Sophia "Potter" 15

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7 Kapitel - 4.332 Wörter - Erstellt von: Kerstingarde 1611 - Aktualisiert am: 2016-01-05 - Entwickelt am: - 1.376 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Hier kommt endlich nach ewig langer Verzögerung der nächste Teil...

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    Snapes Sicht:
    Als Sophia zum Essen kam, war ich gleichzeitig etwas beruhigt, weil es ihr wieder gut ging nach dem, was ich ihr gestern hatte antun müssen, aber auch besorgt, da ich ja genauso wie alle anderen wusste, was der Dunkle Lord angekündigt hatte. Ich musste mich wirklich beherrschen, um nicht sofort aufzuspringen, Sophia am Arm zu packen und sie in Sicherheit zu bringen. Wir mussten da einfach durch. Deshalb sehnte ich auch schon den Anfang des neuen Schuljahres herbei. In Hogwarts war Sophia wenigstens nicht den ganzen Tag mit dem Dunklen Lord oder Bellatrix unter einem Dach. Doch nun wurde ich durch Stimmen aus meinen Gedanken gerissen: „Sophia, komm doch und setz dich neben deinen Vater und mich.“ Die Worte des Dunklen Lords klangen wie eine Bitte, doch jeder in diesem Raum wusste, dass es ein Befehl gewesen war. Ich erwartete schon eine freche Antwort von Seiten Sophias, doch ich wurde überrascht. Sie setzte sich mit ausdruckslosem Gesicht und ohne ein einziges Wort neben mich und den Dunklen Lord, der am Kopfende des Tisches saß und durch Sophias Reaktion verärgert schien. Während des Essens sagte kaum jemand etwas, bis der Dunkle Lord schließlich wieder das Wort an Sophia richtete: „Und wie geht es dir denn heute so nach dem Vorfall von gestern?“ Auch wenn Sophia nach Außen hin ganz ruhig wirkte, so spürte ich doch, dass Sophia verängstigt war. Schließlich brachte sie nur heraus:“Zumindest besser als gestern Abend...“ Ich war heilfroh, dass sie sich bis jetzt noch nicht hatte provozieren lassen, doch dem Dunklen Lord gefiel das gar nicht und er sagte: „Na ja, das ist ja zumindest etwas... Hast du dir mein Angebot denn nun noch einmal durch den Kopf gehen lassen?“

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    Sophias Sicht:
    Oh nein! Wieso musste er mich ausgerechnet DAS fragen! Doch da kamen mir wieder Narzissas in den Sinn: „...Er wird sie dich foltern lassen, bis du beinahe den Verstand verlierst... Dann denk wenigstens an all die Menschen, die du liebst...“ Ich schaute kurz hinüber zu Draco und Narzissa, die mir beide leicht zunickten. Also nahm ich all meinen Mut zusammen, holte tief Luft und sagte mit so höflicher Stimme, wie ich nur konnte: „Es tut mir Leid, aber diese Zeit hatte ich leider noch nicht. Doch versichere ich Ihnen, Sir, dass ich Ihnen, sobald ich meinen Entschluss gefasst habe, Bescheid gebe.“ Ich sah, wie in Voldemorts Augen der Zorn nur noch weiter stieg und ich konnte nur hoffen, dass er noch nicht RICHTIG wütend war. Doch falsch gedacht... Blitzschnell hatte er seine Hand erhoben und mir eine Ohrfeige gegeben. Alle Anwesenden schauten geschockt von mir zu Voldemort, der mir nun zu zischte: „Keiner wagt es, mir etwas vorzuschreiben! Schon gar nicht DU!