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Vom Schicksal zusammengeführt Teil 24

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1 Kapitel - 7.274 Wörter - Erstellt von: Yukiyuriyumi - Aktualisiert am: 2015-11-22 - Entwickelt am: - 1.548 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

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    Yukis Sicht: Es war dunkel. Dunkel und kalt. Ich kannte dieses Gefühl von klein auf. Ich hatte mal wieder diesen Alptraum von dem Uchiha. Dem unbekan

    Yukis Sicht:

    Es war dunkel.
    Dunkel und kalt. Ich kannte dieses Gefühl von klein auf. Ich hatte mal wieder diesen Alptraum von dem Uchiha. Dem unbekannten Uchiha.
    Doch inzwischen konnte ich ihm ein Gesicht geben und ich wusste, was er trug. Aber was er gerade von mir wollte...
    In meinem letzten Traum sagte er, dass es unser Schicksal wäre, einander in der anderen Welt zu begegnen.
    Doch warum sollte ich ihm dort begegnen wollen? Ich spürte seine Aura, die von ihm ausging. Sie war kraftvoll und mächtig. Und dunkel...
    Ähnlich wie bei Sasuke. Woher ich diesen Vergleich zog, war mir ein Rätsel.
    Ich öffnete meine Augen und sah mich um. So dunkel wie sonst, war es hier gar nicht. Ich konnte Umrisse von Bäume erkennen. Ein Wald?
    "Lange nicht mehr gesehen, Uchiha - Prinzessin.", ertönte die Stimme, auf die ich gewartet hatte.
    Ich fuhr herum und sah den Mann auf einem Stein sitzen. Zumindest glaubte ich, dass es ein Stein war.
    "Wie war das? Prinzessin?", murmelte ich verwirrt.
    Er lachte kurz auf und sah mich dann wieder so komisch an.
    "Ja, du benimmst dich wie eine, deshalb nenne ich dich kleine Uchiha - Prinzessin. Ist doch passend oder nicht?", fragte er belanglos.
    Ich stemmte eine Hand in die Hüfte und hob eine Augenbraue hoch.
    "Also eigentlich heiße ich Yuki. Und Spitznamen kann ich nun wirklich nicht leiden."
    Er blickte von mir nach oben. Ich drehte mich um und folgte seinem Blick.
    Mitten in der Dunkelheit war ein weißer Punkt zu sehen.
    Sowas wie ein Mond?
    "Seit wann ist es hier so... Naja heller? Ich erkenne jetzt mehr als vorher...", sagte ich zu ihm, ohne ihn anzublicken.
    "Das liegt an dir. Dein Sharingan entwickelt sich prächtig. Das kann ich an deiner Aura spüren."
    Ich drehte mich irritiert um.
    "Was meinst du damit? Was habe ich den für eine ungewöhnliche Aura, von der immer alle sprechen?", fragte ich ihn Neugierig.
    Er nahm wieder seine Ausdruckslose Miene an.
    "Normalerweise ist die Aura eines Uchihaabkömmlings zwar stark, aber auch dunkel und kalt. Diese ist von Geburt an da oder ändert sich zu dem, im Laufe des Lebens. Deine Aura ist sehr stark, was man auch erwartet. Aber das Ungewöhnliche ist, dass du diese Kälte nicht aufweist. Dein Chakra ist sogar warm Und sehr hell.", antwortete er mir.
    "Verstehe...", murmelte ich, obwohl ich eigentlich nicht nachvollziehen konnte, warum ein Uchiha generell ein kaltes und dunkles Chakra haben sollte.
    Ich hob meinen Kopf wieder.
    "Sag mal, wieso kommst du in meinen Träumen zu mir? Liegt es am Schicksalkristall?"
    "Es hört sich an, als hättest du bereits eine Vermutung.", stellte er fest.
    Ich neigte meinen Kopf etwas zur Seite. Dumm war er nicht, er konnte gleich einen Menschen durchschauen.
    "Ich glaube, dass du ein Geist bist. Ein Geist aus der Vergangenheit. Wäre nicht das erste Mal, dass einer Einfluss in meinem Leben hat. Doch ich weiß immer noch nicht, wieso du gerade mir erscheinst. Ich nehme an, dass du in deinem Leben auch etwas mit dem Schicksalkristall zu tun hattest. Vielleicht bist du auch ein ehemaliger Träger... Liege ich mit der Vermutung richtig?", spekulierte ich.
    Er hatte ein dunkles Grinsen aufgelegt.
    "Ja ich war auch einmal der Träger des Schicksalkristall gewesen. Das hast du gut erraten, Prinzessin."
    Schon wieder der dieser Spitzname.
    Ich seufzte: "Eigentlich ist es auch egal, oder nicht? Schließlich bist du doch Tod, also warum reist du nicht einfach ins Jenseits und findest deinen Frieden?"
    Das Grinsen verschwand aus seinem Gesicht Und im nächsten Moment fand ich mich auf den Boden gedrückt. Er hielt mich mit einer Hand am Hals fest, sodass ich nicht aufstehen konnte.
    Typisch, Uchiha! In dem einen Moment sind sie nett und im nächsten würden sie dich am liebsten umbringen!
    Ich sah ihn keuchend an. Das war mehr als ein Traum. Ich konnte fühlen, wie sich meine Kehle zuschnürte.
    "Was willst du von mir!", sagte ich durch zusammengebissenen Zähnen.
    "Ich will das du wieder in die Vergangenheit reist und dort auf mich wartest."
    Ich öffnete meine Augen etwas und sah ihn an.
    "Warum?", presste ich hervor, "steckst du etwa mit diesem Obito unter einer Decke?"
    Er lächelte schelmisch. "Verstehe, also hat Obito dich endlich gefunden. Jetzt kann es nicht mehr lange dauern..."
    Der Druck von meinem Hals verschwand und ich lag nicht mehr auf den Boden, sondern in meinem Bett.
    Ich war aufgewacht.

    Langsam erhob ich mich und tastete meinen Hals ab. Menschen konnten also immer noch gefährlich werden, auch wenn sie bereits verstorben waren.
    "Yuki! Kommst du runter? Das Frühstück ist fertig!", erklang Yuris Stimme.
    "Ich komme gleich!", rief ich schnell zurück.
    Es war lange her, dass ich in meinem eigenen Bett aufgewacht war. In meinem normalen Leben...
    Ich schob die Bettdecke zur Seite, genau wie den Alptraum aus meinem Kopf.

