mich auf einen starken Schmerz oder ähnlichen ein und schließe vorab die Augen.
    Doch was ich spüre ist das komplette Gegenteil.
    Seine Hand streicht über mein Haar.
    Seine Lippen gleiten über meinen Hals bis hin zum Nacken.
    Meine Härchen sträuben sich und ich wage es meine Augen zu öffnen.
    Es ist wirklich Malfoy.
    Ich kann es kaum fassen, doch es ist wahr.
    Der Junge mit den wunderschönen Augen und dem schrecklichen Charakter liebkost mich.
    Als er merkt wie mein Blick auf ihn gerichtet ist, stoppt er und schaut mir in die Augen.
    Diese Augen, denk ich mir.
    „Was..?“
    Mehr kommt nicht aus meinem Mund, so überrumpelt bin ich.
    „Ich bin auch nur ein Junge. Selbst ich kann bei einem Mädchen wie dir nicht wegsehen oder widerstehen. Ich habe auch Bedürfnisse.“
    Allmählich hab ich mich wieder gefangen.
    „Und da denkst du dir: Ich führe sie einfach in eine dunkle Ecke und spiel mein Spielchen mit ihr ohne sie auch nur einzuweihen?“
    „Hätte ich dich vorher fragen sollen?“, grinst er frech. „Vielleicht.“, entgegne ich ihm.
    „Okay. Carrington? Ich will in dieser dunklen Ecke mein Spielchen mit dir spielen. Hast du was dagegen oder muss ich es gegen deinen Willen machen?“
    Schon wieder grinst er mich frech an, doch nun erwidere ich dieses.
    Ich ziehe ihn an seiner Krawatte ganz nah an mich ran und hauche ihm leise ins Ohr:
    „Dann lass uns spielen!“
    Meine Lippen gleiten langsam seinen Hals entlang, runter zum Schlüsselbein und wieder rauf auf seine Lippe.
    Wir küssen uns innig.
    Ähnlich wie ich und Blaise, doch hier ist es anders.
    Das Prickeln ist da.
    Unser Kuss wird immer inniger und leidenschaftlicher. Malfoy öffnet seine Lippen ein wenig, woraufhin ich mit meiner Zunge diese nach fahre und einen wilden Zungenkuss beginne.
    Während wir uns heftig küssen reiben sich unsere Körper aneinander und ich öffne Knopf für Knopf sein Hemd.
    Er streift meinen Pulli über mich hinweg, weswegen wir unseren Kuss kurz pausieren müssen.
    Unsere Augen treffen sich und es scheint, als würde die Zeit stehen bleiben, doch sofort beginnen wir erneut mit den wilden Küssen.
    Er fährt mit seiner Hand über meinen Bauch hoch zu meinen Brüsten und massiert diese.
    Meine Hand gleitet über seinen Oberkörper runter zu seiner Gürtelschnalle, welche ich öffne.
    Ich will grade weitermachen, als eine uns sehr bekannte Stimme ertönt.
    „Keine Ahnung wo Malfoy steckt, Pansy. Ich hab ihn nicht mehr gesehen seit er bei Luna war..“
    „Bei Luna? Was will er bei dieser Schlam#e!“ „Parkinson, es reicht! Nur weil sie heiß ist und du nicht, musst du sie nicht so nennen.“
    Mein Herz rast und ich schaue Malfoy an.
    Er schaut mich ebenfalls an und drückt seinen Zeigefinger auf seine Lippen.
    Wenn Blaise uns sieht sind wir beide so gut wie tot.
    Ich halte die Luft an und bete, dass er nicht an uns vorbei kommt.
    „Ich schick ihn zu dir, wenn ich ihn sehe!“
    Seine Stimme wird immer leiser, bis wir ihn nicht mehr hören.
    „Heilige Scheiße war das knapp!“
    „Kannst du laut sagen, Carrington.“
    Ich schnapp mir meinen Pulli, zieh ihn wieder an und richte meine Haare soweit es geht.
    Malfoy tut selbiges.
    „Warte.“
    Ich drehe sein Gesicht zu mir und wische ihm Lippenstift vom Mund.
    „Sonst wirst du noch ausgefragt.“
    Er nickt und schaut aus dem Gang hinaus, um zu sehen ob jemand da ist.
    „Komm.“
    Er zieht mich aus dem engen Gang und bleibt vor mir stehen.
    „Kein Wort-Zu niemanden! Ist das klar!“
    „Als ob ich das jemandem erzählen würde..Aber schön wars Malfoy.“
    Ich grinse ihn an und begebe mich vorsichtig zurück auf mein Zimmer.
    Diese Lippen.
    Dieser Körper.
    Diese Augen.
    Nichts davon geht mir aus dem Kopf.
    Seine Berührungen.
    Noch unter der Dusche zittert mein Körper ein wenig, wenn ich nur daran denke.
    Malfoy ist dennoch ein Arsch, denke ich mir beim anziehen.
    Im Gemeinschaftsraum schnappe ich mir ein Buch, lege mich auf eines der Sofas und versuche mich darin zu vertiefen, bis ich einfach einschlafe.

    9
    Heute habe ich in der ersten Stunde 'Verteidigung gegen die dunklen Künste' bei Snape.
    Und zu allem Überfluss mit einigen Slytherins-Schülern. Ich sitze auf meinem Platz –
    wie immer ganz hinten in der letzten Reihe-
    und warte darauf, dass Snape kommt.
    Beim Umschauen fällt mir Blaise und Malfoy ins Auge. Sie scheinen zu diskutieren..
    Über was sie wohl diskutieren?
    Plötzlich geht die Tür auf und Dumbledore, sowie Sinistra treten ein.
    „Guten Morgen Schüler..“
    „Wo ist Professor Snape?“
    „Fällt Verteidigung gegen die dunklen Künste aus?“ „Wieso sind Sie und nicht Snape hier?“
    Die Fragen der Schüler überrumpeln sich, bis Dumbledore mit seinem Stock einmal fest auf den Boden schlägt.
    „Professor Snape ist leider unzugänglich. Daher wird Mrs. Sinistra seine Stunde übernehmen.. Auf Wiedersehen..“
    Und weg war er.
    Da gelassen hat er uns nur Sinistra..
    „Wir begeben und nun alle zum Astronomieturm hinauf, um dort die restlichen Morgensterne zu beobachten. Auf Auf.“ Astronomie..
    Na toll.
    Sinistra kann mich so schon nicht leiden und dann das! Ich packe meine Tasche, steh auf und gehe die Treppen hinauf, als Blaise neben mir auftaucht: „Heii..Luna..!“
    „Blaise..“
    „Wegen gestern.. das tut mir Leid. Ich wollte dir keine Angst machen oder so. So bin ich eigentlich nicht zu Freunden..“
    „Passt schon.“
    „Luna bitte! Verzeih mir..“
    „Blaise.. Ich sagte doch eben.. Passt schon. Es ist passiert und geklärt. Also lass es bleiben.“
    „Wenn es geklärt ist, dann geh mit mir zum Weihnachtsball!“
    Ich stoppe augenblicklich und schaue ihn an.
    „Bitte was!“
    „Komm schon. Du hast doch noch niemanden, richtig? Und ich bin die perfekte Wahl für dich..“ „Ich..hab..schon..jemanden..denk ich..“
    Mir war nicht wohl dabei, nach dem gestrigen Geschehnis mit ihm dahin zu gehen..
    Außerdem, hatte ich ja sehr wohl jemanden..
    Nur die Person wusste noch nichts von meiner Zusage.. Und dort stand er dann auch schon..
    Adrian Pucey.
    Er war einer der Ersten, die mir eine Anfrage gestellt hatten, doch ich ließ ihn zappeln-bis jetzt.
    Ich bin mir nun ziemlich sicher, dass jeder besser geeignet wäre als Blaise.
    „Wen denn?“
    Ich schaue Blaise genervt an,
    „Irrelevant.“
    , und setze mich an den Rand in die Nähe von Adrian, welcher erfreut schaut, als ich Platz nehme.
    Als dann Sinistra den Unterricht beginnt und wir uns in 2er-Gruppen teilen sollen, wähle ich Adrian zu seiner Überraschung aus.
    Im Team sollen wir verschiedene Koordinaten einstellen und untersuchen.
    „Und.. Adrian.. Hast du nun eine Begleitung zum Weihnachtsball?“
    „Nein..“
    „Jetzt schon.“
    Ich grinse ihn an und zwinker ihm zu.
    „Ehrlich jetzt? Du verarschst mich auch nicht?“ „Wirklich. Also. An der Treppe um 20:30 Uhr. Und zieh dich schick an. Wir müssen Aufmerksamkeit erregen. Ach so..Kein Wort zu Niemanden!“
    Hastig nickt er und erfüllt freudestrahlend die Aufgaben. Nun habe ich sehr wohl ein Date.
    Nicht dass, was ich mir vorgestellt hatte, aber immerhin..
    Nach dem Unterricht läuft Blaise mit Draco hinter mir her und versucht mich auszuquetschen.
    „Komm schon Süße, wer ist es? Mir kannst du es sagen. Du lässt mich einfach sitzen, da will ich wissen wegen wem!“
    „Vielleicht hat sie gar keinen, sondern tut nur so.“
    „Halt die Klappe Malfoy. Ich habe sehr wohl jemanden und er ist im Gegensatz zu dir nett und sehr aufmerksam mir gegenüber.“
    „Süße, bitte. Ich verrats niemanden. Ist es einer von den Weaslys? Nicht wirklich dieser Ron, oder? Sag bitte nein..!“
    „Bist du verrückt! Ich kann Ron nicht einmal leiden..“ „Luna!“
    , erklingt eine weibliche Stimme am Ende des Ganges-es ist Hermine.
    „Ich bin weg. Viel Glück bei der Suche nach einer Begleitung, Blaise!“ ..
    „Heii Hermine. Na, schon aufgeregt wegen nächster Woche?“
    „Und wie. Glaubst du Viktor wird mich schön finden?“ „Natürlich!“
    Während wir über alltäglichen Mädchentratsch reden, laufen wir zum Mittagessen.
    Nach dem Essen habe ich noch Unterricht in 'Wahrsagen', 'Zauberkunst', 'Verwandlung' und zu guter Letzt 'Muggelkunde'.
    Als auch diese Zeit überstanden ist, ist es schon dunkel und ich jogge noch eine Runde zum See.
    Am Abend ist die Luft so wunderschön kalt und der See dampft ein wenig vor Kälte.
    Dieser Anblick beruhigt mich immer.
    Am See angekommen, schnappe ich nach Luft und dehne mich einige Minuten bis ich hinter mir knacken von Ästen höre.
    Mein Atem wird schwerer und schnittiger und als ich mich umdrehe, steht ein wirklich wirklich gutaussehender Fremder vor mir.
    Er scheint Mitte 20 zu sein, dennoch empfinde ich ihn als sehr attraktiv.
    „Was macht eine so junge und schöne Lady bei Nacht alleine hier?“
    „Das könnte ich dich auch fragen.“
    „Taff. Frech. Gefällt mir.“
    Er tritt immer näher und ich Schritt für Schritt zurück, bis ich Wasser an meinen Füßen spüre.
    Dieser Kerl ist definitiv komisch.
    „Ja. Ich.. geh dann mal.“
    Grade will ich mich umdrehen und losrennen, da packt der junge Mann meinen Arm, zieht mich an sich und fährt mit seiner Nase meinen Hals entlang um zu riechen.
    „Mhhhm. Du duftest so gut.“
    „Ehm.. Chonall. Das Parfüm heißt Chonall..“
    „Nicht das Parfüm.. Dein Blut..!“
    Und schon spüre ich einen tiefen Schmerz in Höhe meines Halses.
    Ich merke wie warme Flüssigkeit meinen Hals runterläuft und bin wie in Trance versetzt.
    Ich kann mich weder wehren, noch schreien.
    Mir ist bewusst, was grade passiert, doch ich bin hilflos. Ich bin schwach.
    Mit jedem Schluck den der Vampir von meinem Blut raubt werde ich schwächer und wackliger auf den Beinen, doch ehe ich das Bewusstsein verliere stoppt er.
    „Das war guuut. Nächstes Mal trinke ich meeehr.“
    Und weg ist er.
    Mein Hals brennt und die Einstiche seiner Zähne wollen sich nicht verschließen, sodass ich noch Blut verliere.
    In diesem Zustand fällt mir kein Zauberspruch ein, der mir helfen könnte..
    Perplex wende ich mich dem Schloss zu und gehe mit der gedrückten Hand auf meinem Hals los.
    Im Schloss achte ich darauf, dass mich niemand bemerkt, was nicht schwer ist, da kaum eine Menschenseele hier herumgeistert.
    Jetzt merke ich auch körperlich, wie viel der Vampir wirklich getrunken hatte.
    Meine Beine sind wieder schwach und ich kann zeitweise nur verschwommen sehen.
    Sicherheitshalber stütze ich mich an eine Wand in einem dunklen Gang ab, um nicht umzukippen, als ich eine Stimme höre.
    Sie klingt vertraut, doch ich kann sie einfach nicht einordnen und sehen kann ich grade nichts.
    Der Schatten der Person zeichnet sich auf dem Boden ab, doch ich bin zu schwach, um den Kopf zu heben. Ich mache mich auf den nächsten Schock gefasst, jedoch gleitet eine Hand meine Wange entlang zum Kinn und dreht mein Gesicht vorsichtig zu sich. „Malfoy..“
    , stöhne ich und sehe nur noch schwarz.
    Als ich aufwache, spüre ich weichen Untergrund, könnte ein Bett sein, schaue aus dem Fenster und erblicke Dunkelheit und sehe mich nun um.
    Ich bin im Krankenflügel – alleine.
    Ruckartig fasse ich mir an den Hals, um zu sehen, ob ich nur geträumt hatte, doch ich werde enttäuscht.
    Alles ist wirklich passiert.
    Der Vampir, das Blut und Malfoy.
    Mein Hals pocht noch immer und die Einstiche sind immer noch gut erkennbar.
    Doch, wie bin ich hier her gekommen?
    Wer hat mich verarztet?
    Ich denke mir lange Zeit Szenarien aus, welche meine Fragen beantwortet, bis ich wieder einschlafe.

    10
    Heute ist der Tag auf den alle gewartet haben
    – der Weihnachtsball.
    Ich bin erst seit um 10 Uhr wach, doch immer noch müde wie sau.
    „Luna, kannst du mir hier mal helfen?“
    „Luna, kann ich wirklich so gehen?“
    „Luna, ich bin so aufgeregt!“
    „Luna. Luna. Luna. Mensch Hermine, ich bin eben erst aufgestanden, wir haben noch über 10 Stunden Zeit.. Bitte.. Geh es heute etwas langsamer mit mir an..“
    „Entschuldige bitte..“
    , sagt Hermine lächelnd und widmet sich weiter ihrem Kleid. „Gehst du gleich duschen, Hermine?“
    „Ja, wieso?“
    „Na, dann warte ich, dann können wir ja zusammen hin und her latschen..“, lach ich.
    „Stimmt.“
    Einige Minuten später haben wir zwei unsere Bademäntel, Handtücher, Shampoos und Unterwäsche geschnappt und gehen los zu den Duschräumen duschen.
    „Mit wem gehst du jetzt eigentlich zum Ball, Luna?“
    „Egal..“
    „Du hast doch jemanden, oder!“
    „Natürlich habe ich einen Partner, Hermine. Schau mich doch an. Wäre verrückt, wenn ich niemanden hätte.“
    „Hmh. Und wer ist es..?“
    „Wehe du sagst irgendwem, auch nur ein Wort davon!“
    Sie hebt ihre Hände vor die Brust und winkt ab.
    „Niemanden. Versprochen.“
    „Adrian.. Adrian Pucey..“
    „Wirklich? Adrian? Ich dachte er wäre nicht so dein Typ Kerl..“ „Ist er ja auch nicht..“
    „Wieso gehst du dann nicht mit Blaise hin?“
    Mist.
    Wie erkläre ich ihr das denn nun schon wieder?
    Soll ich ihr sagen, dass er mich geküsst hat?
    Nein..
    Ich lasse es lieber.
    Ich brauch ein anderes Thema..
    Viktor!
    „Wie gefällt die eigentlich Viktor?
    Läuft da was zwischen euch?“
    In der Hoffnung, dass sie auf den Themawechsel anspringt, grinse ich sie breit an.
    „W-Was? N-Nein da.. da läuft doch nichts zwischen uns.. Oder glaubst du etwa, dass da was laufen könnte?
    Also nicht das ich will oder so, aber denkst du, er würde sich darauf einlassen?“
    „Oh Hermine.. Du magst Viktor, also musst du dich an ihn ran machen. Sonst wird das nichts..“
    „Und wie...?“
    „Naja. Wie man sich halt an Jungs ran macht. Sexy aussehen. Verführerisch wirken. Geheimnisvoll sein. Eifersüchtig machen. Keine Ahnung. Ich hab mich nie an jemanden ran machen müssen..“
    „O..kay..“
    „Auf jetzt.. Wir waren locker eine Stunde duschen..“
    Zufrieden trockne ich mich ab, schlüpfe in meine Unterwäsche, schmeiß meinen Bademantel um und binde meine Haare im Handtuch zu einem Turban zusammen.
    Anschließend laufen Hermine und ich schweigend zurück zum Zimmer, da wir keine Themen mehr finden.
    Im Zimmer beginnt wieder der Stress.
    Haare föhnen, schminken, essen, Haare kämmen, Haare stylen, zwischendurch mal durch schnaufen, Nägel lackieren, Parfüm auftragen und zu guter Letzt das wunderschöne Kleid anziehen. Erstaunlicherweise sind wir vor 20 Uhr fertig und somit haben wir noch eine ganze halbe Stunde um runter zu kommen.

    Pünktlich um 20:30 Uhr begeben Hermine und ich uns zur Treppe, wo unten schon Viktor und Adrian warten.
    Als wir die Treppen runter schreiten, ergattern wir haufenweise Blicke.
    „Du..siehst atemberaubend schön aus, Luna.“
    „Danke. Du.. siehst..auch nicht..schlecht aus.. Adrian..“ Zwingend lächle ich ihn an und wir begeben uns in den Saal.
    Es ist wunderschön geschmückt und überall stehen runde Tische, Getränke und viele viele Schüler.
    Adrian reicht mir seine Hand, verbeugt sich und sagt lächelnd: „Würdest du mir einen Tanz schenken?“
    Ich nicke ihm lächelnd zu und nehme seine Hand entgegen.
    Nun tanzen wir zur Musik, doch leider tritt Adrian mir öfters auf die Füße, als ich Aua sagen kann.
    Meinen Weihnachtsball habe ich mir definitiv anders vorgestellt. Während ich mit schmerzenden Füßen weiter tanze, werde ich von Blaise und Malfoy gemustert.

    „Der! Was will die Süße mit Adrian!“
    „Spielen..?“
    „Quatsch. Luna macht sowas nicht, Malfoy! Sie mag zwar ihre eigene besondere Art haben, die nicht jeder versteht, aber soetwas..? Niemals!“
    „Wenn du meinst..“
    Man hört beiden Jungs an, dass sie sichtlich gekränkt sind, vom Anblick der hübschen Lady und Adrian.
    „Der Kerl ist ein mieser Tänzer. Siehst du, wie er ihr dauernd auf die Füße tritt? So ein Idiot! Was kann er überhaupt?“
    „Hmh.“

    Die Musik stoppt kurz und ein langsames Liebeslied beginnt zu spielen.
    „Scheiße..“, flüstere ich kaum hörbar.
    „Hast du was gesagt?“
    „Nein. Nein, alles okay.“
    Adrian lächelt erneut und zieht mich nah an sich heran, so nah wie er nur kann.
    Ich würde ihn am liebsten wegstoßen, da ich seinen Geruch nicht mag, ebenso seine Hände, seinen Körper, alles.
    Ich mag nichts an ihm.