“ Ich wollte ihm widersprechen: „Aber...“ Doch das stellte sich als Fehler heraus: „Anscheinend bist du auch noch taub! Ich habe gesagt, niemand schreibt mir etwas vor, wozu auch gehört, mir zu widersprechen.“ Nun sagte er lauter, sodass ihn alle hören konnten: „Bellatrix, ich glaube, du solltest der Kleinen mal beibringen, wie sie sich mir gegenüber zu verhalten hat. Severus ist ja leider verhindert, da er sich um seine Aufgaben in Hogwarts kümmern muss. Ich treffe euch beide um 15:00 Uhr in der Bibliothek.“ Damit verschwand er und ließ eine lächelnde Bellatrix, eine geschockte Familie Malfoy, meinen Vater, der sich nichts anmerken ließ, und mich vollkommen erstarrt zurück. Ich musste mich beherrschen, um nicht in Tränen auszubrechen. Schließlich sagte Lucius Malfoy: „Bellatrix, kann ich dich vielleicht mal unter vier Augen sprechen?“ Zuerst sträubte sie sich, aber dann willigte sie ein: „In Ordnung. Aber wehe du kommst gleich zu spät, Sophia!“ Dann waren auch die beiden verschwunden und nun konnte ich mich nicht mehr weiter zurückhalten. Ich verbarg mein Gesicht in den Händen und fing an, hemmungslos zu schluchzen. Das löste dann auch die anderen drei aus ihrer Schockstarre. Mein Vater nahm mich in den Arm und auch Narzissa und Draco kamen herüber und legten mir jeweils eine Hand auf die Schulter. „Ich bin so ein Dummkopf und hab mich von ihm provozieren lassen!“, brachte ich unter denn Schluchzern heraus. Ich war so dumm! Nun hatte ich versagt! Doch mein Vater meinte: „Das stimmt nicht! Du bist ein sehr schlaues Mädchen und bist auf seine Sticheleien ja auch nicht eingegangen. Er wollte dich von vornherein bestrafen und war dem entsprechend sauer, als du ihm keinen Grund gabst. Du hast alles richtig gemacht. Du kannst nichts dafür.“ Das gab mir wieder etwas Mut. „Er hat Recht. Du warst großartig. Für diese Entscheidung kannst du gar nichts.“, sagte nun auch Draco und Narzissa nickte zustimmend. Nun fühlte ich mich wieder viel besser und wusste, dass ich sogar hier, direkt unter Voldemorts (nicht vorhandener) Nase, Leute hatte, die an mich glaubten.
    Ich fand mich schon um 14:50 Uhr in der Bibliothek ein, um Voldemort nicht schon direkt am Anfang wütend zu machen, doch als ich eintrat, war noch niemand da. Also nutzte ich die Zeit, in der ich allein war, um mich ein wenig umzuschauen. Ich ging die Regale ab und blieb plötzlich an einem Titel hängen. Er lautete: „Die Dunklen Künste“ Auch wenn man es wohl nicht direkt vermutete, interessierte ich mich doch sehr für die Dunklen Künste. Natürlich würde ich es nie wagen, etwas davon anzuwenden. Jedoch fand ich, dass es nützlich war, zu wissen, was meine Gegner alles für Dinge taten. Aus Neugierde schlug ich das Buch auf und blätterte ein wenig darin. Auf einmal ertönte eine Stimme hinter mir: „Du bist deinem Vater doch gar nicht so unähnlich, wie ich dachte.“ Vor Schreck hatte ich das Buch fallen gelassen, hob es allerdings schnell wieder auf und stellte es zurück an seinen Platz. Aber als ich sah, wem die Stimme gehörte, erstarrte ich. Direkt vor mir stand Voldemort, der mich anlächelte.
