Warrior Cats - Die Entstehung des MeeresClans

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17 Kapitel - 9.719 Wörter - Erstellt von: Donnerzahn - Aktualisiert am: 2016-08-31 - Entwickelt am: - 945 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Hier geht es um Sturmjunges, die jedoch aus ihrem Clan verstoßen wird. Da der SternenClan dies nicht gewollt hat, leitet er sie weiter durch ihr Leben als Streuner und in ihrem Träumen wird sie von SternenClan-Kriegern besucht und bekommt ihren Schüler- und schließlich ihren Kriegernamen. Dann trifft sie auf einen Kater namens Fox und zusammen entschließen sie sich, einen Clan zu gründen - den MeeresClan.
(KEIN MITMACH-RPG!)

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    ((bold))((unli))Die Hierarchie des BlattClan's (Sturmjunges' früherer Clan):((eunli))((ebold)) ((bold))Anführer((ebold)): ((cur))Honigster
    Die Hierarchie des BlattClan's (Sturmjunges' früherer Clan):

    Anführer: Honigstern - honigfarbene getigerte Kätzin mit weißer Brust und bernsteinfarbenen Augen
    Zweiter Anführer: Finsterauge - dunkel getigerter Kater mit schwarzen Augen
    Heiler: Birkenfleck - hellbraune Kätzin mit schwarzen Flecken und grünen Augen; Mentorin von Schattenpfote
    Heilerschüler: Schattenpfote - schwarzer Kater mit einer weißen Pfote und dunkelblauen Augen

    Krieger:
    Goldkralle - golden getigerter Kater mit weißem Bauch und gelben Augen; Mentor von Wurzelpfote
    Halmhauch - taube, weiße Kätzin mit blauen Augen
    Kampffunke - schwarze Kätzin mit weißen Flecken und gelben Augen
    Blütenwind - schildpattfarbene Kätzin mit bernsteinfarbenen Augen; Mentorin von Rabenpfote
    Dachsherz - schildpattfarbener Kater mit grauen Tigerungen und Grünen Augen
    Feuerruf - sehr großer, flammenfarbener Kater mit grünen Augen
    Hasenfuß - brauner Kater mit einer verdrehten Pfote und dunkelgrünen Augen; Mentor von Lichterpfote
    Felsenkralle - schwarzer Kater mit weißen Sprenkeln an Rücken und Beinen und einem weißen Aalstrich, graue Augen
    Steinwelle - kleine, dunkelgraue Kätzin mit weißer Schweifspitze und grauen Augen

    Schüler:
    Wurzelpfote - rot-gelbe Kätzin mit grünen Augen
    Rabenpfote - schwarze Kätzin mit gelben Augen
    Lichterpfote - schwarz-grau getigerter Kater mit braun getigerten Flecken und grauen Augen

    Königinnen:
    Graufleck - grau-weiß gefleckte Kätzin mit roten Streifen und graugrünen Augen; Mutter von Sturm- und Amseljunges
    Lilienfeder - blaugraue Kätzin mit grauen Augen; erwartet Junge von Feuerruf

    Älteste:
    Froschbein - alter, weißer Kater mit grünen Augen und vom Alter grauer Schnauze
    Fliederkralle - dunkelbraune Kätzin mit grauen Stellen und trüben, gelben Augen

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    Sturmjunges stand in einer schwarzen Leere und sah sich ängstlich um. Wo war sie nur? Sie fing an zu rennen, als sie plötzlich Krallen spürte, die sie zurückrissen. Aufjaulend fuhr sie herum und schlug ihre Zähne in ihren Angreifer und zog ihm die Krallen durchs Fell. Im nächsten Moment ertönte ein lauter Schrei und Sturmjunges wunderte sich. Das Fell ihres Gegners und sein Schrei waren so echt, dabei war es doch ein Traum. Doch plötzlich rüttelte jemand an ihr und riss sie aus dem Schlaf. Im ersten Moment war sie erleichtert, dass es nur ein Traum gewesen war, doch da fiel ihr auf, dass sie Fell zwischen den Zähnen und Krallen hatte und schmeckte deutlich Blut. Sie riss die Augen auf und ließ augenblicklich los, was sie im Mund hatte. Was hab ich getan!, fragte sie sich geschockt und starrte ihren Wochenenden und stark blutenden Bruder an. Sie hatte sich in Amseljunges' Schulter verbissen gehabt und ihm Flanke und Rücken mit den Krallen aufgerissen. Er hatte sichtlich Schmerzen und seine Augen flackerten leicht. Plötzlich stieß sie jemand wütend um und drückte sie brutal zu Boden. Sie sah in die Augen ihrer Mutter, Graufleck, die ihre Schnauze in ihr Gesicht stieß und knurrte: >>Wieso hast du das getan? Wenn Amseljunges es nicht schafft, bist du schuld! Ich werde Honigstern sagen, dass ich eine Strafe für dich will!<< Dann drehte sie sich rum, packte Amseljunges sanft am Nackenfell und trug ihn schnell zum Heilerbau. Sturmjunges sah ihrer Mutter hinterher. Amseljunges war schon immer ihr Lieblings gewesen, während sie Sturmjunges nie wirklich gemocht hatte. Diese schnappte entsetzt von sich selbst nach Luft. Hat sie vielleicht recht? Ja, hat sie! Wenn er stirbt, dann bin ich wirklich schuld! Ein Schluchzen drang aus ihrer Kehle, als sie spürte wie sich ein Schweif auf ihre Schultern legte. Langsam drehte sie den Kopf zu Lilienfeder um, welche sie mitfühlend ansah und sanft miaute: >>Das war doch nur ein Versehen, Sturmjunges. Es war keine Absicht von dir.<< Dankbar drückte sich das 6 Monde alte Junge -fast Schülerin - an die Königin. Plötzlich ertönte von draußen ein Jaulen: >>Alle Katzen, die alt genug sind ihre eigene Beute zu machen, fordere ich auf sich hier, unter dem Sandfels zu versammeln.<< Sturmjunges zuckte leicht zusammen und lief dann mit zittrigen Schritten nach draußen. Ein kalter Wind fuhr ihr durch's Fell und Honigstern's kalter Blick, in dem so viel Verachtung lag, schien sie zu durchbohren. Sie schauderte und zwang sich, weiterzugehen. Sofort wusste sie, was Honigstern wollte, also stellte sie sich direkt vor den Sandfels und betrachtete mit zunehmender Angst die immer größer werdende Menge an Katzen, die sie neugierig anblickten. >>Sturmjunges, gibst du zu, deinen Bruder schwer verletzt zu haben?<<, wollte Honigstern mit eisiger Stimme wissen und Sturmjunges gab mit bebender Stimme zurück: >>Ja, das gebe ich zu...<< Einige Katzen schnappten nach Luft, andere starrten sie entsetzt an. Doch Honigstern fuhr unbeirrt fort: >>Dann sollst du nun deine verdiente Strafe erhalten! Sturmjunges, hiermit verbanne ich dich aus dem BlattClan! Bis zur Morgendämmerung sollst du aus unserem Territorium verschwunden sein!<< Sturmjunges blickte ihre Anführerin entsetzt an und auch ein paar andere Katzen blickten entsetzt und zweifelnd, doch niemand sagte es sich, zu widersprechen. Also musste Sturmjunges aufstehen und mit hängendem Schweif und Kopf aus dem Lager trotten. Sie rannte durch den Wald und stolperte ab und zu über Wurzeln und endlich - es begann schon zu dämmern - erreichte sie die Grenze und schoss weiter. Sie raste über die Wiesen die danach folgten und setzte über einen kleinen Bach. Hinter dem Bach setzte sie sich keuchend hin und stieß ein Jaulen aus, das von Trauer, Wut und Verzweiflung erfüllt war. Dann brach sie zusammen - vor Müdigkeit und Erschöpfung. Als sie die Augen öffnete, standen vor ihr viele Katzen, in deren Fell Sterne schimmerten. >>Bin ich tot?<<, fragte sie mit leise, ja kaum hörbarer, Stimme. Ein graubrauner Kater trat vor und schüttelte den Kopf. >>Nein, du bist nicht tot. Mein Name ist Mausstern und ich war früher mal Anführer des BlattClan's. Der Grund warum du hier bist, ist, dass wir finden, dass Honigstern zu hart war. Du hast es nicht verdient aus dem Clan verbannt zu werden, doch Honigstern hört nicht auf uns. Deshalb haben wir beschlossen, doch auf deinem Weg zu leiten und dir Kraft zu geben.<< Nun trat eine zierliche, blaugraue Kätzin vor und sprach weiter: >>Mein Name ist Blauwind. Was wir noch beschlossen haben, ist, dir deinen Schüler- und Kriegernamen zu geben.<< >>Sturmjunges, von diesem Moment an sollst du Sturmpfote heißen! Wir alle werden dir bei deiner Ausbildung helfen!<<, rief Mausstern und der SternenClan jaulte: >>Sturmpfote! Sturmpfote!<< Sturmpfote wurde warm um's Herz und sie machte den Mund auf um etwas zu sagen, doch sie wusste nicht was. Im nächsten Moment wachte sie auch schon wieder neben dem Bach auf.

