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WG-Lovestory (eine fast FF zu Naruto/Akatsuki) 9

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3 Kapitel - 8.022 Wörter - Erstellt von: Frechi - Aktualisiert am: 2015-11-02 - Entwickelt am: - 629 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

ACHTUNG!
1. Der ANDERE 9. Teil ist eigentlich Teil 8

1
Am nächsten Morgen wache ich mit leichten Kopfschmerzen auf. Keine Ahnung, wo die jetzt herkommen. Ich mache mich fertig und gehe frühstücken. Im Hotel. Ja, ich gönne mir heute mal ein wenig Luxus, nach dieser ewigen Fahrt. Danach packe ich meine Sachen und gebe den Schlüssel an der Rezeption ab. Ich steige in mein Auto und fahre zur ersten Adresse.

Ich bin bei der ersten Wohnung angekommen. Das Viertel sieht nicht so gemütlich aus. Deshalb bin ich sehr froh, als mir endlich die Tür geöffnet wird. „Was?“, fragt der große Mann mit tiefer Stimme. Er hat schwarze Haare, graue Augen, einen durchtrainierten Körper und ein Zigarettenstummel steckt in seinem Mund. Er ist Anfang 20 und trägt eine schlabberige Jogginghose und ein leicht schmutziges Tanktop. Er streckt sich kurz, wobei seine Gelenke ordentlich knacken, und ich sehe das Kreuz Tattoo an seinem rechten Innenarm. „Verzeihung, dass ich störe, aber kennen sie zufällig einen Minoru Uchida?“, frage ich höflich. „Kann sein, wer will das wissen?“ „Ich will das wissen.“ „Und wer sind sie?“ „Oh, Verzeihung. Ich heiße Tama.“ „Tama und weiter?“ „Es gibt kein und weiter.“, antworte ich, wie aus der Pistole geschossen. Ich sehe ihm direkt an, dass er denkt, ich würde ihn verarschen. Trotzdem antwortet er: „Dann kommen sie mal rein, Tama.“ Schon beim ersten Mal einen Treffer? Ich folge ihm. In seiner Wohnung riecht es sehr stark nach Zigarettenrauch. „Dann fangen sie mal an.“, sagt er, drückt seine Zigarette aus und steckt sich gleich wieder eine Neue an. „Ähm, also. Wenn sie einen Minoru Uchida kennen, dann ist er doch bestimmt ihr Bruder. Ich wollte einfach fragen, ob sie ihn umbringen wollen, oder so.“, frage ich etwas unsicher und fühle mich ziemlich fehl am Platz. Es ist schon eine komische Situation. Ich sehe ihn an und bemerke seinen seltsamen Blick. Ich mustere ihn ein wenig misstrauisch. Er hat in beiden Ohren Tunnel und in der rechten Augenbraue ein Piercing. Wenn ich ihn mir jetzt genauer ansehe, sieht er echt gut aus, wirkt aber auch ein wenig.....asozial. „Also um ehrlich zu sein, Tama, ich kenne keinen Minoru Uchida. Ist mir auch egal, ob sie ihn finden, aber SIE sehen einfach nur scharf aus. Na ja, bis auf das Ding auf der Nase, aber das stört mich herzlich wenig.“, sagt er, steht auf und kommt auf mich zu. Ich stehe ebenfalls auf. Er steht nun vor mir und will mich gerade küssen, da ramme ich ihm mein Knie volle Kanne zwischen die Beine. Er geht mit schmerzverzogenem Gesicht zu Boden. „Dann tut es mir leid, dass ich sie gestört habe.“, sage ich und gehe zur Tür. „Ach und: Rauchen ist extrem ungesund, machen sie einen Abschluss und suchen sie sich einen gottverdammten Job.