    Normalerweise hätte ich seine Stimme sofort erkannt, doch durch die plötzliche Sanftheit, die in ihr lag, war sie kaum wiederzuerkennen. Als er meinen Blick sah, grinste er noch breiter: „Vielleicht solltest du noch einmal deinen Mund schließen.“ Sofort klappte ich meinen Mund zu, aber sah Voldemort immer noch genauso erstaunt an. „Aber um auf das ursprüngliche Thema zurückzukommen: Ich verstehe nicht ganz, warum du dich weigerst, dich mir anzuschließen, wenn du doch gleichzeitig anscheinend an den Dunklen Künsten interessiert bist...“ Das brachte mich dann schließlich wieder zurück in die Gegenwart und ich sagte ehrlich: „Weil ich mich zwar für sie interessiere, sie aber nie selbst anwenden würde. Außerdem teile ich deinen Standpunkt bezüglich Muggeln nicht.“ Voldemort antwortete nur mit einem Wort: „Wieso?“ Ich seufzte: „Die Muggel sind gar nicht so, wie alle Zauberer immer denken. Sie sind nicht böse oder dumm. Sie können genauso nett sein wie Zauberer. Sie können eben nur nicht zaubern.“ Voldemorts Gesicht verfinsterte sich etwas: „Da habe ich allerdings andere Erfahrungen gemacht.“ Ich wusste, dass es gefährlich war, doch ich wollte es zumindest versuchen: „Ja, es gibt Muggel, die gemein sind und uns Zauberer, wenn sie von uns wissen, nicht akzeptieren wollen, wie wir sind. Aber es gibt genauso viele, wenn nicht sogar mehr, die sehr nett sind und einfach nur nichts von uns wissen.“ „Woher willst DU das denn schon wissen?“, fragte er etwas abschätzend. „Weil ich selbst einen Großteil meines bisherigen Lebens bei Muggeln verbracht habe, die von Zauberei nichts wissen wollen und wütend wurden, sobald ich auch nur einmal aus Versehen gezaubert habe.“ Harry erwähnte ich besser in Voldemorts Gegenwart nicht. Dieser sah mich immer noch fragend an: „Und warum sollte ich auf ein kleines Mädchen wie dich hören, das zusätzlich auch noch nur ein Halbblut ist?“ So langsam wurde ich sauer, doch ich ließ mir nichts anmerken und erwiderte: „Aber du bist doch auch ein Halbblut.“ Voldemort sah mich zuerst geschockt an. Dann drückte er mich gegen das Bücherregal und zischte: „Woher weißt du das!“ Na toll Sophia! Das hast du ja wieder super hinbekommen! Jetzt ist der kleine Voldi sauer! Dieser drückte mich nun noch stärker gegen das Regal: „Antworte mir gefälligst! Und zwar sofort!“ Ich entschloss mich, die Wahrheit zu sagen: „Dumbledore.“ Doch das schien, ihn nicht allzu sehr zu beruhigen, denn er zischte weiter: „Wer weiß noch davon!“ So langsam bekam ich echte Panik: „Niemand.“ „Bist du dir auch absolut sicher!“ Mein Rücken schmerzte, weil ein Regalbrett sich in meine Wirbelsäule bohrte und mir kamen langsam sie Tränen. Ich antwortete ehrlich aber auch nur noch mit einem Flüstern: „Ich weiß es nicht. Es könnte sein, dass Dumbledore noch jemandem davon erzählt hat, aber ich habe es niemandem verraten.“ Er drückte mich, wenn das überhaupt noch möglich war, noch fester gegen das Regal, sodass mir nun die Tränen über die Wangen liefen. Er fragte: „Wieso sollte ich dir das glauben?“ Ich stotterte: „Weil... weil es die... Wahrheit ist.“ Er holte mit einer Hand blitzschnell aus und gab mir eine Ohrfeige: „Das ist kein Grund.“ Nun war ich mir nicht mehr sicher, ob ich nur vor Schmerz oder auch vor Verzweiflung weinte. Plötzlich ging die Tür auf und Bellatrix kam herein. Als sie Voldemort und mich sah, blieb sie verwundert stehen: „Herr?“ Er sagte nur: „Warte noch einen Moment draußen, Bellatrix. Ich muss noch etwas mit Sophia klären.“ Dabei wandte er den Blick nicht einmal von mir ab, doch Bellatrix gehorchte aufs Wort. Nachdem die Tür wieder zugefallen war, zischte er wieder: „Na gut! Dieses eine Mal glaube ich dir, doch wehe dir, ich erfahre etwas anderes! Außerdem erzählst du niemandem davon! Verstanden!“ Ich nickte eifrig. Ansonsten... Crucio!