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    >>Sturmnacht! Sturmnacht!<< Der SternenClan rief ihren neuen Namen und sie schwellte stolz die Brust. Dann verblasste alles und sie wachte wieder auf. Das Rauschen des Meeres in den Ohren kroch sie aus ihrem Bau. Sie hatte sich in einem Wald niedergelassen, welcher direkt neben dem Meer war. Sie trabte fröhlich Richtung Meer und lief dort ein Stück hinein. Dann sah sie einen Fisch, ihr Kopf schnellte vor und sie tötete ihn geschickt. Sie legte sich an den Strand fraß ihren Fisch auf. Sie war Kriegerin! Da will mal jemand sagen, ich wäre kein Verlust für den BlattClan gewesen!, dachte Sturmnacht froh und zufrieden, Blauwind hat ja sogar zu mir gesagt, dass ich vielleicht eine noch bessere Jägerin bin, als sie selbst! Ein warmes Gefühl breitete sich in ihr aus und sie streckte sich in der Sonne aus. Dann döste sie ein und genoss die wärmende Sonne auf ihrem glänzenden Fell.

    Sturmnacht lief gerade den Strand entlang. Es war ein paar Monde her, seit sie ihren Kriegernamen bekommen hatte, doch sie verbrachte jede Nacht beim SternenClan und ab und zu kamen auch ein paar Katzen aus dem SternenClan -insbesondere Mausstern und Blauwind - vorbei. Sie hielt inne als sie etwas Großes im Meer schwimmen sah. Es war eindeutig eine Katze. Die Katze mit dem schimmernden, rotbraunen Fell glitt mit kräftigen Zügen durch das Wasser und schüttelte sich am Strand das Fell aus. Es war ein großer, muskulöser Kater und Sturmnacht sah ihn neugierig an. Dann lief sie zu ihm. >>Hallo!<<, begrüßte sie ihn freundlich und er fuhr mit kampfbereit ausgefahrenen Krallen zu ihr herum. Als er sie sah kniff er die Augen zusammen und knurrte misstrauisch: >>Wer bist du?<< >>Ich bin Sturmnacht<<, antwortete sie freundlich, sich jedoch ein Stück zurück. Sie wollte nicht kämpfen. Er entspannte sich sichtlich ein wenig, doch die Krallen behielt er ausgefahren. >>Und was willst du von mir?<<, wollte er nun wissen. >>Nichts<<, gab Sturmnacht zurück, >>Ich wollte dich nur kurz begrüßen.<< Er musterte sie kurz. >>Ich bin Fox. Und da das nun geklärt kann ich ja wohl gehen, oder?<< Ohne eine Antwort abzuwarten drehte Fox sich rum und ließ sie stehen. Beleidigt starrte Sturmnacht ihm hinterher. Was für ein Mäusehirn! Auch sie drehte sich rum und stolzierte zu ihrem Bau im Wald zurück. Gelangweilt blickte sie sich um, als sie ein Knacken hörte.

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    Sie fuhr herum und starrte in die Richtung des Geräuschs, als Fox aus dem Gebüsch trat. Genervt seufzte sie und wollten wissen: >>Was willst du hier?<< >>Lebst du hier?<<, stellte er eine Gegenfrage und Sturmnacht antwortete: >>Ja, ich lebe hier. Aber du hast meine Frage nicht beantwortet.<< Fox verdrehte die Augen. >>Ich suche einen Unterschlupf für die Nacht.<< Mit hoch erhobenem Kopf und Schweif stolzierte Sturmnacht zu ihrer Höhle und erwiderte: >>Dann such mal schön weiter.<< Sie hörte sein Schnauben und das Rascheln des Gebüschs, als er davontrottete. Dann rollte sie sich in ihrer Höhle zusammen und schlief ein.

    >>Hallo Sturmnacht.<< Sie drehte sich zu der warmen Stimme um und sah Mausstern an. >>Hallo Mausstern!<<, begrüßte sie ihn. Nebeneinander liefen sie über eine Wiese und Mausstern begab zu sprechen. >>Jetzt musst du dein Gebiet soll teilen.<< Er klang eindeutig belustigt. Sturmnacht fauchte frustriert und entgegnete: >>Das will ich aber nicht! Dieser Fox soll sich gefälligst verziehen!<< Mausstern sah sie von der Seite belustigt an, sagte aber nichts mehr.

    Auf einmal schreckte Sturmnacht aus ihrem Traum hoch und wusste auch sofort warum: laute Schritte näherten sich knackend ihrem Bau. Sofort war sie kampfbereit, blieb jedoch in ihrer Höhle. Sie schnappte nach Luft, als ein riesiger Dachs durch die Büsche brach und den Kopf die Luft prüfend in die Höhe streckte. Er schien sie gerochen zu haben, denn er schnupperte noch einmal, dann lief er los in die Richtung ihres Baus. Im ersten Moment war Sturmnacht wie erstarrt. Ich muss hier weg!, dachte sie panisch und versuchte einen Ausweg zu finden, doch der Dachs stand bereits direkt vor ihrem Bau und schlug brüllend nach. Die Kätzin drückte sich an die Wand des Baus, dann nahm sie all ihren Mut zusammen, schoss vor und warf sich auf den überrascht wirkenden Dachs. Sie biss ihm in den Hals und zerkratzte sein Fell, doch plötzlich krachte eine Pfanne in ihre Seite und mit einem schmerzerfüllten Schrei wurde sie gegen einen Baum geschleudert und sank zu Boden. Als sie versuchte aufzustehen, fiel sie wieder um und blieb keuchend liegen. Ein roter Schleier umgab ihr Blickfeld und sie sah den Dachs auf sie zusteuern. Er wollte gerade mit einem Brüllen auf sie losgehen, als ihm etwas auf den Rücken sprang. Wer ist das?, war ihr letzter Gedanke, bevor sie in Ohnmacht fiel.

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    Langsam öffnete die Kätzin die Augen und blickte sich um. Sie lag in ihrem Bau und alles schien sie sonst. War das alles vielleicht nur ein Traum?, fragte sie sich hoffnungsvoll. >>Du bist ja wieder wach.<< Bei dem Klang dieser Stimme, wurden ihre Hoffnungen zerschmettert. Sie richtete sich auf, legte sich aber gleich wieder, vor Schmerz aufstöhnend, hin. Fox trat zu ihr. >>Du brauchst noch ein bisschen Ruhe<<, erklärte er knapp und wandte sich wieder ab. >>Hast du mich vor dem Dachs gerettet?<<, fragte sie heiser und als Fox knapp nickte, murmelte sie: >>Danke.<< Er drehte leicht den Kopf zu ihr. >>Nichts zu danken. Sag mal<<, begann er, >>Du hast gesagt, du würdest Sturmnacht heißen. Der Name ist irgendwie seltsam. Hat es damit etwas Besonderes auf sich?<< Sturmnacht seufzte schwer und legte den Kopf hin. >>Das ist eine lange Geschichte...<<, murmelte sie und als Fox sie mit neugierig funkelnden Augen ansah, seufzte sie erneut und erzählte ihm alles - über das Clanleben und darüber, was ihr als Junges in ihrem Clan passiert war. Als sie geendet hatte blieb er eine Weile still, dann stellte er fest: >>Aber... wenn es nicht deine Absicht war, deinen Bruder zu verletzen, dann war das ziemlich mäusehirnig von dieser Honigstern.<< Sturmnacht konnte ein leichtes Lächeln nicht unterdrücken, dann fuhr Fox fort: >>Aber dieses Clansystem... das gefällt mir.<< Er zögerte kurz, bevor er die nächste Frage stellte: >>Denkst du... wir würden es schaffen einen eigenen Clan zu gründen?<< Überrascht sah sie ihn an, doch er sich ihrem Blick aus und sah gerade aus der Höhle heraus. Nach kurzem Überlegen meinte sie: >>Ja, ich denke wir schaffen das.<< Fox drehte ihr mit einem leichten Lächeln den Kopf zu und miaute: >>Gut. Da du dich besser mit so was auskennst, wärst du wohl die Anführerin...<< >>Halt!<<, bremste Sturmnacht ihn aus, >>Ich will keine Anführerin sein. Ich bin für so etwas nicht geeignet. Aber... vielleicht kannst du ja der Anführer des Clans sein.<< Fox sah sie zweifelnd an, dann nickte er ergeben. >>Gut, ich werde es versuchen.<< >>Und wie soll der Clan heißen?<< Das entfernte Meeresrauschen in den Ohren, gab Sturmnacht sich selbst eine Antwort. >>Sie wäre es mit MeeresClan?<< >>Hört sich gut an<<, stimmte Fox zu. >>Wir brauchen noch ein Lager<<, sagte Sturmnacht und merkte auf einmal wie müde sie war. Ein lautes Gähnen entwich ihr und Fox erwiderte: >>Erstmal schläfst du ein bisschen.<< Und kurz darauf war sie eingeschlafen.