“, sage ich noch an der Tür, ehe ich verschwinde. Toll, jetzt stinke ich bestimmt nach Rauch. Egal, auf zum Nächsten. Ich schaue auf meinen Zettel und bemerke, dass die nächsten Zwei die selbe Adresse haben. Und zwei weitere haben zwar eine andere Adresse als die Anderen, müssen aber wohl auch zusammen leben. Komisch, dass mir das erst jetzt auffällt. Ich mache mich jetzt auf zur nächsten Adresse, der ersten Doppel-Adresse. Ich stehe wieder vor einer Wohnung. Die Gegend hier ist deutlich gemütlicher, aber immer noch etwas unangenehm. Ich klingele. Ein großer Mann mit stechend lila Augen öffnet die Tür. Er ist gut gebaut, nicht muskulös, hat aber auch kein unnötiges Fett. Unter seiner Käppi gucken ein paar dunkelbraune Strähnen hervor. Sieht nach Anfang 20 aus. „Wer da?“, fragt eine mittlere Stimme. „Verzeihung, aber kennen sie einen Minoru Uchida?“, frage ich. Er schaut in die Luft und scheint zu überlegen. Ich mustere ihn ein wenig. Er trägt eine dunkelblaue Jeans und ein graues Tanktop mit irgendwelchen Zeichen und Kritzeleien drauf. „Keine Ahnung. DAISUKE?“, brüllt er in die Wohnung. Da er sich in Richtung rein dreht, sehe ich seine Schulter, auf der ein Tattoo prangt. Betende Hände und ein Rosenkranz. Da erscheint ein weiterer Mann. Auch Anfang 20. Er hat weinrote Haare. Giftgrüne Augen sehen von Daisuke zu mir und wieder zurück. Er ist mittelgroß, hat rechts einen Ohrring und auf der linken Halsseite den Schriftzug: Don‘t judge my journey until you‘ve walked my path (Verurteile nicht meine Reise, bevor du meinen Weg gegangen bist). Er hat schon deutlich mehr Muskeln, als sein Kumpel, ist aber trotzdem nicht richtig muskulös. Er trägt eine helle, zerschlitzte Jeans. Dazu ein dunkelgraues T-Shirt. „Hmm?“, brummt seine tiefe Stimme. „Kennen wir einen Minoru Uchida?“, fragt Daisuke A. „Nicht dass ich wüsste.“, sagt Daisuke B. „Okay, dann entschuldige ich mich für die Störung.“, sage ich. Wieder nichts. Ich will gerade gehen, da drehe ich mich noch mal um und frage einfach so: „Wie kommt es, dass zwei Menschen mit dem selben Namen zusammen leben?“ Die beiden Daisukes werfen sich einen belustigten Blick zu. „Wir würden in dem selben Krankenhaus geboren. Unsere Mütter haben sich dort zufällig getroffen.“, antwortet Daisuke A. „Sie haben gemerkt, dass ihre Söhne die selben Namen plus den Nachnamen tragen. Das fanden sie so toll, dass sie uns also seit unseren Geburten immer wieder zusammen gesteckt haben. Der selbe Kindergarten, die selben Schulen. Tja, und jetzt wohnen wir eben zusammen.“, antwortet Daisuke B. Ich nicke. Und will gerade wieder gehen, da drehe ich mich noch mal und und frage, dummerweise: „Sind sie schwul?“ Jetzt brechen die beiden endgültig in Gelächter aus. „Nein.“, prustet Daisuke A. „Sind wir nicht.“, prustet Daisuke B. „Okay, Entschuldigung für.....das hier.“, lächle ich und gehe dann endgültig. Die nächste Adresse führt nach Kawasaki.