“ Er ließ mich los und ich wurde wieder einmal gefoltert. Doch diesmal hörte es wieder schneller auf. Trotzdem lag ich als Folge wie ein Häufchen Elend am Boden und rang nach Luft. Voldemort ließ mir aber nur 10 Sekunden. Dann zog er mich an meinem Arm hoch und führte mich zum Sofa. Dort bedeutete er mir mit einer Handbewegung, mich zu setzen, was ich dann auch tat. Er setzte sich neben mich, was mir zwar eher unangenehm war, da ich am liebsten so viel Abstand, wie nur irgendwie möglich zwischen uns gebracht hätte, aber ich konnte es auch nicht ändern. Dann rief er Bellatrix herein, die sich in einen Sessel mir gegenüber setzte. „Nun denn, ich denke wir fangen am besten mit den einfachsten Sachen an, Bellatrix.“, begann Voldemort. Das ließ sie sich nicht zweimal sagen: „Also... fangen wir mit der Anrede an. Es heißt eure Lordschaft, Herr oder Mylord, aber NIEMALS nennst du den Dunklen Lord beim Namen! Hast du das verstanden!“ Ich nickte brav. „Dann üben wir das jetzt mal. Sprich ihn an.“ Ich wandte mich an Voldemort und sagte: „Entschuldigt mich, „Herr“!“ Dabei betonte ich das letzte Wort zwar viel zu sehr, doch es war mir egal. Sollten sie mich doch foltern! Bellatrix war aber anderer Meinung und folterte mich schon wieder. Danach wiederholten wir es noch öfter, bis ich schließlich keine Lust mehr hatte und es widerwillig dann richtig machte. Damit gab sich Bellatrix zum Schluss hin zufrieden. Voldemort sagte dann: „Gut. Bellatrix, du kannst gehen. Ich möchte nur noch kurz mit Sophia unter vier Augen sprechen.“ Bellatrix warf mir noch einen misstrauischen Blick zu, bevor sie letztendlich das Zimmer verließ. Als sich Voldemort sicher war, dass sie gegangen war, sagte er: „Wieso fällt dir eigentlich schon diese Kleinigkeit so schwer? Es ist doch nur eine Anrede.“ Ich musste schmunzeln: „Nun ja... Sagen wir es so... Ich hatte noch nie viel Respekt vor mächtigeren Leuten. Meistens kann ich mich noch zurückhalten, aber wenn sich jemand nicht nur für etwas Besseres hält, sondern auch noch meine Freunde bedroht, kann ich mich einfach nicht mehr zurückhalten.“ Nun musste auch Voldemort grinsen: „Weißt du, du erinnerst mich manchmal an mich, als ich in deinem Alter war.“ Das wunderte mich. Ich sollte IHM ähnlich sein? Aber vielleicht war er ja nicht immer so böse gewesen... Und plötzlich sprach er genau das aus: „Ich war nicht immer so, wie ich heute bin und daher kann ich dich auch ein bisschen verstehen. Ich hätte mich auch nie jemandem unterworfen, der mich oder meine Freunde schlecht behandelte.“ Dann herrschte erst einmal Stille. Nach einiger Zeit sagte Voldemort: „Ich denke, wenn wir alleine sind darfst du mich auch duzen und Tom nennen. Du bist schließlich nicht wie alle anderen. Vielleicht fällt es dir dann auch einfacher mich ansonsten richtig anzusprechen. Aber du solltest dich jetzt vor dem Abendessen noch etwas ausruhen.“ Er war auf dem Weg aus der Bibliothek, als er sich noch einmal umdrehte: „Du hast Bellatrix übrigens gut standgehalten.“ Damit verließ er den Raum und ließ mich komplett verwundert zurück. Was hatte das alles bloß zu bedeuten?
    Die nächsten Tage vergingen ähnlich. Die meiste Zeit verbrachte ich auf meinem Zimmer oder in der Bibliothek. Ich kam extra immer etwas früher und unterhielt mich mit Tom, den ich auch manchmal, um ihn zu ärgern, Voldi nannte. Ihr erklärt mich wahrscheinlich gerade für verrückt, aber ich hatte mir vorgenommen, es wenigstens zu versuchen, das Gute, das noch in ihm vorhanden war, zum Vorschein zu bringen. Wir unterhielten uns oft über Belangloses, aber mit der Zeit erzählte er mir auch mehr über sich selbst und ich ihm, wie ich erfahren hatte, dass Snape mein Vater war. Natürlich war die Voraussetzung dafür, dass ich etwas über ihn erfuhr, dass ich schwor nie einer Menschenseele davon zu erzählen, doch das hatte ich eh nicht vor.
