The Dragon - Nero's Bestimmung

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7 Kapitel - 4.442 Wörter - Erstellt von: Nero - Aktualisiert am: 2015-11-27 - Entwickelt am: - 896 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Nero ist ein Drache - genau genommen ein Nightsky. Ihr wollt etwas über sein Leben erfahren? Dann schaut vorbei!

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    ((unli))Prolog((eunli)) Ein großer, dunkelgrüner Drache glitt durch die Luft und landete neben einem Fluss in dem Sterne funkelnden. Ein blauer Kopf
    Prolog
    Ein großer, dunkelgrüner Drache glitt durch die Luft und landete neben einem Fluss in dem Sterne funkelnden. Ein blauer Kopf tauchte aus dem Wasser auf und fragte: “Hast du jemanden gefunden?“ Der Dunkelgrüne neigte den Kopf. “Ja, aber...“ Ein Seufzen entwich ihm. “Er tut mir jetzt schon leid. Er wird viel durchmachen müssen, um den Frieden zwischen Drachen und den anderen Fabelwesen samt Menschen herzustellen.“ “Er muss aber, wenn wir diesen Frieden wollen!“, erklärte der Blaue leise knurrend und stieg aus dem Wasser. Er war kleiner als der Dunkelgrüne, doch seine Augen funkelten herausfordernd und der Dunkelgrüne sich mit leicht gesenktem Kopf ergeben ein Stück zurück. “Ich weiß. Aber momentan ist er noch nicht alt genug. Ich werde ihm seine Bestimmung übergeben, wenn er alt genug ist.“ “Und wann soll das sein?“ Der Blaue war eindeutig gereizt und er baute sich drohend vor dem anderen auf, welcher den Kopf einzog. “Bald. Bitte vertrau mir, Ridon.“ Der Blaue beruhigte sich etwas, drehte seinem Gegenüber den Rücken zu und lief zurück ins Wasser. Kurz bevor auch sein Kopf im Wasser verschwand, meinte er: “Gut, aber warte nicht zu lange, Brong. Wir haben nicht mehr so viel Zeit.“ Dann verschwand er und Brong atmete erleichtert aus.

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    Drachenrassen:
    Nightsky- Nightskys sind recht große, schwarze Drachen. Sie sind schnellsten und mächtigsten aller Drachen, jedoch auch die seltensten.
    Oceanwave- Oceanwaves sind menschengroße, meist dunkelblaue Drachen die immer im Wasser Leben. Jedoch haben sie auch manchmal eine lilane Farbe. Der erste Drachenherrscher war ein Oceanwave namens Ridon.
    Wingstorm- Wingstorms sind die größten Drachen von allen. Jedoch sind sie dadurch nicht besonders schnell und wendig, was sie aber mit Kraft wett machen. Sie sind weiß, grau oder silbern.
    Firedeath- Firedeaths sind immer rot und extrem aggressiv. Der derzeitige Drachenherrscher, Ringion, ist schon seit vielen hundert Jahren Herrscher und schon in seinem zweiten Jahr als Drachenherrscher hat er den Krieg zwischen den Menschen und Fabelwesen und den Drachen ausgelöst.
    Eartheye- Eartheyes sind sehr freundliche und naturverbundene Drachen, die alle Farben haben können. Diese Drachen sind am häufigsten anzutreffen. Doch seit Ringion's Herrschaft sind auch sie aggressiver geworden und haben dem Kampf gegen die Menschen und restlichen Fabelwesen angeschlossen.
    Colourwind- menschengroße Drachen, die ihre Farbe der Umgebung anpassen können. Manchmal ändern sie ihre Farbe auch nach der Stimmung. Sie halten sich größtenteils aus dem Krieg raus, doch sie kämpfen manchmal auch mit.