Nach einer guten halben Stunde Fahrt komme ich in Kawasaki an. Es ist erst halb zwölf. Also suche ich mir kein Hotel. Die Suche nach der richtigen Adresse ist allerdings nicht so schnell von der Hand gewischt.

Jun:
Heute ist Sonntag. Wieder habe ich frei und feile fleißig an meiner Idee und bereite diverses auch schon vor, wobei ich auch die Unterstützung von den Anderen bekomme. Bald bin ich fertig, allerdings weiß ich nicht, wie ich das unter der Woche regeln soll.

Daiki:
Noch ein Tag, an dem ich Tama nicht sehen kann und an dem ich wieder in ihrem Zimmer aufgewacht bin. Was ist bloß los mit mir? Ich denke nur noch an sie. Ich vernachlässige auch total meine Suche nach einer Ausbildung, was eigentlich ziemlich schlecht ist. Aber ich könnte mich sowieso nicht darauf konzentrieren. Ich frage mich, wie das eigentlich bei Tama ist. Ich meine, sie muss sich doch eigentlich auch erkundigen. Sie hat ja dann auch bald ihr Abi. Sie ist ja bereits im letzten Jahr.



Tama:
Die Straße der Adresse sieht eigentlich normal aus. Keine zwielichtigen Gestalten, keine Dealer und keine Obdachlosen. Ich klingele kurz. Es dauert eine geraume Zeit, bis endlich die Tür aufgeht. „Wer?“, fragt mich nur die tiefe, sehr verschlafene Stimme des ca. 19 Jährigen. Er hat minzgrüne Haare, pinke Augen und ist seeehhhr muskulös. Außerdem hat er leichten Mundgeruch. An seinem linken Ohr baumeln drei goldene Ohrhänger. Er trägt kein T-Shirt... und eine Boxershort. Ich fühle mich irgendwie fehl am Platz und will die Sache einfach nur schnell hinter mich bringen. „Ähem, entschuldigen sie die Störung, aber kennen sie zufällig einen Minoru Uchida?“, frage ich. „Und wegen so was muss man mich wecken.“, murmelt er. „Also kennen sie ihn?“, frage ich noch mal. „Nein!“, sagt er sehr energisch und knallt mir die Tür vor der Nase zu. Ich stehe nur verdattert da. Was war das denn eben? Leicht verwirrt gehe ich zu meinem Auto zurück. Tja, das war wohl auch ein Griff ins Klo. Im Abendlicht fahre ich nach Jokohama.

Nach ca. 30 Minuten Fahrzeit komme ich schließlich an. Es wird langsam spät. Ich suche mir ein Hotel und werde morgen weiter suchen. Ich rufe kurz Jun auf dem Handy an und gebe bescheid, dass die “Reise“ wohl doch etwas länger als erwartet wird. Ich hatte das Leben ohne ständige Menschen um mich herum schon längst vergessen. Es ist sehr angenehm mal wo anders zu sein. Doch es erinnert mich auch an die Trennung. Ich wünsche mir eigentlich nichts mehr als Daiki wieder jede Nacht neben mir zu haben, mit ihm zu schlafen, mit ihm zu kuscheln und alles andere, was wir in den drei Jahren gemacht haben. Ich vermisse ihn unendlich.

Am nächsten Morgen wache ich durch das Brummen vieler Automotoren auf. Grummelnd stehe ich auf und mache mich fertig. Beim Bäcker frühstücke ich ein belegtes Brötchen und einen starken Kaffee. Nach dem Frühstück bin ich erstmal satt und auch endlich richtig wach. Ich steige in mein Auto und suche nach der nächsten Adresse. Der Weg ist erstaunlich kurz. Ich steige aus und lasse erstmal das etwas luxuriöse Haus auf mich wirken.

Daiki:
Und SCHON WIEDER wache ich in Tama‘s Zimmer auf. Warum nur? Ich kapiers einfach nicht. „HEILLIEGE SCHEIßE! DU BIST IMMER NOCH BIS ÜBER BEIDE OHREN IN TAMA VERKNALLT!“, brüllen alle meine Stimmen. In meinen Ohren piept es gewaltig. Schlecht gelaunt und mit heftigen Rückenschmerzen mache ich mich auf zum Frühstück.

Keisuke:
Ich muss sagen, das vorbereiten macht unglaublichen Spaß, auch wenn ich das Gefühl nicht nach außen dringen lasse. Natürlich darf Shizuku nichts davon bemerken. Ich hoffe, dass das Alles auch wirklich klappt.

Jun:
Ich hab immer noch keine richtige Lösung für mein Problemchen gefunden. Jedenfalls nicht für die ganze Woche. Heute arbeitet Keisuke daran weiter. Er hat heute keine Bereitschaft und hat sich sogar freiwillig gemeldet. Ich hab so das Gefühl, dass im die ganze Sache großen Spaß macht.