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    Sturmnacht beobachtete Fox ein wenig nervös, während er mit Mausstern und Blauwind sprach. Die beiden mussten entscheiden, ob er Anführer eines Clans sein konnte und ihm - wenn er Anführer sein durfte - seine neun Leben und seinen neuen Namen geben. Schließlich liefen die drei zu Sturmnacht zurück und mehr Katzen erschienen. Dann miaute Mausstern: >>Fox, versprichst du das Gesetz der Krieger zu achten und deinen Clan zu schützen, selbst wenn es dein Leben kostet?<< >>Ich verspreche es.<< Seine Stimme war fest und Mausstern fuhr fort: >>Dann heißt du von nun an Fuchsfang!<< >>Fuchsfang! Fuchsfang!<< Nun sprach wieder Mausstern. >>Fuchsfang, hiermit gebe ich dir das Leben des Mutes.<< Er legte dem rotbraunen Kater die Nase auf den Kopf und ein Beben erfassten dessen ganzen Körper. Dann fuhr Blauwind fort: >>Hiermit gebe ich dir das Leben der Schnelligkeit.<< Das gleiche geschah erneut und so ging es weiter. Schließlich, als Fuchsfang alle neun Leben erhalten hatte stand er keuchend da und sah den SternenClan erwartungsvoll an. >>Fuchsfang, von nun an heißt du Fuchsstern! Gründe einen guten Clan und leite ihn auch in schwierigen Situationen!<< >>Fuchsstern! Fuchsstern!<< Dann verblasste alles um sie herum.

    Sturmnacht schreckte hoch und sah zu Fuchsstern, der sich aufsetzte und kurz putzte. Dann wandte er sich mit glänzenden Augen an Sturmnacht. “Komm, bauen wir den MeeresClan auf!“ Sie nickte und putzte sich auch schnell. Dann trat sie aus dem zukünftigen Kriegerbau. Sie hatten beschlossen, dass das Lager die Lichtung mit Sturmnacht's Bau werden würde. Ihr Bau war der perfekte Kriegerbau und der unterirdische Bau eignete sich gut als Kinderstube, während der Bau im Haselbusch einen guten Schülerbau abgab und in einem ausgehöhlten Baum und klasse Heilerbau lag. Der Ältestebau würde unter einem Felsen liegen und der Anführer unter einer großen Wurzel, die gleichzeitig der Versammlungsort sein würde. Sie trabten durch den Wald und zum Strand, wo Sturmnacht auf einmal lospreschte. Fuchsstern setzte ihr sofort lachend nach und sie rannten ausgelassen den Strand entlang - bis die zierliche Kätzin, gegen einen großen Körper stieß. Sie fiel um, sprang aber sofort wieder auf. Schlitternd kam Fuchsstern neben ihr zum stehen und sah sie besorgt an, als der Fremde zu knurren begann. Er war cremefarben und funkelte die beiden wütend an. “Was sollte das denn? Wieso rennst du Mäusehirn einfach in mich rein!“ “Es tut mir leid!“, maunzte sie schnell. Der Cremefarbene machte bedrohlich einen Schritt auf sie zu. “Das sollte es auch! Denn sonst...“ “Hey!“, unterbrach Fuchsstern ihn wütend, “Sie hat sich doch entschuldigt, oder? Also lass sie auch in Ruhe! Es war ja keine Absicht!“

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    Der Cremefarbene musterte Fuchsstern und hatte immer noch eine angriffslustige Ausstrahlung, doch Fuchsstern ließ sich nicht einschüchtern. Obwohl sein Gegenüber viel größer war, stand er da und sah ihn ohne jede Furcht an. Schließlich seufzte der Cremefarbene. “Ja, hast recht. Ich bin übrigens Leaf.“
    Auch Fuchsstern lockerte seine Haltung, doch Sturmnacht entgingen seine weiterhin ausgefahrenen Krallen nicht.
    “Ich bin Sturmnacht“, sprach sie, “Und das ist Fuchsstern.“
    Leaf legte leicht den Kopf schief. Seid ihr aus einem Clan? Eure Namen hören sich so an. Meine Eltern waren früher in einem.“
    Begeistert nickte Sturmnacht.
    “Ja, stimmt. Ich bin der Anführer. Sturmnacht ist eine Kriegerin. Nun ja.. aber eigentlich bauen wir den Clan gerade erst auf. Im Moment sind wir nur zu zweit.“
    Kurz schien Leaf zu überlegen, bevor er sie verbesserte. “Zu dritt.“
    “Heißt das...“, begann Sturmnacht, woraufhin er mit glänzenden Augen nickte. Fröhlich sprang sie um ihn herum. “Klasse! Unser erstes Mitglied!“
    Sie sah, wie Fuchsstern belustigt den Kopf schüttelte und Leaf schnurrte ebenfalls belustigt.
    “Dann komm mit. Im Lager bekommst du deinen Kriegernamen.“
    Nickend folgte Leaf Fuchsstern ins Lager, während Sturmnacht Neben ihm herlief. Im Lager angekommen sprang Fuchsstern auf die Wellenwurzel, die Wurzel für Versammlungen. So hatten sie sie genannt, da man von dort oben das Meer mit den Wellen hören konnte und sie außerdem mit ihrer geschwungenen Form an eine aufgebäumte Welle in der falschen Farbe erinnerte.
    “Leaf, versprichst du das Gesetz der Krieger zu achten und deinen Clan zu schützen, selbst wenn es dein Leben kostet?“
    “Ich verspreche es!“, sprach er das Versprechen selbstbewusst aus.
    “Dann sollst du nun Blattfell heißen! Wir ehren deinen Mut und dein Selbstbewusstsein!“
    “Blattfell! Blattfell!“, riefen die beiden nun laut den Namen des neuen. Als sie endeten, fiel Sturmnacht der warme Blick auf, den Fuchsstern ihr zuwarf und ein angenehmes Gefühl breitete sich in ihr aus. Noch nie hatte sie jemand so angesehen. Mit solch einer Wärme. Die Blicke ihrer Mutter waren immer nur voller Enttäuschung, Wut oder Verachtung gewesen.
    Auf einmal ertönte eine, Sturmnacht nur zu bekannte, Stimme und sie erstarrte.
    “Sturmjunges!“ Langsam drehte sie sich um und sah einen kräftigen schwarzen Kater mit einem silbernen Fleck an einem Auge. Er rannte so schnell er konnte durch das Lager und blieb dicht vor Sturmnacht stehen.
    “Amseljunges“ brachte sie keuchend hervor, dann legte sie ihm die Schnauze an die Schulter und er drückte sich schnurrte an sie.
    “Ich hab dich so vermisst“, hauchte er leise, “Und... Ich heiße jetzt übrigens Amselflug.“
    “Du hast also deinen Kriegernamen!“, freute sich Sturmnacht für ihn, zog den Kopf zurück und sah ihn fröhlich an. “Und ich übrigens auch. Ich heiße Sturmnacht! Und weißt du was? Der SternenClan selbst hat mich trainiert!“
    “Wirklich?“, begeistert sah er seine Schwester an, dann wanderte sein Blick zu Fuchsstern, der alles neugierig beobachtet hatte. “Tut mir leid für die Störung. Mein Name ist Amselflug.“
    “Schon in Ordnung“, schlug der Anführer die Entschuldigung aus, “Mein Name ist Fuchsstern. Ich bin erfreut dich kennenzulernen.“
    “Und ich bin Blattfell“, stellte nun er sich vor.
    Kurz sah Amselflug von einem zum anderen. “Seid ihr ein Clan?“
    “Ja. Aber wir sind, wie du siehst, erst zu dritt. Ein weiteres Mitglied wäre sehr schön“, fügte sie schnurrend hinzu und sofort schien Amselflug begeistert.
    “Ich wäre liebend gerne Teil dieses Clans! Schließlich habe den BlattClan verlassen, um dich zu finden.“
    Bevor Sturmnacht etwas erwidern konnte, rief Fuchsstern ihren Bruder vor und machte ihn zu einem offiziellen Clanmitglied.