    Andere Fabelwesen:
    Pegasi- es gibt sehr viele Pegasi. Fast alle sind weiß, doch manchmal trifft man auch auf schwarze.
    Einhörner- Einhörner gibt es nicht so oft, da viele in dem schrecklichen Krieg gestorben sind. Sie haben an der Seite der Menschen gekämpft. Die meisten von ihnen sind weiß oder hellrosa-weiß.
    Greife- auch Greife gibt es nicht mehr viele, doch sie kämpfen noch immer gegen die Drachen.
    Phönixe- es gibt noch viele Phönixe, sie halten sich nämlich meist aus dem Krieg raus, da sie sehr friedfertige Wesen sind. Aber sie stehen auf der Seite der Menschen und wenn es sein muss, dann kämpfen sie auch.
    Basiliske- sehr große Schlangen. Wenn man in ihre Augen sieht, dann stirbt man. Jedoch können Basilisken diese Fähigkeit kontrollieren und so verhindern, dass jemand stirbt, wenn er ihnen in die Augen sieht. Sie stehen im Krieg auf keiner Seite und halten sich raus.
    Chimären- Wesen mit dem Vorderkörper eines Löwen und dem Hinterkörper einer Ziege. Außerdem besitzt es eine Schlange als Schwanz. Viele fürchten sich vor Chimären, da der Biss ihres Schlangenschwanzes extrem giftig ist und sie scharfe Krallen und Zähne haben. Im Krieg stehen sie ebenfalls auf keiner Seite, sie greifen jeden an, von dem sie sich bedroht fühlen.
    Hippocampus- Pferd mit bunt schillernden Schuppen und Hinterkörper eines Fisches. Sie stehen auf der Seite der Menschen.
    Cerberus- Hund mit drei Köpfen. Sie sind meist schwarz, selten trifft man auf braune oder gar weiße. Außerdem sind sie im Krieg unparteiisch, im Notfall stehen sie aber eher auf der Seite der Drachen.
    Minotauros- halb Mensch, halb Stier. Im Krieg stehen sie auf der Seite der Menschen.
    Chupacabra- ungefähr menschengroßes Wesen mit Stacheln auf dem Rücken, die er einziehen kann. Er kann sein Aussehen ähnlich wie ein Chamäleon anpassen und hat außerdem Flügel. Er hat dichtes schwarz-braunes Fell und schlitzt Ziegen und schaffen die Kehle auf, um sie dann wir ein Vampir auszusaugen. Aufgrund dessen ist er ein Feind der Menschen und ist mit dem Cerberus das einzige Fabelwesen das eher auf der Seite der Drachen steht.

    Menschliche Wesen:
    Menschen- ganz normale Menschen. Die meisten lernen schon früh das kämpfen und überleben in der Wildnis, falls sie mal in so eine Lage kommen sollten. Manche jedoch haben Angst davor, in den Krieg gegen die Drachen ziehen zu müssen und kümmern sich lieber um den Haushalt und die Tiere (z.B. die Pegasi oder Einhörner. Menschen reiten auf Pegasi und Einhörnern, anstatt auf normalen Pferden.)
    Hexen und Hexer- Menschen mit Zauberkräften. Sie können fliegen und zaubern, aber auch nicht alles.
    Riesen- seeehr große Menschen, die meist mit Keulen kämpfen. Viel im Kopf haben sie allerdings nicht.
    Zwerge- sehr kleine Menschen, die meist die Strategien für den Krieg für die Menschen entwickelt, da sie sehr schlau sind.
    Satyre- halb Mensch, halb Ziege. Sie sind schnell und werden von den Menschen oft als Späher und Spione eingesetzt.

    3
    Charakterliste:
    Ridon- dunkelblauer Oceanwave. Der erste Drachenherrscher aller Zeiten. Damals lebten Menschen und Drachen noch in Frieden.
    Brong- grüner Eartheye. Er war ein einfacher Drache, der schon sehr jung starb, jedoch sehr weise war und kurz vor seinem Tod Ridon, seinem damaligen besten Freund, den Rat gab, niemals Ringion zu seinem Stellvertreter zu machen.
    Ringion- besonders aggressiver dunkelroter Firedeath. Er ist der derzeitige Drachenherrscher und hat den Krieg mit den Menschen begonnen, da er sie für schwächlich und dumm hält.
    Kirminia- grau-silberner Wingstorm. Sie ist die Stellvertreterin von Ringion und unterstützt ihn immer.
    Nero- schwarzer Nightsky mit einem blauen Schimmer. Er ist sehr freundlich und findet den Krieg eigentlich dämlich, traut sich aber nicht etwas zu tun. Kann, wenn er sich darauf konzentriert, Skye's Gedanken hören und sie seine.
    Skye- 10-jähriges Mädchen mit hüftlangen blonden Haaren und leuchtend grünen Augen. Findet Drachen sehr interessant und hat beschlossen, Nero zu finden und ihn besser kennenzulernen.
    Frimor- ziemlich kleiner Colourwind. Er ist der beste Freund von Nero und oft treffen sie sich, um gemeinsam zu jagen.
    Richard- recht großer, 28-jähriger Mann mit etwas längeren, braunen Haaren und braunen Augen; Oberhaupt von Skye's Dorf

    (Die bisherigen Charaktere. Später kommen noch welche dazu.)