    Ich begrüßte meine Familie mit einem knappen 'Morgen', worauf sie mir auch nur ein Schwaches 'Guten Morgen' wünschten. Die Stimmung im Haus war etwas angespannt, nachdem Miyako Obito geholfen hatte in unsere Welt zu kommen und jetzt bei ihr wohnt, solange bis ich mich entschließe ihn zurückzubringen und helfe seine Pläne zu verwirklichen.
    Soweit ich wusste war das Ziel von Akatsuki diese... Wie hießen sie noch einmal?
    Ach ja, Bijuukräfte einzufangen. Doch wofür brauchten sie sie? Und wie hing das alles mit dem Schicksalkristall zusammen?
    "Ist dir schon etwas eingefallen?", riss mich Katsuro aus den Gedanken.
    Ich sah zu meinem älteren Bruder. Seine braunen Haare waren heute Durcheinander und sein dunkles Hemd nicht richtig zugeknöpft, im Gesamt machte er den Eindruck, als ob er letzte Nacht keinen Schlaf gefunden hätte.
    "Nicht wirklich... Ich hatte letzte Nacht wieder diesen Alptraum...", murmelte ich.
    Meine Mutter kam zu uns an den Tisch und trocknete dabei einen Teller ab.
    "Schon wieder? Vergiss ihn, Liebling. Es sind nur Träume.", versuchte meine Mutter mich aufzuheitern.
    Doch ich schüttelte nur meinen Kopf.
    "Mittlerweile weiß ich, dass es nicht nur ein Alptraum ist. Ich hatte euch von dieser Person mit den roten Augen erzählt... Mittlerweile hatte ich in meinen letzten Träumen mit ihm gesprochen.", gab ich zu.
    Die Beiden schauten mich neugierig an. Eigentlich wollte ich sie nicht weiter beunruhigen, aber ich denke, sie sollten alles wissen. Vielleicht würde uns ja gemeinsam etwas einfallen, für das Problem Obito.
    Ich atmete langsam aus und begann zu erzählen.
    "Diese Person ist ein Uchiha. Das weiß ich, weil diese roten Augen, sein Sharingan ist. Ich fürchte, dass er ist ein Geist und mir gefährlich werden könnte. Seinen Namen weiß ich nicht, aber er war auch ein Träger des Schicksalkristall und kennt Obito... Er sagte zu mir, dass er in der Vergangenheit auf mich wartet, um mich zu treffen..."
    Katsuro atmete schwer aus.
    "Glaubst du dass dieser Kerl, dir etwas an tun will?", fragte er ruhig.
    "Ich weiß nicht, aber mit ihm ist nicht zu spaßen, da bin ich mir absolut sicher.", sagte ich bestimmt.
    "Glaubst du, es könnte vielleicht dein Vater sein, der versucht mit dir über deine Träume in Kontakt zu treten?", fragte meine Mutter hoffnungsvoll.
    Ich sah sie traurig an.
    "Nein, Mama. Es ist definitiv nicht Akito.", antwortete ich leise.
    "Kann man dies wirklich ausschließen?", kam es wieder von meinem Bruder.
    "Ja, ich weiß zwar nicht wie Akito aussieht, aber ich weiß, wie sich seine Stimme anhört. Und außerdem...", dabei musste ich an die Vision von ihm und Obito denken, "hatte er einmal durch den Schicksalkristall zu mir gesprochen. Seine Stimme war beruhigend und sanft. Komplett das Gegenteil von dem Uchiha, der sich in meine Träume schleicht."
    "Dein Vater hatte Kontakt mit dir durch das Amulett genommen? Ich wünschte, ich wäre dabei gewesen!", meinte meine Mutter.
    Ich lächelte sie sanft an. Ich wünschte auch, dass sie es gehört hätte. Aber vielleicht hörte Akito auch in diesem Moment zu...
    Was wohl mein Vater sagen würde, wenn er hier mit uns am Tisch säße?
    "Ich wechsele jetzt ungern das Thema, aber leider wissen wir immer noch nicht, wie wir diesen Uchiha aus unserer Welt bekommen. Und da wäre auch noch Miyako, die ihm hilft und zur Seite steht. Wer weiß, ob ihm nicht noch mehr Menschen aus unserer Zeit helfen...", gab Katsuro zur bedenken.
    Darüber hatte ich nicht nachgedacht. Wer weiß, ob nicht mehr wie Miyako von Obito wissen und auch auf seiner Seite stehen.
    Ich trank meinen Tee aus und warf meine Schultasche über die Schulter.
    "Wir werden das Gespräch auf nachher verlegen müssen. Ich muss jetzt los. Maron wartet in der Schule auf mich und ich versprach ihr heute zu kommen.", erklärte ich und winkte zum Abschied.
    Meine Mutter stand auf und rief mir noch nach, dass ich auf mich Acht geben sollte.
    Sie brauchte sich aber diesmal keine Sorgen zu machen. Ich trug unter meinem Uniformrock meinen Metallstab. Außerdem hatte ich meine Drachenschriftrolle dabei. Auch wenn ich nicht glaubte, dass er in meiner Schule auftauchen würde. Wäre ich dennoch für alle Fälle vorbereitet.

    Ich bog um die Schulmauer und lief durch das Tor. Das Läuten der Glocke ließ mich schneller werden. Ich war bereits spät dran. Aber das war ja nichts Neues...
    Es war schon eine ganze Weile her, dass ich wieder normal zur Schule ging.
    Irgendwie fühlte es sich eigenartig an. Einfach fremd...
    Aber das lag bestimmt daran, was ich in letzter Zeit alles erlebt hatte. Ich sagte mir ständig, dass sobald ich gleich im Unterricht sitzen würde, alles wieder beim Alten sein würde...

