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One piece - Lost memories (Teil 1)

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1 Kapitel - 1.642 Wörter - Erstellt von: Girl-with-a-shotgun - Aktualisiert am: 2015-11-08 - Entwickelt am: - 820 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Ein Mädchen ohne Erinnerungen, das auf dem Schiff der Strohhutbande aufwacht. Schafft sie es, ihre Erinnerungen zurück zu bekommen?

1
Wo…
Wo bin ich…?
Bin ich tot…?
“He…I…sie…wach…auf!”
“W…lich?”
“Geh…ut?”
Alles ist verschwommen… Und auch die Stimmen um mich herum nehme ich nur halb wahr. Ich versuche, meine Augen einen Spalt weit zu öffnen, was aber mehr oder weniger kläglich scheitert. Ich versuche, meine Finger zu bewegen, der Erfolg bleibt aus. Kann ich meinen Kopf bewegen? Versuchsweise lasse ich ihn ein Stück nach links sacken. Als es funktioniert, klammere ich mich an den Erfolg wie eine Ertrinkende. Noch ein Stück nach links. Zurück nach rechts. Als ich das Gefühl habe, wieder halbwegs meinen Körper unter Kontrolle zu haben, versuche ich erneut, die Augen aufzuschlagen. Zaghaft, um nicht wieder zurück in die Ohnmacht zu stürzen, öffne ich sie etwas. Und noch etwas weiter. Direkt vor meinen Augen befindet sich etwas Kleines, pelziges. Was das wohl ist? Will ich überhaupt wissen, was es ist?
“…weiß ni…o…aufwa…”
Meine Augen fangen an, sich an das Licht zu gewöhnen, die Umrisse vor meinen Augen nehmen langsam aber sicher zusammenhängende Formen an.
“…Bist…Wa…?”
Irgendetwas stimmt mit meinen Ohren nicht…Ich höre nichts auf der linken Seite…
“Hö…du mi…?”
Der schattenhafte Umriss vor meinen Augen nimmt Form an… Was ist das? Die Umrisse werden immer klarer, ebenso wie die Stimmen…
“Seid ih…si…dass sie I…Ordnung ist?”
Das Ding vor meinem Gesicht, was auch immer es ist, scheint mich anzusehen. Ist es ein Hund…? Nein, ein Waschbär? Aber seit wann haben Waschbären ein Geweih…?
“…Ich weiß nicht. A…mi…sieht sie ziem…tot aus.”
Und Hüte tragen sie normalerweise auch nicht. Aber vielleicht ist das alles vollkommen normal und ich bin einfach nur verrückt geworden… Ich schaffe es endlich, unter enormer Kraftanstrengung, meine Augen aufzuschlagen.
“Oh, sie ist wach!”
Anscheinend können Waschbären reden. Interessant. Ich versuche, mich aufzurichten. Es tut zwar nicht gut, aber es klappt. Langsam, ein paar Millimeter pro Sekunde, setze ich mich auf. Auf einmal fährt ein stechender Schmerz durch meinen Hinterkopf. Mir entfährt ein kaum unterdrücktes Stöhnen, und ich führe meine Hand so gut es geht an meinen Schädel, wo ich einen harten Verband spüre. Was ist passiert? Wo bin ich hier?
“Bist du in Ordnung?” Schwerfällig wende ich mein Gesicht in Richtung des Waschbärs. Was soll diese Frage? Bin ich in Ordnung?
“Du wurdest ziemlich übel zugerichtet. Du hast eine Platzwunde, wahrscheinlich eine Gehirnerschütterung, und ein paar gebrochene Rippen. Was ist überhaupt passiert?”
Was passiert ist…? Ja… was ist passiert…? Ich kann mich nicht erinnern. Ich versuche, irgendetwas zu erhaschen, irgendeinen Hinweis, doch mein Kopf meldet sich schmerzhaft zu Wort, und so schüttele ich nur ratlos den Kopf.
“Du erinnerst dich nicht?” Erneutes Kopfschütteln.
