Leben und Liebe in Mittelerde - Teil 35

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2 Kapitel - 670 Wörter - Erstellt von: Tariel - Aktualisiert am: 2015-10-28 - Entwickelt am: - 951 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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Und dann erblickte ich auch den Grund meines Kommens. Seine Augen erwiderten meinen Blick. Er wirkte viel ruhiger, als er es hätte sein dürfen, angesichts dieser Situation. Zwei der Wachen hielten ihn in einer der Ecke fest und zwangen ihn unseren Blickkontakt zu unterbrechen.
Die Wache, welche rechts von mir stand, verdrehte meinen Arm schmerzhaft und entlockte mir somit ein leises Stöhnen, was ihn wiederum gehässig lächeln ließ.
“Legolas!”, zischte ich und noch im selben Moment vernahm ich die Laute eines Kampfes hinter meinem Rücken. Unbändige Freude stieg in mir auf, ebenso wie Hoffnung. Noch war gar nichts verloren, solange mein Bruder in meiner Nähe war, konnten wir immer noch siegreich aus diesem Kampf hervorgehen. Die beiden Wachen an meiner Seite lockerten unbewusst ihre Griffe um meine Arme. Mit einer einzigen schnellen Bewegung entzog ich ihnen meine ohnehin schon schmerzenden Arme und bückte mich noch in derselben Sekunde nach meinem Schwert, welches ich ergriff und einem der beiden Männer, die gerade nach mir greifen wollten, mitten in die Brust rammte. Ohne auf den nachhintenkippenden Körper der ersten Wache zu achten, stieß ich die Waffe dem zweiten Mann zwischen die Rippen.
Ich sprang hoch und drehte mich um mich selbst, verteilte Streiche mit dem Schwert und Tritte mit meinen Füßen.
Plötzlich schreckte ich auf und blickte suchend durch den Raum, welcher bis auf den letzten Wachen, den Legolas mit einem Schwerthieb zu Boden beförderte, Legolas selbst, mir und Eldarion, der keuchend und mit einem Dolch in der Hand im Raum stand, vollkommen leer war.
“Wo ist Tiron hin?”, stieß ich atemlos hervor. Keiner der beiden anderen antwortete auf meine Frage. “Ob ihr mit mir kommt oder nicht, dass müsst ihr selbst entscheiden, doch ich werde ihn suchen gehen!” Meine Stimme klang fester als ich erwartete hatte, doch ich war nicht enttäuscht darüber, ganz im Gegenteil.
Ich musste es tun, ich musste es vollenden. Es war meine Aufgabe Tiron zu töten, ich wollte es zu Ende bringen, auch wenn ich dabei selbst ums Leben kommen könnte. Ich wollte es tun, nur ich alleine. Ich spürte, wie das Adrenalin förmlich in meinen Adern pochte und warf Legolas und Eldarion einen letzten entschuldigenden Blick zu.
Im nächsten Augenblick stürmte ich an ihnen vorbei, aus dem Raum, den Gang entlang und lief, bis mich meine Beine nicht mehr tragen wollten. Ich vernahm nur schwach die Schritte meines Bruders und Eldarions, welche mir wie selbstverständlich gefolgt waren und mich schließlich einholten.
“Hör zu, Thallyá”, begann Legolas und hielt mich am Arm fest, sodass ich nicht weiterlaufen konnte und gezwungen war ihm zuzuhören. “Und lauf nicht gleich wieder weg! Hör mir genau zu: Wir können das nicht zu dritt schaffen und du weißt selbst, dass seine Wachen hier überall verteilt sind. Thallyá, pass auf was du tust und…”
“Ich weiß schon, was ich tue! Ich bin alt genug!”, erwiderte ich energisch und entriss ihm ruckartig meinen Arm. Mein Schwert in der Hand marschierte ich eilig auf die nächste Ecke zu, doch sobald ich sie erreicht hatte verspürte ich einen sanften Windhauch an meiner Wange und im nächsten Moment verschwamm die Welt vor meinen Augen.

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