    Ich zog die Tür zum Klassenzimmer auf. Auf dem Lehrplan stand, dass wir heute in der ersten Stunde Geschichte hätten. Und das bei einem Lehrer namens Soten Shikata.
    Der musste anscheinend neu an unserer Schule sein, weil ich mich an keinen Lehrer mit diesem Namen erinnern konnte.
    Glücklich stellte ich fest, dass der neue Lehrer noch gar nicht anwesend war und meine Kameraden noch in kleinen Grüppchen standen und sich unterhielten.
    Ich sah bereits Maron von weitem, die mich zu sich winkte. Ich lächelte sie an und begab mich zu ihr.
    Einige meiner Mitschüler bemerkten mich beim Vorbeigehen. Sie drehten ihre Köpfe abrupt zu mir und ich spürte ihre Blicke im Nacken.
    Ich konnte lautes Gemurmel wahrnehmen.
    Bis ich zu meinem Ziel angelangt war, hörte ich noch Gesprächsfetzen, wie
    'Jiros Tod...Seine Beerdigung...Sie war nicht da...Lange gefehlt'.
    Ich tat so, als hätte ich sie nicht gehört. Ich hatte schon genug um die Ohren, als mir noch über die Meinung meiner Mitschüler den Kopf zu zerbrechen.
    Auf einem freien Platz vor Maron ließ ich erleichtert nieder.
    Dann drehte ich mich zu ihr und lächelte sie schwach an.
    "Hey.."
    "Morgen...", kam es auch von ihr unsicher. Aber sie lächelte leicht dabei.
    "Wie geht es dir?", fügte sie noch schnell hinzu.
    "Es ist alles in Ordnung.", meinte ich, obwohl das eigentlich nicht stimmte. Aber im Moment wollte ich Maron nicht mit meinen Problemen belasten, da sie noch mit ihrer Trauer um Jiro zu arbeiten hatte.
    "Und dir geht es auch soweit gut?"
    Sie nickte langsam.
    Nach einem kurzen Schweigen, ergriff ich wieder das Wort.
    "Sag mal, wer ist eigentlich dieser neue Lehrer, Herr Shikata?", fragte ich sie neugierig.
    Sie zuckte mit den Schultern und sagte, dass sie selbst nur gehört hatte, dass er anscheinend von Toku hierher gezogen war. Der Grund für seinen plötzlichen Wechsel wurde nicht bekannt gegeben.
    Ich murmelte ein Verstehe, als eine plötzliche Unruhe durch das Klassenzimmer ging. Die Schüler, wohl eher gesagt, die Schülerinnen keuchten und murmelten durcheinander, als sie sich zu ihren Plätzen begaben.
    Ausgelöst durch den neuen Lehrer, der gerade seine Tasche auf den Lehrerpult abstellte.
    Auch ich hielt kurz den Atem an und schaute zur Tafel. Ein junger Mann mit silbernem Haar, die sich ihm bis zu den Schultern Wellten sah mich direkt mit seinen violetten Augen an. Ich musste mir Widerwillig eingestehen, dass er ziemlich gutaussehend war.
    Die Begeisterung meiner Mitschülerinnen war kaum zu überhören. Sie tuschelten und kicherten, wie kleine Mädchen.
    "Mein Name ist Soten Shikata. Ich werde Sie von nun an in Geschichte unterrichten. Ich bitte, dass sich jeder mit seinem Namen vorstellt. Fangen wir gleich hier vorne in der Reihe an." Seine Stimme hatte etwas Raues, aber auch Melodisches an sich. Und ich wusste nicht wieso, aber dieser neue Lehrer war irgendwie komisch...
    Eine Schülerin stand nervös auf und stammelte ihren Namen hervor. So ging es weiter, einige andere Schülerinnen konnten sich auch nicht besser am Riemen halten.
    Von hinten stupste mich Maron an, wobei ich meinen Kopf etwas nach hinten drehte.
    "Ich weiß nicht, aber irgendwie kommt mir dieser Typ eigenartig vor...", flüsterte sie mir misstrauisch zu.
    Ich sah sie überrascht an. Ich hätte nicht gedacht, dass es Maron auch auffallen würde...
    Aber ja, sie hatte recht. Er hatte eine ganz Eigenartige Ausstrahlung.
    Sie zeigte mit dem Finger plötzlich nach vorne.
    Ich fuhr herum und musste peinlich feststellen, dass Herr Shikata vor meinem Tisch stand und mich argwöhnisch musterte. Hoffentlich hatte er nichts von unserem Gespräch mitbekommen.
    Er stützte sich mit den Händen an meinem Platz ab und beugte sich nah zu herunter. Ich zuckte etwas zurück, weil er mir defenitiv zu nahe war!
    "Ich dulde keine Privatgespräche in meinem Unterricht. Ich werde es bei diesem einen Mal belassen. Doch in Zukunft sollten sie Ablenkungen vermeiden, Fräulein Kumiko.", drohte er mir indirekt. Er erhob sich wieder und ging nach vorne.
    " Wir werden uns in der nächsten Stunde mit Mythen und Legenden unserer Stadt befassen. Unterlagen werden sie keine benötigen.", redete er im Gang, bis das Glockenläuten die Stunde beendete.
    Ich nahm meine Schultasche und flutete mit den anderen Schülern aus dem Raum.
    Maron zerrte mich im Flur in eine ruhige Ecke und sah mich besorgt an.
    "Das war ganz schön...", fand sie nicht die richtigen Worte.
    "Unheimlich? Ja, das war es...", beendete ich ihren Satz.
    Dieser Kerl hatte eine ganz ungewöhnliche Aura. Es überraschte mich, dass er von uns verlangte, dass wir uns vorstellten, wenn er bereits unsere Namen wusste. Zumindest wusste er meinen...
    Auf diesen Herr Shikata würde ich auch in Zukunft ein Auge haben!

    Nach der Schule saßen Maron und ich in unserer Stammeisdiele und stocherten schweigsam in unserem Getränk herum. In diesem kleinen, aber gut besuchten Geschäft hatten sich meine Eltern zum ersten Mal getroffen. Auch war Sasuke hier meiner Mutter begegnet...
    Ich sah nachdenklich aus dem Fenster.
    Ich wüsste zu gerne, was Sasuke jetzt wohl in diesem Moment tat...
    Dachte er vielleicht auch mal ab und zu an mich? Bei seinem Charakter war dies schwer einzuschätzen.
    "Erzähl mir, was dich bedrückt."
    Ich sah zu Maron, die mich die ganze Zeit beobachtet zu haben schien.
    "Hm, Naja...", stammelte ich.
    Sie zog die Augenbrauen zusammen und neigte ihren Kopf herunter.
    "Yuki, es ist sehr viel passiert. Aber wir hatten darüber gesprochen, es hinter uns zu lassen, um unserer Freundschaftswillen. Also, was wäre ich für eine Freundin für dich, wenn du mir nichts mehr anvertraust?", fragte sie ruhig.
    Meine Lippen wurden zu einem dünnen Strich. Eigentlich hatte ich gehofft, Maron aus dieser ganzen Sache mit der anderen Epoche rauszuhalten. Es war schon schlimm genug, dass ich meine Familie in Gefahr brachte...
    Aber wir wären wirklich keine richtigen Freunde mehr, wenn wir nicht über die Problemen der Einen sprechen konnten, oder? Ich meinte, darum ginge es doch bei einer Freundschaft. Für einander da zu sein. Auch wenn ich als Freundin in letzter Zeit ziemlich versagt hatte...
    Ich atmete schwer aus und begann Maron von meinen Problemen mit den Uchihas zu erzählen. Angefangen bei Sasuke, bis zu Obito und schließlich dem Unbekannten aus meinem Träumen.
    Sie hörte aufmerksam zu, so wie es auch früher immer tat. Und für einen kurzen Augenblick fühlte ich mich wirklich erleichtert, in ihrer Gegenwart frei zu sprechen.
    "Also, damit ich es richtig verstanden habe. Dieser Obito will dich für irgendwelche Pläne ausnutzen. Doch er sitzt in unserer Welt fest, da er nur mit dem Schicksalkristall zurück kann. Derweil möchtest du dieses Dorf Konoha vor Sasuke schützen, der sich in der anderen Epoche aufhält und bereits Rachepläne schmiedet. Und da wäre nicht dieser gefährliche Uchiha zu vergessen, der da auf dich wartet...
    Habe ich das soweit richtig erfasst?", fragte sie nachdenklich, wobei ich zustimmend nickte.
    "Und was hast du jetzt vor?", stellte sie mir dieselbe Frage wie Katsuro heute Morgen.
    "Mir muss irgendein Trick einfallen, damit ich Obito in seiner Welt ablade und ich alleine zurückkomme. Nur das Problem ist, dass er es mit Miyakos Hilfe erst hierher geschafft hat. Was wäre wenn, Miyako ihn dann einfach wieder zurückholt?", seufzte ich.
    Maron runzelte die Stirn und nippte an ihrem Orangensaft.
    "Ja, das könnte vielleicht passieren.", murmelte sie.
    Ich war froh, dass meine Freundin sich aufrichtig Gedanken machte. Doch leider schien ihr ebenfalls nichts einzufallen.
    Dann erhellte sich ihr Gesicht und sie nahm meine Hand in ihre.
    "Und was, wenn du Unterstützung hättest?", fragte sie aufgeregt.
    Ich blickte meine beste Freundin mit einem großen Fragezeichen an.