    „Und jetzt fasst er sie auch noch so an! Der Kerl soll seine Griffel von ihr lassen! Ich bring ihn um!“
    „Zabini, komm mal runter! Du kannst jede haben hier, wieso dann unbedingt sie?“
    „Schau sie dir doch mal genauer an. Ihre Lippen sind so schön geformt. Ihre Augen funkelnd smaragdgrün. Ihre Haare wehen, sofern sie sich auch nur bewegt. Ihre Figur ist einfach nur der Hammer. Sie hat einen Knackpo. Sie hat Brüste. Sie ist gelenkig. Und dann ist ihr Charakter einfach einzigartig. Verstehst du!“
    Während Blaise vor sich hin schwärmt, achtet Malfoy genau auf sie.
    Er betrachtet Luna von oben bis unten ganz genau.
    Sie ist wirklich heiß und umwerfend, denkt er sich.
    „Kann schon sein.“

    Als das Lied nun endlich vorbei ist, löse ich mich von Adrian und will mich verabschieden, da es schon fast leer ist.
    Ich dreh mich grade um, da packt Adrian mich an den Schultern und küsst mich.
    Ich reiße meine Augen weit auf und will ihn weg schubsen, doch mir kommt jemand zuvor.
    Blaise zerrt ihn von mir weg und wirft ihn zu Boden.
    „Wenn du sie noch einmal küsst, dann bring ich dich um!“ „Blaise! Lass Adrian in Ruhe! Ich kann für mich selber sprechen!“
    „Der Kerl soll seine dreckigen Finger von dir lassen, Luna!“
    „Es ist meine Sache! Ich kann entscheiden, wer mich küsst und wer nicht!“
    Natürlich soll Adrian die Finger von mir lassen, doch Blaise soll nicht denken, dass ich mich nicht wehren kann oder dass ich ihm gehöre!
    Malfoy steht daneben und betrachtet belustigt das Geschehen. „Grins nicht so dumm Malfoy!“, schrei ich ihm entgegen und stampfe aus dem Saal.
    So war das nicht geplant..

    11
    ~Fortsetzung Kapitel 10.~

    Sauer laufe ich zum See runter in der Hoffnung, dass ich mich beruhige.
    Mir ist eiskalt, da ich keine Jacke anhabe und es schließlich Dezember ist.
    Völlig in meinen Gedanken setze ich mich in das Schneebedeckte Gras und schaue auf den See hinaus.
    Ich freue mich so sehr, dass ich Vater bald sehe.
    Bisher weiß niemand, dass er ein Todesser ist und das wird auch noch ewig so bleiben.
    Ich muss ihm so viel erzählen und zeigen.
    „Ich dachte mir schon, dass du hier bist..“
    Erschrocken fahre ich hoch und blicke in tiefsinnige sturmgraue Augen.
    „Was willst du, Malfoy?“
    „Das weißt du genau..“
    „Ich hab grade wirklich keine Lust auf irgendein Spielchen. Geh schlafen oder such dir ne andere. Parkinson würde sicherlich zustimmen.“
    Er verzieht sein Gesicht angewidert und drückt mich gegen einen Baumstamm.
    „Ich will aber dich. Jetzt.!“
    „Ich aber nicht!“, sage ich laut und stoße ihn von mir weg.
    „Such dir ne andere zum spielen! Ich hab grad echt keinen Kopf für sowas!“
    „Ich will aber dich dafür! Was hast du denn für ein Problem auf einmal? Nur weil Zabini Gefühle für dich hat oder was? Ich dachte du bist so eiskalt!“
    Malfoy ist sauer und das merkt man an seiner Körpersprache, sowie an seiner Stimme, doch das merkwürdige ist, je wütender er ist, desto schärfer bin ich auf ihn.
    „Na was ist los Carrington? Kannst deinen Mund nicht mehr aufmachen oder was? Oder bist du taub? Na los! Antworte mir!“ Ich kann nicht erklären wieso, aber ich musste ihn küssen und somit falle ich ihm um den Hals und küsse ihn leidenschaftlich. Überrascht erwidert er den Kuss und zieht mich rüber zum Baum, wo er mich gegen drückt.
    Er stemmt eine Hand neben meinem Kopf ab und die andere Hand legt er in meinen Nacken.
    Ich zieh ihn so nah wie es möglich ist und küsse ihn immer fordernder.
    Langsam gleitet seine Hand über meinen Hals hinab zur Brust weiter zum Oberschenkel und streift mein Kleid hoch.
    Ich winkle das Bein an und klammer es hinter eines der seinen. Die Luft um uns knistert förmlich und wir können uns kaum halten.
    Plötzlich löst er den Kuss und atmet schwer mit einem Grinsen im Gesicht auf.
    „Hier ist es etwas kalt, findest du nicht auch?“
    „Stimmt. Müssen uns wohl was wärmeres suchen.“, grinse ich zurück und fahren mit meinem Finger über seinen Oberkörper. Da schon viele Schüler schlafen, ist es eine Leichtigkeit unbemerkt durch das Schloss zu laufen.
    Malfoy zieht mich durch einige Gänge, bis wir vor einer Wand stehen bleiben.
    „Und.jetzt?“
    „Sie hin..“
    Ich schaue hin und falle vom Glauben ab, als eine Tür erscheint durch die wir hindurch gehen.
    Hinter ihr erscheint ein vollgestopfter Raum mit viel Krimskrams. „Was..ist das für ein Raum..?“
    „Der Raum der Wünsche.. Aber das ist ja jetzt egal.“
    Er zieht mich weiter durch viele Bücherstapel und anderen Sachen, bis zu einer breiten Couch und schubst mich auf sie. „Malfoy du böser Junge..“
    Und schon kniet er über mir.
    Ich spüre wie mir heiß wird und wie ich seinen Anblick genieße und ich bin mir sicher, dass es ihm nicht anders geht.
    Er sagt kein Wort, doch Worte brauchen wir ab hier nicht mehr. Er beugt sich über mich und küsst mich stürmisch.
    Es ist erstaunlich, wie sehr wir uns hassen und doch so sehr anziehen.
    Wir können nicht voneinander loslassen und so beginnen wir uns gegenseitig auszuziehen.
    Er öffnet mir hastig mein Kleid und streift es mir über, während ich ihm sein Sakko auszerre und das Hemd schnell aufreiße.
    Er drückt mich zurück auf die Couch und liebkost meinen Hals. Ich strecke ihn vor Genuss, öffne seine Hose und streife sie ihm bis zu den Knien ab.
    Malfoy zieht sie endgültig aus und als er sich über mich beugt, dreh ich den Spieß um, sodass er auf der Couch liegt und ich auf ihm und frech grinse.
    Wir küssen uns wieder innig und voller Leidenschaft.
    Ich will ihm grade sein Hemd komplett ausziehen, da zieht er meine Hände sanft weg.
    „Lass.“
    Sichtlich verwundert nehme ich meine Hände zurück und küsse seinen Hals hinab.
    Malfoy streicht mir über den Kopf und bleibt missgünstig mit seinem Knopf am Ärmel an meinem Ohrring fest.
    „Autsch. Warte ich mach das.“
    „Nein warte ich mach das!“
    „Aua! Malfoy das tut weh du Arsch!“
    Wir zerren beide am Ohrring und seinem Hemd bis sein Ärmel einreißt und etwas Schwarzes auf seiner Haut durchblitzt.
    Ich reiße meine Augen auf und schau ihn starr an.
    Malfoy krempelt sofort seinen Ärmel irgendwie zusammen und wirkt nervös.
    Er packt alle seine Sachen zusammen und zieht sich hektisch an und als ich mich wieder fange stehe ich auf und blicke in sein Gesicht.
    „Wie kam es dazu..?“
    „Ich weiß nicht was du meinst!“
    „Lüg nicht! Ich erkenne das Mal unter tausend anderen!“
    „Lass mich einfach in Ruhe du kleine Schlam#e!“, brüllt er mir entgegen und rempelt mich an während er forteilt.
    „MALFOY!“
    Völlig überrumpelt steh ich da und starre zur Tür durch die er gerannt ist.
    Er ist also auch ein Todesser..wie Vater.
    Langsam fasse ich mich wieder und ziehe meine Klamotten an. Ich weiß nicht wie lange ich noch im Raum der Wünsche saß, doch es fühlte sich an wie Stunden in denen ich in Gedanken bei Vater war geweint habe, doch nun stehe ich auf und verlasse diesen.
    Anschließend gehe ich mit Tunnelblick in mein Zimmer und lege mich schlafen.

    12
    Ich stehe frühmorgens um 05:00 Uhr auf, ziehe meine Jogginghose und ein Top an, stöpsle meine Kopfhörer in meine Ohren und drücke 'Play'.
    Schon wärme ich mich mit Dehnübungen auf und laufe daraufhin los.
    Heute geht es endlich für 2 Wochen nach Hause zu Vater.
    Ich freue mich so unglaublich doll ihn wieder zu sehen, mit ihm die Wohnung zu schmücken und einfach nur zusammen zu sein. Plötzlich schießt mir der gestrige Abend mit Malfoy in den Sinn. Sofort beschleunige ich mein Tempo und renne schneller und schneller.
    Verdammter Voldemort.
    Verdammte dunklen Mächte.
    Verdammte Todesser.
    Wie kann der Mistkerl mich einfach sitzen lassen?
    Wie kann er mich anlügen?
    Wie kann er mich dumm da stehen lassen?
    Das wird er mir büßen!
    „INCENDIO!“
    Schon beginnt der Busch vor mir an zu brennen.
    Meine Wut ist so stark wie schon lange nicht mehr.
    Ich würde am liebsten ganz Hogwarts abfackeln!
    „EXPULSO! INCENDIO! EXPULSO! INCENDIO!“
    Nun war ich umkreist von Feuer und Flammen.
    Ich habe mich selbst in einen Kreis aus heißen Flammen gefangen.
    Ich setze mich in die Mitte und nehme meine Kopfhörer raus. „Wieso bin ich so schwach? Wieso kann ich nicht so stark wie du sein, Vater? Wieso bin ich nicht eiskalt wie ich es immer sein wollte? Wieso bin ich so eine Versagerin..?“,
    weine ich vor mich hin.
    Das Feuer steigt immer höher und verbreitet sich immer mehr, doch ich ignoriere es in meiner Verzweiflung.
    „Wenn ich auch ein Todesser werde.. Vielleicht werde ich dann stark und eiskalt. Unnahbar. Vater bräuchte keine Angst mehr haben.. Und ich.. Ich wäre nie mehr schwach!“
    Ich wische meine Tränen aus meinem Gesicht, stehe auf und schwinge meinen Zauberstab:
    „AQUAMENTI!“
    All die Flammen werden kleiner und sind schließlich verschwunden.
    Nachdem das getan ist, begebe ich mich wieder einigermaßen beruhigt in mein Zimmer zurück, um meine Tasche zu packen. „Guten Morgen Sportlerin!“
    „Guten Morgen Schlafmütze.“
    Wenig begeistert und sichtlich genervt schaue ich Hermine an in der Erwartung einer weiteren Antwort, die sogleich folgen sollte. „Deine Laune ist ja super..“
    „Mein Gott. Ich kann nunmal nicht immer einen auf gut gelaunt machen, Hermine.“
    Sie hebt ihre Hände vor ihre Brust und widmet sich ebenfalls wie ich wieder ihrer Tasche.
    Sie kann nicht verlangen, dass ich täglich einen auf nett mache. Wenn Hermine nur annähernd wüsste, wie oft ich allen hier was vorspiele würde sie sich wundern..
    Ich atme das Letzte mal für 2 Wochen unseren blumigen Zimmerduft ein, verabschiede mich knapp von Hermine und verlasse es.
    Auf dem Weg zum Express werde ich von Blaise begleitet. „Freust du dich auf deinen Dad?“
    „Natürlich..“
    „Ist alles okay..?“
    „Klar..“
    „Hm.. Hast du heute morgen auch diese Explosionen gehört? Das war echt krass laut!“
    „Nein. Hab tief geschlafen..“, lüge ich ihn monoton an.
    „Luna.. Irgendwas ist mit dir und egal was es ist - du kannst mit mir reden!“
    „Danke, aber nein Danke. Wo hast du eigentlich deinen kleinen Gehilfen gelassen?“
    „Meinst du Malfoy!“
    „Wen sonst..“
    „Der ist gestern Abend überstürzt gefahren. Ist wohl was mit der Familie..“
    „Als wenn..“, murmle ich unverständlich in meinen dicken Schal. Im Express suche ich mir ein leeres Abteil und setze mich rein in der Hoffnung, dass ich alleine bleiben würde.
    Als wir endlich losfahren stecke ich mir wieder meine Kopfhörer ein und zunächst sieht es so aus, als würde ich alleine bleiben. Ich schließe meine Augen und konzentriere mich nur auf die Musik.
    „Thats why we won't back down. We won't run and hide. Yeah, cause these are the things we can't deny. I'm passing over you like a satelitte. So catch me if I fall.“, singe ich leise mit. Unbemerkt setzt sich Blaise, Parkinson, Crabbe und Goyle mit in das Abteil und erst als mir jemand die Kopfhörer ruckartig rauszieht bemerke ich sie.
    „Sag mal geht’s noch!“
    „Du kannst ja singen!“, gibt Crabbe erstaunt von sich.
    „Und das ziemlich gut!“, fügt Goyle hinzu.
    „Pff. So gut singt sie jetzt nun auch nicht..“
    „Du bist nur neidisch, Parkinson. Luna singt klasse. Du singst toll Luna.“
    „Danke Jungs..“, entgegne ich ihnen abwesend und steck mir meine Kopfhörer wieder ein.
    Danach singe ich keinen Ton mehr und vertiefe mich viel mehr in die Songtexte und Gedanken von mir.
    Endlich bleibt der Express stehen und alle stehen auf.
    Ich stecke meine Sachen in meine Handtasche ein und stehe ebenfalls auf.
    „Machs gut, Süße. Und erhol dich gut.. Und wenn irgendwas ist..Du erreichst mich..“
    „Danke Blaise..“
    Ich hauche ihm einen Kuss auf die Wange und verschwinde aus dem Express.
    Am Gleis halte ich Ausschau nach Vater, doch ich entdecke ihn nirgends..
    Plötzlich packt mich jemand von hinten und umarmt mich so stark wie mich noch niemand jemals umarmt hat.
    Ich drehe mich um und quietsche auf:
    „Vater! Ich hab dich so vermisst! Ich hab dich so so vermisst.“ „Ich dich auch mein Schatz.. Ich dich doch auch.. Komm, ich nehm deine Tasche und dann geht’s endlich ab nach Hause.“ Ich nicke und folge ihm.
    So glücklich ich auch grade bin-mir entgeht nicht, dass Vater kaputt aussieht.
    Er ist auch etwas dünner geworden und er hat dunkle Augenringe..
    Es muss wirklich hart als Todesser sein.
    Auf dem restlichen Weg erzähle ich ihm viel von der Schule, den Lehrern und dem ganzen anderen Kram.
    Die ungemütlichen Dinge übergehe ich aber dezent.
    „Du...hast dich verändert Vater. Äußerlich. Gehts dir wirklich gut..?“
    „Natürlich mein Schatz. Es ist in letzter Zeit nur etwas anstrengender als sonst. Mach dir keine Sorgen..“
    „Hm. Okay..“
    Wir sind erst spät Abends zu Hause, daher schmeiße ich nur meine Tasche in die Ecke, zieh mich aus und springe anschließend in mein großes, flauschiges Bett mit den vielen Kissen.
    Wie sehr ich doch mein Zimmer, mein Haus, mein Bett, meinen Vater und meinen Pool vermisst habe.
    Für einen Moment vergesse ich jeglichen düsteren Gedanken und genieße einfach den Augenblick.

    13
    „Morgen..“
    "Morgen..Ich hab Frühstück gemacht. Kaffee?“
    "Ja gerne, Liebes.“
    Vater sieht noch immer schlecht aus.
    Wahrscheinlich war er letzte Nacht wieder weg und ich habe es nicht mitbekommen, weil ich so tief geschlafen habe..
    Ich schenke ihm reichlich Kaffee ein, damit er bisschen wacher wird.
    „Und.. Wie hast du in deinem eigenen Bett so geschlafen?“
    „Gut. Sehr gut. Ist schön mal wieder sein eigenes Reich zu haben, ohne dass jemand sich alles nehmen kann..“ „Verständlich.. Ach so bevor ich es vergesse.. Wir sind an Silvester bei einem..Bekannten eingeladen..“
    „Einem Bekannten? Wer ist es denn?“
    „Unwichtig.. Besser, du erfährst es erst wenn wir da sind. Aber zieh dich an diesem Abend bitte extra schick an. Die Feier ist sehr wichtig!“
    „Ja..Vater..“
    Ein Bekannter? Ganz sicher nicht.
    Ob es eine Feier für Todesser ist?
    Vielleicht eine Tradition.
    Oder wirklich nur ein neuer Bekannter von dem ich noch nichts wusste..
    „Hörst du mir überhaupt zu..?“
    „Hm, wie bitte?“
    „Das ist ja typisch Luna! Ich sagte, dass ich noch was erledigen muss und ob du schonmal mit schmücken anfangen willst..?“ „Aber.. wir schmücken doch immer zusammen das Haus!“
    „Ich weiß.. Aber es ist wirklich wichtig.. Ich würde nicht fragen, wenn es nicht wirklich dringend wäre..!“
    „Meinetwegen..“
    „Luna..“
    „Was denn! Seit Mutter tot ist und du zum Todesser wurdest ist alles anders! Es kotzt mich an! Nicht mal für das Schmücken einmal im Jahr findest du die Zeit, weil deine scheiß Todesser-Freunde sich treffen! Wahrscheinlich muss ich erst auch Todesser werden, um mehr Zeit mit dir verbringen zu können!“ Das reicht mir!
    Wütend stampfe ich aus der Küche in mein Badezimmer und schließe mich ein.
    Wie kann er unser Ritual zerstören?
    Es ist wirklich das einzige um was ich ihn einmal im Jahr bitte. Einen Tag mit meinem Vater um das Haus zu schmücken-
    mehr verlange ich nicht.
    Und nun ist dieser Sack Voldemort wichtiger als seine eigene Tochter!
    Und auf diese Feier hab ich auch überhaupt keine Lust.
    Was soll ich denn bitte da?
    Hübsch dastehen und winken oder was?
    Kann er knicken!
    Ich schaue in den Spiegel und betrachte meine smaragdgrüne Augen, meine bleiche-perfekte Haut und mein wellig-blondes Haar.
    In einigen Momenten sehe ich Mutter in meinem Spiegelbild und erinnere mich dann an die Zeit mit ihr zurück.
    Es war so schön.

    Wir saßen oft draußen im Garten und haben Pläne für Weihnachten geschmiedet.
    Wenn wir nicht draußen waren, waren wir in ihrem Ankleidezimmer und haben eine Modenschau mit ihren Kleidern, Schuhen und Taschen gemacht.
    Sie hat mich dann immer geschminkt und meine Haare wunderschön frisiert.
    Manchmal, wenn die Sonne schien haben wir fangen gespielt oder auch verstecken.
    Das schönste allerdings war unser Ritual.
    Immer um 16:00 Uhr hat sie uns einen heißen Tee gekocht und ein Teller Kekse auf den Tisch gestellt den wir dann in Nullkommanichts aufgegessen hatten.
    So auch an ihrem Todestag..