    Eines Tages saßen wir beide einfach nur schweigend da, weil wir nicht wussten, worüber wir reden sollten. Nach einiger Zeit sagte Tom schließlich: „Wie bist du eigentlich das Mal in deinem Gesicht losgeworden?“ Diese Frage brachte mich zum Grinsen: „Gar nicht.“ „Lass mich raten: Dumbledore.“ Ich nickte: „Ich habe ihn gefragt, ob da nicht irgendetwas möglich sei, weil ich wusste, dass es die meisten Leute beunruhigen würde.“ Tom sah mich seltsam an: „Aber warum wolltest du, dass es weg ist? Es ist ein Teil von dir und erzählt von deiner Vergangenheit. Also warum es verstecken?“ Ich dachte nach: „Ich weiß es nicht. Zu diesem Zeitpunkt erschien es mir einfach logisch. Außerdem glaube ich hatte ich Angst, dass meine Freunde es vielleicht gruselig oder so fänden und nichts mehr mit mir zu tun haben wöllten.“ „Aber wenn sie richtige Freunde sind, müsste es ihnen doch egal sein. Mir zumindest ist es egal. Wie schon gesagt, es ist ein Teil von dir und zeigt, wer du bist und was du schon alles erlebt hast.“ Ich staunte: „Wirklich?“ Er lächelte: „Wirklich.“ So langsam fand ich Tom gar nicht mehr so schlimm. Leider war er aber nur so normal, wenn wir alleine waren. Sobald Bellatrix den Raum betrat war er wieder gemein. So auch wieder an diesem Tag. Doch ich war heute auch wieder besonders trotzig. Dafür bekam ich auch viele Strafen von Bellatrix, doch es interessierte mich nicht. Diesmal gab ich nicht auf. Außerdem wusste ich, dass bald wieder das neue Schuljahr anfing und ich hier dann weg durfte. Das gab mir zusätzlichen Mut. Ich dachte allerdings auch an Draco, der mir in den letzten Tagen immer wieder Mut zugesprochen hatte. Also wehrte ich mich. Auf einmal fragte Bellatrix allerdings: „Herr, wäre es eventuell möglich, dass ich kurz weggehe? Ich habe eine Idee, wie ich sie vielleicht doch überredet bekomme.“ Tom sah sie erstaunt an, willigte aber ein: „In Ordnung.“ Sie ging aus dem Zimmer und ich blieb einfach auf dem Boden liegen. Auch Tom blieb ruhig und saß einfach nur da. Nach ein paar Minuten kam Bellatrix wieder, aber diesmal in Begleitung von... Draco? Ich sah ihn geschockt an. Er sollte das Ganze hier nicht mitansehen. Doch Bellatrix wollte das gar nicht. Sie sagte: „Wenn es dir anscheinend schon nichts ausmacht selbst zu leiden, erzielt es vielleicht Wirkung, wenn andere deinetwegen leiden. Also setz dich hin und sieh zu.“ Ich tat, wie mir geheißen und versuchte, meine Emotionen, die in Wahrheit stark umher wirbelten, zu verbergen. Allerdings konnte ich nicht ganz verhindern, dass meine Hände etwas zitterten. Tom neben mir fiel das auf, doch er sagte nichts, sondern legte nur seine eisige Hand auf meine zittrigen. Bellatrix sagte: „Du wirst nun zusehen, wie ich Draco mit dem Crucio-Fluch belege und wehe dir, du siehst nicht hin!“ Ich sagte Draco über meine Gedanken: „Es tut mir Leid!“ Er antwortete mit einem Lächeln, das wohl so viel heißen sollte wie: „Ist schon ok.“ Dann erhob Bellatrix ihren Zauberstab und folterte ihn. Es war schrecklich. Er schrie und wälzte sich hin und her. Ich versuchte, meine Emotionen zu verbergen, doch es ging einfach nicht. Schließlich sprang ich auf und schrie Bellatrix an: „Aufhören!“ Doch sie grinste nur und machte weiter: „Na hast du schon genug?“ Nun wandte ich mich an Tom: „Aufhören, bitte!“ Doch auch er lächelte mich nur hämisch an. Ich sprach zu ihm in Gedanken: „Was soll das!“ Er meinte: „Du solltest dich bei Bellatrix beschweren und nicht bei mir. Sie ist die mit dem Zauberstab in der Hand.“ „Sag ihr, sie soll aufhören!“ „Das werde ich nicht tun und du müsstest dich eigentlich verstehen.“ „Nein, das tue ich nicht!“ Dann schrie ich ihn diesmal richtig an: „Bitte, aufhören! Ich mache alles, was Ihr wollt, aber bitte, macht dem ein Ende!“ Voldemort gab Bellatrix ein Handzeichen und sie hörte auf. Ich lief zu Draco, um nach ihm zu sehen, während Voldemort sagte: „Bellatrix,, geh Narzissa holen und sag ihr, sie solle sich um Draco kümmern.“ Als ich bei Draco ankam sah ich, dass er schon bewusstlos geworden war. Wütend drehte ich mich zu Voldemort um. Wie hatte er das nur zulassen können! „Warum?“, fragte ich nur. Er schwieg zuerst, doch dann sagte er: „Es war notwendig.“ Als Bellatrix und Narzissa gerade wiederkamen, stürzte ich einfach aus der Tür und ging auf mein Zimmer. Das war zu viel für mich für einen Tag.