    Miyakos Sicht:

    "Offensichtlich will sie dir nicht helfen.", meinte ich, als ich mich nach draußen zur Obito gesellte.
    Er hatte sich an der Veranda abgestützt und betrachtete den großen Brunnen, der sich mitten im Garten ausbreitete.
    "Das Anwesen der Kumikos ist sehr groß.", fiel ihm auf.
    Ich glättete meinen dunklen, violetten Kimono und stellte mich direkt neben ihm. Mein Blick glitt durch den Garten.
    "Ja, die Kumikos wissen bereits seit Jahren, ihr Geld richtig anzulegen.", murmelte ich eine Antwort hervor.
    Ich konnte es immer noch nicht fassen, dass der Mann, in den ich mich damals verliebt hatte, jetzt in diesem Moment neben mir stand.
    Doch ich musste ebenfalls, zu meinem Bedauern feststellen, dass er noch genauso kühl wie damals war. Er wusste das alles nicht, aber dennoch stellte er mir nicht die Frage, wieso ich ihm half.
    Er sah es wahrscheinlich als selbstverständlich an, weil ich eine Kumiko war.
    Das Ziel der Clans war es, seine Länder vor einer erneuten Shinobi Zeit zu schützen. Nur Ausgewählte Familien, wie der Kumiko Clan durften noch Jutsus anwenden und weitervermitteln. Aber dies musste natürlich geheim gehalten werden. Genau wie der verstorbene Schüler meines Vaters, Jiro Nakamuro. Ich wusste, dass seine Hauptaufgabe darin bestand, Katsuros Halbschwester zu beschatten. Doch wer weiß, was mein verrückte Vater ihm noch alles befehligt hatte. Der plötzliche Tod meines Vaters war zunächst erstmal ein Schock. Aber er war kein guter Mensch gewesen, weshalb ihm sogar seine eigenen Blutsverwandten, den Rücken kehrten. Der Kumiko Clan hatte immer Priorität für ihn gehabt, dafür ging er sogar über Leichen. So wie er Obitos Bruder auf dem Gewissen hatte.
    "Sag mal, bist du wütend, dass Yuki dir zuvorgekommen war?", fragte ich ihn Neugierig, "Ich meine, wegen Akito."
    "Ich gebe es zu, dass ich deinen Vater mir selbst vornehmen wollte. Aber da er durch die Hand von Akitos Tochter starb, reicht mir dies. Warum redest du eigentlich so über euren Anführer? Schließlich war er Dein Vater...", hakte er nach.
    Ich drehte mich und lehnte mich an der Veranda an.
    "Der Einzige Mensch, der wirklich nach ihm getrauert hatte, war sein Schüler.
    Und dieser wurde ebenfalls von Yuki getötet und das obwohl er ihr bester Freund war, also wie du siehst Obito, sind Kumikos genauso kalt wie die Uchihas.", zog ich den Vergleich.
    Er zuckte mit den Schultern und drehte sich zu mir um.
    "Yuki hat zwar beide getötet, aber dennoch ist sie anders als ich sie mir vorgestellt hatte. So langsam sollte ich wohl zu drastischen Maßnahmen greifen...", sagte er kalt.
    "Und das wäre?", fragte ich ihn mit dem Entschluss, alles für ihn zu tun, koste es was es wollte.

    Marons Sicht:

    Yuki sah mich an, als hätte ich den Verstand verloren. Vielleicht hatte ich den ja auch. Aber mir erschien es wichtig zu sein, mich von Yuki trainieren zu lassen, damit ich sie in die andere Epoche begleiten könnte.
    Meine Freundin schüttelte heftig den Kopf hin und her.
    "Nein! Das geht nicht, Maron!", schrie sie durch die Eisdiele, wobei sich schon einige Gäste nach uns umsahen. Ich hielt den Finger an den Mund um ihr sagen, dass sie gefälligst nicht so laut sein sollte.
    "Wieso sollte es außerdem nicht gehen?", fragte ich leicht verärgert.
    Sie sah mich immer noch fassungslos an.
    "Zu aller Erst, ich wüsste gar nicht, wie ich dich trainieren sollte. Ich bin selbst noch eine Anfängerin. Außerdem ist es viel zu gefährlich für dich! Selbst ich war fast immer nur mit einem blauen Auge davongekommen, obwohl ich mich schon vorher wehren konnte.", versuchte sie mich umzustimmen.
    Ich hob eine Augenbraue hoch.
    "Na und? Ich bin ebenfalls sportlich, außerdem bin ich in Strategischen Sachen besser als du. Du müsstest mir nur ein oder zwei Techniken zeigen, damit ich mich wehren kann. Und außerdem...", verstummte ich.
    Ich dachte an Jiros Abschiedsbrief. In dem stand, dass mich Jiro ebenfalls beschattet hatte.
    Vielleicht hatte ich auch verborgene Fähigkeiten sowie Yuki...
    Dann könnte ich ihr helfen und würde nicht im Stillen alles beobachten.
    Ich blickte in Yukis verwirrten Gesichtsausdruck. Von dem Brief hatte ich Yuki nichts erzählt, aber das war auch nicht schlimm. Sie machte sich schon genug Vorwürfe wegen Jiro.
    "Ich möchte an deiner Seite bleiben und dir helfen. Ich lasse dich nicht mehr allein in diese Welt hinreisen!", sagte ich lächelnd bestimmt.
    Sie sah mich traurig an, also hatte sie immer noch Bedenken.
    "Wenn dir etwas passieren sollte, könnte ich mir das nie verzeihen, Maron.", sagte sie plötzlich ernst.
    Ich sah sie überrascht an.
    Das hatte ich jetzt nicht als Gegenargument erwartet, aber ich ließ mich nicht beirren.
    "Wenn du Obito In die andere Welt beordern willst, wirst du jede Hilfe brauchen, die du kriegen kannst. Und im Moment bin ich die einzige Hilfe, Yuki!", versuchte ich sie noch einmal zu überzeugen.
    "Ich mache dir einen Vorschlag. Zuerst sehen wir, ob du überhaupt fähig bist, diese Techniken zu erlernen. Also werde ich dich erstmal trainieren, dann sehen wir weiter.", machte sie den Kompromiss.
    Ich nickte zustimmend und zog sie an der Hand aus der Eisdiele hinaus.