    Alles war wie immer.
    16:00 Uhr. Tee. Kekse..
    Doch dann traten dunkle Wolken auf und schwarze mir unbekannte Dinge flogen über unserem Haus bis sie vor uns landeten.
    Es waren zwei Todesser, doch damals kannte ich sowas nicht. Vater und Mutter schickten mich sofort ins Haus und ich versteckte mich in meinem Zimmer.
    Ich sollte zwar nicht aus dem Fenster schauen, doch ich war wie jedes Kind neugierig und tat es doch.
    Ich sah, wie meine Eltern kämpften und plötzlich lag Mutter auf dem Boden.
    Vater schrie den Todesser an, der mit gerichtetem Zauberstab auf Mutter zuschritt, er solle sie doch in Ruhe lassen und stattdessen ihn töten.
    Der Todesser versprach damals, dass er Mutter in Ruhe lasse, sobald Vater auch einer von ihnen wird.
    Er hat natürlich sofort eingewilligt und schon erschien das schwarze Mal durch Voldemorts Kraft auf seinem Unterarm. Meine Mutter rannte grade zu Vater, da schoss einer der Todesser einen Fluch auf sie und sie schrie laut auf.
    Diesen Schrei.
    Diese weiten mit schmerzerfüllten Augen die auf mich gerichtet waren..
    Sie werden mich immer begleiten..

    Ein eiskalter Schauer fährt durch meinen Körper und ich schüttle all diese Gedanken von mir und dusche dann eiskalt.
    Nach der Dusche gehe ich in mein Zimmer, ziehe mich an und laufe hinunter.
    Von Vater ist keine Spur-war ja klar.
    Mit getrübter Motivation sammle ich den ganzen Weihnachtsschmuck zusammen und beginne mit dem schmücken-alleine.
    Erst spät am Abend bin ich fertig und von Vater fehlt noch immer jede Spur.
    Grade als ich in mein Zimmer gehen möchte, höre ich gepolter im Wohnzimmer.
    Reflexartig zücke ich meinen Zauberstab und halte ihn bereit für einen Kampf.
    Doch als ich nachschaue, stehe ich starr da.
    Vater sitzt im Sessel-blutig und mit offensichtlichem Knöchelbruch.
    „Vater! Was..?“
    „Schon gut, Kleine. Nur halb so schlimm..Ah!“
    Ich renne sofort zu ihm und mache mir schnell einen Überblick von seinem Zustand.
    „Ich versuch jetzt den Bruch zu heilen und zu schienen, also halt still.“
    „Luna, dass musst..Ah!“
    Zunächst halte ich meinen Zauberstab über seinen gebrochenem Arm:
    „Episkey!..Ferula!“
    und dann über sein Knöchel:
    „Episkey!..Ferula!“
    Vater verzieht sein Gesicht schmerzlich, doch gibt nur selten ein Laut von sich.
    „Accio Tuch!“
    Und schon lag ein Tuch in meiner Hand, was ich mit einem Zauberspruch nass mache:
    „Aquamenti!“
    Vorsichtig tupfe ich die blutigen Stellen am Kopf, Arm und Knöchel ab.
    „Warum kümmert sich keiner von den Anderen um dich? Müssen die das nicht?“
    „Die Anderen hat es schlimmer erwischt.. Ich bin noch glimpflich davon gekommen.. Danke, Luna..“
    „Schon gut. Komm, du legst dich jetzt ins Bett.“
    Ich stütze Vater sanft und begleite ihn bis an sein Bett und decke ihn dann zu.
    „Versprich mir, dass du wenigstens heute Nacht hier bleibst, um dich auszuruhen..“
    „Versprochen, Schatz..“
    Erleichtert schalte ich das Licht aus und begebe mich ebenfalls in mein Bett.
    Ich denke noch lange darüber nach, was man als Todesser wohl macht und wie es wohl wäre einer zu sein.
    In dieser Nacht träume ich seit langem wieder von Mutters Tod.

    14
    ~Der Traum~

    „Schatz, komm jetzt! Der Tee ist fertig und Kekse sind auch schon auf dem Tisch!“
    „Papaaa. Komm endliiiiich!“
    „Ist ja gut. Ist ja gut. Hier bin ich ja schon. Hmmm. Wie das duftet. Herrlich.“
    Papa ist immer so viel am arbeiten, da brauch er auch mal eine Pause.
    Grade heute, weil ein so schöner Tag ist.
    Die Sonne scheint so hell wie lange nicht und Mama und Papa sind gut gelaunt.
    Mama hat sogar meine Lieblingskekse mitgebracht! Schokoladenkekse in ovaler Form mit extra vielen Schokostückchen drin.
    „Luna Liebes. Iss nicht zu viele, sonst liegst du nachher mit Bauchschmerzen im Bett!“
    „Aber sie liebt sie doch, meine Liebe. Lass sie essen..“
    „Genau! Papa weiß, dass ich sie liebe liebe liiiiiebe!“
    Mama und Papa sind auf einmal so abgelenkt und ich schaue von was.
    Der Himmel wird ganz komisch.
    Er ist grau und ganz dunkel.
    Die Wolken drehen sich ähnlich wie ein Tornado, nur dass es ein Tornado im Himmel ist..
    Und da!
    Da fliegen so schwarze Streifen über unserem Haus.
    Sie sehen gruselig aus und ich will, dass sie endlich weggehen! „Luna! Geh sofort auf dein Zimmer! Und verschließ die Fenster und mach den Vorhang vor! Auf mein Kind!“
    Ich will grade loslaufen, da nimmt Mama mich ganz doll in den Arm und sagt mir mit zittriger Stimme wie sehr sie mich doch lieb hat.
    „Ich dich doch auch Mama. Machst du jetzt die schwarzen Flieg-Streifen weg?“
    „Ja. Ja, mein Schatz. Papa und ich machen sie weg. Aber jetzt geh hoch in dein Zimmer und mach was ich dir gesagt habe!“ Schnell wie der Wind pese ich nach oben in mein Zimmer und ziehe den Vorhang vor, doch ich lasse einen Spalt offen. Neugierig betrachte ich das Schauspiel im Garten.
    Aus den schwarzen Flieg-streifen sind jetzt Menschen geworden!
    Wie geht das!
    Ich kann nichts verstehen, aber es sieht so aus, als würden sich alle streiten und dann heben alle ihre Zauberstäbe gegeneinander.
    Einer fängt mit schießen an und dann schießen alle.
    Ich habe Angst, aber ich will sehen, wenn Mama und Papa die zwei verjagen, also schaue ich weiter!
    „Mama!“, flüster ich erschrocken, da sie am Boden liegt.
    Papa geht auf den Mann der vor ihr steht zu und wedelt wild mit seinen Armen.
    Das macht er sonst nur, wenn er nervös ist..
    Mama sieht traurig aus..
    Ich habe Angst..
    Was wollen diese Menschen von uns?
    Warum tun sie Mama und Papa weh?
    Jetzt nickt Papa ganz wild und Mama steht auf.
    Ich glaube sie haben es geschafft!
    Ich glaube die bösen verschwinden..
    “MAMAAA!“
    Ich höre ihren lauten, grellen Schrei und schaue in ihre schmerzerfüllten Augen.
    Sie sackt zu Boden.
    Die zwei bösen Menschen schauen zu mir hoch und ich verstecke mich ganz schnell unter meinem Bett.
    Ich presse meine Hände auf meine Ohren und kneife meine weinenden Augen so stark zu wie ich kann.
    Immer wieder seh ich Mama vor mir.
    Immer und Immer wieder.
    Ich habe Angst vor den Menschen.
    Ich habe Angst, dass sie mir weh tun.
    Ich habe Angst, dass sie mich hier finden.
    Plötzlich greift eine Hand nach mir und ich schreie auf.
    Ich schreie so laut ich kann und lasse meine Augen geschlossen.
    Der Griff wird stärker und zieht mich aus dem Bett hervor.
    Sie tun mir weh.
    Sie werden mir weh tun.
    Wo ist Papa?
    Warum ist Papa nicht da und hilft mir?
    Papa, Mama, wo seid ihr?
    Der Griff lockert sich und jemand zieht mich an sich und wiegt mich sanft hin und her.
    Während die Person dies tut summt sie oder ähnliches.
    Wenn das die bösen sind, warum machen sie das?
    Langsam wage ich es, meine Hände leicht zu lockern und ich höre ein sanftes 'Pssscht'.
    Mutig öffne ich die Augen und schaue in das Gesicht meines Papas.
    „Papa!“
    Jetzt presse ich meinen ganzen Körper an seinen und kralle mich in sein Oberteil.
    “Papa..Papa wo warst du? Ich hatte einen bösen Traum.. Da waren zwei böse Menschen.. Die haben Mama getötet..Und..“ Plötzlich spüre ich wie vereinzelt was nasses auf meine Stirn tropft.
    Es sind Tränen meines Papas.
    „Mama..?“, sage ich weinerlich und als ich keine Antwort bekomme, fange ich erneut an bitterlich zu weinen.
    Sie haben meine Mama getötet.
    Sie haben meinem Papa weh getan.
    Sie haben mir weh getan.
    Ich werde ihnen weh tun.
    Ich werde groß und stark werden.
    Ich werde üben und solange trainieren, bis ich stark genug bin um sie zu rächen.
    Ich werde ihnen zeigen, wie ich mich gefühlt habe.
    Ich werde sie finden und töten. „Ich werde sie finden, Papa.“

    15
    „Zieh dich an, Luna. Wir kommen sonst noch zu spät!“
    „Ja.. Wie soll ich mich denn für deine tollen Bekanntschaften kleiden? Elegant? Sexy? Normal?“
    „Ein bisschen was von allem.“
    Seufzend nicke ich Vater zu und tapse in mein Zimmer hoch. Jetzt muss ich auch schon seine Begleitung sein und Aufmerksamkeit erregen..
    'Ein bisschen von allem..'
    Toll. Das heißt jetzt was genau?
    Ich wühle mich durch meinen Kleiderschrank und schmeiße 3 Kleider raus.
    Das erste ist ein schlichtes, knallrotes, enganliegendes und knielanges Kleid mit einem tiefen runden Ausschnitt.
    Das zweite ist Bordeaux und geht mir bis knapp über den Po. Es hat einen hochgeschlossenen Kragen, aber einen weiten, transparenten V-Ausschnitt, sowie viele transparente Streifen am ganzen Kleid.
    Das dritte und letzte Kleid ist hinten lang geschnitten und vorne knapp über den Knien.
    Es ist schwarz mit vereinzelt Glitzersteinen besetzt und hat einen langen Schlitz als Ausschnitt.
    Man sieht viel Brust, bzw viel Haut.
    Nun stehe ich vor den Kleidern und starre sie an.
    Welches soll ich nehmen?
    Am Ende entscheide ich mich für das gewagte dritte Kleid und schlüpfe schnell hinein.
    Zu dem schwarzen Kleid trage ich silberne Glitzer-High-Heels und eine silberne Glitzer-Clutch.
    Meine Haare lasse ich offen, während ich meine Lippen sowie meine Augen stark betone..
    „Fertig. Ist das so wie du es wolltest..Vater?“
    Vater staunt nicht schlecht, als er mich sieht.
    „Du siehst toll aus Luna Schatz. Sie werden alle staunen und du wirst all die Aufmerksamkeit bekommen..!“
    „Na toll. Können wir dann? Ich will mich endlich betrinken..“ „Luna!“
    Schweigend begeben wir uns auf den Weg zu seinem Bekannten.
    Angekommen staune ich nicht schlecht.
    Es ist ein riesiges Anwesen.
    Es könnte als Schloss dienen.
    Dieses prachtvolle Gebäude, diese wunderschönen Gärten. „Henry! Schön, dass du es einrichten konntest. Und was hast du eine wunderschöne Begleitung dabei.“
    „Lucius! Vielen Dank für die Einladung. Darf ich vorstellen: Meine Tochter Luna.“
    Beeindruckt vom Gebäude schaue ich dem Mann in die Augen. Er hat unglaublich viel Ähnlichkeit mit Malfoy.
    Seine Haare sind wasserstoffblond und er hat die selben Augen, sowie blasse Haut.
    Ich reiche ihm die Hand und setze ein Lächeln auf.
    „Luna Carrington. Vielen Dank für die Einladung. Sie haben ein wunderschönes Anwesen.“
    „Lucius. Wenn es dir so sehr gefällt, finden wir bestimmt Zeit, dass mein Sohn es dir zeigen wird. Aber zunächst..“
    , er zeigt mit der Hand in den großen Saal,
    „nehmt euch was zu essen und zu trinken.
    Bis zum Neujahr dauert es ja noch. Bedient euch.“
    „Vielen Dank.!“
    „Ja. Dankeschön, Herr...“
    Ich staune nicht schlecht, als ich den riesigen Saal betrete.
    Von der Decke funkeln prachtvolle Kronleuchter, das Parkett glänzt nur vor sich hin und die Musik hallt im ganzen Gebäude. Doch schon richten sich alle Augen auf mich und das Tuscheln beginnt.
    Ich hatte vor lauter Staunen vergessen was ich anhatte..
    „Sieht aber ganz schön scharf aus die kleine vom Henry..“ „Stimmt!“
    „Ist sie nicht zu jung, um sowas zu tragen?“
    „Das Kleid ist umwerfend..!“
    Schnell nehme ich mir ein Glas Sekt und stelle mich weit in die Ecke.
    Ich bin Blicke gewohnt, aber ich war noch nie unter so vielen Todessern.
    Zwei von ihnen haben mein Leben zerstört und diese könnten hier unter uns sein.
    Ich muss die Augen aufhalten, um sie zu suchen.
    Wenn sie hier sind, dann wird heute der Tag an dem ich Mutter rächen werde!
    Die Zeit vergeht langsam aber sicher und grade als ich mir mein geschätzt siebtes Glas Sekt nehme steht Lucius hinter mir. „Entschuldige. Darf ich dir meinen Sohn vorstellen?“
    Er zieht jemanden hinter sich hervor und es ist..
    „Draco Malfoy. Mein Sohn wird sich um dich kümmern.“
    Ich verschlucke mich am Sekt, als ich ihn vor mir sehe und wir schauen uns ungläubig an.
    „Danke. Ehm. Ich werde kurz Luft schnappen gehen!“
    Ich renne förmlich auf die leere Terrasse der Malfoys und atme tief ein.
    Ich hätte es doch sofort wissen müssen.
    Ich hätte es sofort sehen müssen, als ich Lucius sah.
    Wieso unbedingt er?
    Wieso hier?
    „Was machst du hier?“
    , zischt mir Dracos Stimme aggressiv ins Ohr.
    Ich widme ihm keinen Blick und schaue in die Ferne, während ich ihm antworte.
    „Begleitung spielen..!“
    „Für wen? Deinen Freund!“
    „Kann dir doch egal sein. Ich bin hier. Punkt. Komm damit klar.“ Er packt mich an meiner Schulter und dreht mich zu sich.
    „Bist du seit neustem auch einer?“
    „Was willst du von mir, Malfoy! Nein bin ich nicht und selbst wenn, könnte es dir egal sein! Ich werde niemals einer von euch! Vorher sterbe ich lieber und folge meiner Mutter!“
    , schreie ich ihm ins Gesicht und reiße mich los und schaue zurück in die Ferne.
    „Deine Mutter ist tot..?“
    „Ja.“
    „Todesser haben sie umgebracht, stimmts?“
    „Ja.“
    „Sagst du mir nun, mit wem du hier bist?“
    Genervt schaue ich Malfoy an und da funkeln mich wieder diese wunderschönen sturmgrauen Augen an.
    Mir ist bis eben nicht aufgefallen, das wir so nah beieinander stehen, aber uns trennen nur wenige Zentimeter.
    Mein Blick wandert von seinen Augen hinab zu seinen Lippen und anschließend zu Boden.
    „Mit meinem Vater. Henry. Er ist ein Todesser. Ich darf seine Begleitung spielen um Aufmerksamkeit zu erregen. Keine Ahnung was das für einen Sinn hat.“
    Es herrscht lange Stille, bis Malfoy meine Hand nimmt und mich mit sich zieht.
    Er zieht mich in den Saal, wo alle tanzen, stellt sich hin, legt eine Hand an meine Hüfte und zwinkert mir zu.
    "Was wird das, Malfoy..?"
    "Wenn du schon hier bist, können wir uns wenigstens amüsieren. Du musst dich nicht weiterhin sinnlos betrinken und ich nicht den langweiligen Gesprächen zuhören.."
    Ich schaue ihn verwundert an und lege dann meine Hand auf seine Schulter.
    Wir tanzen lange und ausgiebig und ich fühle mich wirklich wohl. Die Anwesenheit der Todesser macht mir nicht mehr viel aus und ich genieße den Abend dann in allen Zügen.

    16
    ~Fortsetzung Kapitel 15.~

    Kurz vor Mitternacht rennt Malfoy mit mir an der Hand viele Treppen hoch.
    „Malfoy, warte! Ich hab High-Heels an du Arsch! Ich kann nicht so schnell!“
    „Stell dich nicht so an Carrington! Auf jetzt!“
    Endlich bleibt er stehen und grinst mich mit einem fiesen und breiten Grinsen an.
    „Du lebst ja noch.“
    „Ha..Ha..Ha..“
    Ich kann schlecht darüber lachen.
    Ich bin total außer Puste und meine Füße schmerzen wie Sau, doch was ich dann sehe raubt mir jeden Atemzug.
    Wir stehen weit oben auf einer Terrasse, die Musik aus dem Saal ist kaum hörbar.
    „Wow.. Das ist großartig! Diese Aussicht..Malfoy, das ist wirklich schön hier.. Was machen wir hier?“
    Malfoy lächelt mich zufrieden an und erklärt mir, dass wir hier oben ungestört das Neujahr beginnen können und das Feuerwerk ansehen können.
    „Von hier oben hast du die beste Sicht auf das Feuerwerk.“,
    fügt er hinzu.
    Irgendwie ist er anders.
    Er ist nicht so gemein wie sonst und auch ist sein Gesichtsausdruck viel liebevoller als in der Schule.
    Seine Stimme ist sanft und ruhig und allgemein wirkt Malfoy wie ausgetauscht.
    Ich betrachte ihn ganz genau von der Seite und fühle mich ertappt, als sein Blick mich trifft und schaue schnell weg. Plötzlich hört man von unten laute Stimmen runterzählen,
    „ 5...4...3...2...1...FROHES NEUES JAHR!“,
    und das kunstvolle Feuerwerk beginnt seine Farben in die Lüfte zu sprengen.
    Es ist so bildschön, dass ich ganz vergesse Malfoy ein Frohes Neues Jahr zu wünschen, doch schon erklingt seine Stimme und wünscht mir dieses.
    „Danke. Dir auch. Auf ein Jahr voller Überraschungen, Herausforderungen und Erfolgen..“
    Ich widme mich wieder dem Feuerwerk und reibe mir dabei meine Arme, da hier oben der Wind peitscht und mir wirklich kalt ist ohne jegliche Jacke.
    Mit einem Mal liegen Malfoys Arme um mich und er drückt seinen Körper sanft an meinen Rücken.
    Er legt seinen Kopf auf meinem ab, da er einen Kopf größer ist, und ich greife nach seinen Händen, um diese mit meinen zu verschließen.
    Seine Umarmung wird stärker, woraufhin ich mich zu ihm umdrehe.
    „Malfoy..Was..?“
    „Pscht Carrington.“
    Er neigt mein Gesicht behutsam zu seinem und haucht mir einen Kuss auf die Lippen.
    Muss ich das verstehen?
    In der Schule hassen wir uns, streiten wir uns und bekämpfen uns und jetzt stehen wir hier, umarmen und küssen uns?
    Was geht hier vor sich?
    Was passiert mit mir, dass ich mich bei ihm wohl fühle und mich ihm sogar hingebe?
    All diese Fragen werfe ich beiseite, als sein Gesicht sich von mir entfernt.
    Wir schauen uns wieder tief in die Augen und wir beide wissen auf Anhieb, dass uns was verbindet.
    Etwas besonderes.
    Ich zieh ihn an seiner Krawatte an mich und küsse ihn zärtlich. Als Malfoy den Kuss erwidert wird der Kuss leidenschaftlich und inniger als zuvor.
    Er packt mich an den Oberschenkeln und hebt mich hoch, gleichzeitig umschlinge ich seine Hüfte mit meinen Beinen.
    Er öffnet eine Tür, verschließt sie wieder, setzt mich auf dem Tisch ab, löst den Kuss und mustert mich gründlich.
    „Was..?“
    „Ich wollte noch einmal sehen, wie schön du doch bist. So wunderschön. Doch ohne Kleidung würdest du mir besser gefallen..“,
    grinst er mich schelmisch an.
    „Na wenn das so ist..“,
    hauche ich ihm zu und streife meine Träger runter.
    Blitzschnell widmet er sich wieder mir und meinem Körper und zieht mich aus.
    Schließlich liegen wir beide nackt im Bett und küssen uns wild in mitten von Abtastungen des Körpers.
    Malfoy dreht sich auf mich und küsst mich weiterhin stürmisch, während er meine Brüste massiert.
    Ich lege meine Hände auf seinen Rücken und drücke seine Hüfte näher an die meine.
    Er unterbricht unseren Kuss und schaut mich unsicher an: „Wirklich..?“
    „Wirklich!“
    Wieder küssen wir uns heißblütig und als er in mich gleitet stöhne ich kurz auf und fahre mit meinen Händen über seinen Rücken.
    Er bewegt sich erst langsam, doch dann wird er von Stoß zu Stoß schneller.
    Wir wälzen uns im Bett und tauschen somit immer mal die Position.
    „Ja..Draco..“,
    stöhne ich laut auf bevor ich nach ihm komme.
    Außer Puste lassen wir uns ins Bett fallen und atmen einige Male durch, bevor wir irgendetwas sagen. „Du..hast..mich..Draco genannt..“,
    beginnt Malfoy erschöpft grinsend.
    „Kann sein.“, grinse ich zurück.
    „Ich mag es, wie du meinen Vornamen sagst.. Wenn du ihn sagst..“
    Ich schaue ihn an.
    Er ist wirklich anders, genauso wie ich es bin.
    Vielleicht ist das ein Zeichen dafür, dass wir zusammen gehören?
    Ich drehe mich näher an ihn heran, lege meinen Kopf auf deine Brust und schließe meine Augen, während Draco meinen Kopf sanft streichelt.
    Vater wird eh betrunken rumliegen, da kann ich auch hier schlafen..
    Mit diesem Gedanken widme ich mich ganz Malfoys Berührungen bis ich in seinen Armen einschlafe.

