Where The Dead Are Buried ~ Kapitel 2

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1 Kapitel - 1.315 Wörter - Erstellt von: Pho3nixx - Aktualisiert am: 2015-11-02 - Entwickelt am: - 1.000 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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"Ich bin froh, dass dich dein Pfad wieder heim geführt hat, Legolas..." Die Worte Thranduils klingen wieder gesonnen und herrschaftlich, do
"Ich bin froh, dass dich dein Pfad wieder heim geführt hat, Legolas..." Die Worte Thranduils klingen wieder gesonnen und herrschaftlich, doch nicht für Legolas. Ihn erfüllt der Klang der Stimme seines Vaters mit Glück und Freude. Es ist ihm durchaus bewusst, dass die Reaktion Thranduils - die Umarmung, welche er seinem Sohn geschenkt hat - reine Intuition und völlig ohne Überlegung war und, dass er ihm in der Öffentlichkeit nie wieder eine solche Berührung schenken würde, doch ist der junge Elb verständnisvoll und weiß, wie sein Vater zu sein hat. Das Amt als König ist eben nicht immer einfach und all die Jahre, die Thranduil nun schon majestätisch auf seinem Thron sitzt und sein Reich zu regieren weiß, haben ihn ausgelaugt, müde gemacht, mitgenommen.

Die glänzenden Gewänder und prunkvollen Kronen, welche ihn früher gekleidet haben, sind schlichten Farben und Mustern gewichen - die Krone sogar dem Anschein nach endgültig abgelegt. Sein silbrig-schimmerndes Haar hängt locker von seinen Schultern und ist nur durch unauffällige Flechtungen auf dem Kopf aus dem Gesicht gehalten, während ihn ein mattgrüner Mantel nur leicht von der Masse unterscheidet und bei jedem Schritt mehrere Meter auf dem Boden hinter ihm schleift. Seine Hose ist in einem einfachen Grau gehalten, während ein ebenfalls graues, einfach geknöpftes Hemd seinen Oberkörper ziert.

Thranduils Blick mustert seinen Sohn eindringlich, als dieser nun vor dem Thron seines Vaters steht.

"Du hast dich verändert...," bemerkt er flüchtig und in seinen schwingt Worten eine gewisse Enttäuschung mit. Doch keine Enttäuschung über die Veränderung seines Sohnes, sondern über sich selbst, dass er sein eigen Fleisch und Blut seit vielen Jahren nicht mehr gesehen hat, und somit weder Freud noch Leid mit ihm Teilen konnte.

"Ja," gibt Legolas knapp zurück und sieht seinem Gegenüber fest in die Augen. "Ich habe im Krieg gekämpft. Freunde kommen und gehen gesehen. Und bin auch einigen Personen meines alten Lebens begegnet." Augenblicklich verengen sich die Augen des Königs und misstrauisch sieht er auf seinen Sohn hinab, als er sich von seinem Thron erhebt, auf welchem er sich vor wenigen Augenblicken niedergelassen hatte.

"Folge mir," befiehlt er in einem für Legolas fremden Ton, doch dieser gehorcht ohne Widerrede und erreicht gemeinsam mit seinem Vater bereits nach wenigen Schritten einen kleinen Raum, welcher mit Möbeln nur knapp ausgestattet ist. Ein Sofa, zwei Sessel und nur ein niedriger Tisch sind dort vorzufinden - kein Schrank, kein Bett. Diese Räumlichkeit sieht selbst für ein Zimmer im Düsterwald ungewöhnlich kühl und finster aus.

"Setzt dich." Den knappen Worten Thranduils folgt eine elegante Handbewegung hin zu einer der Sitzmöglichkeiten. Schwach lächelnd nimmt Legolas auf einem der Sessel platz, und sobald dieser auf dem samtweichen Stoff sitzt, wendet Thranduil sich den Wachen zu.

"Geleitet die Zauberer doch bitte in die, für sie zugeteilten Gemächer. Sagt Ihnen, etwas wichtiges sei dazwischen gekommen und ich werde mir morgen ihre Probleme anhören. ... Mein Sohn und ich brauchen etwas Zeit für uns."

Mit einer tiefen Verbeugung schließen die beiden Wachen die Flügeltüren hinter sich und nachdem ihre Schritte nicht länger durch das schwere Holz der Wände hallt, setzt der König zu einigen Worten an...