    Katsuros Sicht:

    "Was zum Teufel soll das!", rief ich zu Obito, der sich mir in den Weg stellte.
    Ich war gerade auf den Weg nach Hause, als dieser Mistkerl plötzlich aus dem Nichts auftauchte.
    "Du sollst angeblich gut mit dem Schwert sein, nach Miyakos Meinung.", sagte er plauderlichen Ton.
    "Was hast du mit meiner Tante vor?", schrie ich drohend, dabei war mein Blick auf Miyako gerichtet, die bewusstlos in seinem Arm Hing.
    Seine Maske drehte sich zu ihr, dann sah er wieder mich an.
    "Nichts, sobald du das angezogen hast."
    Ich fing ein schwarzes Band auf, das er mir durch die Luft warf.
    Ein Halsband mit einem silbernen Kreuz als Anhänger.
    Ich brüllte wieder: "Soll ich etwa dein Schoßhündchen sein!"
    Ein kurzes Lachen kam von ihm.
    "Sozusagen. Leg das Band um deinen Hals und Miyako krümme ich kein Haar...", sagte er knapp.
    Ich funkelte ihn wütend an. Wieso bedrohte er Miyako? Ich dachte, sie wäre auf seiner Seite?
    Dieses Halsband hatte sicherlich was mit Yuki zu tun... Was hatte er vor?
    Doch im Moment war ich nicht in der Position, Fragen zu stellen.
    Ich hoffte Yuki wäre nicht allzu wütend auf mich, denn schließlich ging es gerade um Miyako...
    Ich kapitulierte wortlos und band es um, wie er es von mir verlangte.

    Yukis Sicht:

    "Isanagi!", rief ich und warf die Schriftrolle durch die Luft. Zum Glück war der Park heute leer. Ein anderer Ort wäre mir nämlich nicht eingefallen, um meine Drachen herbeizurufen.
    Ich glaubte es nicht, dass mich Maron überredet hatte, sie zu trainieren! Wieso war sie so versessen darauf, mich in die andere Welt zu begleiten? Sie wusste doch, wie gefährlich die Menschen dort werden konnten!
    Seit Jiros Tod hatte sie sich verändert...
    Ja, sie war selbstsicherer und entschlossener geworden. Aber ob ihr das so gut tat, bezweifelte ich! Sie konnte nicht mehr klar denken!
    Ein großer, schwarzer Drache erschien, wobei Maron etwas zurück schreckte. Ich kicherte etwas in mich hinein, weil mir einfiel, dass sie ihn ja nur Weitem mal gesehen hatte. Doch einen lebendigen Drachen direkt vor sich zu haben, war schon ein anderes Erlebnis.
    Isanagi musterte zuerst Maron.
    Dann fiel sein Blick auf mich, wobei sich seine Miene verfinsterte.
    "Mondauge! Wir dachten schon, dir wäre etwas passiert! Wieso rufst mich erst jetzt!", tadelte er grimmig.
    Kaum zu glauben, aber ich hatte diesen miesgelaunten Drachen wirklich vermisst.
    "Mir geht es gut, wie du siehst. Ich hatte einfach in letzter Zeit viel um die Ohren, aber das wird sich alles regeln."
    Hoffte ich zumindest.
    Ich zeigte auf meine Freundin.
    "Hör zu, Isanagi würdest du bitte meiner Freundin Maron erklären, dass ich sie nicht zu einem Shinobi ausbilden kann? Sie sind sturköpfig und will es nicht wahr haben.", erklärte ich zwinkert.
    Maron wollte bereits aufbrausen, als Isanagi erklärte: "Doch du kannst sie ausbilden."
    "Na siehst du, Maron.... Moment Mal! Was!", fuhr ich herum.
    Normalerweise sollte es Maron freuen, aber selbst sie sah verwirrt zu dem Drachen.
    "Ich kann einen kleinen Teil Chakra in ihr spüren. So wie es bei dir war, Mondauge. So gesehen könnte sie schon ein Shinobi werden... Aber ob du dafür die Richtige Trainerin bist, glaube ich wohl kaum.", seufzte er.
    Ein Strahlen erhellte Marons Gesicht.
    Ich sah meinen Drachen fassungslos an, hätte er in diesem Punkt einfach nicht lügen können?
    Aber es verblüffte mich, dass Maron ebenfalls Chakra in sich trug. Was sie wohl für Fähigkeiten erlernen konnte?
    "Ja das ist es... Ich weiß ja nicht mal wo ich anfangen soll! Maron ist sehr sportlich und intelligent. Aber woher soll ich wissen, welche Techniken die Richtigen für sie ist? Oder soll ich ihr einfach alles beibringen, was ich drauf habe, Isanagi?", rief ich grimmig und verschränkte die Arme vor die Brust.
    "Du kannst ihr nicht einfach irgendwelche Techniken beibringen! Du hast nicht die Erfahrung eines Sensais, da du die meisten deiner Techniken angeboren sind. Wir fangen klein an, indem wir ihr zeigen, wie sie ihr Chakra kontrolliert.", meinte Isanagi weise, ohne eine Spur schlechter Laune, die ich normalerweise von ihm gewohnt war.
    Schade, ich hatte inständig gehofft, dass er sich weigern würde, Maron zu trainieren. Dass er es ihr vielleicht ausreden könnte. Doch auf der anderen Seite war ich neugierig, was wohl Maron alles mit ihrem Chakra anstellen könnte.
    "Sie muss zuerst das Chakra in sich spüren. So wie ich es dir damals gezeigt hatte...", damit verschwand Isanagi in einer Rauchwolke.
    Die erste Lektion sollte ich Maron also alleine unterweisen. Es war zu erwarten, dass Isanagi nicht warten würde, bis sie ihr Chakra kontrollierte.
    Ich drehte mich zu Maron und hob einen Finger hoch.
    "Das ist schon mal ein guter Anfang! Du musst dich jetzt ganz auf dein Inneres konzentrieren, an einem tiefen Punkt in dir, ist dein Chakra verborgen. Bei mir fühlte es sich an, wie eine kleine Flamme. Du musst dir vorstellen, wie sich diese Flamme in deinem ganzen Körper ausbreitet. Das ist dein Chakra.", erklärte ich ihr, so gut es ging.