    Ab sofort weigerte ich mich, zum Essen zu kommen und überredete Bellatrix dazu, mir keinen Benimm-Unterricht mehr zu geben, da ich ja schon gesagt hätte, ich täte ab sofort, was Voldemort sagte. Draco ging es immer noch nicht gut, denn er lag immer noch in Ohnmacht. Das war aber auch das einzige, von dem ich Bescheid wusste, was um mich herum geschah. Narzissa brachte mir sogar immer etwas zum Essen auf mein Zimmer, doch ich aß nur recht wenig, da ich einfach keine Lust hatte, überhaupt etwas zu essen. Ich hatte versagt! Nicht nur in meinem Versuch, Voldemort sein Gutes zu zeigen, sondern auch in meinem Bestreben, mich niemals Voldemort zu unterwerfen. Er war ein Monster, dem niemand helfen konnte. Auf diese verrückte Idee hatte auch nur ich kommen können. Ich war einfach nur ein dummes, naives Kind! Ich konnte einfach nicht aus meinem Zimmer aus Angst, ich könnte IHN sehen und wieder an all das denken, was er mir erzählt hatte und von dem ich gedacht hatte, es könnte ihm zeigen, dass er nicht vollkommen böse war. Doch das Schicksal meinte es wohl nicht gut mit mir...

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    Voldemorts Sicht:
    Nach dem Vorfall in der Bibliothek sah ich Sophia nicht mehr. Laut Narzissa befand sie sich die ganze Zeit auf ihrem Zimmer und weigerte sich, es zu verlassen und aß auch nur sehr wenig. Irgendwie machte ich mir Sorgen um sie. Moment mal! Ich war „Lord Voldemort“, der gefährlichste und böseste Zauberer seit jeher! Ich durfte mich einfach nicht um so ein dummes, kleines Mädchen kümmern! Das zeigte nur Schwäche und ich war nicht schwach! Trotzdem wollte ich ihr einen Gefallen tun, auch wenn ich nicht genau wusste, wieso überhaupt...

    4
    Sophias Sicht:
    Ich hatte mir fest vorgenommen, das Zimmer nicht mehr zu verlassen, bis ich wieder nach Hogwarts musste. Trotzdem wäre ich am liebsten einfach in diesem Zimmer verrottet. Doch meine Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt. Von Narzissa hatte ich erfahren, dass Draco immer noch nicht aufgewacht war. Oft hatte ich mir schon überlegt, mich nach nebenan zu schleichen, um nach ihm zu sehen, doch ich konnte mich nie dazu überwinden. Meine Angst war immer noch zu groß. Aber eine Sache musste ich zugeben: Draco war mir doch wichtiger, als ich früher immer gedacht hatte. Während ich so meinen Gedanken nachhing, öffnete sich plötzlich die Tür und mein Vater betrat das Zimmer.