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    Die Hierarchie des MeeresClans

    Anführer: Fuchsstern- großer, muskulöser Kater mit rotbraunem Fell und dunkelgrünen Augen; Mentor von Flammenpfote
    Zweiter Anführer Blauhäherschwinge- stämmiger, blaugrauer Kater mit schwarzen Sprenkeln und gelben Augen; Mentor von Rosenpfote
    Heiler Blaufeder- hübsche, blaugraue Kätzin mit gelben Augen

    Krieger:
    Sturmnacht- silber-schwarze Tigerkätzin mit einer komplett schwarzen Pfote und dunkelblauen Augen
    Blattfell- ungewöhnlich großer, langbeiniger cremefarbener Kater mit weißem Bauch und bernsteinfarbenen Augen; Mentor von Haselpfote
    Amselfeder- schwarzer Kater mit silbernen Fleck um ein Auge und blaugrünen Augen; Mentor von Eispfote
    Wasserschweif- blaugrauer Kater mit schwarzen Tupfern an den Beinen und gelben Augen
    Wolkenherz- langbeinige silber-weiß gescheckte Kätzin mit blauen Augen; Mentorin von Flugpfote
    Klauenschatten- sandfarbener Tigerkater mit bernsteinfarbenen Augen
    Löwensturm- sandfarben-golden gestreifter Kater mit bernsteinfarbenen Augen
    Goldfell- goldene Kätzin mit sandfarbenen Flecken und grünen Augen; Mentorin von Sonnenpfote
    Seeschweif- blaugraue Kätzin mit gelben Augen
    Fliederschatten- graue Kätzin mit blaugrauen Schattierungen und blaugrünen Augen
    Schneefall- schneeweiße Kätzin mit einer graubraune Pfote und grünen Augen
    Tatzensturm- grau gefleckter Kater mit blaugrünen Augen
    Ahornschatten((ebold)- großer, rotbrauner Kater mit grünen Augen
    Rotpelz- rote Kätzin mit schwarzem Schweif und grünen Augen

    Schüler:
    Eispfote- schneeweißer Kater mit grünen Augen
    Haselpfote- hellbraun getigerte Kätzin mit weißen Pfoten und bernsteinfarbenen Augen
    Flugpfote- blaugraue Kätzin mit gelben Augen
    Rosenpfote- weiß-rot getigerte Kätzin mit gelben Augen
    Sonnenpfote- weißer Kater mit rotbraunen Punkten und gelben Augen
    Flammenpfote- feuerrote Kätzin mit weißem Bauch und grünen Augen

    Königinnen:
    Mohnblatt- weiß-hellgrau melierte Kätzin mit grünen Augen
    Wiesenfell- magere, graubraune Kätzin mit bernsteinfarbenen Augen; Mutter von Veilchen-; Himmel- und Tigerjunges
    Silberhimmel- silberne Kätzin mit schwarzen Streifen und himmelblauen Augen; Mutter von Farn-; Schnee- und Rostjunges

    Älteste:
    Kranichherz- blaugraue Kätzin, mit vielen vom Alter grauen Stellen und gelben Augen
    Distelbein- dunkelgrau-schwarzer Kater mit blauen Augen

    Junge:
    Veilchenjunges- kleiner, graubrauner Kater mit bernsteinfarbenen Augen
    Himmeljunges- blaugrauer Kater mit schwarzen und graubraunen Sprenkeln und gelben Augen
    Tigerjunges- graubrauner Kater mit schwarzen Tigerungen und blaugrauen Ringen um die Augen, bernsteinfarbene Augen
    Farnjunges- goldbraun getigerter Kater mit braunen Augen
    Schneejunges- schneeweiße Kätzin mit schwarzem Abzeichen auf Brust in der Forn einses Blattes, gelbe Augen
    Rostjunges- rotbrauner Kater mit grünen Augen

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    Sturmnacht führte eine Patrouille, bestehend aus ihr Amselfeder und Blattfell, die Grenzen entlang. Auf einmal hielt Amselfeder sie an.
    “Wartet mal! Ich rieche Blut...“ Er schnupperte noch einmal, da stellte sich sein Fell auf. “Und Dachs!“
    “Dachs? Bist du dir sicher?“, fragte Sturmnacht und prüfte selbst die Luft. Nun doch sie es selbst. Sie folgten dem Geruch und hörten schnell einen angsterfüllten Schrei. Kurz tauschten die drei Krieger Blicke, dann sprinteten sie los.
    Sie brauchen durch ein Gebüsch auf eine große Lichtung. In der Mitte stand ein brüllender Dachs, ein schneeweißer, blutender Kater, der keuchend versuchte gegen den Dachs zu kämpfen. Hinter ihm drängte sich eine verletzte hellgrau-weiße Kätzin um drei Junge.
    Mit einer Schwanzgeste gab Sturmnacht das Zeichen zum Angriff und sie stürzten sich auf den Dachs. Die Kriegerin warf sich von der Seite gegen das große Tier und zerkratzte sein Fell. Zu viert - der Fremde Kater kämpfte mit ihnen - schafften sie es schnell, den Dachs zu vertreiben.
    Schwer atmend standen nun die Katzen auf der Lichtung. Sturmnacht wandte sich an ihren Bruder und Blattfell.
    “Ihr zwei folgt ihm - aber seid vorsichtig! Und stellt sicher, dass er wirklich aus unserem Territorium verschwindet. Wir können hier keine Dachse gebrauchen.“
    Die zwei nickten und verschwanden in die Richtung, in die der Dachs geflohen war. Nun wandte die Kätzin sich an die Fremden.
    “Vielen Dank, dass ihr uns geholfen habt!“, krächzte die Kätzin und lockerte sich etwas, sodass ihre Jungen sich nun frei kämpften.
    “Nichts zu danken. Seid ihr zwei schlimm verletzt?“ Als die beiden die Köpfe schüttelten, nickte sie erleichtert. “Gut. Ich bin Sturmnacht und Kriegerin des MeeresClans.“
    “Meeres-was?“, fragte der junge Kater verwirrt, doch die Kätzin, die sich mittlerweile erhoben hatte, gab ihm einen sanften Stoß.
    “Ich heiße Mohn und das hier ist mein Sohn, Seek.“
    Seek neigte kurz begrüßend den Kopf, dann tappte er um seine Mutter herum zu den Jungen, die sich augenblicklich an seine Beine kuschelten.
    “Und das hier sind meine kleinen Geschwister. Das hier“ Er deutete auf eine kleine grau-rote Kätzin. “Ist Rose. Der kleine weiße Kater hier mit den rotbraunen Punkten trägt den Namen Kale und diese hier“ Leicht stupste er die feuerrote Kätzin mit dem weißen Bauch an. “Heißt Flames.“
    “Es freut mich euch kennenzulernen. Und um auf deine Frage von vorhin zurückzukommen, Seek, ich lebe im MeeresClan.“ Nun begann sie den fünf alles über Clans zu erzählen und über den Anfang ihres kleinen Clans. Als sie endete, zögerte sie kurz, bevor sie schließlich fragte, ob sie sich vielleicht anschließen wollten.
    “Oh ja!“, quiekte Rose und sprang ihre Mutter an.
    “Bitte! Ich will in den Clan!“, stimmte nun Flames zu und auch Kale gab flehende Worte von sich.
    “Ich weiß nicht...“, meinte sie unsicher und blickte verzweifelt zu Seek. Dieser legte leicht den Kopf schief.
    “Ich denke... wir sollten in den Clan. Es wäre sicherer für dich und die Jungen. Und ich könnte ein richtiger Clankrieger werden!“
    Seufzend stimmte Mohn zu und folgte Sturmnacht ins Lager. Seek holte schnell zu ihr auf.
    “Und? Wie alt bist du, Seek?“, fragte sie neugierig.
    “9 Monde. Wieso?“
    “Weil du dann noch Schüler bist.“
    “Okay! Dann lerne ich ein starker Krieger zu sein, der seinen Clan verteidigt!“
    Kurz schnurrte Sturmnacht belustigt, dann erreichten sie das Lager. Fuchsstern war gerade damit beschäftigt den Lagerwall zu verstärken.
    “Fuchsstern!“, rief Sturmnacht und sprang zu ihm. Sie klärte ihn schnell über die fünf anderen auf, dann nickte er und sprang auf die Wellenwurzel. Gerade als er zum Reden ansetzte, betraten Amselfeder und Blattfell das Lager. Ihr Blick schweifte zu Fuchsstern und dann zu den neuen. Schnell sprangen sie zu Sturmnacht und setzten sich schweigend hin.
    “Da nun alle da sind - Ihr fünf wollt diesem Clan beitreten! Mohn, du wirst Königin sein, bis deine Jungen ihre Schülerzeremonie hinter sich haben. Trotzdem musst du natürlich das Versprechen abgeben. Also, versprichst du, das Gesetz der Krieger zu achten und deinen Clan zu schützen, selbst wenn es dein Leben kostet?“
    “Ich verspreche es“, sprach Mohn etwas zögerlich.
    “Dann soll dein Name von diesem Moment an Mohnblatt lauten! Wir ehren deine Warmherzigkeit und Freundlichkeit!
    Und nun, Seek. Du bist noch nicht alt genug um Krieger zu sein, also sollst du Schüler sein. Von nun an wirst du Eispfote heißen! Und dein Mentor“ Er blickte kurz zu Sturmnacht, doch sie schüttelte leicht den Kopf. Sie fühlte sich noch nicht bereit, Mentorin zu sein. “Soll Amselfeder sein! Ich bin mir sicher, er wird all seinen Mut und Kampfgeist an dich weitergeben!“
    Ihr Bruder trat überrascht vor und berührte Eispfote mit den Nase.
    “Als letztes die Jungen.“ Die drei wuselten wild durcheinander, doch ihre Mutter bedachte sie mit einem strengen Blick, woraufhin sie sich still hinsetzten.
    “Ihr werdet bis zu euerer Schülerzeremonie mit eurer Mutter in der Kinderstube schlafen. Rose, du sollst Rosenjunges heißen, Kale dein Name wird Sonnenjunges sein und Flames, du sollst den Namen Flammenjunges tragen.“
    “Mohnblatt! Eispfote! Rosenjunges! Sonnenjunges! Flammenjunges!“, riefen die Katzen zusammen.
    Als die Versammlung zu Ende war, tappte Sturmnacht zu Mohnblatt und ihren Jungen. Amselfeder zeigte Eispfote gerade den Schülerbau.
    “Kommt, ich bringe euch zur Kinderstube und werde euch helfen, dort ein Nest für euch einzurichten.
    Dankend nickte Mohnblatt und folgte ihr zu dem unterirdischen Bau.
    “Hier sind du und die Jungen geschützt. Falls allerdings mal irgendetwas gefährliches einbrechen sollte, dann ist am Ende vom Bau ein Ausgang. Er ist verstopft von Efeu und einigen Ranken, aber wenn ihr das abreisst könnt ihr da fliehen.“
    “In Ordnung. Vielen Dank.“
    “Ach, keine Ursache. Komm, ich zeige dir wo du Moos herbekommst. Und ihr“ Sie drehte sich zu den Jungen. “Könnt euch ja derweil ein wenig austoben.“ Sofort stürzten sich die drei aufeinander und kugelten neben der Kinderstube herum.
    Sturmnacht ging mit Mohnflug aus dem Lager zum Moosplatz. Es war eine Lichtung, voll mit Moos. Die zwei Kätzinnen kratzten vorsichtig etwas ab und trugen es zurück ins Lager. Auf dem Weg sammelte Sturmnacht noch zwei weiche Feder ein, die sie in das Nest miteinbauten. Als sie fertig waren, war es schon ziemlich spät und Mohnblatt legte sich mit ihren Jungen schlafen. Auch Eispfote zog sich gerade in den Schülerbau zurück. Amselfeder verschwand gerade im Kriegerbau und Blattfell stellte sich für die Nachtwache zum Lagereingang.
    Nur Fuchsstern tappte zum Frischbeutehaufen. Schnell sprang die Kriegerin zu ihm.
    “Hey“, begrüßte sie ihn.
    “Hi. Sollen... wir uns etwas teilen?“ Fragend sah er sie an und deutete auf die Beute. Es war nicht gerade sonderlich viel, aber auch nicht wenig. Sie entschieden sich für eine Spitzmaus und während sie aßen, dachte die Kriegerin daran, wie schön der Clan schon bald sein würde.