    17
    Ein lauter Knall wirft mich aus meinem sanften Schlaf und ich wende meinen Blick zur Tür wo Lucius steht und breit grinst. Draco reibt sich stöhnend die Augen und erhebt sich.
    „Was zur Hölle..!“
    „Sehr gut mein Sohn! Sehr gut gemacht! Der Lord wird mächtig stolz auf dich sein, wenn er erfährt, dass du sie hast!“
    „Vater..!“
    Ich blicke ungläubig zwischen den beiden her.
    „Das du wen hast..?“
    „Na dich, kleine Luna Carrington! Was denkst du, warum Draco so nett zu dir war? Warum hab ich ihn dir vorgestellt? Wieso hat er dich dazu gebracht hier zu bleiben..?“
    Lucius Lache ist herrisch und dunkel.
    Ich blicke geschockt zu Malfoy in der Hoffnung zu hören, dass das alles nur ein dummer Scherz ist, doch sein gesenkter Blick sagt alles.
    Sofort greife ich nach meinen Sachen und zieh mich an.
    „Du elendes Arschloch!“
    „Luna..“
    „Fass mich nicht an du Mistkerl!“
    „Luna, bitte..!“
    „Lass mich hab ich gesagt! Du bist so ein Heuchler! So ein Papakind! Wie kannst du das machen!“
    „Luna ich wollte das nicht..!“
    „Lüg mich nicht an! Ich bin so blöd! Wie konnte ich mich auch nur auf dich einlassen!“
    Mitten in meinem Wutanfall höre ich eine weitere männliche Stimme-Vater.
    „Lucius, dass kannst du nicht machen! Sie ist das einzige was ich noch habe! Nein! Lass sie gehen! Sie hat euch nichts getan!“ „Oh Henry..Was glaubst du, wieso sollte sie wohl mit? Wir musste doch sehen, ob sie zu uns passen würde..Und sie tut es..Besser als jede andere zuvor..“
    „Nein! Luna! Liebling, lauf weg!“
    „Vater!“
    Grade will ich loslaufen, da packt mich eine starke Hand am Arm.
    „Stopp..“
    Malfoy klingt niedergeschlagen, doch sein Griff ist dafür umso stärker.
    „Lass mich los du Schwein!“
    „Luna. Es gibt kein Ausweg mehr. Du wirst eine von uns sein, ob du willst oder nicht.. Glaub mir..Du kannst dich nicht wehren. Nicht gegen den dunklen Lord..“
    Seine Augen sind so voller Schmerz, als er dies sagt, jedoch glaube ich ihm kein weiteres Wort.
    „Draco-appariere mit ihr zum Lord. Ich werde Henry lehren, wie man ein wahrer und treuer Todesser ist.!“
    „Vater-!“
    Und schon sind wir weg.
    Wir stehen in einem dunklen Gang voller kleiner Fackeln.
    Von weitem hört man mehrere Menschen reden, als wären sie auf einer Versammlung.
    Plötzlich bricht Schweigen aus und die Stimme von Voldemort erklingt.
    „Schweigt! Sie muss gleich da sein. Ich spüre sie schon.“
    Meine Hände, meine Zähne, einfach alles an mir zittert-
    nicht nur weil mir kalt ist.
    Draco stubst mich vorsichtig an und nickt zur großen Tür aus der die Stimmen kamen.
    Ich schaue ihn perplex an und schüttel wie wild mit dem Kopf: „Nein. Nein! Da geh ich nicht rein! Einer von denen hat mir meine Mutter genommen und Vater zu dem gemacht was er nun ist! Ich geh da nicht rein! Malfoy lass mich gehen. Bitte!“
    Mein flehender Blick und meine ängstliche Stimme prallen an ihm ab:
    „Ich kann nicht..“
    und er zieht mich mit.
    Jeder noch so starke Versuch mich loszureißen scheitert.
    Die große Tür öffnet sich langsam quietschend und viele Gesichter blicken mich an.
    Stille.
    Ich bemühe mich in keines der Gesichter zu schauen, sondern konzentriere mich auf die vielen verschiedenen Risse im Boden. „Da ist sie ja. Sehr gut Draco. Sehr gut. Wie hast du das nur geschafft..? Nein. Vergiss die Frage. Wichtig ist, dass sie nun mir gehört!“
    „Hättest du wohl gerne.. Ich gehöre dir jetzt nicht und werde dir auch sonst nie gehören!“
    Ich schaue ihm energisch in sein hässliches Gesicht.
    Er grinst.
    „Du wirst. Oder willst du deinen Papi auch noch verlieren..?“ „Vater!“
    Lucius hält Vater am Hals über dem Boden und er sieht nicht gut aus.
    Überall hat er Schnitte und offene Wunden.
    „Na..wie lautet deine Entscheidung..?“
    „Nicht, Kleine.. Tus nicht..!“
    „Niemals, werde ich eine von euch..!“
    „Draco. Du weißt was zu tun ist.“
    Voldemort schaut Malfoy auffordernd an, bis sich dieser mir
    „Tut mir Leid.“
    zuflüstert und zu Vater begibt.
    Er atmet kurz ein und schon erfüllt er sein Befehl.
    „Cruciatus!“
    „Neiiiin! Vater! Nein!“
    Ich will zu ihm rennen, doch zwei Todesser halten mich fest. „Lasst mich los! Vater! Malfoy du Schwein! Lass ihn in Ruhe! Nein!“
    „Cruciatus!“
    „Nein! Bitte! Bitte lass ihn gehen!“
    Weinend sacke ich zu Boden und betrachte den bewusstlosen Körper meines Vaters.
    Ich kann ihn nicht sterben lassen.
    Ich kann nicht auch noch ihn verlieren.
    „Und Carrington, wie sieht es jetzt aus..?“
    Voldemorts Stimme dringt nicht zu mir hindurch, so verzweifelt bin ich.
    Er gibt Malfoy erneut ein Zeichen, worauf er zögerlich seinen Zauberstab hebt:
    „Crucia-“
    „Nein! Warte! Warte! Ich machs! Ich machs, aber lass Vater in Ruhe!“
    Sofort senkt Draco seinen Zauberstab und schaut zum Lord hinauf, der nun mich lachend anschaut.
    „Ich wusste es. Man muss nur wissen wie! Sehr schön. Das war die richtige Entscheidung!“
    Ich bin mir nicht im klaren, was ich grade getan habe, außer meinen Vater gerettet zu haben.
    Ich spüre, wie Voldemort meinen linken Arm nimmt und im nächsten Moment einen furchtbar brennenden Schmerz.
    Doch selbst diesen ignoriere ich und schaue nur auf meinen Vater.
    „Lasst sie los.“
    Kaum merke ich wie die zwei loslassen, laufe ich zu meinem Vater und knie mich zu ihm runter.
    „Papa...Papa, alles gut. Ich bin da. Es wird alles gut.“ „Wieso..hast du das getan, Kleines..?“
    „Ich kann dich doch nicht auch noch verlieren.. Wie soll ich das denn bitte schaffen..?“
    „Du bist ein so dummes Mädchen, Luna..So..ein..dummes..Mädchen..“
    „Papa..? Papa!“
    Er schließt seine Augen und atmet nur noch schwach.
    Hektisch drehe ich mich um, doch es ist niemand mehr da. Niemand, außer Draco, der uns wie versteinert anschaut.
    „Mach doch was! Malfoy mach was! Malfoy!“
    Flehend schaue ich ihn weinend und wütend zugleich an.
    „Du bist Schuld daran! Du hast ihm das angetan! Mach was endlich!“
    Endlich rüttelt er sich auf und begibt sich mit auf die Knie, holt seinen Zauberstab raus und drängelt mich weg.
    „Geh beiseite.“
    „Wenn er stirbt-bring ich dich um!“
    „..Hätte einer der anderen den Fluch ausgesprochen, wäre dein Vater wahrscheinlich schlimmer getroffen..“
    „Soll ich dir jetzt auch noch dankbar sein!“
    „Nein. Aber der Fluch ist nur so stark, wie der Wille des Ausführenden das Opfer zu verletzen..“
    „Das bringt ihm nichts! Mach jetzt endlich was!“
    Er sagt leise Worte-kaum hörbar-und ein sanftes Licht glimmt aus seinem Zauberstab, mit dem er nun über Vaters Körper fährt.
    „Tut mir Leid, dass du nun einer von uns bist.. Ich wollte das nicht.“
    „Halts Maul Malfoy. Ich hab deine Lügerei satt. Und ich bin keiner von euch! Nur weil ich dieses scheiß Mal habe-noch lange nicht!“
    „Du wirst sehen..Du wirst eine von uns. Ob du willst oder nicht..So Fertig. Ich appariere euch nach Hause.“
    „Vergiss es! Ich kann das ohne deine Hilfe.“
    Bevor ich appariere schaue ihn mit hasserfüllten Augen an und bemerke in seinen Augen eine Art Traurigkeit, jedoch ist mir das nun egal.
    „Lass dich nie wieder blicken! Fass mich und Henry nie wieder an! Ich verspreche dir, ich werde erst die Todesser töten, die mir Mutter nahmen und dann dich!“
    Zu Hause lege ich Vater in sein Bett, tupfe seine Stirn kalt ab, decke ihn zu und begebe mich anschließend in mein Zimmer. Erst beim Ausziehen sehe ich das Mal in seiner vollen Pracht an meinem Arm funkeln.
    „Ich werde euch finden..Und euch töten..Versprochen..“

    18
    „Zieh dein Ärmel runter, Kleines..“
    Zügig zieh ich mein linken Ärmel noch weiter runter als er eh schon ist, damit man mein neues Accessoire nicht sehen kann. „Und pass auf dich auf, ja?“
    „Ja..“
    „Und wenn was ist..wende dich bitte an Draco..“
    „Was Ich-“
    „Ich weiß.. Er ist ein Arsch. Er hat mir den Fluch angetan. Er ist einer von uns. Aber deswegen kann er dir hier an der Schule mehr helfen als ich.. Du musst ihn nicht mögen, aber halte dich an ihn, wenn es um Du-weißt-schon-was geht..“
    „Hm..“
    „Bitte, Luna.“
    „Ja gut..Pass du aber auch auf dich auf, ja?“
    „Werd ich machen. Und nun geh in den Express, bevor er losfährt.“
    „Auf Wiedersehen,..Papa.“
    „Wiedersehen..“
    Mir ist nicht wohl bei der Sache und allgemein geht es mir schlechter.
    Seit ich ein Todesser bin schlaf ich kaum noch und mein Hungergefühl ist auch weg.
    Ich bin längst nicht so blass und abgemagert wie Vater, aber ich beginne so auszusehen..
    Um genau das zu vermeiden, muss ich mir das Essen eben reinzwängen und Schlaftabletten nehmen..
    Oder sowas in der Art.
    Im Express setze ich mich hoffnungsvoll in ein leeres Abteil, doch keine Minute später sitzen Hermine, Ron, Harry und Blaise mit darin.
    „Hey Luna! Wie waren deine Ferien? Hast du schöne Weihnachten und Silvester gehabt?“, fragt Hermine mich neugierig.
    In Gedanken schweife ich zur Silvesternacht.
    Es war doch alles so schön-alles so perfekt.
    Und dann musste DAS passieren.
    Unbewusst fasse ich mir sanft an meinen linken Unterarm.
    „Ja. Ja es war wunderschön und bei dir?“, lächle ich sie falsch an.
    Während Hermine nur so plappert wie ein Wasserfall blicke ich zu Blaise und erzwinge mir ein Lächeln.
    Daraufhin öffnet sich die Tür erneut und Malfoy steht in ihr.
    Ich blicke zu ihm und schaue ihn finster an.
    Sein Blick wandert in die Runde, bleibt bei mir kurz stehen und endet auf dem leeren Sitz.
    Ohne weiter zu zögern lässt er sich auf ihm nieder und beginnt mit Blaise zu plaudern.
    Ich fasse es nicht, dass er sich das traut!
    Wie kann er sich hier seelenruhig hinsetzen, als wäre nichts gewesen?
    Als hätte er nicht meinen Vater weh getan?
    Als wäre er nicht mit dran schuld, dass ich nun auch so ein hässliches Monster bin?
    Wie kann er nur so widerlich sein?
    Empört strenge ich mich an Hermines Worten zu lauschen, doch immer wieder ertappe ich mich dabei, wie ich Malfoy beobachte und wie mein Blick immer wieder zu seinem linken Arm schweift. „Was hast du an Silvester gemacht, Luna?“
    Harrys Gesicht schaut mich neugierig an.
    „Ich war auf einer Feier eingeladen..“
    Malfoys Blick erhebt sich und unsere Augen treffen sich.
    Wir müssen beide sofort an den Abend denken.
    Wie wir die ganzen Treppen hoch gerannt sind.
    Wie mir kalt wurde und Malfoy mich umarmt hatte.
    Wie ich mich umdrehte und wir uns in den Augen verloren hatten.
    Dieser Kuss.
    Dieser wahnsinnig innige und voller Leidenschaft gepackter Kuss.
    Seine Berührungen.
    Sein Duft.
    Seine Haut auf meiner.
    All diese Gefühle steigen in mir hoch und ich durchlebe gedanklich die gleiche Nacht im Schnellflug.
    „Luna..?“
    „Malfoy..?“
    Wir beide wenden uns, nachdem wir unseren Namen hörten, wieder zu unserem Gesprächspartner und führen die Gespräche weiter.
    „Hast du einen Neujahrskuss gehabt?“
    „Hermine..“
    „Komm schon. Ja oder Nein?“
    „Ja. Schon..“
    „Was? Mit wem? Wie war er? Also der Kuss?“
    Erneut wandert mein Blick unauffällig rüber zu Malfoy:
    „Er war okay. Hatte schon bessere. Aber wichtig ist ja, dass ich meinen Spaß hatte.“, grinse ich abfällig.
    In Malfoys Augen erkennt man so was wie Erschütterung, aber nur für eine Zehntel Sekunde.
    Die restliche Zeit auf dem Weg nach Hogwarts hab ich mich aus den Gesprächen raus gehalten oder kaum was gesagt.
    Als wir nun endlich auf dem Schulgelände sind, rennt Blaise neben mir her.
    „He Süße, du bist so komisch. Was ist passiert?“
    „Nichts. Alles gut.“
    „Süße. Ich merk doch wie du drauf bist.. Hattest du Streit mit deinem Alten?“
    „Ja. Ja genau. Ich will darüber nicht reden.“
    Eine bessere Ausrede gibt’s nicht.
    Das muss er mir nun einfach abnehmen und vor allem hinnehmen.
    „Ja gut.. Kommst du später noch einmal im Gemeinschaftsraum vorbei? Ich hab noch was für dich.“
    „Ich schau mal..“
    Ohne ein weiteres Wort zu Blaise verschwinde ich in einen der Gänge und begebe mich auf mein Zimmer.
    „Mhm. Schön.“
    Der blumige Zimmerduft wie vor den Ferien-endlich.
    Meinen schweren Koffer schmeiße ich aufs Bett und beginne ihn auszupacken, bis Hermine herein kommt.
    „Du bist so anders. Abwesender.. Ist wirklich alles okay?“ „Ich..will darüber nicht reden, Hermine..“
    „Kommst..du mit was essen, Luna?“
    „Hm. Ich hab keinen Hunger..„
    Ich hab wirklich keinen Hunger, aber ich muss was essen! „..aber ich komm mit. Vielleicht esse ich ja eine Kleinigkeit.“ Nebeneinander laufen wir zum Esssaal und setzen uns gegenüber von Harry und Ron.
    Es gibt viele leckere Speisen.
    Unter anderem Salat, Brötchen, Fleischspieße und Reis-einfach lecker.
    Dennoch-ich bekomme keinen Bissen runter.
    Beim um hersehen fällt mir auf, dass Draco nicht zum Essen da ist.
    Widerwillig beschließe ich bei ihm vorbei zuschauen und packe zwei Brötchen ein.
    „Ich geh schon mal. Ich fühle mich nicht so.. Bis später Hermine. Gute Nacht Jungs..“
    Ich durch stöber alle dunklen Gänge die ich kenne und jede kleine Ecke bis ich vor Malfoys Zimmer stehe.
    Ich will eigentlich vermeiden, in sein Zimmer zu müssen, aber ich hab Vater was versprochen..
    Vorsichtig klopfe ich an und warte, bis jemand aufmacht.
    „Ja..?“
    Malfoys Stimme ist hörbar genervt, ich trete dennoch ein.
    „Hei..“
    „Luna..!“
    „Du warst nicht beim Essen.. Und jetzt, wo wir beide die selben Probleme haben..“
    -Währenddessen krame ich in meiner Tasche die Brötchen aus.-
    „Können wir sie ja zusammen durchleben.. Hier. Du musst was essen, sonst hältst du den nächsten Auftrag nicht aus..“
    Malfoy streckt seine Hand nach dem Brötchen aus und nimmt es sich behutsam weg.
    „Danke.. Es ist nicht vergiftet oder so.. oder?“
    "Ich würde dich nicht vergiften. Ich würde dich foltern, wenn ich dich töten wollen würde.. Damit du das durchlebst, was Vater durchleben musste.“
    Wenn sein Blick sprechen könnte, würde er wahrscheinlich grade schreien..
    Schreien, dass es ihm leid tut.
    Schreien, dass er es nicht wollte.
    Schreien, dass er nichts dafür kann.
    Seine wunderschönen Sturmgrauen Augen blicken direkt in meine smaragdgrünen Augen und da ist es wieder-dieses Funken zwischen uns.
    Ich spüre wie mein Körper heißer wird und wie ich mich zu ihm hingezogen fühle.
    Spüre, wie mein Körper nach seinem schreit und wie dieser es erwidert.
    Schnell werfe ich dieses Verlangen beiseite und schaue ihn fordernd an.
    „Iss.“
    Ein kurzes aber widerwilliges Nicken von ihm und er hat den ersten Bissen unten-ebenso wie ich.
    Wir tun uns beide sichtlich schwer damit, das Brötchen zu essen, doch ich merke wie sich mein Körper über das bisschen Energie freut.
    „Gut.. Ich geh dann mal wieder..“
    Ich steh auf und tapse zur Tür, als Malfoy das Wort ergreift.
    „Es war nicht gespielt.“
    „Hm?“
    „Was ich gemacht habe. Der Kuss. Die Umarmung. Das war echt. Ich hab an dem Abend vergessen, was Vater vorhatte.. Sonst hätte ich es dir doch gesagt, oder dafür gesorgt, dass du vorher weg bist.. Ich wollte das nicht, Luna.“
    „Fällt dir aber spät ein. Du bist dran Schuld, dass ich zu euch gehöre, dass Vater von dir misshandelt wurde. Das kann ich nicht verzeihen.“
    "Ich-“
    „Komm Malfoy. Als hätte das je klappen können mit uns. Ich wollte meinen Spaß mit dir und du mit mir. Wir beide hatten ihn und jetzt ist halt Schluss damit. Wir müssen und wohl beide neue Spielgefährten suchen.“
    Und mit diesem Satz verlasse ich sein Zimmer und begebe mich in Richtung Zimmer.
    Mein Herz schmerzt so stark, dass ich es kaum aushalte.
    Ich war bisher noch nie verliebt oder derartiges.
    Ich weiß nicht wie sich sowas anfühlt, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass das was ich mit Malfoy hatte nah an verliebt sein ran kommt.
    Doch was er getan hat ist nicht zu verzeihen..
    Er hat mein Leben zerstört..
    Mit diesen Gedanken lege ich mich mit Tränen gefüllten Augen ins Bett und lasse ihnen leise freien Lauf, bis ich schließlich einschlafe.