Tama:
Ich klingele. „Ja bitte.“, sagt eine Stimme, die irgendwo zwischen mittel und hoch schwebt. „Hallo, mein Name ist Tama und“ „Ich mache auf.“, unterbricht mich da die Stimme aus der Sprechanlage. Okay, das ging schnell. Ein Surren ertönt und das Tor öffnet sich. Ich gehe den kleinen Weg durch den Vorgarten zur Haustür. Kaum stehe ich vor der Tür wird sie auch schon aufgerissen. Ein kleiner Junge steht vor mir. Er hat blonde Haare, braune Augen und ist dünn. Na ja, er hat eher eine normale Figur. Nicht dick, aber auch nicht spindeldürr. Ich kenne ihn nicht, aber ich muss sagen „Gott bist du süüüüß.“, sage ich aus Versehen laut. „Nicht schon wieder. Immer nur süß, süß, süß. Ich hab die Schnauze voll. Ich bin 16, okay? 16!“, meckert er los. „Daisuke, was ist denn los?“, ruft eine helle, freundliche Stimme von aus der Wohnung und es erscheint ein großer Mann, der kurz vor der 30 steht, lila Haare, blauen Augen und einem gut durchtrainierten Körper, den man selbst unter dem weißen Bürohemd sieht, hat. Dazu trägt er eine schwarze Bürohose. Alles in allem wirkt er sehr elegant. „Ist das deine Freundin?“, fragt er. „Nein, das ist eine dumme Pute, die mich ebenfalls für ‘süß‘ hält.“ „Daisuke, bitte.“, sagt der Elegante. „Aber du weißt genau, dass ich es hasse als süß bezeichnet zu werden.“, sagt der Süße. „Wenn ich kurz unterbrechen dürfte, ich möchte nur etwas fragen, dann bin ich auch gleich wieder weg.“, mische ich mich ein. Beide schauen mich an. „Ich wollte eigentlich nur fragen, ob sie einen Minoru Uchida kennen.“ Der Süße schüttelt den Kopf. „Nö“, antwortet er frech. „Leider nicht.“, sagt der Elegante. „Danke schön und ich entschuldige mich natürlich auch für die Störung: Entschuldigung.“ Ich verbeuge mich und drehe mich um. „Ach, ich hätte da noch eine etwas persönlichere Frage: Warum wohnen zwei Menschen mit dem selben Vor-und Nachnamen zusammen?“ Mich interessiert auch ihre Geschichte, irgendwie. „Das wird mir jetzt echt zu blöd.“, sagt der Süße und verschwindet im Haus und man hört augenblicklich irgendwelche Computerspielgeräusche. Der Elegante lächelt. „Na ja, er ist mein Sohn.“ „Stiefsohn.“, ruft der Süße aus der Wohnung. „Also ich habe seine Mutter geheiratet, da war er drei. Wr haben zufällig den selben Vornamen und bei der Hochzeit habe ich ihren Nachnamen angenommen.“, antwortet der Elegante. Okay. „Vielen Dank.“, antworte ich und gehe den Weg zurück zu meinem Auto. Lustig die Beiden. Sie sind so unterschiedlich und passen doch so gut zusammen. Der eine hätte vom Alter sogar gepasst. Ich werde stutzig. Erst jetzt fällt mir auf, dass alle Anderen eigentlich zu alt sind um Minoru‘s Bruder zu sein. Ich seufze. Nur noch eine Adresse ist auf meinem Zettel übrig geblieben. Also auf nach Osaka. Aber erst Morgen. Jetzt ist es schon zu spät und ich bin hundemüde. Das wir eine lange Fahrt werden.

Jun:
Ich lege mein Handy weg. Zum Glück habe ich schon Feierabend. Es wäre nicht so Vorbildlich, wenn mein Handy im Unterricht geklingelt hätte. Eigentlich ist es ja gut, dass Tama noch etwas länger weg bleibt. So habe ich genug Zeit um alles vorzubereiten. Es ist ja bald so weit. Jetzt muss ich aber erst mal den Anderen bescheid geben.

