Das Spiel von Schatten und Licht - Hobbit Fanfiktion Teil 12

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2 Kapitel - 1.338 Wörter - Erstellt von: Lonukira - Aktualisiert am: 2015-11-22 - Entwickelt am: - 785 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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    Elariels Sicht:
    Ich wachte auf und blinzelte ein paar Mal. Meine Schmerzen waren endgültig vorüber und langsam drehte ich den Kopf, um den Raum zu betrachten. Er war in hellen Naturtönen gehalten, und erfüllt von warmem Sonnenlicht. Neben meinem Bett saß jemand, den ich gut kannte.
    "Bruder?"
    Ich sah ihn an, setzte mich auf und umarmte ihn fest. "Ich habe dich so sehr vermisst!"
    "Geht es dir gut, Elariel?"
    Legolas musterte mich besorgt und ich nickte lächelnd. "Warum bist du fortgelaufen?"
    Ich seufzte. "Wegen der Verlobung. Vater hätte das nicht einfach so tun sollen. So gern ich Elladan habe, ich würde ihn niemals heiraten. Thranduil will mich loswerden. Außerdem....habe ich erfahren, dass einer der Drachen meines Volkes überlebt hat." Legolas Blick verfinsterte sich und ein trauriger Schleier legte sich über seine Augen. "Du redest immer von DEINEM Volk. Als ob dein Herz nur in die Berge gehörte. Und nicht auch hierher."
    Ich schwieg betroffen. Er wandte sich kurz ab und wechselte dann das Thema.
    "Wie kommt es, dass du ausgerechnet mit dreizehn Zwergen unterwegs bist? Sie sind unsere Feinde.", sagte er leise. Ich spürte Zorn in mir aufwallen.
    "Nein! Das sind sie nicht! Diejenigen, die mir DAS", ich zeigte auf meinen Rücken, "angetan haben, sind unsere Feinde. Du kennst die Zwerge nicht einmal und nur weil Thranduil dir üble Geschichten von ihnen erzählt, heißt das noch lange nichts. Diese Zwerge sind gütige Männer. Sie behandeln mich wie ihre Gefährtin. Sie geben mir das Gefühl, etwas wert zu sein, das, was Thranduil mir immer verwehrt hat, weil ich bei Mutter aufgewachsen bin. Sie bedeuten mir alle sehr viel."
    "Besonders viel bedeutet dir anscheinend ihr Anführer."
    Ich riss die Augen auf. Woher wusste er das? Als ob er meine Gedanken gelesen hätte, fuhr er fort: "Du hast außer Tauriel, Nerwen und mir noch nie jemanden so nahe an dich herangelassen, sei es nun Mann oder Frau." "Und was ist so falsch daran?", murmelte ich. ""Was ist so falsch daran, jemanden zu lieben?" "Wenn Vater erfährt, was du für Eichenschild empfindest, würde er dich eher einsperren, als diese Verbindung zuzulassen. Halte dich zurück, erspare dir diese Enttäuschung. Bitte."
    Ich sah ihn ernst an.
    "Mich wundert es, dass gerade Du diese Worte sagst, Legolas. Wo du doch selbst gegen den Anbeginn einer verbotenen Liebe kämpfst. Ich sehe doch, wie du Tauriel ansiehst. Aber glaubst du, Thranduil würde dir erlauben, sie zur Frau zu nehmen? Du weißt, er würde es nicht, und trotzdem gibst du die Hoffnung nicht auf."
    Er sah mich trauriger an als zuvor und ich legte ihm eine Hand auf die Schulter. "Bitte, Legolas. Ich werde deine Hilfe brauchen."
    Nach einer Weile der Stille öffnete er den Mund: "Ich weiß nicht, warum du ihnen so sehr vertraust. Ich tue dies nicht für die Zwerge, sondern für dich. Weil du meine Schwester bist und ich dich liebe. Aber zuvor....Vater will dich sehen."

