Der Spiegel zu meiner Seele (Teil 16)

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
3 Kapitel - 3.325 Wörter - Erstellt von: Yamiyo - Aktualisiert am: 2015-11-14 - Entwickelt am: - 1.116 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Kyokos Taktik bei Tsukikage geht auf und sie gelangt nach oben in den Duellpalast. Dort kommt es zu einem schicksalshaften Treffen...

1
Kokett lächelnd klimperte ich mit den Augenlidern, bevor ich auf Tsukikages forschende Frage mit schüchternem Tonfall antwortete: „Ich brauche dei
Kokett lächelnd klimperte ich mit den Augenlidern, bevor ich auf Tsukikages forschende Frage mit schüchternem Tonfall antwortete: „Ich brauche deine Hilfe, Tsukikage-kun. Und du bist der Einzige, der mir helfen kann." „Was hast du vor?" Tsukikage war sichtlich beunruhigt. Gut so. So konnte ich ihn leichter manipulieren. Verlegen strich ich mir mit dem Zeigefinger über die Lippe, weil ich von der Straßenprostitutierten damals erfahren hatte, da dies auf männliche Personen äußerst süß wirken würde, und meinte unschuldig lächelnd: „Ich muss unbedingt wieder nach oben. In dieser Dunkelheit halte ich es wirklich nicht mehr länger aus, besonders wenn Gallager mit seinen Leuten hinter mir her ist. Schau doch, was sie mir angetan haben!" Leidend dreinblickend hob ich mein Oberteil hoch und zeigte dabei absichtlich etwas mehr Haut als nötig. Tsukikage wurde augenblicklich rot, was mich innerlich zum Kichern brachte. Ach, waren Jungs doch leicht zu manipulieren! (Allmählich wird mir Kyoko wirklich unsympathisch=_=) „Siehst du den großen blauen Fleck auf meinem Bauch?" Tsukikage nickte unsicher. „Den habe ich, weil ich von Gallager verprügelt worden bin!" erklärte ich anklagenden, woraufhin seine Augen für einen Moment vor Zorn aufblitzten. „Er hat dich geschlagen!" „Allerdings. Und nicht nur er. Verstehst du, warum ich unbedingt von hier weg will?" Tsukikage nickte hastig, was mich innerlich vor Freude jubeln ließ. Mein Plan ging auf. „Meinen Respekt, Kyoko. Die Straßenprostitutierten hätten das sicher nicht besser hin bekommen als du!" lobte mich Spiegeltorhüterin durch meine Gedanken, doch ich hörte an ihrem Tonfall, dass sie mein Verhalten eher anwiderte als zum Bewundern brachte. Aber ich konnte es nicht ändern–es stimmte wirklich, dass der Ninja mein einziger Weg nach draußen war. „Kannst du mir nicht helfen, Tsukikage-kun? Bitte! Du hast doch sicher einen Plan!" flehte ich erneut und versuchte dabei, meinen protestierenden Stolz zu ignorieren. Tsukikage zögerte kurz, dann zeigte er jedoch auf den Aufzug und meinte: „Das ist der einzige Weg nach draußen. Ich habe, wie du schon geahnt hast, auch wirklich einen Plan, allerdings glaube ich nicht, dass du mich in deinem Zustand begleiten kannst." Abfällig winkte ich ab und grinste selbstbewusst, während ich mich dafür verfluchte, warum ich Tsukikage meine Wunde gezeigt hatte. „Ach, da brauchst du dir keine Sorgen zu machen, Tsukikage-kun. Ich bin eine Duellantin aus der Synchrodimension. Da hält man schon so Einiges aus!" Mit großen, flehenden Augen starrte ich den blauen Ninja an, bis dieser seufzte und nickte. Stumm reichte er mir zwei Saugnäpfe und zog dann selbst ein Paar heraus, dass er sich an die Hände schnallte. Neugierig tat ich es ihm gleich, wobei ich mich zugegeben nicht ganz so elegant wie er anstellte. „Wenn der Aufzug das nächste Mal nach oben fährt, werden wir uns mithilfe der Saugnäpfe daran festklammern. So werden wir unbemerkt nach oben gelangen. Oben müssen wir aber sofort abhauen, sonst fahren wir wieder nach unten–das wird am Schwierigsten. Bist du bereit? Das wird sicher anstrengend, Kyoko. Bist du dir sicher, dass du das in deiner Verfassung durchhältst?" „Klar! Ich gebe nie auf!" Selbstbewusst hob ich meine eine Hand, als wäre es eine Kampfansage und in meinen Augen funkelte augenblicklich das Feuer, das mich immer erfasste, wenn ich aufgeregt war. „Shun, Yuto–geduldet euch nur noch ein bisschen! Bald bin ich bei euch!"