    19
    „Mrs. Carrington? Ich würde nun gerne ihre Tasse sehen um zu deuten. Wenn Sie mir diese bitte geben!“
    Meine erste Stunde Kräuterkunde ist ausgefallen, dadurch konnte ich länger schlafen, jedoch war ich die halbe Nacht wach und da ist es kein Wunder, dass ich um 10:00 Uhr noch immer müde bin wie sonst was.
    Professor Trelawney schaut mich durchdringend an und hält mir ihre Hand hin, woraufhin ich ihr meine Tasse gebe.
    Ich glaube nicht an Wahrsagen oder ähnliches.
    Ich verstehe nicht, wie man aus Teeblättern in die Zukunft sehen können soll.
    „Oh. Aha. Hm. Interessant. Ach du lieber Himmel, Mrs. Carrington!“
    „Hm..?“
    „Kommen Sie her. Na kommen Sie schon. Erkennen Sie es? Da. Was erkennen Sie?“
    „Nun..das..hm. Ich erkenne nichts. Tut mir Leid.“
    „Strengen Sie sich an! Da. Das ist ein schiefes Kreuz. Sehen Sie genau hin!“
    Die Klasse schaut nun ganz intensiv nach vorne, um meine Reaktion zu sehen.
    Unter ihnen auch Blaise und Malfoy.
    „Ja. Kann schon sein. Es könnte sein, ja.“
    „Prüfung und Leiden. Sie werden auf eine Probe gestellt und werden viel durchleiden müssen. Jedoch, wenn Sie dies überstehen, wird ihnen Gutes widerfahren.“
    „Aha..“
    „Und dort? Was sehen sie da!“
    „Ein..Kopf?“
    „Ein Schädel! Oh lieber Himmel. Schädel bedeutet schreckliche Gefahr. Sie oder ein geliebter Mensch wird in schrecklicher Gefahr geraten! Geben Sie gut acht Mrs. Carrington.“
    Prüfung und Leiden und eine schreckliche Gefahr?
    Welch eine Ironie.
    Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, es könnte sogar stimmen, aber ich glaube nicht daran.
    Das ist nur Zufall.
    Reiner Zufall.
    Unberührt setze ich mich wieder an meinen Platz und schon geht das Getuschel los.
    „Glaubst du das stimmt?“
    „Ich denke da kann was dran sein.“
    „Was sie wohl machen wird..“
    „Vielleicht stirbt sie ja!“
    „Gott ihr glaubt den Scheiß doch nicht! Ich werde weder sterben, noch wird mir was passieren. Das ist ein dummer Zufall, dass das rauskommt.“
    „Wenn Sie sich da mal nicht vertun.....Pause!“
    Genervt laufe ich aus dem Raum nach draußen.
    Was soll das denn heißen..?
    Wenn ich mich nicht vertue..
    Was denkt sie wer sie ist?
    Ohne weiter darüber nachzudenken laufe ich an den See.
    Hier kann mir keiner was vorlügen oder mich nerven.
    Ich lasse mich langsam auf dem Steg nieder und lass meine Beine runter baumeln, während ich die frische Seeluft einatme. Vorsichtig ziehe ich mein Ärmel ein Stück hoch und betrachte mein Mal, als ich einen Schlag auf meiner Schulter spüre.
    „Bist du wahnsinnig? Du darfst das Mal niemals zeigen! Es muss abgedeckt sein-die ganze Zeit über!“
    „Mach dich locker, Malfoy. Ich hab doch geguckt..“
    „Hat man gemerkt! Du landest in Askaban, wenn sie das herausfinden!“
    „Und? Ist wahrscheinlich besser, als so einem Idioten zu dienen..“
    Seufzend setzt sich Malfoy neben mich.
    „Du verstehst es nicht.. Du gehörst nun ihm. Egal wo du bist- Du dienst ihm..“
    Diese Worte schmerzen.
    Ich will Voldemort nicht dienen.
    Ich will keine Menschen töten..
    Abrupt steigen mir Tränen in die Augen und die Sätze von Professor Trelawney schießen in meinen Kopf.
    Vielleicht ist mit Prüfung und Leid das mit den Todessern gemeint und schreckliche Gefahr..
    Was, wenn Vater was geschieht?
    Was, wenn er stirbt?
    Ohne es zu merken, kullern die ersten Tränen meine Wange runter und Malfoy bemerkt es.
    Er scheint überfordert zu sein, da er mich nur hilflos anschaut, während mir die Tränen immer stärker runter kullern.
    Als er endlich seinen Arm um mich legt und mich an sich zieht kann ich mich nicht mehr halten und weine laut los.
    Ich weine ununterbrochen in sein Shirt an das ich mich festhalte. Er streicht mir meinen Rücken und versucht mich mit „Sssccchhh“ zu beruhigen, doch ich weine als weiter.
    „W-Wieso ich? W-Wieso m-muss ich einer w-werden? Wi-Wieso nicht Pansy o-oder He-Hermine? Wieso-Wieso ich?“, weine ich bitterlich.
    „Du..bist sehr stark. Auch, wenn du das noch nicht weißt. Der Lord weiß Dinge über dich, die du selbst nicht weißt. Du bist stärker als du denkst.. Er geht davon aus, dass du sogar stärker als Harry werden kannst.. Und genau diese Kraft brauch er um ihn zu besiegen..“
    Bestürzt schaue ich Malfoy an.
    „Ich soll Harry töten! Nein! Nein! Niemals! Ich werde nicht meinen besten Freund.. oder ehemaligen besten Freund töten! Nein!“
    „Du hast keine andere Wahl Luna! Er wird dich umbringen, wenn du es nicht machst!“
    Wutentbrannt stehe ich auf und wische mir die Tränen aus dem Gesicht.
    „Wird er nicht! Wenn ich wirklich so stark bin.. Dann wird er sterben..durch mich!“
    "Luna!“
    „Was!“, schreie ich Malfoy geladen an.
    „Du schaffst das nicht.. Nicht alleine. Er hat zu viele Anhänger.. Und du bist noch nicht stark genug.. Bevor es dazu kommt, wird er dich umgebracht haben..“
    „Dann hilf mir. Steh mir zur Seite. Mach einmal das Richtige, Malfoy.“
    „Luna..“
    „Tz. War ja klar, dass du zu feige bist.. Was dacht ich mir bloß..?“, rufe ich vor mich her wobei ich zurück ins Schloss laufe.
    Ich komme grade rechtzeitig, als die nächste Stunde anfängt. Der restliche Schultag fliegt förmlich an mir vorbei und nach der letzten Stunde Muggelkunde freue ich mich wahnsinnig auf eine heiße Dusche.
    „Hei Luna! Kommst du mit zum Essen? Es gibt Kürbispastete-die liebst du doch so!“, lächelt Hermine mich an.
    „Oh Nein Danke. Ich hab keinen Hunger und ich will auch noch duschen. Geh ruhig und lass es dir schmecken.“
    Ich lächel ihr sanft zu und ergattere ein skeptisches Lächeln zurück ehe sie verschwindet.
    Mir ist so schlecht, wie lange nicht und meine Haut wird von Tag zu Tag blasser.
    Es wird immer schwieriger diese Blässe mit Schminke zu verdecken..
    Einen Grund mehr, wieso ich dusche, wenn alle essen.
    So sieht niemand wie blass und dürr ich wirklich bin.
    Auf dem Weg zu den Duschen sehe ich vereinzelt Schüler auf dem Flur tuscheln, küssen oder einfach laufen.
    Ich lege meinen Handtuch auf die Ablage und drehe das Wasser auf.
    Das heiße Wasser prasselt auf meine Haut hinab und ich fühle mich so unendlich wohl.
    Diese Wärme auf meiner Haut..
    Ich bleibe einige Zeit einfach nur unter der Dusche stehen und lass das Wasser meinen Körper hinunter laufen bis ich mich dazu aufraffe meine Haare zu shampoonieren und meinen Körper einzucremen.
    Erst als ich höre, wie die ersten mit dem Essen fertig sind steige ich fix aus der Dusche und binde mir mein Handtuch um.
    Um mein linken Arm lege ich ein weiteres Handtuch und tapse zurück in mein Zimmer.
    Dort trockne ich mich ab und zieh mir grade meine Unterwäsche an, als mein Unterarm beginnt zu brennen.
    Ich beiß mir auf die Lippe, um nicht vor Schreck und Schmerz loszuschreien und schon reißt jemand die Tür auf-Malfoy.
    „Wir müssen los.!“
    „Was! Ich bin halb nackt!“
    „Egal! Er hasst es, wenn man zu spät kommt. Auf jetzt!“
    Er nimmt meine Hand und ehe ich erneut widersprechen kann apparieren wir zum Versteck.
    Zahlreiche Pfiffe und ausziehende Blicke richten sich an mich, als wir bemerkt werden.
    „Gib mir deine Jacke..Mach schon!“
    Auf der Stelle wirft Draco mir seine Jacke über und ich schlüpfe in sie hinein.
    Zum Glück ist sie mir etwas zu groß und daher bedeckt sie wirklich alles bis unter den Po.
    „Setzen!“, ertönt die Stimme von Voldemort.
    Wir setzen uns alle an den langen Tisch und widmen unsere Augen und Ohren dem Lord.
    „Nun..! Wir sind vollzählig wie ich sehe. Ich habe ein kleines Mitbringsel die unartig war. Das ist Nisha Porhardt. Sie ist der Meinung, dass Muggel ebenso gut wie Zauberer sind und das die schwarze Magie aussterben wird! Lassen wir so ein Verhalten dulden?“
    „NEIN großer Lord!“
    „Carrington!“
    „Ja, oh Lord?“
    Mein Vater steht auf und schaut erwartungsvoll zu Voldemort auf.
    „Nicht Sie. Die Kleine Carrington..“
    Stumm stehe ich auf und schaue mit kräftigem Blick zu ihm hinauf.
    „Ja..?“
    „Teil ihr eine Lektion bei!“
    „W-Was?“
    „Du sollst ihr zeigen, wie es sich anfühlt auf der falschen Seite zu stehen..Verfluch sie!“
    Schockiert schaue ich Malfoy an.
    „Los..Du hast keine Wahl..“, flüstert er mir zu und winkt mit dem Kopf zu dem Mädchen.
    Langsam gehe ich auf sie zu.
    Sie schaut mich verängstigt an, ihr ganzer Körper zittert und ich kann spüren wie sie schreien will.
    Ich hebe zögerlich meinen Zauberstab und richte ihn auf sie.
    „Es tut mir Leid..“, flüstere ich bevor ich mit lauter Stimme den Fluch ausspreche.
    „Cruciatus!“
    Ihr Schrei umhüllt den Raum und ihre Augen weiten sich vor Schmerz.
    Ich lasse meinen Stab auf ihr gerichtet, bis ich ein lautes
    „Es Reicht!“ höre.
    Es ist Lucius Malfoy.
    „Dunkler Lord.. Es scheint mir zu früh zu sein, für sie. Sie ist erst seit kurzem hier. Sie schafft es nicht.“
    „Sei ruhig! Mach weiter Carrington. Aber jetzt..töte sie!“
    „Was! Nein! Nein, ich kann sie nicht töten! Ich kann das nicht! Sie hat mir doch nichts getan! Bitte. Ich kann das nicht!“
    „Nun, dann...Cruciatus!“
    Ein höllischer Schmerz durchfährt meinen Körper und ich sacke blitzschnell zu Boden.
    Vater schreit los und will mir zur Hilfe eilen, jedoch wird er von Lucius und Antonin festgehalten und ich erhasche den schmerzlichen Blick von Draco.
    Die Schmerzen werden immer stärker und ich kann es kaum aushalten.
    Mein Schreien wird immer leiser bis es verstummt und Voldemort aufhört.
    „Niemand widerspricht mir-dem dunklen Lord! Niemand!“
    Ich erhebe mich langsam vom Boden und stütze mich an einem Stuhl ab, als er erneut auf mich schießt.
    „Stupor!“
    Und ehe ich mich versehe, schleudre ich mit voller Wucht gegen die Wand und alles wird schwarz.

    20
    In meinem Kopf dreht sich alles und er schmerzt ganz fürchterlich.
    Ich liege auf weichem Untergrund und irgendwas oder irgendwer hält meine Hand ganz fest.
    Behutsam öffne ich meine Augen und schaue an mir runter. Malfoy hält meine Hand.
    Ruckartig zieh ich meine aus seiner Hand und schaue ihn verstört an.
    „Was soll das? Was machst du hier? Wo ist Vater?“
    Malfoy schreckt hoch und guckt mich verwundert an.
    „Ich sollte mich um dich kümmern, nachdem der dunkle Lord dich getroffen hatte. Dein Vater hat mich darum gebeten, weil er mit meinem Vater reden will. Oder sowas in der Art.“
    „Hm..“, ich versuche mich aufzurichten, doch falle im nächsten Augenblick wieder nach hinten ins Bett vor Schmerzen.
    „Ah. Mist.“
    „Ruh dich aus.. Er hat dich ziemlich stark erwischt.. Es tut mir Leid..“
    „Was? Was tut dir Leid Malfoy?“
    „Du bist wegen mir erst in diese Lage gekommen..Das wollte ich nie..“
    „Hm. Jetzt bin ich aber in dieser Lage und ich werde sie nicht so schnell los. Und ich werde kämpfen-gegen Vol..-den dunklen Lord und ihn besiegen. Mit oder ohne deine Hilfe!“
    Malfoy blickt mir tief in die Augen und in seinen Augen spiegelt sie etwas wie Sorge.
    Macht er sich etwa Sorgen um mich?
    Empfindet er doch was für mich?
    Ich mag diesen Ausdruck in seinen Augen nicht, also lächle ich ihn sanft an und besänftige ihn.
    „Ich schaff das schon. Ich bin doch stark. So leicht gebe ich nicht auf. Wenn ich siege..sind wir alle frei..Du bist frei..“
    Ich kann nicht anders, als seine Hand zu nehmen und ihn eindringlich anzusehen.
    „Wir könnten frei sein, Malfoy..“
    „Wie willst du das anstellen..? Wie stellst du es dir vor? Er wird dich umbringen..“
    Er drückt meine Hand sanft, um mir zu zeigen, dass er das nicht möchte..
    „Wird er nicht. Ich werde ihn dazu bringen mir zu vertrauen. Ich werde besser sein als alle anderen. Ich werde üben um stärker zu werden und werde ihm Honig um den Mund streichen, damit er ohne es zu merken mir gehören wird. Ich werde ihn dazu bringen von mir beeinflusst werden zu können. Und wenn es soweit ist, werde ich ihn umbringen und alle werden frei von ihm sein.“
    „Du..hast dir wirklich Gedanken darüber gemacht, oder? Du willst das wirklich durchziehen..“
    „Natürlich! Ich kämpfe gegen ihn, sofern alles perfekt ist. Kämpfst du mit mir?“
    Ich schaue Malfoy erneut an.
    Diesmal mit einem so sanften und liebevollen Blick.
    Ich will ihn nicht verlieren, auch wenn er daran Schuld ist, dass ich in dieser Lage bin..
    Er ist ein so wundervoller Junge und ohne Voldemort wäre er sicher nicht so..
    „Ich..“
    „Kämpfst du an meiner Seite,...Draco..?“
    Seine Augen funkeln auf, als ich ihn beim Vornamen nenne und er neigt sein Gesicht näher an meins.
    „Ich kämpfe an deiner Seite,..Luna..“
    Und schon liegen seine Lippen auf meinen.
    Es ist nur ein kurzer aber zärtlicher Kuss, der unser Vorhaben besiegelt.
    „Ruh dich weiter aus. Ich schau später noch einmal vorbei. Ach..wenn jemand fragt: Wir waren am See und zwei Unbekannte Männer haben uns attackiert.“
    Zart lächelnd dreht er sich um und geht hinaus und Hermine, Harry und Ron kommen rein.
    „Luna! Wie geht es dir? Alles in Ordnung? Wie fühlst du dich? Tut dir noch was weh?“
    „Woah Woha Woha! Ganz ruhig ihr drei.. Mir geht es schon besser, ja. Danke.“
    „Was..wollte Malfoy bei dir?“
    Harry schaut mich skeptisch an.
    „Er..war dabei, als wir angegriffen wurden. Er hat mir geholfen und ich wollte mich nur bei ihm bedanken. Anstand muss sein.“, lächle ich ihm ins Gesicht.
    „Na gut. Wieso warst du den ganzen Abend weg? Wo warst du denn? Ich hab mir Sorgen gemacht, als du nicht im Bett warst..“ „Entschuldige Hermine. Ich war noch an der frischen Luft-am See-wie gesagt. Ich brauchte einfach Zeit für mich alleine.“
    „Und was wollte Malfoy dann bei dir? Hat er dich genervt oder dich fertig gemacht?“
    „Ron..Du denkst doch nicht etwa, dass Malfoy mich fertig machen könnte.. Ich bitte dich..“
    „Heiii Süße! Was machst du nur für Sachen..?“
    Blaise.
    Wieso müssen die alle kommen?
    Ich will hier weg und zu Vater und nicht unnötig quatschen.. „Blaise, heii.“
    „Wir gehen dann mal, Luna. Wir schauen später noch einmal nach dir. Bis dann.“
    Das Trio verlässt mit Schnellschritt den Krankenflügel und Blaise lässt sich auf dem Stuhl neben mir nieder.
    „Wie geht es dir?“
    „Ganz gut. Kopfschmerzen und Rückenschmerzen, aber sonst ist alles gut.“
    „Gut..He, was hast du da am linken Arm gemacht?“
    Mir wird sofort heiß und ich schau blitzschnell hin.
    Ein weißer Verband ziert meinen linken Unterarm.
    „Ich. Ähm. Nur eine Verbrennung. Sie tut ziemlich weh, daher der Verband, damit die Salbe besser wirkt.“
    „Die Kerle müssen echt fies gewesen sein.. Einfach anfallen ohne Grund.. Was waren das denn für miese Schweine! Hast du nicht gesehen wie sie aussahen!“
    „Nein..Ich..wurde sofort getroffen und hab nichts mehr mitbekommen..“
    „Ich mach sie fertig, wenn ich die Kerle erwische! Niemand verletzt meine Eiskönigin ohne Grund!“
    „Danke Blaise, aber das macht keinen Sinn. Wir wissen nicht wie sie aussahen. Vergiss es einfach.“
    „Nein! Ich mach sie fer..-“
    „Sei mir nicht böse, aber ich bin noch ziemlich erschöpft.. Ich würde gerne schlafen..“
    „Na klar. Ruh dich noch aus. Ich schau morgen früh vorbei. Schlaf gut!“
    Mit einem Stirnkuss verabschiedet sich nun auch Blaise und ich genieße die Stille und ehe ich mich versehe schlafe ich ungewollt wieder ein.