    10
    Die Gefährten
    Erklärungen:? 💙? (Gefährten);? 💙->? (verliebt in ...);? <-💙->? (verliebt ineinander);? 💔? (getrennt);?(†) (tot)

    Wasserschweif 💙 Goldfell
    Blauhäherschwinge 💙 Wiesenfell
    Distelbein 💙 Kranichherz
    Fuchsstern 💙 Sturmnacht
    Amselfeder 💙 Wolkenherz
    Löwensturm 💙 Mohnblatt

    Klauenschatten 💙-> Schneefall
    Eispfote <-💙-> Haselpfote


    Familien
    Erklärungen:? &? (Geschwister);? +? =? (Eltern von ...);?;? (anderweitig verwandt);?(†) (tot)(

    ? + Mohnblatt = Eispfote, Rosenjunges, Sonnenjunges, Flammenjunges
    Blauhäherschwinge + Wiesenfell = Veilchenjunges, Himmeljunges, Tigerjunges
    Distelbein + Kranichherz = Blaufeder, Seeschweif, Fliederschatten, Schneefall, Tatzensturm, Blauhäherschwinge

    Sturmnacht & Amselfeder
    Klauenschatten & Löwensturm & Goldfell
    Wasserschweif & Flugpfote
    Blaufeder & Seeschweif & Fliederschatten & Schneefall & Tatzensturm & Blauhäherschwinge


    Mentoren

    Amselfeder -> Eispfote
    Blattfell -> Haselpfote
    Wolkenherz -> Flugpfote
    Fuchsstern -> Flammenpfote
    Blauhäherschwinge -> Rosenpfote
    Goldfell -> Sonnenpfote

    11
    Sturmnacht trat mit einem Gähnen aus dem Kriegerbau und erstarrte sofort, als sie die Fremden Katzen im Lager bemerkte. Sie hatten ihr Fell gesträubt, die Krallen ausgefahren und alle sahen sie äußerst kampfeslustig aus.
    Fuchsstern stand - alles in allem relativ ruhig - vor ihnen, dicht hinter ihm Amselfeder, Blattfell und Eispfote. Schnell sprang Sturmnacht zu ihrem Bruder.
    “Was ist hier los?“, fragte sie leise.
    “Sie sind heute morgen einfach an Blattfell vorbei ins Lager marschiert und verlangten Fuchsstern zu sprechen. Als wir fragten, wieso, haben sie uns mit ausgefahrenen Krallen und gefletschten Zähnen gedroht. Dann ist Fuchsstern aus seinem Bau gekommen“, erklärte er knurrend.
    Plötzlich fühlte sich Sturmnacht unbehaglich und ihr Blick flog zu den fremden Katzen. Fuchsstern redete gerade sehr leise mit einer der Katzen. Doch die Kriegerin des Clans achtete mehr auf einen sandfarbenen Tigerkater, der sie unverwandt anblickte. Ein Schaudern jagte über ihren Körper, doch sie erwiderte standhaft den Blick, bis die zwei anderen zu Ende geredet hatten und sich der andere Kater an seine Katzen wandte.
    “Wir werden uns diesem Clan anschließen.“ Sein Blick flog kurz zu Fuchsstern, der auf die Wellenwurzel gesprungen war.
    “Alle Katzen, die alt genug sind, um schwimmen und jagen zu können, fordere ich auf, sich hier, unter der Wellenwurzel, zu versammeln!“
    Eigentlich war es fast unnötig, da jeder außer Mohnblatt und ihren Jungen schon da war. Und diese betraten nun auch die Lichtung.
    “Ihr wollt euch dem Clan anschließen, Toby, Cloud, Hasel, Claw, Lion, Flye und Gold. Da Hasel und Flye noch nicht alt genug sind um Krieger zu sein, werdet ihr vorerst Schüler bleiben. Also erst, zu den anderen. Toby, Cloud, Claw, Lion und Gold, verspricht ihr das Gesetz der Krieger zu achten und euren Clan zu schützen, selbst wenn es eher Leben kostet?“ Alle versprachen es. “Dann gebe ich euch hiermit eure Namen! Toby, du sollst ab sofort Wasserschweif heißen. Cloud, dein Name wird Wolkenherz sein und Claw, du heißt Klauenschatten. Lion, du trägst nun den Namen Löwensturm. Gold, du heißt Goldfell!“
    “Wasserschweif! Wolkenherz! Klauenschatten! Löwensturm! Goldfell!“
    Und nun, Hasel, du sollst Haselpfote heißen und dein Mentor wird Blattfell sein. Er wird all seinen Mut und seine Klugheit an dich weitergeben. Flye, du trägst ab sofort den Namen Flugpfote und sollst Schülerin von Wolkenherz sein. Ich hoffe, sie wird all ihr Wissen an dich weitergeben.“
    Die beiden traten zu ihren neuen Schülern.
    “Haselpfote! Flugpfote! Haselpfote! Flugpfote!“
    Dann löste sich die Versammlung auf und Fuchsstern beauftragte Amselfeder Patrouillen einzuteilen.