Es überraschte mich, wie bald schon zwei Wärter in den Aufzug stiegen und nach oben fahren wollten, womit sie uns die Chance zur Flucht gaben. Umso besser für mich, länger hätte ich wohl nicht die intensiven Seitenblicke von Tsukikage überstanden, während wir auf die Gelegenheit gewartet hatten. Nun hielten seit uns beide mithilfe der Saugnäpfe an der Unterseite des Aufzugs fest und hofften schweigend darauf, das ersehnte Klacken zu hören, mit dem der Aufzug zum Stehen kam. Wie Tsukikage mich vorgewarnt hatte, war die Halterei wirklich anstrengend und mir taten schon nach weniger Zeit die Arme so weh, als wären sie mit heißer Brühe überschüttet worden. Doch ich gab nicht auf und das zahlte sich schließlich aus. Zwar waren meine Arme vor Schmerz halb taub, als der Aufzug zum Stehen kam, aber ich lebte noch und mithilfe von Tsukikages Erfahrung gelang es uns mit Leichtigkeit unbemerkt vom Aufzug wegzukommen. Daraufhin trennten sich aber unsere Wege. Zwar schlug mir Tsukikage vor, ob ich nicht mit ihm zu Akaba Reiji gehen wolle, aber ich lehnte seine Idee nach kurzer Überlegung ab. Was wollte ich schon von Akaba Reiji? Diesem Mistkerl traute ich nicht über den Weg. Er war der Sohn von unserem schlimmsten Feind, dem Professor und ernsthaft, Reiji war alles Andere als ein unschuldiger Teenager. Im Gegenteil, mir war noch nie so ein intriganter, schweigsamer, geheimnistuerischer Typ begegnet! Umso mehr verabscheute ich ihn nun. Nein, ich würde nach Shun und Yuto suchen. Denn mir fehlte für heute die Kraft, um noch irgendwelche Aktionen durchzuführen. Ich wollte einfach nur schlafen, aber das würde ich auf keinen Fall schutzlos tun. Und ich wollte doch sowieso mit den beiden reden–hoffentlich fand ich sie in diesem riesigen Palast! Müde, hungrig und mit schmerzenden Gliedern schleppte ich mich durch die kristallenen Gänge des Duellpalastes, in dem, wie ich aus Zeitungsberichten wusste, die Duellanten des Friendship Cups untergebracht waren. So viele Gänge.. Und noch so viel mehr Türen... Wie sollte ich in diesem riesigen Irrgarten nur die beiden richtigen Türen finden? Was, wenn mich jemand entdeckte? Würden sie mich dann wieder in den Untergrund bringen oder an einen noch schlimmeren Ort? Gab es überhaupt noch etwas Schlimmeres als den Untergrund? Beunruhigt schluckte ich und versuchte so die aufkeimende Angst in mir zu unterdrücken. Gespenstisch hallten meine einsamen Schritte durch die Flure und mein Atem zog ein schrecklich lautes Rauschen nach sich. Hoffentlich waren in den Gängen keine Kameras angebracht! Nicht, dass mich, wer auch immer dieses Gebäude kontrollierte, ich persönlich tippte auf den Security, bemerkte und verhaftete!
article
1447440735
Der Spiegel zu meiner Seele (Teil 16)
Der Spiegel zu meiner Seele (Teil 16)
Kyokos Taktik bei Tsukikage geht auf und sie gelangt nach oben in den Duellpalast. Dort kommt es zu einem schicksalshaften Treffen...
http://www.testedich.de/quiz38/quiz/1447440735/Der-Spiegel-zu-meiner-Seele-Teil-16
http://www.testedich.de/quiz38/picture/pic_1447440735_1.jpg
2015-11-13
407E
Yu-Gi-Oh!

Kommentare Seite 0 von 0
Klicke hier um ein Kommentar zu schreiben - Wenn du Mitglied bei testedich bist logge dich bitte hier ein
Noch keine Kommentare.

Sie haben die Möglichkeit den Text zu gestalten.
((bold))Fett((ebold)) ((cur))Kursiv((ecur)) ((unli))Unterstrichen((eunli))
((big))groß((ebig)) ((small))klein((esmall))
((green))grün((egreen)) ((maroon))dunkelrot((emaroon)) ((olive))graugrün((eolive)) ((navy))marineblau((enavy)) ((purple))violett((epurple)) ((teal))teal((eteal)) ((gray))grau((egray)) ((red))rot((ered)) ((blue))blau((eblue)) ((fuchsia))fuchsia((efuchsia))
Bitte beachten Sie, dass Sie immer beide Codes, z.B. ((bold)) hier der Text der fett sein soll ((ebold)), gebrauchen, mit dazwischen den Text.