    21
    ~6 Monate Zeitsprung~
    „Harry! Hast du Luna gesehen? Sie ist weg und ich finde sie einfach nicht mehr.. Ich mach mir Sorgen..!“
    „Hermine! Nein. Ich suche Luna auch seit heute morgen-wir waren verabredet.. Wo kann sie sein.?“
    „Ich weiß es nicht.. In den Duschräumen, Toiletten und am See ist sie nicht..“
    „Hast du im Wald nach gesehen?“
    „Im Wald..? Was soll sie im Wald!“
    „Weiß ich nicht, aber wir müssen sie suchen! Was, wenn ihr was passiert ist und sie unsere Hilfe brauch!“
    „Gut..Dann los Harry. Schnell!“
    Hermine und Harry rennen eilig in Richtung Wald.

    Währenddessen setz ich mich kurz hin und schnaufe einige Male tief durch.
    „Machst du schon schlapp? So wirst du ihn nie besiegen!“ Malfoy tut seit Stunden wirklich alles, um mich zum weiter trainieren zu motivieren..
    „Vergiss es! Expulso!“
    „Protego!“
    „Stupor!“
    „Expelliarmus!“
    „Incarcerus! Ha Malfoy.!“, lache ich laut.
    Er steht vor mir, völlig außer Puste und mit Seilen gefesselt. „Geht doch..“
    „Ich muss noch besser werden.. Ich muss mehr trainieren..!“
    „Du musst erstmal Pause machen.. Du trainierst seit über 12 Stunden, Luna!“
    Ich binde ihn von den Seilen los und schaue ihn nur schief an. „Mir geht’s gut.“
    Im nächsten Moment erklingt Musik aus meinem Zauberstab und ich grinse Draco süß an.
    'I only call you when its half past five-
    The only time when i will be by your side..'
    'Thats the real me.. Thats the real me..'
    Sanft wiege ich mich mit der Musik, zieh mir meine Jacke aus und schreite Schritt für Schritt näher an ihn ran.
    Ich schaue Draco verführerisch-passend zum Lied- an und streife an seinem Körper lang.
    „Was..wird das Luna?“, grinst er frech.
    „Nichts. Ich tanze nur.“, grinse ich zurück und beginne seinen Hals zu liebkosen.
    Wir waren uns seit Silvester nicht mehr nah, und das ist nun schon 6 Monate her.
    Ich empfinde ihn immer noch als sehr anziehend und attraktiv und ich bin mir sicher, dass er das selbe fühlt.
    Als er jetzt seine Hände auf meinen Po legt und mich näher an sich ranzieht, bestätigt es nur meine Ahnung.
    Es fühlt sich gut an ihm wieder so nah zu sein, seinen Duft wieder einatmen zu können und seinen Herzschlag zu spüren. „Du bist so wunderschön, Luna.“
    „...“
    „Deine Augen strahlen so schön und dein Haar fällt locker.. Deine Figur ist der toll..Du bist toll..“
    „Sei still..“
    „Was..?“
    „Und küss mich endlich, Draco.“
    Das lässt er sich nicht zweimal sagen und schon liegen seine Lippen nach langer Zeit wieder auf die meinen.
    Dieser Geschmack seiner Lippen und diese Wärme.
    Sein Verlangen nach mir.
    Seine Art mich zu küssen-es hat mir alles gefehlt.

    „Harry es hat kein Sinn! Wir finden sie nicht..!“
    „Sei still!“
    „Was? Also Harry das-“
    „Pssscht! Hörst du das auch?“
    „Was soll ich..-Musik? Luna!“
    Die zwei vernehmen von weiter Ferne leise Musik und folgen dieser sofort.
    „Bitte lass es Luna sein. Bitte..!“
    „Los Hermine. Ich glaub wir sind gleich da!“
    „Glaubst du wirklich, dass es Luna ist? Aber wieso sollte sie hier sein!“
    „Werden wir sehen..! Warte! Da!“
    Harry bleibt ruckartig stehen, als er von weitem zwei Personen erkennen kann.
    Hermine schaut nun auch hin:
    „Ist das..Malfoy!“
    „Sieht so aus.. Aber ich erkenn das Mädchen nicht.“
    „Ach komm, als wenn das Luna wäre..“
    „Wann hören die bitte auf zu knutschen..!“
    Genervt knien sich die zwei hin, um das Geschehen weiter beobachten zu können.
    „Zeig keine Reaktion, aber wir werden beobachtet, Malfoy.“ „Sicher?“
    „Ja. Kannst du apparieren?“
    „Was hast du vor, Luna?“
    „Uns darf man nicht zusammen sehen. Und egal wer das ist, er wartet, bis wir uns trennen werden. Also..Apparieren nach Hause.“
    Mit einem kaum hörbaren 'Plopp' sind wir schon verschwunden und Harry und Hermine müssen enttäuscht zurück ins Schloss laufen.
    Bei mir zu Hause angekommen, stehen wir noch Körper an Körper gepresst zusammen, bis ich Malfoy von mir drücke:
    „Gut. Am besten wir warten eine halbe Stunde und apparieren dann an den See. Dann gehen wir getrennt von einander zurück zum Schloss..“
    „Ich würde zu gerne wissen wer uns beobachtet hat..“
    „Egal wer es war.. Das war knapp.. Wir dürfen uns nicht mehr treffen. Wir müssen uns anfeinden wie immer.“
    „Wie am Anfang..?“
    „Genau. Alles andere erregt Aufsehen..“
    „Und wie willst du trainieren, Luna?“
    „Wir treffen uns am Wochenende bei dir oder bei mir und trainieren da.. Irgendwie schaff ich das schon..!“
    Plötzlich erklingt eine Stimme aus dem Flur.
    „Hallo? Ist da jemand?“
    Ich hatte ganz vergessen, das Vater heute zu Hause ist..
    „Ich bins Vater..und Malfoy.“
    „Luna? Was machst du hier? Und was macht Draco hier?“ „Lange Geschichte..Wir müssen auch gleich wieder zurück, aber eine Tasse Kaffee trinkst ud mit mir, oder?“
    Ich lächel Vater an und gehe an ihm voraus in die Küche.
    Ohne es zu merken, hält er Malfoy auf und zieht ihn beiseite: „Du passt auf meine Kleine auf, ist das klar!“
    „Natürlich Henry.“
    „Die Nummer die ihr abgeschoben habt war schlimm genug! Also pass auf sie auf oder du wirst mich erleben!“
    Malfoy nickt einverstanden und folgt Vater in die Küche.
    „Hier. Ein Kaffee mit Milch und Zucker für dich Vater und für dich einen schwarzen. Ich weiß nicht wie du ihn trinkst.. Und einen mit Milch für mich.“
    Der Kaffee ist noch heiß, sein Dampf steigt in die Höhe und keiner sagt auch nur ein Ton, bis Vater die Stille durchbricht.
    „Du bist blass geworden, Liebes.. Und dünn!“
    „Ich weiß.. Ich versuch alles, um nicht noch schlimmer auszusehen..“
    „Dein Körper braucht Energie..“
    „Ich weiß Vater.. Malfoy und ich..essen auch gemeinsam. Damit wir beide wenigstens etwas essen und so geht es leichter..“ „Genau. Das war Lunas Idee.“
    Vater schaut Malfoy nach seinem Worteinwurf verachtend an, „Mir war bewusst, dass es Lunas Idee war. Sie ist intelligent.“, und richtet seinen Blick wieder an mich.
    „Aber du siehst dennoch nicht gut aus..“
    „Danke.. Du siehst auch nicht sonderlich gut aus, Vater. Du musst mal Pause machen und essen..“
    „Ach Kleines..“
    Ich schaue Vater einige Zeit an.
    Er ist viel blasser als sonst und er wirkt sehr geschwächt.
    Dieser Anblick motiviert mich nun noch mehr, weiter zu trainieren und zu gewinnen.
    „Luna..? Wir müssen langsam..“, erinnert mich Malfoy.
    „Ja. Gut. Wir sehen uns Vater. Bis bald und pass auf dich auf.“ Ich umarme ihn zum Abschied noch einmal und schon verschwinden wir hier und tauchen am See auf.

    22
    „Luna! Wo warst du? Harry und ich haben dich die ganze Zeit gesucht! Und...“
    Hermine rüttelt mir besorgt am Ärmel bis sie Malfoy bemerkt. „Und was hast du mit dem zu tun..!“
    „Wir sind uns zufällig begegnet. Mehr nicht.“
    „Keine Angst Granger-du kannst Carrington für dich haben. Mit so einer will ich nichts zu tun haben.“
    Und weg ist er. Auch wenn ich weiß, dass es gespielt ist, tut es weh sowas zu hören-aus seinem Mund.
    „Also..Wo warst du meine Güte? Ich hab mir Sorgen gemacht.. Harry und ich haben wirklich überall gesucht! Und das einzige was wir dann gefunden haben, war Draco knutschend mit irgendeinem Mädchen!“
    Als Hermine den letzten Teil ausspricht muss ich stark schlucken.
    Was hat sie da grade gesagt?
    Sie haben uns beobachtet?
    Sie haben uns gesehen?
    „Habt ihr gesehen wen er geküsst hat?“, hacke ich vorsichtig nach.
    „Nein. Schade aber auch. Ich hätte es zu gerne gewusst! Was meinst du, wer könnte es gewesen sein? Parkinson! Sie schwärmt doch schon ewig für Malfoy. Vielleicht hat er ja jetzt endlich nachgegeben.“
    Erleichtert darüber, dass sie mich nicht erkannt hat steige ich mit ins Gespräch ein und wir suchen gemeinsam das Mädchen was er wohl nach Hermines Meinung nach geküsst hat.
    „Ja. Wahrscheinlich war er so genervt von Parkinson, dass er sie geküsst hat. War aber bestimmt nicht echt.“
    „Doch und wie! Weißt du wie die zwei herumgeknutscht haben? Die sind definitiv verliebt! Das hätte ich Malfoy gar nicht zu getraut..!“
    Ich muss wirklich aufpassen, dass ich nicht rot werde.
    Zur Kontrolle hole ich meinen Schminkspiegel raus und tu so, als würde ich meinen Lippenstift korrigieren.
    „Du siehst noch gut aus, Luna. Alles gut. Achso. Kommst du mit essen?`“
    Ich müsste mal wieder was essen, aber mein Appetit ist so gering wie Hermines Wissen über Malfoy und Mich..
    Dennoch!
    Hermine darf nicht noch skeptischer werden!
    „Ja klar! Ich hab nur nicht so einen riesigen Hunger. Hab mir erst vorhin ein Brötchen rein geschoben..“
    „Okay-dann los! Ich hab nämlich großen Hunger! Ich hab kein Mittag gegessen, weil ich mir so Sorgen gemacht habe!“
    „Oh. Das tut mir Leid..“, sage ich im loslaufen.
    Hermine macht sich so oft Sorgen um andere..
    Um mich sollte sie sich nun wirklich nicht sorgen..
    Im Saal angekommen kommt Harry angelaufen und umarmt mich.
    „Wo warst du? Wir haben uns Sorgen gemacht..!“
    „Harry.. Es tut mir Leid. Ich wollte euch keine Sorgen bereiten..“ Das wollte ich wirklich nicht..
    Ich setze mich auf die Bank und starre eine Weile auf meinen Teller, welcher mit Suppe gefüllt ist.
    Es ist doch nur Suppe – das werde ich wohl runter bekommen! Bevor ich mit essen beginne, schaue ich ob Malfoy da ist. Natürlich nicht.
    Mir reicht es!
    Ich muss essen-dann muss er auch!
    Ich steh auf und bekomme irritierte Blicke zugeworfen.
    „Ich bin gleich wieder da-Toilette..“, grinse ich falsch und schnelle los.
    Ich achte darauf, dass mich niemand beobachtet, als ich in Richtung Dracos Zimmer laufe und schließlich davor stehen bleibe und klopfe.
    „Ja?“
    Ich öffne die Tür und bekomme einen Malfoy zu sehen, der auf dem Bett liegt und die Decke anstarrt.
    Ich bleibe am Fußende stehen.
    „Du kommst jetzt mit.“
    Er blickt mich verwirrt an.
    „Wohin?“
    „Essen!“
    „Kein Hunger..“
    „Malfoy! Ich muss mir das jetzt auch rein zwängen! Wir haben abgemacht, wir stehen das zusammen durch! Also beweg dein Arsch und komm mit.“
    Draco richtet sich auf und schaut mich desinteressiert an. „Nein.“
    Wütend stampfe ich ums Bett, sodass ich vor ihm stehen bleibe. „Malfoy! Du isst was! Jetzt!“
    Nun grinst er breit und das heißt nichts gutes..
    „Okay. Ich esse etwas. Jetzt. Und zwar dich.“
    Ehe ich reagieren kann zerrt er mich an meiner Hüfte aufs Bett und kniet sich über mich.
    „Malfoy! Das könnte jemand sehen! Außerdem mein ich das ernst! Die anderen warten auf mich!“
    „Dann müssen sie wohl noch bisschen länger auf dich verzichten.“
    Mein Herz rast wieder.
    Seine warmen Hände halten mein Handgelenk fest.
    Seine Knie drücken an meine Oberschenkel und sein Gesicht ist so nah, dass ich seinen heißen Atem spüre.
    Seine Pupillen sind geweitet.
    Sein Atem schnell und seine Wangen gerötet.
    Dieses Gesicht.
    Dieser Körper.
    Dieser Junge ist einfach perfekt.
    Bei seiner genauen Betrachtung beiße ich mir vor Gier nach ihm auf meine Lippe-scheinbar so stark, dass sie anfängt leicht zu bluten.
    „Zerbeiß dir nicht deine sanften Lippen. Schau nur..Jetzt blutet sie.!“, haucht Draco mir leise zu und leckt anschließend das Blut von meiner Lippe.
    Ich merke wie mir heiß wird und wie mein ganzer Körper nach ihm schreit.
    Nachdem er seine Zunge von meinem Mund löst schaue ich ihn intensiv an und beuge mich mit dem Kopf zu ihm vor, als Zeichen dass ich mehr möchte.
    Er grinst mich liebevoll und erfreut zugleich an und kommt der Bitte nach.
    Schon liegen seine Lippen auf meine.
    Meine Hände fahren um seinen Nacken und drücken ihn sanft noch näher an mich.
    Meine Oberschenkel schlinge ich um seine Hüfte und zieh ihn auch so noch näher an mich heran.
    Mein Verlangen nach Draco ist so unglaublich stark, dass ich es kaum kontrollieren kann.
    Ich will ihn bei mir haben-für immer und vor allem jetzt, hier, sofort will ich nichts mehr als ihn nackt auf mir liegend.
    Bei diesem Gedanke erröte ich und werde nur noch wuschiger nach ihm.
    Mittlerweile sind meine Hände in sein Haar gewandert und durchwuscheln es stark mit einzelnem Ziehen vor Leidenschaft. Dracos Hände gleiten über meine Seite hinab zu meinem Oberschenkel und wieder hinauf zur Brust wo er für kurz verweilt, bis er unter mein Shirt fährt.
    Er massiert sanft mit einem angemessen Druck meine rechte Brust und mit der anderen Hand fährt er mir übers Haar.
    Ich recke mich ihm entgegen, woraufhin er den Kuss unterbricht und meinen Hals mit Küssen überschüttet.
    Er streicht von Kuss zu Kuss meinen Hals bis zum Schlüsselbein hinab, bis er meine Brust erreicht.
    Ich greife fest in sein Haar und keuche leise auf, als er über meine Knospe züngelt und anschließend dran saugt.
    Es fühlt sich so gut an.
    Plötzlich hör ich Blaise's Stimme vor der Tür und schubst Draco reflexartig von mir weg, der mich daraufhin ganz geschockt anschaut.
    „Was ist!“
    „Pscht. Blaise steht vor der Tür!“, antworte ich während ich meine Kleidung zurecht zupfe und grade, als ich alles gerichtet habe kommt Blaise rein.
    „Hey Draco, weißt du..-“
    Er schaut uns zwei verwundert an.
    „Was..macht ihr hier? Zu zweit? Luna..?“
    Ich springe auf und springe ihn wie verrückt an.
    „Ich hab auf dich gewartet! Wir haben uns so lange nicht gesehen..Ich wollte dich fragen, ob du mit mir mal was unternimmst..?“
    Innerlich hoffend, dass er mir das abnimmt lächle ich ihn an und warte auf seine Reaktion.
    „Oh Süße du bist wirklich süß! Natürlich machen wir wieder was zusammen. Wie wäre es mit Kino? Heute Abend?“
    Oh Wow.
    Er hat es geschluckt-war ja klar.
    „Heute? Ich..ehm..also..“
    „Na komm schon! Du wolltest doch was unternehmen..“
    „Was läuft denn?“
    „Ich hab nicht nachgeschaut, aber ich such dir welche raus, ja?“ „Ja. Ja okay.“
    Malfoys Blick während dem Gespräch war göttlich.
    Man kann seine Eifersucht förmlich riechen.
    Er würde wohl am liebsten dazwischen gehen und Blaise klar machen, dass ich ihm gehören würde.
    Aber gehöre ich ihm?
    Was ist das denn nun zwischen uns?
    Sind wir in einer festen Beziehung?
    Sind wir in einer offenen Beziehung?
    Sind wir überhaupt in irgendeiner Art von Beziehung?
    Ich weiß es nicht..
    Ich würde so gerne mit Hermine darüber reden können, aber es geht nicht..
    Hermine..
    Heiliger Kuhmist!
    Die warten alle noch beim Essen auf mich!
    Augenblicklich gerate ich in Aufruhr, verabschiede mich schnell und flitze dann auf schnellstem Weg zurück in den Saal, wo die drei-mit Neville von mir aus vier-noch auf mich warten. „Es..tut..mir..Leid..“, schnaufe ich kaum hörbar beim setzen.
    „Wo warst du so lange?“, wundert sich Ron. „Mir..ist..was..dazwischen..ge..kommen..“, schnaufe ich erneut. „Was denn?“
    Hermine ist immer so neugierig..
    “Ach, so eine kleine Schülerin hat den Kräuterkunde-Raum gesucht und ich hab sie hingebracht und noch bisschen mit ihr geredet..“
    „Das ist ja gar nicht deine Art, Luna..“, staunt Harry und fühlt meine Stirn.
    „Bist du krank? Hast du Fieber? Stimmt was nicht?“
    Er muss kichern bei dem Versuch ernst zu bleiben und ich muss schließlich auch schmunzeln.
    „Du bist doch doof, Harry!“
    Ich nehme einen Schluck Wasser und verfalle in Gedanken an das Geschehen vor nicht all zu kurzer Zeit, wobei ich ein verträumtes Lächeln aufsetzen muss.
    Es war wunderschön eben.
    Wäre Blaise nicht gekommen, wären wir noch weiter gegangen. „Luna?“
    „Hmmm..?“
    „Wovon träumst du denn?“
    „Was? Ich träume doch gar nicht Hermine!“
    „Dann erkläre mir dein Lächeln..“
    „Ich, also..-“
    „Oh warte! Warte. Warte. Warte!“, unterbricht sie mich und grinst mich breit an.
    „Wer ist es?“
    „Wer ist was?“
    „Na, wer ist es? In wen hast du dich verguckt?“
    Schlagartig steigt mir die Röte spürbar ins Gesicht.
    „Ich hab mich in niemanden verguckt! Hermine was redest du da!“
    „Doch klar. Jetzt ergibt es auch alles Sinn. Deine Appetitlosigkeit. Deine Abwesenheit. Deine äußerliche Veränderung. Du hast einen Kerl kennen gelernt!“
    Die Jungs, welche immer noch am Tisch sitzen, hören mit großer Interesse zu, sowie die Schüler an einigen Tischen weiter.
    „Hermine sei still!“, zische ich ihr unruhig zu woraufhin sie nur noch breiter grinst.
    „Also gut. Ich hör auf, wenn du es mir auf dem Zimmer erzählst!“ Sofort nicke ich zustimmend.
    Hauptsache sie hört auf, so laut herumzubrüllen ich hätte mich verguckt.
    So ein Schwachsinn..
    Ich steh zusammen mit Hermine auf und wir laufen in unser Zimmer.