    4
    Kapitel 1

    Nero breitete die Flügel aus und stieß einen lauten Schrei aus. Dann drückte er sich vom Felsvorsprung, auf dem er stand ab und flog schnell am Himmel entlang. Auf einmal ertönten panische Schreie und böse, aggressive Rufe und im nächsten Moment wurde mit Speeren und Pfeilen nach ihm geschossen und geworfen. Er wich ihnen geschickt aus, doch lange, das wusste er, würde er das nicht schaffen. Und er sollte recht behalten: als er schon fast aus dem Waffenregen raus war, traf ihn ein Pfeil mitten am Flügel. Er jaulte auf vor Schmerz und flog nun schief. Verzweifelt versuchte trotz der starken Schmerzen durchzuhalten und er schaffte es noch ein Stück weg von den Menschen, dann sauste er Richtung Boden. Sein Körper klatschte auf dem Wasser eines Flusses auf und er ging unter. Ihm wurde schwarz vor Augen, weil er keinen Sauerstoff zum Atmen mehr hatte, als ihn etwas nach oben an die Luft drückte. Er sah gerade noch, wie ihn ein Oceanwave an Land schob, dann verlor er das Bewusstsein.

    Nero schlug die Augen auf und hob den Kopf. Langsam sah er sich um und sein Blick fiel auf das prasselnde Feuer. Wer hat denn das Feuer gemacht? Verwirrt sah er sich nach einem anderen Drachen um, doch da war keiner. Da streifte sein Blick einen kleinen zusammengerollten Körper, der zitternd neben dem Feuer lag. Das Gesicht des Mädchen wurde durch die Flammen erhellt. Es hatte hüftlange dunkelblonde Haare und war noch recht jung. Mit einem Mal war Nero auf den Beinen. Auch wenn es nur ein kleines Mädchen war, die Menschen und anderen Fabelwesen führten schon lange Krieg mit den Drachen. Nero selbst fand diesen Krieg einfach nur dämlich und unnötig, doch was würden seine Artgenossen dazu sagen, wenn er das offen sagen würde? Ganz klar: sie würden entweder dafür sorgen, dass er nicht mehr so dachte, oder sie würden ihn... “Umbringen?“ Nero erschrak und machte einen Schritt zurück. Das Mädchen hatte die grünen Augen geöffnet und sich aufgesetzt. Woher wusste sie, woran ich eben gedacht habe?, fragte er sich verwirrt. Das Mädchen zuckte die Schultern. “Weiß nicht. Eben hab ich deine Gedanken auch gehört. Ich weiß es einfach.“ Auf einmal hörte er eine Stimme in seinem Kopf: “Ob es seinem Flügel besser geht?“ Das war die Stimme des Mädchens. Hatte er eben ihre Gedanken gehört? Nach kurzem Schweigen meinte er: “Ja.“ “Was 'Ja'?“, fragte das Mädchen, “Und ihr sprecht unsere Sprache?“ “Ja, es geht meinem Flügel besser. Und nicht alle von uns sprechen eure Sprache. Nur wenige sprechen sie. Ich habe sie gelernt, weil ich sie interessant finde.“ Neugierig kam das Mädchen ein Stück näher und streckte die Hand nach ihm aus, doch er bleckte drohend Zähne und sie zog ihre Hand schnell wieder zurück. “Ich gehe jetzt“, erklärte Nero knapp, breitete die Flügel aus und flog los. Seinem Flügel ging es tatsächlich viel besser!