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    Snapes Sicht:
    Der Dunkle Lord hatte mich gerufen, damit ich Sophia schon etwas früher mit nach Hogwarts nahm. Ich fand das ganze zwar ziemlich seltsam, doch hielt natürlich, wie man es immer beim Dunklen Lord tun sollte, schön meinen Mund. Als ich Sophias Zimmer betrat, sah ich ihr sofort an, dass sie ihr Zimmer seit Tagen nicht mehr verlassen hatte und auch kaum etwas aß, wie mir schon Narzissa berichtet hatte. Außerdem schien sie, auch nur wenig Schlaf abbekommen zu haben. Ich machte mir ernsthafte Sorgen um sie. Doch weiter konnte ich gar nicht mehr denken, denn sobald ich die Tür geschlossen hatte, kam Sophia sofort auf mich zugestürzt und warf sich in meine Arme: „Ich hab dich so vermisst, Papa!“ Ich musste ein wenig lächeln: „Ich dich auch.“ Ich hatte tatsächlich jeden Tag daran gedacht, wie es ihr wohl ginge und ob alles in Ordnung sei. Für ein paar Sekunden verweilten wir in dieser Position, bis sich Sophia aus der Umarmung löste: „Es tut mir Leid, Papa.“ Ich war verwirrt: „Was tut dir Leid?“ Sie schaute zu Boden und fing dann an, zu schluchzen: „Ich habe... Ich... Ich habe Voldemort nachgegeben. Er... Er hat... Bellatrix Draco... foltern lassen... und da... da konnte ich nicht mehr anders...“ Sie warf sich wieder in meine Arme und weinte. Ich merkte, dass noch irgendetwas anderes dahinter steckte, doch ich fragte nicht weiter nach. Ich versuchte, sie zu beruhigen: „Sophia, das ist in Ordnung. Spätestens da hätte jeder nachgegeben. Ich bin stolz auf dich, dass du es überhaupt so lange geschafft hast.“ Sie sah mich fragend an: „Ist das dein Ernst?“ Ich nickte: „Und ob das mein Ernst ist. Aber es wäre besser, wenn du dich fertig machst. Der Dunkle Lord hat mir erlaubt, dich schon etwas früher mit nach Hogwarts zu nehmen.“ Nun kehrte ein Teil von Sophias altem Strahlen zurück in ihr Gesicht. Sie packte die paar Sachen, die sie hatte zusammen und sah mich aber noch bittend an: „Darf ich noch ganz kurz bei Draco vorbeischauen?“ Ich nickte und nahm ihr ihre Tasche ab. Ich sah ihr durch die Tür zu, wie sie Malfoy noch einmal übers Haar strich und ihm zuflüsterte: „Bis bald!“ Ich dachte mir nur meinen Teil, während sie wieder zu mir kam und die Tür hinter sich schloss. Nun gingen wir gemeinsam noch zum Dunklen Lord.

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    Sophias Sicht:
    Ich hatte keine große Lust, Voldemort zu begegnen, doch ich wusste, dass die einzige Möglichkeit für mich war, von hier wegzukommen. Also gingen mein Vater und ich wieder in die mir allzu bekannte große Halle. Dort wartete Voldemort schon auf uns und sagte: „Ah, da seid ihr ja... Nun Sophia, dein Vater hat dich bestimmt schon, wie ich sehe, darauf hingewiesen, dass du mit ihm nach Hogwarts gehen wirst.“ Ich musste mich zusammenreißen und antwortete so neutral wie möglich: „Ja, Herr.“ „Ich möchte dich allerdings darauf hinweisen, was du zu beachten hast: Du wirst, sobald du irgendetwas über Harry Potter hörst, sofort zu deinem Vater gehen und ihm davon berichten. Des weiteren wirst du dich an alles halten, was man dir sagt. Außerdem wirst du dich nicht mehr mit deinen früheren Freunden treffen. Habe ich mich klar ausgedrückt?“ Seine Stimme war beim letzten Satz schneidend, was mir ein wenig Angst machte, doch in mir überwiegte der Trotz und ich nuschelte ein: „Ja, Mylord...“ Voldemort sah mich zwar warnend an, doch beließ es erstaunlicher Weise dabei. Dann apparierten mein Vater und ich gemeinsam nach Hogwarts.

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    Es tut mir wirklich unendlich Leid, dass es so lange gedauert hat. Aber ich war eine Zeit lang im Urlaub, in dem ich nur auf einen Block schreiben konnte und Zuhause alles übertragen musste. Doch dann hat die Schule wieder angefangen und mir Stress bereitet... Ihr kennt das sicher... Dann hatte ich in meiner Familie noch ein paar Probleme und schon hat es ewig gedauert, bis dieser Teil fertig war. Dafür habe ich mir diesmal aber wirklich viel Mühe gegeben und hoffe der Teil gefällt euch. Kommentare sind sehr erwünscht. ;) Ich hoffe auch, dass ich ab sofort wieder mehr schreiben kann und wünsche euch noch viel Spaß mit Sophia.
    Eure Kerstingarde 1611 ;)

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