“Und… weißt du, wer du bist? Woher du kommst?” Wer… ich bin? Wer ich bin… Wer bin ich…? Ich weiß es nicht. Ist das eine Nachwirkung meiner Gehirnerschütterung?
Panik überkommt mich. Mein Name, was ist mein Name? Ich muss doch wissen, was mein Name ist! Ich kann mich nicht erinnern.
Ich…
Ich…
Ich weiß es nicht. Ich weiß nichts. War ich schon immer auf einem Ohr taub, oder wird es vorbeigehen? Kann ich überhaupt sprechen? Ich weiß nicht, wie meine Stimme klingt. Ich versuche, etwas zu sagen. Ein dünner Laut kommt aus meiner Kehle. Dann noch einer.
“I-ich…weiß nicht…” Meine Stimme klingt hoch, dünn, zerbrechlich. Ich mag es nicht. Meine Kehle fühlt sich an wie Sandpapier, als ich mich räuspere, ein ungeheurer Kraftakt der droht, mich zurück in die Ohnmacht zu katapultieren. Als ich erneut spreche, zittert meine Stimme schon etwas weniger:
“Ich weiß es nicht… Aber… wo bin ich hier überhaupt?”
“Du bist auf unserem Schiff! Ich bin Monkey. D. Ruffy, der Kapitain! Wir sind Piraten!” Diese übereifrige Vorstellung kommt aus dem Mund eines völlig überdrehten, schwarzhaarigen Jungen. Piraten? Bei diesem Wort regt sich irgendetwas in mir. Alles in mir sträubt sich gegen den Gedanken, Piraten hätten mich gerettet. Aber…wieso? Ich beschließe, meine aufgewühlten Gefühle zu ignorieren, und schenke Ruffy ein sehr dünnes, sehr kraftaufwendiges Lächeln. Ich stehe, so gut es geht auf und sehe mich um. Ich stehe tatsächlich auf einem Schiff, auf dessen Deck seltsamerweise Gras wuchert. Um mich herum sind ein paar Leute, die ich als die Mitglieder der Crew vermute, doch bevor ich mir einen Gesamteindruck verschaffen kann, hält mir jemand etwas unter die Nase. Fragend sehe ich das Mädchen an, sie hat rote Haare und würde ich mich gerade aufrichten, wäre ich wahrscheinlich ein paar Zentimeter größer als sie.
“Die hattest du dabei. Wir haben dich vor etwa einer Stunde aus dem Meer gefischt, deshalb kann ich nicht garantieren, dass sie wieder richtig getrocknet ist. Ich bin übrigens Nami.” Das Ding entpuppt sich als eine große, feuchte Ledertasche, die ich an mich nehme und aufmache, was mir einige Schwierigkeiten bereitet weil der Reißverschluss angefangen hat, zu rosten. Darin befindet sich eine Uniform, wie die Marine sie trägt. Ich nehme das Hemd heraus und durchsuche es nach einem Namen. Unten am Saum scheint jemand etwas geschrieben zu haben, doch vieles ist vom Wasser verwischt, und alles, was ich entziffern kann, ist: “Zoe”, der Nachnahme ist unlesbar.