    5
    ((unli))Kapitel 2:((eunli)) Nero flog über den dichten Wald und landete dann auf einer großen Lichtung. Er blickte sich nach seinem Besten Freund Fr
    Kapitel 2:
    Nero flog über den dichten Wald und landete dann auf einer großen Lichtung. Er blickte sich nach seinem Besten Freund Frimor um. Er wusste, dass er hier war, auch wenn er ihn nicht sehen konnte. Er war ja ein Colourwind, also war es nicht ungewöhnlich, dass er ihn nicht sehen konnte. Sein Blick fiel auf den kleinen Drachen, der seine Tarnfarben gerade zu einer ungewöhnlichen Mischung aus Blau und Rot werden ließ. “Wo warst du denn gestern, Nero?“, wollte er wissen, “Wie hatten doch vereinbart, uns hier zu treffen!“ “Ich weiß, aber auf dem Weg haben mich ein paar Menschen am Flügel verletzt.<< Bei Frimor's entsetztem und besorgtem Gesichtsausdruck fügte er schnell hinzu: “Aber es geht mir wieder viel besser!“ Das Mädchen ließ er lieber unerwähnt. Frimor war sichtlich erleichtert. “Gehen wir dann jetzt jagen?“ Nero nickte zustimmend und Frimor wechselte wieder seine Farbe und passte sich der Umgebung an. Nero erkannte ihn nur noch, weil sie schon so lange Freund waren und sich auch verstanden, ohne den anderen zu hören oder zu sehen. Nero glitt lautlos zwischen den Bäumen hindurch und hielt nach Tieren Ausschau. Da es noch recht früh und relativ dunkel war - besonders im dichten Wald - konnte auch er sich gut tarnen. Er erkannte aus dem Augenwinkel eine Bewegung und drehte leicht den Kopf. Sein Blick fiel auf nichtsahnenden Hirsch, der Gras ausrupfte. Gerade wollte Nero sich auf ihn stürzen, da zerriss ein Schrei die Luft. Augenblicklich floh der Hirsch und Nero flog senkrecht nach oben aus dem Wald heraus. Noch ein Schrei. Er flog auf den Schrei zu und tauchte dann wieder in den Wald ein. Direkt unter ihm wurde das Mädchen, das seinen Flügel versorgt zu Boden gedrückt von etwas das man nicht sehen konnte. Als Frimor seinen Freund bemerkte, wurde er sichtbar und deutet auf das Mädchen. “Es sieht nicht gerade lecker aus, aber es könnte ein Spion sein und Essen kann man es auch wenn es zäh ist.“ Voller Angst starrte das Mädchen Nero an. Und er glaubte noch etwas wie Hoffnung darin zu sehen. Nach einer Weile fauchte er: “Quatsch! Die Spione der Menschen sind Satyre und sie ist doch noch total jung! Jetzt lass sie schon los!“ Kurz sah Frimor ihn aus zusammengekniffenen Augen an, dann ließ er das Mädchen grummelnd los, welches sich leicht keuchend aufrichtete. Danke! Das war die Stimme des Mädchens in seinem Kopf. Ich weiß zwar nicht, was du zu ihm gesagt hast, aber danke. Klar. Sie hatten auf Drachensprache geredet, also hatte sie wohl kein Wort verstanden. Er nickte ihr knapp und kaum merklich zu, dann meinte er zu Frimor: “Wegen dir ist mir ein Hirsch entwischt. Ein ziemlich großer sogar. Jetzt lass uns keine Zeit verschwenden und jagen. Frimor brummte kurz und wandte sich dann zum gehen. Nebeneinander entfernten sie sich von dem Mädchen, als er sich zu Nero rüberbeugte und murmelte: “Ich weiß, dass du gegen diesen Krieg bist, aber mal ehrlich: du kannst sie doch nicht beschützen! Erst recht nicht, wenn sie Spione oder Krieger sein könnten!“ “Ich denke nicht, dass sie ein Spion oder Krieger ist!“, gab der Nightsky zurück und Frimor schnaubte und beschleunigte etwas, sodass er voraus flog.