    23
    „Also, wer ist es!“
    „Hermine..ich sagte doch schon, ich bin nicht verliebt..“
    „Lüg mich nicht an! Alles deutet darauf hin, also..“
    „Hermine..“
    „Vertraust du mir nicht!“
    „Hermine, das hat damit doch nichts zu tun! Ich bin einfach nicht verliebt, das ist alles! Glaub mir. Wenn es so wäre, wärst du die erste die es wüsste..“
    Hermine schaut mich betrübt an, als wolle sie mir ein schlechtes Gewissen machen-was auch funktioniert.
    Ich lüge sie nicht gerne an, aber wenn sie wüsste, das zwischen mir und Draco was läuft..
    Das wäre eine Katastrophe..
    Zudem habe ich momentan dafür eh keinen Nerv.
    Ich muss mich um Voldemort kümmern und meinen Plan verfolgen ihn zu stürzen!
    Ich bin in den letzten Monaten gut geworden und durch das viele Training auch stärker, aber dennoch bin ich noch lange nicht so gut wie ich sein müsste..
    Zudem hab ich es immer noch nicht geschafft, das Voldemort mir erliegt..
    Aber wie schafft man es auch einen mächtigen, bösartigen Kerl wie Voldemort zu beeinflussen?
    Ich kann mich ja nicht mal an ihn ran machen, da es total unrealistisch rüber kommen würde..
    Wie mach ich das nur..?
    In meinen Gedanken versunken lässt mich Hermine stehen und geht unbemerkt raus.
    Erst nach einigen vergangenen Minuten bemerke ich, dass sie weg ist.
    Um meinen Kopf frei zu bekommen, beschließe ich noch eine abendliche Jogging-Runde einzulegen und schlüpfe schnurstracks in meine enge Jogging-Leggins und in meinen Sport-Bh.
    Motiviert laufe ich die Treppen runter und dehne mich draußen vor dem Schloss.
    Bevor ich loslaufe stöpsle ich mir meine Kopfhörer ein und schon laufe ich los und lasse meinen Gedanken freien Lauf.
    Wie bekomme ich sein Vertrauen..?
    Wie bekomme ich sein Vertrauen?
    Vielleicht über Lucius?
    Aber wie soll ich mich bei ihm einschleimen?
    Ich kann mich schlecht an Dracos Vater machen..
    Über Bellatrix?
    Nein, die ist mir noch unsympathischer..
    Vielleicht würde eine Opfergabe helfen?
    Aber ich will niemanden töten..
    Ich könnte versuchen ihm willkürliche Tipps zu geben, die unwichtig sind aber wichtig erscheinen und so seine Aufmerksamkeit bekommen..
    Gedanken über Gedanken rasen mir im Kopf umher.
    Nachdem ich über eine Stunde um den See gejoggt bin lasse ich mich ins Gras fallen, schalte die Musik aus und schaue in den sternklaren Himmel.
    Plötzlich streift eine Sternschnuppe am Himmelszelt entlang und ich schließe augenblicklich die Augen um mir was zu wünschen. „Mach, das ich stark bin und das ich das Böse besiegen kann. Lass mich bitte die verhassten bestrafen und die liebenden retten. Lass mich mich opfern, um der Nachwelt gutes zu geben und Vater und Draco ein einfacheres Leben zu erfüllen.“, denke ich mir voller Hoffnung.
    Anschließend öffne ich wieder meine Augen und mich durchfährt ein Gedankenblitz.
    „Blaise!“
    Ich hab die Verabredung total vergessen!
    Ich springe fix auf und renne so schnell ich kann zurück zur Schule, wo Blaise schon wartet.
    „Luna! Ich warte sein einer halben Stunde auf dich! Wo warst du!“
    „Blaise! Es..Es tut mir...wir..wirklich Leid!“, schnaufe ich erschöpft. „Ich..Geb mir eine viertel Stunde..“
    Blaise seufzt und lächelt daraufhin sanft.
    „Mach langsam. Wir können auch in die Spätvorstellung in 1 ½ Stunden gehen.. Mach dich in Ruhe fertig und komm dann zum Gemeinschaftsraum..“
    „Du bist ein Schatz, Blaise!“
    Ich drück ihm einen flüchtigen Wangenkuss auf und verschwinde nach drinnen.
    Auf meinem Zimmer such ich mir schnell neue Unterwäsche raus und begebe mich auf schnellsten Weg unter die Dusche.
    Auch wenn Blaise meint, ich könnte langsam machen, fühl ich mich etwas schlecht, dass er so lange warten musste..
    Ich hopse in die Dusche und beginne mit meiner Routine-immer darauf bedacht, dass mein linker Unterarm nicht zu sehen ist. Nach dem duschen zieh ich mir meinen Bh und meinen Slip an, werfe mir den Bademantel über und binde mir einen Handtuch-Turban.
    Im Anschluss laufe ich zurück auf mein Zimmer und stelle mir die große Frage:
    „Was zieh ich an..!“
    Mir fällt die Entscheidung sichtlich schwer..
    Ist es ein Date oder einfach nur ein Treffen?
    Zieht man sich eher schick oder lässig an?
    Ich bin überfordert..
    Zum Ende hin entscheide ich mich für eine Mischung aus beidem. Ich ziehe ein schwarzen High-Waist-Rock, ein schwarz-weißes langärmliges Blümchen-Crop-Top und schwarze Chucks an. Meine Augen schminke ich nur mit einem gekonnten Eyeliner-Strich und Mascara, ein bisschen Rouge auf den Wangen und einen zart-rosanen Lippenstift.
    Meine Haare sind soweit offen, bis auf die Ausnahme, dass ich an jeder Seite eine kleine Strähne geflochten habe und locker nach hinten gesteckt habe.
    Im Spiegel betrachte ich mein vollendetes Werk und bin zufrieden.
    „Okay. So wird das gehen..“
    Schon schnappe ich mir meine kleine, weiße Schultertasche und gehe zum Gemeinschaftsraum der Slytherins.
    Ich öffne die Tür und stecke mein Kopf durch, um zu sehen ob Blaise schon da ist-doch keine Spur von ihm also gehe ich rein. Einige Slytherin-Schüler gaffen mich an, andere ignorieren mich. Desinteressiert nehme ich Platz und warte.
    Nach nur 10 Minuten kommt er die Treppe hinab gelaufen und begrüßt mich mit einem dicken Wangenkuss.
    Blaise hat einen wirklich guten Klamottenstil.
    Er trägt eine schwarze, leicht enge Jeans, ein weißes T-Shirt mit schwarzem Aufdruck, darüber ein lässiges Jeanshemd und weiße Vans.
    „Wow! Du siehst umwerfend aus.“
    „Dankeschön..Du siehst auch gut aus, Blaise.“
    „Wollen wir?“
    Ich nicke ihm zu und hake mich in seinen ausgestreckten Arm ein und wir gehen los.
    „Weißt du schon, welchen Film wir schauen?“
    „Hm. Also zur Auswahl stehen: Quarantäne-ein Horrorfilm, Kein Ort ohne Dich-eine Liebesschnulze und Jurassic World-ein Actionfilm. Such dir was aus, Süße.“
    Horrorfilm? Nein Danke.
    Mein Leben ist schon Horror genug.
    Liebesfilm? Oh Gott, darf ich kotzen?
    Actionfilm? Ich denke das könnte gut werden.
    „Ich denke Jurassic World wäre gut, oder?“
    „Ohja! Ich hab so gehofft, dass du den wählst!“ Blaise schaut mich fröhlich grinsend an und als wir endlich vor dem Kino stehen bezahlt er und holt eine große Tüte Popcorn.
    „Reihe 5, Platz 7..? Wieso nur ein Platz? Blaise? Das ist nur ein Platz..“
    „Nein, Nein. Das ist.. nunja..ein..Päärchensitz.“
    „Bitte was! Blaise..!“, schockiert blicke ich ihn an.
    Das kann doch nicht sein ernst sein.
    Er kann sich doch nicht an mich ran machen wollen..!
    „Nein Nein! Sie hatten keine anderen Plätze nebeneinander.. Mensch Luna..“, winkt er schnell schmunzelnd ab.
    Erleichtert schnaufe ich aus und sehe wie Blaise jedoch bedrückt zu Boden schaut.
    „Es tut mir Leid.. Ich will dich halt nicht als besten Freund verlieren..“
    „Schon gut.. Ich bin dein bester Freund.. Aus dieser Zone kommt keiner raus..“
    Er versucht definitiv seine Enttäuschung wegzulachen-klappt aber nicht.
    Ich denke darüber nach, einfach zu gehen, da diese Situation mehr als nur peinlich ist, doch so unerzogen bin ich nicht.
    Ich werde mich da durchkämpfen.
    Es ist schließlich nur ein Kinobesuch, richtig?
    Wir suchen unseren Platz und machen es uns gemütlich, als der Film beginnt.

    24
    „Der Film war klasse! Danke, dass du mich eingeladen hast!“
    „Ja oder? Diese Effekte und diese Grafik! Es war so realistisch!“ Unsere peinliche Situation von vorhin ist vergessen und wir reden ununterbrochen von dem unglaublich guten Film.
    „Weißt du was? Darauf trinken wir einen!“
    „Blaise..Haha. Wir wollten nur ins Kino..“
    „Ach komm. Ein Butterbier wird nicht schaden.. Außerdem ist morgen keine Schule!“
    Er hat recht.. Morgen haben wir frei und ein Butterbier wird mir nun wirklich nicht schaden, also stimme ich zu und wir begeben uns in eine Bar.
    „Wir hätten gerne zwei Butterbiere bitte.“
    „Kommt sofort.“
    Wir sitzen uns gegenüber und beginnen wieder über den Film zu reden.
    Wir kommen von einem Thema zum nächsten und von einem Butterbier zum nächsten.
    „Luna..Du bist eine so tolle Frau..Was ist los, dass du keinen Kerl hast..?“, fragt mich Blaise schon angetrunken.
    „Ach Blaise. Das ist das falsche Thema.“
    „He Luna. Schau mal!“, flüstert er mir zu und greift zu seiner Tasche.
    Er öffnet sie einen Spalt und zwei Flaschen Feuerwhiskey stechen heraus.
    „Blaise! Woher hast du die!“
    „Psssscht! Hab sie von meinem Alten geklaut. Er hat genug davon..“
    Ich hab schon ewig kein Feuerwhiskey mehr getrunken. Prinzipiell dürfen wir auch noch keinen trinken, aber Vater achtet nicht so drauf.
    Ich grinse Blaise in meinem ebenfalls angetrunkenen Zustand zu und stehe auf.
    „Komm. Wir müssen sie probieren!“
    Grinsend folgt er mir und wir gehen wieder Richtung Schloss. „Wo willst du sie trinken, Luna?“
    „Wie wäre es..wenn wir noch paar dazu holen.. und dann..Flaschendrehen spielen..!“
    Das war die Idee! Blaise findet die Idee ebenso wie ich einfach genial und wir trennen uns, um andere zu holen.
    Ich laufe, beziehungsweise torkle in mein Zimmer und treffe auf Hermine.
    „Und wie war das Kino..?“
    „HiHiHi. Komm mit. Wir spielen Flaschendrehen..loooos.“ „Du..hast getrunken?“
    „Psssscht. Sag es niemanden! Komm jetzt. Das wird lustig!“
    Ich bin schon fast aus der Tür, da ich mir sicher bin, dass Hermine eh nein sagt, da tapst sie hinter mir her.
    „Okay. Wer ist noch dabei!“
    Ich zucke mit den Schultern.
    „Jeden den wir finden. Du kannst Ron und Harry holen-ich geh schon mal in Blaise's Zimmer.“
    Wir nicken uns zu und gehen in verschiedene Richtungen.
    Als ich im Zimmer der Jungs ankomme sitzen schon einige Schüler auf dem Boden.
    „Lunaaa. Schau mal. Da ist Paaansy, Ceeedric und Draaaco. Und Draaaco hat auch noch Feuerwhiskey mitgebracht. Wen hast du?“
    „Hermine, Ron und Harry kommen..“, grinse ich breit.
    Draco schaut mich tiefblickend an und es scheint ihm nicht zu gefallen, dass ich angetrunken bin.
    Im nächsten Moment kommt das Trio rein.
    „Aaaaah! Die drei sind daaa. Dann können wir loslegen..Okay.. irgendwelche Regeln?“
    Ich melde mich zu Wort: „Ausziehen, wenn man was nicht machen will-aber nicht weiter als Unterwäsche!“
    „Laaaangweilig Luna.“
    „Blaise..Sonst geh ich!“
    „Okay. Okay. Sonst irgendwas?“
    Keiner sagt was.
    Wir setzen und alle in einen Kreis.
    Cedric, Hermine, Ich, Blaise, Draco, Pansy, Ron und Harry.
    In der Mitte liegt eine leere Flasche und vor jedem steht ein kleiner Shot-Becher.

    Blaise: „Okay. Ich fang an. Derjenige, der die Flasche abbekommt, muss 3 Shots trinken.“
    Er dreht die Flasche und sie hält bei Cedric und dieser trinkt 3 mal Feuerwhiskey.
    Cedric: „ Derjenige, der die Flasche abbekommt, muss wie ein Huhn gackern!“
    Auch er dreht die Flasche und diesmal trifft sie Ron.
    Sofort beginnt er wie ein Huhn zu gackern und wir müssen uns alle zusammenreißen, um nicht laut loszulachen.
    Nach ungefähr 30 Minuten ist noch keiner wirklich voll und ich hoffe, dass die Flasche mich trifft, um das ganze hier aufzumischen..
    Harry: „ Derjenige, der die Flasche abbekommt, muss 2 Shots trinken und einen Handstand machen!“
    Die Flasche dreht sich und dreht sich, bis sie bei mir stehen bleibt.
    Ich grinse, nehme mir 2 Shots und mache anschließend den Handstand.
    Ich: „Also gut. Das war bisher echt langweilig..Soo.
    Derjenige, der die Flasche abbekommt, muss 2 Shots trinken und die zweite Person von links küssen.“
    Amüsiert wegen der Gesichter drehe ich die Flasche und sie bleibt bei Hermine stehen.
    Sie schaut hochrot in die Runde und wir lachen alle.
    Sie muss Blaise küssen.
    Blaise: „Na komm Granger! Das wird ja wohl nicht dein erster Kuss sein..!“
    Hermine: „Nein! Ich küss ihn nicht! Nie im Leben!“
    Ich: „Dann musst du 2 Shots+1 Strafshot trinken!“
    Grinsend gieße ich ihr den Feuerwhiskey ein und sie ext alle drei runter.
    Sie wird sofort angetrunken, da sie nichts ab kann.
    Hermine: „ Okay..Gut..Derjenige, der die Flasche abbekommt, muss 4 Shots trinken und die Person links neben sich küssen. 10 Sekunden lang!“
    Sie dreht die Flasche und alle schauen gespannt wo sie hält.
    Draco: „Vergiss es! Ich küss Parkinson nicht!“
    Wir lachen und er bekommt 4 Shots+1 Strafshot eingeschenkt.
    Nach nun 2 Stunden sind wirklich alle ziemlich voll und jeder von uns ist in Unterwäsche oder kurz davor.
    Von dem Feuerwhiskey ist nur noch eine halbe Flasche vorhanden.
    Cedric, Ron, Hermine und Harry haben sich inzwischen ins Bett begeben diese Langweiler.
    Pansy, Blaise, Draco und Ich spielen noch die halbe Flasche leer.
    Pansy: „ Derjenige...der die...Flasche ab...bekommt, muss Draaaco küssssen.“
    Pansys Gelalle versteht man kaum noch, aber noch gut genug und sie beginnt zu drehen.
    Ich schaue die Flasche starrend an.
    Sie bleibt bei mir stehen.
    Ich darf Draco nun vor den beiden küssen.
    Besser geht’s nicht.
    Ich grinse Parkinson an und krabble zu Draco rüber, der mich eingehend anschaut und ebenfalls grinst, und lege meine Lippen auf die seine.
    Er zieht mich an sich ran und wir verlieren uns im Kuss.
    Erst als wir Blaise und Pansy lautstark protestieren hören lösen wir uns voneinander
    Pansy: „Ich sagte küssen! Nicht verschlingen du kleine Schla#pe!“
    Ich: „Wie nennst du mich du Gollum!“
    Ich schaue sie voller Zorn an und baue mich vor ihr auf, doch die Jungs halten uns zurück.
    Blaise: „Okay. Gut. Luna, du bist dran.“
    Ich nehme die Flasche und überlege.
    „Derjenige...der die...Flasche ab...bekommt, muss sich eine Person aussuchen mit der er im Nebenzimmer verschwindet. Da muss dann einer der beiden einen Höhepunkt bekommen.. Egal wie.“
    Ich grinse breit und sehe in rote, nervöse Gesichter und beginne zu drehen.
    Die Flasche dreht und dreht und dreht sich.
    Ich hab das Gefühl sie würde sich nie endend drehen..
    Die Flasche wird langsamer und langsamer und bleibt schließlich stehen-vor Blaise.
    Draco schaut sichtlich schockiert, ebenso wie ich.
    Wir wissen beide wen er wählen wird.
    Blaise: „Na dann wollen wir mal, Süüüße.“
    Ich gucke Draco kurz an und erhasche einen eifersüchtigen und mit Wut gefüllten Blick.