Tama:
Ich komme in dem Hotel an und muss sagen, dass es gar nicht mal so schlimm ist. Ich werfe mich auf mein Bett. Ich ziehe meine Beine an meine Brust. Die Sonne ist schon fast vollständig unter gegangen. Ich vermisse die Anderen, besonders Daiki. Heute noch mehr, als gestern. Ich denke viel nach. Über das Leben und den Tod. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr kriege ich das Gefühl, dass diese WG vielleicht verflucht ist oder so. So ziemlich jeder hatte was mit dem Tod zu tun. Warum? Und ich frage mich, wie man denn mit so viel....Schmerz und Qualen leben kann und wie Minoru so was über Jahre hinweg überstanden hat. Ich glaube, ich hätte jeden Tag Selbstmordgedanken, wenn ich in so einer Lage wäre. Bei mir ist es ja nicht so schlimm. Ich hab halt nur Probleme zu Hause. Deshalb habe ich auch den Kontakt zu Mama und Papa abgebrochen. Ich meine, wenn der eigene Vater wegen Geldproblemen die eigene, damals sechzehn jährige, Tochter an einen dreiundfünfzig Jährigen verheiraten will. Und Mom, die nichts dagegen unternimmt, obwohl sie von ihren eigenen Eltern verkauft wurde. Bei meinen Eltern ist der Altersunterschied nicht so gravierend. Bei denen sind es nur ein paar Jahre, aber der Typ und ich. Wir liegen Jahrtausende auseinander. Sie lernen aber auch nicht aus ihren Fehlern. Bei meiner Schwester haben die es ja schon falsch gemacht. Sie ist auch abgehauen, weil sie verheiratet werden sollte. Sogar an den gleichen Kerl.... echt geschmacklos. Und widerlich. Was sind denn das für Eltern? Aber ich schätze, dass das so läuft in der Welt der Reichen. Das soll jetzt nicht heißen, dass ich Verständnis dafür habe. Ich bin müde. Ich habe einfach keine Lust mehr. Ich gehe schlafen.

Und wieder wache ich durch das Brummen von Motoren auf. Ich hoffe, dass das nicht so bleibt. Das ist nämlich kein angenehmer Wecker. Ich checke schnell aus und fahre zum nächst gelegenen Bäcker. Dort frühstücke ich erstmal und haue mir einen ordentlichen Kaffee rein. Ich bin fertig. Also auf nach Osaka. Der Weg ist lang und anstrengend. Ich fahre wie eine Verrückte. Am frühen Nachmittag habe ich bereits über die Hälfte des Weges hinter mich gebracht. Und das in drei Stunden. Gar nicht so schlecht. Ich mache gerade eine 40 Minuten Pause. Ich esse was, trinke was, gehe aufs Klo und versuche mich noch ein wenig zu entspannen. Dann fahre ich weiter. Wieder drei Stunden.

Daiki:
Warum nur wache ich immer wieder auf Tama‘s Zimmerboden auf. Ich habe vorher sogar in ihrem Bett geschlafen, bin aber trotzdem auf dem Boden aufgewacht. Ich meine, ich verstehe, warum ihr Zimmer. Ich liebe sie halt noch, aber warum denn der Boden? Der ist meeega unbequem.

Jun:
Heute übernimmt glücklicher Weise Masao. Er hat beschlossen, dass seine Angestellten ihn auch einfach über Telefon erreichen können. Das ist das Gute daran, wenn man sein eigener Boss ist.



Tama:
Beim Bäcker habe ich ein wenig getrödelt, weswegen ich erst um ca. 12 Uhr losgefahren bin. Jetzt ist es halb sieben. Schon ein bisschen spät für einen Besuch. Außerdem bin ich wieder vollkommen platt von der Fahrt. Ich suche mir also ein Hotel. Ich werde auch bald fündig. Glücklicher Weise haben sie noch für eine Nacht was frei. Das Zimmer ist eher schlecht, als recht, aber für eine Nacht wird es gehen. Ich mache mich fertig und lege mich ins Bett. Ich gähne herzhaft. Morgen werde ich hoffentlich endlich den richtigen Daisuke Uchida finden.