    Spät am Abend waren wir auf den Nachhauseweg.
    "Ja, Mama. Bis morgen.", verabschiedete sich Maron von ihrer Mutter am Telefon.
    Sie steckte ihr Handy weg und seufzte laut.
    "Was war deine Ausrede?", fragte ich sie neugierig.
    "Etwas von einem Schulprojekt. Sie war zwar nicht begeistert darüber, dass ich deshalb bei dir übernachte. Aber für eine gute Note, muss ich 'leider' dieses Opfer bringen.", zwinkerte sie mir zu.
    Ich lachte auf.
    Kaum zu glauben, dass Maron und ich wieder scherzen konnten. Vielleicht war diese ganze Trainingssache gut, um unsere Freundschaft wieder zu festigen.
    Ich machte mir zwar immer noch Sorgen, dass Maron etwas zustoßen könnte. Aber sobald der Gedanke kam, wie es wohl wäre, wenn wir zusammen kämpften, kam es mir vor, als wäre mir ein Teil der Last abgenommen wurde...
    Maron hatte es nach mehrmaligen Versuchen immer noch nicht geschafft, ihr Chakra zu erwecken.
    Das deprimierte sie etwas, weshalb sie die Nacht bei mir verbringen wollte, um es noch einmal zu üben.
    Ich wusste zwar nicht, wie ich Katsuro und Mutter mitteilen wollte, dass mich Maron von nun an in die andere Welt begleiten würde. Dennoch war ich versichert, dass sie wegen dem Problem Obito Verständnis zeigen würden.
    Hoffte ich zumindest...
    "Sag mal, bist du eigentlich Sasuke wieder begegnet?", riss sie mich aus den Gedanken.
    Ich schaute sie zunächst erschrocken an, doch wandte meinen Blick gleich wieder ab.
    "Ja, nachdem Kameko weiter ins Jenseits gereist war. Aber er hatte sich total verändert... Ich meine, er wirkte schon immer kalt... Aber diesmal war er völlig emotionslos. Der Tod seines Bruders hatte ihn erschüttert, aber auch irgendwie verändert...", murmelte ich leise.
    "War das der Grund, warum du zurück gekommen warst, ohne ihn?...", fragte Maron vorsichtig.
    "Ich hatte mir vorgenommen, sein Heimatdorf Konoha vor ihm zu warnen. Das hatte ich auch getan, Tja dann bin ich wieder zurückgekommen.", fasste ich mich kurz.
    Maron legte mir einfühlsam den Arm um die Schulter und lächelte mich an.
    "Kopf hoch. Wenn ihr euch das nächste Mal trefft, wird er bestimmt wieder der Alte sein. Als er hier war, hat man deutlich gemerkt, dass er fast jede Sekunde nur ein Auge auf dich hatte. So als wolle er dich beschützen...
    Du bedeutest ihm sicherlich viel, sonst hätte er dich auf dem Schulfest nicht vor Kameko gerettet.", meinte Maron bestimmt.
    Darüber hatte ich nicht wirklich nachgedacht. Ich hoffte sie hatte Recht und Sasuke würde einsehen, dass sein Weg falsch war.
    Vor den Treppen meines Hauses blieben wir stehen.
    "Katsuro!", flüsterte Maron schwach.
    Ich ginge einige Schritte zu ihm, weil er geknickt auf den Stufen sah.
    Ich beugte mich nach vorne, um ihn anzusehen.
    Er erwiderte meinen Blick und hob langsam seinen Kopf. Dabei fiel mein Blick auf ein schwarzes Halsband mit einem silbernen Kreuz. Seltsam, ich konnte mich nie erinnern, das jemals in Katsuros Besitz gesehen zu haben.
    "Obito...", murmelte er nur.
    "Obito? Was hat er getan? Sag es mir Katsuro!", forderte ich ihn auf.
    Maron zog mich etwas zurück, damit ich mich beruhigte.
    Ich sah sie fragend an, als sich mein Bruder wieder zu Wort meldete.
    "Ich dachte, er wollte Miyako etwas antun... Aber sie war in diesem Plan eingeweiht. Durch dieses Halsband und einem Splitter des Schicksalkristalls konnte er in unsere Welt gelangen. Es war vorher in Miyakos Besitz."
    So langsam dämmerte es bei mir, worauf mein Bruder hinauswollte.
    "Glaubst du, dass er das wieder tun könnte?", fragte ich ihn ernst.
    Er nickte langsam.
    "Ihm war sicherlich bewusst, dass du einen Plan aushecken würdest, um ihn zurückzubringen. Er hat mir dieses Halsband aufgezwungen, damit er immer wieder, wie es ihn beliebt, direkt zu dir gelangen kann."
    Dieser Mistkerl! Es wunderte mich nicht, dass er meine Familie benutzen würde, um sein Ziel zu erreichen.
    "Darüber musst du dir keine Gedanken mehr machen, Katsuro.", versicherte ich ihm.
    Maron und er schauten mich gleichzeitig mit einem großen Fragezeichen an.
    Ich lächelte schelmisch.
    "Ich meine, er wird keinen Grund sehen, mehr in unsere Epoche zu erscheinen.
    Ich habe beschlossen in die andere Welt zu reisen und dort die ganzen Angelegenheiten, sowohl mit Obito, als auch mit Sasuke, ein für alle Mal zu klären. Maron wird mich außerdem begleiten."
    "Was! Aber Yuki! Ich bin noch nicht soweit! Ich konnte ja nicht mal vorhin mein Chakra einsetzen...", gab Maron zu Bedenken.
    "Isanagi meinte, dass du ein Shinobi werden kannst. Und welcher Trainingsort wäre besser, als in der Shinobi Welt selbst? Außerdem warst du diejenige, die mich unbedingt begleiten wollte.", erinnerte ich sie.
    Sie schluckte etwas hart, aber stimmte mir zu.
    Derweil erhob sich Katsuro und trat näher an uns heran.
    "Ich werde auch mitkommen!", entschied er plötzlich.
    "Katsuro...", wollte ich einwenden, doch er hielt mir die Hand vor dem Mund.
    "Ich kann nicht immer tatenlos zusehen, wie du versuchst alles alleine zu regeln. Maron begleitet dich zwar, aber sie kann nicht kämpfen. Selbst wenn du es ihr beibringst, wird es eine Zeit lang dauern... Ich dagegen kann mit einem Schwert umgehen, also wäre ich ein Vorteil für euer Team."
    Katsuro Kumiko war wirklich sehr gut mit dem Schwert, das bewies er jedes Mal im Kendotraining. Aber ob das in der anderen Welt ausreichen würde?
    Ich könnte auch zwischendurch meine Drachen rufen, damit sie mit uns trainierten...
    Ich seufzte: "Also gut, wir werden zur Dritt in die andere Welt reisen. Aber vergesst nicht, dass es dort ziemlich gefährlich werden kann. Wir bilden zusammen ein Team. Wir dürfen uns gegenseitig auf keinen Fall aus den Augen verlieren, wenn etwas passiert kann Ich uns in Sicherheit bringen, aber das kann ich nur machen, wenn wir zusammen sind. Ich werde keinen zurücklassen. Unser Ziel ist es zu verhindern, dass Sasuke etwas Konoha antut und Obitos Pläne zu durchkreuzen! Durch das Halsband wird Obito selbst zu uns finden, vielleicht wäre es am Klügsten, wenn wir also nach Konoha gehen, von dort aus werden wir alles regeln.", erklärte ich den Plan.
    Meine beiden Teammitglieder nickten entschlossen. Es war für sie bestimmt ganz schön aufregend diese Welt zu sehen. Hoffentlich würde auch alles gut gehen.
    "Wir werden noch nicht sofort loslegen. Maron, du solltest am besten heute doch nach Hause gehen und deinen Eltern irgendeinen Grund für einen längere Abwesenheit nennen. Sag ihnen, dass mit uns nach Toku fährst oder sowas. Katsuro und ich müssen es Mama ebenfalls beibringen und sie bitten, dass sie in uns in der ganzen Zeit über deckt. Wir werden morgen Nachmittag in die andere Epoche reisen. Damit es nicht zu sehr auffällt, sollten wir morgen auf jeden Fall in die Schule gehen, so als ob alles normal ist und nichts dabei wäre, dass wir Urlaub machen."
    "Sehr gut. Es wird nicht ganz einfach meine Mutter von diesem 'Urlaub' zu überzeugen, aber ich werde es schon hinkriegen. Bis bald Yuki! Und Äh. .. Bis morgen, Katsuro..", äußerte sie sich und machte auf der Stelle kehrt.
    Katsuro und ich sahen ihr, bis die Laternen ihren Schatten nicht mehr warfen.
    "Das mit Mutter, überlasse es mir...", machte Katsuro mir das Angebot.
    Ich nickte dankend.
    "Aber jetzt lass uns nach Hause gehen, ich habe schon richtig Hunger bekommen!", meinte Ich fröhlich und hakte mich bei meinem großen Bruder ein.