    12
    Sturmnacht tappte zu Klauenschatten. Er war es gewesen, der sie beobachtet hatte. Da sie beide für keine Patrouille eingeteilt waren, beschloss sie, sich mit ihm zu unterhalten.
    “Hallo.“
    “Hey.“ Kurz musterte der Kater sie, dann blickte er ihr in die Augen. “Ich bin Klauenschatten - aber das weißt du ja. Nun würde ich gerne deinen Namen wissen?“
    “Sturmnacht. Und willkommen im Clan!“
    Kurz schnurrte er. “Danke. Ich glaube, mir wird es hier gefallen.“ Er warf ihr einen seltsamen Blick zu, der ein angenehmes Kribbeln auf ihrer Haut auslöste.
    “Ähm... ja. I... ich denke auch, dass“ Kurz unterbrach sie sich und fasste sich. Was war nur mit ihr los? “Dass es dir und deinen Freunden hier gefällt.“
    Gerade setzte Klauenschatten zum Reden an, schloss den Mund aber wieder. Gerade als die peinliche Stille zwischen ihnen fast unerträglich wurde, erhob er wieder das Wort. “Sollen wir etwas spazieren gehen? Du könntest mir euer Territorium zeigen.“
    “Gute Idee!“, schnurrte Sturmnacht, erleichtert, die Stille losgeworden zu sein, und führte ihn aus dem Lager, durch das Wäldchen.
    “Es ist hier wunderschön!“, stellte der Krieger begeistert fest, was der Kätzin ein Schnurren entlockte.
    “Warte, bis du das gleich siehst“, beruhigte sie ihn und trat dann vor aus dem dichten Wald. Hier lichteten sich die ganzen Bäume und die Erde wurde zu Sand. Man konnte leicht das Meer sehen und als Klauenschatten hinter ihr hervor trat, drang aus seinem Mund nur ein leises “Wow“ und seine Augen waren geweitet.
    “Komm mit!“, rief sie fröhlich und preschte zum Wasser, Klauenschatten dicht hinter ihr. Als ihre Pfoten vom Wasser umspült wurden, blieb sie stehen. Klauenschatten konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und stolperte in sie hinein. Die beiden fielen Hals über Kopf mitten ins Wasser. Als sie sich am Strand stinken ließen, schnurrten sie beide laut.
    “Es ist einfach...“ Es schien eine Ewigkeit zu dauern, in der er sie voller Wärme anblickte, bis er das richtige Wort fand und es kaum hörbar von sich gab. “Atemberaubend.“
    Noch kurz sahen sie sich in die Augen, bevor Sturmnacht sich räuspernd erhob.
    “Wir sollten wieder zurück ins Lager.“
    “Ja...“, murmelte er leise und langsam tappten sie zurück zum Lager. Auf einmal spürte sie, wie er seinen Schweif mit ihrem verwickeln wollte, doch sofort entzog sie sich möglichst unauffällig. Sie wusste nicht wieso, aber es war ihr unangenehm und etwas in ihr wollte das nicht. Egal wie viel sie darüber nachdachte - es fiel ihr nicht ein.
    Im Lager angekommen, bemerkte sie Fuchsstern, der sie mit leicht schiefgelegtem Kopf beobachtete. Er saß vor seinem Bau und war gerade dabei gewesen, sich zu putzen. Schnell verabschiedete sie sich von Klauenschatten und sprang zu ihrem Anführer, der sie freundlich begrüßte. Sie redeten eine Weile und dann wurde ihr klar, was sie daran hinderte, Klauenschatten näher zu sein - es war Fuchsstern. Sie fühlte für ihn mehr, als nur Freundschaft. Doch ging es ihm genauso? Sie wusste es nicht...

    13
    Sturmnacht kam aus dem Kriegerbau und sofort flog ihr Blick zu Fuchsstern, der sich bereits in der Sonne putzte. Tief seufzte sie, als auf einmal jemand hinter ihr auftauchte.
    “Guten Morgen!“, begrüßte Goldfell sie fröhlich.
    “Morgen“, murmelte Sturmnacht nur und die andere Kätzin legte leicht den Kopf schief.
    “Alles okay?“
    “Ja... Ja. Es ist nichts wichtiges.“
    “Hm... na wenn du meinst. Wollen wir vielleicht jagen gehen?“
    “Ja, gerne!“, stimmte die silber-schwarze Kätzin sofort zu und die beiden tappten aus dem Lager. Schnell hatten sie einiges an Beute und machten sich auf den Rückweg.
    “Also...“, setzte Goldfell an, “Hat es etwas mit einem Kater zu tun?“
    Kurz zuckte Sturmnacht zusammen, dann nickte sie stumm.
    “Verstehe. Willst du mir sagen, wer?“
    Diesmal schüttelte sie den Kopf, schweigend.
    “Na gut. Aber geht es darum, dass du nicht weißt ob er deine Gefühle erwidert? Oder ist er vielleicht schon der Gefährte einer anderen Kätzin?“
    “Er... ich weiß nicht, ob er sich genauso fühlt. Und außerdem... Glaube ich, dass ich dann einen anderen Kater sehr verletze.“
    “Hm... das ist durchaus kompliziert. Was ich dir dazu sagen kann, ist: Frage dich erstmal wen von den beiden Katern zu mehr magst. Wen du wirklich magst.“
    Fuchsstern, beantwortete Sturmnacht die Frage in Gedanken.
    “Und dann solltest du es demjenigen sagen. Er wäre mäusehirnig, wenn er anders fühlen würde.“
    Kurz schnippte sie mit dem Schweif und sah Sturmnacht freundlich an, dann schlüpfte sie als erstes durch den Lagereingang.
    Langsam folgte Sturmnacht ihr und ließ ihre Beute auf den Frischbeutehaufen fallen. Sie spürte wieder diese bernsteinfarbenen Augen auf ihrem Pelz - wie an dem Tag, als Klauenschatten und die anderen zum Clan gekommen waren. Dies war nun schon zirka einen Mond her, nur leider war seitdem keine neue Katze zum Clan gestoßen.
    “Sturmnacht?“ Erst jetzt bemerkte sie, dass Klauenschatten zu ihr gelaufen war. “Wir sollten reden.“
    Zustimmend nickte die Kriegerin und die beiden tappten zu einem ungestörten Ort.
    “Dir... dir ist sicher nicht entgangen, dass ich dich mag. Nun ja... sehr mag.“
    Langsam nickte sie.
    “Aber du gehst mir aus dem Weg und... das verwirrt mich. Und verletzt mich. Was ist los? Hab ich... hab ich irgendwas gemacht?“
    “Nein!“, rief sie sofort, “Du hast gar nichts gemacht, Klauenschatten! Es ist nur so, dass...“ Kurz seufzte sie. “Es gibt einen anderen Kater, den ich sehr mag. Ich mochte ihn schon, bevor ihr zum Clan gekommen seid.“
    “Aber... Als wir am Meer waren... ich verstehe nicht ganz. Ich dachte, du würdest mich mögen. Vielleicht etwas für mich empfinden...“
    “Ja... das... das dachte ich auch. Aber als ich an dem Tag noch mit ihm geredet habe, ist mir klar geworden, was ich wirklich empfinde. Es tut mir leid, Klauenschatten. Wirklich.“
    “Nein, ist... Es ist schon okay. Ist es wirklich. Ich brauche vielleicht einige Zeit, aber es ist okay. Ach und... sag ihm lieber bald, wie du empfindest. Wenn ich mich nicht irr, ist es Fuchsstern, oder?“ Verblüfft sah sie ihn an, was ihm seine Vermutung bestätigte. “Und ich weiß zufällig, dass eine andere Kätzin auch an ihm interessiert. Mal abgesehen davon, dass ich nicht glaube, dass sie ihn wirklich liebt, sondern nur einfach den Anführer als Gefährten will - ich möchte, dass du glücklich bist. Also... warte nicht mehr zu lange. Okay?“
    Ohne eine Antwort abzuwarten, tappte er davon und ließ eine völlig verwirrte Sturmnacht zurück.