    6
    Die beiden hatten noch einen Hasen und ein relativ junges Reh gefangen. Gerade aßen sie zusammen ihre Beute und beobachteten wie die Sonne unterging. “Hey“, riss Frimor seinen Freund aua den Gedanken, “Was hältst du von einem Flug durch die Nacht? Mal sehen, wen wir so alles treffen und erschrecken können.“ Er grinste, doch Nero fragte: “Sicher, dass das so eine gute Idee ist? Das letzte Mal haben Ringion's Stellvertreterin Kirminia fast zu Tode erschreckt.“ “Ja, aber es hat doch Spaß gemacht, oder nicht?“ “Ja, hat es“, erwiderte Nero, “Im Gegensatz zu dem Aufräumdienst in Ringion's Palast, den wir zur Strafe für fast zwei Monate hatten.“ Frimor seufzte. “Du bist manchmal wirklich ein richtiger Langweiler, Nero, weißt du das?“ “Von mir aus. Aber ich will nicht noch einmal so eine Strafe.“ Er beendete sein Mahl und breitete die Flügel aus. Dann flog er los und glitt ohne Frimor am Himmel entlang. Er ließ den Blick über den Boden schweifen und erblickte einen Chupacabra, der auf die Weiden und Ställe eines Dorfes zuschlich. Verärgerter blieb der davor stehen und schien einen Weg nach drinnen zu suchen. Nero beschloss ihm zu helfen und flog lautlos zu ihm. Als er neben dem Wesen landete, erschrack es kurz, dann beruhigte es sich wieder und der Drache betrachtete das Schloss des Stalls. Mit einem kleinen Gluthauch würde das Schloss schmelzen, ohne dass die Tür Feuer fing. Gesagt, getan. Das Schloss schmolz dahin und die Tür ging mit einem leisen Knarzen einen Spalt breit auf. Der Chupacabra sah ihn dankbar an, dann schon er die Tür noch ein Stück weiter auf und schlüpfte hinein. Kurz hörte man das Gemecker von Ziegen, dann kam der Chupacabra wieder heraus - mit Blut an Mund und Krallen. Schnell sprang er davon und Nero wurde auch gleich klar, warum er es so eilig hatte - ein Bauer war von dem Ziegengemecker aufgewacht und kam mit einer Fackel in der Hand aus seiner Hütte. Im Schein des Feuers konnte er den Drachen sehen und brüllte so laut er konnte: “Schnell! Alle aufstehen! Ein Drache!“ Innerhalb von ein paar Sekunden waren viele Menschen aus den Häusern getreten. Sie hatten Schwerter, Armbrüste und Fackeln in den Händen, brüllten alle etwas durcheinander und hielten auf Nero. Dieser breitete seine Flügel aus und wollte losfliegen, doch er war noch nicht weit vom Boden entfernt, da wickelten sich Seine und Taue um seine Beine und zogen ihn zurück zu Boden. Er stieß einen lauten Schrei aus, in der Hoffnung auf Hilfe. Als er am Boden aufkam, Schlangen ihm die Menschen Taue um die Schnauze, den Hals, die Beine und die Flügel. Verzweifelt versuchte er sich zu befreien, doch es war unmöglich. Seine Augen sahen sich nach Hilfe suchend um und er brachte, trotz des Taus, das seinen Kiefer zusammendrückte, einen klagenden Laut heraus. Ein recht großer Mann trat vor und hielt ihm ein Schwert an die Brust. Er bohrte es unter eine von Nero's Schuppen und versuchte sie zu lockern - und schaffte es. Als sie genug gelockert war, setzte er sein Schwert an die nun empfindliche Stelle und war bereit zuzustoßen. Er schloss die Augen und bereitete sich auf sein Ende vor. Nein!, ertönte es in seinem Kopf und fast direkt danach rief eine ihm bekannte Stimme: “Stopp! Das dürft ihr nicht tun!“ Er riss die Augen auf und starrte das Mädchen an. Sie lebte also in diesem Dorf. Der Mann nahm das Schwert von Nero's Brust und musterte das Mädchen. “Wieso nicht, Skye? Was spricht dagegen? Er wollte unser Dorf angreifen!“ Das Mädchen, das anscheinend Skye hieß, antwortete: “Woher wissen wir denn, dass er es wirklich angreifen wollte? Was haben wir für Beweise? Ich glaube nicht, dass er das wollte.“ Der Mann seufzte. “Skye... hör zu, ich weiß du wünschst dir den Frieden zwischen uns und den Drachen, aber wenn wir uns nicht wehren, dann wird es bald keinen Frieden mehr geben müssen. Weil wir dann nämlich alle Tod sind.“ “Ich weiß aber, dass er uns nichts tun wollte!“, rief Skye, “Letztens wollte mich ein Drache im Wald töten und er hat mich beschützt! Ohne ihn wäre ich Tod! Und letztens habe ich ihn auch schon mal getroffen. Er ist anders, Richard. Er kann auch unsere Sprache.“ “Er kann unsere Sprache?“, fragte dieser Richard nach und warf einen Blick zu den gefesselten Drachen. Skye nickte. “Ja. Nehmt ihm dieses Seil um seine Schnauze ab und er kann es euch beweisen.“ “Skye! Das können wir doch nicht machen, sonst verbrennt er mit seinen Flammen noch das ganze Dorf!“ “Bitte, vertraut mir!“, flehte Skye und Richard nickte nach einigem Überlegen mit einem ergebenen Seufzer. Zufrieden lief Skye zu Nero und nahm ihn vorsichtig das Seil vom Maul. Sobald es weg war bewegte er kurz seinen Mund. “Also“, knurrte Richard misstrauisch, “Sag was, Drache.“ “Mein Name ist nicht 'Drache', ich heiße Nero, klar?“ Die Menschen sahen ihn überrascht und etwas ungläubig an. Stolz, diese Entdeckung vor den anderen gemacht zuhaben, grinste Skye und kniete sich jetzt vor ihn. “Gut zu wissen wie du heißt, Nero.“ Sie streckte die Hand aus und strich ihm kurz mit dieser übe die Schnauze, dann richtete sie sich wieder auf und wandte sich an Richard und die anderen. “Seht ihr? Er ist nicht so wie die anderen Drachen, er ist wirklich freundlich.“ “Macht ihn los“, sagte Richard im Befehlston und nach einigem Zögern und Grummeln machten die Menschen den Nightsky widerstrebend los. Sofort richtete Nero sich auf und streckte und schüttelte sich kurz. “Danke.“ “Schon gut, aber jetzt geh“, erwiderte Richard. Nero neigte den Kopf und stieß sich ab. Er flog über den Wald und bis zu einer kleinen Höhle an der Küste. Als er sich dort schlafen legte dämmerte es bereits, doch er schlief schnell ein.