Am nächsten Morgen wache ich, Gott sei Dank, mal nicht durch Motorenbrummen auf, sondern vom Platschen der Regentropfen an die Fensterscheibe. Na toll. Mein Glück ist wohl aufgebraucht. Obwohl, ich sitze ja die ganze Zeit im Auto. Ich mache mich schnell fertig und fahre, wie jeden Morgen, zum nächstgelegenen Bäcker. Frühstücken. Fertig. Es hat bereits vor einer Weile aufgehört zu regnen und der Himmel klärt sich auch immer mehr. Vielleicht hat mich mein Glück auch noch nicht komplett verlassen. Ich fahre also zu der letzten Adresse. ‘Durchschnittliches Haus‘, ist das Erste, was mir beim Anblick des Hauses durch den Kopf geht. Ich klingele. Ich warte und höre absolut gar nichts. Ich will gerade noch mal auf die Klingel drücken, da geht einfach so die Tür auf. Ich zucke voll zusammen. Der junge Mann ist in dem richtigen Alter. Er sieht Minoru wahnsinnig ähnlich. Nur, dass der Typ gegenüber von mir kurze schwarz-blaue Haare hat und jünger ist, was man ihm aber nicht wirklich ansieht. Er hat genau den selben kalten, emotionslosen und ein wenig traurigen Blick, wie Minoru. Ich bin mir zu 99% sicher, dass das der richtige Daisuke ist. Er starrt mich nur an und sagt gar nichts. „Ähem, sind sie Daisuke Uchida?“, frage ich vorsichtig. „Wer will das wissen?“, fragt er misstrauisch. „Ich will das wissen.“, sage ich. „Und wer sind sie?“, fragt er zurück. „Ich bin Tama.“, antworte ich. „Tama wer? Was wollen sie von mir?“, fragt er genervt und leicht aufgebracht.

Daisuke:
„Ich war die Therapeutin ihres Bruders, Minoru Uchida.“ Mein Blut gefriert.



Tama:
Gut gemacht, Tama. Wie willst du ihn denn jetzt dazu bewegen, dir zu vertrauen, wenn du ihn schon gleich anlügst? „Ich kenne keinen Minoru Uchida. Sie haben sich bestimmt in der Tür geirrt.“, sagt er kühl. „Natürlich kennen sie ihn. Er ist ihr Bruder.“ „Jetzt höre sie mir mal zu. Vielleicht kenne ich ihn ja wirklich. Vielleicht ist er ja auch mit mir verwandt, aber als Bruder ist er schon lange für mich gestorben.“, antwortet er barsch und aufgebracht. „Hören sie, ich will mich ihnen nicht aufdrängen, oder so, aber könnten wir bitte über ihn sprechen? Es ist dringend.“, frage ich ein Mümmelmü flehend. Er kneift die Augen leicht zusammen und beißt die Zähne aufeinander. Er macht, zu meiner Verwunderung, Platzt und ich trete ein. Wir setzen uns in sein Wohnzimmer. Die Räume, auf die bisher einen Blick werfen konnte, sind alle sehr dunkel gehalten, sprich schwarze Wände, dicke Vorhänge. Im Prinzip so, wie Minoru‘s Zimmer, nur auf ein Haus verteilt. „Also?“, fragt er mich. „Wollen sie ihn umbringen?“, frage ich direkt. Er schaut mich an. Er dreht sich weg und antwortet: „Ich habe schon oft das Verlangen ihn richtig zu quälen und ihn dann auch umzubringen.“ Mit so einer Antwort habe ich jetzt nicht gerechnet. Minoru hatte also recht. Das ist schon ein wenig krass. Habe ich hier einen Psycho vor mir?

Daisuke:
„Sie wollen ihn also bestrafen?“, fragt sie. Warum hab ich die überhaupt rein gelassen? Jetzt habe ich den Salat. Ich sehe sie an und sie versteht. „Weißt du, du bestrafst ihn schon die ganze Zeit über. Er quält sich mit dem Leben, zeigt keine Gefühle. Er ist bereits vollkommen zerstört. Er wollte auch schon öfters Suizid begehen.“, sagt sie. Ein komisches Gefühl kriecht in mir hoch. Ich kann darauf nicht antworten. Seit wann sind wir beim ‘Du‘? „Daisuke, wann hast du ihn genug bestraft?“ „Nie.“, antworte ich knapp. Sie schaut mich still an. „Weißt du, Wut ist nicht gut, Rache erst recht nicht. Am Ende stehst du vor den Trümmern, die du verursacht hast.“ Für wen hält die sich, dass sie mich belehren kann? „Ich habe von eurer Vergangenheit gehört, aber Minoru wollte mir nichts sagen.“


Tama:
„Und jetzt soll ich hier alles preis geben, nur weil das Arschloch zu behindert ist, oder was?“, fragt er wütend. „Du musst nicht.“, sage ich. Ich schaue auf meine Uhr. „Ich muss jetzt los, aber ich komme morgen wieder.“ Ich stehe auf und gehe zur Tür. „Für was? Um weiter zu schnüffeln, obwohl es sie gar nichts angeht? Nein danke!“ Er schmettert die Tür mit einem ordentlichen ‘Wumms‘ zu.