    Obitos Sicht:

    "Soso sie wird also schon morgen in die andere Zeit reisen. Es läuft alles nach Plan.", sagte ich mehr zu mir selbst, als zu Miyako.
    Wir standen beide auf einem Vordach und sahen den Geschwistern zu, wie sie lächelnd die Treppen zur ihrem Zuhause erklommen.
    "Bist du dir da so sicher? Für mich klang das so, als wäre Yuki entschlossen, deine Pläne zu durchkreuzen. Was sie alles getan hat, lässt mir dir den Rat geben, dass du sie nicht unterschätzen solltest.", wandte sie ein.
    "Sasuke hat sich mir bereits angeschlossen und jetzt habe ich den Erben des Kumiko Clans indirekt in meiner Gewalt. Sie wird nichts anderes können, als sich mir zu unterwerfen. Sie muss es tun...", murmelte ich sicher.
    Ich spürte Miyakos Hand auf meiner Schulter.
    "Kannst du wirklich deine eigene Nichte opfern?", fragte Miyako verstimmt.
    Ich sah in ihr mitleidiges Gesicht.
    Die Antwort auf diese Frage hatte ich bereits vor langer Zeit festgelegt. Wäre Akito noch am Leben, würde er dies mit allen Mitteln verhindern. Doch das war er nicht, niemand stellte sich mir in den Weg und würde Yuki vor mir retten.
    "Ich weiß deine Sorge zu schätzen, Miyako. Aber ich werde deine Hilfe nicht mehr brauchen. Morgen werde ich mich auf Ihre Fersen hängen. Katsuro wird nichts passieren, da hast du mein Wort. Aber sollte er sich mir in die Quere stellen, kann ich für nichts garantieren.", damit verschwand ich in meinem Kamui.
    Leb wohl, ...Miyako.

    Yukis Sicht:

    Man war das nervig!
    In der ganzen Klasse herrschte nur ein Thema. Soten Shikata.
    Unser neuer Geschichtslehrer, bei dem wir gleich Unterricht hatten. Maron und ich schauten gelangweilt nach vorne, während eine kleine Gruppe der Mädchen neben uns stand und sich fragten, ob sie in dem Genuss kamen, von ihm angesprochen zu werden.
    'Fallt dann einfach nicht in Ohnmacht.', dachte ich mir in ihrer Richtung. Dasselbe schien auch Maron durch den Kopf zu gehen, nach ihrem Gesichtsausdruck zu Urteilen.
    Das Gemurmel wurde zum Staunen, als sich Herr Shikata gelassen zum Lehrerpult bewegte. Natürlich saßen dann bereits alle auf ihre Plätze, um möglichst lernwillig zu erscheinen.
    Seine Stunde war die Letzte für heute. Dann würde Maron und ich, Katsuro mitladen und in die andere Epoche Reisen.
    Mutter hatte sich letzten Endes dazu bereit zu erklären, unsere Geschichte zu decken. Nämlich unseren Kurzurlaub bei Miyako. Selbst wenn jemand Miyako fragen würde, würde sie alleine wegen dem Kumiko Clan lügen. Doch ich war immer noch wütend darüber, dass sie Katsuro an Obito ausgeliefert hatte! Wer weiß, welche Folgen dieses Halsband für Katsuro haben könnten...
    Doch damit würde ich mich später befassen.
    "Guten Tag, allerseits. Wie gestern angekündigt, werden wir uns mit der Geschichte unsere Stadt befassen. Kann mir jemand sagen, wie überhaupt unsere Stadt entstand?", eröffnete er Plauderton den Unterricht.
    Marons Hand ging sofort in die Höhe.
    "Herr Shikata, es ist bekannt, dass vor ein paar Jahrhunderten Normaden kamen und anfingen Rohstoffe anzubauen. Durch die vielen Fabriken, wurde dieser Ort zu einer Stadt ernannt. Mit den Jahren wurde sie größer und dadurch entstanden die Nachbarstädte wie Toku und Ran Mikio. Aber sie sagten doch gestern, dass wir uns mit Mythen befassen wollten.", wandte Maron ein.
    Er lächelte sie schwach an, was sie etwas rot werden ließ. Damit setzte sich wieder unsicher. Sein Lächeln konnte wirklich schon einem weiche Knie bereiten, was ich Widerwillig zugeben musste.
    Ich legte mein Gesicht in die Hand und schaute aus dem Fenster, während er anfing zureden.
    "Ja, sie haben in beiden Punkten Recht, Fräulein Watanaba. Ich formuliere meine Absichten anders. Ich möchte über den Ort sprechen, bevor unsere Vorfahren Shin sekai errichteten. Einer Legende nach, haben die Nomaden eine Stadt an dem Ort errichtet, auf dem einst ein Shinobi Dorf war. Das Dorf Konoha Gakure..."
    Bei dem letzten Satz schreckte ich hoch...