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    Nero wachte von dem Rauschen des Meeres auf und hob blinzelte den Kopf. Er ließ, darüber verwirrt wo er war, den Blick schweifen, dann erinnerte er sich daran, was letzte Nacht passiert war. Als er aus der Höhle trat - überall Sand am Körper - merkte er, dass es schon Mittag war. Er gähnt kurz dann tappte er widerwillig zum Wasser, um sich vom Sand frei zu waschen. Doch als er sich dem Meer näherte, sah er kleine Menschenkinder mit ihren Eltern im Wasser spielen. Für einen Moment wollte er sie in Ruhe lassen, doch dann schüttelte er leise schnaubend den Kopf. So kann ich doch nicht rumlaufen!, dachte er sich, Ich sehe mit dem ganzen Sand am Körper ja lächerlich aus! Also lief er weiter auf das Wasser zu und als die Menschen ihn bemerkten, kreischten die Kinder; die beiden älteren ängstlich und das jüngere vergnügt und neugierig. Die Eltern riefen irgendetwas, wie: “Schnell weg!“ und scheuchten ihre Kinder weg. Nero hingegen lief soweit ins Wasser, bis es seinen Hals umspülte und steckte kurz den Kopf unter Wasser, zog ihn aber sogleich wieder raus. Schließlich flog er vom Sand befreit los und blickte immer wieder nach unten auf den Boden. Unbewusst flog er zu den Skye's Dorf und ein paar Bewohner schrien, als sie ihn sahen, andere wirbelten zumindest halbwegs entspannt. Der Drache suchte den Boden mit seinen graublauen Augen nach Skye ab, konnte sie aber nirgends entdecken, doch in dem Moment, als er wegfliegen wollte, trat sie mit einigen Holz aus dem Wald, neben ihr ein etwas älterer Junge, mit dem sie sich unterhielt. Als sie aber Nero erblickte ließ sie das ganze Holz fallen und rannte in seine Richtung. Als sie direkt unter ihm war, winkte sie und lächelte. Klasse, dass du hier bist!, ertönte ihre Stimme in seinem Kopf. Er flog ein Stück tiefer und überlegte dabei, was sein Handeln eigentlich zu bedeuten hatte. Irgendwie mochte er dieses Mädchen, aber eine Freundschaft zwischen einem Drachen und einem Menschenmädchen? Das hatte es seit dem Anfang vom Krieg bestimmt noch nie gegeben! Stimmt, wahrscheinlich nicht Schon wieder ihre Stimme und laut fügte sie frech hinzu: “Dann sind wir eben die ersten!“ “Hey, Nero! Was hat das Mädchen da eben gesagt? Na egal. Was machst du überhaupt hier! Los, weg, bevor die uns noch was tun!“ Er drehte sich bereits um, um wegzukriegen, doch Nero ignorierte ihn und landete in dem Dorf. Zum Glück war dort ein Platz zwischen den Häusern, der groß genug für ihn war. Skye lief zu ihm und strich ihm einmal lächelnd über die Schnauze, dann fragte sie leise: “Was hat dein Freund, denn eben gesagt? Und ist das nicht der, der mich umbringen wollte?“ Nero nickte, blickte kurz hoch zu Frimor, der sich verunsichert umsah und wandte sich dann leise an Skye: “Ja, aber er ist eigentlich ganz in Ordnung. Man muss ihn nur mal kennen lernen.“ Skye nickte. “Er hat auf jeden Fall eine interessante Fähigkeit. Aber er ist ja auch ein Colourwind.