"Erzähl mir, Sohn. Was ist es, dass dich zurückgeführt hat, nach dem Krieg? Du wolltest doch immer die Welt erkunden? Abenteuer erleben?"

Schwach seufzend schenkt Legolas seinem Vater ein Lächeln. "Jedes Abenteuer nimmt einmal ein Ende. Und habe ich einen Großteil der Welt bereits erkundet... Ich spüre, wie die See mich heim ruft, doch möchte ich diesem Drang widerstehen. Das ist der erste Grund, weshalb ich hier bin. Zurück in meiner Heimat..."

"...Und der zweite Grund...?" hinterfragt Thranduil die Worte seines Sohnes und sieht ihn aus neugierigen Augen an.

"Der zweite Grund ist folgender...," mit diesen Worten greift der blonde Elbe nach einer Tasche, welche neben ihm auf dem Boden ruht. Gespannt, was sein Sohn vor hat, folgt der König den Bewegungen des jungen Elben, als etwas funkelndes die Augen Thranduils erreicht...

"Woher...!" haucht dieser nur verständnislos, als er mit seinen Händen nach der Krone Venduials greift, welche Legolas ihm mit einem traurigen Lächeln überreicht.

"Ich habe sie getroffen... An den Pfaden der Toten... Sie unterstütze uns im Kampf um Minas Tirith und erfüllte ihren Eid... Sie...," doch die Gelegenheit seine Worte zu vervollständigen bietet sich ihm nicht, denn Thranduil unterbricht ihn mit einem paralysiertem Blick auf die Krone, welche er einst seiner Schwerster übergeben hatte.

"Sie ist fort, nicht wahr?" haucht er traurig. Es eher eine Feststellung, als eine Frage - dennoch bejaht Legolas sie mit einem stummen Nicken.

"Sie wurde von ihrem Schicksal erlöst... Aragorn hat sie befreit..." Nur ein leiser Satz kommt aus des Elben Kehle, aus Angst, sein Vater würde ihm böse sein - böse darüber, dass er Venduial nie wieder sehen wird... Doch auf dem Gesicht des Königs tut sich ein glückliches Lächeln auf.

"Sie ist nun also dort, wo sie immer sein wollte...," spricht er mehr zu sich selbst, als zu Legolas, dennoch lauscht dieser den Worten seines Vaters gebannt. "Sie ist zuhause...," hängt er lächelnd an und sieht seinem Sohn in die Augen. "Doch weshalb gab sie dir ihre Krone...?"

Diese Frage kostet dem jungen Elben einige Zeit der Überlegung, doch erwidert er den Blick seines Vaters sanft.

"Kurz bevor sie ging schenkte sie noch einige Worte an jeden von uns... Gandalf..., Gimil, Aragorn... und auch an mich... Keine großen Worte des Abschiedes, sondern des Wiedersehens... Des Wiedersehens zwischen uns beiden...

Sie hat geahnt, dass ich bald heimkehren würde und bat mich um etwas...," Legolas hält für einen kurzen Moment inne und es scheint, als würden Thranduil diese kurzen Augenblicke des Zögerns vorkommen, wie eine Ewigkeit, denn sein Blick strahlt Neugierde und große Ungeduld aus. Noch einmal holt Legolas tief Luft und spricht sanft und besonnen: "Ich habe ihr ein Versprechen gegeben... Das Versprechen, ein Grab zu errichten. Ein Andenken - eine Erinnerung..."

Des Königs Haupt neigt sich leicht und sieht verständnisvoll aus.

"Ja... Venduial hätte es nur verdient," gibt er zur Antwort, während ein sanftes Lächeln seine Züge umspielt, doch als Legolas sein Haupt schüttelt wird sein Blick fragend.

"Nicht für sie...," sagt Legolas leise und dennoch standhaft, während er mit einer Hand nach der Krone greift und sie an sich nimmt. "Dies hier, ist ihr Andenken... Unsere Erinnerung an die Maid des Zwielichts... Das Grab gilt nicht ihr..." Mit diesen Worten richtet er seinen Blick von der Krone auf und sieht Thranduil fest in die Augen. "Es gilt meiner Mutter."
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1446304540
Where The Dead Are Buried ~ Kapitel 2
Where The Dead Are Buried ~ Kapitel 2
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2015-10-31
402C
Herr der Ringe

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