Auch die restlichen Kleidungsstücke suche ich nach Namen ab, kann jedoch nichts Brauchbares finden. Auch am Körper trage ich eine völlig durchweichte Marine-Uniform, die jedoch nicht weniger schlimm zugerichtet ist. Als ich den Rock herausziehen will, fällt aus der Tasche etwas, das beim Aufprall ein klimperndes Geräusch von sich gibt: Dolche. Die zwei klingen krümmen sich zum Ende hin, sind nur ein wenig kürzer als mein Unterarm, und haben beim näheren Hinsehen ein Loch im Griff, in dem sich eine Röhre mit einer Gelben Flüssigkeit befindet. Bei dem Gedanken an Gift und wie ich es vermutlich verwendet habe, dreht sich mir der Magen um, auch wenn mir der Gedanke, nicht wehrlos zu sein, gefällt. Ich lege die Dolche beiseite und stecke meine Hand erneut in die Tasche. Meine Finger ertasten nacheinander Verbände, mehrere Röhrchen mit verschiedenfarbigen Flüssigkeiten, und stoßen schlussendlich an etwas Hartes, das sich als ein Foto entpuppt. Ich fahre mit den Fingern darüber. In der Tasche waren nur die wichtigsten Sachen vorhanden, also scheint es mir viel bedeutet zu haben. Obwohl ein wenig Wasser eingesickert ist, scheinen es die Kleider vor zu viel Schaden beschützt zu haben. Das Foto zeigt zwei Kinder, einen Jungen und ein Mädchen, die glücklich in die Kamera lachen. Der Junge hat schwarze Haare, bleiche, fast kränkliche Haut, und überragt um wenige Zentimeter das Mädchen, sie hat kurze, honigblonde Haare und Hellgraue Augen. Ich kenne die beiden nicht, wie auch, aber aus irgendeinem Grund wird mir warm ums Herz.
“Bist du das da auf dem Bild?” Ruffys Stimme reißt mich aus meinen Überlegungen. Ich will etwas antworten, wobei mir jedoch jemand zuvorkommt:
“Woher soll sie das denn wissen, Strohbirne? Lern mal ein bisschen Taktgefühl!” In diesem Ton redet (oder eher schreit) der Blondschopf auf Ruffy ein, was mir nach einer Weile ein unangenehmes Klingen im Ohr hinterlässt.
“Es ist nicht wirklich schlimm…”, versuche ich Ruffy zu verteidigen, “Aber ich weiß nicht wie ich aussehe, also könnte es schwierig sein, auf die Frage zu antworten.”
“Das beheben wir.” Nami streckt mir einen kleinen Spiegel hin, in dem ich ganz klar erkennen kann, dass ich das Mädchen auf dem Bild bin: Mein Haar ist nur ein wenig länger als auf dem Foto, es ist etwa kinnlang, und ich bin eindeutig älter geworden. Während die Kinder auf dem Foto aussehen wie zehn oder elf, schätze ich die Person vor mir im Spiegel auf etwa achtzehn.
Seufzend gebe ich Nami ihren Spiegel zurück. Jetzt weiß ich wenigstens ein paar Sachen über mich selbst, was meiner Erinnerung jedoch keinen Schritt weitergeholfen hat. Und auch mein linkes Ohr bleibt nach wie vor nutzlos. Na ganz toll.
Ich stöhne frustriert auf und lasse mich zurück ins Gras sinken. Was tue ich jetzt? Fürs erste bleibt mir nichts anderes übrig als hierzubleiben, ich kann ja schlecht bis zur nächsten Insel schwimmen. Vielleicht kann ich bei irgendetwas helfen? Oder ich könnte mich erst einmal mit den anderen bekannt machen. Ja, das klingt fürs erste ganz gut. Auf meine Anfrage hin stellt sich der Rest der Mannschaft vor: Der Blondschopf heißt Sanji, der schlafende ist Zorro, der Waschbär (der anscheinend ein Renntier ist) stellt sich als Chopper vor. Dann sind da noch Robin, Franky, Brook (meine Reaktion als ein Sprechendes Skelett mich angemacht hat, muss ziemlich witzig ausgesehen haben. Ich dachte, er steht da nur zur Dekoration oder so), und Lysop. Ich hoffe mal, ich kann mir das auf die schnelle merken. Sieht so aus, als müsste ich mich fürs erste an ihre Gesellschaft gewöhnen.

Kommentare (2)

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Rote Kirschblüte (63339)
vor 766 Tagen
Mir gefällt die Zoe sehr. Der Inhalt ist leicht zu verstehen und die Charaktere wurden auch gut getroffen. Vielleicht hättest du die Geschichte etwas aufregender bzw. witziger machen können, aber sonst fand ich es gut.
Selina66 (70274)
vor 769 Tagen
Schöne Story, bitte schreib weiter😍👍🏻