    Fortsetzung folgt....

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1447921391
Vom Schicksal zusammengeführt Teil 24
Vom Schicksal zusammengeführt Teil 24
http://www.testedich.de/quiz38/quiz/1447921391/Vom-Schicksal-zusammengefuehrt-Teil-24
http://www.testedich.de/quiz38/picture/pic_1447921391_1.jpg
2015-11-19
407D
Naruto

Kommentare (271)

autorenew

Morgen (47752)
vor 39 Tagen
Okay... xD ❤...
Mara01 ( von: Mara01)
vor 39 Tagen
Mir auch.
Morgen (39614)
vor 39 Tagen
Mir ist langweilig... xD 😘😚😻
Morgen (86027)
vor 43 Tagen
Es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis Teil 10 rauskommt, da ich zurzeit nicht so viel Lust zum Schreiben habe... ❤
Morgen (87038)
vor 43 Tagen
Nett von dir... *grins*
Mara01 ( von: Mara01)
vor 43 Tagen
Upsi! Da hat jemand wohl nicht richtig gelesen! *schließe kurz meine Augen, atme tief durch* Alles gut...Ein...und Aus...*öffne sie wieder* Ich meine jetzt aber, dass ich einfach glücklich darüber bin, dich kennengelernt zu haben! ^-^ Ansonsten würde ich jetzt vielleicht was anderes machen...
Morgen (54607)
vor 45 Tagen
@Luchsiii Interessant... Würdest du Schattenpfote etwas weniger killen lassen?

@Mara Falke ist schon tot... ^^ Aber keine Sorge, es wird noch mehr mit Jäger sein... Ach ja, Schattenpfote fühlte sich eben ungeliebt und eigentlich will sie ja niemanden killen. Ihr meister Zorn kommt davon das Spinnwebenfell sie schlichtweg ignoriert hat und Mondsteinpfote vorgezogen hat. Und Metallpfote wusste überhaupt nichts von Schattenpfotes Gefühlen. Er War eben verliebt...
Liebe macht blind!
Mara01 ( von: Mara01)
vor 45 Tagen
Und noch was: FALKE MUSS STERBEN! (Klingt so ungewohnt brutal...) Schließlich brauchen wir noch etwas Einzelläufer Action! ^-^
Alle: JETZT HALT DIE KLAPPE, MARA!
Ich: *Kopf nach unten* Zooriee...Wollte nur Kritisch sein...
Mara01 ( von: Mara01)
vor 45 Tagen
...Ich bin sprachlos. Empört. Ich muss sagen, Schattenpfote wird jetzt zwar gehasst, aber die überreagiert etwas. Wenn ihr Bruder sich verliebt, ist das seine Sache. Aber ihr Bruder hätte auch nachdenken können...Pfff!
Luchsiii ( von: Luchsiii)
vor 45 Tagen
Uiiiii *o* Hätte nicht erwartet dass Falke jetzt auch stirbt ^^ Und auf deine Frage: Ich glaube mir gefällt Metallpfote besser. Schattenpfote ist mir ein bissle zu... weiß auch nicht. Sobald sie jemanden sieht killt sie den halt haahah lol xD
Morgen (94140)
vor 56 Tagen
@Mara01 😂 uuuuund DANKE!!!
Mara01 ( von: Mara01)
vor 57 Tagen
Gute Frage, Morgen. Aber ich finde das Kapi wie jedes andere von dor mega geil! Ich freue mich auf Streuner-Action!
(btw habe Jäger falsch in Erinnerung gehabt, da sie eigentlich schwaschwarz ist und nicht braun...Fehler passieren mal ^.^)
Morgen (59018)
vor 57 Tagen
Sagt mal, redet ihr gerade mit mir oder mit jemandem anderen?
yukiyuriyumi ( von: yukiyuri)
vor 125 Tagen
Es tut mir sehr leid, dass das nächste Kapital auf dich hat warten lassen. IcH hatte eine Schreibblockade und wusste erstmal nicht wie ich weiterschreiben sollte, hoffe daß euch das Kapital trotzdem gefällt^^
http://www.testedich.de/quiz47/quiz/1489871433/Vom-Schicksal-zusammengefuehrt-Teil-30
Viel spaß, LG yuki
Neko-chan (06342)
vor 218 Tagen
Und weitere 99 Tage sind vorbei...
Kommen eigentlich noch irgendwann weitere Kapitel?
Deine Story ist die einzige die ich eigentlich aktiv verfolgt habe im Naruto Fandom,aber ohne weitere Kapitel von dir hab ich irgendwie aufgehört im Naruto Fandom Aktiv zu sein :(
Naja ob es weiter geht weiß ja nur die Zukunft...

LG Neko-chan
Pysibble_SLS (04413)
vor 313 Tagen
Hmm Ich warte auch schon Geduldig :( ... freu mich schon
Neko-chan (58935)
vor 317 Tagen
@maddiex55x
Das ist eine gute Frage die mir mittlerweile auch schon so ca. seit 105 Tagen durch den Kopf schwirrt D:
maddiex55x (75291)
vor 319 Tagen
wann kommt denn ein neues kapi?🤔
Neko-chan (49303)
vor 363 Tagen
Echt Still hier in den Kommis geworden...
Naja eigentlich sollte es mich nicht verwundern, da das 29 Kapitel doch ganzschön auf sich warten gelassen hat...
Dennoch Freue ich mich wie immer auf das nächste Kapitel und so. You Know. Mal sehen ob noch weitere Kommis vor den nächsten Kapitel kommen oder nicht ich würde dir nämlich noch mehr Kommis gönnen :D
Tschö bis zum nächsten Kommi~
LG Neko-chan
Miwa (16832)
vor 401 Tagen
Jo, wie geilo! :DD Ich dachte schon, du hörst mit der FF auf ;-; Außerdem mache ich nicht mit Keksen diese schwere Wartezeit auf den nächsten Teil durch sondern mit EIS! Eis ist sugoi! ;3 xD