“ “Stimmt. Du weißt ganz schön viel über uns Drachen, was?“ Skye grinste, bedeutete ihm zu warten und rannte in eine von diesen Holzhütten. Kurz darauf kam sie mit einem riesigen, seltsamen Etwas zurück. Sie ließ es mit einem Keuchen vor ihm auf den Boden fallen. “Ich glaube, das Buch wiegt an die 40 Kilo!“, scherzte sie und bemerkte dann Nero's verwirrten Blick. Als sie den sah, scherzte sie weiter: “Was, etwa noch nie ein Buch gesehen?“ Doch als sie merkte, dass das offensichtlich stimmte, legte sie leicht den Kopf schief und ein Funkeln erschien in ihren Augen. Während sie ihm knapp erklärte was ein Buch war, landete Frimor zögernd und sichtlich nervös neben ihm und passte sich unsicher seiner Umgebung an. Auch der Junge, der vorhin neben Skye gestanden hatte. Er hatte etwas längere, blond-braune Haare und Grüne Augen, die das selbe Glitzern, wie die von Skye hatten. Kurz blickte Skye auf und erklärte: “Das ist mein Bruder, James.“ Dann sah sie auf das Buch und begann zu erzählen: “Das hier ist das “Buch der Wesen dieser Welt“. Es stehen alle Tiere drin - und besonders viel steht hier über Drachen. Außerdem noch ein paar Geschichten. Auf jeden Fall hab ich es komplett durchgelesen.“ Als James der Mund aufklappen und sie entgeistert ansah, öffnete sie nur grinsend das Buch und ließ die Seite an ihren Fingern vorbeigleiten. Dann meinte sie: “Über jede Drachenart steht etwas drin. Das Buch ist einfach... einfach klasse!“ Ihre Augen glänzten, als sie redete. “Und das Buch wurde geschrieben, als es noch keinen Krieg gab. Bis auf...“ Langsam öffnete sie eine ziemlich verstaubte Seite und schob das Buch so hin, dass Nero rein theoretisch etwas lesen könnte - wenn er diese Schrift lesen könnte. “In dem Kapitel geht es um den Krieg und die Auswirkungen auf das Leben der Menschen und Fabelwesen.“ Nero hob den Blick von dem Buch und atmete ziemlich laut aus. Durch diesen tiefen Atemzug wurden die Seite ungeschlagen und es war eine Zeichnung zu sehen: viele Menschen, die einen am Boden gefesselten Drachen umzingelten und einer ein Schwert an seine Brust hielt. Doch ein Mädchen machte eine Geste, als wolle sie ihn davon abhalten. Sofort wurde ihm klar, dass das Bild das Ereignis der letzten Nacht zeigte.

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1447249233
The Dragon - Nero's Bestimmung
The Dragon - Nero's Bestimmung
Nero ist ein Drache - genau genommen ein Nightsky. Ihr wollt etwas über sein Leben erfahren? Dann schaut vorbei!
http://www.testedich.de/quiz38/quiz/1447249233/The-Dragon-Neros-Leben
http://www.testedich.de/quiz38/picture/pic_1447249233_1.jpg
2015-11-11
40B0
Fantasy Magie

Kommentare Seite 1 von 1
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wiedum.m! ( 57339 )
Abgeschickt vor 521 Tagen
Kannst du nicht richtig englisch oder was?
Nero ( 84962 )
Abgeschickt vor 560 Tagen
Danke :)
CeCePc ( 51668 )
Abgeschickt vor 560 Tagen
Echt gut geschrieben und gute Ideen ;)