Daisuke:
Alle Gefühle kommen in mir hoch. Ich kriege das Verlangen, irgendjemanden zu verprügeln. Ich gehe in meinen Raum und fange an, wie so oft zuvor, auf den gesamten Inhalt des Raums und die Wände einzuschlagen.

Tama:
Ich suche mir mal wieder ein Hotel. Nachdem ich eingecheckt bin, beziehe ich auch sofort das Zimmer und lege mich gleich ins Bett. Dieses Gespräch war seltsam. Ich glaube, dass Daisuke wirklich Probleme hat. Oder er kann einfach nicht mit seiner Vergangenheit abschließen. Ich überlege, wie ich das morgen angehen soll.

Am nächsten Morgen gönne ich mir mal ein Frühstück im Hotel. Ich denke so viel über Daisuke nach, dass ich gar nicht mehr an Daiki denke. Es ist noch relativ früh und ich denke nicht, dass es Daisuke freuen würde, wenn ich um 10, oder so, bei ihm auftauchen würde. Auf die Idee, dass er arbeiten muss, um das Haus zu bezahlen, komme ich erst gar nicht. Und warum er in einem Haus wohnt und nicht in einer Wohnung? Keine Ahnung. Ich verbringe also noch ein wenig Zeit im Hotel. Um 12:30 fahre ich dann los. um ca. 13 Uhr komme ich bei seinem Haus an. Ich klingele. Ich warte und die Tür öffnet sich ganz plötzlich. Wieder zucke ich voll zusammen.

Daisuke:
Oh nein. „Was willst du?“, frage ich barsch. „Mit dir sprechen.“ „Ich habe dir bereits alles gesagt und ich habe auch nichts mehr zu sagen.“, sage ich.

Kommentare (18)

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Selina66 (12308)
vor 620 Tagen
Biiitttttteeeeee schreib bald weiter
frechi (99270)
vor 668 Tagen
ja, also, ich wollte unbedingt eine Geschichte schreiben, weil ich aber noch keine Erfahrung hatte, habe ich mich inspirieren lassen. Ich möchte keine Geschichte kopieren und es tut mir leid, an die Person, die diese Geschichte geschrieben hat. Ich verspreche, dass das nicht mehr vor kommen wird, da ich jetzt viel über meine eigenen Geschichte nachdenke :)
ai 007 (45333)
vor 679 Tagen
Diese Geschichte kommt mir bekannt vor.
Jemand hat das über ein mädchen und Deidara geschrieben.
Deidara liebte das Mädchen doch sie liebte nur Madara.
Sogar die sätze sind gleich.
Jemand hat den andern die Geschichte geklaut.
Oder nachgemacht.
chantal (20450)
vor 839 Tagen
Wie immer ist die Geschichte einfach nur Mega
Micblreistorte (86446)
vor 874 Tagen
Ich finde es richtig gut Bitte schreib immer immer weiter
frechi (47499)
vor 889 Tagen
@Mizuki also: ich wollte erst eine ff zu akatsuki machen, hab mich dan aber um entschieder, weswegen die story nur eine FAST ff zu naruto/akatsuki ist.
chantal (88333)
vor 891 Tagen
Hey,da bin ich wieder zu einen Feedback zum 4. Teil!!
Ich fand es sehr spannend das sich masao in tama verliebt, man hat hier nichts großartiges zu meckern aber was mir auffällt ist das du geschrieben hast : sie sagt DANN .... und du könntest das DANN weglassen. Du könntest auch Zeitangaben mit einbauen und vlt. evt. In einer anderen zeit zu schreiben du schreibst ind präsens du kannsr auch vlt. In ......
LG Chantal
Mizuki (76566)
vor 896 Tagen
Ehm ich hab da mal eine Mega große Frage an dich was ist an der Geschichte naruto oder mit akatzuki zu tun !!!!!?!???!!!!!
chantal (18935)
vor 918 Tagen
Hallo, das war echt gut. Aber ich hab bis jetzt 2 fehler gesehen,ich weis es sind nicht viele fehler. Aber da war groß und Kleinschreibung falsch und ein Buchstabe hat gefehlt. Das kann sein das du vergessen hast oder Tippfehler war, wie gesagt das macht nichts aber wenn du fertig bist dann schau dir dein text nochmal genau an! Sonst hat es mir super gefallen.