    14
    Langsam tappte Sturmnacht durch das Territorium und atmete tief ein, als ihr der Geruch einer fremden Katze entgegenwehte. Sofort stellte sich ihr Fell auf und sie folgte dem Geruch. Am Rand des Waldes, als schon der Sand die Erde verdrängte, stieß sie auf eine Kätzin. In ihrem hübschen, blaugrauen Pelz klebte vertrocknetes Blut und der metallische Geruch eben dieses Blutes hing in der Luft. Panisch wühlte sie vorsichtig um eine Pflanze herum.
    “Was ist denn die passiert?“, rief die MeeresClan-Kriegerin erschrocken und sprang zu der Fremden, welche überrascht den Kopf hob und sie mit großen Augen anblickte.
    “Wir wurden angegriffen... von Ratten. In der Scheune, in der wir gelebt haben. Und jetzt sind sie alle verletzt... mir geht es ganz gut, aber ich muss ihnen helfen. Diese Ringelblumen hier“ Sie deutete auf die Pflanze, die sie mit graben ein Stück freigelegt hatte. “Helfen gegen Rattenbisse und gegen Infektionen. Sie waren vom Sand verschüttet, aber ich hab sie gerochen.“
    “Kennst du dich mit so was aus?“, fragte Sturmnacht neugierig.
    “Ja... ein wenig. Wieso?“
    “Ich komme von einem Clan und...“
    “Clan?“, unterbrach die Kätzin sie, “Meine Familie und ich... wir kommen aus einem Clan, aber er wurde zerstört. Ich war dort Heilerschülerin.“
    “Perfekt! Wir brauchen noch eine Heilerin! Komm, helfen wir deiner Familie!“
    Etwas verwirrt, aber dankbar nickte die Kätzin, nahm den kleinen Haufen Ringelblumen, den sie schon hatte und führte Sturmnacht zu ihrer Familie. Auf dem Weg erfuhr Sturmnacht, dass die Kätzin Blaufeder hieß, dann kamen sie an. Sie lagen in den Dünen und es schien keinem wirklich gut zu gehen, außer einer blaugrauen Kätzin, die Blaufeder zum verwechseln ähnlich sah; ihre Schwester Seeschweif, wie sich herausstellte.
    Blaufeder stellte Sturmnacht alle vor, während sie sie behandelte. Ihre Mutter, Kranichherz, ihr Vater Distelbein, ihre Schwestern Seeschweif, Fliederschatten und Schneefall, ihr Brüder Tatzensturm und Blauhäherschwinge, seine Gefährtin Wiesenfell und deren Junge Veilchenjunges, Himmeljunges und Tigerjunges. Die drei waren höchstens 1 Mond alt und so mager und schwach, dass sie nicht mehr lange überleben würden. Mit großen Augen beobachtete Sturmnacht, wie sie sich alle so wenig Beute teilten, dass sie davon auf keinen Fall satt werden konnten und sie dann auch noch fragten, ob sie etwas davon abhaben wollte.
    Sofort bot sie ihnen an, mit in den Clan zu kommen. Sie waren begeistert und folgten ihr zum Lager. Dort angekommen, wurden sie von nervösen und kampfbereit Kriegern erwartet. Als Fuchsstern allerdings Sturmnacht sah, entspannte er sich und tappte zu ihnen.
    “Sturmnacht. Wer sind diese Katzen.“
    “Sie kommen aus einem Clan, den es leider nicht mehr gibt und wollen sich unserem anschließen. Das ist Blaufeder, sie war Heilerschülerin.“
    Mit glänzenden Augen, blickte sie ihren Anführer an, der sofort verstand.
    “Heilerschülerin? Das ist gut. Wir brauchen dringend eine Heilerin. Ich bin Fuchsstern und wir würden uns freuen, wenn ihr euch diesem Clan anschließen würdet.“
    Da sie genau das wollten, hielt Fuchsstern die mittlerweile gewohnte Zeremonie, um die neuen im Clan aufzunehmen. Seeschweif, Fliederschatten, Schneefall, Tatzensturm und Blauhäherschwinge zogen in den Kriegerbau, während Wiesenfell mit den drei kleinen Jungen zu Mohnblatt in die Kinderstube kam. Blaufeder richtete sich im Heilerbau ein und Kranichherz und Distelbein kamen in den Ältestenbau.

    15
    “Alle Katzen, die alt genug sind, um schwimmen und jagen zu können, fordere ich auf, sich hier, unter der Wellenwurzel, zu einem Clantreffen zu versammeln!“
    Mit neugierig gespitzten Ohren tappte Sturmnacht zur Wellenwurzel und sah abwartend zu Fuchsstern hoch. Als alle da waren, begann er zu sprechen.
    “Der Clan ist sehr gewachsen und ich glaube, es ist an der Zeit einen Zweiten Anführer zu ernennen.“
    Sofort begannen die Katzen leise zu murmeln und sahen sich untereinander an, bis Fuchsstern sie mit einer Schwanzgeste zum Schweigen brachte.
    “Ich habe lange überlegt und die Entscheidung ist mir nicht sehr leicht gefallen. Ihr alle hättet das Zeug dazu. Aber nun habe ich mich entschieden und bin mir sicher, die richtige Wahl getroffen zu haben! Der neue Zweite Anführer des MeeresClan soll Blauhäherschwinge sein!“
    Überrascht trat der blaugraue Kater vor und der Clan begann seinen Namen zu rufen.
    “Blauhäherschwinge! Blauhäherschwinge!“
    Als sie verstummten gingen alle vor, um ihn zu beglückwünschen. Danach entfernte sich Sturmnacht langsam und hörte belustigt, wie Tigerjunges um seine Mutter herumsprang und fröhlich vor sich hin quiekte.
    “Vater ist Zweiter Anführer! Vater ist Zweiter Anführer!“
    “Sturmnacht?“ Erschrocken fuhr sie herum und sah in Fuchssterns klare, dunkelgrüne Augen. “Können wir reden?“
    Schweigend nickte sie und folgte ihm aus dem Lager. Erst als sie beim Strand waren, blieb Sturmnacht irgendwann stehen.
    “Fuchsstern, worum geht es?“
    “Du wirst es gleich erfahren. Nur noch ein kleines Stück. Der Platz ist am Rand unseres Territoriums.“
    Mit einem ergebenen Seufzen tappte sie weiter hinter ihm her, bis zu einer alten Felswand. Davor lagen viele einzelne Felsen und leichtfüßig sprang Fuchsstern von Fels zu Fels höher, bis er bemerkte, dass Sturmnacht nicht ganz so schnell mitkam. Mit einem leisen Schnurren wartete er, bis sie bei ihm war und machte dann langsamer. Wenn sie Probleme hatte, half er ihr. Schließlich kamen sie bei einer hübschen kleinen Höhle in der Felswand an. Dort setzte sich Fuchsstern, Sturmnacht tat es ihm gleich.
    “Also? Worum geht es?“, fragte sie nach kurzem Schweigen.
    “Ich muss dir etwas sagen, Sturmnacht. Ich...“ Kurz stoppte er und schloss die Augen. Als er sie wieder öffnete, leuchteten sie klarer als je zuvor und er blickte sie unverwandt an. “Ich liebe dich, Sturmnacht. Du bist die wunderbarste Kätzin, die ich je getroffen habe.“
    Überrascht stockte Sturmnacht und sah ihn mit großen Augen an. “Meinst du das Ernst?“
    “Natürlich. Du bist wunderschön, freundlich und verständnisvoll. Wie könnte ich das nicht Ernst meinen?“
    Leise schnurrte sie und drückte ihre Schnauze gegen seine Schulter. “Ich liebe dich auch, Fuchsstern“, hauchte sie leise und schnurrend fuhr er ihr mit der Zunge über den Kopf. Eng aneinander geschmiegt blieben sie noch eine Weile in der Höhle, bis sie sich irgendwann auf den Rückweg machten und Pelz an Pelz mit verschränkten Schwänzen zum Lager zurückliefen.

    16
    Sturmnacht tappte mit einem Gähnen aus dem Kriegerbau. Fuchsstern und sie waren nun schon zirka 3 Monde Gefährten und auch unter anderen Katzen fiel ihr die ein oder andere Vertrautheit auf, zum Beispiel Klauenschatten warf immer wieder Blicke zu Schneefall und Sturmnacht war froh, dass er über sie hinweggekommen war.
    Es war noch sehr früh, die Sonne zeichnete sich gerade erst ganz leicht am Horizont ab und kaum jemand war wach. Nur Blauhäherschwinge, der anscheinend überlegte, wen er für die Morgenpatrouille einteilen sollte. Als noch mehr Katzen kamen und Wasserschweif ihn fragte, wer denn die Morgenpatrouille übernehmen sollte, beschloss sie ihm zu helfen.
    “Ich kann sie übernehmen!“, rief sie und sprang zu ihnen. Dankbar blickte Blauhäherschwinge sie an und nickte. “In Ordnung. Dann nimm bitte noch...“ Kurz ließ er unsicher den Blick schweifen. “Fliederschatten, Wolkenherz und Flugpfote mit.“
    “In Ordnung.“ Sturmnacht drehte sich um und hielt nach den Katzen Ausschau. Wolkenherz war bereits wach, Fliederschatten ebenso. Nur Flugpfote schlief anscheinend noch. Also sagte sie kurz den beiden Kriegerinnen bescheid, bevor sie in den Schülerbau schlüpfte. Eispfote und Haselpfote putzten sich gerade und Sturmnacht entging nicht, wie nah sich die beiden mittlerweile waren. Als die Kriegerin den Kopf reinstreckte, sah Eispfote auf und blickte sie fragend an.
    “Könnt ihr bitte Flugpfote wecken? Sie geht mit auf die Morgenpatrouille.“
    Eispfote nickte und Sturmnacht zog sich schnell aus dem Bau zurück. Sie wollte gerade zu den anderen zwei für die Morgenpatrouille, als Fuchsstern zu ihr tappte. Schnurrend begrüßte sie ihn Nase an Nase.
    “Guten Morgen“, flüsterte er leise.
    “Guten Morgen. Ich muss jetzt auf Morgenpatrouille. Aber nachher muss ich noch mit dir reden. Können wir vielleicht zu der Höhle gehen?“
    “Natürlich. Dann bis später.“
    “Bis später.“
    Schnell sprang sie zu den restlichen drei und ging mit ihnen die Grenzen kontrollieren. Alles schien recht ruhig zu sein, wodurch sie relativ schnell wieder zurück waren. Ihr Blick flog zu Amselfeder. Ihr Bruder sprang zu Wolkenherz, schmiegte sich eng an sie und flüsterte ihr etwas zu, woraufhin die Kätzin ihm einen sanften Stoß versetzte. Leicht verdrehte Sturmnacht die Augen und wandte sich ab. Wieso musste ihr Bruder ausgerechnet sie zur Gefährtin nehmen? Sie war arrogant und einfach nur nervig. Aber solange er damit glücklich war, würde sie nichts sagen. Sie ließ weit er den Blick schweifen.
    Auch einige andere schienen einen Gefährten gefunden zu haben. Wie ihr schon aufgefallen war, verbrachten Eispfote und Haselpfote viel Zeit miteinander. Und Mohnblatt, deren Jungen zwar mittlerweile Schüler waren, sie aber trotzdem in der Kinderstube blieb, war oft bei Löwensturm.
    Kurz huschte Sturmnachts Blick zu Blattfell. Er war meistens bei Blauhäherschwinge oder Tatzensturm. Er hatte Sturmnacht erklärt, dass er im Moment keine Gefährtin wollte. Seufzend hielt sie nun nach Fuchsstern Ausschau. Sie wollte unbedingt mit ihm reden.