    Als ich aufstehe, steht Draco mit auf und daraufhin auch Pansy. Nun stehen wir alle in einem Kreis und schauen uns an.
    Draco blickt Blaise böse an und dieser erwidert ihn mit einem schelmischen breiten Grinsen.
    Er nimmt meine Hand, als Draco sie ihm ausschlägt.
    „Vergiss es!“
    Blaise schaut ihn sauer an: „Was soll der Scheiß! Du durftest sie auch küssssen!“
    „Küssen! Küssen und..und Das ist was völ..lig anderes!“
    „Na uuund? Stell dich nicht so an. Komm Llluna!“
    „Fass sie nicht an!“
    Draco zerrt mich am Arm neben sich und funkelt Blaise an.
    „Sag mal was sollll das? Willllst du Stressss, Maaalfoy? Willst du?“ Pansy und ich schauen wie beim Ping-Pong-Spiel zwischen den zwei hin und her.
    „Na komm, Blllaise! Ich bin eh stärkeeer!“
    „Vergiss es! Du bist doch eine Lllachnnnummer! Was soll das jetzt? Denkst du Llluna würde iiirgendwas von dir wollen! Luna gehört zu einem Mann wie mmmir!“
    „Sie gehörrrt mir, Blaise! Lllass die Finger von ihr!“
    Streiten sich die zwei nun grade wirklich wegen mir? Das ist so nervig..
    „Wieso sollte ich ...die...F-Finger von ihr llllassen, Hm!“
    „Weil..“
    „Weil was? Wieso Draaaco? Wwwieso!“
    „...“
    „Ha. Du weißt keinen Grund. Also komm ruuunter und lllass mich jetzt an sie rannn!“
    „Weil ich sie liebe!“

    25
    Stille.
    Keiner weiß, was er sagen soll.
    Ich schaue verwundert zu Malfoy.
    Hat er gesagt, dass er mich liebt oder hab ich mir das eingebildet?
    Kann ich das überhaupt glauben, schließlich sind wir alle mehr als betrunken.
    Pansy bricht mit entsetztem Quietschen das Schweigen: „Waaas? Du liebst die da? Draco Schatz, sag dass das nur ein Scherz ist. Sag, dass du nicht verliebt bist! Draco! Sag was!“ Blaise schaut ihn ebenfalls verwundert an:
    „Du liebst sie? Du? Draco Malfoy, bist verliebt? Das kannst du mir nicht sagen. Luna, sag was dazu. Na komm schon. Sag was!“
    Mir fehlen die Worte.
    Was sagt man in solch einer Situation?
    Wie reagiert man?
    Soll ich ihm um den Hals fallen?
    Oder soll ich eher auf Abstand bleiben?
    Soll ich ihn küssen und ihm sagen das ich ihn auch liebe?
    Oder soll ich weiterhin still sein?
    Was soll ich machen?
    Was mach ich nur?
    Was soll ich machen?
    Diese Fragen kreisen wie wild in meinem Kopf und erzeugen unglaubliche Kopfschmerzen-
    abgesehen von den Kopfschmerzen die ich so vom Alkohol schon hatte.
    Ich weiß nicht wohin mit den Gedanken, weiß nicht wohin mit mir. Reflexartig entschließe ich mich für die wohl dümmste Lösung: Weglaufen.
    Ich laufe augenblicklich aus dem Zimmer, durch den Gemeinschaftsraum bis hin zu dunklen Gängen.
    Ich laufe immer weiter, bis ich vor meinem Zimmer stehe.
    Ob Hermine schon schläft?
    Vielleicht ist sie doch noch wach.
    Ich öffne vorsichtig die Tür und was ich zu Gesicht bekomme schockiert mich nun noch mehr.
    Ron und Hermine knutschen auf dem Bett wild herum und bemerken mich vorerst gar nicht.
    Wie erstarrt schaue ich hin und gehe leise rückwärts, wobei ich ein Buch vom Tisch stupse und es runter fallen lasse.
    Sofort erschrecken sich die zwei und schauen zur Tür, wo ich stehe.
    „Luna! Es ist nicht das wonach es aussieht!“
    „Ihr knutscht..Danach sieht es aus..“
    „Luna!“
    „Hermine..Ich..“
    Oh Gott. Mir wurde schlagartig speiübel und ich renne aus dem Zimmer Richtung Toiletten.
    Grade rechtzeitig komme ich an und übergebe mich.
    Das war zu viel.
    Zu viel Butterbier.
    Zu viel Feuerwhiskey.
    Zu viel Draco und Blaise.
    Und die zwei Knutschenden gaben mir den Rest.
    Ich hänge über der Kloschüssel und fühle mich wie der letzte Dreck.
    Immer wieder kommt was hoch und ich sitze gefühlt 1 Stunde nur vor der Toilette um mich zu übergeben.
    Als mein Befinden besser ist stehe ich langsam auf uns begebe mich zurück auf mein Zimmer in der Hoffnung, dass die zwei Täubchen fertig sind.
    Vorsichtig öffne ich die Zimmertür und schaue um die Ecke. Hermine liegt schlafend im Bett.
    Sehr gut.
    Ich tapse leise an mein Bett, ziehe mich aus und lasse mich ins Bett fallen.
    Bevor ich die Augen schließe, blicke ich eine Weile an die Decke und lass meinen Gedanken freien Lauf.
    Draco hat gesagt er liebe mich..
    Er war eifersüchtig..
    Und ich olle Nuss bin weggelaufen..
    Wahrscheinlich hat er es nur so gesagt, weil er betrunken war..ist..
    Keine Ahnung.
    Wir waren..sind..alle sehr betrunken..
    Mein Kopf brummt, als würde ein kleiner Affe darin sitzen und wie wild auf Trommeln spielen.
    Die Gedanken machen das Spiel des kleinen imaginären Affens nur noch schlimmer und somit versuche ich meinen Kopf von allen Gedanken zu befreien.
    Keine Gedanken.
    Leerer Kopf.
    Keine Gedanken.
    Leerer Kopf.
    Ich wiederhole diese Tortur solange, bis ich wirklich einschlafe. Die Nacht ist sehr unruhig.

    Immer wieder träume ich von Malfoy, wie er mir seine Liebe gesteht, doch dann erscheinen Blaise und Pansy die sich dazwischen quetschen.
    Blaise lacht schrecklich laut und Pansy quietscht die ganze Zeit. Sie sehen so unglaublich verrückt und gestört aus, dass ich höllische Angst vor ihnen habe.
    Dann beginnt auch Draco an zu lachen und Hermine, Ron, Cedric und Harry stoßen dazu.
    Alle richten den Finger auf mich und lachen gehässig.
    Im Hintergrund schreien Stimmen:
    „Dachtest du er meint es ernst? Wie jämmerlich!“
    „Du bist doch nur ein kleiner Betthase!“
    „Draco liebt niemand anderes als sich selbst!“
    „Er würde niemals was ernstes haben wollen!“
    Die Stimmen werden von Sekunde zu Sekunde lauter.
    Ich versuche zu schreien, doch ich bekomme meinen Mund nicht auf-er wurde zugenäht.
    Mein Gesicht ist ganz feucht vor lauter Tränen und plötzlich ist alles ganz still.
    Die Stimmen sind stumm, die Personen verschwunden.
    Ich stehe alleine in einem dunklen Raum und mein Mund ist wieder offen.
    Ich rufe leise um Hilfe, doch bekomme keine Antwort.
    Endlich höre ich jemanden und kann erkennen wie sich vor mir eine Art Nebel bildet und Vater austritt.
    „Vater! Ich bin so froh, dass du da bist..“
    „Sei still. Du bist nicht meine Tochter. Du bist für mich gestorben. Du bist am Tod deiner Mutter Schuld! Und jetzt willst du was von einem wie Draco? Du enttäuschst mich!“
    „Vater! Ich-“
    „Schweig!“
    Ich schrecke hoch.
    Über mir schwebt ein riesiger Voldemort und grinst schrecklich breit.
    „Luna mein liebes Kind. Du gehörst mir. Nur mir alleine. Es gibt keinen Platz für Familie und einen Freund. Du brauchst niemanden außer mir.“
    In mir brodelt die Angst hoch.
    Ich fürchte mich wie nie vor ihm und werde immer kleiner bis ich schließlich die Größe einer Maus erreicht habe.
    Ich irre durch den Raum, versuche mich zu verstecken, doch keine Chance.
    „Wo willst du denn hin Luna? Du gehörst mir! Mir alleine! Und das werde ich dir beibringen. Du wirst erkennen, wie gut es sich anfühlt niemanden zu haben!“
    Grausames Lachen erfüllt den Raum.
    Plötzlich stoßen zwei Stühle auf den Betonboden hinab.
    Darauf sitzen Draco und Vater -angekettet.
    Ich erlange wieder meine normale Größe und bin wie aus dem nichts gelähmt.
    „Schau genau hin!“
    Voldemort steht neben mir, grinst mich an und schon richtet er seinen Zauberstab auf Draco:
    „Sectumsempra!“
    „Nein! Draco! Nein!“
    Draco ist sofort übersät mit blutigen Schnittwunden aus denen das Blut nur so herausströmt.
    Ich fühle mich so hilflos und will meine Augen schließen, doch ich kann nicht.
    Im wahrsten Sinne des Wortes.. Ich kann nicht!
    Ich werde gezwungen hinzuschauen.
    Nun richtet Voldemort seinen Zauberstab auf Vater und tötet auch ihn.
    „Sectumsempra!“
    „Nein! Vater! Vater! Nein! Lass ihn! Bitte! Nein!“
    Mit einem lauten Schrei wache ich verschwitzt auf.
    Sofort rennt Hermine zu mir und umarmt mich.
    „Es ist alles gut. Es war nur ein Traum. Ganz ruhig, Luna.!“
    "Nein. Draco. Vater. Nein. Nein.“
    „Schhht!“
    Ich zitter am ganzen Körper und weine bitterlich, während Hermine mich sanft wiegt und mir meinen Kopf streichelt.
    „Ich bin da. Ganz ruhig. Es war nur ein Traum.. Es ist alles gut..Schhht. Rutsch rüber.. Ich lass dich nicht alleine..“
    Ich rutsche zur Seite und lasse Hermine stumm neben mir Platz nehmen.
    Sie drückt mich sanft zurück ins Bett und lässt mich nicht los. Mein Herz rast noch immer schnell, doch ich versuche die Augen zu schließen und mich auf Hermines Atmung zu konzentrieren. Sie atmet ruhig und gleichmäßig.
    Ich nehme ihre Hand in meine und versuche ruhiger zu werden. Nach einer Stunde fallen meine Augen zu und die restlichen Stunden schlafe ich ruhig und traumlos.

    26
    Seit dem Abend an dem Draco im betrunkenen Zustand sagte er würde mich lieben, ist eine Woche vergangen.
    Ich habe ihn auch seitdem nirgends gesehen, ebenso wie Blaise, was ziemlich komisch ist.
    Langsam mache ich mir ernsthafte Sorgen um die zwei.. Gedanklich abwesend laufe ich in den Ess-Saal und setze mich neben Hermine.
    Heute in einer Woche haben wir zwei Wochen frei, da die Lehrer auf eine Art Weiterbildung gehen.
    Meine Freude hält sich jedoch in Grenzen, da ich dann nur noch weniger Zeit haben werde.
    Vater und ich werden von morgens bis abends für Volde..
    -den dunklen Lord- arbeiten und Missionen erledigen.
    Wir werden kaum Ruhe haben und nach den zwei Wochen werde ich nur noch schlimmer aussehen.
    Allerdings muss ich diese Zeit auch nutzen, um näher an Volde..
    -den dunklen Lord..zu kommen.
    Ich habe in den letzten Sitzungen schon oft bemerkt, wie er mich anschaut.
    Auch er ist nur ein männliches Wesen..
    Vielleicht kann ich ihn ja doch mit meiner Weiblichkeit herumkriegen..
    Plötzlich wackeln alle Kerzenleuchter hin und her, die Lichter flackern wie wild und ein eiskalter Wind bläst durch den Saal.
    Als die schwere Tür aufschlägt heult grässliches Lachen hindurch, während mein Herz kurzzeitig aussetzt.
    Bellatrix und Antonio stehen im Raum.
    Alle Lehrer erheben sich, die Schüler sind wie gelähmt und ich krieche immer mehr hinter Hermine.
    Wenn irgendwer erfährt, dass ich zu ihnen gehöre..
    Wieso sind sie überhaupt hier?
    Wie kommen sie durch das Schutzschild?
    ...Malfoy!
    Ich balle meine Hände zu Fäusten und warte nur auf den richtigen Moment um abzuhauen und ihn zu finden.
    Grade richtig, beginnt ein wilder Zauber-Austausch:
    „Stupor!“
    „Expelliarmus!“
    „Stupor!“
    Mitten im Geschehen schleiche ich mich unbemerkt aus dem Saal und mache mich auf die Suche.
    Auf den Gängen werde ich böse überrascht:
    Sie sind überall!
    Überall sind Todesser!
    Vater!
    Wenn sie hier sind, muss er auch da sein!
    Hektisch zücke ich meinen Zauberstab und niete jeden um, der mir den Weg versperrt.
    Ich muss ihn finden!
    Nach einer guten Stunde durch das ganze Schloss, habe ich ihn noch immer nicht gefunden, was mir die Hoffnung gibt, dass er nicht hier ist.
    Da dies jetzt mehr oder weniger geklärt ist, begebe ich mich zurück auf die Suche nach diesem dreckigen verlogenen Verräter Draco Malfoy.
    Ich renne durch alle Gänge, suche in jeder Ecke-doch keine Spur. Erschöpft bleibe ich an einer ruhigen Ecke stehen:
    „Wo bist du, du Dreckskerl? Ich will dich sehen! Jetzt!“
    Auf einmal erscheint vor mir eine Tür.
    Natürlich!
    Der Raum der Wünsche!
    Ich sprinte schnell rein und verschließe sofort die Tür.
    Als ich mich umdrehe, sehe ich in die sturmgrauen Augen Malfoys.
    „Du elender Mistkerl!“, fange ich an.
    „Du bist ein Schwein! Wie kannst du mich so verraten! Du elender Versager! Du Nichtsnutz! Du..Du..“
    „Ich liebe dich.“
    Völlig überrumpelt schaue ich ihn an. Was hat er gesagt..? „Was..? Du..? Soll das jetzt ein Versuch sein, mich abzulenken, ja? Glaubst du ich bin so blöd? Glaubst du ich..-“ Sein Kuss unterbricht schlagartig meinen Aufstand.
    Nachdem er sich von mir löst blickt er mir tief in die Augen und beginnt sanft zu reden:
    „Ich..konnte nicht anders.. Der dunkle Lord.. Er weiß über uns Bescheid..Und..Das hat er als Druckmittel genommen.. Hätte ich den Todessern keinen Zutritt verschafft..“,
    er greift zärtlich nach meiner Hand und sein Blick senkt sich, „..dann hätte er dich töten lassen..Aber ich kann nicht! Ich konnte das doch nicht zu lassen! Luna Carrington..Ich..Ich liebe dich..“
    Er hat das gemacht, um mich zu schützen?
    Er hat all dies auf sich genommen, weil er Gefühle für mich hegt? „Idiot..“
    „Hm?“
    „Das..hätte schief gehen können! Er kann mich immer noch töten! Du bist so ein Idiot, Draco..“
    „Er wird dich nicht töten..Du bist für ihn von zu großer Bedeutung..aber ich wollte das Risiko einfach nicht eingehen..“ Ich hebe sein Kinn und schaue ihm in seine wunderschönen Augen.
    Sie sind glasig und Traurigkeit spiegelt sich in ihnen, ebenso wie in meinen.
    Ich gewähre meine Tränen zu fließen und somit kullern mir eine Träne nach der anderen die Wangen hinab.
    „Draco..Ich..“
    „Ja..?“
    „Ich..liebe dich auch..“, lächle ich sanft.
    Draco lächelt mich ebenfalls sanft an und gibt mir einen von Liebe erfüllten Kuss.
    Für kurze Zeit vergesse ich, was draußen vor sich geht und das wir zu den Bösen gehören.
    Ich vergesse meinen Plan, den dunklen Lord zu besiegen.
    Ich vergesse die Strafe die wir bekämen, würde man herausfinden, dass wir Todesser sind.
    Ich vergesse, dass ich vor einigen Minuten noch Draco angeschrien habe.
    Ich vergesse alles, nur nicht ihn.

Kommentare Seite 4 von 4
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jenny0801 ( 18.75 )
Abgeschickt vor 7 Tagen
Schreib bitte auf jedenfalls weiter du bist Klasse
Sie soll ein krasse kraft haben
SAG mir bescheid bitte
LG jenny0801
Mrs.Malfoy ( 79.87 )
Abgeschickt vor 172 Tagen
Der Hammer 😍❤️❤️😍
Daka Malfoy☆ ( .1.63 )
Abgeschickt vor 273 Tagen
Bitte schreib weiter das ist einfach super
Alina ( 3.159 )
Abgeschickt vor 285 Tagen
Super schöne 26 'Kapitel'. Für mich kamen viele Dinge sehr unerwartet & dennoch harmoniert alles gut zusammen. Über die [BEEP]szenen muss man nichts mehr sagen. ;)
Aber wie sagt man so schön? 'Deutschen kann man es nicht Recht machen', daher auch ein kleiner Kritikpunkt. Ich hätte gerne gewusst, was aus dem Vater wird & wie es mit der Rache gewesen wäre (schon klar die zwei wären gestorben; aber wie?) Das hätte ich gerne gewusst.

Fettes Lob 👍
Perseus Jackson ( 0.153 )
Abgeschickt vor 298 Tagen
HAAAAAAMMMMEEERRRR FF!!!!! Bitte mach mehr davon!!!!
Vllt mal von einer erfundenen Person die böse ist und z. B.Harry Potter oder so.
ak ( 7.191 )
Abgeschickt vor 299 Tagen
Die Story ist wirklich gut geschrieben, konnte garnet mehr aufhören zu lesen
Windspielklang ( 2.104 )
Abgeschickt vor 300 Tagen
@malfoylover: Ich schreibe nicht mehr weiter, außer ich habe eine Idee für eine Fortsetzung-was ich bezweifel.

Ich sitze bereits an der nächsten FF (Diabolik Lovers), bin aber immer wieder offen für Ideen und Wünsche. Habt ihr FF-Wünsche? Dann schreibt sie mir hier in die Kommentare. Sollte mir ein Wunsch zusagen, werde ich ihn versuchen umzusetzen.♥
Longboard Girl ( 8.246 )
Abgeschickt vor 301 Tagen
Schade das ist/war meine LieblingsFF
malfoylover ( 6.152 )
Abgeschickt vor 308 Tagen
heißt das dass du garnicht mehr weiterschreibst oder es nochmal versuchen wirst
Windspielklang ( 2.104 )
Abgeschickt vor 309 Tagen
Meine Lieben.❤️
Da ich keine Motivation&Ideen mehr habe wird das vorerst das Ende meiner FF sein. Für alle die sich für Diabolik Lovers interessieren: Ich bin momentan an einer FF&freue mich auch da dann über Kritik, wenn sie online ist. Nochmal vielen Dank an euch-meine wundervollen und treuen Lesern. Ihr habt mir so viel Freude und Motivation bereitet! Ganz viel liebe an euch&vielleicht bis zur nächsten FF.❤️
aria-sama ( 05.12 )
Abgeschickt vor 315 Tagen
mach bitte schnell weiter dein ff is der beste den ich je geliesen habe
deine aria -sama
meaw ( 1.135 )
Abgeschickt vor 317 Tagen
Wwwooowww!
Du kannst echt gut schreiben. Bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht. Kann es kaum erwarten
malfoylover ( .86.2 )
Abgeschickt vor 318 Tagen
wann kommt das nächste kapitel bin so gespannt was passiert
Dangerous Girl ( 2.221 )
Abgeschickt vor 324 Tagen
Ich liiiiiiiiiieeebe deine Ff❤
BeatBox ( 9.158 )
Abgeschickt vor 326 Tagen
Absolut beste Fanfiction freu mich schon aufs Nächste Kapitel
Penelope18 ( 7.217 )
Abgeschickt vor 327 Tagen
Wow... einfach nur wow. Ich liebe deine Geschichte, und
finde sie am besten von allen Harry Potter ff😍😍😍
malfoylover ( .95.1 )
Abgeschickt vor 331 Tagen
Das neue kapitel ist echt geil wann komm das nächste sorry bin so ungeduldig
Mabel Malfoy ( 8.244 )
Abgeschickt vor 332 Tagen
Super das du weitergemacht hast!!! Ich erwische mich immer wieder dabei, wie ich alle 10 Minuten schaue ob es weitergeht😂😘❤️
Alice_Snape ( 3.139 )
Abgeschickt vor 333 Tagen
Ich habe eig mehr geschrieben, sry. Ich fasse es schnell nochmal zusammen. Danke, dass du diese FF schreibst, ich liebe sie. Und Draco liebe ich auch. Ich hoffe, dass du bald weiterschreibst und mir machen Namensfehler usw. nichts, denn die macht jeder. Und ich finde es iwie lustig, denn ich bin auch krank. Aber gute Besserung und viel Spaß beim FF schreiben.
Alice_Snape ( 3.139 )
Abgeschickt vor 333 Tagen
Hallo!