Liebe Grüße Chantal
frechi (47499)
vor 921 Tagen
okay, danke für die kritik, ich versuche sie zu beachten. der nächste teil ist auch schon in arbeit und wird vielleich morgen oder übermorgen raus kommen.
kiwi❤️👌 (24931)
vor 924 Tagen
ich finde die geschichte roll und du hast einen guten schreibstil ! weiter (:
Tomate (68775)
vor 927 Tagen
Okay Ich muss mal über legen ………
*Denk*………
Ich glaub da gibts ein Buch "ich gegen dich ", auf alle fälle wolte ich das noch lesen!!!! Da geht es auch um eine Vergewaltigung. Naja das hat nichts mit deiner Geschichte zu tuhen, habe mich jetzt nur wieder dran erinnert. Ich vergesse so was immer!!!:)
Ich find das deine Geschichte nich unrealistisch ist, außer vieleicht das große Haus!!! Eine wg is ja eine zusammenkunft von jungen Leuten die noch nicht so den Schotter haben um sich eine Wohnung zu leiste und auch nich um eine wette über 100 mäuse ab zuschliesen!!! Naja was ich sagen wollt das eine wg dazu da ist nich die ganze miete zu zahlen weil man kein Geld hat!!! Un so meher Leute, desto weniger Geld muss man zahlen!!
Ja also das hat schon wieder nichts mit der Geschichte zu tuhen;)
Ja die Geschichte ist von der storry her irgendwie niedlich, da sich die Haupt Figuren sich so schnell in ein ander verlieben. Auch das dragische nic
Tomate (49454)
vor 927 Tagen
Ich will dir nur noch einen Tipp geben, unswar hast du die anderen Personen zwar am Anfang genannt und auch besrieben und in der Geschichte auch immer wieder mal erwähnt. Aber wenn du zum ende hin diese Perspektivenwechsel machts dann weiß man nicht meher so richtig wer die sind und des wegen würde ich dir vorschlagen das du entweder, weniger figuren benutzt und man so mit besser den Überblick behält oder das du von Anfang an so ein Perspektiven wechsel machst so das man durch die Gefühle und Gedanken der anderen Personen besser kennen lehernt und sie so mit auseinander halten kann. Und ich find das du es sehr gut geschafft hast,das man einen natlosen uberganng von einer person zur nächsten hast
Tomate (49454)
vor 927 Tagen
Was ich noch sagen/ schreinen wollte ist das du einen tollen schreibstil hast und du mit diesen schreibstil noch vieles machen kannst!!! Also versuche einfach einen flüssigeren übersichtlicheren text zu schreiben mit vertiefterren Inhalten (das mit den Inhalte jast du schon richtig gut hinbekommen, aber ich beziehe es ihr auf die klienen Zeitsprünge!!!!)
Ich hoffe ich war nich zu krittisch ;)
Aber diene Geschichte finde ich simlich bewegend, auch vom Thema und deiner Umsetzung des Themas !!!
Weiter so!!!
chantal (38838)
vor 928 Tagen
Hey das ist richtig gut
Frechi (47499)
vor 943 Tagen
okay, wenn ihr sie nicht mögt, dann mögt ihr sie nicht. kann ich nachvollziehen und ist auch vollkommen in Ordnung, was mich aber interessieren würde ist, was ihr daran so unrealistisch findet. Falls ihr das meint, dass ihn trotzdem noch liebt, gibt es wirklich. heißt Stockholm-Syndrom.
run~ to ~wonderland* (42956)
vor 973 Tagen
also ich finde die story an sich toll und finde das du weiterschreiben solltest auch wenn sie etwas unrealistisch ist(:
Alice (99177)
vor 974 Tagen
Sorry,aber mal ganz im ernst, die Story ist total unrealistisch! Und hast nen guten Schreibstil aber die geschichte an sich ist jetzt echt nicht mein fall-sorry