    17
    “Also?“, fragte Fuchsstern erwartungsvoll, als sie es sich in der Höhle bequem gemacht hatten und blickte seine Gefährtin neugierig an.
    “Also, ich muss dir dringend was sagen, Fuchsstern. Ich... also, ich erwarte Junge von dir.“
    “Wirklich?“ Seine Augen begannen zu glänzen und als sie nickte, schmiegte er sich eng an sie und legte schnurrend seine Nase an ihr Ohr. “Sturmnacht, das ist ja wunderbar! Wir werden Eltern!“
    Ebenfalls schnurrend schloss sie glücklich die Augen. Wie konnte es noch besser werden, als es jetzt war? Sie war der festen Überzeugung, dass alles perfekt war und niemand ihr das mehr nehmen konnte.

    In dieser Nacht hatte Sturmnacht bei Fuchsstern im Bau geschlafen, wie schon ein paar mal davor, doch als sie aufwachte war der Platz neben ihr leer. Fuchsstern war nicht mehr im Bau.
    Sie putzte sich schnell und trat dann raus auf die Lichtung. Dort sprang sie zu Klauenschatten. Mittlerweile waren sie beide gute Freunde.
    “Hallo Klauenschatten! Hast du Fuchsstern gesehen!“
    “Oh, Hallo Sturmnacht!“ Er machte eine kurze Pause, als Schneefall ihm etwas zurief, das Sturmnacht akustisch nicht ganz verstand, dann wandte er sich wieder ihr zu. “Ja, er ist vorhin mit auf die Kriegerprüfung von Eispfote und die gleichzeitig stattfindende Jagdprüfung von Flugpfote. Zusammen mit Amselfeder und Wolkenherz, die beiden sind ja schließlich ihre Mentoren.“
    Verstehend nickte Sturmnacht und sah dann kurz zu Schneefall.
    “Du und Schneefall also?“ Mit spielerisch funkelnden Augen stupste sie ihn an, woraufhin er sich kurz leicht wand und verlegen zu Boden sah.
    “Ja. Also, ich mag sie sehr. Aber wir sind keine Gefährten.“ Für einen Moment verdunkelte sich sein Blick. “Ich glaube, sie sieht mich nur als Freund an.“
    “Bestimmt nicht!“, entgegnete sie sofort entrüstet, “Aber das Wissen wir gleich.“
    Mit einem schelmischen Blick sprang Sturmnacht zu Schneefall, die bis eben mit ihrem Bruder Tatzensturm geredet hatte.
    “Entschuldigung, kann ich kurz mit dir reden, Schneefall? Dauert auch nicht lange.“
    “Natürlich.“
    Als Tatzensturm gegangen war, begann sie direkt zu reden. “Also, ich will dich ganz direkt fragen: magst du Klauenschatten? Also, mehr als nur einen Freund?“
    Kurz schwieg sie, bevor sie leise flüsterte:
    “Ja, schon. Er ist ein toller Kater. Aber woher soll ich wissen, ob er mich auch mag?“
    “Zufällig weiß ich, dass er dich auch sehr mag.“
    “Wir...“
    Die weiße Kätzin wurde von Flugpfote unterbrochen, die ins Lager gestürzt kam.
    “Flugpfote“, rief Blauhäherschwinge und sprang zu ihr. Er war ein guter Zweiter Anführer. “Was ist passiert?“
    Die Kätzin blutete an einer Schulter und atmete stark. “Füchse... ganz viele... bei dem Übergang... zwischen Meer und... und Wald... Sie haben uns... angegriffen und... Ich sollte Hilfe...“ Keuchend brach Flugpfote ab und starrte den Zweiten Anführer mit großen Augen an.
    “Geh zu Blaufeder. Ich werde eine Patrouille dorthin anführen“, wandte er sich nun an den restlichen Clan, während Rosenpfote Flugpfote zum Heilerbau führte. “Sturmnacht, Seeschweif, Wasserschweif und Löwensturm, ihr kommt mit!“

Kommentare Seite 1 von 1
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Rotpelz, Aschenjunges, Vogeljunges ( 30223 )
Abgeschickt vor 271 Tagen
Oh super!!
Und was ich gestern noch vergessen habe: Du hast einen super schreibstyl!! großes Lob! Du solltest mehr FF schreiben! ;)

Und wo 'sind wir Brüder'? ^^ Mir fällt spontan nix ein...
Donni ( 16697 )
Abgeschickt vor 272 Tagen
Hey Roti! :DDD

Klar kann ich die Charas mit einbauen, für meine Gefährtin (und im anderen Rpg Bruder ^^) tue ich doch alles ;P

Hm, ich schreib danach vermutlich noch eine Fortsetzung, in der es wohl um Sturmnachts und Fuchssterns Junge geht. Da kann Farni vielleicht Zweiter Anfi werde. Mal sehen ;)
Rotpelz ( 12883 )
Abgeschickt vor 272 Tagen
VERSCHRIEBEN: ROT IST AUS DEM ERSTEN WURF VON AHORN UND SILBER!!!!!!!!!
Rotpelz ( 12883 )
Abgeschickt vor 272 Tagen
Hey Donni!! Ich wollte mal fragen, ob du vielleicht ein paar von meinen Charas mit einbauen kannst. Wenn ja, wäre dass es cool! :

Name: Ahornschatten (früher Ahorn)
Aussehen: rotbrauner Kater mit grünen Augen
Rang: Krieger

Name: Silberhimmel (früher Silver Sky)
Aussehen: silberne Kätzin mit schwarzen Streifen und himmelblauen Augen
Rang: Königin

Name: Farnjunges/pfote/herz (früher Farn)
Aussehen: goldbraun getigerter Kater mit braunen Augen
Rang: Junges, Schüler, Krieger (2.Anführer?)

Name: Schneejunges/pfote/blatt (früher Schnee)
Aussehen: schneeweiße Kätzin mit schwarzem Abzeichen auf Brust in der Forn einses Blattes, gelbe Augen
Rang: Junges, Schüler, Kriegerin, Königin, Kriegerin

Name: Rostjunges/pfote/kralle (früher Rost)
Aussehen: rotbrauner Kater mit grünen Augen
Rang: Junges, Schüler, Krieger

Name: Rotpelz (früher Rot)
Aussehen: rote Kätzin mit schwarzem Schweif und grünen Augen
Rang: Kriegerin, Königin, Kriegerin (Königin?)

Ahornschatten ist der Vater von Farn, Schnee, Rost und Rot. Silberhimmel ist die Mutter der vier. Rost kommt aus dem ersten Wurf von Ahorn und Silber.
Den Charakter und die Statur und alles weitere kannst du dir selber aussuchen. :)
LG
Roti
Stormpaw/Donni ( 19084 )
Abgeschickt vor 276 Tagen
Ich schreib jetzt weiter ;)
Echopfote ( 93122 )
Abgeschickt vor 276 Tagen
Wann geht weeeeeeeeeeiteeeer????????????????
Schneefall ( 51371 )
Abgeschickt vor 507 Tagen
Schöne Geschichte. 😀
Stormpaw ( 84962 )
Abgeschickt vor 556 Tagen
Vielleicht das Meer und eine Katze. Muss keine von den Hauptcharakteren sein ;)
Tannenkralle ( 51668 )
Abgeschickt vor 556 Tagen
(Hast du einen Wunsch zum Deckblatt ? Die Hauptkatze drauf oder irgendeine bestimmte Umgebung ?)
Stormpaw ( 84962 )
Abgeschickt vor 556 Tagen
Danke Bellamy 💜 und Eisstern! :D
Eisstern ( 67514 )
Abgeschickt vor 556 Tagen
Das ist richtig gut.^^
Bellamy 💜 ( 84962 )
Abgeschickt vor 556 Tagen
Coole Idee, mach weiter so ;)