    2
    "Thranduil. Es ist mir eine Ehre, Vater.", sagte ich unsicher. "Das bezweifle ich." Seine Stimme war forsch, sein Blick gelangweilt. Ich wusste nicht, was ich sagen sollte und starrte ihn einfach an, den Mann, der mein Vater war. "Es ist lange her, dass Elben auf Zwerge eingegangen sind. Welche Aufgabe könnte von solcher Wichtigkeit sein, dass Zwerge sich mit Dir verbünden und in mein Reich eindringen?" Er sah mich wissend an und setzte ein überlegenes Grinsen auf. "Ihr wisst genau, worum es geht! ", zischte ich. "Ihr stellt Euch unwissend und unschuldig, aber in Wahrheit seid Ihr genauso Schuld am Leid der Zwerge wie Smaug. Ihr beschreibt die Zwerge als verräterisch, arrogant und gierig, aber mit diesen Worten beschreibt Ihr nur Euch selbst!"
    Meine Stimme war kalt und voller Abneigung. Thranduil verging das Lächeln und er sah mich vernichtend an.
    "So etwas will meine Tochter sein. Ich sollte dich zu deinen Freunden in den Kerker werfen lassen."
    Ich lächelte. "Wieso tut Ihr es denn nicht? Ich würde ihre Gesellschaft viel mehr schätzen als die Eure." Der Elbenkönig sah mich verächtlich an. "Das verstehe ich. Zivilisierte Gesellschaft fand noch nie deinen Gefallen, Tochter der Drachen." "Was wollt Ihr von mir?", fragte ich misstrauisch und zugleich verwirrt. "Nun, so viel deine Manieren auch zu Wünschen übrig lassen, bin ich der Meinung, dass du etwas klüger bist als dein Anführer und Interesse an meinem Angebot findest." "Welches Angebot?" "Wie ich bereits dem Zwergenkönig sagte, biete ich ihm meine Hilfe an, wenn er mir zurückgibt, was mein ist. Ich hoffte, du, meine geliebte Tochter, könntest ihn dazu überreden, sich meine Bedingungen noch einmal durch den Kopf gehen zu lassen." "Wie kommt Ihr darauf, dass Thorin auf mich hören würde?"
    Thranduil hob überheblich das Kinn.
    "Mein treuer Sohn erzählte mir von Eichenschilds Reaktion, als man dich wegbrachte. Hätte er eine Waffe gehabt, hätte er dich sicherlich mit seinem Leben verteidigt." Ich konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen, wurde jedoch schnell wieder ernst.
    "Weshalb sollte ich Euch vertrauen? Ihr habt die Zwerge bereits mehrmals im Stich gelassen und werdet dies wieder tun! Genau wie Ihr hinter meinem Rücken eine Hochzeit mit Elronds Sohn arrangiert habt! Auf meine Hilfe werdet Ihr in diesem Leben nicht zählen können! Thorin hat eine Entscheidung getroffen und ich unterstütze ihn bei allem, was er tut oder auch nicht tut! Ich war nie Eure Tochter! Mein Herz hat niemals Euch gehört!"
    Wütend, aber mit einem verletzten Stich in den Augen fuhr Thranduil herum. "Legolas!", rief er, woraufhin mein Bruder erschien. "Sperr dieses Weib, das einmal meine Tochter war, zu ihrem Anführer in die Zelle!"
    Mehr Freude als Trauer überkam mich. Ich sprang auf und Legolas nahm mich am Arm. Was konnte mein Bruder schon tun? Es war besser, er gehorchte. Ich hatte längst einen anderen Weg gewählt als er.
    Als Legolas die Zellentür aufschloss, sah Thorin überrascht hoch.
    "Elariel, geht es dir gut?" "Ja." Ich betrat die Zelle. Legolas sah mich kurztraurig an und verschwand dann lautlos.

    Thorins Sicht:
    Ich mustere Elariel fragend.
    "Warum bist du hier?" Sue grinst frech. "Ich konnte es mir doch nicht entgehen lassen, meinen Vater, den Elbenkönig zu verärgern."
    Ich nicke anerkennend und nehme dann ihre Hand. Langsam führe ich sie in die hinterste Ecke der Zelle und setze mich hin. Elariel sieht mich verwirrt an. Dann, mit einer schnellen Bewegung, ziehe ich sie auf meinen Schoß und lege meine Lippen auf ihre. Sie vergräbt ihre Hände in meinen Haaren und ich genieße ihre Nähe. Mein Mund wandert zu ihrem Ohr. "Ich bin stolz auf dich, meine Kriegerin", flüstere ich und küsse ihren Hals herab. Am liebsten würde ich Elariel nie wieder loslassen.

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